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Weiterbildung in Niedersachsen: Fast jeder Zweite nimmt teil

NDS Wissenschaftsministerium

Erwerbstätige und Auszubildende profitieren am häufigsten. 

In Niedersachsen haben 2014 rund 2,3 Millionen Bürgerinnen und Bürger im Alter von 18 bis 64 Jahren (47 Prozent) an einer Weiterbildungsmaßnahme teilgenommen. Erwerbstätige (53 Prozent) und Auszubildende (50 Prozent) profitierten dabei am häufigsten von Weiterbildung. Aber auch die beiden schwerer erreichbaren Gruppen der Arbeitslosen und sonstigen Nicht-Erwerbstätigen beteiligten sich in erheblichem Ausmaß (40 bzw. 23 Prozent). Dies ist das Ergebnis der von TNS Infratest Sozialforschung durchgeführten Studie »Weiterbildung in Niedersachsen«, die das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur in Auftrag gegeben hat.

»Die Erwachsenen- und Weiterbildung ist in Niedersachsen traditionell sehr bedeutend«, sagt die Niedersächsische Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić. »Lebenslanges Lernen ist aufgrund der Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt und der Leistungs-anforderungen der Wirtschaft wichtig. Der Landesregierung ist es ein besonderes Anliegen, jedem die Chance auf Weiterbildung zu ermöglichen, mehr Menschen für Weiterbildung zu begeistern, das Angebot entsprechend attraktiv zu gestalten und so die Ausbildung von Fachkräften zu sichern«.

Die niedersächsische Studie wurde parallel zur bundesweiten Studie »Weiterbildungsverhalten in Deutschland 2014« des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchgeführt. Der Vergleich mit den bundesweiten Ergebnissen zeigt, dass in Niedersachsen die Chancen bezüglich der Beteiligung an Weiterbildungsmaßnahmen für in der Regel benachteiligte Gruppen besser sind als bundesweit. Das zeigt sich an folgenden Tendenzen: Geringqualifizierte nehmen in Niedersachsen am häufigsten an nicht-berufsbezogenen Weiterbildungsmaßnahmen teil (15 Prozent). Die beiden Vergleichsgruppen mit mittlerem und hohem Bildungsniveau kommen nur auf 11 bzw. 10 Prozent. Üblicherweise nehmen Menschen mit hohem Bruttoeinkommen häufiger an Weiterbildungsmaßnahmen teil als solche mit geringem. In Niedersachsen ist die Differenz zwischen Teilnehmern mit höherem und mit geringerem Bruttoeinkommen hingegen sehr gering. Die Spannbreite der Teilnahmequoten beträgt 11 Prozentpunkte, im Bund sind es 28 Prozentpunkte. Zudem nimmt in Niedersachsen die erwerbsfähige Bevölkerung häufiger eine bezahlte Freistellung für Bildungszwecke bzw. Bildungsurlaub in Anspruch (7 Prozent) als bundesweit (5 Prozent).

Die Ergebnisse dieser Länderstudie werden in die aktuelle Bestandsaufnahme der niedersächsischen Erwachsenenbildung einfließen. Daraus werden Schlussfolgerungen für die Weiterentwicklung der niedersächsischen Erwachsenenbildung und die bedarfsgerechte Weiterbildungsplanung erarbeitet.

Die Länderstudie »Weiterbildung in Niedersachsen 2014« der TNS Infratest Sozialforschung schließt sich an die bundesweite Studie »Weiterbildungsverhalten in Deutschland« des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und das europäische Berichtskonzept Adult Education Survey (AES) an. Die Länderstudie steht unter dem folgenden Link zum Download bereit.

(28.04.2015, prh)

Zur Studie (PDF, 65 Seiten)

 

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