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Flüchtlinge: Systematisches Vorgehen für Qualifizierung unerlässlich

BIBB

Bildung und Qualifizierung sind, nach dem ersten humanitären Schutz, die entscheidenden Handlungsfelder, um Geflüchtete mit Bleibeperspektive in unsere Gesellschaft zu integrieren. Dies betont BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser in der Februar-Ausgabe »Migration und Flüchtlinge« der Fachzeitschrift »Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis – BWP«.

»Um die damit verbundene Komplexität bewältigen zu können, bedarf es eines Masterplans, der ein abgestimmtes Vorgehen umreißt«, so Esser. »Denn die benötigte Bildungs- und Qualifizierungsoffensive für geflüchtete Menschen in diesem Ausmaß ist eine große Herausforderung – ohne Zweifel jedoch machbar für das Berufsbildungssystem«. Entscheidend hierfür seien zuvorderst belastbare Informationen über Bildungsstand und Qualifikationsstruktur der Asylsuchenden sowie die Nutzung bereits vorhandener erprobter Instrumente und Einrichtungen.

Um die notwendigen Daten zu ermitteln, seien zunächst möglichst bundesweit kompatible Verfahren und Instrumente zur Kompetenzermittlung der Geflüchteten erforderlich. Auf dieser Basis könnten dann passgenaue Strategien zur beruflichen Integration entwickelt werden.

Esser plädiert dafür, insbesondere drei Faktoren in den Blick zu nehmen, damit erfahrungsgemäß Maßnahmen der Berufsausbildung von Menschen mit Migrationshintergrund gelingen können:

  • eine solide Allgemeinbildung, optimalerweise mit Abschluss,
  • möglichst individuell ausgerichtete Qualifizierungsprozesse und stabile zwischenmenschliche Beziehungen zwischen Lernenden und den in Ausbildung und Beratung tätigen Fachkräften,
  • Motivation und Effizienz durch praxisorientiertes Lernen in Betrieben beziehungsweise überbetrieblichen Bildungs- und Kompetenzzentren.

Ebenso sollten für den Masterplan die guten Beispiele aus dem Bildungsketten- und Berufsorientierungsprogramm der Bundesregierung zusammen mit Erfahrungen aus mittlerweile bewährten Instrumenten wie Berufseinstiegsbegleitung, Einstiegsqualifizierung, Assistierter Ausbildung und Externem Ausbildungsmanagement genutzt werden, aber auch ehrenamtliches Engagement wie beispielsweise durch den Senior-Experten-Service.

(10.02.2016, bibb/prh)

 

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