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Wirtschaftsjunioren stellen Positionen und Forderungen zur Bildung vor

Die Wirtschaftsjunioren Deutschlands (WJD) investieren in die Bildung als einen wesentlichen Baustein für den Wohlstand und die Existenzsicherung unserer Gesellschaft. Das Engagement von Unternehmern und Führungskräften soll zur Förderung der Ausbildungsfähigkeit beitragen. In einem gerade vorgestellten Positionspapier »DER IDEALE BILDUNGSWEG« nehmen sie u.a. Stellung zur Bedeutung der Weiterbildung. Wir zitieren hier den entsprechenden Passus:

Was ist unser Ziel?

Unser Ziel ist, dass niemand seinen Bildungsweg als abgeschlossen betrachtet. Weiterbildung und die Investition von Zeit und Geld in die eigenen Qualifikationen müssen zur Normalität werden – um sich selbst weiterzuentwickeln und um eine längere persönlich und gesellschaftlich erfolgreiche Lebensarbeitszeit vorzubereiten.

Was ist derzeit das Problem?

  • Durch die Defizite, die das aktuelle Schulsystem produziert, sinkt insgesamt das Bildungsniveau der Bevölkerung.
  • Durch den demographischen Wandel sinkt langfristig der Anteil der Bevölkerung im Erwerbstätigenalter.
  • Die Kompetenzen von Älteren gelten nicht viel und werden kaum genutzt, in ihre Weiterbildung wird derzeit kaum investiert.
  • Die Lernfähigkeit von älteren Arbeitnehmern wird zu negativ eingeschätzt.
  • Die Affinität zu neuen Medien, die eine höhere Effizienz beim Lernen bieten, ist in der Weiterbildung sowohl bei Einrichtungen als auch bei Dozenten und Teilnehmern noch nicht voll ausgereift
  • Es fehlt Interesse an innovativen Themen, die Deutschlands fortkommen als Innovationsstandort sichern können
  • Es gibt wenig Bereitschaft, Zeit und Geld in Weiterbildung zu investieren.

Was muss sich ändern?

  • Wir brauchen ein Bewusstsein für die Notwendigkeit lebenslangen Lernens. Dazu gehört auch die Bereitschaft, eigenes Geld und Urlaubstage einzusetzen, um Weiterbildungsangebote wahrzunehmen.
  • Berufsrelevante Weiterbildung soll auch seitens des Arbeitgebers wertgeschätzt und unterstützt werden.
  • Die Chancen, die der zweite Bildungsweg bietet, müssen bekannter gemacht werden – gerade unter Jugendlichen, die an der Schule gescheitert sind und sich erst spät zum selbstständigen Lernen motivieren können.
  • Hochschulen müssen sich weiter für Absolventen ohne Abitur öffnen.
  • Hochschulen müssen mehr Angebote machen, die mit einer Berufstätigkeit vereinbar sind, wie Teilzeitstudiengänge oder Fern- beziehungsweise E-Learning-Studienangebote.
  • Die didaktischen Konzepte in der Erwachsenenbildung müssen im Hinblick auf Studierbarkeit verbessert werden. Lernen soll auch Freude bereiten.
  • Hochwertige Weiterbildung kostet. Wissen muss erschlossen, Wissenstransfer organisiert und von qualifizierten Dozenten vermittelt werden. Bildung muss im wahrsten Sinne in der Gesellschaft eine neue Wertigkeit erfahren.
  • Deutsche Fortbildungsabschlüsse müssen durch standardisierte internationale Bezeichnungen an Anerkennung und Akzeptanz gewinnen.

Hintergrund
Die Wirtschaftsjunioren sind mit rund 10.000 aktiven Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft nach eigenen Angaben der größte Verband junger Unternehmer und Führungskräfte in Deutschland. Sie tragen die Verantwortung für rund 300.000 Arbeitsplätze, 35.000 Ausbildungsplätze und mehr als 120 Milliarden Euro Umsatz. Ihre Mitglieder sind zwischen 18 und 40 Jahre jung, denken unternehmerisch und engagieren sich in unserem Netzwerk ehrenamtlich für die Zukunft des Landes.

Die Wirtschaftsjunioren sind überparteilich, aber nicht unpolitisch. Sie wollen Einfluss auf die Politik nehmen, um die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass auch zukünftige Generationen in unserem Land erfolgreich wirtschaften und arbeiten können. Sie setzen sich für eine Gesellschaft ein, die Eigenverantwortung fördert, in der sich Leistung und Unternehmertum lohnen und gewürdigt werden und in der Familie und Beruf miteinander vereinbar sind. (29.07.2010, prh)

WJD-Portal

Positionspapier »Der ideale Bildungsweg« (PDF, 8 Seiten)

 

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