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Was ist die Bildungsprämie?

Achtung: Die Bildungsprämie gibt es seit Januar 2022 nicht mehr!

Das Bundesprogramm Bildungsprämie war ein Förderprogramm, mit dem der Staat Erwerbstätige mit einem geringen Einkommen unterstütze, die eine berufsbezogene Weiterbildung machen möchten. Gefördert wird die individuelle Weiterbildung, unabhängig vom Arbeitgeber.

Das Programm wurd aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds kofinanziert und endete am 31.12.2021. Es werden noch bis zum Ende des Jahres Prämiengutscheine ausgegeben. Mit einer Gültigkeitsfrist von 6 Monaten, konnten die Gutscheine bis längstens Ende Juni 2022 beim Weiterbildungsanbieter eingereicht werden. Nach Abschluss der Weiterbildung kann der Anbieter die Maßnahme abrechnen, dies ist bis zum 31. Dezember 2022 möglich.

Was ist die Bildungsprämie?

Sie umfasst den Prämiengutschein und den Spargutschein:

Mit dem Prämiengutschein übernimmt der Staat die Hälfte der Veranstaltungsgebühren, höchstens 500 Euro. Weiterbildungsinteressierte zahlen daher nur einen Teil der Kosten.

Voraussetzungen für den Prämiengutschein:

  • Die Weiterbildung hat noch nicht begonnen und es wurde noch keine Rechnung ausgestellt oder bezahlt.
  • Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt mindestens 15 Stunden - das gilt auch für Selbstständige. Auch Beschäftigte in Rente, im Mutterschutz oder in Elternzeit können einen Prämiengutschein erhalten.
  • Das zu versteuerndes Jahreseinkommen beträgt maximal 20.000 Euro - bei gemeinsam Veranlagten (z.B. Ehepartnern) dürfen es bis zu 40.000 Euro sein. Als Nachweis dient der Steuerbescheid.
  • Deutsche Staatsangehörigkeit oder eine gültige Arbeitserlaubnis für Deutschland.

Den Spargutschein dient dem Weiterbildungssparen. Ihn können Sie nutzen, wenn Sie über ein gefördertes Ansparguthaben nach Vermögensbildungsgesetz verfügen. Er ermöglicht die vorzeitige Entnahme angesparten Guthabens, ohne dass dadurch die Arbeitnehmersparzulage verloren geht.

Wo gibt es den Prämiengutschein? Den Prämiengutschein erhalten Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einer der bundesweit zertifizierten Bildungsprämien-Beratungsstellen. Vielerorts ist eine Beratung auf Distanz möglich.

Wichtig ist:

  • Es muss eine berufliche Weiterbildung sein, keine hobby- oder freizeitorientierte Fortbildung. Auch betriebliche Weiterbildungen werden nicht gefördert.
  • Gefördert werden offene Kursangebote, auch Fernunterricht oder Online-Lernen, jedoch kein Einzelunterricht oder Selbstlernmedien.
  • Prüfungen sind förderfähig, wenn es sich um Externenprüfungen handelt oder die Kosten zum Kurs gehören und auf der Rechnung für die Maßnahme ausgewiesen werden.

Quellen:

Verantwortlich für den Inhalt: InfoWeb Weiterbildung

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