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Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung durch Kooperationen stärken

ankom

Abschlusskonferenz der Pilotinitiative ANKOM in Berlin.  

Kooperationen zwischen Hochschulen und Einrichtungen der beruflichen Bildung tragen dazu bei, die Durchlässigkeit zwischen der beruflichen und hochschulischen Bildung zu erhöhen. Gemeinsam entwickelte Informations- und Beratungsangebote bieten beruflich Qualifizierten wertvolle Unterstützung im Übergang von der beruflichen in die hochschulische Bildung. Besonders vielversprechend sind abgestimmte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, bei denen eine Fortsetzung des Bildungsweges an der Hochschule auch über den Lehrplan vorbereitet wird. Dies sind Ergebnisse der Pilotinitiative »ANKOM - Übergänge von der beruflichen in die hochschulische Bildung«, die am 24. und 25. Juni auf der Abschlusskonferenz in Berlin vorgestellt werden.

»Die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung zu verbessern, ist eine der zentralen bildungspolitischen Aufgaben der kommenden Jahre«, betont BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser. Sie könne erfolgreich gestaltet werden, wenn berufliche und hochschulische Bildung miteinander kooperieren. »Die gegenseitige Anrechnung von Lernleistungen fördert darüber hinaus eine Kultur der gegenseitigen Wertschätzung zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung«.

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Initiative ANKOM hat das Ziel, den Zugang von beruflich Qualifizierten an die Hochschulen zu fördern. Denn obwohl die einzelnen Hochschulgesetze deutlich erleichterte Zugänge von beruflich Qualifizierten an die Hochschulen erlauben, sind die vielfältigen Möglichkeiten, von der beruflichen Bildung in die Hochschule einzumünden, noch zu unbekannt und werden wenig genutzt. Zwar hat sich der Anteil der beruflich Qualifizierten ohne Hochschulzugangsberechtigung an allen Studienanfängern in den letzten zehn Jahren nach Berechnungen des CHE auf Grundlage der Daten des Statistischen Bundesamts 2012 fast verdoppelt, er liegt aber lediglich bei etwa 2,5 % - der Anteil von Studierenden ohne Abitur beträgt rund 1,6 %. Notwendig sind daher zusätzliche förderliche Rahmenbedingungen, die den besonderen Voraussetzungen sowie Lebens- und Arbeitsbedingungen beruflich Qualifizierter entsprechen und ihnen ein erfolgreiches Studieren ermöglichen.

Hintergrund
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat im Jahr 2005 die Initiative ANKOM (»Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge«) gestartet, um die Übergänge zwischen Beruf und Hochschule zu fördern. In der ersten Förderphase bis zum Jahr 2008 ging es vor allem darum, Modelle zu entwickeln, mit denen berufliche Qualifikationen für das Studium - pauschal oder individuell - anerkannt werden. Diese Anrechnungsverfahren sind mittlerweile an einigen Hochschulen eingeführt. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat die Projektträgerschaft auch für die neue Phase von ANKOM übernommen. Schwerpunktthemen sind insbesondere die verbesserte Information und Beratung von interessierten Berufstätigen, die Ermittlung von Möglichkeiten der Verzahnung von beruflichen und hochschulischen Bildungsmaßnahmen sowie die auf die Berufspraxis zugeschnittene Gestaltung dualer Studienangebote.


(07.07.2014, prh)

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Weitere Informationen (BIBB)

 

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