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Braucht Weiterbildung einen wirtschaftspolitischen Ordnungsrahmen?

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Mit Hinweis auf die Anforderungen, die die digitale Arbeitswelt heute und in Zukunft erfordert, machte sich in einer Veröffentlichung die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) Gedanken um einen möglichen Ordnungsrahmen für die Weiterbildung.

Ein am 11.11.2019 vorgestelltes Papier des KAS-Koordinators Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, Thomas Köster, möchte darlegen, »welche politischen Maßnahmen für mehr Weiterbildung und Weiterbildungskultur auf Basis der bisherigen Erkenntnisse sinnvoll erscheinen«. Dabei solle das Paradigma der Sozialen Marktwirtschaft ausdrücklich als wirtschaftspolitisches Leitbild dienen.

Die digitale Transformation erfordert eine umfassende Aneignung des Umgangs mit modernen Prozessen der Automation und Digitalisierung. Stichwort »Lebenslanges Lernen«. Der deutschen Weiterbildungslandschaft wird in dem Artikel ein Nachholbedarf attestiert und dabei ein »Marktmechanismus, der es allen Akteuren frei ermöglicht, Leistungen anzubieten oder wahrzunehmen« gefordert. Der Staat solle »nicht aktiv lenken, sondern Rahmen setzen«.

Angesichts der hohen Zahl von verschiedenen Zertifikaten, die durch Weiterbildungsmöglichkeiten erworben werden können, fordert Köster eine Erhöhung der Anerkennungsraten solcher Abschlüsse, auch um die Durchlässigkeit verschiedener (Weiter-)Bildungswege zu steigern.

Zur Transparenz auf dem Weiterbildungsmarkt wird die Bedeutung der Frage betont, wie bestehende Informationssysteme unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten Bildungsinteressierte bei ihrer Suche nach passenden Angeboten unterstützen können. Dabei müssten verschiedene Zielgruppen »mit verschiedenen Bedarfen gerecht und mit sozial- wie bildungspolitischen Unterstützungsmaßnahmen« verzahnt werden. Gemeint sind damit vor allem Erwachsene mit Migrationshintergrund, mit maximal einem Hauptschulabschluss, ohne abgeschlossene Berufsbildung sowie Arbeitslose.

Das Papier schließt mit einer Forderung nach »ganzheitlichen Konzepten«, um die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Deutschland zu erhalten und zugänglich zu machen.

(12.11.2019, prh)

Zum Artikel (PDF, 2 Seiten)

 

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