Die Suchmaschine des Deutschen Bildungsservers für Weiterbildungskurse
IWWB und DIPF-Logo

Fachkräftemangel: Firmen sollen Experten selbst ausbilden

Die Bundesagentur für Arbeit fordert die Unternehmen auf, mit mehr Weiterbildungsangeboten gegen den Fachkräftemangel vorzugehen.

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA) Frank-Jürgen Weise hat die Unternehmen aufgefordert, selbst mehr gegen den Fachkräftemangel zu tun. Sie müssten mehr Flexibilität zeigen, wenn sie neue Mitarbeiter anwerben und einstellen wollen, sagte Weise. So sollten Bewerber, die nicht genau auf eine Stelle passten, das Notwendige in firmeninternen Fortbildungen oder als "Training on the job" lernen, forderte er. "Wir werden in Zukunft für viele Berufe nicht mal mehr einen Arbeitslosen haben", betonte er.

Der Fachkräftemangel wird bei guter Wirtschaftsentwicklung im kommenden Jahr eines der wichtigsten Themen für Betriebe und Politik: Laut Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt fehlen im naturwissenschaftlich-technischen Bereich bereits jetzt 85.000 Fachkräfte. Zwar gibt es mit rund 2,9 Millionen Arbeitslosen und einer stillen Reserve von rund 1,2 Millionen Menschen noch ein großes Potenzial - aber regional unterschiedlich verteilt und häufig nicht mit genau passenden Qualifikationen.
Weise forderte die Unternehmen auf, bei Bewerbern weniger auf die Zeugnisse als auf tatsächliche Fähigkeiten zu achten. "Man wird vielleicht künftig einem Unternehmen auf eine qualifizierte Ingenieurstelle einen erfahrenen Techniker präsentieren", sagte Weise. Was fehle, könne gelernt werden. Die Unternehmen müssten noch mehr in Fortbildung investieren.
Auch CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich erklärte, die Unternehmen hätten die Lösung des Fachkräfteproblems selbst in der Hand: Sie müssten endlich "attraktive Angebote an Arbeitskräfte machen", wie eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Er forderte dazu auf, den gemeinsamen europäischen Arbeitsmarkt im Blick zu haben statt immer nach dem "gut ausgebildeten Vietnamesen oder Chinesen zu fragen".
(27.12.2010, WP)

Zum vollsändigen Artikel der Financial Times Deutschland

siehe auch: Firmen fürchten Vergreisung ihrer Belegschaften

 

IWWB vernetzt

Diese Seite teilen auf

f Facebook t Twitter

Immer aktuell informiert per

f Facebook t Twitter

o)) RSS

Zum Seitenanfang