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Thüringen: Arbeitsagenturen investieren in Qualifizierung

BA mit TextUm die Jobchancen ihrer Kunden zu verbessern investieren Arbeitsagenturen und Jobcenter in Thüringen über 50 Millionen Euro in die Qualifizierung von Arbeitslosen und Beschäftigten. 

Wer keine Ausbildung hat, der trägt in Thüringen ein dreifach höheres Risiko arbeitslos zu werden als Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung. Das zeigen Daten der BA-Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen. Denn während im Jahr 2014 im Schnitt 30 von 1.000 Beschäftigten ohne abgeschlossene Berufsausbildung monatlich ihren Job verloren, waren es bei Menschen mit Ausbildung nur 9 von 1.000. Aktuell haben 23 Prozent aller Arbeitslosen im Freistaat keine abgeschlossene Ausbildung – Tendenz steigend.

Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung des Arbeitsmarktes verlieren Helfer-Jobs für Ungelernte und Geringqualifizierte in einigen Branchen an Bedeutung. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Bewerber. »Einer unserer konkreten Beiträge zur Fachkräftesicherung im Land ist daher die zielgerichtete und am Bedarf der Wirtschaft ausgerichtete Qualifizierung und Weiterbildung von Arbeitslosen und geringqualifizierten Beschäftigten«, meint hierzu Kay Senius, Chef der BA-Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen.

So starteten im Zeitraum zwischen Mai 2014 und April 2015 11.120 arbeitslose Männer und Frauen in Thüringen eine von Arbeitsagenturen und Jobcentern geförderte berufliche Weiterbildung. In 1.443 Fällen soll ein Abschluss oder eine zertifizierte Teilqualifizierung am Ende der Maßnahme stehen. 330 Teilnehmer dieser Maßnahmen wollen Fachkräfte für Altenpflege werden. »Wir investieren damit sowohl in die berufliche Zukunft unserer Kunden als auch in die Zukunftsfähigkeit des Standortes Thüringen« erklärte Senius.

Statistischen Auswertungen der BA zufolge hätten in Thüringen 56 Prozent der Teilnehmer von Maßnahmen der Beruflichen Weiterbildung sechs Monate nach Ende einen sozialversicherungspflichtigen Job. Allein im aktuellen Jahr planen die Arbeitsagenturen und Jobcenter in Thüringen 42,7 Millionen Euro für die Förderung der beruflichen Weiterbildung von Arbeitslosen ein.

Qualifizierung von Beschäftigten bekämpft Arbeitslosigkeit

Doch nicht nur Arbeitslose werden mit Weiterbildungsmaßnahmen unterstützt, sondern auch ältere und geringqualifizierte Beschäftigte. Sie haben über das Programm WeGebAU (Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen) zum Beispiel die Gelegenheit, Teil- und Zusatzqualifikationen oder auch im Bedarfsfall einen Berufsabschluss zu erwerben. Dabei kann die BA Firmen, die ihre Mitarbeiter für die Weiterbildung freistellen, mit Zuschüssen zum Arbeitsentgelt unterstützen, übernimmt bei Notwendigkeit auch Reise- und Übernachtungskosten und zum Teil auch die Kosten der Weiterbildung.

Dafür wenden die Arbeitsagenturen in Thüringen im laufenden Jahr 4,9 Millionen Euro auf. »Die Qualifizierung von Beschäftigten hat für uns vor allem präventiven Charakter. Wir verbessern so Karrieremöglichkeiten erheblich und stärken ihre Position auf einem Arbeitsmarkt, der vor allem Fachkräften immer bessere Chancen bietet. Damit bekämpfen wir Arbeitslosigkeit bevor sie entsteht«, sagte Kay Senius.

(30.09.2015, prh)

 

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