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Studie zur Weiterbildung für hessische Teilzeitbeschäftigte erschienen

Gerade Teilzeitbeschäftigte benötigen adäquate Weiterbildungsmaßnahmen, um dauerhaft ihre Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten und mittelfristig in höherwertige Beschäftigung zu wechseln. In der Vergangenheit lag die Weiterbildungsbeteiligung der Teilzeitbeschäftigten jedoch unter dem Durchschnitt.

Erstmals ist nun das Weiterbildungsverhalten von Teilzeitkräften am Beispiel Hessens eingehender untersucht worden, wobei sowohl der Perspektive der Betriebe, der Beschäftigten als auch der Bildungsträger berücksichtigt wurde.

Eines der zentralen Ergebnisse der Untersuchung weist einen ungedeckten Weiterbildungsbedarf bei Teilzeitkräften nach. Hierzu heißt es in der Studie: »Tatsächlich gibt eine durchaus relevante Zahl von Teilzeitbeschäftigten, die nach eigener Aussage gerne mehr Weiterbildungsmaßnahmen besuchen würden. Hier ist allerdings ein genauerer Blick nötig: Unter jenen, die sich mehr Weiterbildung wünschen, ist der Anteil derjenigen, die bereits Maßnahmen besuchen, besonders hoch. Für diese bildungsaffinere Gruppe wäre eher von einem ungedeckten zusätzlichen Bedarf zu sprechen, während diejenigen, die bislang keine Weiterbildung besucht haben, auch häufiger für die Zukunft keinen Bedarf sehen.«

Zu den Schlussfolgerungen, die zu einer höheren Weiterbildungsbeteiligung beitragen sollen, gehört auch, die unterschiedlichen Beschäftigtengruppen gezielt anzusprechen. Dabei geht es etwa um die Aktivierung der Bildungspotentiale älterer Teilzeitbeschäftigter, dem Heranführen geringqualifizierter Beschäftigter an die Weiterbildung und die Verbesserung der Bildungszugänge für teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer in teilzeitfernen Betrieben.

Aber auch auf einer Metaebene bestehe Handlungsbedarf. So gelte es etwa, die Transparenz hinsichtlich von Weiterbildungsmöglichkeiten zu verbessern: »Ein generelles Problem bei der Identifikation von geeigneten Weiterbildungsmaßnahmen ist die Verfügbarkeit adäquater Informationen. Nur wenn Betrieben und Beschäftigten aktuell und transparent Orientierung in der Vielzahl der Angebote finden, ist die Voraussetzung für zeitnahe und passgenaue Qualifizierung gegeben. Dieses Problem ist grundsätzlich bekannt; ihm wurde mit einer großen Zahl von Informationssystemen, Weiterbildungsmaßnahmen und Beratungsstellen begegnet.«

  (08.08.2011, prh)

 

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