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Initiativpreis Aus- und Weiterbildung 2010 verliehen

Der Fachkräftemangel bedroht die Wettbewerbsvorteile der deutschen Wirtschaft. Praktische Berufsbildungsarbeit, wie sie am Freitag in Essen mit dem Initiativpreis Aus- und Weiterbildung 2010 gewürdigt wurde, ist deshalb wichtiger denn je. Fachkräfteengpässe zeigen sich über alle Branchen, Berufe und Qualifikationsniveaus hinweg. Gerade im naturwissenschaftlich-technischen Bereich rechnet insbesondere die Industrie mit zunehmenden Problemen: 70 Prozent der Betriebe erwarten hier in den kommenden Jahren einen Fachkräftemangel und befürchten langfristig auch den Verlust von Innovationspotenzialen. Schon heute fehlen der deutschen Wirtschaft rund 400.000 Ingenieure, Meister und gut ausgebildete Facharbeiter, und die Zahl wird jährlich um etwa zehn Prozent steigen. Um diesem Mangel entgegenzuwirken, müssen stärker als bislang unausgeschöpfte Potenziale genutzt werden. Dabei steht die zielgerichtete Aus- und Weiterbildung an erster Stelle. Die besten Beispiele dieser praktischen Berufsbildungsarbeit wurden am Freitag mit dem Initiativpreis Aus- und Weiterbildung 2010 ausgezeichnet.

Zu den Siegern zählen der Logistik-Dienstleister Talke, das ZDF, die Wirtschaftsakademie der Hochschule Aalen sowie das grenzüberschreitende Ausbildungsprojekt Youcomp. Die vier Gewinner konnten sich gegen mehr als 60 andere Bewerber durchsetzen.

Das Themenspektrum der prämierten Initiativen reicht von der beruflichen Erstausbildung über die innerbetriebliche Qualifizierung bis hin zu den neuen Studienmöglichkeiten für Meister. »Die Beispiele beweisen, dass sich die Wirtschaft zusammen mit Qualifizierungspartnern intensiv um die Sicherung des Fachkräftenachwuchses und das lebensbegleitende Lernen kümmert«, sagte Christoph Obladen, Vorsitzender der Wettbewerbsjury und Leiter Personal bei dem Edelmetall- und Technologieunternehmen Heraeus, in seiner Begrüßungsrede.

Der Initiativpreis Aus- und Weiterbildung ist eine gemeinsame Auszeichnung von Otto Wolff-Stiftung und Deutschem Industrie- und Handelskammertag und soll hervorragende Berufsbildungsprojekte der Unternehmen öffentlich machen. Er wird in diesem Jahr bereits zum 18. Mal vergeben und ist damit einer der renommiertesten Preise im Bereich der Beruflichen Bildung in Deutschland. (04.10.2010, prh)

 

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