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Wie beurteilen Führungskräfte Weiterbildungsanbieter?

Studie: Empfehlungen aus dem eigenen Netzwerk sind entscheidend bei Wahl der Weiterbildung

Der aktuelle Hernstein Management Report befasst sich mit dem Thema »Entscheidungsverhalten Weiterbildung«. Um die Qualität eines Weiterbildungsanbieters vorab beurteilen zu können, greifen 53% der befragten Führungskräfte auf Empfehlungen aus dem Arbeits- und Freundeskreis zurück. Die eigenen Erfahrungen mit dem Bildungsanbieter spielen für 47% eine wichtige Rolle.

Empfehlung als Qualitätsmerkmal

»Exzellente Qualität des Angebots von Weiterbildungsanbietern macht sich bezahlt und wird belohnt, denn zufriedene TeilnehmerInnen geben ihre positiven Erfahrungen weiter. Persönliche Empfehlungen von Freunden und Arbeitskollegen wirken besonders glaubwürdig und vertrauenswert«, ist Eva-Maria Ayberk vom österreichischen Hernstein Institut überzeugt.

Ein Viertel aller Befragten nennen nationale oder internationale Zertifizierungen des Anbieters, ebenso viele vertrauen auf unternehmensinterne Rankings, insbesondere in Deutschland (37%). 23% achten auf den kommunikativen Auftritt des Anbieters, die Anbindung an Wissenschaft und Forschung ist nur für 6% relevant.

Informationsvorsprung durch Internetrecherche

Informationen über passende Weiterbildungsangebote beziehen 45% der Führungskräfte in Österreich und 46% in der Schweiz aus dem Internet. In Deutschland wird das Internet von 38% genannt, an erster Stelle steht hier mit 45% die eigene Personalabteilung. In Österreich nennen 37% die Personalabteilung als Anlaufstelle, in der Schweiz 32%. 31% aller Befragten nutzen den internen Weiterbildungskatalog, 24% setzen auf die Erfahrungswerte von KollegInnen. Inhouse Akademien werden an letzter Stelle mit 20% genannt.

Themenrelevanz ausschlaggebend

Maßgeblich bei der Auswahl geeigneter Weiterbildungen ist der thematische Bezug. Für 64% der Führungskräfte in Österreich, 70% in der Schweiz und 48% in Deutschland ist die Themenrelevanz ausschlaggebend. Die Qualität des Anbieters nennen 34%, 27% achten auf ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Für das Renommee der Trainer und das Image des Bildungsanbieters interessieren sich vor allem deutsche Führungskräfte.

Verantwortung für Weiterbildung in der Personalabteilung

Mit steigender Mitarbeiteranzahl verschiebt sich die Verantwortung für Weiterbildungsfragen von der Geschäftsführung oder den direkt Vorgesetzen hin zur Personalabteilung. In 46% der befragten Unternehmen ist die Personalabteilung erster Ansprechpartner in Bezug auf Weiterbildung. Für je ein Viertel ist es die Geschäftsführung bzw. der direkte Vorgesetzte. In lediglich 5% der Unternehmen ist die Weiterbildungszuständigkeit nicht klar geregelt. Auch hier gilt: Je größer das Unternehmen, desto höher ist der Grad der Institutionalisierung.

»Die Umfrage zeigt, dass die meisten Unternehmen Weiterbildung ernst nehmen und die zentrale Steuerung in der Personalabteilung verankert haben. Dennoch ist es wichtig, dass auch direkte Vorgesetze den Weiterbildungsprozess ihrer MitarbeiterInnen begleiten und unterstützen«, merkt  Eva-Maria Ayberk an.

Hintergrund
Der Hernstein Management Report ist eine jährlich durchgeführte Studie zu aktuellen Leadership- und Managementtrends. Befragt wurden insgesamt 301 Führungskräfte von Großbetrieben aus Österreich, Deutschland und der Schweiz (ab 100 Beschäftigten). Pro Land fand jeweils ein Drittel der Interviews statt.


(02.09.2013, prh)

Report »Entscheidungsverhalten Weiterbildung«

 

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