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Saar-Lor-Lux-Region legt Studie zur Weiterbildung vor

Die Weiterbildung spielt eine zentrale Rolle für die Entwicklung des Arbeitsmarktes in der Großregion Saar - Lor - Lux - Rheinland-Pfalz - Wallonie und bildet einen wesentlichen Bestandteil der Lissabon-Strategie für Wachstum und Beschäftigung. Ein Schlüssel hierzu ist lebenslanges Lernen, das in ganz Europa Realität werden muss, damit alle eine Chance zur umfassenden Teilhabe an der Gesellschaft erhalten. Im Rahmen ihrer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit haben die Statistischen Ämter des Saarlandes, von Lothringen, Luxemburg, Rheinland-Pfalz und Wallonien eine gemeinsame Studie zur Weiterbildung erstellt. Dieser Bericht, der durch das europäische Programm INTERREG IV A »Großregion« gefördert wurde, wurde gestern in Metz der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die in Französisch und Deutsch abgefasste Studie befasst sich im ersten Teil mit der Definition des Begriffs »Weiterbildung« und den politischen und institutionellen Aspekten im gegenwärtigen europäischen Kontext. Im zweiten Teil wird zunächst die Datenlage einschließlich der statistischen Methoden erläutert und anschließend die Entwicklung der Weiterbildung aus regionaler und zeitlicher Perspektive dargestellt. Im dritten Teil der Studie wird im Ergebnis konstatiert, dass die nach der Lissabon-Strategie anzustrebende Zielmarke von 12,5 Prozent Beteiligung an Weiterbildung weder in Europa noch in den Teilgebieten der Großregion bisher erreicht wurde. Die Ursachen hierfür sind vielfältig, da sie zugleich von staatlichen Fördermaßnahmen, der Wirtschaftsstruktur und -entwicklung, von Übertragungseffekten zwischen den Regionen sowie von den Eigenschaften der handelnden Personen und Unternehmen abhängen.

Die Untersuchungsergebnisse lassen sich beispielhaft an folgenden Kernaussagen beschreiben:

  • Während des Untersuchungszeitraums von 1998 bis 2007 liegt die Teilnahmequote an Weiterbildung in allen Teilgebieten der Großregion unter dem Durchschnitt der Europäischen Union.
  • Weiterbildung wird in den Teilregionen hauptsächlich aus beruflichen Gründen und überwiegend während der bezahlten Arbeitszeit in Anspruch genommen.
  • Die Teilnahmequote an Weiterbildung ist besonders hoch in großen Unternehmen mit mindestens 50 Beschäftigten, gefolgt von kleinen Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten. Die geringste Quote verzeichnen mittelgroße Unternehmen mit 20 bis 49 Beschäftigten.
  • Die Wahrscheinlichkeit der Teilnahme an einer Weiterbildungsmaßnahme ist in allen Teilregionen im Dienstleistungsbereich höher als im produzierenden Gewerbe oder der Land- und Forstwirtschaft.
  • In allen Regionen außer Lothringen beteiligen sich durchschnittlich mehr Männer als Frauen an Weiterbildung. Besonders ausgeprägt ist dies in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Die Studie »Weiterbildung in der Großregion« umfasst zirka 70 Seiten in jeder der beiden Sprachen und enthält neben den genannten Themen einen Anhang mit Informationen über die Vergleichbarkeit und die Hauptmerkmale der Datenquellen, das institutionelle Umfeld für die Weiterbildung in der Großregion, die Detailergebnisse des für die Studie angewandten Rechenmodells sowie ausführliche Literaturhinweise. (01.04.2010, prh)

Studie herunterladen (PDF, 134 Seiten)

 

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