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Neuigkeiten & Termine

Stiftung Warentest veröffentlicht Weiterbildungsguide

Weiterbildungsguide

Die Stiftung Warentest stellt mit einem neuen Portal eine Online-Hilfe für alle diejenigen bereit, die sich weiterbilden wollen: Der »Weiterbildungsguide« soll es Bildungsinteressierten ermöglichen, mit wenigen Schritten zu einer Orientierung über mögliche Angebote zu kommen. Die Entwicklung des von der Stiftung selbst entwickelten Tools wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und steht Allen kostenlos zur Verfügung.

Mit drei Schritten zum Kurs

Der erste Schritt widmet sich dem Lernziel: Was will ich erreichen? Welche Voraussetzungen sind vorhanden? Welche Perspektive verfolge ich dabei, und auf was sollte ich achten, um diese Ziele zu erreichen?

In einem zweiten Schritt ist zu klären, welche Lernform gerade in die individuelle Lebenssituation am besten passt. Hier können berufsbegleitende oder Vollzeitmaßnahmen auf ihre Vor- und Nachteile hin abgeklopft werden. Auch die Möglichkeiten des Bildungsurlaubs bzw. der Bildungsfreistellung sind hier zu berücksichtigen, wozu ein eigenes Tool bereitgestellt wird.

Als letzter Schritt wird der Fokus auf potentielle Angebote gerichtet: Wie finde ich über eine Kurssuche den passenden Kurs? Auf was ist zu achten? Über rechtliche Rahmenbedingungen, Qualitätskriterien und Fördermöglichkeiten informieren einzelne Menüpunkte des Guides.

Das neue Warentest-Angebot soll in den nächsten Jahren noch weiterentwickelt werden, doch bereits jetzt lohnt es sich, dort einmal hineinzuschauen.

(01.10.2016, prh)

Weiterbildungsguide

 

GEW fordert Weiterbildungsgesetz

GEW

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert anlässlich des Deutschen Weiterbildungstages 2016 ein Bundesgesetz für die Weiterbildung. In dem Gesetz müssten Regelungen zu Information und Beratung, Lernzeiten und der Finanzierung der Weiterbildung verankert werden.

»Von der Weiterbildung wird zu Recht viel erwartet: Sie soll gesellschaftliche Prozesse der Individualisierung und Pluralisierung sowie des Strukturwandels und der Digitalisierung unterstützen, sie soll Fragen einer älter werdenden Gesellschaft lösen und die Zivilgesellschaft mitentwickeln. Politik kümmert sich jedoch viel zu wenig darum, die Rahmenbedingungen sicherzustellen, damit Weiterbildung diese Aufgaben stemmen kann. Im Gegenteil: Die Infrastruktur der Weiterbildung erodiert immer mehr. Deshalb brauchen wir jetzt bundesweit verbindliche Regelungen«, sagte Ansgar Klinger, GEW-Vorstandsmitglied für Berufliche Bildung und Weiterbildung, am Mittwoch mit Blick auf den Deutschen Weiterbildungstag. Zudem forderte er die Länder auf, die Förderung der allgemeinen, politischen und kulturellen Weiterbildung auf ein Prozent ihres Bildungsbudgets auszubauen. Nur dann sei die Weiterbildung in der Lage, ihre gesellschaftlichen Aufgaben zu erfüllen.

»Die Digitalisierung entwickelt sich zu einer neuen, zusätzlichen Herausforderung für die Weiterbildung. Deshalb müssen eine flächendeckende Beratung aufgebaut, die Grundbildung gefördert sowie geringqualifizierte und bildungsferne Menschen gestärkt und ermutigt werden, Weiterbildungsangebote zu nutzen«, betonte Klinger. Mit der Digitalisierung gewänne das lebenslange Lernen an Bedeutung. Die Digitalisierung habe großen Einfluss auf die Entwicklungschancen der Menschen sowie die Arbeits- und Alltagswelt. »Deshalb müssen die Menschen die Kompetenzen erwerben, die Digitalisierung zu beherrschen«, sagte das GEW-Vorstandsmitglied. Dabei gehe es um einen ständigen Prozess der Veränderung und die individuelle Fähigkeit, durch achtsame Nutzung der technischen Möglichkeiten, speziell der Informations- und Kommunikationstechnologien, diese sinnvoll einzusetzen.

(28.09.2016, prh)

Weitere Informationen zum Deutschen Weiterbildungstag 2016

 

VHSsen fordern öffentliche Unterstützung für eine digitale Weiterbildungsoffensive

DVV

Unter dem Motto »Weiterbildung 4.0 - fit für die digitale Welt« startet der sechste Deutsche Weiterbildungstag mit einer Auftaktveranstaltung am 28. September 2016 in der Berliner Akademie der Künste. Der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) ist einer der Mitveranstalter des Aktionstags. Günther Oettinger, EU-Kommissar für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft, hat die Schirmherrschaft übernommen.

»Der digitale Wandel erfasst alle gesellschaftlichen Bereiche. Dies erfordert eine digitale Weiterbildungsoffensive, denn sie ist die Voraussetzung für eine breite gesellschaftliche Qualifizierung und Teilhabe«, sagte der DVV-Vorsitzende Dr. Ernst Dieter Rossmann. »Der Deutsche Volkshochschul-Verband fordert Bund und Länder dazu auf, ein Programm zur Digitalisierung der Erwachsenen- und Weiterbildung ins Leben zu rufen. Dies umfasst nicht allein eine Ausweitung und Intensivierung digitaler Lernformate, sondern auch ein Qualifizierungsprogramm für das Lehrpersonal«, so Rossmann weiter.

Der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) präsentiert gemeinsam mit mehr als 20 namhaften Bildungsträgern und -verbänden politische Forderungen. »Weiterbildung 4.0« soll den gesellschaftlichen Anschluss an die digitale Entwicklung sicherstellen und für alle Menschen die Chance zu emanzipierter und gestaltender Teilhabe im Sinne eines demokratischen Bildungsverständnisses bieten. Mit rund 70 Aktionen, die vom Webinar bis hin zur Erstellung von Video-Tutorials reichen, beteiligen sich die Volkshochschulen bundesweit am Aktionstag.

Der DVV hat den Deutschen Weiterbildungstags mit initiiert. Als gemeinsame Initiative von Verbänden, Institutionen und Unternehmen der Weiterbildungsbranche findet der bundesweite Aktionstag alle zwei Jahre statt.

(27.09.2016, prh)

Deutscher Weiterbildungstag

 

Die beliebtesten Sprachtests im Überblick - Drum prüfe, wer sich Englisch bildet

Carl Duisberg

Zum Europäischen Tag der Sprachen

Fremdsprachen sind der Schlüssel zu Menschen, anderen Ländern, Kulturen und Arbeitsmärkten. Allein in der EU gibt es 24 Amtssprachen. Der Europäische Tag der Sprachen am 26. September rückt sie in den Mittelpunkt. Unangefochtener Spitzenreiter ist Englisch, das von den meisten Europäern verstanden wird. Doch über das pure Verständnis hinaus sind für Studium oder Beruf für das In- oder Ausland häufig Nachweise über das konkrete Können erforderlich.

Klara Balogun, Expertin für Sprachprüfungen bei den gemeinnützigen Carl Duisberg Centren, stellt die gängigsten Englisch-Sprachprüfungen vor:

IELTS (International English Language Testing System)

Der IELTS-Test ist einer der weltweit bekanntesten Englisch-Sprachtests und orientiert sich am britischen Englisch. Zwei Prüfungsmodule stehen zur Auswahl: Das Academic Module benötigen Studenten für den Hochschulzugang sowie medizinisches Fachpersonal für die Arbeitserlaubnis in Australien, Neuseeland und Großbritannien. Das General Module brauchen Einwanderer in Down Under und Kanada. 9.000 Organisationen in mehr als 140 Ländern erkennen das Zertifikat an, darunter Schulen, Universitäten, Arbeitgeber, Einwanderungsbehörden und Berufsverbände. »Der dreistündige Test in Papierform unterscheidet sich vor allem beim Überprüfen des mündlichen Sprachgebrauchs von anderen Prüfungen. Dies geschieht persönlich in einer Eins-zu-eins-Situation mit einem Prüfer. Zudem wird auf Multiple Choice weitestgehend verzichtet«., sagt Klara Balogun. In 14 deutschen Städten werden dazu 36 Termine pro Jahr angeboten. Für diese können sich Prüfungskandidaten unter www.britishcouncil.de bis zwei Wochen vor dem Prüfungstermin anmelden. Die Resultate stehen nach 13 Tagen fest. Die Kosten für den Test belaufen sich auf 220 Euro.

TOEFL (Test of English as a Foreign Language)

Das TOEFL-Zertifikat benötigen vor allem Studenten für den Hochschulzugang. Denn für viele Bachelor- und Masterstudiengänge im Ausland oder internationale Studiengänge in Deutschland gilt er als Zulassungsvoraussetzung. Der Multiple Choice Test orientiert sich am amerikanischen Englisch. Neben anderen TOEFL-Tests wie etwa der TOEFL pbt oder der TOEFL Junior für Austauschschüler ist der TOEFL ibt am meisten verbreitete. »Die Abkürzung IBT bedeutet 'internet-based'«, erklärt Balogun. »Beim Überprüfen des mündlichen Sprachgebrauchs sprechen alle Kandidaten einer Prüfung gleichzeitig in ihren Rechner, was leicht zu Konzentrationsschwierigkeiten führt«, so die Expertin weiter. Deutschlandweit werden pro Jahr über 50 Testtermine an 32 Orten angeboten. Nach 13 Tagen stehen die Testergebnisse fest. Die Bewertung erfolgt nach einem Punktesystem, das eine Skala bis 120 Punkte umfasst. »Hochschulen verlangen zwischen 80 und 110 Punkten«, sagt Klara Balogun. Es ist ratsam, sich mindestens vier Wochen vorher für den vierstündigen Test anzumelden. Das ist online über www.ets.org möglich. Der Test kostet 245 Dollar.

CAE (Cambridge Certificate in Advanced English)

Das CAE ist die gefragteste Englischprüfung der University of Cambridge, die für Nicht-Muttersprachler von den dortigen Professoren entwickelt wurde. Einmal bestanden, berechtigt das Zertifikat zum Studieren an Universitäten in Großbritannien. Das Zertifikat eignet sich generell für den Hochschulzugang, wird aber auch für den Beruf anerkannt oder bei der Immigration in ein englischsprachiges Land. Weltweit lässt sich das CAE in über 135 Ländern erwerben. Die 46 Prüfungsorte und -zentren in Deutschland sind unter www.cambridgeenglish.org/exams zu finden. Der vierstündige Test existiert in zwei Versionen: Testteilnehmer, die die Papierform wählen, erhalten ihre Resultate erst nach vier bis sechs Wochen. Die Ergebnisse der computerbasierten Form gibt es schon nach zwei bis drei Wochen. Termine für den Test sind monatlich möglich. Das CAE kostet etwa 250 Euro.

TOEIC (Test of English for International Communication)

Seit fast 40 Jahren ist dieser Test gefragt, wenn es um den Nachweis von berufsbezogenem, weniger dem rein akademischen Englisch geht. »Er dient vor allem Arbeitnehmern für den Nachweis der Englischkenntnisse. Doch auch für den Zugang zur Fachhochschule ist er gefragt«, sagt Klara Balogun. Kandidaten wählen aus unterschiedlichen Prüfungsvarianten. Beim Standardtest TOEIC L&R sind die beiden Bereiche Hörverstehen und Lesen die Hauptbestandteile der Prüfung. Absolvieren können Kandidaten den reinen Multiple Choice Test entweder in Papierform oder am Computer. Der TOEIC 4 Skills gibt zudem die Möglichkeit, auch den mündlichen sowie den schriftlichen Sprachgebrauch zu testen. Der Test wird überall in Deutschland in Kooperation mit www.language-testing-service.de angeboten. Durchgeführt wird er beim Arbeitgeber, am Studienort, in einem TOEIC-Zentrum oder einem anerkannten Testcenter. Auch im Ausland kann die Prüfung abgelegt werden. Termine sind nach Wunsch möglich. Die Resultate kommen bereits nach sieben Tagen. Die Höchstpunktzahl liegt für beide Bereiche bei 990 und kostet je nach Prüfinstitution circa 115 Euro.

Gut zu wissen

Stehen verschiedene Tests zur Auswahl, sind in der Regel die Nähe zum Prüfungsort und die Verfügbarkeit eines Testtermins ausschlaggebend bei der Entscheidung für eine dieser Prüfungen. Hochschulen geben in der Regel eine Liste aller anerkannten Englischprüfungen heraus. Wer den Test für einen Auslandsaufenthalt benötigt, dem rät Klara Balogun: »Den IELTS würde ich für England, Australien und Neuseeland ablegen. Der TOEFLTest ist ideal für USA, obwohl mittlerweile viele Institutionen in den jeweiligen Ländern auch den anderen Test anerkennen«. Die Zertifikate sind in der Regel zwei Jahre gültig. Das Cambridge-Zertifikat wirbt mit lebenslanger Gültigkeit. Dennoch empfiehlt es sich nach längerer Pause im Sprachgebrauch, einen Test neu abzulegen. »Durchfallen kann man bei den Tests nicht, ausschlaggebend ist für deren Verwendung aber immer eine Mindestpunktzahl. Man kann sie so oft ablegen wie man möchte. TOEFL hält sich eine Sperre von zwölf Tagen vor«. Alle namhaften Schulbuchverlage bieten Bücher zur Vorbereitung an; auch das Netz hält diverse Onlinekurse bereit. Sprachschulen bieten zudem spezielle Vorbereitungskurse an. Besonders empfehlenswert vor einer Prüfung ist es, sich im Alltag mit der englischen Sprache zu beschäftigen - sei es durch Radio oder Fernsehen oder beim Lesen einer Zeitung. »Sprachtests können auch im Ausland abgelegt werden, auch in Kombination mit einer Sprachreise mit oder ohne vorgeschalteten Vorbereitungskurs«, sagt Klara Balogun.

(22.09.2016, prh/kb)

 

Arbeit 2040: Digitalisierung führt zu massiven Veränderungen in der Arbeitswelt

MANAGEMENTFORUM WIFI

Prognose: Die berufliche Aus- und Weiterbildung wird 2040 noch stärker digitalisiert. Mehr als die Hälfte der beruflichen Aus- und Weiterbildung wird 2040 virtuell (E-Learning) stattfinden

Digitalisierung, Internationalisierung, technische Innovationen, all das verändert bereits jetzt unsere Arbeits- und Wirtschaftswelt. Wo wir in der Arbeitswelt 2040 stehen werden und was es braucht, um dafür gut gerüstet zu sein, damit beschäftigte sich eine Studie Arbeit 2040 vom österreichischen WIFI Management Forum.

Lebenslanges Lernen und ständige Weiterentwicklung im Job wird notwendig und wichtig sein, um sich als Unternehmen den verändernden Arbeitsbedingungen erfolgreich zu stellen, das meinen 80,6 Prozent der Entscheidungsträger/-innen. »Besonders gilt das für Führungskräfte. Um frühzeitig auch die passenden Lösungen und Angebote für Management-Trainings zu bieten wollten wir ausloten, wo Bedarf und Interesse angezeigt wird«, so Mag. Sandra Prandtner, Leiterin des WIFI Management Forums. Neben technischen und IT-Themen, die stark an Bedeutung gewinnen, erfordert die Digitalisierung auch neue Rahmenbedingungen, eine Veränderung der Denkweise und der Unternehmenskultur.

Mensch und Technik: Kein Gegensatz, sondern Symbiose

»Die Antwort auf die sich verändernde Arbeitswelt im Jahr 2040 sieht man eindeutig in der Aneignung von Fähigkeiten und Zusatzwissen innerhalb der eigenen Branche sowie im Bereich Digitalisierung. Lebenslanges Lernen und berufliche Weiterbildung ist 2040 keine Kür mehr, sondern vielmehr Pflicht. Aus der Vorstellung eines flexiblen (zeit- und ortsunabhängigen) Jobs könnte im Jahr 2040 ein "immer und überall" Job werden, der die Grenzen von Beruf und Freizeit auflöst«, hebt Mag. Thomas Schwabl hervor. »Die Studie 'Arbeit 2040' sagt uns, dass wir uns in unserer zukünftigen Arbeit immer stärker mit der Digitalisierung auseinandersetzen werden. Wichtig ist, dass Führungskräfte sich mit den erfolgreichen Methoden der Transformation beschäftigen. Die Technik darf nie Selbstzweck werden, der Mensch und seine Digitalkompetenz stehen im Mittelpunkt. Lebenslanges Lernen ist dafür die Basis«, so Martin Giesswein vom WIFI Management Forum.

Kompetenzanforderungen verlagern sich

Gefragt zu den Fähigkeiten und Kompetenzen, die im Vergleich zu heute stark an Bedeutung gewinnen werden landen mit Vorsprung die digitalen Kompetenzen (76 Prozent), gefolgt von persönlichen Kompetenzen (58 Prozent) und sprachlichen/interkulturellen Kompetenzen (53 Prozent). Knapp die Hälfte werden auch die Methodenkompetenzen (46 Prozent) und dicht gefolgt von den sozialen Kompetenzen ausmachen (45 Prozent). Immer noch mit über einem Drittel wurden die Kommunikationskompetenz (39 Prozent) und die Fachkompetenz (34 Prozent) genannt. »Hier wird es eindeutig eine Verlagerung geben, der wir uns stellen müssen und schon jetzt optimale Trainingsangebote konzipieren wollen. Derzeit liegen bei unseren Buchungen die kommunikativen Kompetenzen und die Führungskompetenz vor den persönlichen Kompetenzen und digitale Kompetenzen scheinen jetzt noch ein Thema zu sein, das viele noch nicht für ihre Weiterbildung in den Fokus stellen«, so Sandra Prandtner.

Die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst:

  • Die befragten Entscheidungsträger sind sich mehrheitlich einig, dass sich die Arbeitswelt insgesamt und auch der eigene Job in den kommenden 25 Jahren stark verändern wird.
  • Diese Veränderung wird vor allem der steigenden Digitalisierung und der Technik, die immer mehr an Bedeutung gewinnt, zugeschrieben.
  • Zwei Drittel der befragten Entscheidungsträger erwarten, dass die Auswirkungen der Digitalisierung zu mehr Stress im Job führen wird.
  • Zwar wird man 2040 noch immer größtenteils von einem Büro aus arbeiten, jedoch erwarten die Befragten auch eine stärkere Vermischung von Arbeit und Freizeit.
  • Weiterbildung steht an erster Stelle wenn es darum geht, den neuen beruflichen Anforderungen 2040 gewachsen zu sein! 80 Prozent der Befragten stufen lebenslanges Lernen als notwendig und wichtig für das zukünftige Berufsleben ein.
  • Vor allem IT-Themen werden im Bereich der Aus- und Weiterbildung an Bedeutung gewinnen. 73 Prozent der Befragten räumen der Aneignung von Fähigkeiten und Wissen im Bereich Digitalisierung sowie der Weiterbildung innerhalb der eigenen Branche (70 Prozent) die höchste Bedeutung ein, um zukünftig im Job bestehen zu können.
  • 76 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass digitale Kompetenzen in der Arbeitswelt 2040 an Bedeutung gewinnen werden.
  • Gefragt nach den 5 wichtigsten Zukunftskompetenzen haben 40 Prozent die Lernbereitschaft als wichtig eingestuft.
  • Die Initiative zur beruflichen Aus- und Weiterbildung wird zukünftig mehr vom Arbeitnehmer als vom Unternehmen ausgehen (müssen).
  • Ein wesentlicher Erfolgsfaktor in der zukünftigen Berufswelt wird weniger die formale Berufsausbildung, als vielmehr zusätzliche praxisorientierte Aus- und Weiterbildungs-Zertifikate und Abschlüsse sein. 60 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass diese stark an Bedeutung gewinnen werden (Fachhochschule – 30 Prozent, Universitätsabschluss – 22 Prozent).
  • Auch die berufliche Aus- und Weiterbildung wird 2040 noch stärker digitalisiert. Mehr als die Hälfte der beruflichen Aus- und Weiterbildung wird 2040 virtuell (E-Learning) stattfinden


Hintergrund

Im Zeitraum 6.7.2016 bis 23.8.2016 konnten 479 Kunden/-innen des WIFI Management Forum (HR-Entscheidungsträger/-innen und Führungskräfte) mittels Online-Fragebogen (CAWI) befragt werden. 27 Fragen zu Themen wie allgemeine Veränderungen der Arbeitswelt, Bildung/Lernen/Kompetenzen, Arbeitsstrukturen/Hierarchien, Digitalisierung und technischer Fortschritt befragt. Der Großteil der Befragten sind mit 40 Prozent leitende Angestellte, 33 Prozent waren nicht leitende Angestellte, Geschäftsführer/-innen waren zu 5,6 Prozent unter den Befragten und 15 Prozent sind selbstständige Unternehmer/-innen. Die Entscheidungsträger/-innen kommen eher aus größeren Betrieben (45,7 Prozent mit mehr als 250 Mitarbeitern/-innen und 22,7 Prozent mit 50 – 249 Mitarbeitern/-innen). Die befragten Entscheidungsträger arbeiten zu 25,5 Prozent im Dienstleistungsbereich, 14,9 Prozent in der Industrie, 14,5 Prozent im Finanzsektor und zu 7,6 Prozent im Handel. Über zwei Drittel des Sampels sind zwischen 40 und 59 Jahre alt (40-49 Jahre: 39,2 Prozent; 50-59 Jahre: 30,3 Prozent; 30-39 Jahre:18,6 Prozent). 87,3 Prozent verfügen über Matura (Abitur) bzw. Uni-Abschluss.


(21.09.2016, prh)

Zur Studie (PDF, 15 Seiten)

 

NRW: Zusätzliche Förderung für Weiterbildungseinrichtungen und Schulen

NRW Weiterbildungsministerium

Schulen und Weiterbildungseinrichtungen erhalten zusätzlich 22,5 Millionen Euro und 981 zusätzliche Stellen

Der nordrhein-westfälische Landtag hat den zweiten Nachtragshaushalt verabschiedet. Für den Bereich Schule und Weiterbildung sind Investitionen von zusätzlich rund 22,5 Millionen Euro vorgesehen. 981 zusätzliche Stellen werden bereitgestellt.

Im Einzelnen sind vorgesehen:
300 zusätzliche Stellen für die Inklusion, 513 Stellen für multiprofessionelle Teams, 14 Stellen für die Schulpsychologie, 88 Stellen für Kommunale Integrationszentren sowie zehn Stellen für die Lehrerfortbildung. Darüber hinaus werden 56 Stellen für die Leitungszeit bereitgestellt, um die Schulleitungen von Schulen mit Teilstandorten zu entlasten.

Neben den zusätzlichen Stellen für die Lehrerfortbildung werden in diesem Bereich Sachmittel von über einer Million Euro bereitgestellt, um beispielsweise das Qualifizierungs- und Fortbildungsangebot »Interkulturelle Schulentwicklung – Demokratie gestalten« zu entwickeln sowie die Angebote im Bereich Deutsch als Zweitsprache (DaZ) bzw. Deutsch als Fremdsprache (DaF) zu verstärken.

Die Landesregierung investiert mit zusätzlichen Ressourcen auch in die Weiterbildung: Den Volkshochschulen und Weiterbildungseinrichtungen stehen bis zum Jahr 2019 jährlich rund fünf Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung. Der Konsolidierungsbeitrag der Weiterbildungsträger wurde vorübergehend um fünf Prozent abgesenkt.

Die Mittel für zusätzliche Kurse zur Sprachförderung neu zugewanderter Erwachsener und Jugendlicher ab 16 Jahren werden im Zuge des zweiten Nachtragshaushalts erneut um weitere 950.000 Euro aufgestockt. Damit werden im Jahr 2016 insgesamt 3,2 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Ministerin Löhrmann: »Wir unterstützen damit die Einrichtungen der Weiterbildung, ihre Aufgaben in Zeiten gestiegener Zuwanderung pädagogisch und fachlich gut wahrnehmen zu können«.

Mit dem zweiten Nachtragshaushalt 2016 steigen die Gesamtausgaben im Bereich Schule und Weiterbildung auf rund 17,3 Milliarden Euro. Die Zahl der seit 2015 zusätzlich geschaffenen Stellen im Zuge der erhöhten Schülerzahl durch neu zugewanderte Kinder und Jugendliche steigt auf 6.431.

(20.09.2016, prh)

 

Berufsbildung 4.0

BMBF

BMBF stellt erste repräsentative Studie zur Nutzung digitaler Medien in betrieblicher Aus- und Weiterbildung in Deutschland vor

Nahezu jeder Betrieb in Deutschland verfügt heute über internetfähige Technik wie Desktop-PC, Laptops oder Tablet-Computer und setzt diese auch bei der betrieblichen Ausbildung ein. Dennoch werden spezielle digitale Lern- und Medienformate von den Betrieben in der Ausbildung noch sehr zurückhaltend eingesetzt, hier spielen weiter klassische Medienformate die größte Rolle.

Das ist ein Ergebnis der ersten repräsentativen Untersuchung zur Bedeutung digitaler Medien in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Auftrag gegeben hat. Hierfür haben das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und TNS Infratest 3.000 Betriebe in Deutschland zur Nutzung digitaler Medien befragt.

»Die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung hat längst auch die Berufsbildung erfasst. Dachdecker inspizieren heute Gebäude mithilfe von Drohnen, Anlagenmechaniker bauen Smart-Home-Technik in Eigenheime ein. Der digitale Wandel schafft neue Anforderungen an die Qualifizierung von Fachkräften, eröffnet aber auch neue Möglichkeiten, Wissen mit digitalen Lern- und Lehrformaten zu vermitteln«, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. »Wir brauchen eine Berufsbildung 4.0. Das BMBF legt deshalb einen besonderen Schwerpunkt darauf, die Digitalisierung in der beruflichen Bildung zu fördern. Besonders für dieses Thema sensibilisieren und unterstützen wollen wir dabei kleine und mittlere Unternehmen«.

Die Studie »Digitale Medien in Betrieben – heute und morgen. Eine repräsentative Bestandsanalyse« ermöglicht erstmals einen Überblick über die aktuelle Nutzung digitaler Medien nach Branchen, Betriebsgrößenklassen und Regionen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. In der Studie wurde auch untersucht, wie die Betriebe die künftige Bedeutung von digitalen Medien in der Aus- und Weiterbildung einschätzen. In den kommenden drei Jahren sieht die Mehrzahl der befragten Betriebe demnach bei allen betrieblichen Tätigkeiten einen weiteren Bedeutungszuwachs digitaler Geräte. Unzufrieden ist dagegen fast jeder zweite Betrieb mit den IT-Kenntnissen seiner Auszubildenden und bewertet diese lediglich mit ausreichend. Weniger als ein Drittel bewertet die Kenntnisse als sehr gut oder gut.

Im Mittelpunkt der BMBF-Förderung zur Berufsbildung 4.0 steht das Programm »Digitale Medien in der beruflichen Bildung«. Hier werden neue digitale Lösungsansätze entwickelt und erprobt, wie beispielsweise Lernen am Arbeitsplatz, ePortfolios und offene Bildungsmaterialien (Open Educational Resources). Auch die Stärkung der Medienkompetenz betrieblicher Ausbilderinnen und Ausbilder wird gefördert. Darüber hinaus fördert das BMBF die zukunftsfähige Qualifizierung von Fachkräften insbesondere für kleine- und mittlere Unternehmen mit einem Sonderprogramm für die Digitalisierung in den Überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS). Mit der Initiative »Fachkräftequalifikation und Kompetenzen für die digitalisierte Arbeit von morgen« wird in Kooperation mit dem BIBB anhand von 13 exemplarisch ausgewählten Berufen untersucht, wie sich die Digitalisierung auf Arbeitsprozesse und Qualifizierungsanforderungen auswirkt und wie die Ausbildung entsprechend angepasst werden sollte.

Mit einer neuen Förderung sollen ab dem kommenden Jahr Verbreitung und Transfer guter Konzepte zum digitalen Lernen gefördert werden. Ziel ist ein Netzwerk für digitales Lernen, über das Unternehmen gemeinsam die notwendigen technischen Infrastrukturen und digitalen Lernangebote bereitstellen und nutzen können. Gefördert werden sollen auch die gemeinsame Entwicklung von Standards und Verfahren zur Qualitätssicherung sowie die Bereitstellung von hochwertigen Qualifizierungsangeboten. Zusätzlich zielt eine weitere neue Initiative ab dem kommenden Jahr darauf ab, die digitale Medienkompetenz in der Weiterbildung zu verbessern.

(09.09.2016, prh)

Zur Studie (PDF, 105 Seiten)

Weitere Informationen

siehe auch: Qualifizierung Digital

 

Lese- und Schreibkompetenzen Erwachsener verbessern

BMBF

Neue Arbeitsschutzbestimmungen lesen, ein Pflegeprotokoll ausfüllen, der Freundin ein Rezept aus Großmutters Küche aufschreiben oder den Kindern bei den Hausaufgaben helfen - das ist für zahlreiche Menschen in Deutschland eine große Herausforderung, weil sie funktionale Analphabeten sind. Sie können zwar einzelne Sätze lesen oder schreiben, nicht jedoch zusammenhängende, auch kürzere Texte wie zum Beispiel eine schriftliche Arbeitsanweisung verstehen.

Bund und Länder wollen gemeinsam mit weiteren Partnern während der Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung von 2016 bis 2026 Erwachsene noch intensiver dabei unterstützen, besser lesen und schreiben zu lernen. »Eine zentrale Aufgabe während der Dekade ist es, das private und berufliche Umfeld von funktionalen Analphabetinnen und Alphabeten anzusprechen, damit sie ermutigt werden, ihre Lese- und Schreibkompetenzen zu verbessern. Dafür brauchen wir für die unterschiedlichen Lernbedürfnisse jeweils passende Angebote«, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka.

Den Weltalphabetisierungstag 2016 nutzen zahlreiche vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekte, um in ihrer Region oder Branche auf die Chancen aufmerksam zu machen, die mit verbesserten Lese- und Schreibfähigkeiten im Alltag ebenso wie im Beruf verbunden sind. Die BMBF-Projekte entwickeln beispielsweise erfolgreich getestete Lernangebote, Sensibilisierungskonzepte und Kooperationsmodelle weiter und tragen die besten Erfahrungen in die Fläche. Dabei stehen Informationen, Beratung und Unterhaltung auf dem Programm. Beispiele für solche Veranstaltungen am Weltalphabetisierungstag sind:

Unter dem Motto »Wenn Worte Schwimmen lernen« organisiert der Bundesverband für Alphabetisierung und Grundbildung mit dem Projekt »ALFA-Mobil« in Münster einen Poetry&Quiz-Abend. An Bord der MS Günther erwartet die Gäste künstlerische Unterhaltung, und sie können auch ihr Wissen über das Thema Alphabetisierung, Lesen und Schreiben testen.

»Essen von A bis Z« steht beim Projekt »ABCami«, das Alphabetisierungsmaßnahmen in Moscheen unterstützt, auf dem Programm. Kursteilnehmer organisieren Kochevents in Frankfurt/Main, Bad Homburg und Berlin-Spandau und präsentieren die gemeinsam zubereiteten kulinarischen Spezialitäten in deutscher und arabischer Sprache.

Eine ganze Woche widmet das Projekt »Arbeitsplatzorientierte Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener« (APAG) der Volkshochschule Trier diesem Thema mit unterschiedlichen Veranstaltungen, in der sich Betroffene und ihre Familien über Unterstützungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten informieren können und beispielsweise Eltern und Pädagogen Anregungen erhalten, wie ein Kind zum Leser wird.

Mit Plakatausstellungen an sechs Standorten in Deutschland suchen gewerkschaftliche Akteure des Projektes »MENTO« das Gespräch mit ArbeitnehmerInnen sowie Personalverantwortlichen und Führungskräften zum Thema »Grundbildung in der Arbeitswelt«.Das BMBF wird während der Dekade diverse Projekte mit insgesamt 180 Millionen Euro fördern. Die zentrale Auftaktveranstaltung zur Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung findet am 28. und 29. November 2016 in Berlin statt.

(08.09.2016, prh)

Überblick über Veranstaltungen am Weltalphabetisierungstag

siehe auch: Nationale Strategie für Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener

siehe auch: UNESCO zum Weltalphabetisierungstag

 

Weiterbildung MV neu gestaltet und jetzt in fünf Sprachen online

WBDB MV

Die Weiterbildungsdatenbank für Mecklenburg-Vorpommern ist seit über 15 Jahren das Informationsportal in allen Fragen der Weiterbildung in Mecklenburg-Vorpommern.

Jetzt präsentiert sich das Portal in einem modernisierten Design und macht es so an Weiterbildung Interessierten  leichter, passgenaue Angebote zu finden. Eine berufsbegleitende Aufstiegsfortbildung, ein Englisch-Kurs oder ein Seminar zum Vereinsrecht: Wer sich beruflich, privat oder ehrenamtlich weiterbilden will, findet zahlreiche Angebote.

»Ich freue mich, dass die Weiterbildungsdatenbank jetzt auch in Englisch, Französisch, Arabisch und Russisch verfügbar ist«, betonte Sozialministerin Birgit Hesse. »Dadurch wird die ohnehin schon große Zielgruppe dieses Angebots noch einmal vergrößert«.

Die Weiterbildungsdatenbank wird durch das Land Mecklenburg-Vorpommern aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Mehrfach wurde die Weiterbildungsdatenbank für Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich mit den Angeboten anderer Bundesländer von der Stiftung Warentest als Testsieger ausgezeichnet. Durch die Überarbeitung sind die Inhalte der Website noch übersichtlicher angeordnet und leicht navigierbar. Die Webseite ist für mobile Endgeräte optimiert. Dadurch sind alle Funktionen mit Smartphone, Tablet & Co. ebenso komfortabel nutzbar wie mit dem Computer.

Mit dem mehrsprachigen Angebot öffnet sich die Weiterbildungsdatenbank interkulturell. Damit wendet sich weiterbildung-mv.de auch an internationale NutzerInnen, die von EU-BürgerInnen über Flüchtlinge bis hin zu an Weiterbildung Interessierten in der ganzen Welt reichen können. Grundlegende Informationen zur Datenbank sowie die Kurse und Bildungsanbieterprofile können in fünf verschiedenen Sprachen angezeigt werden. Mehr als 7.000 Weiterbildungsangebote von etwa 430 Bildungsanbietern werden derzeit aufgelistet. Die UserInnen können verschiedene Angebote direkt miteinander vergleichen und so passgenaue Kurse finden.

Monatlich informieren sich mehr als 7.400 Weiterbildungsinteressierte auf weiterbildung-mv.de. Ergänzt wird das Webangebot durch eine unabhängige und kostenfreie Orientierungsberatung. Ratsuchende erhalten hier Unterstützung bei der Datenbankrecherche und Antworten auf ihre Fragen rund um das Thema Weiterbildung.

QUELLE: Nach einer Mitteilung des Ministeriums für Arbeit, Gleichstellung und Soziales M-V

(02.09.2016, SM MV/prh)

Zum Portal weiterbildung-mv.de

 

DIHK-Umfrage zur Weiterbildung

DIHK

Ergebnisse einer DIHK-Online-Unternehmensbefragung zur Weiterbildung 2016 

47 Prozent der Befragten gaben bei der Erhebung an, für intern organisierte betriebsspezifische Weiterbildungen eine Freistellung von der regulären Arbeitszeit zu gewähren und auch die Kosten zu übernehmen. Externe Maßnahmen unterstützen fast 30 Prozent der Unternehmen; und knapp 12 Prozent berichten von Weiterbildungen, die ihre Mitarbeiter eigeninitiativ und in der Regel aus rein privatem Interesse aufnehmen.
 
Dabei ist das Spektrum der Angebotsformate breit. Es reicht vom klassischen Firmenseminar, das in der Beliebtheitsskala nach wie vor den Spitzenplatz einnimmt, über selbstgesteuerte Weiterbildungsformen bis hin zur Herstellerschulung. Grundsätzlich gilt: Im Mittelpunkt steht der jeweilige Bedarf von Betrieb, Prozess, Produkt und Arbeitnehmer; gefragt sind individuelle Lösungen, nicht Standardformate.
 
Und: Die große Vielzahl und Unterschiedlichkeit, in der Lernleistungen dokumentiert werden, stellen für die Betriebe eine immer größere Herausforderung dar. Als vertrauenswürdigstes Dokument zur Feststellung von Kompetenzen erscheint dabei 71 Prozent der Befragten das Zeugnis über die Berufsausbildung.

QUELLE: DIHK

  (02.09.2016, dihk, prh)

Zusammenfassung der Ergebnisse [Umfrage 2016] [PDF, 8 Seiten) ...

 

Hessen: Betriebliche Weiterbildung ist zentrales Instrument der Personalentwicklung

Hessen

Angesichts des hohen Fachkräftebedarfs ist die betriebliche Weiterbildung von Beschäftigten ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der Fachkräfteversorgung und somit ein zentrales Instrument unternehmerischer Personalpolitik. Dabei kommt der Qualifizierung von an- und ungelernten Beschäftigten eine Schlüsselrolle zu.

 Ergebnisse des IAB-Betriebspanels

Das aktuelle IAB-Betriebspanel bietet einen Überblick über die Weiterbildungsaktivitäten der hessischen Betriebe. Befragt wurden 1.000 Arbeitgeber. Die Studie kommt zu folgenden Ergebnissen:

  • Die Weiterbildungsbereitschaft der hessischen Betriebe liegt weiterhin auf einem hohen Niveau.
  • Betriebe schaffen Anreizstrukturen für Weiterbildungen.
  • Externe Kurse bleiben die häufigste Art der Weiterbildung.
  • An- und Ungelernte sind in Weiterbildungsmaßnahmen stark unterrepräsentiert.

Weiterbildungsquote auf Höchststand

im ersten Halbjahr 2015 förderten über die Hälfte der hessischen Betriebe (54 Prozent) Weiterbildungen. Damit sank die Weiterbildungsbeteiligung zwar gegenüber den Vorjahren leicht, blieb aber weiterhin über dem westdeutschen Durchschnitt (52 Prozent). Die Bedeutung der Weiterbildung für den einzelnen Betrieb dokumentiert die Weiterbildungsquote, der Anteil der Geförderten an allen Beschäftigten. Diese stieg erneut an und erreichte mit 29,4 Prozent einen Höchststand. Damit wurden rund 899.000 Beschäftigte gefördert. Beschäftigte des Dienstleistungssektors nahmen am häufigsten an Weiterbildungsmaßnahmen teil. Den niedrigsten Anteil an geförderten Beschäftigten wies das Produzierende Gewerbe - speziell das Baugewerbe - auf.

Externe Kurse, Lehrgänge und Seminare blieben die häufigste Art der Weiterbildung. Von Bedeutung waren außerdem noch interne Kurse sowie die Teilnahme an Vorträgen oder Tagungen und die Weiterbildung am Arbeitsplatz.

An- und Ungelernte profitieren weniger von Weiterbildung

Die Weiterbildungsbeteiligung der hessischen Betriebe, die Beschäftigte mit einfacher Tätigkeit förderten, nahm gegenüber 2013 um rund 7 Prozentpunkte auf 32 Prozent zu. Diese Entwicklung zeigte sich durchweg in allen Wirtschaftszweigen. Die Weiterbildungsquote bei den An- und Ungelernten steigerte sich leicht auf 16,4 Prozent. Am häufigsten profitierten einfach Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe und in den Sonstigen Dienstleistungen von Weiterbildungen. Dennoch bleiben die Weiterbildungsbeteiligung und Weiterbildungsquote für Beschäftigte mit einfachen Tätigkeiten auf einem niedrigen Niveau. Eine Annäherung der Weiterbildungsquote für Beschäftigte mit einfachen Tätigkeiten an die Quote für qualifizierte Beschäftigte (35,9 %) ist derzeit nicht abzusehen.

»Die Angebote der Bundesagentur für Arbeit geringqualifizierte Mitarbeiter weiterzubilden, werden leider trotz finanzieller Anreize immer noch zu selten genutzt. Ungelernte Arbeitnehmer laufen eher Gefahr, arbeitslos zu werden, und bleiben länger von Sozialleistungen abhängig als qualifizierte Fachkräfte. Auch die Zahl junger arbeitsloser Menschen ohne Berufsausbildung steigt weiter an: in Hessen mittlerweile auf 26.000. Die Fördermöglichkeiten der BA können auch dort greifen und Ausbildungswillige sowie Arbeitgeber unterstützen. Es ist nie zu spät für eine Ausbildung«, so Peter Weißler, stellvertretender Geschäftsführer der Regionaldirektion Hessen.

Landesinitiative ProAbschluss: Qualifikation von Fachkräften

Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir äußerte sich erfreut über den erneuten Anstieg der Weiterbildungsquote: »Allerdings profitieren davon nicht alle Beschäftigtengruppen gleichermaßen. Deshalb haben wir im vergangenen Jahr die Landesinitiative ProAbschluss gestartet, die insbesondere kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützt, geringqualifizierte Beschäftigte zu Fachkräften zu qualifizieren. Hier ruht ein Potenzial, das es zu aktivieren gilt – denn für den Standort Hessen ist das Fachkräfteangebot ein entscheidender Faktor«.

Hintergrund
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) lässt seit 1993 jährlich Betriebe im Rahmen des IAB-Betriebspanels durch TNS Infratest Sozialforschung befragen. Die Auswertung für Hessen erfolgt durch das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur. Finanziert werden die hessischen Zusatzauswertungen durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit sowie den Europäischen Sozialfonds. (29.08.2016, prh)

 

Grüne: Immer weniger Arbeitslose werden durch Weiterbildung gefördert

NOZ

»Rückgang um 22 Prozent«: Arbeitsmarktexpertin Pothmer fordert »Strategiewechsel« der Bundesregierung 

Immer weniger Arbeitslose bekommen die Chance, sich zu qualifizieren. Nach Informationen der »Neuen Osnabrücker Zeitung« (Montag) ist die Zahl der Arbeitslosengeld-II-Bezieher, die eine geförderte Weiterbildung begonnen haben, seit 2012 um 22 Prozent zurückgegangen.

Die Grünen-Arbeitsmarktexpertin Brigitte Pothmer forderte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) zu einem »Strategiewechsel« auf. Nahles könne nicht einerseits eine Weiterbildung als beste Arbeitslosenversicherung propagieren und andererseits immer weniger Arbeitsuchenden eine Qualifizierung ermöglichen. Stattdessen gehe der schnelle Job oft vor, obwohl viele Arbeitslosengeld-II-Bezieher diese Stellen häufig nach kurzer Zeit wieder verlören und mit besserer Ausbildung deutlich bessere Chancen hätten, sagte Pothmer.

Sie berief sich dabei auf die Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf ihre entsprechende Anfrage. Danach haben 2012, dem Jahr bevor Nahles Arbeitsministerin wurde, noch fast 165.000 Arbeitslosengeld-II-Bezieher eine Weiterbildung begonnen. Im Jahr 2015 sind es nach diesen Angaben nur noch knapp 129 000 gewesen. »Das entspricht einem Rückgang von rund 22 Prozent«, kritisierte Pothmer. Allein von 2014 auf 2015 sei die Zahl der neu begonnenen Weiterbildungen um 17.000 gesunken. Sie appellierte an Nahles, diese Menschen nicht »länger am Katzentisch sitzen zu lassen«.

QUELLE: NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG (via ots) (29.08.2016, prh/ots)

 

Deutscher Weiterbildungstag: Hochkarätiger Auftakt in Berlin

DWT2016

Der Deutsche Weiterbildungstag 2016 beginnt mit einem Paukenschlag: Schauspielerin Iris Berben, Moderatorin Dunja Hayali, Bundestagsvizepräsidentin und Bundesbildungsministerin a.D. Edelgard Bulmahn, Staatsministerin Aydan Özoguz, Bertelsmann Stiftung-Vorstand Dr. Jörg Dräger und viele weitere hochkarätige Gäste sind live dabei, wenn am 28. September 2016 in Berlin der Startschuss zum Deutschen Weiterbildungstag 2016 fällt. Am Tag danach findet dann der »eigentliche« Deutsche Weiterbildungstag statt – mit rund 500 Aktionen in ganz Deutschland.

Der Auftakt steht ganz im Zeichen des Mottos »Weiterbildung 4.0 – fit für die digitale Welt« und verspricht eine spannende Auseinandersetzung mit dem viel diskutierten Thema. Günther H. Oettinger, EU-Digitalkommissar und Schirmherr des Deutschen Weiterbildungstages, sendet eine Videobotschaft. Dr. Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann-Stiftung und Autor des Buches »Die digitale Bildungsrevolution«, hält eine mit Spannung erwartete Keynote. Und eine Expertenrunde aus Politik sowie (Weiter)Bildungstheorie und -praxis wird das Thema vertiefen.

Emotionaler Höhepunkt der Auftaktveranstaltung ist aber wohl auch in diesem Jahr die Ehrung der »Vorbilder der Weiterbildung«. Ausgezeichnet werden Menschen, die eine besondere Geschichte des Lernens in der digitalen Welt zu erzählen haben. Schauspielerin Iris Berben, Bundestagsvizepräsidentin Edelgard Bulmahn, Integrationsministerin Aydan Özoguz und Tabea Rößner, grüne Sprecherin für Medien und Digitales werden vier Preisträgerinnen feierlich ehren.

Moderiert wird die Veranstaltung, zu der rund 250 hochrangige Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft sowie der beruflichen, politischen, kulturellen und allgemeinen Erwachsenen- und Weiterbildung erwartet werden, von der sympathischen Botschafterin des Deutschen Weiterbildungstages 2016: Dunja Hayali.

Und selbst die musikalische Begleitung hat in diesem Jahr einen digitalen Bezug: die Musiker des Berliner DigiEnsembles spielen ausschließlich auf iPads und mit Apps. Wenn das kein würdiger Auftakt ist ...

QUELLE: Deutscher Weiterbildungstag

 

Redaktioneller Hinweis:
Der Deutsche Bildungsserver und der Deutsche Weiterbildungstag sind seit 2014 Medienpartner. (19.08.2016, DWBT/prh)

Website des Deutschen Weiterbildungstages

 

Studie: Soziale Ungleichheiten in beruflicher Weiterbildung

Uni LeipzigBeim Zugang zu beruflichen Weiterbildungen gibt es nach einer aktuellen Studie noch immer gravierende soziale Ungleichheiten. Dr. Alexander Yendell, Soziologe an der Universität Leipzig, kommt zu dem Ergebnis, dass Geschlecht, Bildung und die Stellung in der Betriebshierarchie einen wesentlichen Einfluss auf die Chance haben, sich weiterzubilden.
 
Für seine Studie wertete er Daten aus dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP), einer repräsentativen Wiederholungsbefragung von über 12.000 Privathaushalten in Deutschland, aus.

Um den Zugang zu Weiterbildungen in seiner Entwicklung quantitativ erfassen zu können, analysierte Yendell Datensätze des SOEP von 1989 bis 2008, in denen Fragen zu Weiterbildungen vorkommen. Yendells Forschungen ergaben, dass Ungleichheiten unter anderem im Zusammenhang mit dem Geschlecht auftreten, wobei Frauen etwas weniger an Weiterbildungen teilnehmen als Männer. Allerdings habe es über die Jahre hinweg eine Angleichung gegeben: Frauen näherten sich in der Weiterbildungshäufigkeit Männern im untersuchten Zeitraum an. Ungleichheiten seien von Faktoren beeinflusst worden, die mit der Lebens- und Berufssituation von Frauen in Zusammenhang stehen.

»Sobald Kinder ins Spiel kommen, sind Frauen benachteiligt, weil sie dann kaum Zeit dafür haben und Unternehmen seltener in Weiterbildungen von Frauen investieren. Männer mit Kindern haben dieses Problem eher nicht«, stellte der Wissenschaftler fest. Allerdings nehmen in Vollzeit arbeitende Frauen Yendell zufolge mittlerweile mehr an beruflichen Weiterbildungen Teil als in Vollzeit tätige Männer. Einen größeren Einfluss noch als das Geschlecht hat der Studie zufolge die Bildung. Seit 1989 liegt die Weiterbildungsquote bei Menschen mit Hauptschulabschluss bei nur 15 Prozent, bei Menschen mit Abitur bei 45 Prozent.

Weiterbildungen würden gar nicht so rational verteilt wie anzunehmen wäre. »Im Grunde genommen wissen wir gar nicht genügend über die Entscheidungsprozesse hinsichtlich Weiterbildung in Unternehmen. Vermutlich spielen hier Machtspiele zwischen Personen und Abteilungen in Betrieben eine entscheidende Rolle«, so Yendell. Auch der Status in der Firmenhierarchie beeinflusse die Verteilung von Weiterbildungskursen. So hat eine Führungskraft eine 4,2-mal so hohe Chance auf eine Weiterbildung als ein Erwerbstätiger mit einfacher Aufgabe, Fachkräfte eine 1,9-mal so hohe.

»An beruflicher Weiterbildung nehmen trotz des Postulats vom lebenslangen Lernen viele Menschen nicht teil. Über den gesamten Zeitraum zwischen 1989 und 2008 sind die Ungleichheiten sehr robust. Es gilt das Matthäus-Prinzip, wer da hat, dem wird gegeben. Wer beispielsweise Führungskraft ist, der bekommt auch Zugang zur beruflichen Weiterbildung und muss nur selten dafür bezahlen. Umgekehrt gilt: Wer in der Betriebshierarchie unten steht, der bekommt auch weniger Weiterbildung und muss sich häufiger selbst um Fortbildung kümmern, wenn er daran teilnehmen möchte«, resümiert Yendell.

Die zunehmende Automatisierung und der Einsatz von Robotern dürfte seiner Ansicht nach vor allem die Menschen mit einfachen Tätigkeiten ohne besondere berufliche Qualifikation hart treffen, auch weil sie nur selten an Weiterbildung teilnehmen und das aufgrund mangelnder eigener finanzieller Ressourcen meist nicht können. »Dadurch verschärft sich die ohnehin schon schwierige Situation auf dem Arbeitsmarkt immens«, betont er. Hier bestehe, so Yendell, dringender politischer Handlungsbedarf. Aus seiner Sicht wäre es in diesem Zusammenhang wichtig, wenn sich die Bildungspolitik künftig Strategien entwickle, um mehr Adressaten den Zugang zur beruflichen Weiterbildung zu ermöglichen.

(12.08.2016, prh)

 

Bildungsscheck Brandenburg: Hohe Antragszahlen führen zu Förderpause

Land Brandenburg

Die Weiterbildungsrichtlinie des Landes Brandenburg weist weiterhin ein erfreulich hohes Antragsaufkommen auf. Die Förderung der Weiterbildung durch die Bildungsschecks wird hierbei im besonderen Maße angenommen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen aber auch, dass die Richtlinie angepasst werden sollte. Das Arbeitsministerium wird die Förderung einfacher, besser verständlich und weniger bürokratisch gestalten und überarbeitet die Richtlinie.

Um die zügige Bearbeitung aller bereits vorliegenden Anträge sicherzustellen ist es notwendig, die Antragstellung im Bereich der Förderung »Bildungsscheck Brandenburg für Beschäftigte« (Förderelement 2.1) vorübergehend vom 01. Oktober 2016 bis zum Inkrafttreten der überarbeiteten Richtlinie (voraussichtlich am 1. April 2017) auszusetzen.

Die Antragstellung für die anderen Förderelemente der Richtlinie, inklusive der Förderung der betrieblichen Weiterbildung (Förderelement 2.2.1), ist weiterhin bei der ILB möglich.

  (08.08.2016, prh)

Quelle: ILB

Weiterführende Informationen zum Bildungsscheck Brandenburg

vergleiche: Weiterbildungsrichtlinie Brandenburg: Hohes Antragsaufkommen führt zu temporärer Aussetzung

 

Berufsspezifische Lebensentgelte: Qualifikation zahlt sich aus

IAB

Akademikerjobs bringen 1,25 Millionen Euro mehr als Helferjobs 

Je höher der Abschluss, desto höher das Gehalt – das stimmt meistens, aber nicht immer. Mit Akademikertätigkeiten verdienen Vollzeitbeschäftigte auf das ganze Berufsleben gerechnet im Durchschnitt gut 1,25 Millionen Euro mehr als mit Helfertätigkeiten. Jobs für Fachkräfte, bei denen also in der Regel eine Berufsausbildung vorausgesetzt wird, bringen rund 330.000 Euro mehr als Helferjobs, und Jobs, die einen Meister-, Techniker- oder anderen Fortbildungsabschluss erfordern, ein Plus von 910.000 Euro gegenüber Helferjobs. Aber es gibt auch Akademikerstellen, die schlechter bezahlt werden als Tätigkeiten auf Fachkraftniveau. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Auf das gesamte Erwerbsleben gerechnet bekommen Beschäftigte in Helferjobs gut 1,1 Millionen Euro brutto, in Jobs auf Fachkraftniveau knapp 1,5 Millionen Euro, auf Meister- oder Technikerniveau rund 2,0 Millionen Euro und in Akademikerjobs fast 2,4 Millionen Euro.

Je nach Berufsgruppe unterscheiden sich die Einkommen aber deutlich. Bei Akademikerstellen in medizinischen Gesundheitsberufen beträgt der Bruttoverdienst im Lebensverlauf im Durchschnitt mehr als 2,8 Millionen Euro, in Tourismus-, Hotel- und Gaststättenberufen dagegen weniger als 1,5 Millionen Euro. Fachkräftestellen in Informatik-, Informations- und Kommunikationstechnologieberufen sind mit fast 2,2 Millionen deutlich höher bezahlt. Auch Fachkraft-Tätigkeiten im Bereich Finanzdienstleistungen, Rechnungswesen und Steuerberatung sind mit einem durchschnittlichen Lebenseinkommen von mehr als zwei Millionen Euro verbunden.

Die Verdienstmöglichkeiten seien aber nur ein Faktor von vielen bei Entscheidungen im Bereich Bildung und Beruf, betont der IAB-Forscher Heiko Stüber: »Die Entscheidung, ob ein Abiturient ein Studium oder eine Ausbildung beginnt, wird sicher nicht allein aufgrund potenzieller Verdienstmöglichkeiten getroffen«. Individuelle Vorlieben, Neigungen und Fähigkeiten seien hinsichtlich der Lebenszufriedenheit oft wichtiger. Zudem liege nicht jedem ein Studium, das oft theorielastig sei: »Mehr als jeder vierte Bachelorstudent bricht sein Studium ab«, schreibt Stüber. Anderen fehle hingegen das Geschick für eine handwerkliche Ausbildung.

(04.08.2016, prh)

IAB-Kurzbericht 17/2016 (PDF, 8 Seiten)

 

»Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen«: Wettbewerb abgeschlossen

Aufstieg durch Bildung OH

Der Bund-Länder-Wettbewerb »Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen« ist erfolgreich beendet. Insgesamt 111 neue Studienangebote für die wissenschaftliche Weiterbildung wurden in den Regelbetrieb von Universitäten und Fachhochschulen in ganz Deutschland übernommen.

Die Weiterbildungsangebote an den Hochschulen richten sich vorrangig an neue Zielgruppen: Berufstätige, Personen mit Familienpflichten oder die nach einer Pause in den Beruf zurückkehren, Studienabbrecher. Mit den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen, Zertifikatskursen und Vorbereitungskursen wurde das Angebot für die wissenschaftliche Weiterbildung stark ausgebaut. Weitere Studienangebote werden derzeit in der zweiten Wettbewerbsrunde entwickelt.

Der Wettbewerb »Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen« ist Teil der Qualifizierungsinitiative »Aufstieg durch Bildung« von Bund und Ländern und soll dazu beitragen, die Bildungsmöglichkeiten aller Bürgerinnen und Bürger zu erweitern, das Fachkräfteangebot zu sichern und die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung zu verbessern.

(02.08.2016, prh)

Weiterführende Informationen

 

Initiative »Zukunftsstarter« mit neuen Fördermöglichkeiten - AWStG tritt in Kraft

BMAS

Heute tritt das Gesetz zur Stärkung der beruflichen Weiterbildung und des Versicherungsschutzes in der Arbeitslosenversicherung (AWStG) in Kraft  

Mit rund 100.000 Eintritten in Fördermaßnahmen innerhalb von drei Jahren kann das Programm »Ausbildung wird was - Spätstarter gesucht« eine positive Bilanz ziehen. Die gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), der Bundesagentur für Arbeit (BA) und des Verwaltungsrates der BA wird deshalb unter neuem Namen und mit erweiterten Fördermöglichkeiten fortgesetzt.

Im Programm »Spätstarter gesucht« wurden junge Menschen zwischen 25 und 35 Jahren ohne Berufsausbildung angesprochen. Ziel war und ist es, sie für den nachträglichen Erwerb eines Berufsabschlusses zu gewinnen. Junge Erwachsene ohne berufliche Ausbildung bleiben auch weiterhin im Fokus der Unterstützung von Jobcentern und Arbeitsagenturen. Ihnen soll geholfen werden, sich durch Weiterbildung eine bessere Voraussetzung für ihr weiteres Erwerbsleben zu erarbeiten. Durch die Digitalisierung und Fachkräfteengpässe ist ein beruflicher Abschluss wichtiger denn je.

Daher haben sich BMAS und BA mit Vorstand und Verwaltungsrat darauf verständigt, die Anstrengungen des Programms »Spätstarter« im Bereich der Aus- und Weiterbildung junger Erwachsener mit verstärktem Engagement und unter dem neuen Namen »Zukunftsstarter« fortzusetzen. Ziel der Initiative ist, bis Ende 2020 120.000 junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer für eine Aus- und Weiterbildung mit dem Ziel eines Berufsabschlusses zu gewinnen.

Zum 1. August tritt auch das Gesetz zur Stärkung der beruflichen Weiterbildung und des Versicherungsschutzes in der Arbeitslosenversicherung (AWStG) in Kraft. Die Weiterentwicklung der Initiative »Spätstarter« zu »Zukunftsstarter« unterstützt die Idee des Gesetzes.

Neue Fördermöglichkeiten durch das AWStG tragen dazu bei, dass bisherige Hemmnisse, die einer Weiterbildung im Weg standen, abgebaut werden. So sollen etwa Weiterbildungsprämien das Durchhaltevermögen und die Motivation von jungen Erwachsenen steigern, eine längerfristige Qualifizierungsmaßnahme erfolgreich zu Ende zu bringen. Prämien für erfolgreiche Zwischen- und Abschlussprüfungen honorieren Erfolge und fördern Motivation und Durchhaltewillen. Außerdem können durch das AWStG auch Grundkompetenzen von Menschen mit geringen Qualifikationen gefördert werden.

(01.08.2016, prh)

Weitere Informationen zur »In­itia­ti­ve Erst­aus­bil­dung jun­ger Er­wach­se­ner«

Weitere Informationen zum »Gesetz zur Stärkung der beruflichen Weiterbildung und des Versicherungsschutzes in der Arbeitslosenversicherung« (AWStG)

siehe auch: Weiterbildung scheitert oft am Geld

 

Bildungsurlaub: Antrag frühzeitig mit dem Arbeitgeber besprechen

TUEV Rheinland

Anspruch abhängig vom Bundesland - Möglich sind politische oder berufliche Weiterbildungen

Bildungsurlaub gibt es seit mehr als 40 Jahren, aber nur wenige Arbeitnehmer kennen oder nutzen das Modell. Dabei haben Mitarbeiter in 14 der 16 Bundesländer einen Anspruch auf berufliche Weiterbildung - und das bei fortlaufendem Gehalt. Einzige Ausnahmen: Sachsen und Bayern.

Die genauen Bedingungen sind dezentral in den Landesgesetzen der einzelnen Bundesländer geregelt. »Ausschlaggebend für den Anspruch auf Bildungsurlaub ist das Bundesland, in dem der Arbeitsplatz liegt, und nicht das, in dem sich der Wohnsitz befindet«, sagt Michael Schmidt vom TÜV Rheinland.

»Jedem dazu berechtigten Arbeitnehmer stehen drei bis fünf Tage Bildungsurlaub pro Jahr zur Verfügung«, so Schmidt weiter. Diese können oft auch gebündelt alle zwei Jahre genommen werden. Der Arbeitnehmer muss dafür in den meisten Bundesländern mindestens sechs, in Baden-Württemberg und im Saarland zwölf Monate im Unternehmen tätig sein. Das Recht auf Bildungsurlaub besteht jedoch in den meisten Bundesländern nicht, wenn das Unternehmen weniger als zehn Mitarbeiter beschäftigt.

Gehalt bzw. Lohn fließen während des Bildungsurlaubs weiter

Um als Bildungsurlaub anerkannt zu werden, muss die Weiterbildung bestimmte Voraussetzungen erfüllen: Es muss eine politische oder berufliche Weiterbildung sein, die von einer anerkannten Einrichtung durchgeführt wird und für jeden zugänglich ist. In manchen Bundesländern ist auch eine Weiterbildung zum Ehrenamt zugelassen. Die meisten Bundesländer führen eine Datenbank mit zugelassenen Kursen, der Arbeitnehmer kann dabei selbst die Schwerpunkte der Fortbildung bestimmen. Die Seminarkosten trägt der Arbeitnehmer, der Arbeitgeber zahlt währenddessen das Gehalt oder den Lohn weiter.

Frühzeitig mit dem Arbeitgeber abstimmen

»Arbeitnehmer sollten so früh wie möglich den gewünschten Bildungsurlaub mit dem Arbeitgeber absprechen und ihn mindestens acht Wochen vor Beginn einreichen«, ergänzt Michael Schmidt. Der Antrag erfolgt schriftlich mit Namen, Inhalt und Dauer der Weiterbildung. Der Bildungsurlaub kann aus betrieblichen Gründen abgelehnt, muss dann aber zu einem anderen Zeitpunkt gewährt werden.

(29.07.2016, prh)

siehe auch: Regelungen zum Bildungsurlaub bzw. zur Bildungsfreistellung in Deutschland

Weiterbildungsdatenbank zu Bildungsurlaubsangeboten

 

AFBG: Aus »Meister-BAföG« wird modernes »Aufstiegs-BAföG«

Aufstieg durch Bildung

AFBG-Novelle tritt am 1. August in Kraft

Am kommenden Montag tritt die Novelle des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG) in Kraft und macht aus dem bewährten »Meister-BAföG« ein modernes »Aufstiegs-BAföG«. Unter anderem steigt der maximale Unterhaltsbeitrag im AFBG für Alleinstehende von 697 Euro auf 768 Euro und damit um 71 Euro. Der maximale Maßnahmenbeitrag für Lehrgangs- und Prüfungskosten steigt von 10.226 Euro auf 15.000 Euro. Weitere Sätze, Freibeträge und Zuschussanteile werden ebenfalls erhöht.

»Unser Ziel mit dieser größten Novelle des AFBG ist klar: Wir wollen mit attraktiven Förderbedingungen die guten Argumente für eine Karriere in der Berufsbildung noch besser machen und mehr Menschen den Zugang zur Förderung eröffnen. So können ab 1. August zum Beispiel auch Bachelorabsolventen und –absolventinnen eine AFBG-Förderung erhalten, wenn sie zusätzlich einen Meisterkurs oder eine vergleichbare Fortbildung machen wollen«, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka.

Die höheren Fördersätze, Freibeträge und Zuschussanteile des neuen Aufstiegs-BAföG kommen mit dem Stichtag 1. August bei den Geförderten an – egal, ob sie schon mit AFBG-Förderung an einer Fortbildung etwa zum Meister, Fachwirt oder Erzieher teilnehmen oder diese danach erst beginnen. Neu beginnen kann eine geförderte Aufstiegsfortbildung ab dem 1. August erstmals auch, wer als höchsten Hochschulabschluss bereits einen Bachelorabschluss hat oder wer ohne Erstausbildungsabschluss – etwa als Studienabbrecher oder mit Fachabitur und Berufspraxis – zur Prüfung oder Fachschule zugelassen wird.

Mit dem Aufstiegs-BAföG nach dem AFBG werden Teilnehmer und Teilnehmerinnen an Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung finanziell unterstützt. Typische Aufstiegsfortbildungen sind Meister- oder Fachwirtkurse, Erzieher- und Technikerschulen sowie mehr als 700 weitere gleichwertige Fortbildungen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten einkommensunabhängig einen Beitrag zu den Kosten der Fortbildung und bei Vollzeitmaßnahmen zusätzlich einkommensabhängig einen Beitrag zum Lebensunterhalt. Die Förderung erfolgt teils als Zuschuss, teils als zinsgünstiges Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Im Jahr 2015 wurden rund 162.000 Personen mit AFBG unterstützt. Seit Bestehen des Meister-BAföG (1996) konnten rund 1,9 Millionen berufliche Aufstiege zu Führungskräften, Unternehmern und Ausbildern für Fachkräfte mit einer Förderleistung von insgesamt rund 7,4 Milliarden Euro ermöglicht werden. Für die zahlreichen Verbesserungen mit der dritten Novelle des AFBG investiert alleine der Bund bis 2019 zusätzlich 245 Millionen Euro.

(29.07.2016, prh)

Website Aufstiegs-BaFöG

 

In Neuigkeiten & Terminen

Zukunft Personal (Köln)

vom 18.10.2016 bis zum 20.10.2016

»Arbeiten 4.0 – The Employee Experience« lautet das Motto der diesjährigen Zukunft Personal vom 18. bis 20. Oktober. Im Fokus der Leitmesse für Personalmanagement steht die Frage, wie Beschäftigte Lust auf die Digitalisierung der Arbeitswelt bekommen.

Lösungen und Ansätze für die Organisationsentwicklung präsentieren Personalexperten an den mehr als 650 Messeständen und auf rund fünfzehn Bühnen.

Erstmals wird zur Eröffnung der »HR Innovation Award« verliehen.

 

ZWH-Bildungskonferenz 2016 (Düsseldorf)

vom 03.11.2016 bis zum 04.11.2016

Die Bildungskonferenz 2016 steht unter dem Motto »Bildung im Zentrum: Menschen gewinnen, Handwerk stärken«. Sie findet am 3. und 4. November in der Handwerkskammer Düsseldorf statt.

Wie sieht es aus, das Bildungszentrum der Zukunft und welche Rolle nehmen die Bildungszentren zukünftig ein? Welche Chancen kann das Handwerk Geflüchteten bieten und welche Möglichkeiten resultieren daraus für das Handwerk? Wie können Leistungsstarke durch die Aufstiegsfortbildung für das Handwerk gewonnen und durch die »neue« kaufmännische Aufstiegsfortbildung vom Bleiben überzeugt werden?

Diese und andere Fragen werden im Zentrum der Konferenz stehen - und es wird auch viel Raum zum Netzwerken und Diskutieren geben.

 

EXPOLINGUA Berlin

vom 18.11.2016 bis zum 19.11.2016

EXPOLINGUA Berlin ist die führende Sprachenmesse in Deutschland und Treffpunkt für all jene, die sich für kulturelle Vielfalt und die verschiedenen Möglichkeiten des Fremdsprachenlernens interessieren.

(aus der Selbstbeschreibung der Veranstalter)

 

Weiterbildung und digitale Medien. Bildung managen 4.0 (Mainz)

vom 25.11.2016 bis zum 25.11.2016

Das Verhältnis von Lebenslangem Lernen, Weiterbildung und Medienbildung beinhaltet sowohl in Hinsicht auf Forschungszusammenhänge als auch im Hinblick auf die Praxis vielfältige Anknüpfungspunkte, so etwa vor dem Hintergrund der Diskussion um informelles, selbstgesteuertes und selbstorganisiertes Lernen. Lebenslanges Lernen findet demnach nicht nur als formales Lernen in Institutionen, sondern auch als informelles Lernen im Alltag statt. Zum einen bedienen sich die unterschiedlichen Generationen (Kinder, Jugendliche Erwachsene, Personen im höheren Alter) im Alltag digitaler Medien, um sich Wissen anzueignen oder um neue Erfahrungen zu machen, zum anderen erhalten digitale Medien als Lerngegenstand und Lerninstrument in Schulen, Hochschulen und auch in Einrichtungen der Erwachsenenbildung/Weiterbildung eine zunehmende Bedeutung.

Neben den Institutionen der allgemeinen Erwachsenenbildung zeigen insbesondere Unternehmen im Rahmen ihrer Personalentwicklungen ein wachsendes Interesse an Formen des E-Learning d.h. des Lehren und Lernens mit Hilfe digitaler Medien. Dieses Interesse findet sich auch in der Themenwahl von Abschlussarbeiten im Studienschwerpunkt Lebenslanges Lernen und Medienbildung (LLLMB) wieder, welche sich mit Fragen des Lebenslangen Lernens und der Medienbildung in der beruflichen bzw. betrieblichen Weiterbildung auseinandersetzen.

Mit der Tagung »Weiterbildung und digitale Medien. Bildung managen 4.0« soll ein Austausch dieser Forschungs- und Praxisperspektiven eröffnet werden.

Dabei wird es um die Fragen gehen: Wie werden digitale Medien in der beruflichen und betrieblichen Weiterbildung eingesetzt? Welche Erwartungen ergeben sich daraus an die Hochschulen und Absolvent_innen? Mit welchen Fragen setzen sich Studierende in ihren Abschlussarbeiten auseinander? Welche Erwartungen haben Studierende an die Praxis? Und von welchen Erfahrungen berichten Absolvent_innen des Studienschwerpunkts LLLMB im Übergang vom Studium in das Berufsfeld beruflicher und betrieblicher Weiterbildung?

 

OEB 2016: Künstliche Intelligenz in der Bildung (Berlin)

vom 30.11.2016 bis zum 02.12.2016

Die »22. globale, branchenübergreifende Konferenz für technologiegestützte Aus- und Weiterbildung« findet vom 30. November bis zum 2. Dezember 2016 statt und widmet sich verschiedenen branchenspezifischen Themengebieten.

Die Business Educa betrachtet die Entwicklungen auf den globalen Märkten und ihre Auswirkungen auf den Arbeitsplatz und die Ausbildungsanforderungen. Bei der Video Educa werden die rasant wachsende Nutzung von Video und anderen Kommunikationsformen reflektiert, und die Future Educa diskutiert kommende Technologien und ihre Effekte. 

 

Erwachsenenbildung in der Einwanderungsgesellschaft (Bonn)

vom 05.12.2016 bis zum 06.12.2016

Die Integration von Flüchtlingen und Migranten ist aktuell das beherrschende gesellschaftliche Thema. Auch die Erwachsenenbildung ist in besonderer Weise gefordert. Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung macht die »Erwachsenenbildung in der Einwanderungsgesellschaft« zum Thema seines diesjährigen Forums.

Die große Zahl an Flüchtenden, die seit dem letzten Jahr zu uns gekommen sind, hat die Erwachsenenbildung in ihrer Nothilfe-Funktion in einer Weise gefordert, wie es in der Geschichte der Bundesrepublik ohne Beispiel ist. Dabei sind die gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Herausforderungen nicht auf Flucht und Vertreibung beschränkt, sondern weit grundlegender auf den Bedarf an (erwachsenen-)pädagogischen Hilfen in einer Einwanderungsgesellschaft gerichtet.

Eine besondere Herausforderung ergibt sich für die Erwachsenenbildung aus der Tatsache, dass viele ihrer Aktivitäten projektförmig organisiert sind und verlässliche institutionelle Regelungen fehlen. Dies führt zu einer gewissen Kurzatmigkeit des Handelns nicht nur bei neuen, sondern auch bei andauernden Herausforderungen. Dazu gehören die interkulturelle Öffnung von Weiterbildungseinrichtungen, die Vermittlung sprachlicher Kompetenzen an Lernende mit heterogener Vorbildung aus ganz unterschiedlichen Sprachfamilien, die Anerkennung arbeitsmarktrelevanter Kompetenzen, der Umgang mit Wertkonflikten in Veranstaltungen der Erwachsenenbildung sowie die Frage, wie man mit Hilfe politischer Bildung und interkulturellen Trainings dem Fremden, aber auch der Fremdenfeindlichkeit begegnen kann.

Dies sind Themen und Fragestellungen, die den Praktikerinnen und Praktikern der Erwachsenenbildung auf den Nägeln brennen und auf dem DIE-Forum 2016 kritisch diskutiert werden sollen. Denn neben frühkindlicher Bildung, Schulbildung, beruflicher Ausbildung und Hochschulbildung ist es die Erwachsenenbildung, die einen wesentlichen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration von Migrantinnen und Migranten leisten kann.

 

LEARNTEC 2017 (Karlsruhe)

vom 24.01.2017 bis zum 26.01.2017

Die Messe Karlsruhe wird zum 25. Mal zur größten Plattform für das Lernen mit IT.

Im Januar 2017 präsentiert die LEARNTEC die aktuellen Trends und Entwicklungen für die Bildung in Schule und Hochschule sowie in der beruflichen Bildung. Mehr als 7.000 HR-Entscheider und IT-Verantwortliche aus aller Welt erfahren auf der LEARNTEC, wie der Wandel hin zu einer digitalen Lernkultur gestaltet wird und die Lernwelt jetzt und in Zukunft aussieht.

 

 

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