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Bildungswesen: GEW fordert zehntausende neue Fachkräfte

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hält es für erforderlich, dass in den kommenden Jahren zehntausende neue Fachkräfte im Bildungswesen eingestellt werden. Für ihren Vorsitzenden Ulrich Thöne ist der Fachkräftebedarf im Bildungsbereich »immens«. In der Weiterbildung seien die Arbeitsverhältnisse prekär und es würden Dumpinglöhne gezahlt. »Allein im Kitabereich müssen bis 2025 330.000 Beschäftigte eingestellt werden, um den Ausbau der Kinderbetreuung zu bewältigen. An Hochschulen und in der Forschung brauchen wir eine Entfristungsoffensive und planbare Karrierewege für junge Wissenschaftler. An den Schulen benötigen wir bis 2020 jährlich rund 36.000 neue Lehrkräfte, allein, um den Status quo bei sinkenden Schülerzahlen zu halten«, so Thöne.

Die GEW trete für mehr Qualität in Kitas, Schulen, Hochschulen und der Weiterbildung ein; dabei sei darauf zu achten, »den Generationswechsel bei den Beschäftigten (zu) gestalten«. Hierfür müsse das Bildungswesen ausgebaut werden.

Es bestehe ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem drohenden Fachkräftemangel auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und dem Ausbau des Bildungswesens. »Bildung ist der Schlüssel, damit es in allen Industrie- und Dienstleistungsbranchen auch künftig qualifizierten Nachwuchs gibt. Es geht dabei längst nicht nur um Ingenieure. Die Folgen des demografischen Wandels können nur bewältigt werden, wenn deutlich mehr Frauen als bisher erwerbstätig werden«, unterstrich Thöne. Das setze den Ausbau der frühkindlichen Bildung voraus, der etwa über den bis 2013 geplanten Krippenausbau deutlich hinaus geht.

Wenn 40 Prozent der Menschen eines Jahrgangs ein Hochschulstudium aufnehmen sollen, müsse es an Unis und Fachhochschulen mehr Studienplätze und mehr Personal geben. Es sei ein Skandal, dass gerade unter jungen Menschen der Anteil gering qualifizierter in den vergangenen Jahren noch zugenommen hat. »Es gibt großen Nachholbedarf, damit die jungen Menschen endlich einen Schulabschluss oder eine Ausbildung machen können. Bildung von Anfang an, lebenslang gestaltet: Nur so werden wir die drängenden Probleme in unserer Gesellschaft lösen und beherrschen«, betonte der GEW-Vorsitzende.

  (28.09.2011, prh)

 

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