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Acht von zehn Schweizern bilden sich weiter

Die Nachfrage nach Weiterbildung in der Schweiz ist hoch. Populär sind sowohl der Besuch von Weiterbildungsveranstaltung als auch selbständiges Lernen. Die Weiterbildungsbeteiligung ist allerdings nicht in allen Bevölkerungsgruppen gleich hoch. Es gibt deutliche Unterschiede in den Teilnahmequoten etwa in Abhängigkeit der Integration im Arbeitsmarkt oder des Bildungsniveaus.

Das zeigen die ersten Resultate des Mikrozensus Aus- und Weiterbildung 2011 des schweizerischen Bundesamts für Statistik, eine Erhebung des neuen modularen Volkszählungssystems.

Die neusten Daten zur Weiterbildung in der Schweiz stammen aus dem Mikrozensus Aus- und Weiterbildung 2011. Sie zeigen, dass 80 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung innerhalb der letzten zwölf Monate vor dem Befragungszeitpunkt an mindestens einer Weiterbildungsaktivität teilgenommen haben.

Die Weiterbildung lässt sich in zwei Hauptkategorien einteilen: Einerseits die nicht-formale Bildung, die im Rahmen einer Schüler-Lehrer-Beziehung stattfindet, jedoch zu keinem offiziell anerkannten Abschluss führt (z.B. Weiterbildungskurse, Privatunterricht, Seminare, Konferenzen oder strukturierte Ausbildung am Arbeitsplatz). Gemäss der Auswertungen haben sich 65 Prozent der 25- bis 64-jährigen im Rahmen solcher Veranstaltungen weitergebildet. Andererseits werden zur Weiterbildung auch informellen Lernformen gezählt, die Aktivitäten umfassen, die weitgehend selbstständig und individuell durchgeführt werden (z.B. die Lektüre von Fachliteratur oder das eigenständige computergestützte Lernen). Gut die Hälfte der Bevölkerung (51%) hat angegeben, ihr Wissen und ihre Fertigkeiten gezielt auf diese Art und Weise erweitert zu haben.

Grosse Unterschiede in der Beteiligung nach Arbeitsmarktstatus und nach Bildungsniveau

Die Integration auf dem Arbeitsmarkt sowie das Bildungsniveau stehen in einem positiven Zusammenhang mit der Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen. Während die Teilnahmequote bei den Erwerbstätigen 70 Prozent beträgt, beläuft sie sich bei den Erwerbslosen (gemäss Definition des Internationalen Arbeitsamts ILO) auf 57 Prozent und bei den Nichterwerbspersonen auf 35 Prozent.

Des Weiteren zeigt sich, dass mit dem Bildungsniveau einer Person auch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie an Weiterbildungsaktivitäten teilnimmt. Während 80 Prozent der Personen mit einem Abschluss auf Tertiärstufe eine Weiterbildungsveranstaltung besucht haben, taten dies lediglich 32 Prozent der Personen ohne nachobligatorische Ausbildung.

Weiterbildung mehrheitlich aus beruflichen Gründen

Von der untersuchten Bevölkerung haben sich 37 Prozent ausschliesslich aus beruflichen und 10 Prozent ausschliesslich aus ausserberuflichen Gründen im Rahmen von Weiterbildungsveranstaltungen weitergebildet. Bei 18 Prozent war der Besuch sowohl beruflich als auch ausserberuflich motiviert. Die restlichen 35 Prozent nahmen nicht an solchen Veranstaltungen teil. (12.10.2012, prh)

 

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