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DGB: Arbeitslose brauchen Weiterbildung statt Niedriglohnjobs

Anlässlich den heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten für Mai erklärte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am Dienstag in Berlin:

»Es ist erfreulich, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise bisher nicht stärker auf den Arbeitsmarkt durchgeschlagen hat. Das liegt ganz wesentlich an der funktionierenden Sozialpartnerschaft, die über Instrumente wie Kurzarbeit und flexible Arbeitszeitregelungen einen großen Teil der drohenden Entlassungen bislang vermeiden konnte.

Aber wir dürfen nicht übersehen, dass die Krise die Spaltung am Arbeitsmarkt weiter verschärft hat: Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeitsplätze ist um 140.000 zurückgegangen, während Teilzeit und prekäre Beschäftigung weiter zunehmen. Für eine exportorientierte, moderne Wirtschaft ist das der falsche Weg.

Die Zahl der Menschen in geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen liegt bereits um acht Prozent unter Vorjahresniveau. Besonders stark waren die Rückgänge bei der beruflichen Weiterbildung, die um über 25 Prozent zurückgegangen sind. Ich warne die Bundesregierung dringend davor, die Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik weiter zu kürzen. Wenn die Weiterbildung vernachlässigt wird, droht ein Fachkräftemangel bei gleichzeitig hoher Arbeitslosigkeit. Anstatt sinnlose Ein-Euro-Jobs zu finanzieren, muss mehr für die Weiterbildung getan werden, dies gilt vor allem für abschlussbezogene Maßnahmen. Es ist ein Irrweg, die gering qualifizierten Arbeitslosen vor allem auf Niedriglohn-Jobs zu verweisen.« (01.06.2010, prh)

Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund

 

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