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Die Zukunftschancen älterer Arbeitnehmer müssen stärker wahrgenommen werden

vdpDer Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) fordert die Potentiale älterer Arbeitnehmer stärker zu nutzen. Durch ihre Erfahrungswerte und ihren Wissensvorsprung sind sie für den Arbeitsmarkt der Zukunft unverzichtbar. Politik und Wirtschaft müssen deshalb die Chancen der Generation 50plus erkennen und eine Bildungsstrategie entwickeln, die vielfältigere Berufsbiografien ermöglicht. Auch im hohen Alter müssen Arbeitnehmer die Möglichkeit bekommen, einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten zu können.

Bundespräsident Joachim Gauck hat in einer Grundsatzrede im März eine neue Lebenslaufpolitik gefordert, die es älteren Menschen ermöglicht, länger im Berufsleben zu bleiben. Die lang lebende Gesellschaft müsse zur lang lernenden Gesellschaft werden. Der Schlüssel dazu heißt Bildung. Gerade im Hinblick darauf, dass in den kommenden Jahren der Anteil jüngerer Menschen in der Arbeitswelt zurückgehen wird, müssen Unternehmen und Politik umdenken und ältere Arbeitnehmer stärker fördern. »Nur so werden die Grundlagen für ein altersgerechtes Arbeiten geschaffen«, so Petra Witt, die Präsidentin des VDP.

Ein klarer Beleg für die falsche Ausrichtung aktueller Bildungspolitik ist die zu geringe Anzahl an Weiterbildungsmaßnahmen für ältere Arbeitnehmer. Die AES-Studie (Adult Education Survey), die im Auftrag des Bildungsministeriums durchgeführt worden ist, kam zu dem Ergebnis, dass die Quote der Fortbildungen für 55- bis 64-Jährige deutlich unter der Quote für die 25- bis 34-Jährigen lag. Hinzu kommt, dass die Zahl der Beschäftigten im Alter zwischen 60 und 65 durch die neueste Rentenreform zum ersten Mal stagniert. Und das, obwohl die Gesamtzahl der Arbeitnehmer kontinuierlich steigt. »Es müssen deshalb Anreize für eine längere Beschäftigung geschaffen werden, um die Erfahrungswerte der älteren Generation zu erhalten«, so Petra Witt.

Außerdem sind ältere Arbeitnehmer häufiger von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. Fehlende Qualifikation mindert dabei die Erwerbsbeteiligung besonders. Hinzu kommt, dass die Teilnehmerquote von Arbeitslosen an Weiterbildungsmaßnahmen deutlich niedriger ist als bei Erwerbstätigen. Insgesamt ist es deshalb zentral, für jede Altersstufe das passende Bildungsangebot zu schaffen und Anreize zu geben, die die Bildungsbereitschaft älterer Arbeitnehmer erhöht. »Es ist sinnvoll, auch einen Arbeitslosen 50-Jährigen durch eine längerfristige Bildungsmaßnahme für einen gefragten Beruf zu qualifizieren«, so Petra Witt. Dadurch steige die Chance auf eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung beträchtlich.

(17.04.2015, prh)

 

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