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Neuigkeiten & Termine

EU gibt Empfehlungen für die Erwachsenenbildung ab 2020

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Die Finanzierung von Erwachsenenbildung umzugestalten und digitale Kompetenzen zu fördern sind zwei der dringlichsten Entwicklungsfelder 

Autorin: Lucia Paar, CONEDU-Redaktion

Eine EU-Arbeitsgruppe für Erwachsenenbildung hat in einem Report die bisherigen Entwicklungen in den europäischen Mitgliedsstaaten in Hinblick auf die EU-Prioritäten bis 2020 untersucht. Im Bericht skizziert sie auch Empfehlungen für die Zukunft: allen voran die Finanzierung von Erwachsenenbildung überdenken, das Lernen am Arbeitsplatz fördern und mit Hilfe von Erwachsenenbildung zu einer inklusiven und digitalen Gesellschaft beitragen.

Finanzierung muss überdacht und neu gewichtet werden

Erwachsenenbildung sei der am schlechtesten finanzierte Bildungssektor, obwohl sie die größte Gruppe an Lernenden abdecke, resümiert die Arbeitsgruppe im Report. Die Nationalstaaten sollten daher ab 2020 eine mögliche Neugewichtung der Ausgaben für die verschiedenen Bereiche der allgemeinen und beruflichen Bildung prüfen. Ebenfalls empfiehlt die Arbeitsgruppe eine Erhöhung der finanziellen Beiträge seitens Regierung und ArbeitgeberInnen zu prüfen.

Außerdem schlägt die Arbeitsgruppe für bestimmte Zwecke eine Finanzierung vor, die sich stärker an der Nachfrage orientiert. Dabei fällt das Stichwort »individuelle Lernkonten«. In Lernkonten-Programmen erhalten Einzelpersonen Geld für individuelle Bildungsmaßnahmen. Selten fließt dabei aber »echtes« Geld, in vielen Fällen erfolgt die Zahlung nur fiktiv (ähnlich wie beim Bildungsgutschein der Arbeiterkammern). Dadurch würden diejenigen Angebote gefördert, die für die Nachfrage attraktiv sind.

Mit Erwachsenenbildung zu einer digitalen und inklusiven Gesellschaft

Zukünftig solle Erwachsenenbildung noch stärker darauf abzielen, Erwachsene im Umgang mit digitalen Tools zu schulen. Auch sollen digitale Instrumente und Methoden in der Erwachsenenbildung selbst umfassender zum Einsatz kommen. Dies erfordere, dass sich Fachkräfte der Erwachsenenbildung in diesem Bereich weiterentwickeln, so die Arbeitsgruppe.

Ein wichtiges Ziel sieht die Arbeitsgruppe in der Schaffung einer inklusiven Gesellschaft. Erwachsenenbildung könne noch mehr dazu beitragen, dass Erwachsene Schlüsselkompetenzen erwerben, die eine inklusive Gesellschaft vorantreiben. Konkret gehe es u.a. darum, kritisches Denken zu fördern, damit Erwachsene bspw. »Fake News« als solche erkennen und damit umgehen können.

Bildung soll vor allem benachteiligte Personen unterstützen

Erwachsenenbildung solle offen für alle sein, schreibt die Arbeitsgruppe. Gerade für jene, die schwer Zugang dazu haben, brauche es deshalb Maßnahmen zur Unterstützung. Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Basisbildungsbedarf, arbeitslose Personen sowie Menschen unter oder an der Armutsgrenze nennt die Arbeitsgruppe im Report als Zielgruppen, die die Erwachsenenbildung künftig besonders adressieren sollte.

Bei Professionalisierung und Koordination von Erwachsenenbildung geht noch mehr

Von 2011 bis 2018 hätten politische EntscheidungsträgerInnen in verschiedenen Politikbereichen das Lernen Erwachsener erstmals breiter berücksichtigt, so die Arbeitsgruppe. Es könne aber noch mehr getan werden, denn Programme und Angebote seien in vielen Ländern fragmentiert. Es gehe künftig darum, die Erwachsenenbildung national und wirksam zu koordinieren und auch die verschiedenen Politikbereiche besser miteinander zu verknüpfen.

Die Arbeitsgruppe anerkennt, dass es im letzten Jahrzehnt positive Entwicklungen im Bereich der Qualitätssicherung und Professionalisierung in der Erwachsenenbildung gab, dennoch sieht sie hier weiteren Entwicklungsbedarf. Die berufliche Stellung von ErwachsenenbildnerInnen könne man weiter stärken, indem nationale Kompetenzprofile, Standards und Weiterbildungsmöglichkeiten auf nationaler und internationaler Ebene weiterentwickelt werden.

Lernen am Arbeitsplatz bleibt Fokus nach 2020

Die von der EU eingesetzte Arbeitsgruppe für Erwachsenenbildung soll auch zur Entwicklung einer Kultur des Lernens am Arbeitsplatz beitragen. Dieser Schwerpunkt findet sich auch in den Empfehlungen für die Zukunft wieder. Alle Menschen sollen demnach die Möglichkeit erhalten, am Arbeitsplatz zu lernen. Einen Schlüssel dazu sieht die Arbeitsgruppe in den Sozialpartnern. Diese könnten ArbeitnehmerInnen zum Lernen motivieren. Weiters gelte es darüber zu diskutieren, wie die Kosten des Lernens zwischen ArbeitnehmerInnen, ArbeitgeberInnen und dem Staat aufgeteilt werden können.

Creative Commons License Dieser Text ist unter CC BY 4.0 International lizenziert.

(23.01.2020, )

Zum EU-Report

Artikel übernommen von erwachsenenbildung.at

 

»Digitalpakt wäre auch für die berufliche Weiterbildung wichtig«

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Weiterbildung Hessen e.V. gibt Leitfaden zur Digitalisierung für Weiterbildungsanbieter heraus

Am 19. Januar 2020 eröffnete die Aus- und Weiterbildungsmesse »Chance« in Gießen mit einer Podiumsdiskussion zum Thema »Digitales Lernen – Chance oder Risiko«, an der auch Dr. Rainer Behrend, Bildungsexperte bei Weiterbildung Hessen e.V., mitdiskutierte.

Im Zentrum des Gesprächs standen Fragen zur schulischen Ausbildung im Zeitalter der Digitalisierung, den neuen Herausforderungen für Ausbildungspersonal und Auszubildende in den Betrieben sowie den Veränderungen, die sich aufgrund des technologischen Wandels für Bildungseinrichtungen ergeben. Ein wesentlicher Diskussionspunkt war die Wirkung des Digitalpaktes in Hessen. Dr. Rainer Behrend merkte hierzu an: »Diesen Pakt gibt es leider nur für den schulischen Bereich. Aber gerade Weiterbildungseinrichtungen stehen vor vielfältigen Herausforderungen, um zukunftsorientierte Lernangebote zu entwickeln und umzusetzen«.

Die Digitalisierung erfordere von den Bildungseinrichtungen Investitionen in die technische Infrastruktur, was mit hohen Kosten verbunden sei, so Behrend. Auch die Entwicklung und Umsetzung neuer, innovativer Lehrangebote mit Hilfe digitaler Medien sei zunächst mit hohen Kosten für die Bildungsanbieter verbunden. Behrend sagte weiter: »Dabei ist es aktuell sehr ungewiss, ob sich diese Kosten in Zukunft amortisieren werden. Und schließlich besteht in den Schulungseinrichtungen bei den Lehrkräften erheblicher mediendidaktischer Schulungsbedarf«. Aus seiner Sicht müsse daher der Digitalpakt weiter gedacht werden und auch die Erwachsenenweiterbildung mit berücksichtigen.

Weiterbildung Hessen e.V. hat im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums einen Leitfaden zur Digitalisierung für Weiterbildungsanbieter herausgebracht. Er gibt Bildungsinstitutionen die nötigen Grundinformationen, um auf die Anforderungen des digitalen Lehrens und Lernens reagieren können.

Über den Verein
Weiterbildung Hessen e.V. wurde 2003 auf Initiative von 50 hessischen Weiterbildungseinrichtungen mit Unterstützung des Hessischen Wirtschaftsministeriums gegründet. Mit seinen Gütesiegeln fördert der Verein eine hohe Qualität und Transparenz in der hessischen Bildungslandschaft. Er ist im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums für mehrere Projekte verantwortlich, unter anderem für »ProAbschluss« und die Hessische Weiterbildungsdatenbank. Heute gehören dem Verband rund 320 Mitglieder an.


(22.01.2020, wh)

Leitfaden »Berufliche Weiterbildung im Zeitalter der Digitalen Transformation« (PDF, 29 Seiten)

 

Experten in eigener Sache: Projekt »Inklusive Bildung«

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In Baden-Württemberg werden Menschen mit Behinderungen zu Bildungsfachkräften ausgebildet. Das Land sichert ihnen nun dauerhafte Arbeitsplätze.

Wie Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am Donnerstag (9. Januar 2020) in Stuttgart mitteilte, steht die Finanzierung zur Fortsetzung des Projekts »Inklusive Bildung Baden-Württemberg«. Als »Experten in eigener Sache« sollen Menschen mit Behinderungen zum Beispiel Inklusions-Seminare geben und dazu beitragen, dass Studierende und Lehrende besser verstehen, was es bedeutet, mit Einschränkungen zu leben. Die ersten sechs Bildungsfachkräfte sind schon in der Ausbildung, weitere sollen folgen.

»Die Stärkung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen gesellschaftlichen Bereichen und insbesondere in der Bildung ist mir ein wichtiges Anliegen«, sagte Bauer. Es sei faszinierend, mit welchem Selbstbewusstsein, welcher Kraft und Expertise die ersten Teilnehmer*innen an der Ausbildung zu Bildungsfachkräften heute in der Lage seien, zu präsentieren, einzuordnen und sich im offenen Dialog Fragen zu stellen.

Verschiedene Hochschulen hätten bereits Interesse signalisiert, die Bildungsfachkräfte in ihre Lehrveranstaltungen einzubeziehen. »Das ist ein echter Mehrwert für künftige Lehrerinnen und Lehrer, von dem alle profitieren können.«

Die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens sieht Bauer als eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit. »Deshalb müssen wir vor allem auch die Barrieren in den Köpfen abbauen«. Bereits bei Kindern und Jugendlichen sei eine möglichst frühzeitige Sensibilisierung für das Thema Inklusion ganz besonders wichtig. Lehrer*innen komme hierbei eine entscheidende Rolle zu.

Daher sollen künftige Lehrkräfte aller Schularten bereits im Lehramtsstudium noch stärker auf das Thema Inklusion vorbereitet werden. Bei der Reform der Lehrerbildung ab dem Wintersemester 2015/2016 wurden Inhalte zu Grundfragen der Inklusion im Lehramtsstudium (Bachelorstudiengang und Masterstudiengang) in den Bildungswissenschaften und zusätzlich Fragen der Inklusion in den einzelnen Fächern verbindlich verankert.

Experten in eigener Sache
Die Qualifizierung von Menschen mit Behinderungen zu Bildungsfachkräften und ihr Einsatz als »Experten in eigener Sache« in hochschulischen Lehrveranstaltungen leistet einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung von Studierenden für inklusive Arbeitsumfelder. Dies betrifft nicht nur die Lehramtsstudierenden, die aufgrund ihres Bildungs- und Erziehungsauftrages eine besondere Verantwortung haben, sondern auch die Studierenden mit anderen Berufszielen, in denen das Thema Inklusion immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Einsatz an Hochschulen im ganzen Land
Das Projekt »Inklusive Bildung Baden-Württemberg« wird in enger Zusammenarbeit zwischen dem Wissenschaftsministerium, den Projektverantwortlichen und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg verstetigt. Damit erhalten die sechs Menschen mit Behinderungen, die im Rahmen einer dreijährigen Qualifikation zu Bildungsfachkräften ausgebildet werden, eine dauerhafte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Ziel ist, das Projekt weiter auszubauen, damit möglichst viele Studierende im Land mit den Bildungsfachkräften im Rahmen von Lehrveranstaltungen in Kontakt kommen und hiervon profitieren können.

Geschäftsstelle eingerichtet
Um dieses engagierte Vorhaben mit allen Beteiligten voranzubringen und weiterzuentwickeln, wurde am Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst eigens die Geschäftsstelle Inklusive Bildung eingerichtet. Im Doppelhaushalt 2020/2021 wurden im Etat des Wissenschaftsministeriums Mittel in Höhe von 528.000 Euro für das Projekt verankert.

Hintergrund
Das Projekt wurde von der Fachschule für Sozialwesen der Johannes-Diakonie Mosbach initiiert. Eine Kooperation mit dem Institut für Inklusive Bildung, einer selbstständigen, der Universität zu Kiel angegliederten Einrichtung, und die finanzielle Unterstützung durch die Dieter Schwarz Stiftung ermöglichten den Ausbau der Idee zum Projekt »Inklusive Bildung Baden-Württemberg« und die dreijährige Qualifizierung von Menschen mit Behinderungen zu Bildungsfachkräften. Als Kooperationspartner auf Hochschulebene konnten die Pädagogische Hochschule Heidelberg und die Evangelische Hochschule Ludwigsburg gewonnen werden. Das Projekt war von Beginn an auf Nachhaltigkeit und Verstetigung angelegt. Ziel ist, den Bildungsfachkräften im Anschluss an die dreijährige Qualifizierung dauerhafte Beschäftigungsverhältnisse anbieten zu können.

Wissenschaftliche Begleitung
Das geplante Zentrum für Inklusive Bildung an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg bildet den Rahmen für den Einsatz der sechs Bildungsfachkräfte in der Hochschullehre. Flankierend wird eine dreijährige wissenschaftliche Begleitung angestrebt, um Aussagen über die Wirkung des Einsatzes der Bildungsfachkräfte auf die Bildungsfachkräfte selbst und auf die Zielgruppen (Lehramtsstudierende, Studierende in anderen Bereichen, weitere Zielgruppen, z.B. öffentliche Verwaltung) treffen zu können.

Nach einer Meldung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

  (20.01.2020, prh)

 

Nachfolge des Programms »Offene Hochschule«

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Die Implementierung der entwickelten und erprobten weiterbildenden Studienangebote des Bund-Länder-Wettbewerbs »Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen«, dessen Förderung am 31. Juli 2020 endet, müssen die Länder und Hochschulen organisieren und übernehmen.

Darauf verweist die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der FDP-Fraktion, die nach der Evaluation und Nachfolge des Bund-Länder-Programms gefragt hatte. Die Bundesregierung betont, dass aus Sicht der Bundesregierung die wissenschaftsbasierte Weiterbildung eine zentrale Aufgabe auch der Hochschulen sein solle.

Aus dem Wettbewerb, der seit 2011 bis 2017 und 2014 bis 2020 in zwei Wettbewerbsrunden erfolgte, wurden den Angaben zufolge insgesamt 359 wissenschaftliche Weiterbildungsangebote in den Regelbetrieb übernommen. Bund und Länder fördern mit dem Wettbewerb »den Auf- und Ausbau von Studiengängen, Studienmodulen und Zertifikatsangeboten im Rahmen des lebenslangen wissenschaftlichen Lernens« mit insgesamt 250 Millionen Euro.

Zur weiteren Finanzierung dieser Angebote liegen der Bundesregierung keine Informationen vor. Der abschließende Bericht zur Evaluation des Wettbewerbs wird der Bundesregierung laut Antwort voraussichtlich im Dezember 2020 zur Verfügung stehen. (16.01.2020, prh)

Im Wortlaut: Antwort der Bundesregierung (PDF, 12 Seiten)

Weitere Informationen zum Thema

 

Unternehmen bei lebenslangem Lernen noch nicht auf der Höhe der Zeit

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Die immer kürzer werdenden Halbwertszeiten von Wissen zeigen Wirkung: Lebenslanges Lernen hat in Unternehmen einen sehr hohen Stellenwert.

Die Ergebnisse einer neuen Befragung zeigen Widersprüche auf: So liegt die primäre Verantwortung für lebenslanges Lernen laut den Befragten zwar direkt bei den Mitarbeitern (61 %) und nur jeder Fünfte sieht sie bei den Führungskräften. Doch über die finanziellen Mittel für Lernen entscheiden die Geschäftsführung (35 %) oder der Vorgesetzte (25 %).

Nur in 14 Prozent der befragten Unternehmen verfügen die Mitarbeiter über ein eigenes Lernbudget. Auch bei der Frage, was Lernzeit bedeutet, zeichnen die empirischen Daten ein diffuses Bild.

In etwas mehr als einem Drittel der teilnehmenden Unternehmen gibt es dazu gar keine Vorgaben. Ein weiteres Drittel definiert Lernzeit ausschließlich über die Teilnahme an Seminaren. Wie Unternehmen Lernzeit festlegen, variiert ebenfalls: Jeweils ein Viertel meint, das würde direkt mit den Führungskräften vereinbart bzw. jeder Mitarbeiter erhalte ein bestimmtes Zeitbudget für Lernen. In diesem Punkt unterscheiden sich die Wahrnehmungen der Geschäftsleitung und der Mitarbeiter signifikant.

Heute findet Lernen mehrheitlich off the job über den Besuch von Seminaren oder Tagungen statt (53 %). Online-Lernen nutzen derzeit 35 Prozent der Befragten, während neue Lernformate wie Gamification, Virtual und Blended Learning von nicht einmal zehn Prozent der Unternehmen eingesetzt werden. Zukünftig wird Lernen deutlich digitaler: Webinare (42 %) und Lernvideos (36 %) lösen die Präsenzseminare (29 %) zunehmend ab.

»Der Umgang vieler Unternehmen mit lebenslangem Lernen bewegt sich noch nicht auf der Höhe unserer Zeit. Wenn Teams immer agiler und autonomer handeln, sollte dies auch für das Lernen gelten. Hier ist daher mehr Freiraum für die Mitarbeiter und weniger Bürokratie angesagt«, bilanziert Prof. Dr. Jutta Rump, Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE).

»Lebenslanges Lernen gelingt nur, wenn alle Beteiligten - HR, Mitarbeiter und Führungskräfte - an einem Strang ziehen. Dazu müssen die unterschiedlichen Interessen verhandelt und daraus ein Lernkonzept für das gesamte Unternehmen entwickelt werden, das auch gelebt wird«, kommentiert Klaus Breitschopf, Hays Vorstandsvorsitzender, die Ergebnisse des HR-Reports.

Der jährlich erscheinende HR-Report analysiert die zentralen HR-Fragestellungen, die Organisationen beschäftigen. Er basiert auf einer Online-Befragung, an der für den diesjährigen Report 997 Mitarbeiter aus Organisationen im deutschsprachigen Raum teilnahmen. Befragt wurden Geschäftsführer (19 %), HR-Führungskräfte (16 %), Fachbereichsleiter (42 %) sowie Mitarbeiter ohne Personalverantwortung (24 %).

Hintergrund
Für den diesjährigen HR-Report haben Hays und das Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) insgesamt 997 Führungskräfte und Mitarbeiter aus Unternehmen befragt. (14.01.2020, prh)

Weitere Informationen

 

Atypische und kreative Bildungswege im IT-Bereich

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Mit neuen Wegen in neue Berufe sowie deren Chancen und Risiken  hat sich die Enquete-Kommission »Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt« in einer öffentlichen Anhörung beschäftigt. In der ersten Sitzung des Jahres ging es um atypische, kreative Bildungswege, vor allem mit Blick auf den IT-Bereich.

»Private Anbieter bieten Qualifizierungen oder Qualifizierungsbausteine mit eigenen Systematiken an, die wie berufsähnliche Abschlüsse - jenseits des bisherigen deutschen Ordnungsrahmens der Berufswege - wirken«, sagte der Vorsitzende der Kommission, Stefan Kaufmann (CDU). Die Kommission wolle daher klären, wie diese Entwicklungen zu bewerten seien und wie solche Zertifizierungen durch Politik, Verbände und Sozialpartner im Berufsbildungssystem eingeordnet, dokumentiert und auch validiert werden könnten.

Carsten Johnson von der Cisco Networking Academy betonte, dass Beschäftigte und Auszubildende über alle Branchen und berufliche Handlungsfeldern hinweg digitale Kompetenzen erwerben müssten, um handlungs- und gestaltungsfähig zu sein und zu bleiben. Das berufliche Bildungssystem stoße mit der Digitalisierung an Grenzen, was etwa die Fähigkeit, technische Innovationen zeitgerecht zu adaptieren, betreffe. Einen Ausweg könnten digitale Lernwerkzeuge und Plattformen bieten, durch die »Lerninhalte, handlungsorientierte Übungsaufgaben und Simulationsmedien schnell, effektiv, ortsungebunden und effizient« verbreitet werden könnten. Ein solches agiles Bildungselement sei das Cisco Networking Academy-Programm, das auf Industrieniveau bildungsbegleitend zur Verfügung stehe. Damit sei man bereits an vielen Berufsschulen und Bildungseinrichtungen in Deutschland vertreten.

Andreas Oehme vom Westdeutschen Handwerkskammertag, Leiter des Projektes ValiKom, berichtete vom Stand des Projektes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Dachverbände der Handwerks- und Industrie- und Handelskammern. Der Markt in Deutschland zeige »sehr viele Kompetenz-Feststellungsverfahren mit sehr unterschiedlichen Zielrichtungen«, sagte er. Validierungsverfahren seien gut geeignet, um Brücken zum formalen Bildungssystem zu schlagen, und könnten ein motivierendes Instrument sein. Für das Projekt ValiKom gelte, dass es vor allem von Menschen ohne Berufsabschluss mit mehrjähriger Berufserfahrung, Personen mit Berufsabschluss, die aber nicht mehr in ihrem erlernten Beruf tätig sind, und Personen, die im Ausland einen Berufsabschluss erworben haben, der aber in Deutschland nicht durch das Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz anerkannt werde, genutzt werde. Das in diesem Projekt entwickelte und erprobte Validierungsverfahren bewerte und zertifiziere die vorhandenen beruflichen Kompetenzen einer Person im Vergleich zu einem formalen Berufsabschluss. Das Durchschnittsalter liege bei etwa 39 Jahren, die Zielgruppe sei oberhalb der Altersgrenze von 25 Jahren definiert, denn die Berufsausbildung bleibe der Königsweg, betonte Oehme. Er plädierte, eine Rechtsgrundlage dafür zu schaffen, dass die für Berufsprüfungen zuständigen Stellen, die das Vertrauen der Arbeitsmarktakteure hätten, auch für die Durchführung von Validierungsverfahren zuständig werden.

Wie die Situation sich aus wissenschaftlicher Sicht gestalte, berichtete Eckart Severing (Institut für Pädagogik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg). Es gebe nicht nur bei den IT-Berufen disruptive Veränderungen bei den Anforderungen und den Berufsbiographien, sagte Severing. Besonders die Neuordnungsverfahren seien starr und manchmal zu träge und es fehle an flexiblen Ausbildungsbausteinen. Die Verfahren bei den Industriezertifikaten seien sehr langwierig und bei der Ausbildung gebe es ein sehr geschlossenes System der Beruflichkeit, kritisierte Severing. »Nicht über eine formale Qualifikation zu verfügen, bedeutet nicht, unqualifiziert zu sein«, betonte er. Wichtig sei die Dokumentation und Anerkennung informell erworbener Kompetenzen. Severing sprach von einem »gewaltigen Schatz« an Ressourcen, der dadurch gehoben werden könne. Verfahren zur Sichtbarmachung und Anerkennung informell erworbener Kompetenzen existieren fast nur auf der Ebene von Projekten, sagte er. Es brauche allerdings mehr Verbreitung und Zugänglichkeit, eine Standardisierung und den Anschluss an das Berufssystem sowie eine verbindliche Anerkennung über einen Rechtsstatus im Bildungssystem. Gerade im Wettbewerb mit agileren Volkswirtschaften können dies entscheidende Faktoren sein.

  (14.01.2020, prh)

 

Niedersachsen: 47 Millionen Euro für die Weiterbildung

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Die Finanzhilfe des Landes Niedersachsen für die Einrichtungen der niedersächsischen Erwachsenenbildung wächst 2020 um zwei Millionen auf insgesamt rund 47 Millionen Euro.

Bereits zum zweiten Mal in Folge konnte damit der Zuschuss für die 57 Volkshochschulen, 23 Heimvolkshochschulen und sieben Landeseinrichtungen erhöht werden. Hinzu kommen weitere Millionenbeträge, zum Beispiel für die Sprachförderung von Flüchtlingen und Kurse für Alphabetisierung und Grundbildung.

»Die Aufgaben der Erwachsenen- und Weiterbildung sind enorm. Allein in Niedersachsen können aktuellen Studienergebnissen zufolge mehr als 600.000 erwachsene Menschen nicht richtig lesen, schreiben oder rechnen«, sagt der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler. »Bei der Sprachförderung der Geflüchteten leisten die Einrichtungen seit mehr als vier Jahren hervorragende Arbeit. Sie bieten Integrationskurse an und beteiligen sich an den landesfinanzierten Kursangeboten. Die Herausforderungen sind enorm. Mit der Erwachsenenbildung haben wir einen zuverlässigen Partner an unserer Seite. Deshalb haben wir von Anfang an auf diese Einrichtungen gesetzt«.

Die Arbeit und die Qualität der Erwachsenenbildung werden im aktuellen Weltbericht zur Erwachsenenbildung der UNESCO, der im Dezember 2019 veröffentlicht worden ist, als Positivbeispiel hervorgehoben. In der Förderung der Erwachsenen- und Weiterbildung war Niedersachsen schon vor genau 50 Jahren Vorreiter in Deutschland: Am 13. Januar 1970 wurde das Niedersächsische Erwachsenenbildungsgesetz im Landtag verabschiedet. Es war das erste Erwachsenenbildungsgesetz in Deutschland und setzte bildungspolitische Akzente, die für andere Länder zum Vorbild wurden. So wurde der Anspruch auf ein lebenslanges Lernen als Ausdruck der freien Entfaltung der Persönlichkeit festgeschrieben.

»Neben der finanziellen Förderung durch das Land wurden im Niedersächsischen Erwachsenenbildungsgesetz das Recht auf die eigenständige Gestaltung des Fort- und Weiterbildungsprogramms, die freie Auswahl des Personals und die Freiheit der Lehre festgeschrieben. Das Gesetz sichert seit 50 Jahren allen Erwachsenen in Niedersachsen vielfältige sowie qualitativ hochwertige Bildungsangebote«, betont Prof. Dr. Gerhard Wegner, Vorsitzender des Niedersächsischen Bundes für freie Erwachsenenbildung.

»Ich freue mich, dass wir ein von den wichtigen gesellschaftlichen Kräften getragenes Gesetz haben, das auch heute noch die Grundlage für das Lernen in allen Lebensphasen des Erwachsenenalters darstellt. Durch die Digitalisierung der Gesellschaft kommen neue große Herausforderungen auf uns zu, die wir für die Menschen in Niedersachsen gemeinsam bewältigen müssen«, so Thümler.

Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

  (07.01.2020, prh)

 

Rheinland-Pfalz unterstützt digitalisierte Weiterbildungen

Artikel-BildLand unterstützt Weiterbildungsträger bei der Digitalisierung der Lernangebote mit 450.000 Euro jährlich 

Das Weiterbildungsministerium unterstützt Weiterbildungseinrichtungen dabei, für Bürger*innen digitalisierte Weiterbildungen anzubieten. »Den Einrichtungen der allgemeinen Erwachsenenbildung mit ihren Bildungsangeboten für Menschen aller Altersklassen und Bildungshintergründen kommt im Hinblick auf Chancengleichheit und Teilhabe am digitalen Wandel eine zentrale Bedeutung zu«, erläutert Weiterbildungsminister Konrad Wolf. »Wir sind deshalb froh, dass der rheinland-pfälzische Landtag den Haushaltstitel ‚Digitales Lernen in der Weiterbildung‘ im Doppelhaushalt 2019/2020 verdreifacht hat und jährlich 450.000 Euro bereitstellt«.

Weiterbildungsminister Wolf: »Den Einrichtungen der allgemeinen Erwachsenenbildung mit ihren Bildungsangeboten für Menschen aller Altersklassen und Bildungshintergründen kommt im Hinblick auf Chancengleichheit und Teilhabe am digitalen Wandel eine zentrale Bedeutung zu«.

Fünf anerkannte Landesorganisationen der Weiterbildung in Rheinland-Pfalz sowie der Verband der Volkshochschulen erhielten in 2019 Personalkostenzuschüsse in Höhe von insgesamt 164.000 Euro für Digitalbeauftragte. Sie haben jeweils zunächst den aktuellen Sachstand der Digitalisierung und den Bedarf der Mitgliedseinrichtungen erhoben, um ihnen eine passgenaue Beratung und Unterstützung anbieten zu können.

Beim Verband der Volkshochschulen konnte so die Einrichtung einer Servicestelle Digitalisierung bezuschusst werden. Die Mitarbeiter*innen unterstützen die Volkshochschulen durch eine monatliche Online-Sprechstunde, durch Schulungen, Informationen u.v.m. »Die Servicestelle ermöglicht es uns, sowohl Volkshochschulen zu unterstützen, die sich bereits auf den Weg gemacht haben und digitale Lernangebote dauerhaft implementieren wollen, andererseits aber auch den Volkshochschulen Hilfe anzubieten, die bisher noch keinen Einstieg in digitalisierte Bildungsprozesse vollzogen haben« , so Steffi Rohling, Verbandsdirektorin des Verbandes der Volkshochschulen.

Darüber hinaus wurden 2019 insgesamt elf Projekte zur Digitalisierung gefördert. Ein Schwerpunkt war dabei die Entwicklung von digitalen Weiterbildungsangeboten. So entwickelten Volkshochschulen z.B. Kurse zur Navigation mit dem Smartphone und Tablet, die Evangelischen Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (ELAG) u.a. einen Blended-Learning-Kurs für die Kirchenführerausbildung und die Ländliche Erwachsenenbildung machte Teile der Vorbereitungskurse für Meisterprüfungen u.a. von Landwirten und Tierwirten online zugänglich.

Ein weiterer Schwerpunkt war das Marketing in Sozialen Netzwerken. Einige Volkshochschulen haben gemeinsam Live-Online-Kochkurse auf der Website www.lecker-locker-selbstgemacht.de und einer Facebook-Fanpage beworben. Im Bistum Trier hat die Katholische Erwachsenenbildung LAG e.V. das Jahresthema »L(i)ebenswerte Heimat« erfolgreich mit YouTube, Instagram und Facebook vermarktet. Auch die Qualifizierung von Mitarbeitenden und Kursleitenden war ein zentraler Baustein der Projekte. So hat Arbeit und Leben gGmbH Fortbildungen zum Thema Datenschutz und Datensicherheit und die Landesarbeitsgemeinschaft anderes lernen e.V. Schulungen zur Entwicklung von digitalen Kursen durchgeführt.

 

(07.01.2020, prh)

 

Weiterbildungsstipendium für junge Fachkräfte wird attraktiver

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Begabte erhalten künftig deutlich mehr Geld  

Beim Weiterbildungsstipendium hat sich zum Jahresbeginn 2020 die Förderung deutlich erhöht. Das Programm wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Nach einer Mitteilung von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek stellt das BMBF in diesem Jahr hierfür »knapp 30 Millionen Euro« zur Verfügung. Damit werden jährlich 6.000 Weiterbildungsstipendien vergeben, wobei die maximale Förderhöhe von 7.200 Euro auf 8.100 Euro ansteigt. Weiterbildungen im Ausland werden deutlich erleichtert; Intensivsprachkurse oder berufsbezogene Weiterbildungen können nun auch im Ausland absolviert werden.

Das Weiterbildungsstipendium existiert bereits seit 1991. Seit Beginn des Programms wurden insgesamt 145.000 Berufseinsteiger*innen gefördert. Dazu hat das BMBF bisher 500 Millionen Euro investiert.

Mit dem Weiterbildungsstipendium erhalten junge Fachkräfte mit Berufsausbildung Unterstützung für fachliche Weiterbildungen und Aufstiegsfortbildungen oder aber fachübergreifende Weiterbildungen wie Software-Kurse oder Intensiv-Sprachkurse. Auch ein berufsbegleitendes Studium, das auf der Ausbildung aufbaut, ist förderfähig.

Hintergrund
Für das Weiterbildungsstipendium kommen junge Fachkräfte mit einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung in Frage. Die Umsetzung des Weiterbildungsstipendiums vor Ort übernehmen rund 280 Kammern und weitere Berufsbildungsstellen. Die Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung ist vom BMBF mit der bundesweiten Koordination des Programms beauftragt. (03.01.2020, prh)

Weiterführende Informationen

 

Digitale Kompetenzen: Fast jedes zweite Unternehmen sieht Weiterbildungsbedarf für Ausbilder*innen

Artikel-BildIn Deutschland sehen 44 Prozent der ausbildenden Unternehmen in der Qualifizierung ihrer Ausbilder*innen Handlungsbedarf. So fehlt es dem Berufsbildungspersonal häufig an Kenntnissen im Bereich digitaler Fachkompetenzen und Lehrmethoden.

Dies zeigt eine Umfrage des Projekts »Netzwerk Q 4.0« am Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Zwei Drittel der Unternehmen haben zudem Schwierigkeiten, passende Weiterbildungsangebote zu finden. Hier setzt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt an und wird künftig entsprechendes Qualifizierungsmaterial zur Verfügung stellen.
 
Um junge Menschen optimal auf die digitale Arbeitswelt vorzubereiten, werden digitale Kompetenzen in der dualen Ausbildung immer wichtiger. Bereits heute vermitteln 72 Prozent der Unternehmen Auszubildenden den Umgang mit berufsspezifischer Software, 62 Prozent wie über digitale Kanäle angemessen kommuniziert wird und 59 Prozent Kenntnisse zum Thema Datensicherheit. Für Ausbilder*innen bedeutet dies, dass sie selbst ausreichende Kenntnisse über die fachlichen Zusammenhänge haben müssen. Aktuell nimmt das Ausbildungspersonal in knapp 60 Prozent der befragten Unternehmen regelmäßig an Weiterbildungen teil, um sich mit den neuesten digitalen Technologien vertraut zu machen. Dennoch zeigt die aktuelle Studie, dass 44 Prozent der Befragten bei der Qualifizierung der Ausbilder*innen weiteren Handlungsbedarf sehen. Dieser liegt besonders im Bereich digitaler Fachkompetenzen.

Im Hinblick auf den bestehenden Qualifizierungsbedarf gab rund ein Drittel der Befragten an, keine passenden Weiterbildungsangebote zu finden. Um diese Lücke zu schließen und Ausbilder künftig auf ihrem »digitalen Weg« zu unterstützen, hat das BMBF das Projekt »Netzwerk Q 4.0 – Netzwerk zur Qualifizierung des Berufsbildungspersonals im digitalen Wandel« ins Leben gerufen. Das Netzwerk, bestehend aus IW und den Bildungswerken der Wirtschaft, wird den Qualifizierungsbedarf des betrieblichen Berufsbildungspersonals analysieren und sowohl branchen- als auch regionalspezifische Weiterbildungsangebote zur Entwicklung von Fach- und Sozialkompetenzen entwickeln.

Hintergrund
Das Projekt ist ein gemeinsames Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und der Bildungswerke der Wirtschaft, das vom BMBF gefördert wird. In diesem Vorhaben wird angestrebt, einen bundesweiten Qualitätsstandard zur Qualifizierung des Berufsbildungspersonals 4.0 zu entwickeln. Das Berufsbildungspersonal wird dabei unterstützt, Fach- und Sozialkompetenzen weiterzuentwickeln, um Inhalte und Prozesse der dualen Ausbildung im digitalen Wandel passend zu gestalten. Durch neuartige Qualifizierungsangebote soll eine methodisch und inhaltlich zeitgemäße duale Berufsausbildung befördert werden.

 

(31.12.2019, prh)

Kurzbericht »Ausbilder im digitalen Wandel« (PDF, 3 Seiten)

 

Berufliche Weiterbildung bei Angeboten deutscher Bildungsexporteure vorn

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iMOVE legt Trendbarometer 2019 vor: Deutsche Bildungsbranche international erfolgreich bei Fachkräftequalifizierung  

Die praktische Qualifizierung von Fachkräften durch die Vermittlung beruflicher Hand­lungskompetenz ist für deutsche Exporteure beruflicher Aus- und Weiterbildungsangebote auf den internationalen Bildungsmärkten das zentrale Alleinstellungsmerkmal und wichtigstes Verkaufsargument. Das zeigt das aktuelle »Trendbarometer 2019 Export­branche Aus- und Weiterbildung«, mit dem iMOVE im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) regelmäßig die Einschätzungen und Entwicklungen der Branche erhebt. Rund die Hälfte der 164 befragten Bildungsexporteure hält dual ausgerichtete Angebote für einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Anbietern aus anderen Ländern.

Die berufliche Weiterbildung liegt bei den Angeboten der deutschen Bildungsexporteure vorn. Jeweils mehr als 40 Prozent der Anbieter führen Weiterqualifizierungen entweder direkt in ihren Zielmärkten oder für internationale Teilnehmer in Deutschland durch. Die Themenschwerpunkte liegen auf Trainingsmaßnahmen im technischen Bereich, Qualifizierungen für das Management und medizinisch-sozialen Bildungsangeboten.

Insgesamt schätzt die Branche ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit weiterhin als sehr hoch ein. Deutlich mehr als die Hälfte der Befragten rechnet mit einer Zunahme der Bildungsexporte in ihren Organisationen.

»Die Ergebnisse zeigen, dass Aus- und Weiterbildungsangebote ‚Made in Germany‘ bei ausländischen Staaten und Unternehmen unvermindert hoch im Kurs stehen«, betont BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser. »Die Verbindung von Theorie und praktischer, arbeitsmarktfähiger beruflicher Aus- und Weiterbildung ist nach wie vor der beste Qualifizierungsweg, um die Menschen zu befähigen, sich auf schnell wandelnde Anfor­derungen in einer zunehmend digitalisierten Arbeits- und Berufswelt vorzubereiten.«

Stärkste Exportregion außerhalb von Europa ist Asien mit dem wichtigsten Markt China. Es folgen Nord- und Südamerika sowie Afrika. Diese Regionen gelten laut Befragungsergebnissen auch als aussichtsreichste Zukunftsmärkte.

Ausländische Unternehmen und ausländische staatliche Stellen sind die wichtigsten Kundengruppen der deutschen Bildungsexporteure. Direkte Geschäftspartnerschaften mit ihnen spielen eine wichtigere Rolle als die Durchführung von Projekten für nationale und internationale Geberorganisationen oder zivilgesellschaftliche Organisationen.

Trotz rasanter Fortschritte in der digitalen Kommunikation zählen im Bildungsbereich vor allem persönliche Kontakte für das Gelingen internationaler Kooperationen. Verlässliche Partner und belastbare Kontakte im Ausland, fundierte Informationen über den Zielmarkt und interkulturelle Kompetenz sind laut iMOVE-Trendbarometer 2019 die mit Abstand wichtigsten Erfolgsfaktoren für den Bildungsexport.

Hintergrund
iMOVE ist die Exportinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Als Arbeitsbereich des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) unterstützt iMOVE mit einem umfangreichen Serviceangebot deutsche Anbieter beruflicher Aus- und Weiterbildung bei der Erschließung internationaler Märkte. Mit der Marke »Training – Made in Germany« wirbt iMOVE im Ausland für deutsche Kompetenz in der Berufsbildung.

  (26.12.2019, prh)

Trendbaromneter 2019 (PDF, 36 Seiten)

 

Ein duales Studium begünstigt den Berufseinstieg

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Duale Studiengänge, die Praxis und Studium miteinander verbinden, erleichtern den Berufseinstieg nach dem Studium. Die Beschäftigungswahrscheinlichkeit liegt in den ersten Jahren nach einem Dualen Studium vier Prozentpunkte höher als nach einem Universitätsstudium.

Im weiteren Erwerbsverlauf verschwindet dieser Beschäftigungsvorteil aber. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Duale Studiengänge verbinden Theorie und Praxis, indem während des Studiums zugleich eine Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf absolviert wird oder Praxisphasen in Unternehmen in einem weit größeren Umfang als bei klassischen Studiengängen in der Studienordnung verankert sind.

Rund vier Prozent aller Studierenden absolvieren ein duales Studium. Die Zahl dual Studierender stieg in den letzten 15 Jahren von 40.000 auf mehr als 100.000. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich die Zahl der Kooperationsunternehmen von weniger als 20.000 auf rund 50.000.

Dual Studierende sind zumeist an Berufsakademien, dualen Hochschulen und Fachhochschulen eingeschrieben. In dualen Studiengängen gibt es im Vergleich zu Universitäten einen höheren Männeranteil und weniger Studierende mit ausländischer Staatsangehörigkeit.

Absolventen eines dualen Studiums arbeiten oft in den Bereichen Geschäftsadministration, Geschäftsleitung und Ingenieurswesen.

Laut der IAB-Studie verdienen Absolventen eines dualen Studiums im Durchschnitt ähnlich wie Fachhochschulabsolventen und damit weniger als Absolventen eines universitären Studiums.

 

(18.12.2019, prh)

Zur Studie (PDF; 8 Seiten)

 

Grüne fordern gesetzlichen Anspruch auf Weiterbildung

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Vom Aufstiegs-BAföG zum Weiterbildungs-BAföG 

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Aufstiegsfortbildungsgesetzes geht aus Sicht der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zwar in die richtige Richtung, ist jedoch nicht weit genug gesteckt. Das schreiben die Abgeordneten in einem Antrag.

Die Grünen wollen Fortbildung mit einem gesetzlichen Recht auf Weiterbildung für alle unterlegen. Neben der Weiterbildungsmaßnahme muss nach Ansicht der Abgeordneten vor allem auch der Lebensunterhalt finanziert werden können.

Parallel zur Möglichkeit, im Studium beim Bachelor und Master unterstützt zu werden, müsse dies auch für Qualifikationen im beruflichen System möglich werden. Gleichwertigkeit akademischer und beruflicher Bildung sei erst dann gegeben, wenn sowohl die Maßnahme als auch der Lebensunterhalt auch für die berufliche Weiterbildung und den berufsbildenden Karriereweg gewährleistet ist.

 


(13.12.2019, prh)

Antrag von Bündnis 90/Die Grünen (PDF, 3 Seiten)

vergleiche: Perspektiven-BAföG: Modell zur Finanzierung von Weiterbildungen

 

Perspektiven-BAföG: Modell zur Finanzierung von Weiterbildungen

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Im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) legt das FiBS Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie mit dem sogenannten »Perspektiven-BAföG« ein Konzept zur verbesserten Förderung von Weiterbildungen vor. Dadurch sollen Personen unterstützt werden, die nach einer Erwerbs- oder Familienphase ein Studium oder eine abschlussbezogene Weiterbildung anstreben. Es richtet sich an diejenigen, die über bestehende Förderinstrumente wie BAföG oder Aufstiegs-BAföG (AFBG) nicht erreicht werden.

Das Perspektiven-BAföG (kurz: P-BAföG) ist als Ergänzung zum BAföG und AFBG konzipiert, und baut die bestehenden Regelungen an mehreren Stellen aus: Gefördert werden sollen Personen, die aus Altersgründen kein BAföG mehr beziehen können, da sie das 30. beziehungsweise 35. Lebensjahr vollendet haben, oder ein Teilzeit-, Zertifikats- oder zweites Studium absolvieren möchten. Eingeschlossen sind dadurch auch berufsbegleitende und teils kostenintensive Weiterbildungsstudiengänge.

Das P-BAföG bezieht sich sowohl auf Weiterbildungen in den Hochschulen als auch auf abschlussbezogene Weiterbildungen. »Damit wird der Vorschlag von Finanzminister Scholz - ein Recht auf eine zweite Berufsausbildung - konkretisiert«, erläutert Dr. Dieter Dohmen, Direktor des FiBS. Die Öffnung der Fördermöglichkeiten für Ältere und Teilzeitausbildungen erweitert auch die Optionen zum Erwerb eines weiterführenden allgemeinbildenden oder berufsqualifizierenden Schulabschlusses. »Dies ist in Zeiten sich dynamisch verändernder Arbeitsanforderungen unabdingbar und war lange überfällig«, ergänzt Co-Autor Dr. Michael Cordes, Projektleiter im FiBS. »Darüber hinaus sollen auch Ausbildungsgänge gefördert werden, die durch Fach- und Berufsverbände geregelt sind«.

Perspektiven-BAföG soll für mehr Bildungsgerechtigkeit sorgen

Zentraler Bestandteil des P-BAföG ist ein Beitrag zum Lebensunterhalt in Anlehnung an BAföG und AFBG. Darüber hinaus sollen bei Bildungsgängen mit hohen Teilnahmegebühren auch die Fortbildungskosten gefördert werden – einschließlich zusätzlicher mit der Weiterbildung verbundener Ausgaben wie Lernmaterial oder Fahrtkosten. Für beide Leistungskomponenten ist eine Zuschuss-Darlehens-Kombination angedacht.

»Mit dem P-BAföG werden bestehende Förderlücken geschlossen«, so Cordes. »Es sollen insbesondere diejenigen unterstützt werden, die aus finanziellen Gründen vor einer abschlussorientierten Weiterbildung zurückschrecken. Insofern stellt das P-BAföG ein Instrument für mehr Bildungsgerechtigkeit dar.« Der Bezug von Förderleistungen soll einkommens- und vermögensabhängig erfolgen und über entsprechende Freibeträge berechnet werden.

Mit dem Modell wird auf zunehmend diskontinuierlich verlaufende Berufsbiografien und auf die im Laufe des Berufslebens stärker werdende Verzahnung von Studium und Beruf reagiert. Weiterbildung wird in diesem Zusammenhang nicht nur als ein Mittel zum Karriereaufstieg oder zur Kompetenzanpassung, sondern auch zur grundlegenden Neuausrichtung gesehen. Das P-BAföG bietet hierbei Unterstützung indem es finanzielle Hinderungsgründe für eine Bildungsteilnahme reduziert und dadurch den Zugang zu abschlussbezogenen Qualifizierungsangeboten erleichtert.

  (12.12.2019, prh/fibs)

Zur Studie (PDF, 44 Seiten)

 

Bildungsgipfel: Nach Zehn Jahren nur wenige Ziele erreicht

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Im Jahr 2008 haben Bund und Länder die Bildungsrepublik ausgerufen und auf dem Bildungsgipfel verschiedene Ziele festgelegt, welche in den folgenden Jahren, meist bis 2015, erreicht werden sollten. Die Bilanz fällt allerdings ernüchternd aus, lediglich die Studienanfänger- und die Weiterbildungsquoten von 40% bis 50% wurden erreicht.

Die Ziele, die beim Bildungsgipfel Ende 2008 in Dresden vereinbart wurden, waren ehrgeizig. Dies ist der aktuelle Stand:

  • Halbierung der Schulabbrecherquote von 8% auf 4%: Im vergangenen Jahr verließen knapp 7% der Schulabgänger die Schule ohne Abschluss,
  • Halbierung des Anteils der jungen Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung von 17% auf 8,5%: Im vergangenen Jahr hatten 14% der 20- bis 35-Jährigen keine abgeschlossene Berufsausbildung,
  • Erhöhung der Ausgaben für Bildung, Forschung und Entwicklung auf 10%,
  • Erhöhung der Weiterbildungsbeteiligung von 40% auf 50%,
  • Erhöhung der Studienanfängerquote auf 40%,
  • 35% der unter 3-jährigen Kinder sollten einen Kita-Platz erhalten.

Der Weg zur Bildungsrepublik Deutschland ist noch weit

»Auch nach zehn Jahren fällt die Bilanz eher ernüchternd aus«, stellt Dr. Dieter Dohmen, der Direktor des FiBS fest. »Lediglich die Studienanfänger- und die Weiterbildungsquoten wurden erreicht, und mittlerweile besuchen annähernd 35 Prozent der unter 3-Jährigen eine Kita«.

Die anderen Ziele sind noch nicht erreicht worden: Die Quote der Schulabbrecher liegt bei knapp 7 Prozent, die der jungen Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung bei 14 Prozent und das Budget für Bildung, Forschung und Entwicklung bei 9 Prozent. »Die Bildungsausgaben sind sogar gesunken, obwohl mehr Menschen die Hochschule besuchen, an Weiterbildungen teilnehmen oder in die Kita gehen«, ergänzt der Bildungsforscher.

»Die gerade veröffentlichte Pisa-Studie verweist einmal mehr darauf, dass der Anteil der Jugendlichen, die kaum rechnen, schreiben und lesen können, für ein hochentwickeltes Land wie Deutschland inakzeptabel hoch ist. Die Bildungspolitik sollte sich für die kommenden Jahre ambitionierte Ziele setzen und zum Beispiel bei einem zweiten Bildungsgipfel klare Zielvorgaben für die Bildungsrepublik Deutschland definieren, die bis zum Jahr 2030 erreicht werden sollen. Anders als bei der ersten Runde darf es dann aber nicht ausreichen, die Ziele zu proklamieren, aber dann nicht ernsthaft zu verfolgen«. (11.12.2019, prh/fibs)

siehe auch: Wie steht es um die »Bildungsrepublik Deutschland«?

 

L&D-Report 2019: Wo steht Ihre Personalentwicklung?

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Personalentwicklung im Wandel: Nuggets, interne Trainings und E-Learnings sind auf Wachstumskurs 

Wohin geht die Reise in der Personalentwicklung 2020? Welche Formen von Learning and Development (L&D) sind gefragt? Welche Trends zeichnen sich ab? Damit sich die Weiterbildungsbranche für das kommende Jahr wappnen kann, lohnt es sich, 2019 Revue passieren zu lassen und zu schauen, welche Bedürfnisse Personalentwickler bei ihrer Arbeit haben und wo sie ihre Schwerpunkte setzen. Aufschluss darüber gibt der L&D-Report des Weiterbildungsportals kursfinder.de, für den 175 Personalentwickler befragt wurden und aus dem 5 L&D-Trends für 2020 hervorgehen.

1. Inhouse-Trainings sind angesagter denn je

Lange Zeit galten offene Kurse, Seminare und Workshops als beliebteste Schulungsmethode: Mitarbeiter wurden ein paar Tage außer Haus geschickt, um mit einem Sack voll neuem Wissen ins Unternehmen zurück zu kehren. Jetzt kommt das Wissen direkt ins Unternehmen: Inhouse-Schulungen sind laut L&D-Report die beliebteste Weiterbildungsart: 70% der für den Report befragten Unternehmen setzen verstärkt darauf. Der Schwerpunkt rückt damit deutlich von standardisierten Schulungen hin zu personalisierten Schulungen. Denn obwohl externe Workshops und Seminare sehr informativ und hilfreich sein können und einen Austausch mit unternehmensfremden Teilnehmern ermöglichen, stimmen sie häufig nicht genau mit den individuellen und organisatorischen Zielen überein. Trainingsprogramme müssen mehr und mehr an die Bedürfnisse des Lernenden sowie der Organisation angepasst werden.

2. Digitale Formate sind gefragt

Unternehmen sind zunehmend auf Technologien angewiesen – so wird Technologie auch immer mehr in den Bereich Personalentwicklung integriert. Lernende Organisationen suchen nach Schulungen, die nicht nur in ihren Terminkalender passen, sondern auch der Art und Weise entsprechen, die sie in ihrem Berufsalltag in der High-Tech-Arbeitswelt erleben. Bei der Befragung der Experten für den L&D-Report stellte kursfinder.de fest, dass E-Learning zunehmend nachgefragt wird: Jedes zehnte Unternehmen setzt inzwischen auf digitale Formate wie E-Learning, Fernkurse oder Blended Learning, um Mitarbeiter zu schulen. Klarer Wachstumskurs für digitale Lernformate.

3. Microlearning ist stark im Kommen

Häppchenweises Lernen wird immer stärker nachgefragt: Wissen soll dann verfügbar sein, wenn es gerade gebraucht wird, quasi Learning on Demand. Dieses Bedürfnis stillen Microlearnings. Dabei werden Lerninhalte in kleinen Einheiten vermittelt. Dieses Wissen können Mitarbeiter genau dann abrufen, wenn sie vor einem Problem stehen und eine Lösung finden müssen. Klarer Vorteil gegenüber konventionellen Weiterbildungen ist, dass sich Microlearning ganz leicht in den Alltag integrieren lässt und das Erlernte sofort umgesetzt werden kann.

4. Unternehmen setzen auf Social Learning

Wissen nutzen, das bereits im Unternehmen vorhanden ist: Davon machen immer mehr Unternehmen Gebrauch. Laut L&D-Report findet bereits in jedem dritten Unternehmen Social Learning statt: Wissensvermittlung von Mitarbeitern für Mitarbeiter. Das kann durch Training on the Job stattfinden, durch Mentorenprogramme, Lerngruppen, Job Shadowing, interne Wikis und vieles mehr. Die eigenen Mitarbeiter sind oft die besten Dozenten: Sie geben ihr Wissen nämlich nicht nur in der Theorie, sondern anhand praktischer Anwendungen weiter. Darüber hinaus hat Social Learning noch einen weiteren wesentlichen Vorteil: Es stärkt den Teamgeist.

5. Low-Budget-Methoden werden mehr und mehr etabliert

Weil für Personalentwicklung das Budget häufig knapp ist, gewinnen Low-Budget-Methoden an Bedeutung: Weiterbildungsformate, die an wenig oder kein Budget gekoppelt sind. Hier fließen vor allem Social-Learning-Formate ein wie etwa Lunch-Roulette, Reverse-Coaching, Spend your Talent, unternehmensinterne Webinare oder interne Coaches. Personalentwickler werden kreativ, wenn sie ihre Aufgabe erfüllen wollen, aber das Geld dafür knapp ist. Ihre Devise: lieber Low-Budget-Weiterbildung als gar keine Personalentwicklung.

Diese 5 Trends lassen sich schon 2019 ablesen. Im neuen Jahr werden sie vermutlich eine noch stärkere Ausprägung innerhalb von Unternehmen erleben. Sich an diesen Bedarfen zu orientieren, macht für die Weiterbildungsbranche Sinn: Denn so wie die Unternehmen permanentem Wandel ausgesetzt sind, so muss auch sie sich wandeln, um Schritt halten und ihrem Auftrag nachkommen zu können.

  (10.12.2019, prh/kf)

L&D-Report 2019

 

Unionsparteien diskutieren über Weiterbildung

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Bereits Ende August 2019 hatte die CDU/CSU-Bundestagsfraktion über ein Papier zur »Kultur der Weiterbildung« diskutiert. Über die dort entwickelten Gedanken soll die Weiterbildung insgesamt gestärkt werden.

In einem Expertengespräch wurde diese Diskussion nun fortgesetzt. Schwerpunkte waren dabei die Bedeutung des lebenslangen Lernens und eine bessere Weiterbildungsfinanzierung und -förderung. Auch eine stärkere Vernetzung von Berufsqualifizierung und Hochschulbildung war Gegenstand der Gespräche.

Um die Teilnahme an Weiterbildung zu erhöhen, befürwortet die Fraktion spezielle Programme für Menschen ohne Schulabschluss und ohne Berufsbildung.

Zur Steigerung der Transparenz von Weiterbildungsangeboten tritt die Union für die Schaffung von »regionalen Weiterbildungsatlanten« ein, eine Forderung, die allerdings bereits heute durch vielfältige regionale Datenbanken umgesetzt ist. Auch bei der größten bundesweiten Suchmaschine für Weiterbildung, dem InfoWeb Weiterbildung (IWWB), ist eine effektive regionale Suche möglich.

  (10.12.2019, prh)

CDU/CSU-Bundestagsfraktion: »Faktenblatt zur Weiterbildung« (PDF, 2 Seiten)

vgl.: Union setzt sich für »eine Kultur der Weiterbildung« ein

Zu unserer Weiterbildungssuche (bundesweit oder regional)

 

Qualität der Erwachsenenbildung: Deutschland weltweit führend

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UNESCO legt Weltbericht zur Erwachsenenbildung vor: Weltweit haben zu wenige Erwachsene Zugang zu Bildung 

Weltweit haben noch immer zu wenige Erwachsene Zugang zu Bildung. Zu diesem Schluss kommt der vierte Weltbericht zur Erwachsenenbildung, den die UNESCO am 5. Dezember in Brüssel vorstellt. Demnach nehmen in fast einem Drittel aller untersuchten Staaten weniger als fünf Prozent der Erwachsenen über 15 Jahren an Bildungsprogrammen teil. Besonders für Menschen mit Behinderung, ältere Erwachsene, Geflüchtete und Migranten sind die Hürden hoch. Deutschland gehört laut dem Autorenteam hinsichtlich Qualität und Finanzierung zu den Positivbeispielen in Sachen Erwachsenenbildung.

»Die Erwachsenenbildung ist von entscheidender Bedeutung für eine nachhaltige wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung«, betont die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission Prof. Dr. Maria Böhmer. »In Deutschland haben wir bereits viel geleistet, aber in Zeiten sich schnell wandelnder Anforderungen wird lebenslanges Lernen immer wichtiger. Deshalb müssen wir für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft noch sehr viel mehr in die Bildung erwachsener Menschen investieren«, unterstreicht Böhmer.

Weniger Investitionen in Erwachsenenbildung

Der Weltbericht macht deutlich, dass die Ausgaben für Erwachsenenbildung in den vergangenen zehn Jahren im globalen Vergleich zurückgegangen sind. Dieser Trend zeigt sich in Ländern mit niedrigem Einkommen ebenso wie in Staaten mit hohem Einkommen. Fast ein Fünftel aller Länder gab an, weniger als 0,5 Prozent seines Bildungsbudgets in die Erwachsenenbildung zu investieren. Bei weiteren 14 Prozent der Staaten war es weniger als ein Prozent. Deutschland gehört zu den 19 Prozent aller Länder, die mehr als vier Prozent ihres Bildungshaushalts für Erwachsenenbildung aufwenden.

Die Autor*innen des Berichts loben, dass Deutschland entgegen der allgemeinen Entwicklung mit der Verabschiedung des Arbeitslosenversicherungsschutz- und Weiterbildungsstärkungsgesetzes zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten für die Erwachsenenbildung geschaffen hat. Zudem stellen sie fest, dass die Bundesrepublik auch mit Blick auf die Qualität der Erwachsenenbildung zu den weltweit führenden Ländern gehört.

Qualität verbessert sich, aber nicht gleichmäßig in allen Bereichen

Der UNESCO-Bericht zeigt, dass seit 2015 drei Viertel aller Länder ihre Bildungsangebote für Erwachsene qualitativ verbessern konnten, etwa durch die Entwicklung von Lehrplänen und -methoden, aber auch durch bessere Arbeitsbedingungen im Bildungsbereich. Allerdings waren diese Fortschritte nicht gleichmäßig verteilt. Während viele Länder über positive Entwicklungen bei der Qualität von Alphabetisierungsprogrammen, der Weiterbildung und beruflichen Bildung berichteten, fielen die Fortschritte etwa bei der politischen Bildung gering aus.

Deutschland erfährt im Bericht insbesondere Anerkennung für das GRETA-Projekt (Grundlagen für die Entwicklung eines anbieterübergreifenden Anerkennungsverfahrens für die Kompetenzen von Lehrkräften in der Erwachsenen- und Weiterbildung, GRETA), in dem Qualitätskriterien für Lehrmethoden in der Erwachsenenbildung entwickelt wurden. Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung hat das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung mit GRETA ein einheitliches, trägerübergreifendes Kompetenzmodell von Lehrkräften in der Erwachsenen- und Weiterbildung erarbeitet.

Bildungsbericht formuliert Empfehlungen

Um mehr Erwachsenen Zugang zu hochwertiger Bildung zu geben und das Bildungsziel 4 der Globalen Nachhaltigkeitsagenda zu erreichen, mahnen die Autorinnen und Autoren des UNESCO-Berichts Nachbesserungen an. Sie fordern

  • verstärkte Investitionen von Regierungen, Arbeitgebern und weiteren Akteuren in die Erwachsenenbildung;
  • dass Geberländer ihren Hilfsverpflichtungen gegenüber Entwicklungsländern nachkommen und ihre Bildungsfinanzierung neu ausrichten, um die Bildung von Erwachsenen und Kindern zu fördern;
  • mehr Forschung zu guter Praxis, insbesondere in Bezug auf schutzbedürftige und marginalisierte Gruppen;
  • die Anerkennung, dass Investitionen in die Erwachsenenbildung soziale und wirtschaftliche Vorteile haben;
  • integrierte, ressortübergreifende politische Konzepte, um Erwachsenenbildung mit den notwendigen Budgets in den Mitgliedstaaten umzusetzen;
  • bessere Daten, insbesondere für einkommensschwache Länder und ausgeschlossene oder schutzbedürftige Gruppen wie etwa Migranten und Geflüchtete.

Hintergrund
Der Weltbericht zur Erwachsenenbildung (Global Report on Adult Learning and Education, GRALE) wird alle drei Jahre herausgegeben und dient dem Monitoring der globalen Entwicklungen im Bereich Erwachsenenbildung. Er wird vom UNESCO-Institut für Lebenslanges Lernen erstellt und basiert auf Daten aus derzeit 159 Ländern. Jeder Bericht hat einen inhaltlichen Schwerpunkt. 2019 untersuchen die Autorinnen und Autoren insbesondere, wer an der Erwachsenenbildung teilnimmt und wer nicht. Dabei werden Lösungen aufgezeigt, wie bisher benachteiligte Gruppen erreicht werden können. (05.12.2019, prh)

zum UNESCO-Bericht (englischsprachig, PDF, 200 Seiten)

 

Wissenschaftliche Weiterbildung: Studienangebote für Berufstätige

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Im Zentrum der soeben erschienenen Ausgabe 4/2019 der »Beiträge zur Hochschulforschung« stehen verschiedene Aspekte wissenschaftlicher Weiterbildung.

Die einzelnen Artikel betrachten wissenschaftliche Studienangebote für Berufstätige aus verschiedenen Perspektiven wie Motivation, Karriereentwicklung, finanzieller Nutzung und Marketing. Dabei wird deutlich: Die Gründe zur Aufnahme eines weiterbildenden Studiums sind vielfältig.

In einem Überblicksartikel ziehen Christian Schmid, Annika Maschwitz, Uwe Wilkesmann, Sigrun Nickel, Uwe Elsholz und Eva Cendon eine Bilanz des Forschungsstands zur wissenschaftlichen Weiterbildung in Deutschland. Sie gelangen zu dem ernüchternden Fazit, dass sich das Nischendasein der wissenschaftlichen Weiterbildung im deutschen Hochschul- und Wissenschaftssystem auch in der geringen Zahl der Forschungsarbeiten hierzu widerspiegelt.

Mit den Möglichkeiten, Nutzen, Kosten und Renditen der wissenschaftlichen Weiterbildung zu ermitteln, befassen sich Alexandra Shajek und Nicolas Winterhager in ihrem Artikel. Abgesehen von den Renditen wissenschaftlicher Weiterbildung bei Hochschulabsolvent*innen bieten die öffentlich verfügbaren Datensätze hierzu bislang nur geringes Potential, so die Schlussfolgerung der Autoren.

Gleich zwei Beiträge behandeln aus unterschiedlichen Perspektiven die Frage nach den Gründen für die Teilnahme an wissenschaftlichen Weiterbildungsangeboten. Im Mittelpunkt des Artikels von Andreas Gegenfurtner, Karina Fisch und Christian Ebner steht die Teilnahme nicht-traditionell Studierender an wissenschaftlichen Weiterbildungsmöglichkeiten. Robert Pelz und Markus Herklotz gehen in ihrem Beitrag der Frage nach, welche Hochschulabsolvent*innen an einer längerfristigen berufsbegleitenden Weiterbildung in den ersten Berufsjahren teilnehmen.

Einblicke in die Praxis des Marketings wissenschaftlicher Weiterbildungsangebote und deren Wahrnehmung in der Universität gibt schließlich der Artikel von Simone Krähling, wobei sie vor allem die Möglichkeiten der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in den Blick nimmt.

Ein weiterer Artikel von Oliver Berli, Bernd Hammann und Julia Reuter befasst sich mit der Bedeutung von Glück für wissenschaftliche Karrieren aus der Sicht von Professor*innen. Ein anderer Artikel von Nicolai Netz und Svenja Hampel beschäftigt sich mit der Entscheidung von Promovierenden für einen Auslandsaufenthalt.

Hintergrund
Die »Beiträge zur Hochschulforschung« sind (nach eigenen Angaben) eine der führenden wissenschaftlichen Zeitschriften im Bereich der Hochschulforschung im deutschen Sprachraum mit einem anonymen Peer-Review-Verfahren. Sie zeichnen sich durch hohe Qualitätsstandards, ein breites Themenspektrum und eine große Reichweite aus. Die Zeitschrift veröffentlicht quantitative und qualitative empirische Analysen, Vergleichsstudien, Überblicksartikel und Einblicke in die Praxis.

  (04.12.2019, prh)

Beiträge zur Hochschulforschung Ausgabe 4/2019 (PDF, 172 Seiten)

 

Akademische Weiterbildungen in Hessen entdecken

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Veränderungen sind Teil des beruflichen Alltags. Hochschulen sind nicht nur zuverlässige Partnerinnen, wenn es um das Studium geht: Sie begleiten Menschen auch weiterhin mit (Weiter-)Bildungsangeboten, um so ihr Wissen sowie ihre Kompetenzen »up to date« zu halten 

Das Weiterbildungsangebot der Hessischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften wird seit 2004 auf dem gemeinsamen Portal von WissWeit (Wissenschaftliche Weiterbildung in Hessen) gebündelt. Mit dem Relaunch der Webseite www.wissweit.de erhalten Berufstätige, Alumni, Rückkehrer*innen in den Beruf, kleine und mittelständische Unternehmen, Berufsverbände sowie Kommunen und deren Einrichtungen individuell zugeschnittene Weiterbildungsformate auf einen Blick und in benutzerfreundlichem Layout.

An WissWeit sind neben der Hochschule Geisenheim University sechs staatliche hessische Hochschulen für angewandte Wissenschaften beteiligt: die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS), die Hochschulen Darmstadt (h_da), Fulda und RheinMain (HSRM) sowie die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) und ab 2020 die Evangelische Hochschule Darmstadt (EHD). Die individuellen und ausführlichen Hochschulprofile sind auf der Webseite hinterlegt.

Aktuell befinden sich auf wissweit.de rund 120 Weiterbildungsangebote. Neben Informationen zu den einzelnen Seminaren, wie Preis, Inhalte, Termine und Ansprechpartner*innen, erteilt die Webseite aktuelle Auskünfte zu Finanzierung, Förderung und Kooperationsmöglichkeiten. Die Weiterbildungsformate des WissWeit-Portfolios reichen von Seminaren über Zertifikatslehrgänge bis hin zu weiterbildenden Masterstudiengängen. Auf Anfrage können auch Weiterbildungen in Unternehmen entwickelt werden.

Auf der Webseite stehen neue Features zur Verfügung, wie beispielsweise eine überarbeitete Navigation, ein Nachrichtenportal für alle beteiligten Hochschulen und eine Kalenderfunktion für die individuelle Planung des Besuchs einer Weiterbildung. Auch die Suche hat ein entsprechendes Update bekommen: Suchanfragen werden noch während der Eingabe vervollständigt, Weiterbildungsangebote können sortiert und gefiltert nach Hochschule oder Themenbereichen angezeigt werden.

Anmerkung: WissWeit ist auch Projektpartner des InfoWeb Weiterbildung

  (03.12.2019, prh)

Portal WissWeit

 

In Neuigkeiten & Terminen

LEARNTEC 2020 (Karlsruhe)

vom 28.01.2020 bis zum 30.01.2020

Vom 28. bis 30. Januar 2020 steht die Messe Karlsruhe wieder ganz im Zeichen digitaler Bildung: Die LEARNTEC informiert über Trends und Entwicklungen des technologiegestützten Lernens in den Themenbereichen Schule, Hochschule und berufliche Bildung. Der begleitende Fachkongress bietet einen Blick in die Zukunft des digitalen Bildungsmarktes und verknüpft diese mit dem Ausstellerangebot auf der Fachmesse. 2020 widmet sich der Kongress insbesondere der Zukunft der Arbeit und der Künstlichen Intelligenz im Lernen.

 

WORLD WIDE WEITERBILDUNG (Hamm/NRW)

vom 31.01.2020 bis zum 31.01.2020

share macht mehr. Weiterbildung digital.

Über die Themen und die Uhrzeiten der Vorträge informiert der Anbieter auf seiner Website.

 

Hauptsache digital?! Sprachliche Bildung in der digitalisierten Gesellschaft (Köln)

vom 17.02.2020 bis zum 18.02.2020

Welche Herausforderungen und Potenziale entstehen durch die Digitalisierung für sprachliche Bildung? Wie unterstützen digitale Tools, Apps und Programme sprachliches Lernen? Wie können digitale Medien sinnvoll in die Schul- und Unterrichtsentwicklung eingebunden werden? Und wie sehen gute Fortbildungsangebote für Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher aus?

Diesen und weiteren Fragen widmet sich die siebte Jahrestagung des Mercator-Instituts.

 

NEXTLEARN 2020 (Berlin)

vom 18.02.2020 bis zum 18.02.2020

Digitales Lernen in der Ausbildung? Wie geht das? Worauf müssen Sie bei der Einführung achten? Welche Lösungen bietet der Markt?

Namhafte Referenten aus der Ausbildungspraxis geben Ihnen Antworten auf diese Fragen. Profitieren Sie vom Wissen und von den Erfahrungen anderer Unternehmen, die sich bereits auf den Weg in die digital gestützte Ausbildung gemacht haben.

In einem »Tool-Slam« stellen Ihnen außerdem Anbieter ihre neuesten Anwendungen für das digitale Lernen vor. In einem Themenspecial werden zudem die Möglichkeiten und Chancen des Einsatzes offener Bildungsmaterialien in der beruflichen Bildung erörtet.

 

Konferenz eQualification 2020 (Bonn)

vom 09.03.2020 bis zum 10.03.2020

Einmal im Jahr treffen sich Vertreter*innen der geförderten Projekte aus dem Förderprogramm »Digitale Medien in der beruflichen Bildung« zu einer Statuskonferenz.

Diese Fachtagung mit dem Titel »eQualification« versteht sich als Forum für einen intensiven Informations- und Erfahrungsaustausch zum Einsatz digitaler Medien in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und einen breitenwirksamen Transfer von Projektergebnissen. Damit leistet die Veranstaltung einen Beitrag zum gemeinsamen Dialog von Wissenschaft, Politik und Praxis.

 

didacta (Stuttgart)

vom 24.03.2020 bis zum 28.03.2020

Als weltweit größte Fachmesse (eigene Angabe der veranstalter) gibt die didacta umfassenden Einblick in das gesamte Bildungswesen von der frühkindlichen Bildung, über die berufliche Bildung bis hin zum lebenslangen Lernen.

Ein hochkarätiges Fortbildungsprogramm für Lehrkräfte, Erzieher, Ausbilder, Trainer und Personalentwickler ergänzt das Angebot der vielseitigen Ausstellung. Hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft kommen zur didacta, um hier Wege für die Bildung der Zukunft zu finden und sich auszutauschen.

 

Bildung gestalten - Partizipation erreichen - Digitalisierung nutzen (Potsdam)

vom 25.03.2020 bis zum 25.03.2020

Bildung gestalten. Die Gestaltung von Bildungsangeboten kann aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Während aus der Perspektive des Einzelnen relevant ist, welche Voraussetzungen notwendig sind, um die individuelle Bildung erfolgreich zu gestalten, fokussiert die Perspektive der Akteure, welche Arten der Bildungsgestaltung Lernprozesse unterstützen und welche Wirkmechanismen damit verbunden sind.

Partizipation erreichen. Wenngleich vor dem Hintergrund heterogener Lerngemeinschaften Bildungsprozesse ganz unterschiedlich verlaufen, so sollten Bildungsangebote individuelle Potenziale von Lernenden adressieren, um eine aktive Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen zu ermöglichen. Ein zentrales Ziel ist zugleich, Bildungsangebote so zu gestalten, dass Bildungsungerechtigkeiten entgegengewirkt wird.

Digitalisierung nutzen. Damit sich unsere Bildungsgesellschaft weiter entwickeln und den heutigen Anforderungen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft begegnen kann, gilt es Potenziale der Digitalisierung zu analysieren und in Bildungsangebote zu implementieren. So lässt sich im Idealfall mittels Digitalisierung nicht nur Bildung gestalten, sondern auch Partizipation erreichen. Der Einsatz digitaler Medien und dessen Wirkung in den verschiedenen Alters- und Inhaltsbereichen, aber auch in unterschiedlichen Kontexten und Institutionen, ist mit dem Blick auf Bildungs- und Partizipationsprozesse zu beleuchten.

 

EADL-Konferenz (»European Association for Distance Learning« - Berlin)

vom 14.05.2020 bis zum 14.05.2020

Themenbereiche

Hinweis: Die Konferenzsprache ist Englisch.

 

 

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