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Neuigkeiten & Termine

Lebenslanges Lernen: Deutschland darf nicht Mittelmaß bleiben

Kommentar von Prof. Dr. Ada Pellert, Präsidentin der Deutschen Universität für Weiterbildung, zu den Ergebnissen des »Europäischen Index Lebenslanges Lernen«.


Die Bedingungen für Lebenslanges Lernen sind in Deutschland nur Mittelmaß. Das ist ein Ergebnis der europäischen Bildungsstudie »European Lifelong Learning Index« der Bertelsmann Stiftung. Ein internationales Expertenteam stellte dafür erstmals Daten über Lebenslanges Lernen in Europa auf eine vergleichbare Grundlage. Ergebnis: Für Schulen und Hochschulen wird in Deutschland relativ wenig Geld investiert. Auch die Teilnahmequoten und das finanzielle Engagement von Unternehmen für die betriebliche Weiterbildung liegen nur im Mittelfeld.

»Hochschulen und Unternehmen müssen Lebenslanges Lernen ernster nehmen und gemeinsam Strukturen dafür entwickeln. Dass betriebliches und akademisches Wissen häufig als grundverschieden betrachtet werden, ist nicht zeitgemäß. Im nicht-deutschsprachigen Raum geht man mit der damit verbundenen Frage der Durchlässigkeit wesentlich entspannter und damit moderner um«, kommentiert Prof. Dr. Ada Pellert, Weiterbildungsforscherin und Präsidentin der Deutschen Universität für Weiterbildung. »Beim Anteil Studierender im Alter zwischen 30 und 39 Jahren liegt Deutschland mit 2,5 Prozent auf Platz 28 von 30 OECD-Ländern, während etwa die skandinavischen Länder schon auf einen Wert von 13 Prozent kommen.«

Bereits vor einem Jahr hatte die Bertelsmann Stiftung errechnen lassen, dass Investitionen in die Bildung eine hohe Rendite ergeben würden. »Die volkswirtschaftliche Argumentation zeigt die gesellschaftlichen Notwendigkeiten«, sagt Pellert. »Aber auch der Blick auf den Einzelnen ist wichtig: Lebenslanges Lernen führt dazu, das Leben besser meistern zu können. Rund drei Viertel der Deutschen messen Weiterbildung einen hohen Stellenwert für ihren beruflichen Erfolg bei, zeigt unsere aktuelle Forsa-Umfrage. Wer berufliche Aufgaben besser bewältigen kann, ist zufriedener.« (06.09.2010, prh)

Vergleiche: Lebenslanges Lernen: Studie bescheinigt Deutschland nur Mittelmaß

 

Bei jedem elften Paar hat die Frau den höheren Bildungsabschluss

Der Anteil der Paare mit niedrigem Bildungsstand beträgt lediglich 14%


Bei 9 Prozent der Paare in Deutschland hat die Frau einen höheren Bildungsabschluss als der Mann. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Weltbildungstag am 8. September 2010 mit. Bei den meisten Paaren (61%) verfügen beide Partner über einen gleichen oder ähnlichen Bildungsabschluss; bei 30 Prozent der Paare hat der Mann einen höheren Bildungsabschluss als die Frau. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des Mikrozensus 2009, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa. Analysiert wurden hier Ehepaare und nichteheliche Lebensgemeinschaften, bei denen beide Partner Angaben zu ihrer Bildung machten.


Innerhalb der Gruppe der bildungsgleichen Paare haben fast zwei Drittel (65%) einen mittleren Bildungsstand. Hierzu zählen unter anderem berufsqualifizierende Abschlüsse und/oder das Abitur beziehungsweise die Fachhochschulreife. Gut jedes fünfte bildungsgleiche Paar (21%) besitzt einen hohen Bildungsstand wie beispielsweise einen akademischen Abschluss oder einen Meister-/Techniker- oder Fachschulabschluss. Der Anteil der Paare mit niedrigem Bildungsstand beträgt lediglich 14%. Hierzu zählen zum Beispiel ein Abschluss an Haupt- oder Realschule und kein beruflicher Abschluss sowie Personen ohne Bildungsabschluss.

  (06.09.2010, prh)

 

Rheinland-Pfalz: Stärkung der Aus- und Weiterbildung gefordert

Die Sicherung des Fachkräftepotentials für die Zukunft muss auch durch eine Stärkung der beruflichen Weiterbildung erfolgen; dies forderten der SPD-Landesvorsitzende, Kurt Beck, Ministerpräsident, und der DGB-Landesvorsitzende, Dietmar Muscheid auf der gemeinsamen Weiterbildungskonferenz »Weiterbildung weiterdenken« des DGB Rheinland-Pfalz und dem SPD-Landesverband Rheinland-Pfalz an diesem Samstag in Mainz. Beck und Muscheid betonten die elementare Rolle der beruflichen und betrieblichen Weiterbildung für die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen und die Arbeitsplatzsicherung.

Beck: »Die SPD wird sich deshalb dafür einsetzen, dass in Rheinland-Pfalz betriebliche Weiterbildung Bestandteil der Unternehmenskultur wird. Das sichert Arbeitsplätze.«

Gewerkschaften und Betriebsräte unterstützten dieses Anliegen, erklärte der DGB-Landesvorsitzende Muscheid und betonte, dass die berufliche Weiterbildung notwendig sei, um ein stetiges Erwerbsleben zu sichern. Ebenso sei die aktive Arbeitsmarktpolitik als Fördermaßnahme für Erwerbslose unbedingt beizubehalten, um Arbeitslosen einen Wiedereinstieg ins Berufsleben zu ermöglichen.

Die Politische Weiterbildung bezeichnete Beck als »unverzichtbar für das Wissen über unsere Herkunft und Geschichte sowie für die Stärkung des demokratischen Bewusstseins in einer Gesellschaft der Vielfalt«. Politische Weiterbildung sei Grundlage für Teilhabe und Mitwirkung. »Unsere Gesellschaft lebt vom Engagement der Menschen für ein demokratisches, partizipationsorientiertes, solidarisches und weltoffenes Land«, so Beck.

Die Ergebnisse der Weiterbildungskonferenz sollen auch Berücksichtigung im Wahlprogramm der SPD Rheinland-Pfalz finden.

Die CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl, Julia Klöckner, kritisierte nach Angaben des Südwestrundfunks die Äußerungen. Sie sagte, Ministerpräsident Beck setze falsche Schwerpunkte. Im Vordergrund müsse die Schulausbildung stehen. Die Landespolitik müsse dafür sorgen, dass sie Schulabgänger fit seien, eine Ausbildung zu beginnen. (05.09.2010, prh)

 

Das Weiterbildungsverhalten hessischer Betriebe 2009

In den Betriebspanel‐Reports der vergangenen Jahre wurde eine tendenzielle Zunahme sowohl von betrieblicher Weiterbildungsbeteiligung (wie viele Betriebe fördern Weiterbildungsmaßnahmen?) als auch der Weiterbildungsintensität (wie viele Beschäftigte werden gefördert?) in Hessen konstatiert. Leitfrage des aktuellen Reports ist, inwieweit diesem erhöhten Weiterbildungsbedarf auch in den Zeiten der Wirtschaftskrise (Referenzzeitraum der Befragung war das erste Halbjahr 2009) Rechnung getragen wird.


Betriebe und Beschäftigte unterliegen durch die Globalisierung und dem technischen Wandel erheblichen Herausforderungen. Ein zentrales Instrument zur Bewältigung dieser Herausforderungen bildet die betriebliche Weiterbildung. Die bedarfsgerechte Qualifizierung der Beschäftigten hat daher in der Vergangenheit eine zunehmende Bedeutung erlangt.


Wie sich das Weiterbildungsverhalten der Betriebe in Hessen im Jahr 2009 darstellte und ob sich daraus Anhaltspunkte für die genannten Effekte ableiten lassen, wurde in diesem Report untersucht. Für eine effektive Weiterbildungspolitik von Betrieben sind daneben auch Informationen darüber von Bedeutung, welche Fort‐ und Weiterbildungsmaßnahmen die Betriebe fördern und inwieweit die Betriebe die Beschäftigten an den direkten und indirekten Weiterbildungskosten beteiligen. Diese Fragen wurden daher gesondert beantwortet.


Fazit

Hessen liegt in punkto Weiterbildungsbeteiligung und Weiterbildungsintensität über dem westdeutschen Durchschnitt. Ein Grund hierfür könnte die Branchenstruktur Hessens mit einem hohen Dienstleistungsanteil und einem geringeren Anteil an Betrieben des Produzierenden Gewerbes sein, denn letztere haben eher niedrige Weiterbildungsquoten, während in den Dienstleistungsbetrieben überdurchschnittlich viele Beschäftigte qualifiziert werden.

Neben relativ konstanten Faktoren gibt es jedoch auch Indikatoren, die auf konjunkturelle Effekte hindeuten, schreiben die Autoren weiter. Zu beobachten ist, dass Weiterbildungsformen, die weniger zeit‐ und kostenintensiv sind (interne Schulungen, Weiterbildung am Arbeitsplatz) an Bedeutung gewinnen, während aufwändigere Weiterbildungsformen (externe Schulungen, Teilnahme an Konferenzen etc.) etwas seltener genutzt wurden. Allerdings sind die Verschiebungen zu gering, um bereits jetzt einen generellen Trend zu konstatieren. (04.09.2010, prh)

Ergebnisse der Studie herunterladen (PDF, 23 Seiten)

 

Mit Stipendium im Ausland lernen

Mit Unterstützung der Dr.-Helmut-Kraft-Stiftung bietet die Inwent – Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH Studierenden an Berufsakademien die Chance, sich im Ausland weiterzuqualifizieren. Auch junge Berufstätige bis 27 Jahre mit einer abgeschlossenen nicht-akademischen Ausbildung im naturwissenschaftlich-technischen oder kaufmännischen Bereich können sich bewerben.

Weltweit lernen sie die internationale Arbeitswelt während eines Praktikums in Unternehmen kennen, vertiefen ihre Sprachkenntnisse und fördern ihre interkulturelle Kompetenz. Ein Praktikantenplatz muss nachgewiesen werden. Die Teilnehmer erhalten aus Mitteln der Dr. Helmut Kraft-Stiftung ein Stipendium als

Zuschuss zu Lebenshaltungs- und Reisekosten. Zeitpunkt, Dauer und Inhalte der Fortbildung werden individuell festgelegt.

Hintergrund

Inwent – Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH ist ein weltweit tätiges Unternehmen für Personalentwicklung, Weiterbildung und Dialog. Die Capacity Building-Programme richten sich an Fach- und Führungskräfte aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Inwent arbeitet im Auftrag der Bundesregierung mit an der Umsetzung der Entwicklungsziele der Vereinten Nationen und berät die deutsche Wirtschaft in Public Private Partnership Projekten. Jungen Menschen aus Deutschland gibt Inwent die Chance, in einem Austausch weltweite Erfahrungen zu sammeln. (04.09.2010, prh)

Dr.-Helmut-Kraft-Stiftung

inWent

 

Professionelle Schlüsselkompetenzen von ErwachsenenbildnerInnen

Eine neue Systematisierung der Schlüsselkompetenzen von ErwachsenenbildnerInnen zielt auf mehr Transparenz und Vergleichbarkeit auf europäischer Ebene.


Breites Tätigkeitsspektrum von ErwachsenenbildnerInnen: ErwachsenenbildnerInnen zählen zu den SchlüsselakteurInnen im Bereich des Lebenslangen Lernens. Die Aufgaben reichen dabei von Lernprozessgestaltung über Programmentwicklung und Finanzverwaltung bis hin zu Marketing und Anwendung modernen Informations- und Kommunikationstechnologien. Trotz dieser Bandbreite an Tätigkeiten ist die Frage nach allgemein gültigen Schlüsselkompetenzen von ErwachsenenbildnerInnen immer wieder ein Thema in der Professionalisierungsdebatte.


Innerhalb Europas existieren große länderspezfische Unterschiede in Bezug auf die Verfügbarkeit und Implementierung solcher Kompetenzstandards. In einer heuer veröffentlichten Studie beleuchtet das Institut »Research voor Beleid« in Zusammenarbeit mit vier europäischen Universitäten die gegenwärtige Situation und nimmt eine neue Systematisierung der Schlüsselkompetenzen von ErwachsenenbildnerInnen als Beitrag zu einem europäischen Referenzrahmen vor.


Europäischer Referenzrahmen als Beitrag zur Professionalisierung


Der Vorschlag der Autorinnen und Autoren für einen Referenzrahmen für erwachsenenbildnerische Schlüsselkompetenzen basiert auf der zusammenführenden Analyse bisheriger Beschreibungen sowie der Expertise von Betroffenen und Beteiligten aus ganz Europa, die zur Entwicklung des Vorschlags beigetragen haben.


Zu den allgemeinen Schlüsselkompetenzen von ErwachsenenbildnerInnen zählen laut dieser Systematisierung:

  • autonomes Lebenslanges Lernen (personelle Kompetenz)
  • Kommunikations-, Team- und Vernetzungsfähigkeit (interpersonelle Kompetenz)
  • Verantwortung für die Weiterentwicklung der Erwachsenenbildung (professionelle Kompetenz)
  • Expertise (theoretisches und/oder praktisches Fachwissen)
  • Didaktische Kompetenz
  • Kompetenz im Bereich Empowerment- und Motivationsstrategien
  • Kompetenz im Umgang mit Heterogenität und Diversität


Für spezifische Kompetenzen, die die Anleitung und Unterstützung von Lernprozessen betreffen, liegen weitere Formulierungen vor.


Anwendung des Referenzrahmens


Laut Studie gibt es insgesamt 19 Instrumente, in denen der Referenzrahmen angewendet werden kann, um die Qualität und Professionalisierung in der Erwachsenenbildung zu unterstützen. Dazu zählen unter anderem Programmentwicklung, Evaluation, Qualifikationsstrukturen, Akkreditierung/Zertifizierung, Gesetzgebung, Forschung sowie andere Referenzsysteme wie z.B. der Europäische Qualifikationsrahmen (EQR/EQF).


Langfristig soll mit dem Referenzrahmen vor allem auf europäischer Ebene eine Annäherung der verschiedenen Ausgangssituationen in den einzelnen Ländern gelingen. Es ist nicht Ziel, die Kompetenzen als verpflichtenden Standard einzuführen. Die Studie ist bis dato nur auf Englisch erhältlich.


Autorin: Christina Pernsteiner, Online-Redaktion von erwachsenenbildung.at

Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung der Redaktion (02.09.2010, prh)

Studie »Schlüsselkompetenzen in der Erwachsenenbildung« (in englischer Sprache, PDF, 157 Seiten)

 

Stiftung Warentest zum Thema Weiterbildung: Experten beantworten Ihre Fragen

Am 24. September findet der Deutsche Weiterbildungstag statt. Auch die Stiftung Warentest macht mit. Im Chat beantworten die Experten Alrun Jappe und Dr. Michael Cordes an diesem Tag zwischen 12 und 13 Uhr alle Fragen rund ums Thema Weiterbildung.

Wie finde ich einen guten Englischkurs? Welcher Buchhaltungskurs ist der beste? Kann ich für eine Sprachreise Bildungsurlaub nehmen? Und wer bekommt die Bildungsprämie in Höhe von 500 Euro? Anlässlich des Deutschen Weiterbildungstags am Freitag, dem 24. September, veranstaltet die Stiftung Warentest einen Chat zum Thema Weiterbildung. Von 12 bis 13 Uhr stehen die Experten Alrun Jappe und Dr. Michael Cordes Rede und Antwort. (02.09.2010, prh)

Ab sofort können Sie Ihre Fragen stellen...

 

Videospot für Kursportal Schleswig-Holstein ist online!

Der Film "Der nordische Överblick" - ein kurzer Trailer zum Kursportal Schleswig-Holstein - ist auf www.sh.kursportal.info zu sehen.

Außerdem kann der Film unter www.youtube.com/watch?v=5B2eMpfDWjw (dort auch in hoher Auflösung) gesehen und weiterempfohlen werden. (01.09.2010, WP)

Homepage des Kursportals Schleswig-Holstein mit Link zum Video

 

Förderung der beruflichen Weiterbildung stagniert

Die Zahl der Eintritte in geförderte Qualifizierungsmaßnahmen der BA stieg im August leicht um ca. 6 Prozent.

Die deutliche Erholung der deutschen Wirtschaft wirkt sich weiter positiv auf den Arbeitsmarkt aus. Dank der guten Auftragslage hat sich die Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt im Spätsommer weiter entspannt. Wegen der Werks- und Sommerferien fiel der Rückgang allerdings weitaus moderater aus als in den Vormonaten.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im August rund 3,188 Millionen Männer und Frauen ohne Arbeit; dies sind 4000 weniger als im Juli, aber rund 283.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote bleibt unverändert bei 7,6 Prozent. »Die wesentlichen Indikatoren entwickeln sich in die richtige Richtung«, sagte das BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt gestern in Nürnberg.

Nachfrage auf Vorkrisen-Niveau

Laut der Bundesagentur hat die Nachfrage nach Arbeitskräften wieder das Vorkrisen-Niveau erreicht: Die Betriebe signalisieren wieder deutlichen Einstellungsbedarf. »In mehreren Branchen wie z.B. im Einzelhandel, in der Gastronomie, im Bausektor und im Gesundheits- und Sozialwesen werden zahlreiche Mitarbeiter gesucht«, teilte die Bundesagentur mit. Teilweise gebe es schon wieder Probleme, qualifizierte Fachkräfte zu finden.

Diesem Problem sollte nach Einschätzung des Bildungsverbandes (BBB) verstärkt mit beruflicher Weiterbildung begegnet werden. Hier liegt das Potenzial, unmittelbar tätig zu werden. »Leider deuten die aktuellen August-Zahlen nur auf eine sehr geringe Steigerung der Zugänge in diesem Bereich der arbeitsmarktpolitischen Instrumente hin«, bedauerte der BBB-Vorsitzende Siegfried Schmauder gestern in Berlin.

Die Zahl der Eintritte in geförderte Qualifizierungsmaßnahmen der BA stieg im August leicht um ca. 6 %. Der Teilnehmerbestand allerdings sank erneut um fast 3 %. (01.09.2010, prh)

Zur vollständigen Meldung

 

Deutscher Bildungsserver bietet neue Web-Anwendungen

Vielfältiger Zugang zum Informationsangebot dank aktueller Online-Techniken

Der Deutsche Bildungsserver nutzt jetzt verschiedene aktuelle Online-Techniken, die neue Darstellungsformen seines Informationsangebotes ermöglichen. Dazu gehören der Einsatz von interaktiven Landkarten, das Einbinden der Bildungsserver-Informationen in andere Informationsumgebungen im Netz oder die Lieferung von Neuigkeiten direkt zum eigenen Computer. Der Deutsche Bildungsserver ist ein Gemeinschaftsservice von Bund und Ländern und wird im Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) koordiniert.

Die Kartenansicht kommt bei der Institutionen-Datenbank zum Einsatz. In dieser Datenbank können die Nutzerinnen und Nutzer des Deutschen Bildungsservers wichtige Bildungseinrichtungen suchen. Die Standorte der so gefundenen Institutionen lassen sich jetzt in einer Landkarte anzeigen. Ein Klick auf die Markierungen öffnet zudem ein Fenster mit Kontaktinformationen der jeweiligen Einrichtung.

Aktuelle Informationen des Deutschen Bildungsservers stehen den Nutzerinnen und Nutzern auch über Newsfeeds, eine Art Nachrichtenticker, zur Verfügung. Diese Newsfeeds können jetzt auf individuell gestaltbaren Online-Informationstafeln, so genannten Dashboards, zusammengestellt werden. Ebenfalls neu: Neuigkeiten aus den Bereichen Webressourcen, pädagogischer Stellenmarkt, Veranstaltungen und Pressedokumentation können jetzt gebündelt als kleine Infobox (Widget) zum Beispiel auf der Windows-Oberfläche eines Computers eingerichtet werden.

Weitere Informationen und Beispiele im Internet:

  (31.08.2010, prh)

 

Weiterbildungsförderung: Nordrhein-Westfalen will Bildungsscheck weiter ausbauen

NRW kündigt Sonderprogramm »Qualifizierung und Innovation zur Fachkräftesicherung im Mittelstand« an

Zu Forderungen aus Teilen der Wirtschaft, dem Fachkräftemangel verstärkt über weitere Zuwanderung zu begegnen, erklärte Nordrhein-Westfalens Arbeits- und Integrationsminister Guntram Schneider vergangene Woche in Düsseldorf: »Wenn jetzt bei anziehender Konjunktur die Unternehmen wieder mehr Fachkräfte brauchen, dann fällt das nicht vom Himmel.« Angesichts des demographischen Wandels sei diese Entwicklung schon seit Jahren absehbar gewesen. »In Deutschland haben rund 15 Prozent der jungen Erwachsenen zwischen 20 und 29 Jahren keinen Berufsabschluss. Klar, dass sie nun als Fachkräfte fehlen«, sagte Schneider. Hinzu komme, dass auch die Beschäftigungsquote von Älteren und Frauen noch steigerungsfähig sei, wenn entsprechende Rahmenbedingungen in den Betrieben gegeben seien.

Gehörig zugelegt werden müsse auch bei der Weiterbildung. Bundesagentur für Arbeit, Argen und Optionskommunen hätten die Aufgabe, Arbeitslose fortzubilden oder in Mangelberufe umzuschulen. Dies gelte auch für die Qualifizierung von Beschäftigten in so genanten Transfergesellschaften. »Der unbedingte Vermittlungsvorrang vor Weiterbildung lässt viele Chancen zur Fachkräfteentwicklung ungenutzt. Hier ist eine Umsteuerung notwendig«, sagte Schneider

Bei der beruflichen Weiterbildung setze das Land seit Jahren erfolgreich das Förderinstrument »Bildungsscheck« ein, mit dem ein Zuschuss zu den Weiterbildungskosten gewährt werde. »Wir werden diese Förderung künftig noch stärker auf An- und Ungelernte konzentrieren und die vorhandene Beratungsinfrastruktur zur beruflichen Weiterbildung qualitativ verbessern«, kündigte Schneider an.

Über derartige zahlreiche Aktivitäten hinaus habe sich die neue Landesregierung im Koalitionsvertrag verpflichtet, ein Sonderprogramm »Qualifizierung und Innovation zur Fachkräftesicherung im Mittelstand« zu entwickeln und umzusetzen.

Denkbar seien zum Beispiel neue Instrumente zur Förderung der beruflichen Weiterbildung, die Unterstützung der Umsetzung sowie des Transfers von Qualifizierungstarifverträgen und die Verknüpfung von Qualifizierung mit regionalen bzw. sektoralen strukturpolitischen Initiativen - zum Beispiel in der Gesundheitswirtschaft, der Logistik, der Kunststoffindustrie und im Maschinenbau. Ziel sei, die Bildungsbeteiligung spürbar zu erhöhen. Das Programm werde selbstverständlich unter Beteiligung der relevanten Akteure aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Regionen und Verbänden erarbeitet. Umgesetzt werden soll es 2011. (30.08.2010, prh)

Vollständige Meldung

 

Lebenslanges Lernen: Studie bescheinigt Deutschland nur Mittelmaß

In Deutschland sind die Voraussetzungen für das lebenslange Lernen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern nur mittelmäßig. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bertelsmann Stiftung, die dem SPIEGEL exklusiv vorliegt. Der Grund: Investitionen in Schulen und Hochschulen seien zu gering.

Bei einer europäischen Bildungsstudie der Bertelsmann Stiftung hat Deutschland ein mittelmäßiges Ergebnis erreicht: Die Bundesrepublik bleibt bei einem Vergleich des "Lernklimas" deutlich hinter Dänemark, Schweden, den Niederlanden und Finnland zurück. Diese Länder hätten "in Europa bislang am besten die Idee vom lebenslangen Lernen in die Tat umgesetzt".

 

In einem aufwendigen Verfahren haben Fachleute zahlreiche Statistiken und Studien zusammengeführt, um ein umfassendes Bild des lebenslangen Lernens in den europäischen Ländern zu zeichnen. Dabei wurde nicht nur die Qualität der Schulen und Hochschulen betrachtet. Die Forscher verstanden Bildung vielmehr in einem weitergehenden Sinn und bezogen unter anderem gesellschaftliches Engagement, sportliche Aktivitäten und die Teilnahme an Kulturveranstaltungen in ihre Berechnungen ein.

"Gelernt wird bei weitem nicht nur an Schulen oder anderen Bildungseinrichtungen", sagte Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, dem SPIEGEL. "Wir lernen auch am Arbeitsplatz, als Mitglieder in Vereinen oder politischen Organisationen, in der Familie, in der Freizeit."

Die Stiftung will nun deutsche Kommunen vergleichen

Die Forscher entdeckten zahlreiche Zusammenhänge zwischen einem guten Lernklima in einem Staat und dem Wohlstand oder dem Wohlergehen dort. Staaten mit einem hohen Wert auf der Bildungsskala zeichneten sich unter anderem dadurch aus, dass dort Korruption weniger verbreitet ist, mehr Vertrauen in politische Institutionen herrscht und die Gefahr der Armut niedriger liegt.

Ein Fazit der Studie: "Lernen macht reich, produktiv und wettbewerbsfähig". Außerdem würden der "gesellschaftliche Zusammenhalt" und das "gesellschaftliche Grundvertrauen" gefördert.

In diesem Herbst sollen weitere Analysen folgen. Dann werden deutsche Kommunen und Regionen miteinander verglichen.

Die Stiftung hatte bereits vor rund einem Jahr errechnen lassen, welch hohe Rendite Investitionen in die Bildung ergeben würden. Eine Studie kam zum Ergebnis, dass dem deutschen Staat in den nächsten acht Jahrzehnten rund 2,8 Billionen Euro entgehen würden, wenn die meisten Risikoschüler nicht bald auf ein ordentliches Niveau gehoben werden. Gemeint sind Schüler, die im Alter von 15 Jahren noch nicht richtig rechnen und schreiben können.

Kurz darauf hatte die OECD nachgelegt: Schon kleine Verbesserungen bei der Bildung könnten " enorme Wachstumseffekte" bringen, so das Ergebnis einer Pisa-Sonderstudie. Bereits eine moderate Anhebung der durchschnittlichen Schülerleistungen in den OECD-Ländern um 25 Pisa-Punkte würde in den kommenden 20 Jahren zu einer um 115 Billionen Dollar höheren Wirtschaftsleistung führen. Für Deutschland wurde eine Steigerung der Wirtschaftsleistung um 8000 Milliarden Dollar errechnet.

Weil sich Investitionen in Bildung nur langfristig auszahlten, würden ihre positiven Effekte allerdings häufig unterschätzt, beklagte die OECD. (29.08.2010, WP)

Quelle: Spiegel-Online

siehe auch: Lebenslanges Lernen: Deutschland darf nicht Mittelmaß bleiben

 

Schluss mit der Frühverrentung

Gegen den Fachkräftemangel: Experten plädieren für bessere Fortbildung älterer Beschäftigter, kritisieren aber die Ignoranz vieler Firmen.

Der ist doch schon 50! Warum soll ich da noch viel in Weiterbildung investieren?" So etwas laut zu sagen traut sich kaum ein Unternehmer - so mancher denkt es aber immer noch. Die Alternative hieß bislang oft Frühverrentung. Doch die ist angesichts des Fachkräftemangels bei gleichzeitig schwindendem Nachwuchs kein Zukunftsmodell mehr. Obendrein hat die Frühverrentung auch das Image älterer Arbeitnehmer verdorben. Die wollen nicht mehr, können nicht mehr, sind sowieso bald weg - das sind geläufige Vorurteile.

Dass Studien das längst widerlegt haben, geht an vielen vorbei. Die Uni Bayreuth zum Beispiel hat gerade erst eine Untersuchung veröffentlicht, die belegt, dass ältere Mitarbeiter weder weniger motiviert sind noch weniger einsatzbereit als jüngere Kollegen.

Manche Unternehmen schwören sogar auf reifere Mitarbeiter. Wie etwa die Hamburgerin Helga Hopp. Sie betreibt ein Kosmetik- und Modestudio auf der Uhlenhorst. Gerade hat sie eine neue Mitarbeiterin eingestellt: Sie ist 53. "Ich habe sogar festgestellt, dass ältere Kolleginnen leistungsstärker sind als die jungen", sagt Hopp. Das mache ihre langjährige Erfahrung mit den Produkten, im Verkauf und in der Behandlung. Außerdem zeigten sie mehr Firmentreue. (23.08.2010, WP)

Zum vollständigen Artikel des Hamburger Abendblatts vom 21.10.2010

 

Von der Leyen: "Den Silberschatz des Alters entdecken"

Angesichts des Fachkräftemangels sei die Herausforderung der nächsten Jahre, "den Silberschatz des Alters zu entdecken", sagte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt. 

Wenn die "normale" Vermittlung von Arbeitslosen über 50 nicht gelingt, bietet die Bundesagentur für Arbeit folgende finanzielle Fördermöglichkeiten an:

Eingliederungszuschuss : Zwischen 30 und 50 Prozent des Lohns können für maximal zwölf Monate übernommen werden.

Betriebliches Praktikum: Bis zu vier Wochen wird der Praktikant von der Arbeitsagentur finanziert.

Entgeltsicherung: Wer einen Job aufnimmt, der geringer entlohnt wird als der vorherige, kann befristet einen Lohnzuschuss und einen Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung erhalten.

Außerdem wird die betriebliche Weiterbildung von Beschäftigten gefördert (WeGebAU): Das soll eine Anschubfinanzierung für die Weiterbildung vor allem in kleineren und mittleren Unternehmen sein. (23.08.2010, WP)

Zur Meldung

 

Stiftung Warentest: 52 BWL-Fernunterrichtskurse im Vergleich

Viele Bildungseinrichtungen bieten keine oder nur wenig Präsenzveranstaltungen an

Neben dem Job Betriebswirt werden - Fernunterricht macht’s möglich. Aber: Welcher Kurs ist für wen der richtige? Die Stiftung Warentest hat 52 Lehr- und Studiengänge von 18 Anbietern verglichen. Die wichtigsten Ergebnisse: Es gibt Kurse, die besonders preisgünstig oder besonders kurz sind, zusätzliche Leistungen wie Präsenzveranstaltungen sind oft Mangelware und nicht jedes Zeugnis oder Zertifikat ist gleich aussagekräftig.

Wer sich beispielsweise in einem mindestens sechsmonatigen Fernlehrgang betriebswirtschaftliches Basiswissen aneignen möchte, hat die Wahl zwischen Kursen für 430 Euro und knapp 3.000 Euro. Allerdings bieten die beiden teuersten Lehrgänge auch die aussagekräftigsten Leistungsnachweise: nur wer eine umfangreiche Abschlussprüfung ablegt, bekommt hier am Ende ein Zertifikat und ein Zeugnis ausgestellt. Bei vielen anderen Kursanbietern ist die Prüfung freiwillig, und oft reicht es, wenn die Kursteilnehmer zu Hause Aufgaben lösen, um ein Zeugnis zu erhalten.

Wer Wert auf einen aussagekräftigen Abschluss legt, sollte deshalb rechtzeitig klären, wie der Anbieter Lernfortschritte überprüft und welche Zertifikate er nach Ende des Kurses ausstellt.

Die Marktübersicht zeigt auch, dass viele Bildungseinrichtungen keine oder nur wenig Präsenzveranstaltungen anbieten. Dabei ist Präsenzunterricht bei einem viele Monate oder Jahre dauernden Fernlehrgang wichtig, um den Kurs durchzuhalten, Wissen auszutauschen und Prüfungen vorzubereiten, so die Stiftung Warentest. Der Kurs sollte daher zumindest andere Formen der Interaktion zwischen den Teilnehmern ermöglichen, beispielsweise über Online-Foren.

Die ausführliche Marktübersicht Fernunterricht mit insgesamt neun Tabellen ist online auf dem Portal der Stiftung Warentest einsehbar. (19.08.2010, prh)

Stiftung Warentest: Marktübersicht Fernunterricht

 

Bundesregierung will gegen Bildungsarmut vorgehen

Die Bundesregierung will mit dem Bundesprogramm »Lokale Bildungsbündnisse« Kinder fördern, die von Bildungsarmut bedroht sind. Das schreibt sie in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Qualitätsverbesserung im Bildungswesen. Das Bundesprogramm befände sich derzeit in der Phase der Konzeptionierung und Planung, heißt es darin. Die Bundesmittel sollten für zusätzliche außerschulische Bildungsmaßnahmen zur individuellen Förderung von Kindern im Grundschulalter verwendet werden.

Weiterhin berichtet die Bundesregierung in ihrer Antwort unter anderem, dass das Familienministerium im Rahmen der Qualifizierungsoffensive für Deutschland »Aufstieg durch Bildung« ein Programm zur Stärkung der außerschulischen Jugendbildung und der Jugendsozialarbeit plane. Es werde voraussichtlich im Jahr 2013 beginnen. Im Bundesarbeitsministerium würden derzeit zudem Konzepte für eigenständige Kinderregelbedarfe und gesonderte Leistungen zur Deckung bildungs- und teilhabespezifischer Bedarfe von Kindern und Jugendlichen entwickelt.

Hinsichtlich des geplanten nationalen Stipendienprogramms schreibt die Bundesregierung, dass sie mit dem Regierungsentwurf für den Haushalt 2011 Vorsorge getroffen habe, um ein erfolgreiches Anlaufen des Programms zu gewährleisten.

Der Koalitionsvertrag für die 17. Wahlperiode sehe außerdem Maßnahmen zu besseren Anerkennung von im Ausland erworbenen beruflichen Abschlüssen und Qualifikationen vor. So solle für den Zuständigkeitsbereich des Bundes ein Rechtsanspruch auf ein Verfahren verankert werden, in dem geprüft wird, ob und in welchem Maße im Ausland erworbene Abschlüsse und Qualifikationen deutschen Ausbildungen entsprechen. (18.08.2010, prh )

Antwort der Bundesregierung (PDF, 12 Seiten)

 

Studienkredite: Flexible Darlehen zu günstigen Konditionen

Stiftung Warentest: Kosten für Studienkredite variieren stark

Studenten, die sich für ein besonders günstiges Studiendarlehen entscheiden, können mehrere Tausend Euro sparen. Die Stiftung Warentest hat in der September-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest 42 Kreditinstitute und ihr Angebot für Studenten verglichen. Das Ergebnis: Am günstigsten schneidet der KfW-Kredit ab, der teuerste Anbieter ist die Deutsche Bank.

Vorlesungen, Seminararbeiten und Klausuren, da bleibt wenig Zeit für einen Nebenjob. Für viele Studenten ein Grund, die Lebenshaltungskosten oder mögliche Studiengebühren teilweise oder ganz über einen Kredit zu finanzieren. Nicht alle Angebote sind transparent und günstig. So liegt beispielsweise der Effektivzins für die Finanzierung eines dreijährigen Bachelorstudiums mit monatlich 300 Euro je nach Angebot zwischen 3,72 Prozent und 7,73 Prozent. Das beste Angebot macht die KfW, das teuerste die Deutsche Bank. Bei dieser Zinsdifferenz muss ein Kreditnehmer der Deutschen Bank nach sieben Jahren 16.700 Euro zurückbezahlen statt 13.400 Euro bei der KfW. Doch die hat keine Filialen. Ein Antrag wird online oder über einen Vertriebspartner gestellt. Wer Beratung haben will, muss in eine Filialbank gehen.

Vor Vertragsabschluss sollten sich Studenten die Leistungen ihrer Bank genauer ansehen und sich auch schon im Vorfeld über die Rückzahlungs-Konditionen informieren. Nur so können sie ihre effektive Belastung langfristig kalkulieren.

Der ausführliche Test Studienkredite ist in der September-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest veröffentlicht und kann auch über den nachfolgenden Link abgerufen werden. (18.08.2010, prh)

Test Studienkredite

 

Mindestlohn und Mindestarbeitsstandards im Weiterbildungssektor

Nach Mindestlohn und Mindestarbeitsstandards im Weiterbildungssektor erkundigt sich die Fraktion Die Linke in einer Kleinen Anfrage. 

So wollen die Abgeordneten wissen, welche Ursachen die Bundesregierung für die prekären Vergütungsstrukturen in der pädagogischen Arbeit in der Weiterbildungsbranche identifiziere und welche Möglichkeiten sie sehe, der Ausweitung unterwertiger Beschäftigungsverhältnisse in diesem Bereich entgegenzuwirken.

Weiter stellt die Fraktion unter anderem die Frage, ob die Bundesregierung die Einschätzung teilt, dass eine hinreichende Vergütung und soziale Absicherung für die Beschäftigten wichtige Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige Weiterbildung seien.

In Bezug auf die 2006 vom BMBF veröffentlichten Studie »Zur sozialen und wirtschaftlichen Lage von Beschäftigten in der Weiterbildung« wird die Bundesregierung gefragt, welche Schlüsse sie hieraus »vor dem Hintergrund der anhaltenden Prekarisierung der Beschäftigungsverhältnisse in dieser Branche« ziehe.

Quelle: Deutscher Bundestag (17.08.2010, prh)

Kleine Anfrage im Wortlaut (PDF, 4 Seiten)

 

Qualifizierungsscheck Hessen: Mehr Beschäftigte erhalten Anspruch auf Weiterbildungszuschuss

Auch jüngere Teilzeitkräfte profitieren von der neuen Regelung

Noch mehr Hessen können künftig Zuschüsse zur beruflichen Weiterbildung erhalten. Wie der hessische Wirtschaftsminister Dieter Posch mitteilte, gibt es die sogenannten Qualifizierungsschecks ab sofort auch für jüngere Teilzeitkräfte sowie betriebliche Ausbilderinnen und Ausbilder. »Wir wollen mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unterstützen, sich beruflich weiterzubilden und dadurch langfristig ihre Arbeitsplätze zu sichern. Systematische Weiterbildung sichert das Know-how im Unternehmen, motiviert die Beschäftigten und macht Hessen fit für die Herausforderungen der Zukunft«, sagte Posch.

Qualifizierungsschecks gibt es in Hessen seit 2008. Bislang waren sie reserviert für Beschäftigte kleiner und mittlerer Unternehmen, die für ihre derzeitige Tätigkeit keinen anerkannten Abschluss haben oder älter als 45 Jahre sind. Künftig haben auch Mitarbeiter gemeinnütziger Organisationen sowie Teilzeitkräfte unter 45 einen Anspruch. Die Schecks decken 50 Prozent der Weiterbildungskosten, sind aber auf höchstens 500 Euro pro Person und Jahr beschränkt. Finanziert werden sie aus dem Europäischen Sozialfonds.

Die neuen Förderrichtlinien dehnen den Kreis der Berechtigten auf Teilzeitkräfte mit höchstens 30 Wochenstunden aus. Ausbilderinnen und Ausbilder können den Qualifizierungsscheck für Weiterbildungen erhalten, die im unmittelbaren Zusammenhang mit Ihrer Ausbildungstätigkeit stehen.

Qualifizierungsschecks erhält man bei den zuständigen Beratungsstellen; ihre Liste ist neben weiteren Informationen auf der unten genannten Internetseite zu finden. (16.08.2010, prh)

Weitere Informationen

 

Social Learning weiterhin auf dem Vormarsch

Soziale Netzwerke (Social Networks) werden immer häufiger auch zum Lernen genutzt. Oft dienen sie als Ergänzung zu Blended-Learning-Angeboten, die nach wie vor die größte Bedeutung für die betriebliche Weiterbildung haben. Das ist eines der Ergebnisse der jährlichen Expertenbefragung »MMB Learning Delphi«, die vom MMB-Institut im Frühjahr 2010 bereits zum fünften Mal durchgeführt wurde.

In diesem Jahr haben sich insgesamt 65 Expertinnen und Experten an der Online-Befragung beteiligt – ein neuer Teilnehmerrekord. Zu den Befragten gehören E-Learning-Dienstleister, Forscher und Berater genauso wie Vertreter von öffentlichen Einrichtungen und Medien. In diesem Jahr waren zudem mehr E-Learning-Anwenderunternehmen vertreten. Zum mittlerweile fünften Mal schätzten die Teilnehmer ein, wie der Stand der betrieblichen Weiterbildung und des digitalen Lernens heute ist – und wie die Entwicklung in drei Jahren aussehen wird.

Ein zentrales Ergebnis der Experteneinschätzung: Unternehmen setzen auch weiterhin auf traditionelle und »gemischte« E-Learning-Formen, vor allem Blended Learning. Hinzu kommen aber mehr und mehr Social Media-Elemente, wie Lerner Communities oder Social Networks allgemein. Dass sich Micro Blogging-Dienste wie »Twitter« auch zur betrieblichen Weiterbildung eignen, das glauben nach wie vor nur wenige Experten.

Darüber hinaus macht die Befragung eines deutlich: Unternehmen scheinen sich von »offenen« Lernsystemen abzuwenden, die für alle Internet-Nutzer zugänglich sind. Stattdessen bevorzugen sie eher unternehmensinterne Lösungen wie Unternehmenswikis und interne Fachforen.

Die Experten wurden auch wieder gebeten, spontan E-Learning-Trends ohne Vorgabe zu nennen. Am häufigsten wurden die Trends »Mobile Learning« (Platz 1) und »Rapid Learning« (Platz 2) geäußert. Auch bei dieser Frage stuften die Befragten die traditionelle Mischform »Blended Learning« hoch ein – dieser Lerntrend wurde am dritthäufigsten angegeben.

Bei der Bewertung von Weiterbildungsszenarien gehen die Befragten davon aus, dass »Mikro-Learning«, also die Nutzung kleinster Lernmodule zur Problemlösung am Arbeitsplatz, in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen wird. Und knapp drei Viertel der Befragten schätzen, dass »Software as a Service«, also die Nutzung von Software auf einem fremden Server via Internet, für die Bereitstellung von E-Learning-Angeboten künftig eine zentrale Bedeutung haben wird.

Mittlerweile zum festen Fragenkatalog gehört die Frage nach den Zielgruppen für E-Learning. Auf Platz eins der Top-Zielgruppen für die E-Learning-Wirtschaft liegen nach wie vor Großunternehmen. Allerdings holen Kleine und Mittlere Unternehmen stark auf – 2009 noch auf Platz vier, belegen Sie in diesem Jahr den zweiten Platz der Top-Zielgruppen.

Unter den E-Learning-Zielgruppen innerhalb der Unternehmensbelegschaft stehen – exakt wie im vergangenen Jahr – wieder junge Mitarbeiter mit Vorbildung, wie »Auszubildende«, »Berufsrückkehrer« sowie »Sach-« und »Facharbeiter«, ganz vorne. Weniger Experten sehen bei anderen – unter Umständen benachteiligten – Mitarbeitergruppen, wie »Ältere Mitarbeiter«, »Ungelernte Hilfskräfte« und »Mitarbeiter mit Migrationshintergrund«, eine Zielgruppe für das betriebliche E-Learning. Auch »Führungskräfte« gehören nicht zu den bevorzugten Adressaten für E-Learning.

Erstmals wurden die Teilnehmer nach ihrer Einschätzung zu konkreten ELearning-Veranstaltungen gefragt. Die »LEARNTEC« und die »Zukunft Personal« sind nach Meinung der Befragten die Formate, die auch in Zukunft das größte Potenzial für das Branchenmarketing besitzen. Die »CeBIT« als ELearning-Forum liegt hingegen weit abgeschlagen – fast zwei Drittel der Befragten sehen hier zukünftig nur noch geringes Potenzial.

Die ausführlichen Ergebnisse der diesjährigen Studie »MMB Learning Delphi« sind als »MMB-Trendmonitor II/2010« veröffentlicht worden. (16.08.2010, prh)

Ergebnispräsentation der Studie herunterladen (PDF, 10 Seiten)

 

7. Fernausbildungskongress der Bundeswehr (Hamburg)

vom 07.09.2010 bis zum 09.09.2010

Der Fernausbildungskongress, Forum für innovative Aus-, Fort- und Weiterbildung, findet in diesem Jahr vom 7. bis 9. September 2010 an der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg statt. Die Teilnehmer erwartet ein hochkarätiges wissenschaftliches Tagungsprogramm mit Referenten aus dem In- und Ausland sowie eine facettenreiche Fachmesse zu Fragen technologiegestützter Bildung. Eine Mischung aus theoretischen Überlegungen und praktischen Anwendungsbeispielen steht dieses Jahr im Mittelpunkt der bereichsübergreifenden Diskussion, unter dem Motto "Bildung 3.0". Themenschwerpunkte: - Demografie - Attraktivität - Verantwortung - Praxis Test - Mehrwert technologiegestützter Bildung - Web 2.x - Sonst ändert sich nix?

 

Hochschulen Im Kontext Lebenslangen Lernens (Regensburg)

vom 15.09.2010 bis zum 17.09.2010

Die Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium (DGWF) wird vom 15. bis zum 17. September 2010 ihre Jahrestagung an der Hochschule Regensburg durchführen. Hochschulen respektive ihre Einrichtungen für wissenschaftliche Weiterbildung gehen bereits seit einiger Zeit neue Wege und bieten beispielsweise von Generationenuniversitäten über studierbare Zertifikatsprogramme bis hin zu berufsbegleitenden Studiengängen und Qualifizierungsangeboten für Ältere vielfältige Programme an. Konsequenzen hieraus sind u. a. neue Organisations- und Finanzierungsmodelle oder auch neue Lernumgebungen sowie die Entwicklung neuer Angebote zur Studienvorbereitung und Verbesserung der Studierfähigkeit.

 

Der Markt für Qualifizierungsberatung – Fiktion, Realität oder Vision?

vom 22.09.2010 bis zum 22.09.2010

Qualifizierungsberatung leistet einen Beitrag zur Unterstützung der betrieblichen Weiterbildung, insbesondere in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Gegenwärtig jedoch ist die Nachfrage seitens der Unternehmen eher zurückhaltend und der Zugang für die Beratung nach wie vor mühsam. Nutzen und Qualität der Beratungsleistung sind für ihre Kunden durch die häufig fragmentierten Strukturen und intransparenten Leistungsprofile nicht ausreichend erkennbar.
Will sich Qualifizierungsberatung deutlicher auf dem Beratungsmarkt positionieren und eine verbesserte Akzeptanz bei Unternehmen finden, so bedarf es einer Weiterentwicklung in Richtung Profilbildung, Professionalisierung, Qualitätssicherheit und leistungsfähiger Strukturen.
Die Fachtagung bietet ein Forum zur Betrachtung notwendiger Entwicklungsschritte in der Qualifizierungsberatung. „Wie muss sich Qualifizierungsberatung weiterentwickeln?“ – Diese Frage steht im Fokus der Veranstaltung, in deren Rahmen Fachexperten, Qualifizierungsberater, Personalberater, Bildungsdienstleister, Unternehmen, Vertreter aus der Berufsbildungs- und Arbeitsmarktpolitik sowie der Berufsbildungsforschung eingeladen sind, sich aktiv in die Diskussion einzubringen. In Fachbeiträgen werden mit Blick auf die betriebliche Beratungs- und Weiterbildungspraxis aktuelle Strategien der Qualifizierungsberatung aufgegriffen. In themenspezifischen Foren werden deren Erkennbarkeit, Qualität und Strukturen in den Blick genommen. In Podiumsdiskussionen werden die Anforderungen und Entwicklungsperspektiven aus den verschiedenen Sichtweisen von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik reflektiert.
Die Fachtagung findet im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts „MarQa – Strukturen und Strategien für eine marktfähige Qualifizierungsberatung“ statt. Veranstalter der Fachtagung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH.

 

Weiterbildung Digital - Vorkonferenz zur Edustep (Online-Veranstaltung)

vom 23.09.2010 um 18:00 Uhr bis zum 23.09.2010 um 23:59 Uhr

Die Konferenz widmet sich dem aktuellen Stand von neuen Medien in der Aus- und Weiterbildung und soll kurz und knapp einige Schlaglichter auf interessante BestPractice Projekte und Entwicklungsgebiete des technologisch unterstützten Lernens werfen. Die kostenlose Konferenz wird ausschließlich in der virtuellen Welt von Second Life stattfinden und ist eine Auftaktveranstaltung für die Edustep (http://www.Edustep.de), der ersten virtuellen Bildungsmesse für Berlin-Brandenburg.

 

EDUstep.de (Online-Bildungsmesse)

vom 24.09.2010 bis zum 23.10.2010 um 23:59 Uhr

Auf der Online-Bildungsmesse EDUstep haben Sie die Möglichkeit, sich bequem von zu Hause aus über zahlreiche Bildungsangebote in Berlin und Brandenburg zu informieren: Sprechen oder chatten Sie mit Ausstellern, laden Sie Informationsmaterial herunter und verschaffen Sie sich durch Videos, Hörproben oder Diashows einen Eindruck von verschiedenen Bildungsanbietern. Darüber hinaus können Sie sich bei Vorträgen informieren und an Seminaren oder Diskussionsrunden teilnehmen. Am 24. September 2010 öffnet die Online-Bildungsmesse ihre Pforten. Ab dann können Sie die Messe einen Monat lang - 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag - besuchen. Treffen Sie sich während der Messezeiten mit realen Personen oder besuchen Sie eine der interessanten Veranstaltungen!

 

Professionalität und Verantwortung auf dem Markt von Beratung (Frankfurt/Main)

vom 24.09.2010 um 13:00 Uhr bis zum 25.09.2010 um 14:00 Uhr

Die Deutsche Gesellschaft für Beratung e. V. (DGfB) setzt sich seit 2004 für eine format-, methoden- und sektorübergreifende Förderung von Beratung ein. Mit ihrem zweiten bundesweiten Kongress setzt die DGfB ein Signal: Professionelle BeraterInnen führen eine anspruchsvolle Debatte zu Fragen der gesellschaftlichen Positionierung und Bedeutung von Beratung in Arbeits- und Lebenswelt.

 

Gender und Diversity in der Erwachsenenbildung

vom 30.09.2010 bis zum 01.10.2010

Die Fachdiskussion über eine zukunftsorientierte Erwachsenenbildung nimmt über die Frauenförderung hinaus auch die Strategie des Gender Mainstreaming und Vielfalt von Frauen und Männern in den Fokus. Diese Tagung zielt darauf ab, die Relevanz dieser verschiedenen Strategien aufzuzeigen und der Programmplanung neue Impulse zu geben. Es stellt sich die Frage, wie die explizite Differenzierung des Geschlechteransatzes nach den Kategorien der Vielfalt – wie Alter, Kultur, Religion, Behinderung, sexuelle Orientierung – zu weiteren Verbesserungen der Qualität von Bildungsangeboten führen kann. Diese Tagung richtet sich an ExpertInnen der Erwachsenenbildung und der (Bildungs-) Beratung sowie an alle Interessierten.

 

7. wbv-Fachtagung Perspektive Bildungsmarketing

vom 27.10.2010 bis zum 28.10.2010

Bildung ist keine Ware, aber eine besondere Dienstleistung mit wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Anspruch. Damit Bildung ihre Wirkungen für den Einzelnen, für Unternehmen und Gesellschaft entfalten kann, müssen die Interessen von Bildungsanbietern und -nachfragern aufeinander abgestimmt sein. Wie können Menschen für Bildung gewonnen werden? Wie wichtig ist Bildungsmarketing als Standortfaktor für Regionen? Was sind die Besonderheiten von Bildungsmarketing? Wie können klassische und innovative Marketinginstrumente sinnvoll eingesetzt werden? Die 7. wbv-Fachtagung bietet vielfältige Impulse, Fachbeiträge, Workshops, reflektierte Praxis und Diskussionen zum Thema Bildungsmarketing. Hier treffen sich Bildungsanbieter und Entscheider der Aus- und Weiterbildungsszene.

 

Bildungs– und Berufsberatung — Qualität empfiehlt sich (Fulda)

vom 05.11.2010 bis zum 07.11.2010

Jahrestagung des Deutschen Verbands für Bildungs- und Berufsberatung (dvb) zum Thema »Bildungs– und Berufsberatung — Qualität empfiehlt sich«

 

Qualitätssicherung in der Weiterbildung 2010 (Berlin)

vom 18.11.2010 bis zum 18.11.2010

Die Fachtagung ‚Qualitätssicherung in der Weiterbildung 2010’ widmet sich lokalen und globalen Qualitätsansätzen in der Aus- und Weiterbildung. Experten und Expertinnen sowie Praktiker und Praktikerinnen sollen in einen internationalen Austausch treten. Ziel der Fachtagung ist es, bisherige Entwicklungen und aktuelle Aktivitäten aufzuzeigen sowie Bezüge zwischen den nationalen und internationalen Qualitätsansätzen gemeinsam zu diskutieren.

 

Lernendes Management in der Weiterbildung

vom 22.11.2010 bis zum 22.11.2010

Lebenslanges Lernen wird nicht nur für die Kunden von Weiterbildungsorganisationen propagiert, Weiterbildungsorganisationen selbst sind zu Lernenden Organisationen geworden. Sie müssen sich immer wieder verändern und an neue Bedingungen anpassen. Da ist es nur konsequent, wenn sich auch das Management selbst den Herausforderungen einer kontinuierlichen Lernfähigkeit stellt.

 

13. DIE-Forum Weiterbildung »Lernen in Bewegung« (Bonn)

vom 29.11.2010 bis zum 30.11.2010

Zwei Tage lang widmet sich das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE) dem Einfluss der Bewegung auf Lernleistungen und Lernchancen. Im Rahmen des diesjährigen DIE-Forums »Lernen in Bewegung« diskutieren Experten aus Wissenschaft und Praxis über die Bedeutung, die körperliche Bewegung für das Lernen und den Erhalt geistiger Fitness für Erwachsene besitzt. Das DIE-Forum findet am 29. und 30. November 2010 in Bonn statt. In Vorträgen, Arbeitsgruppen und anhand von Praxistests machen Wissenschaftler und Praktiker deutlich, welchen Einfluss der bewegte Körper auf individuelles und soziales Lernen besitzt. Daran anknüpfend wird diskutiert, wie Weiterbildung diese Ergebnisse für ihre Angebote nutzen kann. Denn neben den kognitiven Effekten eröffnet Lernen in Bewegung auch neue Zugänge zum Wissenserwerb und bietet somit Chancen für Erfahrungsaufbau und Teilhabe.