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FDP tritt für zweites Bildungssystem ein

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Die Freien Demokraten halten sowohl die Nationale Weiterbildungsstrategie als auch das Qualifizierungschancengesetz für unzureichend, da zwei Drittel der Beschäftigten »noch immer nicht regelmäßig an Weiterbildungen« teilnähmen. Diese Auffassung vertritt der Sozialpolitiker Johannes Vogel in einem Interview mit dem Handelsblatt. 

Die FDP möchte ein »echtes zweites Bildungssystem für das ganze Leben« errichten. Dieses sollte die Angebote der Bundesagentur für Arbeit und eine steuerliche Förderung von Qualifizierung vor allem in KMUs zusammenführen, ergänzt um neue Instrumente für eine Unterstützung der persönlichen Weiterbildung. Realisiert werden könnte das nach Ansicht Vogels durch »eine Art gefördertem Bildungssparen«, indem Beschäftigte einen Teil ihres Gehalts steuer- und abgabenfrei in einen Topf einbringen können. Ergänzend sollten auch Einzahlungen des Arbeitgebers oder Umwandlung von Überstunden möglich sein. Um ein solches Ansparen auch für Beschäftigte mit geringerem Einkommen zu ermöglichen, ist nach Vorstellung der Liberalen auch ein jährlicher staatlicher Zuschuss (»Midlife-BaFöG«) vorstellbar.

Ein zweites Bildungssystem zur Weiterqualifizierung sei dabei »eine Frage von nationaler Bedeutung«; es müsse eine gesellschaftliche Debatte geführt werden, dass »Weiterbildung keine Last ist, sondern für jede und jeden eine Chance«.


(22.10.2019, prh)

Das vollständige Handelsblatt-Interview im Wortlaut

siehe auch: Smart Germany - Deutschlands digitale Kompetenzen stärken

 

Digitale Kompetenzen: E-Learning in Aus- und Weiterbildung hilft

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Zwei Drittel aller deutschen Unternehmen sieht in der Nutzung digitaler Lernmedien ein wichtiges Instrument, um mit der Digitalisierung Schritt halten zu können. Im Jahr 2018 gaben bei einer Umfrage acht von zehn Unternehmen an, bereits digitale Medien in der Aus- und Weiterbildung einzusetzen.

Dies zeigt eine Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) am Institut der deutschen Wirtschaft (IW) zum Stand der digitalen Bildung in Deutschland. Schwierigkeiten für einen noch intensiveren Einsatz digitaler Formate sehen Betriebe in der eigenen Unsicherheit, wie sich digitale Medien sinnvoll in den Betriebsalltag integrieren lassen. Zudem bereitet das unübersichtliche Angebot an entsprechenden Produkten Schwierigkeiten. So wünscht sich die Mehrheit der Unternehmen mehr Beispiele aus der Praxis als Orientierungshilfe und Inspiration.

Die fortschreitende Digitalisierung sowie zunehmende Fachkräfteengpässe machen es für Unternehmen unerlässlich, kontinuierlich in die Qualifizierung ihrer Mitarbeitenden zu investieren. So wissen insbesondere kleine Unternehmen digitale Lernmedien zu schätzen und profitieren von der Flexibilität, die mit deren Einsatz verbunden ist. Neben IT-Kompetenzen werden auch Soft Skills im Zuge der Digitalisierung immer wichtiger. Insbesondere Selbstständigkeit, Planungs- und Organisationsfähigkeit sowie Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit gewinnen an Bedeutung. Unter den personalen und sozialen Kompetenzen steht bei 78,7 Prozent der Unternehmen die Offenheit ihrer Mitarbeitenden für neue Ideen im Vordergrund. Mehr als die Hälfte der Befragten halten die Erlangung dieser sozialen Kompetenzen über digitale Medien für geeignet. Gut zwei Drittel aller Unternehmen sieht in der Nutzung digitaler Lernmedien ein wichtiges Instrument, um mit der Digitalisierung Schritt halten zu können. Nur wenige Unternehmen geben an, dass ihre Mitarbeitenden oder das Personal in der Aus -und Weiterbildung digitalen Lernmedien skeptisch gegenüber eingestellt sind.

Dennoch geht fast die Hälfte der Unternehmen davon aus, dass es in den Teams an der benötigten technischen bzw. Medienkompetenz fehle, um vermehrt digitale Lernmedien in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung einsetzen zu können. »Viele Arbeitnehmer verfügen bereits durch die private Nutzung digitaler Medien über beachtliche Kompetenzen. Diese sollten sich Unternehmen verstärkt zu Nutze machen und in den Kontext der betrieblichen Aus- und Weiterbildung übertragen. Hier eignet sich eine Kombination aus klassischem Unterricht und computergestützten Lerneinheiten, dem sogenannten Blended -Learning«, empfiehlt Dr. Regina Flake, Bildungsexpertin und Mitautorin der Studie.

Verunsicherung besteht zudem bei der vorhandenen Vielfalt der E-Learning-Angebote. So fehlt fast zwei Drittel der Unternehmen der Überblick über den E-Learning-Markt und nur 47,8 Prozent fühlen sich beim didaktisch sinnvollen Einsatz digitaler Lernmedien sicher.

»Gerade jene Unternehmen, die digitale Lernmedien bereits einsetzen, bewerten diese auch sehr positiv – sei es zum Aufbau von beruflichem Fachwissen, IT-Kenntnissen oder auch von Soft-Skills. Das sollte eine große Motivation auch für andere Unternehmen sein«, meint Regina Flake. Dazu passt auch, dass sich 80,4 Prozent und damit die große Mehrheit der Unternehmen gute Praxisbeispiele als Inspiration wünscht.


(21.10.2019, prh)

Zur Studie (PDF, 28 Seiten)

siehe auch: »Die digitale Transformation macht ganz Finnland zum KI-Testlabor«

siehe auch: FDP tritt für zweites Bildungssystem ein

 

Smart Germany - Deutschlands digitale Kompetenzen stärken

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Die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag will Bürger*innen beim Thema Künstliche Intelligenz (KI) fit machen  

»Je weiter das Grundverständnis über die Funktionsweise von Algorithmen und ihre Anwendungsmöglichkeiten und -grenzen verbreitet ist, desto besser ist unsere Bevölkerung auf die Arbeitswelt von morgen vorbereitet«, schreibt die Fraktion in einem Antrag und fordert, internetbasierte KI-Kurse anzubieten.

Bislang würden vor allem die Menschen, die am stärksten von Jobverlusten durch Automatisierung und KI betroffen sind, sich am wenigsten mit Weiterbildung und Qualifizierung befassen. Sich aktiv damit auseinanderzusetzen und weiterzubilden, liege nach Ende der Schulzeit zwar in der Verantwortung jedes Einzelnen. Die Bundesrepublik könne ihren Bürger*innen aber Angebote für lebenslanges Lernen machen, die unabhängig vom bisherigen Bildungsweg nutzbar sind, führt die Fraktion aus.

Das Ziel müsse sein, die gesamte deutsche Bevölkerung zu befähigen, innerhalb der digitalen Transformation zu bestehen, heißt es in dem Antrag. Bereits heute sei das Internet die erste Anlaufstelle, um sich zu informieren. Diese Offenheit für Online-Lernen nutze ein internetbasierter KI-Kurs, um die Bevölkerung niedrigschwellig auf die Anforderungen der Arbeitswelt von heute vorzubereiten. Vorbild soll nach Auffassung der Liberalen ein finnischer KI-Kurs sein. Finnland habe sich zum Ziel gesetzt, mindestens ein Prozent der Bevölkerung zu erreichen. Dieses Ziel sei in nur vier Monaten erreicht worden, führt die Fraktion aus.

Die Fraktion fordert die Bundesregierung auf, eine deutsche Übersetzung des finnischen »Elements of AI Kurses« zu vereinbaren, den Kurs für Zielgruppen mit unterschiedlichen Bildungsabschlüssen zu differenzieren und die Finanzierung der Infrastruktur und regelmäßige Aktualisierungen der Kursinhalte dauerhaft im Rahmen der KI-Strategie oder des Zukunftsfonds Digitale Arbeit und Gesellschaft sicherzustellen.

 

(18.10.2019, prh)

Zum Antragstext (PDF, 2 Seiten)

siehe auch: »Die digitale Transformation macht ganz Finnland zum KI-Testlabor«

siehe auch: FDP tritt für zweites Bildungssystem ein

 

Reform der Aufstiegsfortbildungsförderung

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Die 4. Änderung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBGÄndG) soll voraussichtlich im Sommer 2020 in Kraft treten. Für die Neuerungen ist in der 19. Legislaturperiode ein zusätzliches Budget von 350 Millionen Euro auf Seiten des Bundes vorgesehen. Das schreibt die Bundesregierung in ihrem »Bericht über die Wirkungen des Dritten Gesetzes zur Änderung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes«.

Bereits mit dem 3. Gesetz des AFBGÄndG, das am 1. August 2016 in Kraft getreten ist, seien die Leistungen des AFBG deutlich ausgebaut worden. Ein Ziel der Novelle war es, das Aufstiegs-BAföG wieder attraktiver zu machen und mehr Menschen für den beruflichen Aufstieg zu gewinnen. Dabei sollten vor allem mehr Menschen mit Familie und aus den sozialen Berufen motiviert werden.

Um Hemmschwellen Fortbildungsinteressierter vor einer Überschuldung abzubauen und Geförderte weiter zu entlasten, sollen unter anderem die Zuschussanteile in Zukunft laut Bundesregierung weiter angehoben und damit zugleich die Darlehensanteile verringert werden. Geplant ist, den Unterhaltsbeitrag zu einem Vollzuschuss auszubauen und den Maßnahmebeitrag (inklusive Meisterprüfungsstück) auf 50 Prozent anzuheben.

Mit dem Ausbau der Unterhaltsförderung zum Vollzuschuss sollen Vollzeitgeförderte stärker entlastet werden. Davon sollen vor allem diejenigen finanziell profitieren, die über einen längeren Zeitraum Unterhaltsbeiträge erhalten und sich bisher hohe Darlehensrestschulden aufgebaut haben. Hiervon sollen vor allem die Teilnehmer fachschulischer Maßnahmen profitieren, die oft in Vollzeit durchgeführt werden. Die damit verbundene Stärkung der Fachschulmaßnahmen aus den sozialen Bereichen soll einen weiteren Beitrag leisten, mehr Frauen für berufliche Aufstiege zu gewinnen. Bereits seit 2015 sei der Frauenanteil unter den Geförderten um vier Prozentpunkte auf etwa ein Drittel gestiegen, weil bereits mit der 3. AFBGÄndG die Aufstiegsfortbildungen aus dem sozialen Bereich, in dem Frauen zahlenmäßig besonders stark vertreten sind, strukturell stärker gefördert worden seien, heißt es in der Unterrichtung.

Darüber hinaus soll das Förderangebot erweitert werden. Künftig soll ein Aufstieg Schritt für Schritt bis auf »Master-Niveau« ermöglicht werden, indem die Vorbereitung auf Prüfungen aller drei beruflichen Fortbildungsstufen der höherqualifizierenden Berufsbildung gefördert wird. So soll das AFBG weiter zur Stärkung der Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung beitragen.

Bereits beim 3. AFBGÄndG seien neben strukturellen Verbesserungen in den Verfahren und Förderbedingungen der Zugang zur AFBG-Förderung erweitert und die Leistungen angehoben worden, schreibt die Bundesregierung. Damit sei auf Entwicklungen und Trends im deutschen Bildungs- und Qualifizierungssystem reagiert sowie auf Einbußen bei den Förderzahlen im Jahr 2015 worden. Die Leistungsausgaben für das Aufstiegs-BAföG seien seit 2015 deutlich gewachsen. Dies sei zum einen auf gestiegene Förderzahlen und zum anderen auf Anhebungen der Leistungskomponenten mit der 3. AFBG-Novelle zurückzuführen. Indem Bund und Länder mit jedem Jahr deutlich mehr Mittel für das Aufstiegs-BAföG zur Verfügung gestellt haben, hätten sie zum Ausdruck gebracht, dass die berufliche Weiterentwicklung motivierter Bürger*innen für sie Priorität habe.
  (16.10.2019, prh)

Bericht der Bundesregierung (PDF, 26 Seiten)

 

Saarland: Erfolgreiche Weiterbildungsförderung für KMUs

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Das Förderprogramm »Kompetenz durch Weiterbildung« (KdW) wird bisher sehr gut angenommen: Seit Beginn 2016 haben 1.307 Unternehmen und 6.318 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von einer Förderung profitiert. Rund drei Millionen Euro an Fördermittel wurden bisher abgerufen.

Noch bis 2020 stellt das saarländische Wirtschaftsministerium für die Weiterbildung von Beschäftigten in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) insgesamt sechs Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld für die Umsetzung von KdW kommt aus dem Europäischen Sozialfonds.

»Gerade in Zeiten des technologischen Wandels und der Digitalisierung ist Weiterbildung wichtiger denn je. Da KMU im Vergleich zu den Großen meist weniger Ressourcen für die Personalentwicklung zur Verfügung stehen, wollen wir diese Unternehmen gezielt unterstützen«, so Saarlands Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger.

Sie appelliert an die Unternehmen und die Beschäftigten, durch Weiterbildung und lebenslanges Lernen ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt zu sichern oder gar auszubauen. »Die Vorteile der beruflichen Weiterbildung liegen auf der Hand: Für Unternehmen bedeutet sie den Erhalt ihrer Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit, für Beschäftigte stärkt Weiterbildung nicht nur ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt sondern trägt auch zur persönlichen Weiterentwicklung bei«, so die Ministerin.

Durch das Förderprogramm KdW wird den Unternehmen für den Besuch von Weiterbildungsseminaren ihrer Mitarbeiter*innen ein Zuschuss gezahlt. Die Förderanträge werden bei der KdW-Servicestelle gestellt, die bei der FITT gGmbH in Saarbrücken angesiedelt ist. Die Servicestelle übernimmt neben der Abwicklung der Fördermodalitäten auch die Aufgabe, die Unternehmen im Förderverfahren zu beraten und zu unterstützen.

Wer kann eine Förderung durch KdW erhalten?
Kleine und mittlere Unternehmen - nach der Definition der EU - mit maximal 249 Beschäftigten, wenn der Umsatz 50 Millionen Euro bzw. die Bilanzsumme 43 Millionen Euro nicht übersteigt und die eine Betriebsstätte im Saarland haben.

Wie sieht die Förderung aus?
Kleine und mittlere Unternehmen erhalten nach Antragstellung bei Erfüllung der Förderkriterien einen Zuschuss auf die Kosten von Weiterbildungsmaßnahmen, die von ihren Beschäftigten besucht werden. Dieser Zuschuss kann pro Seminarbesuch bis zu 50 Prozent der Seminarkosten, maximal 2.000 Euro, betragen.
Für Anträge mit einem Förderbetrag unter 100 Euro wird aus Wirtschaftlichkeitsgründen kein Zuschuss gewährt. Die Antragshöchstgrenzen betragen für Kleinstunternehmen 20.000 Euro, für kleine Unternehmen 100.000 Euro und für mittlere Unternehmen 250.000 Euro pro Kalenderjahr.

Für weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten des Programms »Kompetenz durch Weiterbildung (KdW steht die Servicestelle gerne zur Verfügung.
Sie ist per E-Mail unter kdw@fitt.de oder telefonisch unter 0681. 58 67- 652 zu erreichen.

  (13.10.2019, prh)

 

Neues digitales Lehrwerk für Alphabetisierungs- und Zweitschriftlernerkurse

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Der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) stellt auf seinem vhs-Lernportal ab sofort kostenfrei ein Lernprogramm für Alphabetisierungs- und Zweitschriftlernerkurse zur Verfügung.

Der sogenannte »ABC-Deutschkurs« bietet Zugewanderten, die die lateinische Schrift noch nicht kennen, eine digitale Einführung in das deutsche Schriftsystem. Er vermittelt die Buchstaben und Laute des Deutschen und trainiert das Lesen und Schreiben von ersten Wörtern und einfachen Sätzen. Die digitalen Lernmaterialien sind für den Präsenzunterricht konzipiert und umfassen acht Lektionen mit jeweils 80 Übungen.

Damit wird der Verband den veränderten Bedürfnissen in Deutschkursen gerecht, wo seit einigen Jahren vermehrt Analphabeten und Zweitschriftlernende vertreten sind. Von rund 200.000 Teilnehmenden in Integrationskursen im Jahr 2018 hat laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) rund ein Viertel einen Alphabetisierungs- oder Zweitschriftlernerkurs besucht.

»Mit einem digitalen Lernprogramm können Migrantinnen und Migranten neben dem Deutschkurs zusätzlich selbstständig lernen und Gelerntes zu Hause wiederholen. Das unterstützt den Spracherwerb nachhaltig und erhöht den Lernerfolg in den Kursen«, betont Gundula Frieling, stellvertretende Verbandsdirektorin im DVV. »Gleichzeitig erhalten Lehrkräfte damit ein wichtiges Instrument, um in den stark heterogen zusammengesetzten Kursen die Teilnehmenden individuell gemäß ihren Potentialen zu fördern«.

Bei der Gestaltung des Lernmaterials wurde berücksichtigt, dass in Alphabetisierungskursen das Bildungsniveau oft insgesamt niedrig ist und die Teilnehmenden nur wenig Erfahrung im Sprachenlernen sowie im Umgang mit digitalen Medien haben. Das Lernportal ist für Smartphones optimiert, so dass die Teilnehmenden die Endgeräte nutzen können, die ihnen vertraut sind. Menüführung und Aufgabenstellung sind als Audiotext hinterlegt. Erklärende Videos unterstützen zusätzlich das selbstständige Arbeiten mit dem Portal.

Der ABC-Deutschkurs wurde ebenso wie alle Deutsch- und Grundbildungskurse im vhs-Lernportal mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung entwickelt.

 

(10.10.2019, dvv/prh)

Weiterführende Informationen

 

Mitarbeiter genervt von IT-Sicherheit - Weiterbildung hilft

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Passwortwechsel und komplizierte Authentifizierung nerven die Beschäftigten  *  Unternehmen sollten verstärkt in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren und die Usability immer im Blick behalten 

Regelmäßige Passwortwechsel, komplizierte Authentifizierung, gesperrte USB-Ports oder fehlerhaft agierende Spamfilter: 58 Prozent der Unternehmen in Deutschland geben an, dass ihre Mitarbeiter*innen häufig genervt sind, weil sie bestimmte IT-Sicherheitsanforderungen erfüllen müssen. Das hat eine repräsentative Ipsos-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands unter 503 Unternehmen ab 10 Mitarbeitern ergeben.

»IT-Sicherheitsmaßnahmen dürfen die Mitarbeiter nicht drangsalieren«, sagte Marc Fliehe, Leiter Digitales beim TÜV-Verband, zum Start der IT-Sicherheitsmesse it-sa in Nürnberg. »IT-Sicherheit muss sich so natürlich wie möglich in den Arbeitsalltag integrieren lassen«. Das sei aber heute oftmals noch nicht der Fall. Gleichzeitig müssten die Unternehmen unter ihren Beschäftigten das Bewusstsein schaffen, dass IT-Sicherheitsmaßnahmen mehr als nur ein lästiges Übel sind.

Aus Sicht des TÜV-Verbands sollten Unternehmen bei der IT-Sicherheit die Benutzerfreundlichkeit immer im Blick behalten, um die notwendige Anwenderakzeptanz zu schaffen. Technologische Entwicklungen beispielsweise können hier Abhilfe schaffen. Schon heute kann beispielsweise die Eingabe langer Passwörter oder Ziffernfolgen durch biometrische Verfahren wie Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Iris-Scan ersetzt werden. »Vorgaben wie regelmäßige Passwortwechsel bei der Windows-Anmeldung oder anderen Anwendungen gelten inzwischen als überholt«, sagte Fliehe. »Die Unternehmen sollten ihren Mitarbeitern geeignete Tools wie Passwortmanager, Zertifikate oder biometrische Verfahren zur Verfügung stellen, damit ihnen die Umsetzung von IT-Sicherheitsvorgaben leicht von der Hand geht«.

Darüber hinaus sollten Unternehmen verstärkt in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter*innen investieren: »Zur heute notwendigen digitalen Kompetenz gehört der sichere Umgang mit IT-Anwendungen«, betonte Fliehe. Individuell zugeschnittene Lernangebote, die das Kenntnisniveau der Anwender berücksichtigen, schaffen eine Wissensgrundlage und fördern das Bewusstsein für die Notwendigkeit von IT-Sicherheitsmaßnahmen. Dazu gehört auch das Wissen, wie sich Mitarbeiter im Fall eines Cyberangriffs verhalten sollten. Fliehe: »Viele Mitarbeiter empfinden den Umgang mit IT-Sicherheitsmaßnahmen als zusätzliche Hürde und nervig. Aber die Folgen eines erfolgreichen Cyberangriffs nerven noch viel mehr. Wie man diesen vorbeugen kann, diskutieren wir aktuell auch auf der it-sa«.

Hintergrund
Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Unternehmensumfrage des Marktforschungsunternehmens ipsos im Auftrag des TÜV-Verbands unter 503 Unternehmen ab 10 Mitarbeitern in Deutschland. Befragt wurden die Verantwortlichen für IT-Sicherheit oder die Geschäftsleitung.

QUELLE: Nach einer Meldung des TÜV-Verbandes (09.10.2019, prh)

 

Studie: Digitale Transformation gelingt nur mit begleitendem Kulturwandel

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Knapp die Hälfte der befragten Führungskräfte unterschätzt Kulturarbeit als entscheidenden Erfolgsfaktor für Digitalisierung 

Nichts verändert unsere Arbeitswelt aktuell so stark wie der fortschreitende digitale Wandel. Was Unternehmen oft unterschätzen: Neben der offensichtlichen technischen Komponente müssen auch kulturelle und organisatorische Aspekte mitgedacht werden.

Dass hier in deutschen Unternehmen Nachholbedarf besteht, zeigt eine neue Führungskräfte-Studie von ComTeam. Nur knapp ein Drittel der Befragten sieht ihr Unternehmen technisch, kulturell und organisatorisch gut aufgestellt. Auch beim Thema Weiterbildung, die laut Studie in Zukunft immer wichtiger wird, gibt es gerade im digitalen Bereich viel zu tun.

Mit ihrer Umfrage unter 700 Führungskräften liefert die Studie aktuelle Ergebnisse rund um die Themen Digitalisierung und Kulturwandel sowie digitale Lernwelten. Sie hat deutlich gemacht, dass Kulturwandel für eine erfolgreiche digitale Transformation unabdingbar ist und dass der digitale Aspekt auch im Bereich Weiterbildung gefördert werden muss.

Bewusstsein für Kulturwandel ist vorhanden, aber Umsetzung läuft noch nicht glatt

Positiv zu vermelden ist: Die Mehrheit der befragten Führungskräfte ist sich der Relevanz von begleitender Kulturarbeit bewusst. Vor allem die jungen Studienteilnehmer*innen räumen dieser einen hohen Stellenwert ein. Auch die Mehrheit unter den Marketing- und HR-Verantwortlichen hält den kulturellen Aspekt für entscheidend. Der Praxistest zeigt jedoch, dass die Realität in deutschen Unternehmen anders aussieht. »Die Einschätzung der Befragten macht deutlich, dass sich deutsche Unternehmen auf sämtlichen Ebenen, sei es strukturell, kulturell oder technisch, umorganisieren müssen. In der praktischen Umsetzung herrscht aktuell noch großer Handlungsbedarf«, resümiert Studienleiter Lorenz S. Forchhammer.

Digitalisierung bedarf einer begleitenden Kulturarbeit

Begleitende Kulturarbeit

Digitales Lernen und der Austausch im Team sind wichtige Faktoren bei der Weiterbildung

Was erwarten die Führungskräfte beim Thema Weiterbildung für die Zukunft? Als zweiter großer Untersuchungsschwerpunkt der diesjährigen ComTeam-Studie stand dieser Aspekt im Fokus. Fest steht: »Aufgrund der neuen Aufgabenfelder und komplexen Zusammenhänge, die der digitale Wandel mit sich bringt, werden lebenslanges Lernen und kontinuierliche Weiterbildung für den beruflichen Erfolg zwingend notwendig«, so Forchhammer. Dies scheint auch den befragten Führungskräften bewusst zu sein.

Lern  Weiterbildungszeit

Die Studie hat gezeigt: Lebenslanges Lernen wird immer wichtiger. Die Mehrheit der StudienteilnehmerInnen erwarten, dass sie sich künftig noch mehr und vor allem digital weiterbilden werden. Diese Form der Weiterbildung steckt aktuell noch in den Kinderschuhen. Die Befragung hat gezeigt, dass die Führungskräfte verstärkt E-Learning nutzen möchten, das aktuelle Angebot aber zu wünschen übrig lässt Denn: Der soziale Austausch und das Lernen im Team ist ausdrücklich gewünscht. Die meisten Learning Management Systeme können dies aktuell aber noch nicht umsetzen. Auch Präsenzveranstaltungen werden nach wie vor ein fester Bestandteil bei der Weiterbildung sein. Hierfür ist ebenso die Möglichkeit des sozialen Austauschs ausschlaggebend.

 

(08.10.2019, prh)

Zu den Studienergebnissen (PDF, 24 Seiten)

 

Frauen der 2. Migranten-Generation nehmen am häufigsten an beruflichen Weiterbildungen teil

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Beschäftigte mit Migrationshintergrund nehmen im Durchschnitt seltener an beruflicher Weiterbildung teil als Beschäftigte ohne Migrationshintergrund. Eine überdurchschnittliche Teilnahmequote weisen dagegen beschäftigte Frauen mit Migrationshintergrund der zweiten Generation auf. Diese nehmen etwas häufiger an Weiterbildung teil als Frauen oder Männer ohne Migrationshintergrund.

Das geht aus einer neuen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

31 Prozent der Beschäftigten ohne Migrationshintergrund nahmen in den Jahren 2013 bis 2015 an mindestens einer beruflichen Weiterbildung teil. Bei den selbst Zugewanderten liegt der entsprechende Anteil mit 20 Prozent dagegen deutlich niedriger. Beschäftigte mit Migrationshintergrund der zweiten Generation, bei denen also mindestens ein Elternteil zugewandert ist, nehmen mit 33 Prozent ähnlich häufig an Weiterbildungen teil wie Beschäftigte ohne Migrationshintergrund.

Die höchste Teilnahmequote weisen mit 35 Prozent die beschäftigten Frauen mit Migrationshintergrund der zweiten Generation auf. Dies hängt damit zusammen, dass 95 Prozent der beschäftigten Frauen der zweiten Generation einen beruflichen oder hochschulischen Bildungsabschluss besitzen. Sie arbeiten vergleichsweise häufig in qualifizierten oder hochqualifizierten Angestelltenpositionen. Zudem arbeiten sie oft in Bereichen, die sich wie Erziehung und Gesundheit oder Öffentlicher Dienst durch hohe Weiterbildungsquoten auszeichnen. »Damit weisen sie solche Faktoren auf, die die Teilnahme an beruflicher Weiterbildung begünstigen«, erklären Ute Leber, Huy Le Quang und Franziska Schreyer in der IAB-Studie.

Angesichts der niedrigeren Weiterbildungsteilnahme der selbst Zugewanderten verweist die Studie auf deren vergleichsweise häufige Tätigkeit in Un- und Angelerntenpositionen. »Anstrengungen, die Teilhabe an beruflicher Weiterbildung zu intensivieren, sollten sich von daher vor allem auf die selbst Eingewanderten der ersten Generation und hier vor allem auf diejenigen mit bislang geringer Qualifikation beziehen«, heißt es im Fazit der Studie. Darüber hinaus betonen Leber, Le Quang und Schreyer: »Neben der Weiterbildung sollte ein besonderes Augenmerk auch auf die berufliche Erstausbildung der Neueingewanderten beziehungsweise deren Anerkennung gerichtet werden, da diese Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt ist und weitere Bildungsaktivitäten während des Erwerbslebens nach sich ziehen kann«.

  (04.10.2019, prh)

Zur Studie (PDF, 12 Seiten)

 

Konzeptentwicklung zur Qualifizierung von Ausbildern

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Das BMBF startete am 1. Oktober 2019 die »Qualifizierungsinitiative Digitaler Wandel - Q 4.0«. Ziel ist die Entwicklung von Weiterbildungskonzepten für das Berufsbildungspersonal, um auf die mit der Digitalisierung einhergehenden Anforderungen in der dualen Ausbildung vorzubereiten.

Die Qualifizierungsinitiative läuft bis Ende 2022 und wird vom Ministerium mit rund 30 Millionen Euro gefördert.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: »Mit dem digitalen Wandel verändern sich Arbeitsinhalte und Arbeitsformen. Neue berufliche Kompetenzen sind gefordert. Wir wollen die Fachkräfte von morgen auf die neuen Anforderungen gut vorbereiten. Denn digitale Medien eröffnen auch neue Möglichkeiten des Lernen und Lehrens in der Ausbildung. Hier spielt die fachliche und pädagogische Exzellenz des Berufsbildungspersonals die entscheidende Rolle. Und da setzen wir als Bundesbildungsministerium an: Wir schaffen die Voraussetzung, damit das Ausbildungspersonal mit dem digitalen Wandel Schritt halten kann«.

In Zusammenarbeit mit dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) fördert das BMBF ein bundesweites Netzwerk. Dort sollen auf regionaler Ebene Weiterbildungsformate geschaffen und erprobt werden. Zielgruppe sind Ausbilderinnen und Ausbilder. Sie sollen die Ausbildung passgenau an die brachenspezifischen Anforderungen des digitalen Wandels anpassen können. Eine enge Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft der Bildungswerke der deutschen Wirtschaft soll den Zugang zu den Ausbildungsbetrieben in den Regionen ermöglichen. Aufgabe des IW ist es, die regionalen branchenspezifischen Qualifizierungsbedarfe des Berufsbildungspersonals zu erfassen, die Arbeit der regionalen Kooperationspartner zu koordinieren und wissenschaftlich zu begleiten sowie die in der Praxis erprobten Weiterbildungsformate für den bundesweiten Transfer aufzubereiten.

Parallel dazu wird zusammen mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung und Partnern in der Ausbildungspraxis ein Weiterbildungsmodul entwickelt und erprobt. Ziel des Moduls ist, die grundlegend erforderliche Medien- und IT-Kompetenz von Ausbilderinnen und Ausbildern zu stärken.

Hintergrund
Die Initiative ist Teil der BMBF-Strategie »Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft« und Bestandteil der Dachinitiative »Berufsbildung 4.0«, die die vielfältigen Aktivitäten des BMBF zur strukturellen und inhaltlichen Ausrichtung der dualen Ausbildung auf die Erfordernisse einer zunehmend digitalisierten und vernetzten Wirtschaft bündelt und damit einen Beitrag zu den Verabredungen in der Allianz für Aus- und Weiterbildung leistet. Sie ist ein weiterer Baustein im Jahr der Berufsbildung 2019.

  (04.10.2019, prh)

siehe auch: Nationale Weiterbildungsstrategie beschlossen

 

Fördert die Auseinandersetzung mit den Künsten Führungskompetenzen?

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Unternehmen setzen bei Fortbildung auf Kulturelle Bildung  *  Forschungsprojekt untersucht Wirkungen von Kunst und Kultur auf angehende Führungskräfte *  Zwischen- und Endergebnisse 2019/20 

Der Einsatz von Kultureller Bildung ist in der Personalentwicklung angekommen: Gerade bei der Entwicklung persönlicher, kreativer und sozialer Kompetenzen wird der praktischen wie theoretischen Auseinandersetzung mit den Künsten eine besondere Wirksamkeit zugesprochen. Neben dem Einsatz in der Ausbildung gibt es bereits Beispiele renommierter Unternehmen, die auf eine entsprechende Fortbildung mit Kunst und Kultur bei der Qualifizierung von Führungskräften setzen.

Ob und wie sich Kulturelle Bildung – als Bildung mit und durch Kunst und Kultur – tatsächlich auf Führungsqualifikation und -qualität auswirkt, will das seit Ende 2018 laufende Forschungsprojekt »Durch Kulturelle Bildung zu Good Leadership?« untersuchen. Das zweijährige Projekt wird durch den Forschungsfonds Kulturelle Bildung des Rates für Kulturelle Bildung e.V. gefördert mit Finanzierung seitens der Karl Schlecht Stiftung. Projektpartner ist die Frankfurt University of Applied Sciences mit Prof. Dr. Barbara Lämmlein, Dr. Ulrike Gerdiken und Hannah Lutz am Fachbereich Wirtschaft und Recht.

Zwei studentische Gruppen im Vergleich

Die Wissenschaftlerinnen führen mit zwei studentischen Gruppen über ein Jahr hinweg eine empirische Studie durch. Die eine Gruppe nimmt am Exzellenzprogramm für Studierende, dem »Bronnbacher Stipendium«, teil, das der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI 2004 ins Leben gerufen hat. Diese Stipendiaten setzen sich in einem zweisemestrigen Workshop-Programm mit den verschiedenen Künsten auseinander. Die andere Gruppe besteht aus Studierenden des Masterstudiengangs »Leadership (Master of Arts)« an der Frankfurt University of Applied Sciences, die sich in keinem gesonderten Programm mit den Künsten befassen.

In Interviews erheben die Forscherinnen, wie sich die Teilnehmer im Rahmen ihres Ausbildungsprogramms in Bezug auf gute Führung äußern und entwickeln – das heißt hinsichtlich ihrer kreativen, ethisch-moralischen und sozial-kommunikativen Kompetenzen als Voraussetzung für »Good Leadership«. Die Ergebnisse werden aus kulturpädagogischer, betriebswirtschaftlicher und kommunikationspsychologischer Sicht ausgewertet.

Ziele und Ergebnisse

Bis Ende 2019 erarbeiten Lämmlein, Gerdiken und Lutz zunächst theoretische Grundlagen zu ethisch-moralischen und sozial-kommunikativen Kompetenzen sowie zum Kreativitätsbegriff und zum Begriff »Good Leadership«. Nachfolgend wird untersucht, welche Erwartungen Unternehmen, Ausbildungsstätten und Teilnehmende an Programme stellen, die Inspiration, Kreativität, Kommunikation und die Fähigkeit zum Perspektivwechsel fördern sollen, und inwieweit künstlerische Angebote diese Erwartungen erfüllen können. Zum Abschluss der Untersuchung Ende 2020 können im besten Fall aus den Ergebnissen Konsequenzen für die Konzeption von Programmen zur Führungskräftequalifizierung abgeleitet werden. Hochschulen, Weiterbildungseinrichtungen und Unternehmen erhalten damit eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für die weitere Entwicklung und Spezifizierung einer Qualifizierung von Führungskräften durch die Auseinandersetzung mit den Künsten.

  (02.10.2019, prh)

Weiterführende Informationen (PDF, 8 Seiten)

 

Aufstiegs-BAföG wird deutlich attraktiver

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Bundeskabinett beschließt AFBG-Novelle   

Der heute vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzentwurf für die vierte Novelle des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes, kurz AFBG oder »Aufstiegs-BAföG«, setzt ein weiteres wichtiges Zeichen zur Stärkung der beruflichen Bildung.

Mit dem AFBG werden Teilnehmer*innen an Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung finanziell unterstützt. Sie erhalten einkommensunabhängig einen Beitrag zu den Kosten der Fortbildung und bei Vollzeitmaßnahmen zusätzlich einkommensabhängig einen Beitrag zum Lebensunterhalt. Die Förderung erfolgt teils als Zuschuss, teils als zinsgünstiges KfW-Darlehen.

2018 wurden rund 167.000 Personen mit AFBG unterstützt. Seit Bestehen des Aufstiegs-BAföG (früher »Meister-BAföG«) 1996 konnten rund 2,8 Millionen berufliche Aufstiege zu Führungskräften, Mittelständlern und Ausbildern für Fachkräfte von morgen mit einer Förderleistung von insgesamt rund 9,2 Milliardem Euro ermöglicht werden.

Mit dem vom Kabinett beschlossenen Gesetzentwurf wird als ein wichtiges Element der Novelle der Zuschussanteil zum Unterhaltsbeitrag für Vollzeitgeförderte zu einem Vollzuschuss ausgebaut. Dies kommt insbesondere Vollzeitschüler*innen in den sozialen Berufen zugute. Daneben wird der einkommensunabhängige Kinderbetreuungszuschlag für Alleinerziehende sowie der Zuschussanteil zum Maßnahmebeitrag wie auch der Bestehenserlass erhöht, der ein wichtiges Anreizelement darstellt, erfolgreich an der Prüfung teilzunehmen.

Der Existenzgründungserlass wird deutlich verbessert und die Erhöhungsbeträge zum Vermögensfreibetrag für Ehepartner und Kinder ausgebaut. Darüber hinaus wird als weiteres Kernelement der Novelle das Förderangebot auf die Vorbereitung auf Prüfungen aller drei im BBiG und der HwO zu verankernden beruflichen Fortbildungsstufen der höherqualifizierenden Berufsbildung erweitert. Damit wird die Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung gegenüber der akademischen Bildung weiter gestärkt.
  (25.09.2019, prh)

Weiterführende Informationen (PDF, 2 Seiten)

 

Auch ohne Abitur erfolgreich studieren

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Studierende ohne Abitur sind ähnlich erfolgreich wie andere Studierendengruppen 

Nicht-traditionelle Studierende, die auf Grundlage ihrer beruflichen Qualifikation ein Studium begonnen haben, erzielen keine schlechteren Abschlussnoten als ihre Kommiliton*innen, die mit Abitur oder Fachhochschulreife ein Studium aufnehmen. Dies ist ein Ergebnis eines Forschungsprojektes von DZHW und Humboldt-Universität zu Berlin, das auf einer Tagung vorgestellt wurde.

Auf dieser zweitägigen wissenschaftlichen Abschlusskonferenz in Berlin wurden die Ergebnisse des Forschungsprojektes diskutiert, das den Studienverlauf und Studienerfolg sogenannter nicht-traditioneller Studierender in den Blick genommen hat. Darunter werden Studierende verstanden, die nicht mit Abitur oder Fachhochschulreife, sondern über eine berufliche Qualifizierung an einen Studienplatz gelangen, wie etwa eine Bankkauffrau mit Realschulabschluss, die ein Studium der Betriebswirtschaftslehre aufnimmt.

Die Abschlussnoten nicht-traditioneller Studierender unterscheiden sich dabei kaum von denen der Studierenden mit Abitur oder Fachhochschulreife. Allerdings zeigt sich bei ihnen ein höheres Abbruchrisiko, wie auch bei anderen Gruppen mit beruflicher Qualifikation, was vor allem daran liegt, dass diese Gruppe häufig in Fernstudiengängen eingeschrieben ist. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen ist zu Projektabschluss auch ein DZHW-Brief entstanden, der die Projektergebnisse zu den Studienleistungen und zum Studienerfolg nicht-traditioneller Studierender zusammenfasst.

Das Forscherteam aus Wissenschaftler*innen von DZHW und HU Berlin hat in den vergangenen Jahren nicht-traditionelle Studierende zu verschiedenen Zeitpunkten im Studienverlauf mit anderen Studierendengruppen, wie Abiturient*innen oder Studierenden des Zweiten Bildungswegs verglichen. In den Vergleich wurden außerdem verschiedene Studienfächer einbezogen.

Inzwischen nehmen jährlich etwa 13.000 nicht-traditionelle Studierende ein Hochschulstudium in Deutschland auf. Das sind etwa 3 % aller aus dem Inland kommenden Studienanfänger*innen. Deutlich häufiger als ihre Kommiliton*innen studieren sie an privaten Hochschulen und in Fernstudiengängen. Gefördert wurde das Forschungsprojekt mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

 

(23.09.2019, prh)

DZHW-Brief (PDF, 8 Seiten)

 

Europäische Weiterbildungsstudien im Vergleich

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Der Beitrag »Beteiligungsmuster in der Weiterbildung in Europa« von Dieter Dohmen, Galiya Yelubayeva und Lena Wrobel vergleicht unterschiedliche europaweite Studien zur Weiterbildungsbeteiligung. Diese divergieren in ihren Ergebnissen extrem und geben zum Beispiel für Deutschland Beteiligungsquoten von unter 10% bis über 50% an. Um diese teils stark voneinander abweichenden Ergebnisse zu verstehen, werden die Designs dieser Studien gegenübergestellt. Darüber hinaus werden zentrale Kennzahlen zur Beteiligung in Europa für verschiedene Personengruppen thematisiert.

Die Untersuchung des FiBS stellt die Daten aus sechs europäischen Vergleichsstudien gegenüber. Bei dem Vergleich wurden nicht nur diese, sondern auch die unterschiedlichen Erhebungswellen der einzelnen Studien berücksichtigt.

Weiterbildungsbeteiligung fällt sehr unterschiedlich aus

Im Ergebnis zeigten sich stark voneinander abweichende Angaben zur Weiterbildungsbeteiligung. Ursache hierfür sind unterschiedliche Begrifflichkeiten und methodische Designs der Untersuchung. So bezogen sich die Studien zum Beispiel auf unterschiedliche Ziel- und Altersgruppen oder bezogen jeweils verschiedene Bildungsbereiche mit ein. Die Ergebnisse des EWCS basieren auf Angestellte über 15 Jahre, die des AES auf alle Personen zwischen 25 und 64, die des CVTS auf Angestellte in klein- und mittelständischen Unternehmen ab 10 Mitarbeiter/innen. Auch sind die Beobachtungszeiträume unterschiedlich: Die meisten Studien erfassen Weiterbildungsaktivitäten der letzten 12 Monate oder des letzten Kalenderjahres, während der LFS nur die letzten vier Wochen erfasst - was die sehr geringen Beteiligungsquoten dieser Studie erklärt.

Auch wenn sich die betrachteten Erhebungen hinsichtlich der Angaben zum Umfang der Beteiligung stark voneinander unterscheiden, stimmen sie dennoch im Ländervergleich überein: Hinsichtlich des Länderrankings korrelieren die Studienergebnisse: Länder mit im internationalen Vergleich geringen oder hohen Beteiligungsquoten weisen diese Quoten studienübergreifend vor.

Die Schweiz und skandinavische Länder liegen bei der Weiterbildungsbeteiligung vorn

Im zweiten Abschnitt liefert der Beitrag zentrale Kennzahlen zur Weiterbildungsbeteiligung im europäischen Vergleich, basierend auf den AES und bezogen auf das Jahr 2016. Dabei zeigt sich, dass die höchsten Beteiligungsquoten in der Schweiz (69,1% aller Befragten) und in den Niederlanden (64,1%) vorzufinden sind. Erst dann kommen die skandinavischen Länder Schweden (63,8%), Norwegen (60%) und Finnland (54,1%). Deutschland liegt mit 52% im oberen Mittelfeld. Auffällig ist auch, dass die Schweiz und die Niederlande bei Erwerbslosen sehr starke Beteiligungsquoten von über 60 % vorweisen. Hier liegt Deutschland bei unter 30%.

»Die Ergebnisse fallen zwar sehr unterschiedlich aus, sie bestätigen aber, dass lebenslanges Lernen in Europa immer mehr Beachtung findet«, stellt Galiya Yelubayeva, wissenschaftliche Mitarbeiterin im FiBS fest. »Die Statistiken belegen dies«.

Hintergrund
Die veröffentlichte Studie ist Teil des vom FiBS durchgeführten Projekts »Volks- und regionalwirtschaftliche Kosten, Effekte und Finanzierung der Weiterbildung«. Das Projekt wurde im Rahmen des Förderschwerpunkts »Innovative Ansätze zukunftsorientierter beruflicher Weiterbildung« vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF gefördert.
 

(20.09.2019, prh)

Zur Studie (PDF, 56 Seiten)

 

Volkshochschulen fordern eine Aufwertung der allgemeinen Weiterbildung

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Anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens fordern die Volkshochschulen in Deutschland eine Aufwertung der allgemeinen Weiterbildung. Angesichts großer gesellschaftspolitischer Herausforderungen und sinkender Halbwertszeit von Wissen gelte es, mehr Menschen für lebenslanges Lernen zu gewinnen.

»Deutschland verfügt mit den rund 900 Volkshochschulen über ein weltweit einzigartiges Netz an Weiterbildungseinrichtungen in kommunaler Trägerschaft. Dieses Potenzial müssen wir noch viel besser nutzen, um Menschen mit den nötigen Kenntnissen für ein selbstbestimmtes Leben, für gesellschaftliche Teilhabe und für demokratische Meinungsbildung auszustatten«, sagte Annegret Kramp-Karrenbauer, Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (DVV) am Mittwoch vor der Bundespressekonferenz.

Die Volkshochschulen in Deutschland warnen vor einem Weiterbildungsverständnis, das allein auf unmittelbare berufliche Verwertbarkeit abzielt. Vielmehr erfordern tiefgreifende Veränderungen wie Globalisierung und Digitalisierung ein breites Allgemeinwissen, um die individuelle Handlungs- und Urteilsfähigkeit zu stärken. Ein in Schule und Ausbildung erworbener Bildungsvorrat reicht nicht aus, um das gesamte (Erwerbs-)Leben zu bestreiten. Hinzu kommt, dass immer noch zu viele junge Menschen die Schule ohne Abschluss verlassen, funktionaler Analphabetismus in Deutschland noch immer weit verbreitet ist, Einkommensschwache und Geringqualifizierte zu selten Weiterbildung in Anspruch nehmen, großer Nachholbedarf bei digitalen Kompetenzen besteht und der Bildungsstand unter Menschen mit Migrationsgeschichte durchschnittlich niedriger ist als in der Gesamtbevölkerung.

»Volkshochschulen sind als einziger Weiterbildungsanbieter bundesweit vor Ort präsent. Wir sind immer in der Nähe und uns ist jeder willkommen, der seinen Horizont erweitern möchte«, erläuterte die DVV-Präsidentin.

Volkshochschulen haben zudem mehrfach bewiesen, dass sie in der Lage sind, bundesweite Förderprogramme erfolgreich auszurollen, sei es im Programm »Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung«, als stärkster Partner in der Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung oder in der deutschsprachigen und beruflichen Qualifizierung von Geflüchteten.

Um diese Rolle künftig noch wirkungsvoller wahrnehmen zu können, fordern Volkshochschulen

  1. die Aufnahme der allgemeinen Weiterbildung in die Nationale Weiterbildungsstrategie, gleichberechtigt zur beruflichen Bildung.
  2. einen Digitalpakt Weiterbildung analog zum Digitalpakt Schule, der die öffentlichen Weiterbildungseinrichtungen in die Lage versetzt, ihre Ausstattung und ihre Lernformate an die Erfordernisse der digitalen Gesellschaft anzupassen und ihr Personal entsprechend zu qualifizieren. Digitale Informationszentren sollen in den Kommunen als Anlaufstellen fungieren und die Medien- und Informationskompetenz der breiten Bevölkerung stärken.
  3. die Ausweitung der Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung, insbesondere mit dem Ziel, mehr Menschen mit Alphabetisierungs- und Grundbildungsbedarf zu erreichen, Lehrkräfte weiter zu professionalisieren und Lernangebote bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.
  4. das Recht auf ein Nachholen von Grundbildung und Schulabschlüssen auch im Erwachsenenalter.
  5. gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland auch bezüglich der Weiterbildungschancen. Aufnahme konkreter Handlungsempfehlungen in den 5-Punkte-»Plan für Deutschland« der Regierungskommission, um die Weiterbildungsversorgung und -teilnahme der Menschen in strukturschwachen Räumen zu verbessern.

»Die Beteiligung der breiten Bevölkerung - insbesondere bildungsbenachteiligter Gruppen - an Weiterbildung ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe und fördert Zusammenhalt und Chancengerechtigkeit«, sagte Kramp-Karrenbauer.

Die Volkshochschulen in Deutschland stellen ihr Programm für das aktuelle Herbst-/Wintersemester unter das Motto »zusammenleben. zusammenhalten« und bieten vielfältige Gelegenheiten für Begegnung und Dialog. Den Auftakt bildet die die Lange Nacht der Volkshochschulen am Freitag, 20. September. Mit mehr als 400 beteiligten Einrichtungen ist es die größte Publikumsaktion in der 100-jährigen Geschichte der Volkshochschulen. Das diesjährige vhs-Jubiläum geht zurück auf die Weimarer Verfassung. Sie legte 1919 den Grundstein für eine freie, staatlich geförderte Weiterbildung, die sich an den Bildungsbedürfnissen der Menschen orientiert. Es war die Geburtsstunde der Volkshochschulen mit ihrer einzigartigen Programmvielfalt.
 

(19.09.2019, prh)

 

Arbeitnehmer offen für Weiterbildungen zu Digital-Skills

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Studie: Mehr als 50 Prozent der Befragten fürchten eine Veränderung oder Gefährdung ihres Arbeitsplatzes durch Automatisierung innerhalb der nächsten zehn Jahre * 70 Prozent sind überzeugt, dass neue Technologien ihre Arbeit verbessern werden; 42 Prozent sehen mehr Chance als Risiko hinsichtlich Automatisierung * Grundsätzliches Interesse an digitaler Fortbildung besteht - Unterstützung durch den Arbeitgeber ist gewünscht 

Automatisierung und neue Technologien gehören längst zum Alltag der meisten Menschen. Auch wenn die Deutschen mehrheitlich (53 Prozent) davon überzeugt sind, dass Automatisierung grundsätzlich ihren Arbeitsplatz innerhalb der nächsten zehn Jahre erheblich verändert oder Arbeitsplätze insgesamt gefährdet (57 Prozent) werden, sehen sie für sich selbst positiv in die Zukunft: 70 Prozent vertreten sogar die Ansicht, neue Technologien werden ihre tägliche Arbeit verbessern. Und für 42 Prozent der Deutschen bieten neue Technologien und Automatisierungen am Arbeitsplatz mehr Chancen als Risiken. Nur etwas mehr als ein Zehntel der Befragten macht sich Sorgen um den Job. Zudem hat die Mehrheit der Bundesbürger Lust auf Fortbildung. Aber nur rund ein Drittel der Beschäftigten werden über den Arbeitgeber fit gemacht für die digitale Zukunft.

Zu diesen Ergebnissen kommt die neue, weltweit durchgeführte Studie »Upskilling Hopes and Fears«, die 22.094 Erwachsenen zu den Auswirkungen der Automatisierung auf die Beschäftigung befragte.

Deutsche haben Lust auf Weiterbildung

Für 57 Prozent der Befragten in Deutschland steht es außer Frage, dass sie – insofern ihr Arbeitsplatz gefährdet wäre – ein Vollzeit-Training in Anspruch nehmen würden. 79 Prozent der deutschen Erwachsenen bilden sich bereits weiter – davon erweitern 58 Prozent ihre digitalen Skills selbstständig, während 28 Prozent Weiterbildungsangebote ihrer Arbeitgeber wahrnehmen. Dabei ist die Unterstützung durch das eigene Unternehmen sehr wichtig. 81 Prozent der Arbeitnehmer würden Weiterbildungsmöglichkeiten von ihrem Arbeitgeber zum besseren Verständnis und der Nutzung von Technologien wahrnehmen.

Ein klarer Appell an die Unternehmen

»Unsere Welt ist hochkomplex. Tendenz steigend. Veränderungen stehen auf der Tagesordnung. Deshalb ist es so wichtig, nicht mit Furcht oder Skepsis, sondern positiver Neugierde Veränderungen und Innovationen zu begegnen sowie mitzugestalten. Es ist auch Aufgabe der Unternehmen, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch individuelles Lernen zu unterstützen, digitale Fähigkeiten zu erlernen oder deutlich auszubauen. So können wir Deutschland gemeinsam fit machen für die digitale Zukunft«.
PwC-Sprecher Dr. Ulrich Störk

Demografische Unterschiede bei der Einstellung zur Automatisierung

Rund 50 Prozent der befragten deutschen Männer sind überzeugt, dass neue Technologien mehr Chance als Risiko bergen. Sie gehen davon aus, dass sich Automatisierung positiv auf die Arbeitsplätze auswirkt und ihre Beschäftigungsaussichten verbessert. Im direkten Vergleich dazu teilen nur 35 Prozent der Frauen diese Auffassung.

Die Einstellung zur Digitalisierung scheint zudem eine Generationenfrage zu sein. 68 Prozent der Befragten zwischen 18 und 34 Jahren glauben, dass Technologien ihre Arbeitsplätze in den nächsten drei bis fünf Jahren verändern werden. Nicht einmal die Hälfte der über 55-Jährigen teilt diese Meinung. Und doch sind sich alle Befragten einig: Wenn, dann werden die Technologien die tägliche Arbeit insgesamt zum Besseren verändern. Bei den 18- bis 34-Jährigen sagen dies 78 Prozent, bei den 35- bis 54-Jährigen 68 Prozent und bei den Befragten über 55 liegt der Wert bei 61 Prozent. Die Generationen eint zudem, dass sie sich durch ihren Arbeitgeber oder unabhängig von der Arbeit weiterbilden – 83 Prozent in der Altersgruppe 18 bis 34, 77 Prozent bei den Probanden zwischen 35 und 54 sowie 75 Prozent der Befragten 55+.

Größter Technologie-Optimismus in Asien

Im internationalen Vergleich der Studienergebnisse fällt auf: Arbeitnehmer in China und Indien sind bei weitem am optimistischsten in Bezug auf die Auswirkungen der Technologie. Und das, obwohl sie am ehesten denken, dass sich ihre Arbeitsplätze deutlich verändern werden. Unternehmen dieser Regionen nehmen zudem eine Vorreiterrolle in Sachen Weiterbildungsangebote ein: Rund 97 Prozent der Arbeitnehmer erhalten Möglichkeiten zur Weiterbildung. »Wissen um Automatisierung und neuen Technologien führt scheinbar dazu, dass wir Menschen den Herausforderungen der Digitalisierung mit mehr Mut entgegentreten«, sagt Störk. »Das ist ein interessantes Ergebnis, von dem wir lernen können. Wichtig ist: Mensch und Maschine bekämpfen sich nicht. Gerade in Deutschland müssen wir lernen, die Chancen zu sehen, aufhören, die Digitalisierung zu verteufeln und uns mit der gleichen Begeisterung digital fortbilden wie in den USA und Asien. Wir Unternehmen sind hier in der Pflicht«.

Hinweise zur Studie
Die Upskilling Hopes-and-Fears-Studie wurde von Opinium für PwC durchgeführt. Insgesamt wurden 22.098 Erwachsene (Rentner ausgenommen) in 11 Ländern befragt: Australien, China, Deutschland, Frankreich, Indien, Niederlande, Polen, Singapur, Südafrika, UK, USA.

Vor dem Hintergrund des digitalen Zeitalters verändern sich die Art der Arbeit und die dafür erforderlichen Fähigkeiten. Angesichts der Tatsache, dass Millionen von Jugendlichen mit eingeschränkten Perspektiven und Arbeitslosigkeit konfrontiert sind, wird es für sie notwendig, Fähigkeiten zu entwickeln, die im digitalen Zeitalter zunehmend gefragt sind. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützt finanziell den EQUALS Digital Skills Fund des World Wide Web, der Initiativen zur Förderung digitaler Kompetenzen für Frauen in Afrika, Asien und Lateinamerika unterstützt.
  (16.09.2019, prh)

 

Immer mehr Menschen streben hohe Qualifikationen an

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Höchste Quoten in Stadtstaaten, Sachsen und Saarland  -  5 Bundesländer bei Anfängerquoten über, 11 Bundesländer unter dem OECD-Wert

In Deutschland beginnen immer mehr Menschen hochqualifizierende Bildungsgänge. Im Jahr 2017 haben 6 von 10 Menschen eines Altersjahrgangs ein Hochschulstudium oder ein hochqualifizierendes berufsorientiertes Bildungsprogramm wie eine Meister-, Techniker- oder Erzieherausbildung aufgenommen. Seit 2006 hat sich diese Quote bundesweit von 43 % auf 60 % erhöht.

Das ist ein zentrales Ergebnis des Berichts »Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich 2019«, den die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder am 11. September 2019 in einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt haben. Allerdings zeigen sich regionale Unterschiede: So übertrafen 2017 die Stadtstaaten Berlin (92 %), Bremen (82 %) und Hamburg (80 %) sowie Sachsen (69 %) und das Saarland (65 %) den OECD-Durchschnitt von 65 %, elf Bundesländer lagen darunter.

MINT-Bereich: Deutschland mit den OECD-weit höchsten Anfängerquoten

Unter den 36 OECD-Staaten hatte Deutschland im Jahr 2017 mit einem Anteil von 39 % die meisten Anfänger*innen bei hochqualifizierenden Bildungsgängen im MINT-Bereich, also den naturwissenschaftlich, mathematisch und technisch orientierten Fächern. In den Bundesländern lag der MINT-Anteil zwischen 28 % in Brandenburg und bis zu 44 % in Mecklenburg-Vorpommern. Über dem Bundesdurchschnitt lagen zudem Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Sachsen.

Auch beim Anteil der 25- bis 64-jährigen Bevölkerung mit einem hochqualifizierenden MINT-Abschluss hatte Deutschland im Jahr 2018 mit 35 % die höchste Quote unter den OECD-Staaten. Alle Bundesländer von Hamburg und Berlin (jeweils 26 %) bis Baden-Württemberg und Sachsen (jeweils 39 %) lagen über dem OECD-Durchschnitt von 25 %, wobei der Schwerpunkt innerhalb der MINT-Fächer in der Fächergruppe Ingenieurwesen, verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe lag.

Ältere im OECD-Vergleich deutlich besser qualifiziert, Jüngere nur geringfügig

Sowohl in der Altersgruppe der 25- bis 34- Jährigen als auch in der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen hatten 87 % der Personen in Deutschland im Jahr 2018 eine mittlere oder hohe Qualifikation. Das heißt, sie hatten mindestens eine Studienberechtigung erlangt oder eine Berufsausbildung abgeschlossen. Während Deutschland damit bei den Älteren klar über dem OECD-Durchschnitt von 71 % lag, übertraf der Wert bei den Jüngeren nur knapp das OECD-Mittel von 85 %. In beiden Altersgruppen liegen Thüringen und Sachsen mit Werten von mehr als 90 % vorn.

Allerdings gibt es einen Unterschied zwischen den westlichen und östlichen Flächen-ländern: Zwar liegen bei den 25 bis 34-Jährigen bis auf Sachsen-Anhalt alle östlichen Flächenländer über dem Bundesdurchschnitt. Die ältere Bevölkerung zwischen 55 und 64 Jahren ist dort aber höher qualifiziert als die jüngere zwischen 25 und 34 Jahren. Hierzu trägt bei, dass in den östlichen Ländern vergleichsweise viele der heute Älteren hochwertige Bildungsabschlüsse erworben haben, etwa im Fachschulwesen der DDR.

Erwerbslosenquoten in Deutschland für alle Qualifikationsniveaus gesunken

Die steigenden Anfängerquoten in hochqualifizierenden Bildungsgängen führen langfristig zu einem höheren Qualifikationsniveau der Bevölkerung sowie einem höheren Angebot an hochqualifizierten Arbeitskräften. Mit steigendem Qualifikationsniveau nimmt das Risiko der Erwerbslosigkeit ab. In Deutschland sind die Erwerbslosenquoten seit 2005 für alle Qualifikationsniveaus deutlich stärker gesunken als in der OECD.

Bei den Hochqualifizierten (Personen mit Hochschulabschluss oder Meister-, Techniker- oder Erzieherausbildung) betrug die Erwerbslosenquote 2018 bundesweit 2 %, 2005 waren es noch gut 5 %. Im Vergleich dazu lag die Erwerbslosenquote bei Hoch-qualifizierten 2018 im OECD-Durchschnitt mit 4 % auf einem ähnlichen Niveau wie 2005. Alle Bundesländer lagen 2018 unter diesem Wert.

Die Erwerbslosenquoten Geringqualifizierter (Personen mit höchstens Haupt- oder Realschulabschluss und ohne abgeschlossene Berufsausbildung) lagen in den östlichen Flächenländern und Berlin im Jahr 2018 jedoch deutlich über dem OECD-Durchschnitt von 10 % (Bundesdurchschnitt 9 %). Die Spannweite reichte in den Bundesländern von 5 % in Bayern und 20 % in Sachsen-Anhalt. Geringqualifizierte Personen finden somit in den westlichen Flächenländern weitaus eher Arbeit als in den östlichen Flächenländern und Berlin.


  (12.09.2019, prh)

Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich 2019 (PDF, 140 Seiten)

Zugehöriger Tabellenband (im Excel-Format)

vgl.: OECD-Studie: Deutschland überzeugt mit hoher Bereitschaft zur Weiterbildung

 

OECD-Studie: Deutschland überzeugt mit hoher Bereitschaft zur Weiterbildung

Der diesjährige OECD-Bericht »Bildung auf einen Blick 2019«, der von der Kultusministerkonferenz (KMK) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am 10. September 2019 gemeinsam mit der OECD in Berlin vorgestellt wurde, bescheinigt Deutschland ein zukunftsorientiertes Bildungssystem.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sagte bei der Präsentation der Daten:
»Das deutsche Bildungssystem kann sich sehen lassen. Eine gute Bildung und Ausbildung und die hohe Bereitschaft für das lebensbegleitende Lernen sind die besten Voraussetzungen, um auf die sich verändernden gesellschaftlichen und beruflichen Herausforderungen reagieren zu können. Hier sind wir im internationalen Vergleich gut aufgestellt. Deutschland ist international führend in MINT. In keinem anderen OECD-Land entscheiden sich mehr Anfängerinnen und Anfänger im Tertiärbereich für ein MINT-Fach als in Deutschland.

Doch in dieser sich rasch wandelnden Welt endet Bildung nicht mehr mit der Schule, der Ausbildung oder dem Hochschulabschluss. Wir alle müssen uns darauf einstellen, unsere Qualifikationen und Kompetenzen kontinuierlich weiter zu entwickeln. Die Bereitschaft und Notwendigkeit des lebensbegleitenden Lernens ist heute so wichtig wie nie zuvor. Die OECD-Zahlen bescheinigen uns erfreulicherweise eine überdurchschnittlich hohe Beteiligung an Aus- und Weiterbildung.

Die bisherigen Herausforderungen haben wir gut gemeistert und die Weichen für die Zukunft sind gestellt. Die Gestaltung eines qualitativ hochwertigen und zukunftsfesten Bildungssystems stellt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar, die nur erreicht werden kann, wenn alle ihre Verantwortung übernehmen. Ich will dabei das Tempo hochhalten und die Bildung für die Welt von morgen jetzt umsetzen.«

Präsident der Kultusministerkonferenz und Hessische Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz: »Der Bericht zeigt, dass die Länder auf dem richtigen Weg sind. Deutschland punktet mit einer hohen Bildungsbeteiligung von der frühkindlichen Bildung an, mit einem hohen Qualifizierungsgrad und mit einer dualen Berufsausbildung, die für einen gelingenden Einstieg ins Berufsleben und eine überdurchschnittliche Beschäftigungsquote sorgt.

Erfreulich ist auch, dass sich seit dem Jahr 2005 die Gehälter der Lehrkräfte in Deutschland im internationalen Vergleich relativ gut entwickelt haben. Das Gehalt ist zwar nur ein Anreiz von vielen. Es drückt aber auch eine Wertschätzung aus, nichtsdestotrotz wir müssen den Lehrerberuf darüber hinaus weiter attraktiv gestalten.

Dass in Deutschland das Lesen von Büchern bei Erwachsenen in allen Bildungsbereichen sowie für Männer und Frauen – unabhängig vom Alter - jeweils über dem OECD-Durchschnitt liegt, freut mich ganz persönlich. Jedoch ist das Lesen von Büchern zurückgehend und Multitasking sowie das Nutzen von Instant Messaging ansteigend – gerade bei geringer Gebildeten. Gegen diesen Trend müssen wir weiter anarbeiten, auch über die Schule hinaus.

Doch bei aller Freude über die guten Ergebnisse: Es gilt künftig vor allem, die Bildungschancen der Zugewanderten zu erhöhen sowie zielgerichtete Bildungsangebote für Geringqualifizierte zu schaffen. Zudem müssen wir Frauen stärker für die berufliche Bildung und Männer stärker für ein Lehramtsstudium begeistern, da hier die Geschlechterunterschiede zu groß sind und unseren Fortschritt bremsen«.

Hintergrund
Gut 40 Prozent aller Anfänger*innen eines Bachelor- oder gleichwertigen beruflichen Programmes in Deutschland wählen ein MINT-Fach. Im OECD-Durchschnitt sind es nur 27 Prozent. Auch die Beschäftigungsaussichten für MINT-Qualifizierte sind in Deutschland überdurchschnittlich hoch. Rund 92 Prozent der Erwachsenen mit einem Informatik-Abschluss in Deutschland haben einen Job. Für die Absolvent*innen in den Ingenieur- und den Naturwissenschaften liegen die Beschäftigungsquoten bei 91 bzw. 87 Prozent.

Die OECD-Zahlen bescheinigen Deutschland eine überdurchschnittliche Weiterbildungsbeteiligung. Mehr als die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland nimmt am lebensbegleitenden Lernen teil. Positiv und auffallend im internationalen Vergleich sind die hohen Beteiligungsquoten über alle Altersgruppen. Auch in der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen in Deutschland liegt die Beteiligung mit 44 Prozent noch weit über dem OECD-Durchschnittswert von 33 Prozent.

Die regulären Gehälter der Lehrkräfte liegen in Deutschland je nach Schulstufe und Berufserfahrung im Durchschnitt um rund 42 Prozent über dem OECD-Mittelwert. Auch das Gehalt je Unterrichtsstunde liegt erheblich über dem internationalen Durchschnitt. Seit dem Jahr 2005 haben sich die Gehälter der Lehrkräfte in Deutschland zudem im internationalen Vergleich relativ günstig entwickelt.

Lesen: Besonders Frauen lesen insgesamt, über alle Bildungsabschlüsse hinweg, mit 55 Prozent deutlich häufiger wöchentlich Bücher gegenüber dem OECD-Durchschnitt von 45 Prozent. Auch Männer liegen mit 30 Prozent über dem OECD-Durchschnitt von 27 Prozent. (12.09.2019, prh)

siehe auch: Ergebnisse für die Bundesrepublik Deutschland (PDF, 10 Seiten)

 

Wird nicht-berufliche Weiterbildung steuerpflichtig?

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Möglicherweise wird die Bundesregierung Steuererhöhungen für solche Bereiche der Erwachsenenbildung einführen, die keine beruflichen Zusammenhänge aufweisen. Das gilt etwa für Integrations-, Gesundheits- und Mutter-/Kind-Kurse, bestimmte Computer- und Führerschein-Weiterbildungen. Dies melden übereinstimmend verschiedene Medien.

Bislang sind derartige Fortbildungsformen von der Umsatzsteuerpflicht ausgenommen. Es steht aber zu erwarten, dass mit einer neu zu erhebenden Steuer auch die Teilnehmergebühren entsprechend steigen werden. Dies träfe vor allem die Nutzer von Weiterbildungsangeboten der Volkshochschulen, die sich bereits gegen die Steuerpläne aus dem Finanzministerium wehren. »Statt für einen ungehinderten Zugang möglichst aller zur Weiterbildung zu sorgen, baut ein neuer Gesetzesentwurf der Bundesregierung, der sich aktuell im Gesetzgebungsverfahren befindet, die Weiterbildung als steuerliche Einnahmequelle aus«, heißt es etwa in einer Stellungnahme des baden-württembergischen Volkshochschulverbandes.

Der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist Jan-Martin Wiarda kritisiert, dass die Nationale Weiterbildungsstrategie der Bundesregierung ihren Fokus offensichtlich primär auf berufliche Weiterbildung lege. In seinem Block schreibt er, »während die Bundesregierung sich für eine neue Ära der Weiterbildung feiert, nimmt sie gleichzeitig in Kauf, dass die Volkshochschulen als prominenteste Anbieter von Weiterbildung – oder breiter gefasst: von lebenslangem Lernen – unter Druck geraten«.

Doch nicht nur die Volkshochschulen, sondern etwa auch christliche Erwachsenenbildungswerke, Familienbildungsstätten, freie Bildungsstätten und Akademien sind potentiell von diesen Plänen betroffen. Besonders in der Kritik steht dabei auch die umsatzsteuerliche Belastung der politischen Weiterbildung, die als gesamtgesellschaftliche Aufgabe gesehen werden muss.

Hintergund ist, dass die Bundesregierung während der Sommerpause einen Gesetzesentwurf »zur weiteren Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften« beschlossen hat, der u.a. Bildungsleistungen ausschließlich dann steuerbefreit halten will, wenn sie nicht der »reinen Freizeitgestaltung« dienen. Begründet wird dies mit einer erforderlichen Anpassung an geltendes EU-Recht.

 

(08.09.2019, prh)

Ge­setz zur wei­te­ren steu­er­li­chen För­de­rung der Elek­tro­mo­bi­li­tät und zur Än­de­rung wei­te­rer steu­er­li­cher Vor­schrif­ten

siehe auch: VHS-BW: Allgemeinbildung statt neuer Steuern! (PDF, 2 Seiten)

vergleiche: Bundesrat fordert Steuerfreiheit

 

Volkshochschulen fordern die Ausweitung der Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung

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Anlässlich des Weltalphabetisierungstags am 8. September erneuern die Volkshochschulen in Deutschland ihre Forderung nach einer staatlichen Regelförderung für die Teilnahme an Kursen der Grundbildung und Alphabetisierung  

»Menschen mit geringer Lesekompetenz sind oft von staatlichen Transferleistungen abhängig oder arbeiten in prekären Beschäftigungsverhältnissen. Es ist schlicht weltfremd, anzunehmen, dass diese Menschen ihre nachholende Grundbildung selbst finanzieren können«, verdeutlicht Ulrich Aengenvoort, Direktor des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (DVV). Als Erwachsene Lesen und Schreiben zu lernen, ist ein großer Kraftakt! Auf dem Weg in eine dauerhafte und existenzsichernde Beschäftigung aber meist unumgänglich.

»Da ein Grund für schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt mangelnde Grundbildung ist, wollen wir die nationale Dekade für Alphabetisierung ausbauen...«, lautet eine hehre Zielsetzung des Koalitionsvertrages, deren Umsetzung bislang auf sich warten lässt. Gemeinsam mit anderen Partnern innerhalb der Dekade fordert der Deutsche Volkshochschul-Verband entscheidende Verbesserungen in allen Handlungsfeldern der Alphabetisierung und Grundbildung. Dies haben die Träger in einer gemeinsamen Stellungnahme ausführt.

Besonders wichtig ist aus Sicht der Volkshochschulen, mehr Lehrkräfte für die Alphabetisierung zu gewinnen und sie fachlich zu qualifizieren. Mit der Basisqualifizierung ProGrundbildung besteht dafür eine solide Grundlage, deren Umsetzung flächendeckend von Bund und Ländern gefördert werden muss.

Wichtig ist auch ein digitales Lernangebot, wie das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte vhs-Lernportal, das Lernenden in Ergänzung zu einem vhs-Kurs kostenfreie Übungen zum Lesen, Schreiben und Rechnen bietet. Dieses Potential muss zum Grundbildungsportal ausgebaut werden.

Und weiterhin wird es wichtig bleiben, Menschen mit geringer Lese- und Schreibkompetenz für das Nachholen von Grundbildung zu gewinnen, auf sie zuzugehen und passende, bedarfsgerechte Angebote für sie zu entwickeln.

Dass der Bedarf an Grundbildungs- und Alphabetisierungsangeboten nach wie vor sehr groß ist, belegen die aktuellen Zahlen der leo-Studie von 2019, wonach 6,2 Millionen Menschen in Deutschland nur gering literarisiert sind. »Ohne flächendeckende Grundbildungsangebote bleibt Betroffenen die uneingeschränkte Teilhabe am öffentlichen Leben verwehrt. Grundbildung ist und bleibt wichtiger Bestandteil der Weiterbildung, der endlich ausreichend gefördert werden muss«, resümiert Aengenvoort die Forderungen des Deutschen Volkshochschul-Verbandes.
 

QUELLE: Deutscher Volkshochschulverband
 

(05.09.2019, prh)

Gemeinsame Stellungnahme (PDF, 7 Seiten)

 

In Neuigkeiten & Terminen

#DigitalWomen - Wiedereinstieg mit Zukunft (Darmstadt)

vom 31.10.2019 um 10:00 Uhr bis zum 31.10.2019 um 16:00 Uhr

Themenbereiche:

  • Frauen auf dem transformierten Arbeitsmarkt
  • Medienkompetenz
  • Gender und Digitalisierung
  • Praxis Digitales Lernen
  • Live-Schaltung Nowa, Graz (Österreich)

Anmeldungen können bereits jetzt über kontakt@berami.de vorgenommen werden.

 

Globales Lernen in der Erwachsenenbildung (Mainz)

vom 12.11.2019 bis zum 13.11.2019

Mehr als Vortrag und Podiumsdiskussion

Das Institut für Internationale Zusammenarbeit des deutschen Volkshochschulverbandes (DVV International) und die Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl) laden dazu ein, sich gemeinsam über Formate und Konzepte des Globalen Lernens für Erwachsene auszutauschen. Teilnehmende erhalten Einblicke von Expert*innen zu den Voraussetzungen und Herausforderungen der Erwachsenbildung  und entwickeln gemeinsam neue Ideen für dieses Themenfeld.

Globales Lernen für Erwachsene? Was interessiert erwachsene Menschen – an welchen Themen kann das Globale Lernen anknüpfen? Welche Formate eignen sich, um Erwachsene für ein »globales Bildungsangebot« zu begeistern? In welchen Institutionen findet Bildung für Erwachsene statt? Wie finde ich Expert*innen zu spannenden Themen?

Die Veranstaltung richtet sich an Akteur*innen aus der Erwachsenenbildung (insbesondere aus der vhs), die Themen des Globalen Lernens umsetzen möchten sowie Bildner*innen und Multiplikator*innen aus dem Globalen Lernen, die gerne mehr zur Zielgruppe der Erwachsenen lernen möchten.

 

Beratung in einer Gesellschaft im Wandel (Mainz)

vom 14.11.2019 um 13:00 Uhr bis zum 14.11.2019 um 17:30 Uhr

Nachdem in den Jahren zuvor der Fokus auf der Digitalisierung und der Weiterbildungsberatung lag, soll in diesem Jahr der Frage nachgegangen werden, wie Bildungs- und berufsbezogene Beratung sich unter den gegenwärtigen gesellschaftlichen Transformationsprozessen weiter entwickelt. Zu Wort kommen dabei Vertreter*innen aus Wissenschaft und Praxis.

Prof. Dr. Wiltrud Gieseke, Humboldt-Universität zu Berlin, stellt Ergebnisse empirischer Beratungsforschung vor und fragt nach ihrer Relevanz für den professionellen Austausch innerhalb der Community. Prof. Dr. Jörg Fengler, Fengler-Institut für Angewandte Psychologie Köln-Bonn, beschäftigt sich mit Themen, Methoden und Praxismodellen einer »Beratung im Wandel«.

 

OEB GLOBAL 2019 (Berlin)

vom 27.11.2019 bis zum 29.11.2019

Globale, branchenübergreifende Konferenz und Ausstellung zum Thema »Technologieunterstütztes Lernen und Training«

 

LEARNTEC 2020 (Karlsruhe)

vom 28.01.2020 bis zum 30.01.2020

Vom 28. bis 30. Januar 2020 steht die Messe Karlsruhe wieder ganz im Zeichen digitaler Bildung: Die LEARNTEC informiert über Trends und Entwicklungen des technologiegestützten Lernens in den Themenbereichen Schule, Hochschule und berufliche Bildung. Der begleitende Fachkongress bietet einen Blick in die Zukunft des digitalen Bildungsmarktes und verknüpft diese mit dem Ausstellerangebot auf der Fachmesse. 2020 widmet sich der Kongress insbesondere der Zukunft der Arbeit und der Künstlichen Intelligenz im Lernen.

 

 

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