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Studie: Das Gebot der Stunde heißt Qualifikation

Gute Aussichten für Arbeitnehmer in Deutschland?

In Deutschland wächst der Bedarf an Arbeitskräften. Obwohl die Unternehmen als Folge der Globalisierung weiterhin Arbeitsplätze ins Ausland verlagern, wird in den kommenden 15 Jahren die Nachfrage nach Arbeitskräften fortlaufend stärker wachsen als das Angebot. Somit wird auch die Arbeitslosigkeit strukturell zurückgehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung über die Folgen der Globalisierung für den deutschen Arbeitsmarkt. Profitieren werden danach vor allem die qualifizierten Arbeitskräfte in den Boom-Branchen. Aber auch Angelernte und gering qualifizierte Menschen bekommen wieder bessere Chancen, wenn sie in den richtigen Berufen tätig sind.

Immer entscheidender für die individuellen Zukunftsaussichten und die eigene Arbeitsplatzsicherheit wird der Grad der Qualifikation sein. In allen Qualifikationsstufen wächst dabei der Zwang zur Fortbildung und Entwicklung. Dies gilt insbesondere für Menschen ohne oder einfachem Berufsabschluss. Zwar werden auch in zehn Jahren noch sechs von zehn Arbeitskräften keinen oder einen einfachen Berufsabschluss aufweisen, doch werden bis dahin weitere 800.000 Arbeitsplätze mit diesem Qualifikationsprofil verschwinden.

Besonders gefragt werden in zehn Jahren Akademiker sein: Der Bedarf steigt bis 2020 um rund 800.000 Universitäts- und 1,1 Millionen Fachhochschulabsolventen. Die besten Aussichten haben Absolventen der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Ingenieure, Erziehungswissenschaftler, Mathematiker, Juristen, Maschinenbauer und Naturwissenschaftler. Gesucht werden demnächst aber auch Meister, Techniker und Fachschulabsolventen. Hier steigt das Arbeitsplatzangebot ebenfalls um mehr als eine halbe Million. Jeder dritte Arbeitnehmer in Deutschland wird in zehn Jahren einen entsprechenden Berufs- oder Universitätsabschluss vorweisen können. (28.07.2010, prh)

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