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Bildung »Made in Germany« international auf Erfolgskurs

Mit der Studie »Die wirtschaftliche Bedeutung deutscher Bildungsexporte« hat iMOVE eine Studie herausgegeben, in der erstmalig der Versuch unternommen wurde, ein Konzept zu entwickeln, das den deutschen Bildungssektor mit seinen verschiedenen Branchensegmenten beschreibt und seine wirtschaftliche Bedeutung erfasst. Danach umfasste der deutsche Bildungsexport 2009 rund 9,4 Milliarden Euro. Mit diesem Volumen gehört die Bildung zu den bedeutenden und bisher unterschätzten Dienstleistungsbranchen in Deutschland. Ihre Exporte übertreffen diejenigen von Versicherungsdienstleistungen (2,9 Milliarden Euro), Werbe- und Messeleistungen (3,8 Milliarden Euro) und Finanzdienstleistungen (9 Milliarden Euro).

Im Rahmen der Studie, die im Auftrag von iMOVE von Booz & Company durchgeführt wurde, sind die Exporte der Branchensegmente Schulbildung, berufliche Aus- und Weiterbildung, Hochschulbildung, Deutschlehre, bildungsrelevante Warenexporte, Produktschulungen und bildungsrelevante Beratung erfasst worden. Der Export von beruflichen Aus- und Weiterbildungsangeboten nimmt mit über 0,7 Milliarden Euro einen besonderen Stellenwert ein, da dieses Branchensegment die größten direkten Exporteinnahmen aufweist.

Obwohl in Deutschland und international eine weltweit gültige Definition von Bildungsexporten und eine abgestimmte Erfassungsmethodik fehlen, und damit ein objektiver internationaler Vergleich von Bildungsexporten aufgrund fehlender Standards und unzureichender Datengrundlagen derzeit kaum möglich ist, geht die Studie davon aus, dass sich Deutschland unter den drei bis fünf weltweit führenden Bildungsexportnationen befindet. Zu den deutschen Stärkefeldern gehören insbesondere wirtschaftsnahe Bildungsbereiche. Dies sind neben der beruflichen Aus- und Weiterbildung insbesondere Produktschulungen und bildungsrelevante Beratung.

In Deutschland ist der Bildungssektor nicht als Wirtschaftsbranche definiert und wirtschaftliche Kennzahlen zum Bildungsmarkt, besonders zum Bildungsexport, waren bislang nicht in geeigneter Form verfügbar. Daher gibt die Studie auch Handlungsempfehlungen zur zukünftigen Weiterentwicklung der Erhebungsmethodik und zur Verbesserung der Datengrundlage.

Hintergrund:
iMOVE (International Marketing Of Vocational Education) ist eine Initiative vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zur Internationalisierung deutscher Aus- und Weiterbildung. Deutschen Anbietern von beruflicher Aus- und Weiterbildung hilft iMOVE mit einem umfangreichen Serviceangebot bei der Erschließung internationaler Märkte. Mit der Marke »Training – Made in Germany« wirbt iMOVE im Ausland für deutsche Kompetenz in der beruflichen Aus- und Weiterbildung.
(27.07.2010, prh)

iMove-Website

Studie herunterladen (PDF, 44 Seiten)

 

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