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Sachsen: Ideenwettbewerb »Weiter bilden – neue Chancen sichern«

Das sächsische Wirtschafts-/Arbeitsministerium stellt eine Million Euro für einen Ideenwettbewerb zur Erhöhung der Weiterbildungsbeteiligung zur Verfügung. Damit sollen »berufserfahrene Fachkräfte von den Vorteilen des Weiterlernens überzeugt« werden.

Nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (»Bildung in der zweiten Lebenshälfte«, 2012) erzielen Frauen über 45 Jahren durch Weiterbildung mehr als 6 Prozent mehr Lohn und Männer fast 4 Prozent. Mindestens 3 Jahre lang senkt die Teilnahme an Weiterbildungen außerdem das Risiko, arbeitslos zu werden.

Bereits jetzt beteilige sich fast jeder dritte Beschäftigte in Sachsen an der betrieblichen Weiterbildung, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium – deutlich mehr als im gesamtdeutschen Vergleich. Bei älteren Arbeitnehmern mit geringerer Qualifikation und insbesondere bei denjenigen ohne Berufsabschluss ist die Weiterbildungsaktivität dagegen erkennbar niedriger.

Minister Morlok: »Auch diese Zielgruppen möchten wir erreichen, denn eine höhere Weiterbildungsbeteiligung älterer sowie an- und ungelernter Beschäftigter ist ein Beitrag zur Fachkräftesicherung für die sächsische Wirtschaft. Der Erwerb zusätzlicher Qualifikationen verringert auch Arbeitsmarktrisiken dieser Zielgruppen.«

Mit dem heute im Sächsischen Amtsblatt veröffentlichten Ideenwettbewerb sollen die Beschäftigten vor Ort angesprochen werden. Häufig bevorzugen Ältere individuell ausgerichtete Qualifizierungen, die an die vorhandenen Kenntnisse anknüpfen und schnell praktisch angewendet werden können. Beschäftigte ohne Berufsabschluss wünschen sich persönliche Beratung und Perspektiven im Unternehmen.

Der Projektaufruf wird im Sächsischen Amtsblatt Nr. 24 am 14. Juni 2012 veröffentlicht. Projektvorschläge können bis zum 12. Juli 2012 bei der Sächsischen Aufbaubank eingereicht werden.

  (14.06.2012, prh)

Weitere Informationen (PDF, 52 Seiten) - siehe dort Seite 32 (im Original Seite 696)

siehe auch: Weiterbildung für ältere Beschäftigte gewinnt zunehmend an Bedeutung

 

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