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Neuigkeiten & Termine

Berufliche Aus- und Weiterbildung für die digitalisierte Arbeitswelt

BIBBHermann-Schmidt-Preis 2017 ausgeschrieben: Bewerbungsfrist endet am 30. Juni 2017 

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeitswelt stellt Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft vor enorme Herausforderungen. Der Einsatz neuer digitaler Technologien wird die Arbeit von morgen verändern. Das vernetzte Lernen, Arbeiten und Kommunizieren wird sich auf Arbeitsanforderungen, Ausbildungsberufe und Berufsbilder, Fachkräftenachfrage, Lernformen und -umgebungen sowie nicht zuletzt auf die berufliche Weiterbildung auswirken.

Arbeit in der »Wirtschaft 4.0« erfordert von ausgebildeten Fachkräften ein Mehr an Qualitäts- und Verantwortungsbewusstsein, ein gesteigertes Verständnis für vernetzte betriebliche Abläufe, Zusammenhänge und Wertschöpfungsketten sowie ein hohes Maß an Kooperations-, Interaktions- und Abstraktionsfähigkeit.

Bei der Gestaltung einer »Berufsbildung 4.0« spielt das Bildungspersonal eine entscheidende Rolle – also Ausbildungsverantwortliche, AusbilderInnen und ausbildende Fachkräfte in den Betrieben sowie das Lehrpersonal in beruflichen Schulen und überbetrieblichen Bildungszentren. Sie planen und gestalten die Berufsausbildung auf der praktischen Ebene und müssen vor dem Hintergrund der sich verändernden Anforderungen ihre fachlichen und pädagogischen Qualifikationen ebenfalls anpassen.

Welche Konsequenzen ergeben sich hieraus für die künftige Organisation der beruflichen Aus- und Weiterbildung? Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs um den »Hermann-Schmidt-Preis« lautet deshalb »Berufliche Aus- und Weiterbildung für die digitalisierte Arbeitswelt«. Mit dem Preis des Vereins »Innovative Berufsbildung e.V.«. werden gezielt Projekte und Initiativen prämiert, die innovative, beispielhafte und bewährte Konzepte und Modelle der beruflichen Aus- und Weiterbildung für die digitalisierte Arbeitswelt entwickelt und erfolgreich umgesetzt haben. Bewerbungsfrist ist der 30. Juni 2017. Der Verein »Innovative Berufsbildung e.V.«. wird getragen vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und dem W. Bertelsmann Verlag (wbv).

Bei einer Bewerbung sind folgende Bereiche von besonderem Interesse:

  • Innovative Ausbildungskonzepte zur Förderung digitaler Kompetenzen,
  • Innovative Weiterbildungskonzepte zur Förderung digitaler Kompetenzen,
  • Innovative Konzepte zur Qualifizierung des Ausbildungspersonals in Betrieb, überbetrieblicher Bildungsstätte und Berufsschule, um den Anforderungen der digitalisierten Arbeitswelt gerecht zu werden,
  • Projekte, Initiativen und Modelle der beruflichen Bildung, die im Zuge der Digitalisierung in Unternehmen und berufsbildenden Einrichtungen auf Grundlage veränderter Qualifikationsbedarfe erstmalig duale Berufsausbildung – in Einzelberufen oder grundsätzlich – initiiert haben und dabei innovative Lehr-/Lernkonzepte nutzen.

Die Innovationen können sich zum Beispiel auf lernortübergreifende, generationenübergreifende, arbeitsprozessorientierte und/oder arbeitsprozessintegrierte Maßnahmen beziehen.

Antragsberechtigt sind Betriebe, berufliche Schulen und berufliche Bildungseinrichtungen in Kooperation mit Betrieben und/oder beruflichen Schulen.

Der Hermann-Schmidt-Preis 2017 wird durch eine unabhängige Fachjury vergeben. Er ist mit einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro dotiert. Darüber hinaus kann die Jury bis zu drei weitere Wettbewerbsbeiträge mit einem Sonderpreis auszeichnen, der jeweils mit 1.000 Euro dotiert ist.

Die Preisverleihung findet auf einer Veranstaltung im Herbst 2017 statt.

Der Verein »Innovative Berufsbildung e.V.«. lädt hiermit zur Teilnahme am Wettbewerb ein.

Die Bewerbungsunterlagen können angefordert werden bei:

Geschäftsstelle »Innovative Berufsbildung e.V.«
c/o Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Leitungsbüro
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
Telefon: 0228. 107-2833
Fax: 0228. 107-2981
E-Mail: leitungsbuero@bibb.de

Zum Hintergrund:
Ziel des 1996 vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Bonn, und dem W. Bertelsmann Verlag (wbv), Bielefeld, gegründeten gemeinnützigen Vereins »Innovative Berufsbildung e.V.«. ist es, innovative Entwicklungen in der Berufsbildungspraxis zu initiieren, zu fördern und öffentlich bekannt zu machen. Mit dem jährlich vom Verein verliehenen Hermann-Schmidt-Preis werden besondere Leistungen in ausgewählten Bereichen der beruflichen Bildung ausgezeichnet. Namensgeber des Wettbewerbs ist Prof. Dr. Hermann Schmidt, der von 1977 bis 1997 Präsident des BIBB war.

(19.05.2017, prh)

Weitere Informationen

 

Stiftung Warentest gibt Tipps zur Nutzung von Weiterbildungs­daten­banken

Stiftung Warentest2

Wer sich weiterbilden möchte, braucht Geduld: Das Angebot ist vielfältig, die Kurse sind oft teuer und die Versprechungen der Anbieter zahlreich.

Wo also sich informieren und wie richtig entscheiden? Gut strukturierte Daten­banken können dabei helfen, das passende Angebot ausfindig zu machen. Die Stiftung Warentest hat Weiterbildungs­daten­banken untersucht – zwei davon schneiden sehr gut ab, sechs nur mangelhaft.

In einem aktuellen Beitrag auf den test.de-Seiten wird ausführlich über die Ergebnisse dieser Untersuchung berichtet, bei der 68 Datenbanken getestet wurden. Sehr gut schnitten hierbei die sächsische Landesdatenbank Bildungsmarkt Sachsen und die Datenbanken des WISY-Systems ab.

Sechs Informationssystemen wurden »deutliche Mängel« bescheinigt. Die detaillierten Ergebnisse im Einzelnen sind auf dem Weiterbildungsguide der Stiftung Warentest einsehbar, wo auch Hinweise darüber zu finden sind, was eine gute Weiterbildungsdatenbank ausmacht und was bei der Kurssuche sonst noch zu beachten ist.

Das InfoWeb Weiterbildung hatte kürzlich bereits darüber berichtet, dass die Weiterbildungstests der Stiftung zum Jahresende eingestellt werden.

(17.05.2017, wt/prh)

Weiterbildungs­daten­banken: Wo Sie passende Kurse finden

Testergebnisse zu Weiterbildungsdatenbanken

siehe auch: Stiftung Warentest stellt Weiterbildungstests zum Jahresende ein

 

E-Learning ist Favorit bei deutschen Personalern

WBS Akademie

E-Learning spielt in der Weiterbildung eine zunehmend entscheidende Rolle – die Hintergründe beleuchtet eine aktuelle Forsa-Studie im Auftrag der WBS Akademie. Die Ergebnisse wurden als Whitepaper unter dem Titel »Sieben gute Gründe für eine berufliche Weiterbildung per E-Learning« veröffentlicht. Es zeigt, warum Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen E-Learning als Weiterbildungsmethode mit dem höchsten Potenzial einschätzen.

Die Forsa-Studie wurde Ende 2016 im Auftrag der WBS Akademie erstellt. Hierfür wurden bundesweit rund 300 Personalverantwortliche zum Thema der berufsbegleitenden Weiterbildung befragt. Im Fokus standen dabei Fragen zur beruflichen Qualifikation von Mitarbeitern und Bewerbern, insbesondere im Hinblick auf das E-Learning.

Deutschlands Personaler halten E-Learner für motiviert, selbstständig, zielstrebig und gut organisiert

Dabei stellte sich heraus, dass Deutschlands Personaler Weiterbildung nicht nur als einen Weg schätzen, Mitarbeiter besser zu qualifizieren, sondern dass auch das Image des Arbeitgebers davon profitiert, wenn ein Unternehmen Weiterbildungsangebote macht. Dies hielten über 70 Prozent der Befragten für wichtig. Knapp die Hälfte schätzten dabei Online-Kurse als eine interessante Möglichkeit zur Qualifizierung der eigenen Mitarbeiter ein.

Als Vorteile wurden hier vor allem die zeitliche und räumliche Flexibilität genannt. Gleichzeitig gelten für die Personalverantwortlichen E-Learner als überdurchschnittlich motiviert und verantwortungsbewusst.

Die Erkenntnisse aus der Befragung lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • E-Learning ist Weiterbildungstrend Nummer 1
  • E-Learning bietet große Themenvielfalt
  • E-Learning gilt als Weiterbildungsmethode mit höchstem Potenzial
  • Weiterbildungsangebote machen Arbeitgeber für Bewerber attraktiv
  • E-Learner sind motiviert, selbstständig, zielstrebig und gut organisiert
  • Karrierechancen steigen durch Weiterbildung
  • Regelmäßige Weiterbildungen haben Einfluss auf die Besetzung von Führungspositionen


(15.05.2017, wbs/prh)

Zusammenfassung der Ergebnisse (PDF, 11 Seiten)

 

Weiterbildung hat ihren Preis

kursfinder2

Hier gibt’s finanzielle Unterstützung vom Bund 

Ein Blick auf die Kosten und schon ist für viele Weiterbildungsinteressierte die Entscheidung gefallen: Die Fortbildung passt nicht ins Budget. Den Wunsch, sich weiterzubilden, muss dennoch niemand aufgeben: Der Bund fördert berufliche Weiterbildungen mit verschiedenen Programmen. Von diesen profitieren nicht nur Arbeitnehmer. Auch Selbstständige, Berufsrückkehrer und Arbeitslose erhalten Unterstützung. Sie müssen sich im Förderdschungel nur zurechtfinden.

Die Rechnung geht auf: Wer sich regelmäßig weiterbildet, hat bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Doch der Besuch eines Lehrgangs kann schnell mal in die Tausende gehen. Das wird teuer, wenn der Chef nicht für die Kosten aufkommt. Deshalb gibt der Staat Finanzspritzen. Wer die Fördervoraussetzungen erfüllt, kann bei einer beruflichen Weiterbildung viel Geld sparen, ganz gleich, ob es sich bei der Fortbildung um ein Studium, eine Umschulung oder einen Sprachkurs handelt.

Am meisten profitieren Arbeitnehmer von den Förderprogrammen: Ob Bildungsgutschein, Prämien- oder Spargutschein, Aufstiegs-Bafög oder -stipendium, Weiterbildungsstipendium oder WeGebAU: Der Bund bietet ihnen auf vielfältige Weise Unterstützung. Doch was hat es mit den einzelnen Fördertöpfen auf sich?

Bildungsgutschein

Bei einem Bildungsgutschein kommt der Bund für 100 Prozent der Weiterbildungskosten auf. Auch die Fahrtkosten zum Kursort sowie Kosten für Verpflegung und Unterkunft können übernommen werden. Um von der Agentur für Arbeit einen Bildungsgutschein ausgestellt zu bekommen, müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: Die Weiterbildung muss zu einer Rückkehr in den Arbeitsmarkt, zur Abwendung drohender Arbeitslosigkeit oder zum Nachholen eines fehlenden Berufsabschlusses beitragen.

Prämiengutschein

Der Prämiengutschein ist Teil des Programms Bildungsprämie. Gefördert werden Weiterbildungen, die bis zu 1.000 Euro kosten, mit maximal 500 Euro. Der Antragsteller muss über 25 Jahre sein und mindestens 15 Stunden die Woche erwerbstätig oder in Pflege- oder Elternzeit sein. Das maximal zu versteuernde Jahreseinkommen darf 20.000 Euro nicht übersteigen.

Spargutschein

Der Spargutschein ist ebenfalls Teil des Programms Bildungsprämie. Mit ihm haben Weiterbildungsinteressierte die Möglichkeit, Geld von ihrem Sparguthaben von vermögenswirksamen Leistungen vor Ablauf der Sperrfrist zu entnehmen, um damit längere und oft kostenintensivere Weiterbildungen zu finanzieren. Die Sparzulage bleibt erhalten.

Aufstiegs-Bafög

Wer eine Aufstiegsfortbildung absolviert, hat die Möglichkeit, zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen, zu erhalten. Die Weiterbildung muss mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen. Für Kurs- und Prüfungsgebühren von bis zu 15.000 Euro erhalten die Fortbildungsteilnehmer 40 Prozent Zuschuss. Bei Bestehen der Prüfung werden 40 Prozent des auf die Kurs- und Prüfungsgebühren entfallenden Restdarlehens erlassen.

Aufstiegsstipendium

Dieses Programm richtet sich an Fachkräfte, die sich durch ein Erststudium beruflich weiterentwickeln wollen. Unabhängig vom Einkommen können Studierende in Vollzeit bis zu 815 Euro erhalten. Wer berufsbegleitend studiert, bekommt jährlich einmalig 2.400 Euro. Zu den Voraussetzungen eines Aufstiegsstipendiums gehört etwa ein Notendurchschnitt von 1,9 im Berufsabschlusszeugnis.

Weiterbildungsstipendium

Engagierte Fachkräfte unter 25 Jahren haben mit diesem Stipendium die Möglichkeit, eine fachbezogene berufliche Weiterbildung, etwa zum Fachwirt, oder eine fachübergreifende Qualifizierung, zum Beispiel einen Sprachkurs, zu machen. Die Fortbildung wird mit maximal 7.200 Euro – verteilt auf drei Jahre – gefördert, wenn der Stipendiat für zehn Prozent der Weiterbildung selbst aufkommt. Voraussetzung für die Förderung sind besondere Leistungen in der Ausbildung oder im Beruf.

WeGebAU

Das Förderprogramm »Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen« (WeGebAU) richtet sich an ungelernte Beschäftigte oder welche, die ihren Beruf seit mindestens vier Jahren nicht mehr ausüben, sowie an Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen. Bei Geringqualifizierten übernimmt der Bund die vollen Lehrgangskosten, wenn die Weiterbildung zu einem Berufsabschluss führt. Bei älteren Beschäftigten trägt er 75 Prozent, sofern die Schulungszeit teils in die Arbeitszeit fällt. In allen anderen Fällen fördert er die Weiterbildung mit maximal 50 Prozent, wenn der Arbeitgeber für mindestens 50 Prozent der Kosten aufkommt.

QUELLE
Nach einer Meldung auf Kursfinder.de


(15.05.2017, kf/prh)

Suche nach Förderungen zur Weiterbildung

 

Neue Broschüre "Fördermöglichkeiten in der Weiterbildung" erschienen

Die Broschüre bietet allen Weiterbildungsinteressierten einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten in der Weiterbildung. Von staatlichen Förderungen des Bundes und der Länder über Finanzierungshilfen bis hin zur Bildungsfreistellung enthält sie vielfältige Informationen und praktische Tipps. Die Broschüre wurde von der Landesgruppe Rheinland-Pfalz und Saarland der Deutschen Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium e.V. (DGWF) veröffentlicht, die darin beschriebenen Fördermöglichkeiten gelten i.d.R. für alle an Weiterbildung interessierten und nicht nur für die wissenschaftliche Weiterbildung.

Die Broschüre steht allen Interessierten ab sofort auf der Internetseite der DGWF kostenfrei als Download zur Verfügung. (04.05.2017, WP)

Download der Broschüre als PDF-Datei

 

Stiftung Warentest stellt Weiterbildungstests zum Jahresende ein

Die Stiftung Warentest stellt zum Jahresende 2017 ihre Tests zur Weiterbildung ein. Wie die Stiftung Warentest dem BildungsSpiegel auf Anfrage bestätigte, wird die Arbeit des Teams Weiterbildung nach Ablauf der aktuellen Förderperiode nicht verlängert und zum Jahresende eingestellt.

Die Abteilung Weiterbildungstests existierte seit Sommer 2002 und wurde bis 2014 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für die Tests von Weiterbildungsangeboten gefördert. Im Anschluss daran erfolgte eine weitere Förderung mit dem Ziel, auf der Grundlage der erworbenen Erfahrungen ein Internetportal zur Weiterbildung zu entwickeln, das Ende 2016 als www.weiterbildungsguide.de online gegangen ist.

Der Weiterbildungsguide bietet allen Weiterbildungsinteressierten mit Hilfe umfangreicher Informationen und zahlreicher neu entwickelter Tools die Möglichkeit, sich selbst zu verorten (Wo stehe ich? Was ist mein Ziel? Was brauche ich? Welches Angebot passt zu mir?) und die Entscheidung für eine passende Weiterbildung vorzubereiten. Zusätzliche Tools stehen bereit, um etwa Angebote zu prüfen, das passende Förderprogramm zu finden, einen eventuellen Anspruch auf Bildungsurlaub zu klären oder Sprachkenntnisse selbst einzuschätzen. Auch die Ergebnisse der aktuellen Datenbanktests sind als eigenes Tool verfügbar.

Nach Angaben der Stiftung Warentest ist daran gedacht, den Weiterbildungsguide weiterzuführen, entweder alleine oder in Kooperation mit Dritten.

Seit 15 Jahren konnten Bildungsinteressierte sich über die Stiftung Warentest immer wieder über Qualität und Nutzen von Weiterbildungsangeboten informieren. Dabei kamen nicht nur Klassiker wie Sprach- oder BWL-Kurse, sondern auch schon mal Exoten ins Visier der Tester, die etwa über den korrekten Gebrauch eines Schneckenlöffels informierten.

Immer wieder standen auch Grundinformationen für Bildungsinteressierte im Mittelpunkt des Interesses. Etwa nach der Förderung und Finanzierung von Weiterbildung oder der Qualität von Beratungsstellen: Welche Fördertöpfe gibt es, wo gelten sie und wer kann sie in Anspruch nehmen? Welche Beratungsstellen zur Weiterbildung sind empfehlenswert und welche weniger geeignet?

(27.04.2017, prh)

QUELLE: BildungsSpiegel

siehe auch: Stiftung Warentest gibt Tipps zur Nutzung von Weiterbildungs­daten­banken

 

Qualifizierungsprojekt zur Digitalisierung im Handwerk

Uni Hannover

Die zunehmende Digitalisierung bietet zahlreiche Chancen – auch für das Handwerk. FachWerk heißt ein neues Projekt, das an der Universität Kassel und am Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung der Leibniz Universität Hannover angesiedelt ist. Das Projektziel ist, die Digitalisierung und die damit verbundene Kompetenzentwicklung und Qualifikationsmöglichkeiten der Fachkräfte im Handwerk weiter auszubauen.

Das Vorhaben ist auf drei Jahre angelegt und wird mit insgesamt mehr als 1,3 Millionen Euro innerhalb des Programms »Zukunft der Arbeit« vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem europäischen Sozialfonds gefördert.

Handwerk basiert in der Regel auf Erfahrung und nicht auf automatisierbaren Tätigkeiten. Die Digitalisierung in diesem Bereich schreitet daher bislang eher langsam voran. Die Forscherinnen und Forscher von FachWerk wollen nun zunächst analysieren, wie der Bedarf aussieht und an welchen Stellen Informations- und Kommunikationstechnologien in Klein- und mittelständischen Unternehmen zum Einsatz kommen könnten. Das zentrale Ziel ist die Entwicklung eines umfassenden Weiterbildungsangebotes, bei dem sich digitales Lernen und Präsenzphasen der Teilnehmenden abwechseln. Auf diese Weise soll das neue Konzept eine bedarfsgerechte Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Handwerk gewährleisten.

Das Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung der Leibniz Universität Hannover unter der Leitung von Prof. Dr. Steffi Robak entwickelt und testet dieses multimediale Weiterbildungsangebot, um den Herausforderungen der Digitalisierung künftig angemessen begegnen zu können. Dies geschieht in Kooperation mit der Universität Kassel, die durch das Fachgebiet Technologie- und Innovationsmanagement sowie Entrepreneurship unter der Leitung von Prof. Dr. Patrick Spieth und durch das Fachgebiet Mensch-Maschine-Systemtechnik unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Ludger Schmidt am Projekt beteiligt ist.

Über die Konzeption bedarfsgerechter Qualifikationsmaßnahmen werden die Potentiale der Digitalisierung der Arbeit als soziale Innovationschance aufgegriffen, so dass FachWerk auch einen Beitrag zum Programm »Innovationen für die Produktion, Dienstleistungen und Arbeit von morgen« sowie dem Programm »Zukunft der Arbeit« liefert.

Die Pilotierung und Anschlussverwertung des Weiterbildungsangebots wird durch das Berufsförderwerk des Handwerks gewährleistet. Um die regionale Verantwortung der Universität Kassel zu starken und die Wirtschaft Nordhessens zu unterstützen, sind die Unternehmen Gringel Bau + Plan GmbH und die Hübschmann Aufzüge GmbH & Co KG als Anwendungspartner vertreten. Zusätzliche stärken die Handwerkskammer Kassel und die Agentur für Arbeit Korbach die Breitenwirksamkeit des Verbundprojektes.

Bei der Auftaktveranstaltung in Kassel wurde das bis zum 31. Januar 2020 andauernde Projekt in mehrere Arbeitspakete unterteilt, um den Ablauf der Arbeitsprozesse besser zu initiieren.

(24.04.2017, prh)

 

Weiterbildungslandschaft profitiert von Zuwanderung

DIE Bonn 3

Kulturelle Vielfalt bewirkt auch ein vielfältiges Angebot 

Zugewanderte nutzen Deutschkurse in großer Zahl. Die Migration aus anderen Ländern hat aber auch einen Bildungseffekt auf die Mitglieder der aufnehmenden Gesellschaft. Dies ergab die Umfrage »wbmonitor«, die Weiterbildung in diesem Jahr vor allem unter dem Gesichtspunkt der kulturellen Vielfalt beleuchtet hat.

Das DIE hat 2016 gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) 1.878 Weiterbildungseinrichtungen befragt. Demnach hat knapp die Hälfte der Weiterbildungsanbieter (46 Prozent) spezielle Weiterbildungsangebote für Personen mit Migrationshintergrund durchgeführt. Hier waren vor allem die Volkshochschulen aktiv. Mit 93 Prozent hatten praktisch alle VHS ein entsprechendes Lernangebot im Programm.

Hauptadressaten des Spezialangebotes waren Asylberechtigte bzw. Asylbewerber: Rund drei Viertel der in diesem Segment engagierten Bildungsanbieter (75 Prozent bzw. 79 Prozent) vermittelten entsprechende Lerninhalte an diese Zielgruppe:

Adressaten

Vor allem Deutschlernen stand hoch im Kurs: 73 Prozent der Weiterbildner boten Geflüchteten ein entsprechendes Programm. Auch praktische Alltagsfähigkeiten wurden vermittelt: So bildet knapp ein Fünftel der Einrichtungen mit speziellem Angebot (18 Prozent) Zuwanderer in den Bereichen Erziehung, Familie und sogar Radfahren weiter.

Auch jene Deutschen, die beruflich oder ehrenamtlich mit Migranten zu tun haben, professionalisieren sich durch Weiterbildung: So hat laut »wbmonitor« jede zweite Einrichtung (52 Prozent) Beschäftigte in verschiedenen Arbeitsfeldern im Zeitraum 2015/16 zu Interkulturalität, Migration und Zuwanderung weitergebildet.

Hintergrund
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das DIE erheben seit 2007 jährlich Daten zu aktuellen Entwicklungen der Weiterbildungsbranche. Damit leistet die bundesweite Trendstudie einen wichtigen Beitrag zur Anbieterforschung in der Erwachsenen- und Weiterbildung. Die Befragung 2016 stand unter dem Motto »Kulturelle Vielfalt« und beleuchtet spezielle Bildungsangebote für Personen mit Migrationshintergrund. Da zunehmende kulturelle Diversität auch die aufnehmende Gesellschaft vor Herausforderungen stellt, wurde zudem der Verbreitung von Weiterbildungsangeboten zum Themenbereich Interkulturalität – Migration – Zuwanderung nachgegangen, die Integration fördern und sich sowohl an Beschäftigte in relevanten Tätigkeitsfeldern als auch an Bürgerinnen und Bürger richten. Auf welche Weise sich Weiterbildungseinrichtungen um Anerkennung von migrationsbedingter kultureller Diversität in ihren eigenen Organisations- und Personalstrukturen bemühen, wurde ebenfalls untersucht.

Auch die wirtschaftliche Stimmungslage der Branche wurde mit dem jährlichen »wbmonitor-Klimawert« ermittelt.

(18.04.2017, prh/die)

Zum wbmonitor

 

Corporate Learning wird zum Cyber-Learning

mmb2

Weiterbildung und Digitales Lernen heute und in drei Jahren 

In Maschinen umhergehen, um Abläufe in diesen Black Boxes zu verstehen, gefahrlos üben, einen Tank zu reparieren und Coaches im Virtuellen Raum treffen, die sich an ganz anderen Orten befinden – geht es nach vielen Expertinnen und Experten im aktuellen »mmb Learning Delphi«, so verlagert sich ein Teil des betrieblichen Lernens in computergenerierte Räume (Virtual Reality). Deutlich mehr Befragte als im Vorjahr sprechen dem Virtual Learning und dem Augmented Learning für die nächsten drei Jahre eine wichtige Rolle im digitalen Lernen zu.

Erstmals wurde in dieser elften Auflage der Expertenbefragung auch nach den Effekten von politischen Initiativen und der Vorbildfunktion von E-Learning-Messen und -Kongressen im Ausland für den deutschen Markt gefragt. Die Ergebnisse des »mmb Learning Delphi« 2016 sind jetzt im mmb-Trendmonitor I/2017 veröffentlicht worden.

Mit der Trendstudie »mmb Learning Delphi« präsentiert das mmb Institut die Auswertung der Befragung aus dem Herbst 2016. Die jährliche Befragung von E-Learning-Expertinnen und -Experten zum digitalen Lernen fand mittlerweile zum elften Mal statt. Die die aktuelle Auswertung enthält wieder Langzeittrends, die über mehrere Jahre verfolgt werden, sowie Auswertungen von Fragen, die aktuell in den Fragebogen der Online-Befragung aufgenommen wurden.

Die ExpertInnen nahmen auch in diesem Jahr Stellung zu folgenden Fragen: Welche Trends werden in drei Jahren das digitale Lernen bestimmen – und wo sind die größten geschäftlichen Erfolge zu erwarten? Was bedeuten diese Entwicklungen für die Weiterbildungswirtschaft insgesamt und für die E-Learning-Branche im Besonderen?

(18.04.2017, prh)

Ergebnisse der 11. Trendstudie »mmb Learning Delphi« (PDF, 17 Seiten)

 

Umfrage: Digitale Lernformate liegen im Trend

TUEV Sued 3

Das Angebot beruflicher Weiterbildung ist umfangreich und vielfältig. Die TÜV SÜD Akademie hat in Zusammenarbeit mit der Hochschule für angewandtes Management eine Umfrage durchgeführt, um herauszufinden, nach welchen Kriterien sich Arbeitnehmer für Weiterbildungen entscheiden. Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem digitale Lernformate besonders gefragt sind.

Insgesamt haben 2.500 Teilnehmer bei der Umfrage der TÜV SÜD Akademie mitgemacht. Die Ergebnisse zeigen: Die große Mehrheit der Arbeitnehmer nutzt das vielseitige Angebot von Weiterbildungsmaßnahmen. 91 Prozent der Befragten gaben an, in den letzten zwei Jahren mindestens ein Präsenzseminar besucht zu haben. Zudem nahmen 66 Prozent an einer Inhouse-Schulung teil und 65 Prozent besuchten eine Fachkonferenz oder Tagung. Auffällig ist, dass neben diesen klassischen Formaten vor allem digitale Lernformate sehr beliebt sind. So gab knapp die Hälfte der Teilnehmer an, im selben Zeitraum an mindestens einem E-Learning oder Webinar teilgenommen zu haben. Dieser Trend gilt vor allem für größere Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeiten.

Gründe für die Entscheidung zu einer Weiterbildung können laut der Umfrage sowohl der Wunsch nach persönlicher Weiterentwicklung oder die Anforderungen des Arbeits- oder Gesetzgebers, als auch die Vorbereitung auf eine neue Position sein.

(12.04.2017, ts/prh)

 

Wer sind die Beschäftigten in der Weiterbildung?

DIE Bonn 3

DIE, BIBB und Universität Duisburg-Essen ermitteln erstmals repräsentative Daten zum gesamten Personal in der Erwachsenen- und Weiterbildung 

Das Personal ist der entscheidende Faktor für die Qualität der Erwachsenen- und Weiterbildung. Bisher wusste man jedoch wenig über diese Personengruppe. Der »wb-personalmonitor«, die bisher umfangreichste repräsentative Erhebung zum Personal in der Weiterbildung, schließt diese Lücke und macht die berufliche und soziale Situation der Beschäftigten transparent.

Die Ergebnisse zeigen: In Deutschland sind fast 700.000 Menschen in der Weiterbildung beschäftigt. Dabei ist die innerbetriebliche Weiterbildung noch gar nicht berücksichtigt. Etwa 70 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse sind Nebentätigkeiten. Fast zwei Drittel der Beschäftigten sind Akademiker, ein Viertel hat einen pädagogischen Studienabschluss, 60 Prozent besitzen eine pädagogische Zusatzqualifikation. Bemerkenswert ist: Beschäftigte in diesem Bildungsbereich haben eine sehr hohe Arbeitszufriedenheit. Erwähnenswert ist zudem, dass die Erwachsenen- und Weiterbildung auch für Personen jenseits des Rentenalters ein attraktives Beschäftigungsfeld darstellt. Die Einkommenssituation ist sehr heterogen und reicht von prekären Einkommen über akademikerübliche Gehälter bis hin zu Spitzenverdiensten bei freiberuflichen Trainerinnen und Trainern.

Der »wb-personalmonitor« liefert zum ersten Mal Daten für das gesamte Weiterbildungspersonal. Insbesondere interessierten sich die Wissenschaftler für die Qualifikation, die Beschäftigungssituation sowie die Arbeitsbedingungen und ihre Bewertung durch die Befragten. Ausgewählte Befunde fanden bereits Eingang in den Nationalen Bildungsbericht , der alle zwei Jahre über den Stand und die Perspektiven des deutschen Bildungssystems informiert und nun erstmals Daten zum Personal der Weiterbildung enthält.

Die Ergebnisse des "wb-personalmonitors" erscheinen unter dem Titel "Das Personal in der Weiterbildung" in der neuen Buchreihe »DIE Survey. Daten und Berichte zur Weiterbildung« , in der das Institut Befunde der Bildungsberichterstattung zum Weiterbildungssystem veröffentlicht. Sie richtet sich an bildungspolitische Akteure, an die Weiterbildungspraxis und die nationale und internationale Wissenschaft. »DIE Survey« ergänzt das Bildungsmonitoring in Deutschland und bietet eine forschungsbasierte Diskussionsgrundlage für Politik und Öffentlichkeit. Die Reihe erscheint im Open Access. Das Personal in der Weiterbildung steht ab sofort zum Download bereit.

Hintergrund
Der »wb-personalmonitor« ist ein Kooperationsprojekt des DIE, des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Fachgebiets Wirtschaftspädagogik/Berufliche Aus- und Weiterbildung der Universität Duisburg-Essen. Die Daten werden für die wissenschaftliche Nachnutzung zur Verfügung gestellt.

(07.04.2017, die/prh)

Studie »Das Personal in der Weiterbildung« (PDF, 226 Seiten)

Weitere Informationen zum wb-personalmonitor

 

Baden-Württemberg: Kompetente Weiterbildungsberatung per Skype

LNWBB1

Das Landesnetzwerk Weiterbildungsberatung (LN WBB) bietet seit 2015 allen, die sich für eine Weiterbildung interessieren, eine kostenfreie, unabhängige persönliche Beratung an. Jetzt ist die Beratung auch telefonisch und per Skype möglich.

Ob ein Sprachkurs in der Freizeit, eine berufliche Weiterbildung oder das Nachholen eines Schulabschlusses – das Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten ist groß und unübersichtlich. Deswegen fällt es Interessierten oft schwer, einen passenden Kurs zu finden.

Hier hilft die Beratung im Rahmen des baden-württembergischen Landesnetzwerks Weiterbildungsberatung: In individuellen Gesprächen können sich Interessierte kostenfrei und unverbindlich zu allen Fragen rund um das Thema Weiterbildung informieren und beraten lassen. Nun ist eine solche Beratung auch telefonisch oder per Skype möglich. »Besonders für Menschen, die keine Beratung vor Ort in Anspruch nehmen können, sind diese Alternativen wichtig«, konstatiert Olga Grimm, Leiterin der Koordinationsstelle des Netzwerks.

Im Landesnetzwerk Weiterbildungsberatung beraten Mitgliedseinrichtungen an rund 150 Standorten in ganz Baden-Württemberg. Alle Mitglieder haben sich zur Einhaltung hoher Qualitätsstandards sowie zu einer neutralen Beratung verpflichtet. Erfahrene Expertinnen und Experten führen die Beratungsgespräche durch. Sie gehen dabei auf die individuellen Anliegen der Interessenten ein und berücksichtigen verschiedene Weiterbildungsanbieter. So leisten sie eine umfassende Beratung, die über das reine Suchen und Finden von Kursen weit hinausgeht.

Hintergrund
Das Landesnetzwerk und die Beratungen werden durch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg gefördert. Träger der Koordinationsstelle ist der Volkshochschulverband Baden-Württemberg.


(06.04.2017, lnwwb/prh)

Übersicht der regionalen Weiterbildungsberatungsstellen

 

Brandenburg: Überarbeitete Weiterbildungsrichtlinie seit 1. April 2017 in Kraft

Land Brandenburg

Die überarbeitete Weiterbildungsrichtlinie des Landes Brandenburg ist am 1. April 2017 mit geänderten Förderkonditionen für Beschäftigte, Unternehmen und Vereine sowie Träger der Kinder- und Jugendhilfe in Kraft getreten. Eine Antragstellung für den Bildungsscheck Brandenburg ist damit ab sofort wieder möglich.

Die äußerst positive Resonanz zur Weiterbildungsrichtlinie seit dem Start im Mai 2015 hatte teilweise eine verlängerte Antragsbearbeitung zur Folge. Aufgrund dessen wurden mit der Neuauflage der Richtlinie die Förderkonditionen angepasst, um die hohe Nachfrage für die gesamte Förderlaufzeit bedienen und eine zügige Antragsbearbeitung gewährleisten zu können. Für das Programm stehen mit Start der überarbeiteten Richtlinie bis 2020 noch rund 21,9 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds zur Verfügung. Somit gibt es im Land Brandenburg umfangreiche Möglichkeiten, eine Unterstützung für die Finanzierung einer beruflichen Weiterbildung zu erhalten.

Wesentliche Neuerungen der Richtlinie

Bildungsscheck Brandenburg:

  • Zuschuss von 50 Prozent der Weiterbildungskosten (inklusive Prüfungsgebühren) maximal jedoch 3.000 Euro,
  • Befristet Beschäftigte des öffentlichen Dienstes sind wieder antragsberechtigt,
  • Antragstellung ist einmal im Kalenderjahr möglich.

Weiterbildung in Unternehmen:

  • Einheitlicher Zuschuss für alle Unternehmensgrößen in Höhe von 50 Prozent,
  • Anzahl der Weiterbildungen pro Antrag wird auf maximal zehn begrenzt,
  • Antragstellung ist einmal im Kalenderjahr möglich.

Sonstiges:

  • Bereits nach der Antragstellung ist eine flexible und förderunschädliche Anmeldung der Antragstellenden beim Bildungsdienstleister auf eigenes Risiko möglich (die Mindestantragsstellungsfrist von 6 Wochen vor Beginn der Weiterbildung wurde aufgehoben). Dies gilt nicht für das Servicepaket und die innovativen, modellhaften Weiterbildungskonzepte.

Kleine Änderungen gab es auch bei den weiteren Förderelementen der Weiterbildungsrichtlinie wie zum Beispiel der Weiterbildung in Vereinen oder Trägern der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe.

Weitere Informationen zur Antragstellung sind auf den Internetseiten der ILB zu finden.

Beratung zur Weiterbildungsrichtlinie des Landes Brandenburg sowie zu einer Vielzahl weiterer Landes- und Bundesförderprogramme bietet das Team Weiterbildung Brandenburg bei der ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg im Bereich ZAB Arbeit.

(06.04.2017, zab/prh)

Weitere Informationen bei der ILB

siehe auch: Informationen zu Fördermöglichkeiten im Infoportal von Weiterbildung Brandenburg

 

Buntenbach (DGB): Jetzt in Weiterbildung investieren!

DGB2

Am vergangenen Freitag veröffentlichte die Bundesagentur für Arbeit die Arbeitsmarktzahlen des Monats März und konstatierte dabei eine »stärkere Frühjahrsbelebung als üblich«.

Die Zahl arbeitsloser Menschen hat diesen Angaben zufolge von Februar auf März um 100.000 auf 2.662.000 abgenommen. Im Durchschnitt der letzten drei Jahre ist die Arbeitslosigkeit im März um 78.000 gesunken. Saisonbereinigt ergibt sich ein Rückgang von 30.000 im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr waren 183.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen äußerte sich DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach in Berlin und forderte dabei verstärkte Investitionen in die Weiterbildung:

»Auch wenn es am Arbeitsmarkt gerade rund läuft und viele neue Stellen entstehen, bleibt ein weiter Weg, um die tiefe Spaltung am Arbeitsmarkt zu überwinden. Nie war die Situation günstiger, auch Langzeitarbeitslose zu integrieren. Besonders im Hartz-IV-Bereich müssen mehr Anstrengungen unternommen werden, um die Menschen zu qualifizieren und ihnen so eine langfristige Perspektive am Arbeitsmarkt zu bieten. Darüber hinaus ist gerade in diesem Bereich öffentlich geförderte Beschäftigung mit Perspektive nötig.

Jetzt muss mehr in Weiterbildung investiert werden. Die Digitalisierung wird die Arbeitswelt schnell verändern. Umso wichtiger ist es, mehr in betriebliche Weiterbildung zu investieren, und zwar bevor Entlassungen drohen. Die Agenturen für Arbeit stellen den Unternehmen bereits heute Geld zur Verfügung, damit sie Beschäftigte mit geringer Qualifikation oder in einem höheren Lebensalter weiterbilden können. Diese Fördermittel müssen die Unternehmen endlich auch nutzen. Das Geld steht gleichermaßen bereit für die Weiterbildung von geflüchteten Menschen, um sie qualifiziert in Arbeit zu bringen. Bisher werden diese Menschen überwiegend in Bereichen mit geringen beruflichen Anforderungen beschäftigt. Das ist keine Perspektive. Besser wäre, wenn die Unternehmen diese Fördermittel für Qualifizierung „on the job“ einsetzen würden«.


(03.04.2017, dgb/prh)

 

Weiterbildung als Motor für Arbeitgeberimage

TNS Infratest

Studie: Fortbildungen, Schulungen & Co. sind Top-Thema in Bewerbungsgesprächen    

Zu Zeiten des Fachkräftemangels wird es immer wichtiger, Mitarbeiter zu binden und neue für sich zu gewinnen - ein attraktives Weiterbildungsangebot hilft den Unternehmen hierbei.

Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen TNS Infratest-Studie »Weiterbildungstrends in Deutschland 2017«. Die Umfrage wurde bereits zum neunten Mal in Folge im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) unter 300 Personalverantwortlichen in deutschen Unternehmen durchgeführt. Auch für neue Arbeitnehmer spielt Weiterbildung eine große Rolle: Laut 71 Prozent der befragten HR-Manager wird das Thema für viele Bewerber bereits im Vorstellungsgespräch immer wichtiger.

Die Personalentwicklung ist eine wichtige Aufgabe der HR-Abteilungen. Zu den Zielen zählen, den Fach- und Führungskräftebestand zu sichern, Mitarbeiter zu binden oder neue Talente zu finden. Ob dies gelingt, hängt oft vom Ruf des Unternehmens als Arbeitgeber ab: Wie sind die Gehälter? Wie die Unternehmenskultur? Wie die Weiterbildungsmöglichkeiten? Laut 86 Prozent der befragten Personalverantwortlichen ist ein attraktives Weiterbildungsangebot für die Bindung von Mitarbeitern wichtig bis äußerst wichtig. »Zu Zeiten des Fachkräftemangels ist es entscheidend, Mitarbeiter zu halten. Arbeitgeber, die ansprechende Schulungen anbieten, investieren in die Weiterentwicklung jedes einzelnen. Gleichzeitig drücken sie damit auch ihre Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern aus«, so Andreas Vollmer von der SGD.

Auch bei der Personalgewinnung können Unternehmen mit Fortbildungen punkten. Für 79 Prozent der befragten Personaler spielen Weiterbildungsmöglichkeiten für das Recruiting neuer Mitarbeiter eine wichtige bis äußerst wichtige Rolle.

Guter Ruf eilt voraus

Darüber hinaus geben 80 Prozent der HR-Manager an, dass attraktive Weiterbildungsangebote das Arbeitgeberimage stärken. Der Grund: Sie zeigen persönliche Entwicklungsmöglichkeiten und Karrierechancen im Unternehmen auf (83 Prozent), untermauern eine nachhaltige Personalstrategie (79 Prozent) und symbolisieren eine Unternehmenskultur des Lernens (77 Prozent). Ein weiterer Vorteil ist, dass Unternehmen sich so von der Konkurrenz abheben können (75 Prozent).

»Die Studie zeigt: Mitarbeiter durch Weiterbildung zu binden, bringt mehrere Vorteile. Für 50 Prozent der Befragten bleiben dadurch Wissen und Know-how im Unternehmen und für 48 Prozent können so Fachkräfte aus den eigenen Reihen entwickelt werden. 47 Prozent sind zudem überzeugt, dass sie auf diesem Weg motivieren und wertschätzen können. Für Mitarbeiter, die sich zeit- und ortsunabhängig weiterbilden möchten oder beispielsweise im Schichtbetrieb arbeiten, ist es ideal, wenn auch Fernlehrgänge Teil des Weiterbildungsportfolios eines Unternehmens sind. Sie ermöglichen es, sich neben dem Beruf auf neue Aufgaben vorzubereiten«, erläutert Vollmer.

Ein Blick in die Unternehmenspraxis: Flachglas Wernberg GmbH

Bei der Flachglas Wernberg GmbH, einem Glasveredelungsunternehmen in der Nordoberpfalz (Bayern), ist die Sicherung der Mitarbeiterressourcen ein wichtiges Thema der Personalarbeit. »HR-Leitung und Geschäftsführung legen dabei großes Augenmerk auf die Personalentwicklung und Weiterbildung«, so Heike Schlenker, HR-Managerin des Unternehmens, das rund 600 Mitarbeiter beschäftigt. »Bei unseren ausgelernten Jungfacharbeitern und Industriekaufleuten ist Fortbildung besonders wichtig, da die Ausbildung nicht spezialisiert ist, wir aber Spezialwissen benötigen, um uns am Markt behaupten zu können. Auch in unserem Recruiting spielt Weiterbildung eine große Rolle. Wir werben mit ihr und machen sie - je nach Position und Aufgabe - zu einem Bestandteil unserer Arbeitsverträge«.

Flachglas bietet vor allem SGD-Fernlehrgänge an, die zu einem IHK-Abschluss führen. »Ein Großteil der Teilnehmer sind kaufmännische Azubis, die oft schon während der Ausbildung mit einem Fernlehrgang beginnen. Oder auch Kollegen, die einen neuen Aufgabenbereich übernehmen möchten«. Die Beweggründe für berufsbegleitendes Fernlernen sind Aufstiegsqualifizierungen, Nachfolgeregelungen im Rahmen der Demographie und Spezialisierungen zum Beispiel von kaufmännischen Auszubildenden, die sich in Richtung Accounting, HR oder Marketing entwickeln möchten. Für die Fortbildung stellt das Unternehmen die Mitarbeiter für die Seminare im Rahmen des Fernlehrgangs frei und übernimmt die Kosten, während die Teilnehmer ihre freie Zeit in Lernphasen und Prüfungen investieren. Schlenker zu den Vorteilen eines berufsbegleitenden Fernstudiums: »Mit Fernlehrgängen können wir Fachwissen aufbauen, ohne im täglichen operativen Geschäft auf die Mitarbeiter verzichten zu müssen. Wer ein Fernstudium durchhält, zeigt zudem Commitment zum Unternehmen und zur neuen Aufgabe. Dieses Engagement ist aus unserer Sicht sehr anerkennenswert«.

Was Bewerber im Vorstellungsgespräch interessiert

Welche Weiterbildungen werden angeboten? Wie viele Schulungen sind für ein Jahr vorgesehen? Dies sind typische Fragen eines Kandidaten im Bewerbungsgespräch. Laut 71 Prozent der Personalverantwortlichen werden Weiterbildungsmöglichkeiten bei potenziellen Mitarbeitern in Vorstellungsgesprächen zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen. Das sind acht Prozentpunkte mehr als im Vorjahr (63 Prozent).

Entwicklung der Weiterbildungsbudgets 2015 bis 2017

Bei den Weiterbildungsbudgets in den Unternehmen rechnen für 2017 81 Prozent der befragten HR-Manager mit gleichbleibenden bzw. steigenden Budgets, während 12 Prozent sinkende Budgets erwarten. Die Entwicklung über die letzten drei Jahre zeigt einen leichten Anstieg bei den gleichbleibenden bzw. steigenden Budgets (2016: 79 Prozent, 2015: 75 Prozent).

Tipps für Arbeitgeber zur Förderung der Weiterbildung:

  1. Vielfältige Themen in das Weiterbildungsangebot aufnehmen, u.a. Fachthemen, Aufstiegsfortbildungen und Führungsthemen.
  2. Weiterbildungsoptionen in Vorstellungs- und Personalgesprächen thematisieren.
  3. Weiterbildung nachhaltig als Teil der Personalentwicklung definieren.
  4. Weiterbildung als strategisches Ziel verfolgen.
  5. Mitarbeitern Unterstützung für Weiterbildung anbieten, wie zum Beispiel finanzielle Förderung oder Freizeitausgleich.
  6. Unterschiedliche Weiterbildungsformen - u.a. ein flexibles Fernstudium - anbieten.

Hintergrund
Zum neunten Mal in Folge führte TNS Infratest im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) die Umfrage »Weiterbildungstrends in Deutschland« durch. Dafür wurden in diesem Jahr 300 Personalverantwortliche online zu unterschiedlichen Aspekten der beruflichen Weiterbildung befragt.

(30.03.2017, sgd/prh)

 

Deutscher Bildungsexport: Auf Wachstum ausgerichtet

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iMOVE analysiert die Trends der vergangenen zehn Jahre 

Der Export beruflicher Aus- und Weiterbildung ist heute ein stabiles und auf Dauer aussichtsreiches Geschäftsmodell der deutschen Bildungswirtschaft. Über zwei Drittel der Bildungsanbieter aus Deutschland erwarten, dass ihr Auslandsgeschäft weiter wächst. Damit sieht die Branche ihre Exportperspektiven so optimistisch wie kaum eine andere. Sie kann sich vor allem den guten internationalen Ruf des dualen Berufsbildungssystems in Deutschland zu Nutze machen.

Das zeigen die Befragungen der Bildungsexporteure aus den vergangenen zehn Jahren, die iMOVE regelmäßig als Trendbarometer veröffentlicht hat und nun in einer neuen Analyse mit dem Titel »Auf Wachstum ausgerichtet« zusammenfasst.

Nach Einschätzung der Bildungsanbieter aus Deutschland arbeiten rund 2.500 von ihnen exportorientiert. Sie waren zwischen 2007 und 2016 weltweit in 139 Ländern geschäftlich aktiv. Die Branche zeigt sich flexibel bei Veränderungen der Märkte und der Kundenwünsche und investiert in die Mehrsprachigkeit des Marketings und der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bei den Angeboten der beruflichen Aus- und Weiterbildung rangieren die technischen Berufe und Fortbildungen für das Management beständig vorn. Über die Hälfte der deutschen Anbieter verkaufen entsprechende Leistungen im Ausland. Daneben haben sich medizinische und soziale Berufe als wichtige Angebotsbereiche etabliert, bei denen die Nachfrage seit 2007 kontinuierlich steigt.

Wie das Exportgeschäft insgesamt ist auch der Bildungsexport den Auswirkungen globaler wirtschaftlicher und politischer Entwicklungen unterworfen und leidet besonders bei einer angespannten Sicherheitslage und ökonomischen Schwächen in den Märkten. Die wichtigsten Ziele der Ausfuhren haben sich in der vergangenen Dekade von West- und Osteuropa nach Asien verlagert. Dort stehen die Anbieter angesichts der sich wandelnden Bedarfe besonders in China und Indien vor neuen Herausforderungen. Ein beständiges Wachstum ihrer Geschäftstätigkeit stellen sie in Lateinamerika fest, während sich ihre Aktivitäten in Afrika leicht verringern. In den vorübergehend aussichtsreichen Märkten des Nahen Ostens erschweren politische Unruhen und der Verfall des Ölpreises das Engagement deutscher Bildungsexporteure.

Hintergrund
iMOVE ist die Exportinitiative »Training – Made in Germany« des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Als Arbeitsbe­reich des Bundesinstituts für Berufsbildung unterstützt iMOVE deutsche Anbieter bei der Er­schließung internationaler Märkte mit einem umfangreichen Serviceangebot. Mit der Marke »Training – Made in Germany« wirbt iMOVE im Ausland für deutsche Kompe­tenz in der beruflichen Aus- und Weiterbildung.

(22.03.2017, prh)

Analyse »Auf Wachstum ausgerichtet – Zehn Jahre Trends im Bildungsexport« (PDF, 40 Seiten)

Siehe auch: Positive Bilanz der deutschen Bildungsexport-Branche

 

Karrierefaktor Weiterbildung

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Eine aktuelle forsa-Studie im Auftrag des ILS belegt: Für 78 % der Befragten ist eine Weiterbildung ein entscheidender Erfolgsfaktor in ihrer Karriere. Neben mehr Kompetenz im Beruf wirken sich Weiterbildungen besonders positiv auf die Zufriedenheit und das Selbstbewusstsein aus. Mehr als die Hälfte der Deutschen planen daher in diesem Jahr sich weiterzubilden.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative forsa-Studie, die zum zwölften Mal in Folge im Auftrag des ILS durchgeführt wurde. In der Gruppe der 26- bis 30-Jährigen ist das Weiterbildungsengagement im Vergleich zum Vorjahr am stärksten gestiegen. Gleich zu Beginn der Karriere können so entscheidende Wettbewerbsvorteile erlangt werden. Insgesamt plant mehr als jeder Zweite in Deutschland sich 2017 weiterzubilden, 42 Prozent haben bereits konkrete Pläne und fast drei Viertel der Befragten haben schon eine Weiterbildung absolviert.

Was hat die WB gebracht

Laut Umfrage bringen Weiterbildungen jedoch nicht nur mehr Kompetenz (78 Prozent) im Beruf: Die Umfrageteilnehmer gaben auch an, dass sie seitdem zufriedener sind (60 Prozent), mehr Selbstbewusstsein haben (56 Prozent) und von mehr Anerkennung durch Vorgesetzte und Kollegen profitieren (52 Prozent). In der Vergangenheit nutzten vor allem Erwerbstätige Weiterbildungen, um ihre Karriereziele zu verwirklichen. Für diese Gruppe ist ein Fernstudium bzw. ein Fernlehrgang aufgrund der hohen Flexibilität besonders attraktiv und bietet teilweise sogar die einzige Möglichkeit, sich neben dem Beruf weiterzubilden. Die hohe Bekanntheit von Fernlehrgängen zur Weiterbildung von 90 Prozent bestätigt, dass sie sich als zeitgemäße Weiterbildungsform etabliert haben.

Hintergrund
Die repräsentative Umfrage zu nebenberuflicher Weiterbildung & Fernlernen führte das Marktforschungsinstitut forsa im Januar 2017 bereits zum zwölften Mal durch. Im Auftrag des ILS wurden 1.001 Personen zwischen 20 und 40 Jahren aus deutschsprachigen Privathaushalten interviewt.

(20.03.2017, prh)

 

Hop-on: Wege zum Berufsabschluss für Geflüchtete

hop onDas Projekt Hop-on will erwachsene Neuankommende in Deutschland, die älter als 25 Jahre sind und eine Aufenthaltsgestattung, Duldung oder Aufenthaltserlaubnis (befristet oder unbefristet) besitzen, informieren und bei selbstbestimmten Entscheidungen über die Gestaltung ihrer beruflichen Zukunft unterstützen.
 
Die digitale Informationsplattform bringt die Bedeutung eines Berufsabschlusses für die Chancen auf dem Arbeitsmarkt in diesen Entscheidungsprozesses ein und begleitet ein paar Stationen auf diesem Weg. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Asylantragstellende werden dabei berücksichtigt.
 
Das Portal möchte verschiedene Wege zum Berufsabschluss begleiten und wendet sich hierbei an
  • Personen mit beruflichen Erfahrungen, jedoch ohne (anerkannten) Berufsabschluss
  • Personen, die einen Beruf erlernen wollen
  • Personen, die als HelferIn arbeiten und einen Berufsabschluss machen möchten

Als Hilfsmittel stehen hierzu ein persönlicher »Fahrplan«, Videos mit Erfahrungsberichten anderer Erwachsener und ein »Hop-on-Buch« zur Verfügung. Sowohl das Portal als auch die Materialien stehen in drei Sprachen bereit: Neben Deutsch auch Arabisch und Farsi.

Hop-on braucht dafür weitere Unterstützung. Beratende, Begleitende und Lehrende können die Informationsplattform nutzen, verbreiten und zudem weiterentwickeln.

Hintergrund
Hop-on ist ein Kooperationsprojekt zwischen INBAS und der TU Hamburg im Rahmen der Hamburg Open Online University (HOOU).

(18.03.2017, prh)

Hop-on

 

Europäischer Weiterbildungsmarkt mit guten Umsatzprognosen

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Europas Anbieter für Weiterbildung rechnen für 2017 mit einem Umsatzplus. Dies geht aus einer kursfinder-Umfrage in fünf Ländern hervor  

Die befragten Weiterbildungsanbieter in Deutschland blicken zufrieden auf das vergangene Jahr zurück: Für sie verlief 2016 mehrheitlich positiv. 54 % gaben an, dass die Ausgaben für Fort- und Weiterbildung gestiegen seien, was sich in ihren Umsätzen bemerkbar gemacht hat. Weniger als die Hälfte hat den Eindruck, dass die Investitionen gleich geblieben oder zurückgegangen seien. Die anderen Länder sehen die Entwicklung nicht ganz so positiv. Die Anbieter in Frankreich, Großbritannien, Schweden und Finnland verneinen, dass die Ausgaben für Fort- und Weiterbildung im letzten Jahr gewachsen seien.

Allerdings zeigen sich die europäischen Anbieter für Weiterbildung zuversichtlich, was die Zukunft anbelangt. Die Hälfte der Befragten in Deutschland geht davon aus, dass die Umsätze 2017 auf dem Vorjahresniveau gehalten werden können. 48 % rechnen sogar mit einem Umsatzplus. Auch in den anderen Ländern blicken die Anbieter rosig in die Zukunft: 47 % der Franzosen gehen von steigenden Umsätzen, 42 % von gleichbleibenden Umsätzen aus. In Finnland rechnen 50 % der Befragten mit einem Umsatzplus, weitere 34 % mit gleichbleibendem Umsatz. In Großbritannien sind die Befragten noch optimistischer in ihrer Einschätzung: 72 % rechnen in diesem Jahr mit einer Umsatzsteigerung, nur 6 % prognostizieren einen Umsatzrückgang.

Welche Trends können die europäischen Weiterbildungsanbieter beobachten?

Inhouse-Schulungen und offene Seminare sind besonders gefragt – darin sind sich die Umfrageteilnehmer einig. Am erfolgreichsten sind in Deutschland (48 %) offene Kurse, ebenso in Schweden und Großbritannien. In Frankreich und auch in Finnland ist die Nachfrage nach Inhouse-Schulungen am größten, wie rund die Hälfte (50 und 51,5 %) der dortigen Befragten angeben. E-Learning spielt entgegen des Trends hin zu Digitalisierung in allen europäischen Ländern eine untergeordnete Rolle: Lediglich 4 % der Weiterbildungsanbieter in Deutschland sehen darin ihre erfolgreichste Weiterbildungsform – in den skandinavischen Ländern sind es sogar noch weniger.

Wie schaffen es Trainingsanbieter, auf dem umkämpften Markt erfolgreich zu sein?

Die Umfrageteilnehmer setzen allesamt auf drei wesentliche Faktoren:

  1. Qualität der Weiterbildungsinhalte
  2. Qualität der Dozenten
  3. Reputation und Markenimage

Als wichtigsten Erfolgsfaktor führen die Befragten in Deutschland, Großbritannien und Finnland mehrheitlich die Qualität der Weiterbildungsinhalte an. In Frankreich spielt dagegen die Qualität des Dozenten eine noch wichtigere Rolle. In Schweden wird die Liste der Erfolgsfaktoren von Reputation und Markenimage angeführt, was in Deutschland im Ranking erst Platz drei belegt.

Hintergrund
Die Ergebnisse basieren auf den Antworten von 436 Weiterbildungsanbietern in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Schweden und Finnland. Die Untersuchung wurde Ende 2016 / Anfang 2017 via Online-Befragung durchgeführt.

(08.03.2017, prh)

Weitere Details in einer Infografik verfügbar ...

 

Weiterbildung für die Arbeitswelt 4.0

TNS Infratest

TNS Infratest-Studie 2017: »Weiterbildungstrends in Deutschland 2017«  -   So sieht Weiterbildung 4.0 aus: selbstorganisiert, eigenverantwortlich sowie zeit- und ortsflexibel - unterstützt von vielfältigen Medien    

Softwareanwendungen bedienen, in virtuellen Teams kommunizieren, sich fachlich auf dem neuesten Stand halten - dies sind nur einige der Kompetenzen, die Mitarbeiter für die digitalisierte Arbeitswelt benötigen. Doch wie können sie sich diese Skills aneignen? Wie sieht Weiterbildung für Arbeit 4.0 aus?

TNS Infratest befragte im Rahmen der Studie »Weiterbildungstrends in Deutschland 2017« 300 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen zum ersten Mal zur Weiterbildung 4.0. Die aktuellen Ergebnisse der Umfrage, die bereits zum neunten Mal in Folge im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) durchgeführt wurde, zeigen, was HR-Managern bei einer Weiterbildung 4.0 am wichtigsten ist: Gelernt wird selbstorganisiert, eigenverantwortlich sowie zeit- und ortsflexibel - unterstützt von vielfältigen Medien.

Laut der befragten Personalverantwortlichen ist der technologische Wandel in 66 Prozent der Unternehmen bereits angekommen. Die Auswirkungen auf das Arbeiten müssen von den Mitarbeitern der Unternehmen getragen und bewältigt werden. Berufsbegleitendes Lernen wird dadurch immer wichtiger. So gaben 74 Prozent der Befragten an, dass mit der Digitalisierung der Weiterbildungsbedarf steigt. In der aktuellen TNS Infratest-Studie haben die Personaler erstmals neun verschiedene E-Medien bzw. E-Formate in ihrer Bedeutung für Weiterbildung 4.0 eingeordnet. Die Ergebnisse: Lernvideos und virtuelle Seminare bzw. Webinare sind für jeweils 73 Prozent der Befragten die Top-Formate. Vorteil dieser Medien: Mit Videos lassen sich Prozesse und Anleitungen visuell darstellen - von ScreenCam Movies, die die Bedienung von Software-Funktionen zeigen, bis hin zum Tutorial zur Montage eines Bauteils. Virtuelle Seminare mit Chat-Funktionen wiederum bieten die Möglichkeit, Teilnehmer an unterschiedlichsten Standorten gleichzeitig und interaktiv zu unterrichten. Zudem können diese auch später noch zeit- und ortsunabhängig online auf das Seminar zugreifen. »Bei größeren Stoffmengen werden virtuelle Seminare gerne in mehreren Einheiten angeboten, so dass zwischen den einzelnen Blöcken Aufgaben bearbeitet werden können, um diese beim darauffolgenden Termin zu besprechen«, so Harald Stürmer von SGD.

Webbased Trainings sind für 68 Prozent der Personaler wichtig bis äußerst wichtig und können über das Internet von vielen Nutzern abgerufen werden. 67 Prozent setzen darüber hinaus auf E-Books. »E-Books bringen schriftliche Lernunterlagen auf den PC-Bildschirm, auf Tablets, Notebooks und Smartphones. Damit sind sie überall und jederzeit zur Hand - auch wenn es mehrere sind. Ein großer Vorteil ist, dass sie multimedial angereichert werden können - mit integrierten Audio- oder Video-Dateien, Animationen, interaktiven Funktionen, Links oder QR-Codes«, so Stürmer weiter. Zudem halten zwei von drei Befragten einen Online-Campus bzw. eine Online-Community (66 Prozent) und Lern-Apps (65 Prozent) für wichtig bis äußerst wichtig. Der Online-Campus ist zentrale Organisations- und Kommunikationsplattform sowie Online-Bibliothek. Er gibt Überblick über absolvierte und unbearbeitete Lerneinheiten, ermöglicht Kontakt zu anderen Lernenden und Tutoren und stellt Lernunterlagen zur Verfügung. »Mit einem Online-Campus lässt sich der gesamte Lernprozess in die digitalisierte Arbeitswelt der Lernenden integrieren«, so Stürmer weiter. Lern-Apps sind für die mobile Bearbeitung kleinerer Themenbereiche sehr beliebt oder auch als Übungs- oder Testprogramme zur Vorbereitung auf Prüfungen. Etwas über die Hälfte der Befragten räumen MP3s (52 Prozent) sowie Virtual Reality bzw. Augmented Reality (50 Prozent) eine wichtige bis äußerst wichtige Rolle in der Weiterbildung 4.0 ein, 41 Prozent dem Serious Gaming.

Weiterbildung 4.0: Wann, wo, wie?

Doch welche Anforderungen muss ein Weiterbildungsangebot 4.0 erfüllen? Hierzu haben die befragten Personalverantwortlichen die folgenden sechs Lernaspekte in ihrer Bedeutung für Weiterbildung 4.0 beurteilt: Für mehr als acht von zehn Befragten sind selbstorganisiertes und eigenverantwortliches Lernen (87 Prozent), ein Mix aus unterschiedlichen Lernmedien und -methoden (82 Prozent) sowie zeit- und ortsunabhängiges Lernen (81 Prozent) die drei wichtigsten Aspekte. Für drei von vier Befragten (75 Prozent) zählt zudem Learning-on-Demand dazu. Bei diesem wird genau dann gelernt, wenn neues Wissen oder Kompetenzen benötigt werden. Mobiles Lernen gehört für 74 Prozent zur Weiterbildung 4.0. »Diese fünf Arten zu Lernen haben mit Werten zwischen 74 Prozent und 87 Prozent durchgängig hohe Zustimmungswerte. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie flexibles Lernen fördern, um Wissen zum richtigen Zeitpunkt parat zu haben. Wann, wo und wie - das bleibt jedem selbst überlassen«, so Stürmer.

Für zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) spielt bei Weiterbildung 4.0 die vernetzte Lern-Community eine große Rolle. Sie ist für den Austausch mit Kollegen hilfreich - zu Fragen oder auch, wenn es darum geht, wie zum Beispiel neues Wissen, neue Tools oder neue Methoden in den Berufsalltag integriert werden können.

Fernstudium trifft Weiterbildung 4.0

In einem Fernstudium begegnet den Teilnehmern in vielerlei Hinsicht Weiterbildung 4.0. »Von Anfang an teilen sie sich ihren Lernstoff selbst ein, bearbeiten diesen eigenständig und lernen flexibel, sowohl was die Lernzeiten, den Lernort als auch den Zugriff über diverse mobile Endgeräte anbetrifft. Außerdem steht ihnen ein vielfältiger Medien-Mix aus E-Books, Videos, Lernsoftware und Online-Campus zur Verfügung und sie haben die Möglichkeit, sich über Chats und Foren mit anderen Teilnehmern und Tutoren auszutauschen«, so Stürmer weiter. »Wer die digitalen und mobilen Möglichkeiten eines innovativen Fernstudiums ausschöpft, ist für Weiterbildung 4.0 bestens vorbereitet«.

85 Prozent setzen auf mobile Endgeräte

Im Zuge der Digitalisierung und einer Entwicklung hin zu Weiterbildung 4.0 nimmt auch die Bedeutung mobiler Technologien wie Laptops, Tablets und Smartphones zu. Diese halten aktuell 85 Prozent der befragten Personalverantwortlichen für die berufsbegleitende Weiterbildung für wichtig bis äußerst wichtig. Dies ist eine Steigerung um sechs Prozentpunkte gegenüber dem letzten Jahr (79 Prozent).

Unverzichtbar: Tutoren als persönliche Lernbegleiter

Die Begleitung des Lernprozesses durch einen Tutoren halten 78 Prozent der befragten Personaler für wichtig bis äußerst wichtig. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Unternehmensgrößen sind hier allerdings groß: 67 Prozent der HR-Manager von Unternehmen zwischen ein und neun Mitarbeitern setzen auf die positive Wirkung von Tutoren, in mittleren Unternehmen mit zehn bis 499 Mitarbeitern sind es 85 Prozent und in großen Unternehmen mit 500 oder mehr Mitarbeitern sogar 96 Prozent. Dazu Stürmer: »Trotz der Bedeutung digitaler Medien und flexibler Lernbedingungen halten die Personalverantwortlichen Tutoren als persönliche Lernbegleiter für unverzichtbar - gerade in mittleren und großen Unternehmen. Sie sind Ansprechpartner bei Fragen und unterstützen mit Tipps die Integration in den Berufsalltag. Sie fördern die Verbindung zwischen Arbeiten und Lernen, zwischen Theorie und Praxis«.

Hintergrund
Zum neunten Mal in Folge führte TNS Infratest im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) die Umfrage »Weiterbildungstrends in Deutschland« durch. Dafür wurden in diesem Jahr 300 Personalverantwortliche online zu unterschiedlichen Aspekten der beruflichen Weiterbildung befragt.

(07.03.2017, sgd/prh)

 

In Neuigkeiten & Terminen

Medienfest.NRW 2017 (Köln)

vom 10.06.2017 bis zum 10.06.2017

11. Infotag zur Aus-und Weiterbildung in den Medien

 

didacta - die Bildungsmesse 2018 (Hannover)

vom 20.02.2018 bis zum 24.02.2018

Die didacta findet zum zehnten Mal auf dem Gelände der Hannover-Messe statt.

Als die weltweit größte Fachmesse rund um Bildung bietet sie Angebote von rund 900 Ausstellern und ein umfangreiches Fortbildungsprogramm für Lehrkräfte, Erzieher, Ausbilder, Trainer und Personalentwickler an. Hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft kommen zur didacta, um hier Wege für die Bildung der Zukunft zu finden und sich auszutauschen.

 

 

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