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Heterogenität und Bildung: Start der NRW-Fortbildungsoffensive für Lehrkräfte

Der Schlüssel, um allen Kindern und Jugendlichen mit ihren unterschiedlichen Potenzialen gerecht zu werden, besteht in der individuellen Förderung. Lehrkräfte dabei zu unterstützen, genau dies im Unterricht zu verwirklichen, ist eine Aufgabe von Staat und Gesellschaft. Das nordrhein-westfälische Ministerium für Schule und Weiterbildung und die Bertelsmann Stiftung haben sich deshalb für eine Stärkung der Lehrerfortbildung zusammengetan und einen gemeinsamen Vertrag unterzeichnet.

NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann: »Die Bildungskonferenz hat empfohlen, eine Fortbildungsoffensive für Lehrkräfte zu starten. Zusammen mit der Bertelsmann Stiftung wollen wir diesen Weg gehen und das Fortbildungsangebot für Unterrichtsentwicklung fokussiert auf individuelle Förderung weiterentwickeln.«

Die Vielfalt in den Klassenzimmern stelle die Schulen und Lehrkräfte des Landes vor große Herausforderungen. Infolge des demographischen Wandels und der Verpflichtung zur Inklusion von Kindern mit besonderem Förderbedarf werde die Heterogenität der Schülerschaft in Nordrhein-Westfalen weiter zunehmen, was sich vor allem in den Schulen der Sekundarstufe I auswirken werde. »Aus diesem Grund starten wir das gemeinsame Projekt«, so Sylvia Löhrmann bei der Vertragsunterzeichnung. Unter wissenschaftlicher Leitung der Universität Münster entwickelt eine Gruppe ausgewiesener Unterrichtspraktiker und Fortbildner für Unterrichtsentwicklung im Schuljahr 2011/12 ein modularisiertes Qualifizierungsangebot. Ab dem Schuljahr 2012/13 wird die Fortbildung zunächst Sekundarschulen in ausgewählten Pilotregionen angeboten, perspektivisch wird das Angebot allen 53 Regionen des Landes zugänglich gemacht.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung und die Bertelsmann Stiftung möchten mit ihrem Kooperationsprojekt einen Beitrag zur Verbesserung von Chancengleichheit, sozialer Gerechtigkeit und Leistungsfähigkeit des Schulsystems in Nordrhein-Westfalen leisten. Damit hat das Projekt auch Signalwirkung für andere Bundesländer in Deutschland. Die gemeinsame Initiative knüpft an die vertrauensvolle Zusammenarbeit der Kooperationspartner im gemeinsamen Modellvorhaben »Selbstständige Schule« an, das die Schulen bei ihrem Qualitätsmanagement, die Lehrkräfte bei der Unterrichtsgestaltung und die Bildungsregionen in ihrer Gesamtverantwortung gestärkt hat.

  (19.07.2011, prh)

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