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VDP: Weiterbildungsmöglichkeiten für Geringqualifizierte müssen ausgebaut werden

vdp

Auf der Jahrespressekonferenz des Verbands Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) hat der VDP von Politik und Wirtschaft eine Stärkung der Weiterbildungsmöglichkeiten im Arbeitsumfeld besonders für Geringqualifizierte gefordert.

Die Ergebnisse der PIAAC-Vergleichsstudie der OECD, die Grundkompetenzen von 16- bis 65-Jährigen getestet hat, zeigen, dass in Deutschland vor allem Geringqualifizierte kaum Zugang zu Weiterbildungen haben. »Erwachsene, die bestimmte grundlegende Kompetenzen in der Schulzeit nicht ausreichend erlernt haben, bekommen im späteren Leben kaum die Chance, diese Defizite auszugleichen. Hier muss angesetzt werden, um die Weiterbildungsbeteiligung bei dieser Zielgruppe deutlich zu erhöhen«, erklärt Petra Witt, Präsidentin des VDP. Der VDP fordert deshalb Politik und Wirtschaft auf, für Geringqualifizierte niedrigschwellige Weiterbildungsangebote zu fördern, damit diese wieder in den Prozess des Lernens kommen. »Nur so können sie mittelfristig den Teufelskreis aus fehlender Qualifikation, schlechten Chancen auf dem Arbeitsmarkt und prekärer Beschäftigung durchbrechen«, so Witt weiter.

Die PIAAC-Studie zeigt, dass Langzeitarbeitslose bei den Lesekompetenzen im Durchschnitt 23 Punkte weniger und bei den alltagsmathematischen Kompetenzen sogar 35 Punkte weniger erreichen als Erwerbstätige. Dabei entsprechen 7 Punkte etwa dem Wissensvorsprung eines Schuljahres. Laut PIAAC haben in Deutschland die Langzeitarbeitslosen die größten Kompetenznachteile. Sie erreichen auch innerhalb der Gruppe der Erwerbslosen auffallend geringe Kompetenzwerte. »Damit belegen die PIAAC-Daten die Position des VDP, nach der für Langzeitarbeitslose wesentlich umfassender als bisher Weiterbildungsangebote zur Verfügung gestellt werden müssen. Hier ist die Arbeitsmarktpolitik in der Pflicht, der geförderten Weiterbildung deutlich mehr Mittel zur Verfügung zu stellen und nicht, wie in den letzten Jahren geschehen, das Budget immer weiter zu kürzen«, so Witt weiter. »Die letzten Jahre haben nämlich auch gezeigt, dass eine wachsende Wirtschaft allein längst kein Garant dafür ist, dass Erwerbslose den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt finden.« Es zeige sich vielmehr, dass Bildung der aussichtsreichste Weg zurück in eine Erwerbstätigkeit sei.

In Deutschland nahmen rund 5.460 Menschen an den PIAAC-Kompetenztests teil. Insgesamt wurde der Test in 24 Ländern und Regionen der OECD durchgeführt. (22.11.2013, prh)

vergleiche: PIAAC-Studie: Deutschland und Österreich im Mittelfeld

 

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