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Bildungsverband: Argumente für eine nachhaltige Arbeitsmarktpolitik

Im Bereich der beruflichen Umschulung und Fortbildung wird massiv der Rotstift angesetzt, wie es der Bundesverband der Träger beruflicher Bildung (Bildungsverband), in einer Erklärung formuliert. Die Anzahl der TeilnehmerInnen an Qualifizierungsmaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit sank von Juli 2010 bis Juli 2011 um 38 Prozent. Den Arbeitsagenturen stehen in diesem Jahr 20 Prozent weniger Mittel für Eingliederungsleistungen zur Verfügung als im Vorjahr. Das Einsparergebnis liegt nach Schätzungen aber voraussichtlich noch weit höher. Bestimmte Zielgruppen kommen dadurch nicht mehr oder nur noch sehr viel schwerer in den Genuss geförderter Weiterbildung. Dies betrifft insbesondere Berufsrückkehrerinnen, ältere Arbeitslose sowie Personen mit niedriger oder fehlender beruflicher Qualifikation und ganz besonders Jugendliche ohne Schul- oder Berufsabschluss.

Am 30. August 2011 legte der Geschäftsführer des Bildungsverbandes, Horst Palik, in einer in Berlin veröffentlichten Erklärung sogenannte »Argumente für eine nachhaltige Arbeitsmarktpolitik« vor und forderte eine aktive(re) Arbeitsmarktpolitik der Bundesagentur für Arbeit ein und verwies auf den Rückgang der Förderung beruflicher Weiterbildung:

»Das Ausmaß der geförderten Weiterbildung ist seit Einführung der Bildungsgutscheine 2003 ohnehin massiv zurückgegangen, die Angebotsvielfalt stark eingeschränkt. Bestimmte Zielgruppen kommen seither nicht mehr oder nur noch sehr viel schwerer in den Genuss geförderter Weiterbildung. Dies betrifft insbesondere Berufsrückkehrerinnen, ältere Arbeitslose sowie Personen mit niedriger oder fehlender beruflicher Qualifikation. Vor allem bildungsbereite und bildungsfähige Frauen fallen durch dieses Raster, und Jugendliche ohne Schul- oder Berufsabschluss verlieren auch ihre letzte Chance auf eine berufliche und soziale Integration.«

Der Bildungsverband warnt dabei vor einer »dramatischen Krise« auf dem Bildungsmarkt: »Zahlreiche Bildungsträger geben auf oder melden Insolvenz an. Jüngstes Beispiel (August 2011) ist einer der großen privaten Bildungsträger Deutschlands, der im Bildungsbereich bis zu 50% der 1500 Stellen streichen will.«

  (05.09.2011, prh)

 

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