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Gegen den Fachkräftemangel: Weniger Niedriglohn, mehr Bildung

Die Frankfurter Rundschau berichtet über ein Gutachten des Instituts für Arbeit und Qualifizierung (IAQ), das zu einer Umkehr in der Arbeitsmarktpolitik auffordert: Statt weiterhin den Niedriglohn-Sektor zu fördern, müsse stärker in Bildung investiert werden, um frühzeitig auf den demografischen Wandel zu reagieren und die Arbeitslosigkeit zurückzuführen.

Die Autoren des Gutachtens schlagen vor, deutliche Anreize für Arbeitslose zur Qualifizierung schaffen. »So könnten sie bei einer längerfristigen Qualifikation zusätzlich Unterhaltsgeld erhalten – ihr Arbeitslosengeld würde dann um fünf bis zehn Prozent aufgestockt. Wenn sie einen Abschluss schaffen, sollen sie mit einer Prämie von 2000 Euro belohnt werden«, berichtet die Zeitung.

Begleitend dazu sollten Arbeitssuchende sechs Monate länger ein (abgesenktes)  Arbeitslosengeld erhalten. Chancen auf einen neuen Job, der auch zur eigenen Ausbildung passt, werde durch eine gute soziale Absicherung erhöht. Damit könne eine Entwertung der erworbenen Qualifikation vermieden werden.

Um nicht weiter Gutqualifizierte in Niedriglohn-Arbeitsverhältnisse zu drängen, müssten diese Vorschläge, eingebettet  in eine veränderte Lohn- und Investitionspolitik, umgesetzt werden - auch wenn dies eine Abkehr von den Hartz-Reformen bedeute. (22.03.2011, prh)

Zum Artikel in der Frankfurter Rundschau

 

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