Die Suchmaschine des Deutschen Bildungsservers für Weiterbildungskurse
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Neuigkeiten & Termine

UPDATE: Einschränkungen im Weiterbildungsbereich wegen der Coronapandemie

Aktuelle Informationen zum Status der pandemiebedingten Regelungen im Weiterbildungsbereich in den Bundesländern

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie hatten Bund und Länder am 16. März 2020 ein umfangreiches Maßnahmepaket beschlossen. Die darin enthaltenen Einschränkungen umfassten unter anderem auch ein Verbot von Weiterbildungsveranstaltungen in Präsenzform bzw. die Schließung von Bildungseinrichtungen.

Inzwischen wird das Verbot in den Bundesländern teilweise aufgehoben und Bildungsveranstaltungen sind unter bestimmten Bedingungen wieder erlaubt.

Aufgrund des weiteren Anstiegs der Corona-Neuinfektionen haben die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsident*innen der Länder am 28. Oktober 2020 einen neuen Lock-Down beschlossen, der ausformuliert in den nächsten Tagen für die einzelnen Bundesländer vorliegen wird.

Wir werden Ihnen hierzu schnellstmöglich eine aktualisierte Übersicht vorlegen.

Einen Überblick der Regelungen, die bis zum 01.11.2020 gültig sind, haben wir in einer Tabelle zusammengefasst, die als PDF-Datei heruntergeladen werden kann. Für weitere Details benutzen Sie bitte die angegebene Quelle.

Wir werden diese Liste laufend aktualisieren.
Falls Sie Kenntnis von Änderungen erhalten, freuen wir uns über eine Nachricht an die Redaktion.

Letzte Aktualisierung: 29. Oktober 2020 (Stand der Tabelle: 26.10.2020)


(29.10.2020, prh)

Bildungsveranstaltungen nach Bundesländern (PDF, 4 Seiten)

 

Internationale Maßnahmen zur Bewältigung der Bildungskrise vereinbart

UNESCO

Am 22. Oktober fand das weltweit größte Bildungstreffen seit Ausbruch der Corona-Pandemie statt. Teilgenommen haben Staatsoberhäupter, Regierungschef*innen, Minister*innen, weitere hochrangige Delegierte der UNESCO-Mitgliedstaaten, internationaler Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit, der Zivilgesellschaft, von Lehrerverbänden, Wissenschaft und der Privatwirtschaft. Ziel war der Austausch zu den Folgen der Covid-19-Pandemie für die Bildung und die Verabschiedung von Maßnahmen zur Bewältigung der Lernkrise.

In der verabschiedeten Erklärung äußerten die Teilnehmenden ihre Besorgnis, dass die durch Corona ausgelöste Bildungskrise das Erreichen der Ziele der Agenda Bildung 2030 der Vereinten Nationen gefährde und sogar bestehende Ungleichheiten bereits benachteiligter Lernender verschärfe. Dies betreffe beispielsweise sozioökonomisch Benachteiligte, Frauen und Mädchen, von Krisen und Konflikten Betroffene und Menschen mit Behinderungen.

Vor diesem Hintergrund bekräftigten die Teilnehmenden des Treffens ihr Bekenntnis zur Umsetzung der Agenda Bildung 2030 der Vereinten Nationen, erkannten die Notwendigkeit für akute Investitionen in die Bildung an und betonten die Bedeutung multilateraler Zusammenarbeit und Kooperation.

Sie vereinbarten eine Reihe von gemeinsamen Maßnahmen, um die globale Bildungskrise zu überwinden, unter anderem die Unterstützung von Lehrkräften und Bildungspersonal, einschließlich Weiterbildung in den Bereichen digitaler und pädagogischer Kompetenzen, sowie die Bereitstellung und Verbesserung digitaler Angebote und des digitalen Zugangs für Lernende. Bekräftigt wurde zudem, dass die nationalen Ausgaben für Bildung sowie die internationalen Hilfen für Bildung gemäß der internationalen Richtwerte mindestens beibehalten oder gesteigert werden müssen.

Walter Hirche, Minister a.D. und Vorsitzender des Fachausschusses Bildung der Deutschen UNESCO-Kommission: »Der durch die Covid-19-Pandemie entstandene ökonomische Schaden bringt die Gefahr mit sich, dass auch die weltweite Finanzierung für Bildung zurückgeht. Darunter leiden am meisten diejenigen, die bereits vor der Krise benachteiligt waren. Wir müssen jetzt deutlich machen, dass Investitionen in Bildung keine nachrangigen Belastungen darstellen. Im Gegenteil: Nur mit Bildung sind die Folgen der Pandemie in den Griff zu bekommen.«

Hintergrund
Schon vor der Pandemie waren 258 Millionen Kinder und Jugendliche völlig von der Bildung ausgeschlossen, während mindestens 773 Millionen Jugendlichen und Erwachsenen grundlegende Lese- und Schreibkenntnisse fehlten. Die UNESCO schätzt, dass weitere 24 Millionen junge Menschen von der Vorschule bis zur Hochschule in 180 Ländern und Territorien Gefahr laufen, nicht in die jeweiligen Bildungssysteme zurückzukehren. Die UNESCO warnt, dass durch Covid-19 die jährliche Finanzierungslücke für Bildung in den Ländern mit niedrigem und niedrig-mittlerem Einkommen von 148 Milliarden US-Dollar um bis zu ein Drittel auf fast 200 Milliarden US-Dollar ansteigen wird.

Mit der Verabschiedung der Globalen Nachhaltigkeitsagenda hat sich die Weltgemeinschaft dazu verpflichtet, bis 2030 eine hochwertige, inklusive und chancengerechte Bildung für Menschen weltweit und ein Leben lang sicherzustellen. Die UNESCO koordiniert die Umsetzung dieser Globalen Agenda Bildung 2030. Als einzige Organisation leistet sie ein weltweites Monitoring über die Fortschritte in der Bildung. (26.10.2020, prh)

Dokumente zum Abschluss des UNESCO-Weltbildungstreffens

 

PISA-Sonderauswertung weist auf Weiterbildungsbedarf von Lehrkräften hin

PISA 2018

Studie zeigt geschlechtsspezifische Unterschiede bei globalen und multikulturellen Themen auf

Den Schulen in vielen Bildungssystemen weltweit gelingt es nicht, Mädchen und Jungen die gleichen Chancen zu bieten, Kenntnisse über globale und multikulturelle Themen zu erwerben und dieses Wissen anzuwenden. Zu diesem Ergebnis kommt eine PISA-Sonderauswertung der OECD.

Are Students Ready to Thrive in an Interconnected World? beruht auf den Daten der PISA-Erhebung 2018, bei der erstmals auch die sogenannte globale Kompetenz von Schülerinnen und Schülern untersucht wurde. Dabei ging es unter anderem um ihr Wissen zu Themen von lokaler und globaler Bedeutung, wie beispielsweise öffentliche Gesundheit sowie ökonomische und ökologische Fragen. Desweiten ging es um ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und Einstellungen zu interkulturellen Themen. An dem Test nahmen Schüler*innen aus 27 Ländern teil. Über den Test hinaus gab es einen Fragebogen zur globalen Kompetenz. Diesen beantworteten Schüler*innen, Lehrkräfte, Eltern und Schulleitungen in insgesamt 66 Ländern und Volkswirtschaften. An dem Fragebogenteil der Erhebung beteiligten sich auch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Die Ergebnisse zeigen geschlechtsspezifische Unterschiede sowohl bei den Möglichkeiten, globale Kompetenz zu erwerben, als auch bei den Fähigkeiten und Einstellungen der Schüler*innen zu globalen und interkulturellen Themen. Im Schnitt der OECD-Länder gaben Jungen häufiger als Mädchen an, an Aktivitäten teilzunehmen, bei denen von ihnen erwartet wird, dass sie ihre Meinung äußern und diskutieren. Mädchen gaben derweil häufiger als Jungen an, an Aktivitäten teilzunehmen, in denen es um Verständnis und Kommunikation in interkulturellen Situationen geht.

Jungen beispielsweise lernen eher etwas über die Vernetzung der Wirtschaft verschiedener Länder. Sie suchen eher im Internet nach Nachrichten oder schauen während des Unterrichts gemeinsam Nachrichten an. Sie werden auch häufiger von den Lehrkräften aufgefordert, ihre persönliche Meinung zu internationalen Nachrichten zu äußern, nehmen häufiger an Klassendiskussionen über Weltereignisse teil und analysieren globale Themen mit ihren Klassenkameraden.

Mädchen gaben dagegen häufiger an, dass sie lernen, wie sie Konflikte mit Mitschüler*innen in der Klasse lösen, welche Unterschiede es zwischen verschiedenen Kulturen gibt und wie es dazu kommt, dass Menschen aus unterschiedlichen Kulturen bei manchen Themen unterschiedliche Sichtweisen haben. Diese Tendenzen zeigten sich überwiegend auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Die beschriebenen Geschlechterdifferenzen mögen dabei auf persönliche Interessen und eine unterschiedliche Selbstwirksamkeit zurückzuführen sein – also Unterschiede in dem Vertrauen in sich selbst, auch schwierige Situationen aus eigener Kraft bewältigen zu können. Sie könnten aber auch widerspiegeln, wie Mädchen und Jungen in Familie und Schule sozialisiert werden, so die Autoren.

»Bildung hilft jungen Menschen entscheidend dabei, sich in dieser zunehmend komplexen und vernetzten Welt zurechtzufinden«, so OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher. »Die Schulen und Bildungssysteme, denen es am besten gelingt, Wissen, Fähigkeiten und Einstellungen in Bezug auf globale Entwicklungen bei jungen Menschen zu fördern, haben etwas gemeinsam: Sie haben Lehrpläne, in denen Weltoffenheit eine wichtige Rolle spielt, sie sorgen für eine positive und inklusive Lernumgebung, und sie bieten Möglichkeiten, Beziehungen mit Personen aus anderen Kulturen einzugehen.«

Die Ergebnisse zeigen, wie entscheidend die Rolle der Lehrkräfte ist, damit interkulturelles Verständnis gefördert wird und interkulturelle Themen in die Unterrichtspraktiken und -inhalte einfließen. Die meisten Lehrkräfte gaben an, dass sie sich zutrauen, in einem multikulturellen Umfeld zu unterrichten. Eine Schwierigkeit sind jedoch fehlende Möglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung in diesem Bereich. In Deutschland beispielsweise gingen 40 Prozent der Schüler*innen auf eine Schule, in der Lehrkräfte angaben, sie hätten Weiterbildungsbedarf im Bereich Kommunikation mit Menschen aus anderen Ländern oder Kulturen (OECD-Schnitt: 46 Prozent). 31 Prozent gingen auf eine Schule, in der Lehrkräfte angaben, sie hätten Weiterbildungsbedarf für das Unterrichten der Themen Vielfalt und Chancengerechtigkeit. Insgesamt gaben nur wenige Lehrkräfte an, Weiterbildung für das Unterrichten in einem multikulturellen und/oder mehrsprachigen Umfeld erhalten zu haben.

Über 90 Prozent der teilnehmenden Schüler*innen ging auf eine Schule, deren Lehrpersonal laut Schulleitung eine positive multikulturelle Einstellung hat. Allerdings zeigten Schüler*innen, die bei ihren Lehrkräften diskriminierende Verhaltensweisen beispielsweise gegenüber Zugewanderten und Menschen mit anderem kulturellen Hintergrund erlebt hatten, ähnlich negative Einstellungen wie ihre Lehrkräfte. Dies verdeutlicht, welch entscheidende Vorbildrolle Lehrkräfte und Schulleitungen bei der Bekämpfung oder Verstetigung von Diskriminierung haben.

Die Studie stellt außerdem einen engen Zusammenhang zwischen Lernaktivitäten in der Schule und positiveren Einstellungen gegenüber anderen Kulturen fest. Das Vermögen, eine oder mehrere Fremdsprachen zu sprechen, stand in einem positiven Zusammenhang mit einem Interesse für andere Kulturen, mit Respekt für Menschen aus anderen Kulturen, mit positiven Einstellungen gegenüber Zugewanderten sowie mit einer Sensibilität für globale Themen.
Im OECD-Schnitt gab die Hälfte der Schüler*innen an, in der Schule zwei oder mehr Fremdsprachen zu lernen. 38 Prozent gaben an, eine Fremdsprache zu lernen, und nur zwölf Prozent gaben an, keine Fremdsprache zu lernen. In Deutschland und Österreich gaben 98 Prozent an, eine oder mehr Fremdsprachen zu lernen, in der Schweiz 94 Prozent.



(22.10.2020, prh)

Zur OECD-Studie (in englischer Sprache, PDF, 426 Seiten)

siehe auch GEW: »Interkulturelle Bildung geht alle an!«

 

Weiterbildung statt Beschäftigung von IKT-Fachkräften in KMUs

Netzwerk Hub

IfM Bonn: In 2019 verfolgten weniger KMU eine Online-Verkaufsstrategie als in 2018 

Videokonferenzen, Online-Verkäufe und Service-Fernwartung haben seit Beginn der Corona-Pandemie für die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland deutlich an Bedeutung gewonnen. In 2019 sah dies noch anders aus: Zwar unterhielten 88% der KMU eine Webseite – der Anteil an Unternehmen, die mindestens 1% ihres Umsatzes mit Online-Verkäufen erwirtschafteten, lag jedoch nur bei 17%. Damit nahmen die KMU zu diesem Zeitpunkt – ebenso wie auch die Großunternehmen in Deutschland – ein Platz unterhalb des EU-Durchschnitts ein.

Fokus auf IKT-Weiterbildung

Vier von zehn (43%) mittelgroße Unternehmen beschäftigen Fachkräfte der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) – unter den kleinen Unternehmen finden sich diese nur in jedem achten Unternehmen. Insgesamt liegt der KMU-Anteil bei 17%. Zum Vergleich: Unter den Großunternehmen beschäftigen 77% der Unternehmen IKT-Fachkräfte.

Eine deutlich höhere Bedeutung als die Beschäftigung von IKT-Fachkräften nimmt für die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland die IKT-Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter ein. Im Vergleich zu 2018 war bis 2019 der Anteil unter den KMU um 2 Prozentpunkte gestiegen.

Dieser Anstieg ist insbesondere auf die mittleren Unternehmen zurückzuführen: Im Vergleich zu 2018 lag in dieser Größenklasse der Anteil an Unternehmen, die IKT-Weiterbildungen anboten, um 6 Prozentpunkte höher als in 2018. Insgesamt liegt der KMU-Anteil in Deutschland nun mit 30 % deutlich über dem EU-Durchschnittswert (23%).

IKT Fortbildung in Unternehmen im EU Vergleich (2019)

Noch mehr heben sich jedoch die Großunternehmen in Deutschland (2019: 81%; 2018: 76%), die ihre Belegschaft gezielt weiterbilden lassen, sowohl gegenüber den KMU als auch im EU-Vergleich (70%) ab.

  (20.10.2020, prh)

Weitere Studien-Ergebnisse im Detail

 

Die Krise als Chance für die gemeinwohlorientierte Weiterbildung

Rettungsring

NRW: Förderaufruf »Innovation in der Weiterbildung« ab heute online - Landesregierung fördert Projekte aus der gemeinwohlorientierten Weiterbildung mit insgesamt bis zu 150.000 Euro

Weiterbildungseinrichtungen sind auch Orte der Begegnung und des Austauschs und daher von den Corona-bedingten Einschränken in besonderem Maße betroffen. Dennoch haben sie in kürzester Zeit vielfältige Angebote und kreative Lösungen entwickelt, um mit Teilnehmenden in Kontakt zu bleiben und ihre wichtige Arbeit fortzusetzen.

Das Innovationspotenzial der gemeinwohlorientierten Weiterbildungsstätten möchte die Landesregierung nun mit dem Förderaufruf »Die Krise als Chance – Innovationen in der Weiterbildung« weiter stärken. Insgesamt werden dafür bis zu 150.000 Euro an Fördermitteln für bis zu 15 Projekte zur Verfügung gestellt. Bewerbungen können ab sofort eingereicht werden; Fristende ist der 15. Dezember 2020.

Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft, betont die Entwicklungsperspektiven, die sich durch die Förderung für die Weiterbildungseinrichtungen eröffnen: »Die gezielte Förderung soll zukünftig verstärkt innovative Prozesse und Entwicklungen in der Erwachsenenbildung ermöglichen. Unser Aufruf geht bereits vor der Verabschiedung des novellierten Weiterbildungsgesetzes NRW einen wichtigen Schritt voran. Damit wollen wir eins besonders deutlich machen: Wir begreifen die aktuelle Krise auch als Chance, für künftige Herausforderungen zu lernen.«

Die Projekte können sich zum Beispiel mit der Frage beschäftigen, wie digital und analog die gemeinwohlorientierte Weiterbildung sein soll bzw. bleiben wird. Die Projekte sollen möglichst über den Organisationsbereich einer Einrichtung oder einer Landesorganisation hinauswirken und damit in besonderer Weise der trägerübergreifenden Zusammenarbeit dienen.

Antragsberechtigt sind Volkshochschulen in Nordrhein-Westfalen und nach dem Weiterbildungsgesetz anerkannte Einrichtungen in anderer Trägerschaft.



(15.10.2020, prh)

Weiterführende Informationen und Antragsmöglichkeit

 

Kurzarbeit und Weiterbildung: Noch viel Luft nach oben

Hammer

Kurzarbeit hat während der Corona-Pandemie ein deutlich anderes »Profil« bekommen als in vorherigen Wirtschaftskrisen. Erstmals haben beispielsweise kleine Betriebe das Instrument häufiger als größere genutzt, um durch die Krise zu kommen und Entlassungen zu vermeiden. Und während in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 Männer fast dreimal so häufig wie Frauen in Kurzarbeit waren (damals 6,3 Prozent der männlichen vs. 2,3 Prozent der weiblichen Beschäftigten in Deutschland), war im Juni 2020 die Quote unter beiden Geschlechtern mit jeweils rund 13 Prozent Beschäftigten in Kurzarbeit beinahe gleich hoch.

Das liegt wesentlich daran, dass in der Pandemie nicht nur Industriebetriebe stark betroffen sind, sondern auch viele Dienstleistungsbranchen. Im Vergleich zu vorherigen Wirtschaftseinbrüchen ist damit die gesamtwirtschaftliche Quote der Kurzarbeitenden sehr hoch, ebenso wie mit rund 50 Prozent auch der Anteil, um den die Arbeitszeit im Durchschnitt reduziert wurde. Entsprechend groß ist die Bedeutung einer Aufstockung des Kurzarbeitergeldes, um Einkommensverluste zu reduzieren. In Betrieben mit Tarifvertrag und/oder Betriebsrat wird das Kurzarbeitergeld dabei fast doppelt so häufig aufgestockt wie in Betrieben, die nicht über Tarifbindung und/oder Mitbestimmung verfügen.

Das sind wesentliche Ergebnisse einer neuen Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler Stiftung.

Die Autoren Dr. Toralf Pusch und Dr. Hartmut Seifert haben die Erwerbstätigenbefragung der Hans-Böckler-Stiftung ausgewertet. Dafür wurden in zwei Wellen im April und im Juni jeweils mehr als 6.000 Menschen befragt. Die Befragung bildet die Erwerbspersonen in Deutschland im Hinblick auf die Merkmale Geschlecht, Alter, Bildung und Bundesland repräsentativ ab. Das erlaubt es, Arbeitszeiten und Kurzarbeit auf dem bisherigen Höhepunkt der Corona-Krise detailliert auszuleuchten:

Kleinbetriebe und Gastgewerbe nutzten Kurzarbeit am häufigsten

Im Juni gaben 13 Prozent der befragten Beschäftigten an, in Kurzarbeit zu sein. Differenziert man nach Branchen, war Kurzarbeit im Gastgewerbe mit Abstand am stärksten verbreitet Gut 45 Prozent der dort Beschäftigten befanden sich in Kurzarbeit. Es folgten das verarbeitende Gewerbe mit rund 20 Prozent sowie der Verkehrs- und Logistikbereich mit gut 17 Prozent. Unterdurchschnittlich oft wurde Kurzarbeit unter anderem im Gesundheits- und Sozialwesen (5 Prozent), im Baugewerbe (knapp 4 Prozent) und im öffentlichen Dienst (knapp 3 Prozent) genutzt. Die starke Verbreitung in Branchen wie dem Gastgewerbe mit seinen vielen Kleinbetrieben spiegelt sich nach Analyse der Wissenschaftler in der Kurzarbeits-Quote nach Betriebsgröße wider: In Kleinstbetrieben mit weniger als 5 Beschäftigten waren knapp 17 Prozent von Kurzarbeit betroffen, in großen Betrieben ab 2.000 Beschäftigten waren es gut 11 Prozent.

Verkürzte und verlängerte Arbeitszeiten

Auch jenseits von Kurzarbeit wurde bei zahlreichen Befragten die Arbeitszeit krisenbedingt verkürzt. Insgesamt arbeiteten 21 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Sample im Juni weniger Stunden als normal. In einigen Branchen musste aber auch ein Teil der Beschäftigten ihre Arbeitszeit ausweiten, um zusätzliche Nachfrage und Anforderungen während der Pandemie bewältigen zu können. Das betraf laut Pusch und Seifert etwa den Handel, wo 19 Prozent der Befragten mehr arbeiteten als normal, während ebenfalls 19 Prozent kürzer treten mussten. Im öffentlichen Dienst arbeiteten 17 Prozent der Beschäftigten Pandemie-bedingt länger, bei neun Prozent wurde die Arbeitszeit reduziert. In beiden Bereichen fiel die Ausweitung der Arbeitszeit bei den von Mehrarbeit Betroffenen erheblich aus: Im Handel um durchschnittlich 5,7, im öffentlichen Dienst um 4,7 Wochenstunden.

Kurzarbeit und Weiterbildung

Noch viel Luft nach oben. Kurzarbeit zur Weiterbildung zu nutzen ist nach Analyse der Forscher absolut vernünftig und wurde in früheren wirtschaftlichen Krisensituationen bereits praktiziert, insbesondere wenn diese länger andauerten. Das gilt vor allem für die Transformationsphase der ostdeutschen Wirtschaft nach der deutschen Wiedervereinigung.

Für die Verbindung von Kurzarbeitergeld mit beruflicher Weiterbildung spricht, dass Betriebe und Beschäftigte anders als in konjunkturellen Hochphasen über Zeit verfügen. Allerdings ist nur begrenzt absehbar, wie lange und in welchem Ausmaß die Phasen der Kurzarbeit dauern werden. Insofern bieten sich eher nur kürzere Lehrgänge an, die, wenn modulartig aufgebaut, allerdings weitergeführt werden können.

Zum Befragungszeitpunkt im Juni war der Anteil der Kurzarbeitenden, die seit Beginn der Pandemie an Weiterbildung teilgenommen hatten, mit knapp 10 Prozent allerdings deutlich niedriger als unter Beschäftigten ohne Kurzarbeit (18 Prozent). Das könne unter anderem mit zeitweiligen Betriebsschließungen und der besonders schwierigen Situation vor dem Hintergrund von notwendigen Hygienebestimmungen und Kontaktbeschränkungen zu tun haben, schreiben die Forscher. Trotzdem bestehe ganz offensichtlich »noch Potenzial für eine Ausweitung der Weiterbildungsaktivitäten«.

  (15.10.2020, prh/wsi)

Zur Studie (PDF, 16 Seiten)

 

Jeder zweite Beschäftigte würde für attraktive Benefits auf Gehalt verzichten

Büro (Cartoon)

Zu den Top 3 der Benefits-Bereiche, die Mitarbeitenden wichtig sind, gehören Weiterbildung, flexibles Arbeiten und Gesundheit. Knapp jeder zweite Beschäftigte würde für ein attraktives Benefits-Paket auf einen Teil des Grundgehalts verzichten. Unter den Jüngeren (18-39 Jahre) sind sogar mehr als 60 Prozent zu einem Verzicht bereit, wenn sie dafür attraktive Nebenleistungen erhalten.

Das geht aus einer neuen Studie hervor. Dabei wurden deutschlandweit 1.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Alter von 18 bis 67 Jahren befragt.

Mitarbeitende wünschen sich flexible Benefits für ihre individuelle Lebenssituation

Die Möglichkeit, Benefits nach individuellen Bedürfnissen auszuwählen und diese Auswahl im Zeitverlauf regelmäßig zu verändern, ist ein zunehmender Wunsch fast aller Mitarbeitenden: 72 Prozent finden inhaltliche und 82 Prozent zeitliche Flexibilität bei den Benefits wichtig. Die Mehrheit der Arbeitgeber kommt diesem Wunsch laut Befragten bisher allerdings noch nicht nach, denn nur 12 Prozent geben an, ihre Unternehmen gewähren ihnen komplette inhaltliche und 17 Prozent zeitliche Flexibilität. Darüber hinaus können lediglich 17 Prozent der Mitarbeitenden über eine Plattform oder App sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens auf ihre Nebenleistungen zugreifen.

Unternehmen bieten vor allem historisch gewachsene Benefits-Angebote

Um der Mitarbeiterperspektive auf das Thema Benefits Erkenntnisse aus Unternehmenssicht gegenüberstellen und mögliche Diskrepanzen feststellen zu können, hat Mercer zudem gemeinsam mit der Henkel AG Unternehmen befragt. An dieser weiteren Studie nahmen 130 Organisationen aus verschiedenen Branchen teil und gaben Einblicke in ihre Benefits-Programme.

Mit Blick auf das Thema Flexibilität setzt ein Umdenken ein. Zwar bieten derzeit erst 28 Prozent der befragten Unternehmen flexible Benefits an, aber 66 Prozent denken über eine entsprechende Einführung nach. Zudem fällt auf, dass Benefits für rund ein Drittel der Unternehmen ein deutliches Differenzierungsmerkmal im Kampf um Talente darstellen und entsprechend hervorgehoben werden. Gefragt nach der Grundlage, auf der das Benefits-Angebot im Unternehmen basiert, nennt die Mehrheit der Organisationen die Unternehmenshistorie (76 Prozent). Mehr als die Hälfte der Unternehmen orientiert sich bei der Zusammenstellung des Angebots am Markt (59 Prozent) bzw. lässt auch die eigenen Unternehmenswerte entsprechend einfließen (53 Prozent). Für 45 Prozent spielt auch die Kosteneffizienz eine Rolle und 41 Prozent der Unternehmen geben an, die Präferenzen der Mitarbeitenden bei der Auswahl der Benefits zu berücksichtigen.

QUELLE: Nach einer Mercer-Pressemeldung
(14.10.2020, prh)

 

Politische Bildung und Demokratieförderung in Deutschland

SPD-Fraktion im Bundestag

Die SPD-Bundestagsfraktion hat ein Positionspapier Politische Bildung und Demokratieförderung in Deutschland beschlossen. Es basiere auf der Tatsache, dass Rassismus und Rechtsextremismus »ein gesamtgesellschaftliches Problem darstellen und unser Handeln erfordern«. Die Sozialdemokraten fordern daher angemessene Weiterbildungsangebote für Lehrkräfte und für Sicherheits- und Justizbehörden.

Zur Veröffentlichung des Positionspapieres heißt es:
»Die fast 200 Todesopfer rechtsextremistisch motivierter Gewalt seit 1990, die rassistische Mordserie des NSU, der Mord an Walter Lübcke, die Anschläge in Halle und Hanau sowie die steigende Zahl extremistischer Kriminalität in Deutschland zeigen deutlich, dass der Zusammenhalt unserer Gesellschaft bedroht ist. Der über viele Jahre geübte gesellschaftliche Konsens, sich mit Respekt im öffentlichen Raum zu begegnen und menschenverachtende Reden als solche zu benennen, bröckelt.

Politisch-historische Bildung ist wichtig, um der Gesellschaft ein festes demokratisches Fundament zu geben, und so unsere Demokratie durch jede und jeden mit Leben zu füllen. Der Zugang zu politischer Bildung muss frei, kostenlos und einfach für alle Bürger und Bürgerinnen sein. Dafür ist es wichtig, dass ausreichend Gelder im Bund und in den Ländern zur Verfügung stehen. In der Bundeszentrale für politische Bildung sehen wir die erfahrene und kompetente Instanz zur bundesweiten Koordination dieser Aufgabe.

Politische Bildung kann nur mit entsprechend geschulten Lehrkräften umgesetzt werden. Deshalb braucht es eine angemessene Ausbildung und Weiterbildungsangebote für die Lehrenden sowie ein verstärktes Angebot an politischer Bildung im gesamten Bildungsspektrum. Hier sehen wir deutlichen Nachholbedarf.

In der Aus-, Fort- und Weiterbildung der Ermittlungs-, Sicherheits- und Justizbehörden muss politischer Bildung ebenfalls ein besonderer Stellenwert eingeräumt werden, da den Beamtinnen und Beamten bei ihrer Arbeit der Abwehr, Aufklärung und Verurteilung rechtsextremistischer Gewalttaten sowie in der Auseinandersetzung mit den Opfern eine besondere Rolle zuteilwird.

Um die Demokratie zu stärken und menschenverachtenden Einstellungen vorzubeugen, muss Demokratieförderung strukturell auf kommunaler sowie auf Länder- und Bundesebene verankert werden. Demokratieförderung und politische Bildung sind für uns untrennbar verknüpft. Wir wollen dies durch die Aufnahme der Demokratieförderung als Staatsziel in Bundes- und Landesverfassungen sowie durch die Einführung eines Demokratiefördergesetzes erreichen.«

  (14.10.2020, prh/spdbt)

Zum Positionspapier »politische Bildung« (PDF, 7 Seiten)

 

EU-Kommission zum europäischen Bildungsraum und zu digitalen Kompetenzen

Logo der EU-Kommission

Die EU-Kommission hat am 30. September 2020 zwei Initiativen angenommen, die den Beitrag der allgemeinen und beruflichen Bildung zur Erholung der EU nach der Coronavirus-Krise stärken und die Gestaltung eines grünen, digitalen Europas unterstützen werden.

Zum einen hat die Kommission eine Vision für den europäischen Bildungsraum entworfen, die bis 2025 umgesetzt werden soll. Vorgesehen sind neue Initiativen, umfassendere Investitionen und eine verstärkte Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten, damit Europäerinnen und Europäer aller Altersgruppen das reiche Bildungs- und Berufsbildungsangebot in der EU ausschöpfen können. Zum anderen hat die Kommission einen neuen Aktionsplan für digitale Bildung angenommen. Darin zieht sie Lehren aus der Coronavirus-Krise und skizziert einen Plan für ein leistungsfähiges digitales Bildungsökosystem mit ausgeprägten Kompetenzen für den digitalen Wandel.

In der Mitteilung über den europäischen Bildungsraum legt die Kommission dar, wie die Qualität, die Inklusivität sowie die digitale und grüne Dimension der nationalen Bildungssysteme durch europäische Zusammenarbeit weiter verbessert werden können. Die Mitteilung zeigt auf, wie die Mitgliedstaaten gemeinsam einen europäischen Bildungsraum gestalten können – basierend auf dem Grundgedanken, dass Lernende und Lehrkräfte die Freiheit haben, auf dem gesamten Kontinent zu lernen und zu arbeiten, und dass Bildungseinrichtungen sich mit Partnern in ganz Europa und in anderen Teilen der Welt zusammenschließen können.

Der europäische Bildungsraum umfasst sechs Dimensionen: Qualität, Inklusion und Gleichstellung der Geschlechter, ökologischer und digitaler Wandel, Lehrkräfte, Hochschulbildung sowie ein stärkeres Europa in der Welt. Im Rahmen der Initiativen soll unter anderem geprüft werden, welche Möglichkeiten es zur weiteren Verbesserung der Qualität gibt (insbesondere im Hinblick auf Grundkompetenzen und digitale Kompetenzen), wie sich Inklusion und die Gleichstellung der Geschlechter besser in der Schulbildung verankern lassen und wie der schulische Erfolg verbessert werden kann. Die Initiativen werden dazu beitragen, das Verständnis für den Klimawandel und die Nachhaltigkeit zu steigern, die Ökologisierung der Bildungsinfrastruktur zu fördern, den Lehrerberuf zu stärken, das Konzept der Europäischen Hochschulen zu verwirklichen und Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen besser miteinander zu vernetzen.

In der Mitteilung werden außerdem die Instrumente und Etappenziele beschrieben, die zur Vollendung des europäischen Bildungsraums bis 2025 mithilfe des europäischen Aufbauplans (NextGenerationEU) und des Programms Erasmus+ vorgesehen sind. Außerdem wird ein Rahmen für die Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten und mit Interessenträgern im Bildungsbereich vorgeschlagen, der eine Struktur für die Berichterstattung und Analyse mit gemeinsam vereinbarten Bildungszielen umfasst, um Reformen zu fördern und zu verfolgen. Bei den Maßnahmen zur Vollendung des europäischen Bildungsraums werden Synergien mit der europäischen Kompetenzagenda, der erneuerten Politik für berufliche Aus- und Weiterbildung und dem Europäischen Forschungsraum ausgeschöpft.

Im Aktionsplan für digitale Bildung (2021-2027) wird eine Reihe von Initiativen für hochwertige, inklusive und zugängliche digitale Bildung in Europa vorgeschlagen. Die Mitgliedstaaten werden aufgerufen, enger auf europäischer Ebene zusammenzuarbeiten und die Kooperation mit und zwischen Interessenträgern zu verstärken, damit die Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung in jeder Hinsicht für das digitale Zeitalter gerüstet sind. Durch die Coronavirus-Krise ist der Fernunterricht ins Zentrum der Bildungspraxis gerückt. Dabei wurde schonungslos deutlich, dass die Verbesserung der digitalen Bildung ein zentrales strategisches Ziel sein muss, um hochwertiges Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter zu gewährleisten. Nach der akuten Notstandsphase aufgrund des Pandemie-Ausbruchs benötigen wir nun einen strategischen, längerfristigen Ansatz für die digitale allgemeine und berufliche Bildung.

Der Aktionsplan sieht zwei langfristige strategische Prioritäten vor:

  • Förderung der Entwicklung eines leistungsfähigen digitalen Bildungsökosystems und
  • Verbesserung der digitalen Kompetenzen für den digitalen Wandel. Um die Zusammenarbeit und den Austausch im Bereich der digitalen Bildung auf EU-Ebene zu stärken, wird die Kommission eine europäische Plattform für digitale Bildung einrichten, die die Zusammenarbeit und Synergien zwischen den für die digitale Bildung relevanten Politikbereichen fördert; zugleich wird die Kommission ein Netz nationaler Beratungsdienste aufbauen und den Dialog zwischen Interessenträgern aus dem öffentlichen und dem privaten Sektor stärken.

Beide Initiativen werden auch in den dritten Europäischen Bildungsgipfel einfließen, den die Kommission am 10. Dezember online ausrichtet. Ministerinnen und Minister sowie Schlüsselakteure werden dort darüber diskutieren, wie die allgemeine und die berufliche Bildung für das digitale Zeitalter gerüstet werden können.

Hintergrund
Der europäische Bildungsraum fußt auf einer jahrzehntelangen Zusammenarbeit der EU-Mitgliedstaaten im Bildungsbereich. Durch den strategischen Rahmen für die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der allgemeinen und beruflichen Bildung sollten Vertrauen und Verständnis aufgebaut werden, um die ersten Initiativen für den europäischen Bildungsraum zu unterstützen.

Im Jahr 2017 berieten die Staats- und Regierungschefs auf dem Sozialgipfel in Göteborg über die allgemeine und berufliche Bildung. Als Grundlage diente hierbei eine Mitteilung der Kommission, in der diese ihre Vision für einen europäischen Bildungsraum bis 2025 darlegte. Daraufhin verabschiedete der Rat im Dezember 2017 Schlussfolgerungen, in denen die Mitgliedstaaten, der Rat und die Kommission aufgefordert wurden, die Göteborg-Agenda voranzubringen. Seitdem wurden bereits viele Initiativen auf den Weg gebracht. Auf Basis dieser umfassenden Vorarbeiten legt die Kommission mit der Ende September angenommenen Mitteilung eine aktualisierte Vision für den europäischen Bildungsraum mit einem verstärkten Ansatz für dessen Vollendung bis zum Jahr 2025 vor. Der europäische Bildungsraum ist eng mit »Next Generation EU«, dem Aufbauinstrument der EU, sowie mit dem langfristigen Haushalt der Europäischen Union für den Zeitraum 2021-2027 verzahnt.

Der Aktionsplan für digitale Bildung ist hier einer der Eckpfeiler für die Bemühungen der Kommission, den digitalen Wandel in Europa zu voranzubringen. Er basiert auf dem ersten im Januar 2018 verabschiedeten Aktionsplan für digitale Bildung, der bis Ende 2020 läuft. Der neue Aktionsplan ist wesentlich ehrgeiziger, geht über die formale Bildung hinaus und ist mit einer Laufzeit bis 2027 auf einen längeren Zeitraum ausgelegt.

 
(13.10.2020, prh/eu)

Informationsblatt »Europäischer Bildungsraum« (englisches PDF, 2 Seiten)

Informationsblatt »Aktionsplan für digitale Bildung« (englisches PDF, 2 Seiten)...

vergleiche: EU-Kommission: Neue Leitlinien zu digitalen Kompetenzen

 

Diese Bundesländer bieten die besten Bedingungen für eine Weiterbildung

Seminar (Symbolbild)

Mit dem Coronavirus ist Deutschland in eine massive Arbeitsmarktkrise geraten, die bisher etwa 500.000 Jobs gekostet hat. Viele Betroffene machen sich deshalb jetzt Gedanken über einen beruflichen Neustart. Eine neue Studie soll nun darüber Aufschluss geben, welche Bedingungen die einzelnen Bundesländer für eine erfolgreiche Weiterbildung bieten.

Nach diesen Studienergebnissen soll Nordrhein-Westfalen die besten Bedingungen für den beruflichen Neustart gewähren. Etwa 248.000 Weiterbildungsveranstaltungen jährlich bieten reichlich Fortbildungschancen. Mit 10 Volkshochschulen (VHS) je 100.000 Einwohner verfügt Nordrhein-Westfalen im Ländervergleich außerdem über das mit Abstand dichteste Netz für gemeinnützige Erwachsenenbildung. 256,7 Millionen Euro lässt sich die Landesregierung ihre Volkshochschulen kosten.

Deutlich weniger Weiterbildungsoptionen bietet Mecklenburg-Vorpommern, das Schlusslicht im Ländervergleich. Nur 800.000 Euro wurden zuletzt für Bildungsprämien, wie den Bildungsgutschein, an Antragsteller ausgezahlt. In Hamburg waren es, bei etwa gleicher Einwohnerzahl, immerhin 1,5 Millionen Euro. Der Nordosten scheint leider auch für private Weiterbildungsanbieter uninteressant zu sein: Nur zwei Bildungsträger pro 100.000 Einwohner stehen als Anlaufstellen für berufliche Weiterbildung zur Wahl.

»Ganz Deutschland betrachtet, hat das Land ein extrem leistungsfähiges Bildungssystem, das die individuellen Interessen und Talente der Bürgerinnen und Bürger zu fördern weiß«, kommentieren die Auftraggeber der Untersuchung. »Unsere Analyse zeigt aber auch, dass die Chance auf Weiterbildung oder gar die berufliche Neuorientierung immer auch eine Frage des Wohnorts ist. Gerade jetzt, wo sich so viele Menschen Gedanken um ihre berufliche Zukunft machen, ist das aus unserer Sicht äußerst diskussionswürdig.«

Hintergrund
Für die Studie wurden Daten zu Bildungseinrichtungen, Weiterbildungsmöglichkeiten und verschiedene Formen von Bildungsausgaben auf Länderebene analysiert. Es wurden allgemeinbildende Schulen, Berufsschulen, Hochschulen, Volkshochschulen sowie das Angebot von Weiterbildungsanbietern berücksichtigt.

QUELLE: Pressemeldung der the key - Unternehmensgruppe GmbH
(12.10.2020, prh/tkey)

Zusammenfassung der Ergebnisse

Hinweise zur Methodik (PDF, 3 Seiten)

 

Aus- und Weiterbildung von Lkw-Fahrern

LKW (Symbolbild)

Der Weg zur Änderung des Berufskraftfahrerqualifikationsrechts ist frei. Der Verkehrsausschuss votierte in seiner heutigen Sitzung mit den Stimmen der Fraktionen von CDU/CSU, SPD und Die Linke für den von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzentwurf in der durch einen Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen modifizierten Fassung.

Die Fraktionen der FDP und von Bündnis 90/Die Grünen enthielten sich bei der Abstimmung, die AfD-Fraktion lehnte den Entwurf ab. Am Freitag steht die Novellierung des Berufskraftfahrerqualifikationsrechts auf der Tagesordnung des Bundestages.

Mit dem Gesetzentwurf will die Bundesregierung eine EU-Richtlinie umsetzen. Zur Vereinfachung des Verwaltungsverfahrens und aus Gründen der Kostenersparnis soll die Ausstellung der Fahrerqualifizierungsnachweise künftig bundesweit eingeführt und damit die bereits bestehende Möglichkeit der Länder zur Ausstellung von Fahrerqualifizierungsnachweisen abgelöst werden, schreibt die Bundesregierung. Entsprechend der EU-Richtlinie seien die Mitgliedstaaten verpflichtet, insbesondere die Weiterbildung der Berufskraftfahrer an ihren konkreten Bedarf und den Stand der Technik anzupassen sowie ein Register zu errichten, das den gegenseitigen Austausch von Bescheinigungen über die Teilnahme von Berufskraftfahrern an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen ermöglicht, heißt es in dem Gesetzentwurf.

Zustimmung von Unions-, SPD-, FDP- und Linksfraktion erhielt ein Entschließungsantrag der Koalitionsfraktionen, der Maßnahmen zur Beseitigung des Fahrermangels fordert. Dazu zählen die Gründung von Ausbildungsverbünden sowie das Ermöglichen von Fremdsprachenprüfungen und E-Learning, was aus Sicht der Koalition in einer Verordnung geregelt werden müsse. Die AfD-Fraktion lehnte den Entschließungsantrag ab, die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen enthielt sich. Keine Mehrheit fand ein Änderungsantrag der FDP-Fraktion, in dem unter anderem die Anerkennung bestehender Ausbildungsstätten gefordert wurde.

Von Seiten der Unionsfraktion wurde der Gesetzentwurf begrüßt. Er führe zu Verwaltungsvereinfachungen und Kostenersparnissen und trage dazu bei, dass ungleiche Behandlungen behoben werden, sagte der Fraktionsvertreter. Mit Blick auf den Entschließungsantrag sagte der Unionsvertreter, eine Flexibilisierung der Ausbildungssprache und die Schaffung der Möglichkeit des E-Learnings seien richtige Maßnahmen, um die Barrieren im Bereich der Berufskraftfahrerqualifikation abzubauen. Dies sei wichtig, da es einen »akuten Fahrermangel« gebe.

Zustimmung kam auch vom Koalitionspartner SPD. Das bisherige Gesetz sei undurchsichtig gewesen. Mit der Novellierung würden Klarheit und Kontrollierbarkeit verbessert, sagte der Fraktionsvertreter und sprach von einem Schritt in die richtige Richtung, der auch von der Praxis begrüßt werde. Unterstützenswert sei auch der Entschließungsantrag. Die Möglichkeit der Fremdsprachenprüfung sei ein Mosaikstein zur Beseitigung des Fahrermangels.

Aus Sicht der AfD-Fraktion sind die Harmonisierungsbemühungen der EU-Kommission zu unterstützen, damit es in den Mitgliedsländer vergleichbare Anforderungen gebe. Was die Weiterbildungsmöglichkeiten der Berufskraftfahrer angeht, so gebe es in Deutschland aber schon jetzt ein gut funktionierendes System, sagte der Fraktionsvertreter. Durch die Neuregelung sei zu befürchten, dass Überregulierung und Bürokratie Einzug halten würden. Die Konsequenz davon seien weniger gut aus- und weitergebildete Berufskraftfahrer.

Der Vertreter der FDP-Fraktion verwies darauf, dass die Bundesregierung die Frist zur Umsetzung der Richtlinie bereits überschritten habe. Nun wolle die Regierung den Entwurf so schnell wie möglich durchbringen, »was zu spüren ist«. Seine Fraktion habe daher einen Änderungsantrag vorgelegt, der auf die Auflösung vieler bürokratischer Hürden abziele, sagte der FDP-Vertreter. Insbesondere gehe es dabei um die Anerkennung bestehender Ausbildungsstätten.

Seine Fraktion unterstütze den Änderungsantrag der Liberalen, machte der Vertreter der Linksfraktion deutlich. Mit Blick auf den Fahrermangel sagte er, gäbe es eine Verkehrspolitik, die sich für mehr Güterverkehr auf der Schiene stark machte, bräuchte man sich über einen Mangel an Lkw-Fahrern wenig Sorgen zu machen.

Die Vertreterin von Bündnis 90/Die Grünen begründete die Enthaltung ihrer Fraktion mit den im Entwurf enthaltenen Ausnahmen für den ländlichen Raum. Hier sei zwar nachgebessert und bei den Ausnahmen eingegrenzt worden. Einen Grund für diese Ausnahmen gebe es allerdings nicht.
 

(07.10.2020, prh)

Zum Gesetzentwurf (PDF, 76 Seiten)

vgl.: Qualifizierung und Weiterbildung für Berufskraftfahrer werden Pflicht

 

Schweiz: Weiterbildungsanbieter erwarten wegen der Corona-Krise massive Umsatzeinbußen

Corona/Covid-19

Die Maßnahmen der Schweizer Bundespolitik zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben auch die Weiterbildungsbranche getroffen: Während des Verbots des Präsenzunterrichts konnte nur knapp die Hälfte des Bildungsangebots stattfinden. Die Anbieter erwarten deutliche Umsatzeinbußen bis Ende Jahr.

Die diesjährige Anbieterbefragung des Schweizerischen Verbandes für Weiterbildung SVEB widmet sich den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Weiterbildung. Erste Ergebnisse der Umfrage zeigen nun, dass sich die wirtschaftliche Situation der Weiterbildungsanbieter deutlich verschlechtert hat.

56 Prozent der Weiterbildungskurse mussten während des Präsenzverbotes von Mitte März bis Anfang Juni abgesagt werden. Für das ganze Jahr 2020 wird damit gerechnet, dass ein Viertel des Angebots nicht durchgeführt werden kann. Zudem erwarten die Anbieter mehrheitlich eine sinkende Nachfrage und Umsatzeinbussen von durchschnittlich knapp 30 Prozent.  

Prognose zur Entwicklung der Weiterbildungsnachfrage in 2020Prognose zur Entwicklung der Weiterbildungsnachfrage in 2020

Die Corona-Pandemie führte jedoch auch zu einem Digitalisierungsschub in der Weiterbildung: 85 Prozent der Weiterbildungsinstitutionen haben ihr Angebot infolge der Pandemie angepasst. Die weitaus häufigste Anpassung betrifft den Einsatz digitaler Technologien. Zahlreiche Kurse wurden entweder teilweise digitalisiert oder ganz auf online umgestellt. Ob diese Entwicklung die Weiterbildung nachhaltig verändert, ist offen.

Hintergrund
551 Bildungsanbieter haben an der diesjährigen Umfrage teilgenommen. Die vollständige Auswertung ist voraussichtlich Ende November verfügbar.

  (02.10.2020, prh)

Erste Resultate der Anbieterbefragung 2020 (PDF, 2 Seiten)

 

New Learning: Hagener Manifest fordert neues Verständnis vom Lernen

Hagener Manifest

Wie wollen, wie können, wie müssen wir zukünftig lernen? Diesen Fragen widmet sich das Hagener Manifest zu New Learning. Das Manifest entstand in einem kollaborativen Arbeitsprozess von 37 Bildungsexpert*innen aus ganz Deutschland. Initiiert hat es die FernUniversität in Hagen. Die Autor*innen wollen die bildungspolitische Debatte um neue Formen des Lernens in Zeiten der digitalen Transformation vorantreiben.

Das Hagener Manifest zu New Learning formuliert in zwölf Thesen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für einen neuen Lernbegriff, der dem digitalen Wandel der Gesellschaft Rechnung trägt. New Learning ist die entscheidende Fähigkeit, diesen Wandel zu verstehen und ihn aktiv mitzugestalten. Es stellt die Lernenden in den Mittelpunkt und befähigt sie, in ihrer digitalen Lebensrealität lebenslang zu lernen. Mit diesem Ziel beleuchten die Autor*innen im Manifest Fragen von lebenslanger Bildung und Chancengerechtigkeit, von digitalen Kompetenzen und Lernsettings, von Technologie und Datenschutz und thematisieren bildungspolitische Rahmenbedingungen des Lernens.

In dem Manifest heißt es, dass »es überfällig (sei), ein grundlegend neues Verständnis vom Lernen zu entwickeln«. Neben neuen digitalen Vermittlungsformaten und Kompetenzanforderungen betrifft das unter anderem die Entwicklung zukunftsfähiger kooperativer Organisationsformen und innovativer politischer Förderkonzepte des Lernens. Fragen der Bildungsgerechtigkeit und Chancengerechtigkeit spielten in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Und Lernerfolge ließen sich nicht nur an Abschlüssen festmachen.

Forderungen an die Politik

»Mit dem Hagener Manifest denken wir das Lernen neu. Es sollte angepasst sein an unsere gesellschaftliche, sehr digital bestimmte Realität, aber diese auch aktiv gestalten. Das bedeutet weit mehr als nur innovative Technik. Wir brauchen dafür ganz spezifische Kompetenzen«, so Prof. Dr. Ada Pellert, Rektorin der FernUniversität in Hagen, die das Hagener Manifest ins Leben gerufen hat. Dem Bildungssystem in Deutschland fehlten dafür bisher noch angemessene Konzepte und Lösungsansätze. Das Hagener Manifest formuliert daher auch konkrete Forderungen an die Politik. »New Learning erfordert ein Denken und Handeln über die Grenzen einzelner Institutionen und politischer Zuständigkeiten hinweg«, sagt Pellert.

Bildungspolitische Debatte anstoßen

Das Hagener Manifest zu New Learning entstand in enger Zusammenarbeit mit Bildungsexpert*innen aus ganz Deutschland. Das Rektorat der FernUniversität in Hagen, das Institut für Bildungswissenschaft und Medienforschung (IfBM), das Zentrum für pädagogische Berufsgruppen- und Organisationsforschung (ZeBO) und der Forschungsschwerpunkt Digitalisierung, Diversität und Lebenslanges Lernen (D²L²) haben gemeinsam mit namhaften Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Bildung und Wirtschaft den Text verfasst. Zu den 37 Beteiligten gehören unter anderem die Publizistin und Kommunikationswissenschaftlerin Prof. Dr. Miriam Meckel, Dr. Jörg Dräger, Mitglied des Vorstands der Bertelsmann-Stiftung, Verena Pausder, Young Global Leader des Weltwirtschaftsforums und Vorständin von Digitale Bildung für Alle e.V. sowie Magdalena Rogl, Head of Digital Channels bei Microsoft. Das Manifest wurde jetzt auf der Webseite der Fernuni Hagen  veröffentlicht. Dort finden sich auch Statements der Mitwirkenden zu New Learning.

Die Autor*innen wünschen sich, dass die Debatte um New Learning jetzt öffentlich weitergeht. Mit den Hashtags #HagenerManifest und #NewLearning können Leserinnen, Leser, Unterzeichnerinnen und Unterzeichner das Hagener Manifest in den sozialen Netzwerken kommentieren und zu seiner Verbreitung beitragen. Ein virtueller Kongress am 26. November 2020 greift die Diskussionen um New Learning und das Hagener Manifest dann erneut auf. (02.10.2020, prh)

Zum Hagener Manifest

 

wb-web mit Comenius EduMedaille ausgezeichnet

wb-web
wb-web wurde ausgezeichnet: Nicht nur mit dem Comenius EduMedia Siegel, sondern auch mit der begehrten Comenius-Medaille für »herausragende digitale Bildungsarbeit« 
 
Laudator Dr. Bernd Mikuszeit würdigte wb-web als didaktisch und methodisch sehr empfehlenswertes Angebot: »In mediengestützten Lehr- und Lernarrangements nimmt die digitale Kompetenz von Lehrenden eine Schlüsselrolle ein. wb-web ist dafür ein ausgezeichnetes Onlineportal. Es vermittelt Lehrenden in der Erwachsenen- und Weiterbildung wissenschaftlich fundiertes pädagogisches Fachwissen. Die Inhalte sind als OERs (Open Educational Resources) frei verfügbar. Den Nutzerinnen und Nutzern stehen Handlungsanleitungen, Checklisten, Wissensbausteine, Fallbeispiele und vieles mehr zur Verfügung. Hervorzuheben ist, dass wb-web die Möglichkeit bietet, sich in einer Fachcommunity auszutauschen. Im Lernbereich des Portals können Selbstlernangebote zur Kursplanung und -durchführung kostenfrei absolviert werden. wb-web leistet damit einen fundierten Beitrag zur Kompetenzentwicklung und Professionalisierung von Lehrenden in der Erwachsenenbildung.«
 
»Wir freuen uns alle sehr, dass unser Portal bzw. das Team dahinter diese renommierte Auszeichnung erhalten hat. Sie verpflichtet uns zugleich, uns als wissenschaftliche Einrichtung weiter für die Unterstützung der Praxis zu engagieren. Nur gemeinsam können wir es schaffen, die digitale Transformation im Interesse der lernenden Erwachsenen zu bewältigen«, so Prof. Josef Schrader, Wissenschaftlicher Direktor des DIE.
 
Die kontinuierliche steigende Zahl an Nutzerinnen und Nutzern zeigt, dass die Zielgruppe das Angebot als wertvolle Unterstützung schätzt. Seit Beginn der Corona-Pandemie stieg die Zahl der Portalbesucher deutlich an. Insbesondere Materialien zur Gestaltung netzbasierter Lehr-Lern-Angebote sind jetzt wichtig. Das Redaktionsteam reagiert auf diese Nachfrage mit zahlreichen digitalen Informations- und Fortbildungsangeboten. Das Team von wb-web freut sich über die Auszeichnung und sieht sie als Ansporn, auch weiterhin aktuelle, praxisnahe und fundierte Arbeit für die Erwachsenen- und Weiterbildung zu leisten.
 
Die Comenius-Medaille und das Comenius EduMedia Siegel werden durch die Gesellschaft für Pädagogik, Information und Medien e.V. (GIP) verliehen. Der Comenius-Award zeichnet pädagogisch, inhaltlich und gestalterisch herausragende digitale Bildungsmedien aus.


(01.10.2020, prh)

Portal wb-web

 

GEW fordert Stärkung des Zweiten Bildungsweges

Der Zweite Bildungsweg
Bildungsgewerkschaft veröffentlicht Gutachten »Der Zweite Bildungsweg in den Bundesländern« 

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mahnt die Länder, das Nachholen schulischer Abschlüsse als Teil der Erwachsenenbildung auszubauen. »Sieben Prozent der Schülerinnen und Schüler haben das Schulsystem ohne Abschluss verlassen. Dieser Anteil ist in den vergangenen Jahren laut ‚Nationalem Bildungsbericht‘ gestiegen. Diese Menschen brauchen dringend eine zweite Chance, um einen Abschluss zu machen«, sagte heute Ansgar Klinger, GEW-Vorstandsmitglied für Berufs- und Weiterbildung.

Auch wenn in den vergangenen Jahrzehnten durch Strukturreformen im Bildungswesen die sogenannte Durchlässigkeit erhöht worden sei, stelle der Bildungsbericht aktuell sinkende Absolventen-Quoten für den mittleren Abschluss und die Hochschulreife fest. »Dennoch bleibt der Stellenwert formaler Abschlüsse und Zertifikate im Rahmen der Lebens- und Berufsbildungsbiografien in unserer Gesellschaft außerordentlich hoch. Das unterstreicht, wie dringend notwendig ein leistungsfähiger transparenter Zweiter Bildungsweg für die Lernenden ist«, betonte Klinger.

»Selbst Fachleuten aus den Landesverwaltungen fällt eine nachvollziehbare Darstellung der Möglichkeiten des Zweiten Bildungsweges schwer. Das spiegelt die desolate Situation des Zweiten Bildungswegs in vielen Ländern wider«, sagte Weiterbildungsvorstand Klinger. Deshalb habe die GEW das Gutachten »Der Zweite Bildungsweg in den Bundesländern – Strukturen und Perspektiven« von Prof. Bernd Käpplinger initiiert, das dieser heute während einer Fachtagung vorstellte.

Die Expertise zeige auf, wie unterschiedlich die Zuständigkeiten für den Zweiten Bildungsweg in den Landesregierungen und -verwaltungen geregelt sind. »Dabei macht gerade die Nationale Weiterbildungsstrategie deutlich, wie wichtig es vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels ist, Begabungsreserven zu heben, indem die Lernenden Entfaltungsmöglichkeiten bekommen. Die Lehrkräfte brauchen ihrer Qualifikation und der gesellschaftlichen Bedeutung ihrer Aufgabe entsprechende Arbeitsbedingungen, sind aber in mehreren Bundesländern prekär beschäftigt. Die Länder sind gefordert, für gute und sichere Arbeitsplätze zu sorgen«, unterstrich Klinger.

Hintergrund
Schulische Abschlüsse als Teil der Erwachsenenbildung nachzuholen, wird als Zweiter Bildungsweg (ZBW) verstanden. Dass schulische Abschlüsse außerhalb der Regelschule erworben werden können, wurde erstmals in der Weimarer Republik als Errungenschaft der Arbeiterbewegung und der Sozialdemokratie möglich. Heute sind die schulabschlussbezogenen Angebote des ZBW in der Öffentlichkeit kaum bekannt.

Die der GEW nahestehende Max-Traeger-Stiftung hatte den Bildungsforscher Prof. Bernd Käpplinger beauftragt, das Gutachten »Der Zweite Bildungsweg in den Bundesländern – Strukturen und Perspektiven« zu erstellen, um diese Informationsdefizite zu verringern.
 
(23.09.2020, prh)

Zum Gutachten (PDF, 89 Seiten)

vgl.: Zweiter Bildungsweg als Chance

 

Baden-Württembergs Weiterbildungsportal jetzt mit Katalog für Online-Kurse

Logo fortbildung-bw.de
»Die Corona-Pandemie sorgt für große Umwälzungen in der Wirtschaft, dem Arbeitsleben und auch im Bildungssektor. Wir haben zügig darauf reagiert, dass digitale Weitebildungsangebote in kurzer Zeit sehr viel wichtiger geworden sind und unser Weiterbildungsportal www.fortbildung-bw.de angepasst. Wir setzen auf neue, innovative Lernformen und Online-Weiterbildung«, sagte Arbeits- und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am 21. September 2020 in Stuttgart.

Das Weiterbildungsportal des Landes wurde in den Sommermonaten angepasst und wird so diesen neuen Anforderungen gerecht: Der klassische Kurskatalog für Präsenzkurse mit über 40.000 Kursen von Weiterbildungsanbietern aus Baden-Württemberg wurde ergänzt. Das Portal verfügt nun auch über einen speziellen Katalog für Online-Weiterbildungsangebote. Diese können ohne Präsenz vor Ort im Internet absolviert werden.

Dazu sagte die Ministerin: »Wir nutzen die Krise auch als Chance. Nun sind auch digitale Lernangebote in koordinierter, aber zeitlich flexibler Form sowie virtuelle Präsenzangebote und hybride Mischformen mit Präsenz- und Online-Teilnahme möglich. Damit setzt Baden-Württemberg bundesweit neue Standards bei digitalen Weiterbildungsangeboten. Die Weiterbildungsanbieter reagieren rasch, viele stellen von Präsenz- auf Online-Kurse oder Mischformen um.«

»Bereits in den ersten Tagen haben weit über 350 Bildungsanbieter ihre Online-Angebote eingestellt. Das zeigt uns einmal mehr, wie wichtig unser Weiterbildungsportal in der Weiterbildungslandschaft Baden-Württembergs ist. Und die Zahl nimmt erfreulicherweise stetig zu«, so Hoffmeister-Kraut.

Auch bei den digitalen Weiterbildungsangeboten wird auf eine hohe Qualität geachtet, so sind lediglich Online-Kurse mit festem Ansprechpartner zugelassen. Dieser muss mit seinem Fachwissen über den gesamten Zeitraum des Angebotes beim Weiterbildungsanbieter zur Verfügung stehen. Zielgruppe sind alle Besucherinnen und Besucher des Portals www.fortbildung-bw.de, die eine berufliche Weiterbildung anstreben. Sie können ab sofort beim Stöbern nach passenden Kursen auf »Suche nach Online-Kursen« umschalten und sich gezielt über digitale Weiterbildungsangebote informieren.

Hintergrund
Das vom Land betriebene Weiterbildungsportal www.fortbildung-bw.de ist die zentrale digitale Kommunikationsplattform und ein Marktplatz der beruflichen Weiterbildung in Baden-Württemberg. Es beinhaltet eine Suchmaschine zum schnellen Auffinden von Weiterbildungsanbietern und Weiterbildungskursen, nun auch für Online-Angebote. Allein im Jahr 2019 verzeichnete das Portal mehr als 700.000 Besucherinnen und Besucher. Täglich recherchieren mehr als 1000 Weiterbildungsinteressierte für sie passenden Weiterbildungsangebote auf dem Weiterbildungsportal.

Die Weiterbildungsplattform ist auch Kooperationspartner des InfoWeb Weiterbildung.

QUELLE: Wirtschaftsministerium des Landes (22.09.2020, wimibw/prh)

Zum Portal

 

bildungsgeschichte.de: Digitale Wissensressourcen auf einen Blick

DIPF-Logo

Ob digitalisierte Quellenbestände, Forschungsdaten oder Web-Archive: Die neue Website »bildungsgeschichte.de« beschreibt fachkundig, was sie beinhalten und wo sie zu finden sind. Wissenschaftler*innen, die historisch zu Bildung und Erziehung forschen, können sich so einen differenzierten Einblick in verfügbare digitale Wissensressourcen verschaffen oder über eigene Angebote dieser Art publizieren.

Anbieter von bildungsgeschichte.de ist die BBF | Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation.

»Unsere Website bildungsgeschichte.de soll die zentrale Plattform für digitale Wissensressourcen zur Bildungsgeschichte im Netz werden«, sagt Professorin Dr. Sabine Reh, wissenschaftliche Direktorin der BBF und Stellvertretende Geschäftsführende Direktorin des DIPF. Das Angebot richtet sich vor allem an die mit den Methoden der digitalen Geisteswissenschaften (Digital Humanities) arbeitende Forschungscommunity. »Die Forschenden werden darin unterstützt, digitale Quellen und Forschungsdaten zu finden, zu verwenden und für andere zur Nachnutzung bereitzustellen«, so Reh.

Beiträge für bildungsgeschichte.de können Bildungshistoriker*innen einreichen, die Angebote für die Forschung beschreiben möchten. Solche Angebote wären etwa Datenbanken zu einzelnen Themenbereichen (zum Beispiel zur historischen Kindersachliteratur), Quellensammlungen aus Forschungsprojekten oder Volltextdatenbestände, die sich über Computerschnittstellen automatisch auswerten lassen.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die sich durch wissenschaftliche Qualität und Relevanz auszeichnen. Das für die Plattform verantwortliche BBF-Team begutachtet alle Einreichungen aus bildungshistorischer und informationswissenschaftlicher Perspektive. Alle veröffentlichten Texte stehen frei zugänglich (Open Access) unter der Creative-Commons-Lizenz »Namensnennung 4.0 International« (CC BY 4.0) zur Verfügung. Die Lizenz bietet alle Möglichkeiten, das Material zu teilen und zu bearbeiten, und verlangt nur, Angaben zu den Urheber*innen und zu den Rechten zu machen. Jeder Beitrag erhält zudem einen dauerhaften digitalen Identifikator (DOI), worüber die Texte leichter aufzufinden und zu zitieren sind.

 
(17.09.2020, prh)

bildungsgeschichte.de

 

Kulturelle Bildung in der Aus-, Fort- und Weiterbildung stärken

Kulturort Schule

Schulen sind wichtige Kulturorte – aber noch nicht für alle Schülerinnen und Schüler gleichermaßen. Die bildungspolitische Handreichung des unabhängigen Expertengremiums Rat für Kulturelle Bildung zum »Kulturort Schule« nimmt die allgemeine Bildungsfunktion von Schulen, ihre soziale Struktur und ihre besonderen ästhetisch-künstlerischen Aufgaben in den Blick.

Der Expertenrat beleuchtet dabei, wie ein chancengerechter Zugang zu Kunst und Kultur an allgemeinbildenden Schulen für alle Kinder gewährleistet werden kann.

Udo Michallik, Generalsekretär der Kultusministerkonferenz im Grußwort zur Handreichung: »Für Schulen ist die Kulturelle Bildung ein Grundauftrag. Sie leistet unverzichtbare Beiträge zur emotionalen und sozialen und nicht zuletzt persönlichen Entwicklung. Sie wirkt integrierend, indem sie kulturelle Vielfalt erlebbar werden lässt, und sie trägt dazu bei, sozial bedingte Bildungsnachteile auszugleichen. Ihre Bedeutung im Bildungsauftrag der Schulen nimmt tendenziell eher zu als ab.«

»Die Bildungspolitik ist aufgefordert, allgemeinbildende Schulen angesichts der Corona-Krise jetzt erst recht als zentrale Kulturorte innerhalb der kommunalen Bildungslandschaft weiterzuentwickeln. In den letzten Monaten wurde deutlich, dass sich die vorhandenen Unterschiede in den Lern- und Bildungsvoraussetzungen erheblich verstärkt haben. Der Expertenrat beobachtet dies gerade auch in Bezug auf die künstlerischen Fächer und Bereiche. Die Bildungsgerechtigkeit ist in hohem Maße gefährdet«, so Prof. Eckart Liebau, Vorsitzender des Expertengremiums.

Das Expertengremium empfiehlt der Bildungspolitik, insbesondere in den Ländern und Kommunen, die ästhetischen Prinzipien am Kulturort Schule stärker zu berücksichtigen, strukturell und personell langfristig zu verankern und finanziell zu sichern – sie insgesamt also deutlich aufzuwerten.


Der Kulturort Schule in der kommunalen BildungslandschaftDer Kulturort Schule in der kommunalen Bildungslandschaft © RfKB Diemut Schilling

Drei Empfehlungen

  • Künstlerisch-ästhetisches Angebot in der Schulbildung erweitern
    Um einen Zugang zu Kultureller Bildung für alle Schüler*innen zu ermöglichen, fordert der Expertenrat eine Unterrichtsgarantie für qualifizierten Kunst- und Musikunterricht mit einer zuverlässigen personellen und finanziellen Ausstattung. Zudem sollte der ästhetisch-literarische Anteil im Deutsch- und Fremdsprachenunterricht erhöht werden. Theater/Darstellendes Spiel und Tanz sollte, über die allerorts zu gewährleistenden außerunterrichtlichen Angebote hinaus, auch als Unterrichtsfach in allen Schularten ausgebaut werden.

  • Bessere Perspektiven für den Ganztag schaffen
    Zur Verbesserung der Angebotslage im Ganztagsbereich empfiehlt der Expertenrat ein von den Ländern und Kommunen getragenes Kulturbudget für Schulen. Er fordert zudem eine rechtliche und inhaltliche Aufwertung des schulischen Ganztags – weg von der vorrangigen Idee der Betreuung hin zu einem Angebot, das den Kultur- und Bildungsort Schule substanziell erweitert. Dazu sind Mindeststandards hinsichtlich der personellen, finanziellen, räumlichen und sachlichen Ausstattung zu entwickeln.

  • Kulturelle Bildung in der Aus-, Fort- und Weiterbildung stärken
    Kulturelle Bildung muss zum verpflichtenden Bestandteil der Lehrerbildung in Studium, Referendariat und Fortbildung werden, da Fähigkeiten der Wahrnehmung, des Ausdrucks, der Darstellung und der Gestaltung wesentliche professionelle Grundlagen der Lehrerarbeit und aller pädagogischen Berufe bilden. Zudem ist es erforderlich, dass es aufseiten der Schulen und Schulleitungen eine größere Kenntnis und Anerkennung von Zertifikaten gibt, mit denen die im Ganztagsbereich außerunterrichtlich tätigen Fachkräfte ihre pädagogische und didaktische Eignung nachweisen.

Hintergrund
Der Rat für Kulturelle Bildung ist ein unabhängiges Beratungsgremium, das sich umfassend mit der Lage und der Qualität Kultureller Bildung in Deutschland befasst. Ihm gehören elf Mitglieder an, die verschiedene Bereiche der Kulturellen Bildung repräsentieren: Tanz- und Theaterpädagogik, Musik- und Literaturvermittlung, Bildungsforschung, Erziehungswissenschaften, Pädagogik, Medienpädagogik, Politische Bildung, Soziologie, Kulturelle Bildung und die Künste. (16.09.2020, prh)

RAT FÜR KULTURELLE BILDUNG

 

Bildungsprämie: Förderprogramm um ein Jahr verlängert

Bildungsprämie

Größerer Einsatzbereich, keine Altersgrenze, jährliche Förderung: Dank neuer Förderkonditionen für das Bundesprogramm Bildungsprämie erhalten Weiterbildungsinteressierte die Chance auf finanzielle Unterstützung.

Wie die Programmstelle Bildungsprämie des BIBB mitteilt, können Personen, die sich beruflich weiterbilden möchten, Prämiengutscheine der Bildungsprämie noch bis Ende 2021 erhalten. Die Prämiengutscheine müssen durch den Weiterbildungsanbieter bis spätestens 31.Dezember 2022 zur Abrechnung eingereicht werden. Entsprechend müssen die geförderten Weiterbildungen bis dahin beendet worden sein.

Das BMBF hat mit dieser Verlängerung u.a. auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Beschäftigungsmarkt reagiert.

Hintergrund
Das Bundesprogramm Bildungsprämie richtet sich an Personen mit geringem Einkommen. Die Prämie fördert individuelle berufsbezogene Weiterbildung unabhängig vom Arbeitgeber, um Menschen dabei zu helfen, ihre beruflichen Ziele zu verwirklichen. Die Förderung beträgt 50 Prozent der Veranstaltungskosten. Sie ist auf maximal 500 Euro begrenzt. Das Programm besteht seit 2008. Es wird vom BMBF und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Bisher sind über 350.000 Gutscheine der Bildungsprämie ausgegeben worden.


(16.09.2020, prh)

Weitere Informationen zur Bildungsprämie

 

Überarbeitete Brandenburger Weiterbildungsrichtlinie gestartet

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Seit dem 14. September 2020 ist die überarbeitete Weiterbildungsrichtlinie des Landes Brandenburg mit geänderten Förderkonditionen in Kraft getreten. Ab sofort können Unternehmen, Vereine sowie Träger der Kinder- und Jugendhilfe Anträge über das Online-Kundenportal der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) stellen.

Ziel ist es, die Beteiligung an beruflicher Weiterbildung im Land Brandenburg zu erhöhen. Die Weiterbildungsrichtlinie 2020 tritt am 30. Juni 2022 außer Kraft.

Mit der Neuauflage der Richtlinie wurden die Förderkonditionen angepasst:

  • Zwei bisher getrennte Förderelemente wurden nun zu einem Förderelement zusammengefasst: »Berufliche Weiterbildung in Unternehmen, Vereinen und öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe«
  • Hier gilt jetzt ein einheitlicher Zuschuss in Höhe von 50 Prozent.
  • Zudem wurde die Mindesthöhe des beantragten Zuschusses von 500 auf 1.000 Euro erhöht.

Nähere Informationen finden Sie im Portal »Weiterbildung Brandenburg« in der Rubrik »Fördermöglichkeiten«.

  (15.09.2020, prh/WBB)

Quelle und weiterführende Informationen

 

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Europäische Woche der beruflichen Qualifikationen

vom 09.11.2020 bis zum 13.11.2020

Unter dem Motto #DiscoverYourTalent findet im November 2020 bereits zum fünften Mal die Europäische Woche der Berufsbildung in ganz Europa statt.

Die »Europäische Woche der beruflichen Qualifikationen« ist eine jährliche Veranstaltung, bei der lokale, regionale oder nationale Organisationen das Beste aus der beruflichen Aus- und Weiterbildung präsentieren.

 

Hagener Manifest zu New Learning (Online-Kongress)

vom 26.11.2020 um 15:00 Uhr bis zum 26.11.2020 um 18:00 Uhr

Zum Thema siehe auch: New Learning: Hagener Manifest fordert neues Verständnis vom Lernen

Weitere Informationen folgen...

 

Digitale Erwachsenenbildung - Qualität und Professionalität (Live-Stream)

vom 01.12.2020 um 10:00 Uhr bis zum 01.12.2020 um 16:00 Uhr

Das Online-Event »DIE-Forum Weiterbildung 2020« legt die Fragen nach Qualität und Professionalität als Messlatte an die Digitalisierung in der Erwachsenen- und Weiterbildung.

Im Austausch mit Akteuren aus Wissenschaft und Praxis der Erwachsenenbildung wird darüber gesprochen, wie bisherige Konzepte von Qualität und Professionalität durch den Einsatz digitaler Bildungstechnologien herausgefordert werden.

Eingeladen sind alle, die in der Erwachsenen- und Weiterbildung tätig sind oder educational technologies entwickeln: Leitende, Planende und Lehrende aus der Praxis, Profis aus der Digitalwirtschaft, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Interessierte aus der Politik.

 

LEARNTEC 2021 (Karlsruhe)

vom 02.02.2021 bis zum 04.02.2021

Die Corona-Pandemie trifft die Messebranche besonders schwer, viele Veranstaltungen wurden bereits abgesagt oder verschoben.

Findet die LEARNTEC statt?

Messen und Kongresse gelten nicht als Großveranstaltung und dürfen gemäß der Corona-Verordnung Messen der Landesregierung Baden-Württemberg seit dem 1. September 2020 wieder stattfinden. Diese spezielle Verordnung zur Durchführung von Messen, Ausstellungen und Kongressen schafft die rechtliche Grundlage für die LEARNTEC. Aktuell (September 2020) wird daher die Durchführung der LEARNTEC im Februar 2021 geplant.

(QUELLE: LEARNTEC)

 

didacta 2021 (Stuttgart)

vom 23.03.2021 bis zum 27.03.2021

Als Fachmesse gibt die didacta - die Bildungsmesse einen umfassenden Einblick in das gesamte Bildungswesen von der frühkindlichen Bildung, über die berufliche Bildung bis hin zum lebenslangen Lernen.

Im Jahr 2020 musste die Messe wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.

 

 

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