
Schweiz: Arbeitende Frauen finanzieren ihre Weiterbildung zu 60 Prozent selbst
Mit dem ersten nationalen Bildungsbericht verfügt die Schweiz über eine neue Grundlage für die Bildungspolitik. Die Autoren des heute vorgestellten Berichts geben keine direkten Handlungsanweisungen für die Bildungspolitik. Sie kommen aber zu verschiedenen Befunden, die nun Bund und Kantone in Zusammenarbeit mit weiteren Bildungskreisen auswerten sollen.
Eines dieser Ergebnisse bezieht sich auf geschlechtsspezifische Unterschiede in der Weiterbildungsförderung. Dabei kommt der Bericht zu dem Ergebnis, dass erwerbstätige Frauen ihre Weiterbildung zu 60 Prozent selbst finanzieren, während die Männer nur für ein Drittel selbst aufkommen müssen. Diese Ungleichbehandlung der Geschlechter könne nicht wirklich mit objektiven Tatbeständen erklärt werden, heisst es, weshalb davon ausgegangen werde, dass es sich hier um Diskriminierung und eine Verletzung der Chancengleichheit handele.
(04.02.2010, prh)
siehe auch: Bildungsmonitoring Schweiz: Erster schweizerischer Bildungsbericht vorgelegt
Bildungsbericht bestellen (gebührenpflichtig: 60 Schweizer Franken)

