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Immer weniger Weiterbildung für Hartz-IV-Empfänger

Arbeitsmarkt im Mai: Weniger als drei Millionen Arbeitslose - zu wenig Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen.

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Mai erstmals seit fünf Monaten wieder unter die Drei-Millionen-Marke gerutscht. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) registrierte in dem Monat bundesweit 2,937 Millionen Arbeitslose. Das sind rund 83.000 Arbeitslose weniger als im April, aber 82.000 mehr als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote ging im Monatsvergleich um 0,3 Punkte auf 6,8 Prozent zurück. Vor einem Jahr hatte sie 6,7 Prozent betragen.

BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise räumte ein, dass die Frühjahrsbelebung in diesem Jahr schwächer ausgefallen sei als in den Vorjahren. »Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich insgesamt weiterhin in einer guten Grundverfassung und entwickelt sich solide in dem schwierigen konjunkturellen Umfeld«.

Hartz-IV-Empfänger bekommen immer weniger Weiterbildung

Die Neueintritte von Langzeitarbeitslosen in geförderte Qualifizierungsmaßnahmen lagen im Mai 2013 um fast 25% unter dem Wert von Mai 2010, ein Trend, der sich seit langem fortsetzt: Während im Jahr 2010 noch durchschnittlich 20.000 Langzeitarbeitslose monatlich eine Qualifizierungsmaßnahme begonnen haben, sind es in diesem Jahr bislang im Durchschnitt 12.800.

Zwar war in dem gleichen Zeitraum auch die Arbeitslosenzahl insgesamt rückläufig, die der erwerbslosen Hartz-IV-Bezieher sank jedoch erheblich weniger. Dieses Ungleichgewicht ist auch für Arbeitsmarktforscher, wie dem Direktor des Instituts Arbeit und Qualifikation an der Universität Duisburg-Essen (IAQ), Gerhard Bosch, »völlig unverständlich«. Wie er vor kurzem gegenüber der Frankfurter Rundschau betonte, ist jede berufliche Qualifizierung, die zu einem Berufsabschluss führe, dazu geeignet, Arbeitsmarktchancen zu erhöhen. Vor allem für Menschen ohne Berufsausbildung könnte eine Nachqualifizierung ein wichtiger Schritt gegen den Fachkräftemangel sein. Der BBB fordert daher seit langem eine deutliche Erhöhung der Neueintritte in berufliche Weiterbildungsmaßnahmen, gerade im Bereich des SGB II (Langzeitarbeitslose).

Nach Angaben der BA sind zurzeit besonders Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Verkauf und Gesundheit gesucht.

Hintergrund
Der Bundesverband der Träger beruflicher Bildung, kurz Bildungsverband, ist ein Zusammenschluss maßgeblicher Anbieter von Bildungsprogrammen in Deutschland. Der Bildungsverband versteht sich als ein »Qualitätsverbund« der beruflichen Weiterbildung und hat sich und seine Mitgliedsunternehmen auf Qualitätsgrundsätze festgelegt
.

 

(29.05.2013, prh)

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Mai 2013

Website des Bildungsverbandes (BBB)

 

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