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Umfrage zu »Betriebsräten in der Krise«: Weiterbildung und Familienfreundlichkeit gewünscht

Die gerade veröffentlichten Ergebnisse einer Online-Umfrage von Hessenstiftung, Frankfurter Rundschau, Organisationsberatung IGS und den hessischen Unternehmerverbänden zeigt: Arbeitnehmer wünschen sich Weiterbildung und Familienfreundlichkeit. Beides sollte durch Betriebsräte und Unternehmensleitungen mehr voran getrieben werden, um den Fachkräftemangel einzudämmen.

Ziel der Umfrage war es zu erfahren, wie Betriebsräte die Krise wahrgenommen haben und damit umgegangen sind. Dazu wurden Betriebsräte selbst und Beschäftigte in Unternehmen befragt, die unter anderem auch die Betriebsratsarbeit beurteilen sollten.

Die Befragten antworteten zu einem großen Teil (60%), dass die heutige Lage der Unternehmen, in denen sie beschäftigt sind, »eher gut« ist, obwohl ihr Unternehmen nach ihrer eigenen Einschätzung »eher negativ« von der Wirtschaftskrise (62%) betroffen waren.

Neben dem Problem des Arbeitsplatzerhalts stellt sich perspektivisch auch die Frage, wie einem möglicherweise bevorstehenden Fachkräftemangel begegnet werden kann. Hierzu befragt, gaben fast neun von zehn (88,8%) der Befragten an, dass in ihrem Unternehmen Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter angeboten werden. Über die Hälfte der Befragten vermuten darüber hinaus, dass der beruflichen Fortbildung zukünftig eine noch höhere Bedeutung zukommen werde.

In den befragten Unternehmen werden vor allem unternehmensinterne wie externe Seminare und Informationsveranstaltungen angeboten. In der Nutzung der Weiterbildungsangebote durch unterschiedliche Altersgruppen lässt sich eindeutig eine abfallende Tendenz feststellen: die jüngeren nutzen die Angebote deutlich stärker als die älteren Arbeitnehmer.

Es ist zu beobachten, dass sich die Betriebsräte und Experten ohne Führungsverantwortung sehr häufig (fast 60%) stark weiterbilden. Auch fast die Hälfte des unteren Managements bildet sich stark fort.

Eine unterschiedliche Wahrnehmung zeigt die Umfrage zum Thema »Familienfreundlichkeit«: Während rund 57 Prozent der Betriebsräte antworteten, sie hätten dieses Thema im Unternehmen angestoßen, urteilten etwa 56 Prozent der Beschäftigten, der Betriebsrat engagiere sich dort kaum.

Eine Zusammenfassung der Umfrageergebnisse kann über den nachfolgenden Link abgerufen werden. (15.02.2011, prh)

Ergebnisse der Befragung (PDF, 26 Seiten)

siehe auch: Interview mit dem IGS-Geschäftsführer zu den Ergebnissen der Umfrage

 

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