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Schweiz: Weiterbildungsmarkt ist innovativ und von hoher Qualität, doch noch zu intransparent

Ergebnisse der SVEB-Befragung von Weiterbildungsanbietern in der Schweiz. 

Der Schweizerische Verband für Weiterbildung SVEB befragt jährlich seine Mitgliedsinstitutionen zur aktuellen Marktsituation. Die soeben erschienene Statistik zeigt ähnliche Resultate wie im Vorjahr. Innovationskraft und Qualität werden gelobt, fehlende Transparenz im Markt beklagt. Die Konkurrenzsituation wurde als zunehmend härter beurteilt und international anerkannte Abschlüsse gewinnen laufend an Bedeutung. An der Umfrage nahmen 207 Weiterbildungsinstitutionen teil.

Die Anbieter-Statistik, welche auf den Zahlen von 2011 basiert, zeigt es deutlich: die befragten Institutionen beklagen die mangelnde Übersichtlichkeit des Marktes noch immer. Insbesondere Anbieter aus der Deutschschweiz sowie grössere Institutionen sind mit der aktuellen Marktransparenz noch nicht zufrieden. In der Umfrage wurden den Teilnehmenden denn auch Lösungsansätze zur Beurteilung vorgelegt. Am meisten Zustimmung fanden Qualitätslabels und die Regelung von Weiterbildungsabschlüssen als Mittel zur Steigerung der Transparenz. Vorschriften oder ein Monitoring durch den Staat fanden wenig Anklang.

Größeres Marktvolumen, härtere Konkurrenzsituation

Viele Anbieter erwarten eine leichte oder mittlere Zunahme des Marktvolumens. Dazu tragen aus ihrer Sicht spezifische und modularisierte Lehrgänge für bestimmte Branchen bei. Die Nachfrage wird generell durch das wirtschaftliche Umfeld und das steigende Weiterbildungsbedürfnis der Arbeitnehmenden angekurbelt. Als zunehmend härter beurteilen die Befragten jedoch die Konkurrenzsituation. Nach ihrer Einschätzung werden nicht alle Anbieter im Markt überleben. Dazu kommt ein stärkerer Druck durch die Wirtschaft, welcher die Anbieter zwingt, ihre Angebote laufend der Nachfrage anzupassen. Parallel dazu müssen sie den steigenden Kosten- und Spardruck bewältigen. Generell haben mittlere und kleinere Institutionen den Eindruck, die grossen Anbieter würden den Markt dominieren – ein Eindruck, den die Grossen selbst jedoch nicht teilen.

Trends in der Weiterbildung

Viele Umfrageteilnehmende sind sich einig, dass Coaching und Beratung sowie Blended Learning und Social Media in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen werden. Bei den Angeboten werden international anerkannten Abschlüsse immer wichtiger, während Lehrgänge ohne offiziellen Abschluss künftig weniger gefragt sein werden. Weiterbildungen mit Praxisbezug und anerkannten Abschlüssen werden vermehrt verlangt, weil diese in der Arbeitswelt gefordert werden. Auch bei den Sprachen legen die Arbeitgeber immer mehr Wert auf international anerkannte Sprach-Diplome.

Die Statistik der Weiterbildungsanbieter 2011 deckt rund ein Drittel des Weiterbildungsmarktes in der Schweiz ab. An der Umfrage beteiligten sich 207 Anbieter. Sie beantworteten Fragen zum Weiterbildungsmarkt, der Weiterbildungspolitik, zu Tendenzen bei den Angeboten, der Marktentwicklung sowie zur Finanzierung und zu den Kursleitenden.

Hinterund: SVEB - Der Dachverband der Weiterbildung
Der SVEB ist der gesamtschweizerische Dachverband der Weiterbildung. Der Verband führt Geschäftsstellen in allen drei Sprachregionen. Präsidiert wird der Verband von Rudolf H. Strahm, die operative Leitung obliegt Dr. André Schläfli. Seine über 570 Mitglieder sind private und staatliche Anbieter von Weiterbildung, Verbände, innerbetriebliche Weiterbildungsabteilungen und Einzelpersonen. Der SVEB setzt sich für ein wirksames und zukunftsfähiges Weiterbildungssystem ein. Er fördert die Vernetzung der Mitglieder über nationale und internationale Projekte, Tagungen und Informationsveranstaltungen. Der SVEB engagiert sich auch für ein hohes Niveau der Weiterbildungsangebote in der Schweiz. Denn Weiterbildung ist wichtig: Für den Einzelnen, der seine persönlichen und beruflichen Möglichkeiten entwickeln will; für die Gesellschaft, welche von neugierigen, vielseitig qualifizierten und flexiblen Menschen lebt.


(23.11.2012, prh)

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