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Gewissensfrage: Weiterbildung oder Gehaltserhöhung?

forsa-Studie: Große Mehrheit der Arbeitnehmer akzeptiert in der Wirtschaftskrise eine Weiterbildung statt einer Gehaltserhöhung

Die aktuelle Wirtschaftskrise lässt wohl niemanden unberührt. Während die Wirtschaft um Aufträge und Absätze bangt, spüren Arbeitnehmer zunehmend, dass immer weniger im Geldbeutel bleibt. Ein Einkommenszuwachs käme hier natürlich gerade recht. Gleichzeitig drängt beispielsweise die Politik, die Zeiten der Krise und insbesondere der Kurzarbeit für Weiterbildung zu nutzen. Allerorts heißt es, gerade in unsicheren Zeiten sei der erreichte Qualifizierungslevel ein hohes Gut, den es immer weiter auszubauen gelte.

Eine interessante Konstellation, insbesondere, da immer häufiger von einem Fachkräftemangel die Rede ist. In dieser Situation befragte das forsa-Institut eintausend Personen der in Deutschland lebenden deutschsprachigen Bevölkerung im Alter zwischen 20 und 40 Jahren zu ihren Weiterbildungsplänen - mit einem bemerkenswerten Resultat:

»Drei Viertel der Erwerbstätigen zwischen 20 und 40 Jahren würden angesichts der Wirtschaftslage eine vom Arbeitgeber finanzierte Weiterbildung anstelle einer Gehaltserhöhung akzeptieren. Jeder Dritte würde dies sogar ohne weitere Bedingungen tun, jeder Fünfte würde darauf bestehen, sich die Qualifizierungsmaßnahme selbst aussuchen zu dürfen. Weitere 20 Prozent der Befragten würden das Angebot annehmen, wenn sie dadurch die nötige Qualifikation für eine höhere Position erwerben können«, heißt es hierzu in einer Pressemitteilung.

Das Ergebnis, das sich ähnlich auch bereits im September vergangenen Jahres in einer vergleichbaren Umfrage eingestellt hatte, zeigt zweierlei: Zum einen natürlich eine sehr hohe Wertschätzung betrieblicher Qualifizierungsmaßnahmen seitens der Mitarbeiter. Interessant dabei ebenso, dass sich dies auch auf einen potentiellen neuen Arbeitgeber zu erstrecken scheint, denn 70 Prozent der Befragten finden es - in Abhängigkeit ihres formalen Bildungsgrades - bedeutsam, dass auch dort ein betriebliches Weiterbildungsprogramm existiert.

Zum anderen deuten die Antworten zugleich aber auch auf ein gestiegenes Sicherheitsbedürfnis hin, den eigenen Arbeitsplatz betreffend. In Zeiten, in denen manchen nichts mehr als sicher erscheint, setzen viele auf Weiterbildung, was nicht nur Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber sondern ebenso eine realistische Einschätzung der wirtschaftlichen Situation beweist.

Nun kommt es darauf an, dass auch in entsprechendem Umfang sinnvolle und weiterführende Qualifizierungen angeboten werden. (12.05.2010, prh)

Weitere Informationen zur Studie

vergleiche: Deutsche investieren Zeit und Geld in ihre Qualifikation

vergleiche: Fachkräfte sind bereit, auf Gehaltserhöhungen zugunsten von Weiterbildung zu verzichten

 

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