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Sachsen: Wirtschaftsminister gegen Bildungsurlaub

Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) möchte auch in Zukunft keine gesetzlich geregelte Bildungsfreistellung in seinem Land umsetzen. In einer Pressemitteilung erklärte er, »ein Weiterbildungsgesetz, das auf dem Irrglauben beruht, Arbeitgeber und -nehmer hätten widerstreitende Interessen, entspricht nicht der heutigen Lebenswirklichkeit«.

In der Erklärung stellte Morlok die Karrierechancen und finanziellen Perspektiven heraus, die sich Arbeitnehmern durch berufliche Qualifizierung ergäben. Er verwies auf den sächsischen Weiterbildungsscheck, der bis zu 80 Prozent der Weiterbildungskosten bezuschusse, wofür bislang mehr als zehn Millionen Euro aufgewendet worden seien. Darüber hinaus werde auch die betriebliche Weiterbildung mit bis zu 80 Prozent der Kosten gefördert.

Diese Instrumente wolle er in 2012 fortführen, so Morlok.  Die Praxis zeige, dass eine finanzielle Unterstützung von Arbeitnehmern einen »deutlich höheren Nutzen« als gesetzliche Freistellungen besäße.

Hintergrund zu Morloks Äußerungen könnte, wie die Lausitzer Rundschau meldet, ein Gesetzentwurf der SPD sein, demzufolge Arbeitnehmer fünf Tage pro Jahr zur beruflichen, politischen oder allgemeinen Weiterbildung bezahlt freigestellt werden sollen.

  (10.01.2012, prh)

QUELLE: Sächsisches Wirtschaftsministerium

siehe auch: Lausitzer Rundschau: Wirtschaftsminister will kein Weiterbildungsgesetz

siehe auch: Freie Presse: SPD beklagt Defizite bei Weiterbildung in Sachsen

 

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