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Studie: Weiterbildungsbeteiligung 2010 weitgehend stabil, aber mit Rückgang in ostdeutschen Ländern

42 % der Bevölkerung im Erwerbsalter (18 bis 64 Jahre) haben im Laufe des Jahres an Weiterbildungsveranstaltungen unterschiedlicher Art teilgenommen. Dies sind etwas weniger als in der Erhebung drei Jahre zuvor, als der Anteil 44 % betrug. Der Rückgang entfällt aus schließlich auf die ostdeutschen Länder (Teilnahmequote jetzt 41 % gegenüber 47 % im Jahr 2007). In den westdeutschen Ländern liegt die Weiterbildungsbeteiligung seit dem Jahr 2000 weitgehend stabil bei 43 %.

Dies geht aus einer Erhebung zum Weiterbildungsverhalten (AES 2010) hervor, die im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchgeführt wurde. Grundlage ist eine repräsentative Befragung von 7.035 Personen der Bevölkerung im Alter von 18 bis 64 Jahren. Erfasst wird die Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen in den vorangegangenen 12 Monaten. Da die Durchführung der Erhebung sich über vier Monate erstreckte, umfasst der Beobachtungszeitraum die Zeit von April 2009 bis Juni 2010. Die Trend zahlen sind damit auch vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Krise des Jahres 2009 zu interpretieren.

Betriebliche Weiterbildung als größter Sektor

Wie die Studie weiter ausweist, entfällt der größte Teil der erfassten Weiterbildungsaktivitäten mit knapp 60 % auf die betriebliche Weiterbildung. Der kleinere Teil entfällt auf die individuelle Weiterbildung, wobei diese etwa zur Hälfte auch aus beruflichen Gründen erfolgt (»individuelle berufsbezogene Weiterbildung«) und zur anderen Hälfte aus anderen Gründen bzw. aus persönlichem Interesse (»nicht-berufsbezogene Weiterbildung«).

Erfahrungen Erwachsener mit organisiertem Lernen finden damit in erster Linie im arbeitsplatznahen, betrieblichen Umfeld statt. Bevölkerungsgruppen ohne den Zugang zur betrieblichen Weiterbildung, also Arbeitslose und Nichterwerbstätige, haben dementsprechend niedrigere Quoten der Weiterbildungsbeteiligung.

Rückgang der betrieblichen Weiterbildung, Stabilität der individuellen Weiterbildung

Der insgesamt etwas rückläufige Trend der Weiterbildungsbeteiligung ist bedingt durch einen leichten Rückgang in der betrieblichen Weiterbildung. Während 2007 noch 29 % der Bevölkerung im Erwerbsalter »in den letzten 12 Monaten« an Veranstaltungen der betrieblichen Weiterbildung teilnahmen, sind es nun noch 26 %. Der Rückgang ist geringer in den westdeutschen und stärker in den ostdeutschen Ländern.

Dagegen ist die Teilnahmequote in den übrigen Sektoren stabil geblieben: 12 % haben an individueller berufsbezogener Weiterbildung teilgenommen, 11 % an nicht-berufsbezogener Weiterbildung.

Weiterbildung im Lebensverlauf: Rückgang bei den Jüngeren, Zunahme bei den Älteren

Im Laufe der letzten drei Jahrzehnte hat die Teilnahme an Weiterbildung insbesondere in den mittleren Altersgruppen (35 bis 54 Jahre) zugenommen. Seit Mitte der 90er-Jahre ist deren Weiterbildungsbeteiligung etwa so hoch wie die der jüngeren Altersgruppen (18 bis 34 Jahre). Die Älteren (55 bis 64 Jahre) wiesen eine niedrigere Weiterbildungsbeteiligung auf, teils wegen ihrer geringeren Erwerbsquote, aber auch unter den noch Erwerbstätigen. Dieses Muster der Weiterbildung im Lebensverlauf hat sich nach den aktuellen Daten verschoben.

  (29.06.2011, prh)

 

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