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Berufliche Weiterbildung auch für ältere Arbeitnehmer wichtig

In den letzten zwanzig Jahren hat sich die Erwerbsquote der 60 bis 64-Jährigen mehr als verdoppelt. Der Beschäftigungsanstieg geht aber zu einem bedeutenden Anteil auf die Zunahme atypischer Beschäftigung zurück. Das gab das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) jüngst bekannt. Der Verband Deutscher Privatschulverbände (VDP) weist darauf hin, dass die Weiterbildungsbeteiligung älterer Arbeitnehmer dringend erhöht werden muss.

Laut Fortschrittsreport »Altersgerechte Arbeitswelt« liegt die Weiterbildungsbeteiligung älterer Beschäftigter rund 13 Prozent unter der ihrer jüngeren Kollegen. »Derzeit beruht ein erheblicher Teil des Beschäftigungsanstiegs bei älteren Arbeitnehmern nach IAB-Einschätzung auf befristeten Arbeitsverhältnissen, Minijobs und Zeitarbeit. Damit sich das ändert, müssen gerade auch die über 50-Jährigen ihre Beschäftigungsfähigkeit durch berufliche Weiterbildung absichern«, erklärt VDP-Bundesgeschäftsführerin Anja Eckert. Auch die Unternehmen seien aufgefordert, ihre älteren Beschäftigten aktiv in betriebliche Bildungsmaßnahmen einzubeziehen und so in sie zu investieren. Studien belegen, dass Betriebe mit einer ausgewogenen Altersmischung der Belegschaft signifikant produktiver sind, als Betriebe mit einem niedrigen Altersdurchschnitt.

Weiter fordert der VDP, dass die Arbeitsmarktpolitik stärker noch ältere Arbeitslose fördert. »Es ist sinnvoll, auch einen Arbeitslosen 50-Jährigen durch eine längerfristige Bildungsmaßnahme für einen gefragten Beruf zu qualifizieren«, so Eckert weiter. Dadurch steige seine Chance auf eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung beträchtlich. Zudem hat er dann noch zehn bis fünfzehn Berufsjahre vor sich. In diesem Zeitraum zahlt er Steuern und Sozialabgaben und erhöht seinen Anspruch auf Altersrentenleistungen. Damit fließen schnell auch die in die Qualifizierung investierten Mittel an den Staat zurück.

  (15.08.2012, prh)

vgl. IAB-Studie (PDF, 8 Seiten)

 

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