Die Suchmaschine des Deutschen Bildungsservers für Weiterbildungskurse
IWWB und DIPF-Logo

DGB für steuerfinanzierte »Weiterbildungsinitiative 2. Chance«

Eine Analyse des DGB-Vorstandmitglieds Dr. Wilhelm Adamy zum Arbeitsplatzverlust 2011.


Die Konjunktur zeigt nach oben, der deutschen Wirtschaft geht es hervorragend. Dennoch verloren im ersten Halbjahr rund 1,5 Millionen Beschäftigte ihren Arbeitsplatz, darunter auch viele ArbeitnehmerInnen mit Berufsausbildung und Hochschulabschluss. Besonders schwierig ist die Situation weiterhin für Geringqualifizierte.

In seiner Analyse weist Adamy darauf hin, dass in 2011 bereits annähernd eine Million solcher Beschäftigten neu arbeitslos wurden, die sehr wohl über einen Berufsabschluss verfügten. Daran hätten auch die Klagen vieler Unternehmen über Fachkräftemangel nichts geändert.

Die Auswertung der Arbeitslosenstatistiken zeigen auch, dass akademische Ausbildung nicht generell vor Arbeitslosigkeit schützt: »Immerhin sind rd. 110.000 Beschäftigte mit akademischer Ausbildung in den letzten 6 Monaten nach einer Beschäftigung arbeitslos geworden«. Gemessen an der Beschäftigtenzahl ist das Zugangsrisiko in Arbeitslosigkeit für Menschen mit akademischer Ausbildung jedoch deutlich niedriger als für Geringqualifizierte und Beschäftigte mit betrieblicher Ausbildung, so Adamy weiter.

Jeder zehnte Geringqualifizierte hat 2011 bereits den Job verloren

Zusammenfassend kommt der Autor zu der Aussage, dass »das Zugangsrisiko in Arbeitslosigkeit (..) für Beschäftigte ohne Berufsabschluss fast doppelt so hoch (ist) wie für Beschäftigte mit Berufsausbildung und sogar fast dreimal so hoch wie für Beschäftigte mit akademischer Ausbildung. Die Unterschiede bei den Zugangsrisiken in Arbeitslosigkeit sind aber immer noch geringer als dies die qualifikationsspezifischen Arbeitslosenquoten dokumentieren, die zugleich von der jeweiligen Dauer der Arbeitslosigkeit beeinflusst werden.«

Als Konsequenz im Hinblick auf eine nachhaltige Fachkräftesichrung fordert Adamy, »zusätzliche politische Initiativen insbesondere zur Weiterbildung Geringqualifizierter«. Hier sei neben den Betrieben auch die Bundesregierung gefordert, die eine steuerfinanzierte Weiterbildungsinitiative 2. Chance für Erwachsene ohne Berufsabschluss auflegen sollte.

  (02.08.2011, prh)

Zur DGB-Arbeitsmarktanalyse (PDF, 9 Seiten)

 

IWWB vernetzt

Diese Seite teilen auf

f Facebook t Twitter

Immer aktuell informiert per

f Facebook t Twitter

o)) RSS

Zum Seitenanfang