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Österreich: Trotz Wirtschaftskrise kaum Einschnitte bei Weiterbildung

Anlässlich des Tages der Weiterbildung wurden auch in diesem Jahr wieder 500 Personalverantwortliche (Geschäftsführer, HR-Manager, Führungskräfte mit Personalverantwortung) zum Thema Weiterbildung befragt. Die repräsentative Studie, die von Makam Market Research im Januar 2010 im Auftrag der Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung (PbEB) durchgeführt wurde, brachte die nachfolgenden Ergebnisse:

  • Trotz Wirtschaftskrise wird auch in diesem Jahr nicht bei der Bildung gespart, 68 % der Unternehmen halten die Weiterbildungsbudgets konstant (2009: 76 %), 8 % reduzieren sie (2009: 5 %) und 13 % geben in diesem Jahr sogar mehr für Weiterbildung aus (2009: 10 %). »Die Wirtschaftskrise macht sich in einigen Bereich auch im Weiterbildungssektor bemerkbar. Allerdings gilt weiterhin: Bei der Fortbildung der Mitarbeiter wird ungern gespart, weil es sich um einen wesentlichen Wettbewerbsfaktor handelt«, interpretiert Dr. Michael P. Walter, Sprecher der Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung, das Ergebnis.
  • Gerade in Krisenzeiten nimmt die Bedeutung von Fachqualifikationen zu. Insgesamt 45 % der HR- und Personalverantwortlichen denken, dass berufsbezogene Angebote immer wichtig werden. Im Vergleich dazu messen 17 % der Befragten der Persönlichkeitsbildung steigende Bedeutung bei.
  • Dieses Ergebnis deckt sich auch mit der Einschätzung der Unternehmen, welche Schwerpunkte in der Weiterbildung den Unternehmen den größten Konkurrenzvorsprung verschaffen: Während die Bedeutung von Fortbildung in den Bereichen Technik, Produktion, Verkauf und Marketing steigt, sinkt sie in den Bereichen Persönlichkeitsentwicklung, Management und Sprachen. »Wir beobachten, dass in wirtschaftlich schwierigen Phasen die ‚hard facts‘ Vorrang vor ‚soft skills‘ haben«, so PbEB-Sprecher Walter.
  • Auch das Thema Förderungen wurde im Rahmen der Studie angesprochen. 60 % der Unternehmen würden demnach mehr Weiterbildung für ihre MitarbeiterInnen anbieten, wenn es höhere Förderungen gäbe. Besonderen Nachholbedarf sieht ein Viertel aller Unternehmen beim Förderangebot für ältere ArbeitnehmerInnen. Vor allem Beschäftige in Klein- und Mittelbetrieben würden von einer Ausweitung der Fördermaßnahmen profitieren. »Die Bemühungen des Einzelnen um Höherqualifizierung müssen durch einen staatlichen Zuschuss unterstützt werden. Bildungskonten sollen bei Banken und Versicherungen eingerichtet werden können. Die dort eingezahlten Mittel sollen mit einer Bildungs-Prämie unterstützt werden, die mindestens so hoch angesetzt ist wie die Höhe des staatlichen Zuschusses zur privaten Pensionsvorsorge«, beschreibt Sprecher Dr. Michael P. Walter die Forderung der Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung.
(16.02.2010, prh)

PbEB-Website

Österreich: Tag der Weiterbildung am 26.02.2010

 

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