
Neuigkeiten & Termine
Deutscher Weiterbildungspreis zum vierten Mal ausgeschrieben
Haus der Technik in Essen startet die vierte Ausschreibung für den begehrten Weiterbildungspreis – gesucht: innovative Konzepte und Projekte
Der Deutsche Weiterbildungspreis lädt in diesem Jahr zur vierten Runde: Aufgerufen zur Bewerbung für den vom Haus der Technik ausgelobten Preis sind alle natürlichen Personen, die ein innovatives Konzept oder Projekt entwickelt oder realisiert haben. Untersuchungen und Analysen mit wissenschaftlichem Anspruch sind ebenfalls willkommen, sofern sie sich auf den Bereich der überbetrieblichen beruflichen Weiterbildung beziehen.
Bei einem Preisgeld von 10.000 Euro lohnt die Teilnahme nicht nur in ideeller, sondern auch in materieller Hinsicht. Zudem profitiert der Gewinner davon, dass seine Arbeit der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Ab sofort bis zum 20. Oktober 2012 nimmt der Initiator Bewerbungen entgegen.
Zu beachten ist, dass eingereichte Arbeiten nicht älter als zwei Jahre sein und entweder gerade umgesetzt werden oder die Umsetzungsphase bereits abgeschlossen haben sollen. Dabei darf deren Veröffentlichung maximal ein Jahr zurückliegen.
Bewertet werden die Einreichungen von einer hochkarätig besetzten Jury in folgenden Kategorien: Neuigkeitsgrad, wirtschaftliche Relevanz, Wirkungspotenzial, Praktikabilität und branchenübergreifende Bedeutung.
Der Preisträger des Deutschen Weiterbildungspreises 2011 ist Wissenschaftler und Lehrender am Universitäts-Klinikum Freiburg mit einem berufsbegleitenden Studienmodell für Ärzte und Naturwissenschaftler. Der von Prof. Dr. Josef Guttmann geleitete Online-Masterstudiengang »Physikalisch-Technische Medizin« schließt ein wichtiges Defizit in der medizinisch-technischen Ausbildung.
Zweite Preisträgerin der vergangenen Ausschreibung ist Simone Pfeffer-Brandl, Geschäftsführerin der Online Meisterschule GmbH, mit ihrem »Online-Meister Trockenbau«, einem berufsbegleitenden Studiengang.
Dritter im Bund der Preisträger 2011 ist Prof. Dr. Axel Koch aus Riedlingen. Er entwickelte das Konzept »Transferstärke-Methode - ein neuer Weg für mehr Praxiserfahrung und Umsetzungserfolg in der beruflichen Weiterbildung«. Die Methode eignet sich zur Analyse und Optimierung der Fähigkeit zur praktischen Anwendung von Weiterbildungsinhalten.
»Mit Freude über die wachsende Beliebtheit und gespannt auf die Vielfalt der Teilnehmerkonzepte, in denen sich immer auch die aktuellen Trends auf dem Gebiet der Weiterbildung widerspiegeln, sehen wir der neuen Ausschreibungsrunde entgegen«, so Prof. Dr. Ulrich Brill, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Haus der Technik und Initiator des Deutschen Weiterbildungspreises.
Portal Deutscher Weiterbildungspreis
Umfrage 2012 zum Geschäftsklima in der Weiterbildung gestartet
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE) rufen alle Anbieter beruflicher und/oder allgemeiner Weiterbildung auf, sich an der wbmonitor-Umfrage zu beteiligen. Mit der jährlichen Umfrage werden grundlegende Informationen zur Weiterbildung in Deutschland und zum Geschäftsklima in der Weiterbildung ermittelt. Die Umfrage läuft noch bis zum 31. Mai 2012.
Der wbmonitor gestattet es, die Entwicklung der wirtschaftlichen Situation der Weiterbildungsbranche verlässlich zu bestimmen und Veränderungen in den verschiedenen Teilsegmenten der Weiterbildung nachzuzeichnen. Zudem dient der wbmonitor dazu, zentrale Strukturen der Weiterbildungslandschaft abzubilden. Auf diese Weise trägt er zu mehr Transparenz in der Weiterbildung bei und liefert die Grundlagen für politische Entscheidungen. Um tragfähige Aussagen treffen zu können, bedarf es einer hohen Beteiligung der Weiterbildungseinrichtungen an der Umfrage. Daher appellieren die beiden Kooperationspartner BIBB und DIE an alle Weiterbildungseinrichtungen, sich an der Umfrage zu beteiligen.
Die Ergebnisse des wbmonitor gehen in die nationale Bildungsberichterstattung ein und werden in der Öffentlichkeit und der Fachwelt verbreitet. Detaillierte Informationen und die Ergebnisse der vergangenen Umfragen finden sich unter www.wbmonitor.de.
Die Umfrage 2012 endet am 31. Mai 2012.
Inhaltliche Auskünfte erteilen:
- Igrid Ambos, Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE), Tel.: 0228. 32 94- 134; E-Mail: ambos@die-bonn.de
- Stefan Koscheck, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Tel.: 0228. 107- 10 20;
E-Mail: koscheck@bibb.de
(15.05.2012, prh)
Bremen: Weiter mit Bildung
Weiterbildungsschecks und feste Beratungsstrukturen: Bremer Senat will berufsbezogene Weiterbildung stärken / Neue Angebote auch für Migranten
Künftig werden in den Räumlichkeiten der Arbeitnehmerkammer Bremen und der Handelskammer Bremen für jeden Bürger und jede Bürgerin sowie für die Betriebe offene Anlaufstellen für berufsbezogene Weiterbildungsberatung bereitgestellt. Die Partner Arbeitnehmerkammer und Handelskammer stellen auf Basis von Kooperationsvereinbarungen Räumlichkeiten und Sachmittel bereit, das Personal kommt vom Arbeitsressort. Das Vorhaben wird mit Mitteln des europäischen Sozialfonds gefördert.
Senator Martin Günthner: »Wer fit für Beruf und Karriere bleiben will, muss sich weiterbilden. Die guten Angebote, die es hierfür gibt, sollen noch mehr Unternehmen und Beschäftigte erreichen. Die beiden neuen Anlaufstellen sollen kostenlose Beratung über geeignete Weiterbildungsangebote bieten. Davon versprechen wir uns einen wichtigen Impuls, um Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen im Land zu unterstützen, sich im Dschungel der Angebotslandschaft besser zurechtzufinden.«
Bürgermeister Jens Böhrnsen: »Mir ist dabei besonders wichtig, dass mit der neuen Beratungsstruktur ein wichtiges Angebot für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund geschaffen wird. Bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse ist es oft schwierig, die dafür zuständige Stelle zu identifizieren. Hier werden die neuen Anlaufstellen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Damit wird ein Beitrag zur beruflichen Integration, oftmals hoch qualifizierter, ausländischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geleistet.«
Für Menschen mit Migrationshintergrund werde die Weiterbildungsberatung auch Nachqualifizierungsmöglichkeiten transparent machen, um fehlende Kompetenzbausteine deutscher Berufsbilder nachzuholen und ggf. auf eine Externenprüfung vorzubereiten. Böhrnsen: »All dies sind Beiträge, um dem Fachkräftemangel zu begegnen.«
Eine weitere Neuigkeit ist der Bremer Weiterbildungsscheck, der eine finanzielle Unterstützung für Lehrgänge bietet, die einen Bezug zum Berufsalltag haben. Dieser Weiterbildungsscheck soll einen Anreiz für Geringverdiener /-innen und Kleinbetriebe bieten, berufsbezogene Weiterbildung in Anspruch zu nehmen. Der Berufsbezug wird im Landesprogramm bewusst weit definiert, so dass auch Weiterbildungsinhalte, die zum Beispiel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf dienen, förderfähig sind.
Mit dem Scheck werden Weiterbildungslehrgänge pro Person einmal kalenderjährlich mit bis zu 500 Euro subventioniert. Maximal werden 50 Prozent der Lehrgangskosten übernommen.
Auch für Kleinbetriebe bietet der Scheck Anreize: Suchen Kleinbetriebe für ihre Mitarbeitenden um den Weiterbildungsscheck nach, so können bis zu 10 Schecks pro Unternehmen und Jahr genutzt werden, wenn An- und Ungelernte angemessen beteiligt werden. Martin Günthner: »Wir wissen, dass weniger Frauen als Männer die Möglichkeiten zur Weiterbildung nutzen. Deshalb sollen Frauen mit 60 Prozent besonders von dem Scheck profitieren.«
Im kommenden Jahr soll das Landesprogramm um eine weitere Initiative ergänzt werden. In Gröpelingen wird der Versuch unternommen, durch einen aufsuchenden Beratungsansatz auch Zielgruppen zur Weiterbildung zu motivieren, die hierfür bislang nur bedingt ansprechbar waren. Dabei werden Personen in prekärer Beschäftigung sowie Menschen mit Migrationshintergrund eine wichtige Zielgruppe sein.
Eine Online-Präsenz des Landesprogramms unter »Bremen.de« ist ab Juni 2012 geplant.
Finanziert wird das Landesprogramm Mitteln des europäischen Sozialfonds. So stehen bis 2014 720.000 Euro zur Verfügung.
Die Kosten für die Räume und Sachmittel werden von Arbeitnehmerkammer und Handelskammer übernommen.
QUELLE: Senatspressestelle Bremen
Stiftung Warentest testete Kurse zu Social Media Marketing
Teure Kurse bieten mehr
Die Preise reichen von 39 Euro bis rund 1.050 Euro, das Online-Angebot kostet knapp 1.620 Euro. Fazit der Tester: Wer mehr zahlt bekommt auch mehr Leistung geboten. Überzeugend war zum Beispiel das Seminar von Embis. Der zweitägige Kurs wird bundesweit für rund 1.050 Euro angeboten. Er bietet einen guten Überblick über Social-Media-Dienste wie Twitter, Facebook und Youtube, erklärt die wichtigsten Marketingbegriffe und zeigt Trends auf. Empfehlenswert sind auch die Kurse der Baytech Akademie und der Technischen Akademie Wuppertal. In den meisten anderen Kursen kam das Thema Marketing deutlich zu kurz, zudem war die Art der Präsentation oft altmodisch mit langen Dozentenvorträgen.
Finanztest hat neun Präsenzkurse untersucht, die jeweils ein bis zwei Tage dauerten, ein Kurs lief über drei Abende. Zusätzlich wurde auch ein Onlinekurs mit acht Einheiten, die in zehn Wochen absolviert werden, untersucht. Zielgruppe sind in den meisten Fällen Menschen mit Erfahrung in Marketing, Vertrieb und Public Relations. Doch der Test zeigt, dass auch Neulinge in diesen Seminaren gut aufgehoben sind.
Der ausführliche Test Kurse zu Social Media Marketing ist in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online veröffentlicht.
Ergebnisse des Tests online abrufen (gebührenpflichtig)...
Mitarbeiter-Qualifizierung sichert Wettbewerbsvorsprung
Die Bedeutung betrieblicher Weiterbildung wird von der Politik oft betont, doch die Realität in den Betrieben sieht häufig anders aus.
Ermitteln Sie Ihren Bildungsbedarf
Erstellen Sie eine systematische Bestandsaufnahme über bereits geplante oder laufende Weiterbildungsmaßnahmen und über den konkreten Bildungsbedarf Ihrer Mitarbeiter. Die Mitarbeiter sollten sich ihre Seminare möglichst nicht alleine und ohne Absprache mit dem Vorgesetzten und der Personalabteilung aussuchen. Es besteht sonst die Gefahr, dann nur persönlichen Vorlieben zu folgen. Notwendige, eher unbeliebte Themen werden so eventuell vernachlässigt.
Achten Sie auf eine individuelle Anpassung der Seminarinhalte
Oft nehmen Mitarbeiter an Standardseminaren teil, ohne im Vorfeld zu prüfen, ob die Inhalte auch wirklich den persönlichen Weiterbildungsbedürfnissen entsprechen. Nur, wenn die Inhalte zu den konkreten Herausforderungen und Themen am Arbeitsplatz passen, ist ein nachhaltiger Lernerfolg und damit eine effektive Investition erreichbar. Sprechen Sie also sehr genau über die Bedürfnisse des Mitarbeiters und die Ausgestaltung des Seminarprogramms.
Nehmen Sie beliebte Seminare aus den offenen Bildungskatalogen von Kammern, Verbänden und anderen großen Bildungsanbietern genau unter die Lupe
Es sind nicht unbedingt die bei den Mitarbeitern beliebten und häufig ausgebuchten Seminare die beste Wahl. Ausschlaggebend für die Auswahl sollte immer die Passgenauigkeit des Angebots und der Inhalte sein. Prüfen Sie daher genau, ob die »Lieblingsseminare« Ihrer Mitarbeiter auch wirklich die relevanten sind.
Überprüfen Sie die Qualität der Maßnahmen
Viele Angebote sind in ihren Inhalts- und Leistungsbeschreibungen austauschbar. Vorab können Sie meist keine Aussage über die zu erwartende Qualität treffen. Achten Sie deshalb auf Empfehlungen von fachlichen Kollegen aus anderen Betrieben und lassen Sie sich von den in Frage kommenden Anbietern Vergleichsangebote schicken. Oftmals besteht auch die Möglichkeit, den Trainer vorher persönlich kennen zu lernen und mit ihm über die Inhalte zu sprechen.
Wie erreichen Sie eine nachhaltige Wirkung der besuchten Seminare?
Das Thema Nachhaltigkeit und Praxistransfer ist ein breit diskutiertes Thema in der Weiterbildungsbranche und nicht alle Anbieter erbringen hier eine gute Leistung. Lassen Sie sich genau erklären, wie der Trainer den Praxisbezug im Seminar und eine nachhaltige Wirkung des Gelernten erreichen will. Widmen Sie der Nachbereitung daher die gleiche Aufmerksamkeit wie der Planung von betrieblichen Bildungsmaßnahmen. Achten Sie darauf, dass alle Beteiligten - vom Trainer über die Mitarbeiter bis zu den Vorgesetzten - verbindliche Vereinbarungen über Ziel, Inhalte und Anwendung des Lernstoffs treffen. Nur vom Betrieb durch schriftliche Umfragen nach dem Seminar überprüfte und von den Vorgesetzten im Arbeitsalltag eingeforderte Fähig- und Fertigkeiten entfalten ihre Wirkung und gewährleisten einen effizienten Einsatz der Mittel.
QUELLE: Nach einer PM von Michael Fridrich
Multinationale Studie zur Weiterbildungsfinanzierung: Eigenanteil in Österreich am höchsten
Der eigene Beitrag der Lernenden zur Weiterbildung ist in Österreich am höchsten im Vergleich zu Finnland, Schweden, Großbritannien und Australien, zeigt eine aktuelle Vergleichsstudie des Instituts für Höhere Studien (IHS), die auf einer Veranstaltung der Arbeiterkammer Wien präsentiert wurde. Der hohe Kostenanteil Privater führt dazu, dass niedrig Qualifizierte und Ältere sich weniger stark an Weiterbildung beteiligen können als in den Vergleichsländern.
»In Österreich gibt es durchaus Potenzial für die Qualifizierung zusätzlicher Fachkräfte«, so Melitta Aschauer (AK Wien), »aber dafür muss noch mehr getan werden.« Seit diesem Jahr ist das Nachholen von Basisqualifizierung und des Hauptschulabschlusses kostenlos. Als nächstes fordert die AK, dass das Nachholen eines Lehrabschlusses und die Berufsreifeprüfung kostenlos werden.
2,6 Milliarden Euro für Weiterbildung
In Österreich werden im Jahr 2,6 Milliarden Euro für Weiterbildung aufgewendet (zu Preisen von 2009), ergibt die IHS-Studie. Davon zahlen die Lernenden 530 Millionen oder mehr als ein Fünftel (21 Prozent) selbst. Das ist der höchste Anteil Privater im Vergleich mit Finnland (8 Prozent), Schweden (8 Prozent), Großbritannien (6 Prozent) und Australien (5 Prozent). Und: Der Anteil der staatlichen Finanzierung (hier von Bund und Ländern) ist in Österreich mit acht Prozent der geringste in den verglichenen Ländern, während die Unternehmen immerhin ein Drittel (34 Prozent) zahlen.
In die Finanzierungslücke springt in Österreich der Arbeitsmarktservice (österreichische Arbeitsverwaltung; die Redaktion) mit Schulungen für Arbeitssuchende ein. Er zahlt ein Drittel (37 Prozent), nur in Finnland ist der Anteil der Arbeitsmarktpolitik an der Finanzierung der Weiterbildung mit 41 Prozent ähnlich. Wer in Österreich weiterlernen will, muss entweder arbeitslos sein oder ist auf sich selbst oder auf die Finanzierung durch die Firma angewiesen. Die Konsequenz: An Weiterbildung beteiligen sich bei uns hauptsächlich besser Qualifizierte und Jüngere.
Wer in Österreich eine Weiterbildung macht
Mit maximal Pflichtschulabschluss machen in Österreich 18 Prozent eine Weiterbildung, in Finnland aber 34 Prozent, in Schweden 52 Prozent und in Großbritannien 28 Prozent. Von den über 55-Jährigen sind in Österreich 25 Prozent in Weiterbildung, in Finnland 37 Prozent, in Schweden 60 Prozent und in Großbritannien 33 Prozent.
(11.05.2012, prh)
Studie herunterladen (PDF, 59 Seiten)
Bildungspreis: Deutschlands klügstes Unternehmen gesucht
Erstmalig wird unter Deutschlands Unternehmen der Wettbewerb um das beste betriebliche Bildungs- und Talentmanagement ausgerufen
EuPD Research und die TÜV SÜD Akademie haben den Deutschen Bildungspreis für Unternehmen ins Leben gerufen. Unter www.deutscher-bildungspreis.de können sich ab sofort alle Unternehmen bewerben, die die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter professionell vorantreiben und ein systematisches Talentmanagement besitzen. Gleichzeitig erscheint der Studienband mit Informationen zum Qualitätsmodell und zahlreichen Expertengesprächen.
Herausforderung neue Arbeitswelten
Der Wandel zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft und die Globalisierung stellen neue Herausforderungen an Unternehmen und Arbeitskräfte. Gleichzeitig rücken durch den demografischen Wandel immer weniger qualifizierte Arbeitskräfte nach und stellen neue Anforderungen an den Arbeitsplatz. Im Spannungsfeld dieser Entwicklungen stehen Unternehmen und kämpfen um wirtschaftlichen Erfolg und qualifizierte Arbeitskräfte.
Die Potenziale jedes einzelnen Mitarbeiters zuverlässig zu entdecken, lebensphasenübergreifend zu fördern und effektiv zu nutzen, stellt deshalb die zentrale Herausforderung dar, um als Unternehmen auch in Zukunft erfolgreich zu sein.
Vom Lippenbekenntnis zum Vorbild
Nur mit einer ganzheitlichen Betrachtung von Lernen und Qualifizieren wird es gelingen, Menschen besser und länger in ein befriedigendes, erfolgreiches und produktives Arbeitsleben zu integrieren und damit nicht nur die Arbeitsleistung zu optimieren, sondern auch ihr Wohlergehen zu fördern. Der Deutsche Bildungspreis soll dafür sensibilisieren und statt häufig gehörter Lippenbekenntnisse umfangreiche Praxiserfahrungen und vorbildliche Lösungen für die Weiterbildung der Mitarbeiter an die Öffentlichkeit bringen.
Die Preisträger werden im Frühjahr 2013 bekannt gegeben und feierlich ausgezeichnet.
Kategorien und Bewertungskriterien
Der Deutsche Bildungspreis für Unternehmen wird in vier Kategorien vergeben:
1. Große Unternehmen aus Gewerbe & Produktion ab 500 Mitarbeitern
2. Kleine und mittelständische Unternehmen aus Gewerbe & Produktion bis 500 Mitarbeitern
3. Große Unternehmen im Bereich Dienstleistung ab 500 Mitarbeitern
4. Kleine und mittelständische Unternehmen im Bereich Dienstleistung bis 500 Mitarbeiter
5. Innovationspreis
Bewerbungsablauf
Interessenten können ab sofort online unter www.deutscher-bildungspreis.de einen 20-seitigen Qualifizierungsbogen ausfüllen. Ein neunköpfiger Expertenbeirat begutachtet und bewertet alle eingehenden Bewerbungen und wählt in den fünf Preiskategorien jeweils die Top 3 für die Finalrunde aus. Alle 15 Finalisten erhalten ein kostenloses Audit Bildungs- und Talentmanagement. Nach den durchgeführten Audits entscheidet der Beirat über die Vergabe der Preise. Der Beirat ist damit Garant für die Qualität und Objektivität des gesamten Bewerbungs- und Auswahlprozesses und sichert die Validität des zugrunde liegenden ganzheitlichen Qualitätsmodells.
QUELLE: Nach einer Mitteilung des Deutschen Bildungspreises (08.05.2012, prh)
Weitere Informationen, Bewerbungsunterlagen und Kontakt
Brandenburg: Erfolgsmodell Bildungsscheck
Die Akzeptanz des lebenslangen Lernens nimmt stetig zu und viele Beschäftigte wollen sich beruflich weiterqualifizieren. Oftmals scheitert die Weiterbildung an den Kosten. Seit 2009 steht mit dem Brandenburger Bildungsscheck ein Förderinstrument des Arbeitsministeriums und des Europäischen Sozialfonds zur Verfügung, das Bildungsinteressierte bei der Finanzierung von Weiterbildungsmaßnahmen unterstützt.
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit Hauptwohnsitz in Brandenburg, die in den letzten sechs Monaten keine betrieblich bedingte Fortbildung besucht haben, können einen Zuschuss von maximal 500 Euro für ihre individuelle berufliche Weiterbildung einsetzen. Vor Antragstellung müssen sich Bildungsinteressierte telefonisch oder persönlich beraten lassen, um beispielsweise Antrags- und Abrechnungsmodalitäten zu klären.
Wer noch kein konkretes Bildungsziel vor Augen hat, kann sich von den Bildungsberaterinnen der Weiterbildungsdatenbank Brandenburg unterstützen lassen. Die Bildungsberatung ist vertraulich, anbieterneutral und kostenfrei. Einen guten Überblick über die Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt auch die tagesaktuelle Weiterbildungsdatenbank. Hier sind über 33.000 Bildungsangebote in Brandenburg und Berlin von über 1.000 Bildungsanbietern enthalten.
Auf Grund des derzeitigen Maßnahmezeitraumes müssen die aktuell geförderten Weiterbildungen spätestens am 30.06.2013 beendet sein. Für Weiterbildungsanbieter bedeutet das, dass der Bildungsscheck spätestens am 30.12.2013 zur Abrechnung (Online-Antrag über das LASA Portal) bei der LASA Brandenburg GmbH eingereicht werden muss.
Mitte des Jahres wird es eine Veränderung im Bildungsscheckverfahren geben. Wir werden zu gegebener Zeit darüber informieren.
(07.05.2012, prh)
Nach einer Meldung der Weiterbildungsdatenbank Brandenburg
Infoflyer Brandenburger Bildungsscheck (PDF, 2 Seiten)
siehe auch: Über 3.300 Bildungsschecks ausgegeben
Lernen für den Job: Berufliche Weiterbildung für Arbeitnehmer
Lebenslanges Lernen wird im Berufsleben immer wichtiger. Für Arbeitnehmer gibt es viele Gründe, an den zahlreich angebotenen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen.
Unter »beruflicher Weiterbildung« werden Maßnahmen zusammengefasst, die dem Arbeitnehmer dazu dienen, seine beruflichen Fähigkeiten auszubauen oder sich neue anzueignen. Anbieter von Weiterbildungsmaßnahmen gibt es wie Sand am Meer. Zwar setzen manche Angebote die Anwesenheit des »Lernenden« im Seminarraum oder Hörsaal voraus, in vielen Fällen ist es aber möglich, fast ausschließlich per Fernunterricht oder Internet zu lernen.
Freistellung für die Weiterbildung
Die meisten Bundesländer unterstützen Arbeitnehmer, indem sie ihnen das Recht auf einige Tage Bildungsurlaub gewähren - meist fünf Tage pro Jahr. Um Anspruch zu haben, muss die Weiterbildungsmaßnahme jedoch vom jeweiligen Bundesland anerkannt sein.
Tarifliche Regelungen
Oft enthalten auch Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen Regelungen zur Weiterbildung der Arbeitnehmer. Gerade bei teureren Maßnahmen wie einem mehrjährigen Studium kann es sich lohnen, eine Vereinbarung mit dem Arbeitgeber zu schließen. Beteiligt sich dieser an den Kosten für die Weiterbildung oder übernimmt sie ganz, wird in der Regel ein entsprechender Arbeitsvertrag geschlossen. In diesem bindet sich der Angestellte für einen bestimmten Zeitraum an das Unternehmen und muss in der Regel einer Rückzahlungsklausel zustimmen, sollte er frühzeitig kündigen oder verschuldet Anlass zur Kündigung geben.
(04.05.2012, prh)
QUELLE: Nach einer Meldung der D.A.S.-Versicherung
Übersicht der Bildungsurlaubsregelungen
E-Learning auf dem Prüfstand
Studie der Uni Graz zeigt, was Studierende wirklich wollen
Lernen wo, wann und wie man will: E-Learning ist als Prozess des eigenständigen, selbstgesteuerten Wissenserwerbs seit mehr als zehn Jahren fixer Bestandteil der Lehre an der Karl-Franzens-Universität. Eine neue von PsychologInnen der Uni Graz österreichweite Studie hat nun erhoben, wie heimische Studierende diese didaktische Methode bewerten und welche Bedürfnisse beziehungsweise Kritikpunkte es von ihrer Seite dazu gibt. Das Ergebnis von »eStudy - e-Learning im Studium«: E-Learning allein reicht Studierenden nicht. Sie wünschen sich vielmehr eine ausgewogene Mischung zwischen Online- und Präsenzlehre sowie entsprechende e-Learning-Kenntnisse der Vortragenden.
Rund 2.000 Studierende aus allen an Österreichs Universitäten und Fachhochschulen angebotenen Fachbereichen wurden in der von Univ.-Prof. Dr. Manuela Paechter geleiteten Studie über eineinhalb Jahre lang in ihren Lerngewohnheiten begleitet. »Wie erwartet, schätzen Studierende am e-Learning vor allem die Flexibilität«, berichtet Paechter vom Arbeitsbereich Pädagogische Psychologie der Uni Graz. »Wenn es aber um das Erwerben von sozialer oder anwendungsbezogener Kompetenz geht, ist für sie der direkte Kontakt mit den Vortragenden unersetzlich.«
Obwohl Online-Tools die Lehre bereichern, sieht Pächter noch Verbesserungspotenzial, konkret was Organisation und Motivation der Studierenden angeht: »E-Learning setzt gutes Selbstmanagement und profunde Kenntnisse der eigenen Lernpersönlichkeit voraus«, gibt sie zu bedenken. »Hier sind pädagogische Maßnahmen von Bildungseinrichtungen und der Familie bereits ganz früh gefragt, um Kinder auf ihre Lernzukunft ausreichend vorzubereiten.« Auch die Vortragenden an Universitäten und Fachhochschulen müssten den Fokus stärker auf den fassbaren Nutzen für die Studierenden legen, um deren Motivation zu steigen: »Wir müssen ihnen bereits im Vorfeld besser aufzeigen, welche Kenntnisse und Fähigkeiten sie sich durch das erworbene Wissen aneignen werden.«
Studierende wünschen sich eine ausgewogene Mischung zwischen Online- und Präsenzlehre - das ergab die neue Studie.
E-Learning ist die Nutzung von online bereitgestellten Inhalten in Kombination mit virtueller oder persönlicher Interaktion der Lehrenden und Lernenden. Die Verbindung aus Lehre im Netz und Lehre im Hörsaal nennt sich »Blended Learning«, eine Methode, die an der Uni Graz bereits quer durch alle Fakultäten vielfach umgesetzt wird. Besonders in wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fächern ist e-Learning weit verbreitet.
(02.05.2012, prh)
Thüringen startet Weiterbildungsinitiative
Am 2. Mai startet die Aus- und Weiterbildungsinitiative »Thüringen braucht dich.« von Thüringer Wirtschaftsministerium und Bundesagentur für Arbeit, unterstützt von Kammern, Verbänden und Gewerkschaften. Im Rahmen der Initiative sollen in den kommenden Monaten gezielt junge Thüringerinnen und Thüringer ohne Berufsabschluss für eine Aus- oder Weiterbildung gewonnen werden. Im Freistaat haben rund 20.000 junge Menschen unter 35 Jahren keine abgeschlossene Ausbildung, rund die Hälfte von ihnen ist arbeitslos.
»Das Thema Beschäftigung und Qualifizierung entscheidet über die Zukunft unseres Landes«, sagte Wirtschaftsminister Matthias Machnig heute zum Anliegen der Initiative. Es gehe darum, alle Beschäftigungsreserven zu heben und jungen Leuten eine neue berufliche Perspektive in Thüringen zu geben. Ziel sei es, im ersten Jahr zusätzlich einige Hundert Jugendliche und junge Erwachsene für eine Berufsausbildung, Qualifizierung oder Weiterbildung zu gewinnen und sie so als Arbeits- und Fachkräfte für die Unternehmen im Land zu halten.
Die Initiative zielt vor allem auf die geburtenstarken Jahrgänge der zwischen 1976 und 1988 Geborenen ab, für die in den ersten anderthalb Jahrzehnten nach der Wende in Thüringen nicht genügend Ausbildungs- und Arbeitsplätze zur Verfügung standen. Heute verfügt ein Teil dieser Generation deshalb nur über geringe oder nicht verwertbare berufliche Qualifikationen.
Enthalten sind Angebote für die Erstausbildung, Weiterbildung und Zusatzqualifizierung, die über die Arbeitsagenturen, die Kammern und die Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung (GfAW) abgesichert werden.
Um Information und Zugangsmöglichkeiten zu diesen Angeboten zu verbessern, wird eine Servicestelle bei der Thüringer Agentur für Fachkräftesicherung (ThAFF) eingerichtet, die unter der kostenlosen Telefonnummer 0800. 6 999 777 zu erreichen ist. In allen Arbeitsagenturen und Jobcentern, den Kammern und der GfAW stehen konkrete Ansprechpartner als Programmbegleiter und Programmkoordinatoren zur Verfügung.
(02.05.2012, prh)
Umfrage: Zu wenig Weiterbildung für Automobil-Ingenieure
Technische Fach- und Führungskräfte in der Automobilbranche erhalten nicht genügend Weiterbildung. Dieser Meinung ist mehr als ein Drittel (33,7 Prozent) der Geschäftsführer und Personalverantwortlichen von Unternehmen aus der Automobilindustrie, die das VDI Wissensforum im Rahmen der Umfrage »VDI-educating II« befragt hat. 22,9 Prozent geben sogar an, dass es in ihrem eigenen Unternehmen nicht ausreichend Weiterbildungsangebote gibt.
Zwar sind fast alle befragten Geschäftsführer und Personaler in der Automobilindustrie überzeugt, dass die Qualifikation der Mitarbeiter für ihr Unternehmen ein wichtiger Wettbewerbsvorteil ist (97,6 Prozent) und Weiterbildung maßgeblich zum Unternehmenserfolg beiträgt (96,3 Prozent). Allerdings geben nur knapp drei von vier (74,7 Prozent) der Befragten an, ihren Mitarbeitern ausreichend Weiterbildung zu bieten.
»Dieses Ergebnis ist nicht nachvollziehbar«, sagt Timo Taubitz, Geschäftsführer des VDI Wissensforums. »Erstaunlicherweise erkennen so gut wie alle Geschäftsführer und Personaler den hohen Stellenwert der Weiterbildung an – jedoch handeln nicht alle auch entsprechend konsequent. Nur wer den Worten auch Taten folgen lässt, bleibt am Puls der Zeit und damit wettbewerbsfähig.«
2010 hatte das VDI Wissensforum bereits technische Fach- und Führungskräfte in verschiedenen Branchen nach ihrer Weiterbildungssituation befragt. In der Automobilindustrie hatte mehr als die Hälfte (52,6 Prozent) die Fortbildungsmöglichkeiten für nicht ausreichend gehalten. Befragt nach den möglichen Gründen für diese Aussage, geben nun mehr als ein Drittel (33,7 Prozent) der Geschäftsführer und Personaler zu, dass diese Einschätzung verständlich ist, da tatsächlich weniger Weiterbildung angeboten wird als nötig ist. Zwei Drittel (69,9 Prozent) sind dagegen der Meinung, das Weiterbildungsangebot werde von den Mitarbeitern geringer wahrgenommen als es tatsächlich ist. 47 Prozent sagen, dass andere Unternehmen offenbar weniger in Weiterbildung investieren als sie selbst.
Fachkompetenz ist und bleibt am wichtigsten
Einig sind sich die Geschäftsführer und Personalverantwortlichen darüber, welche Art von Schulung am wichtigsten ist: 85,5 Prozent der Befragten sehen die Fachkompetenz als wichtigste Kompetenz an (Platz eins oder zwei der angestrebten Weiterbildungsmaßnahmen). Danach folgen mit Abstand Soziale Kompetenz (32,5 Prozent), Unternehmerische Kompetenz (30,1 Prozent) und Personale Kompetenz (25,3 Prozent). »Die Bewertung zeigt, dass Fachkompetenz die wichtigste Voraussetzung ist und bleibt, um mit den aktuellen technischen Entwicklungen mitzuhalten«, kommentiert Taubitz das Ergebnis.
Mit Blick auf die Zukunft bewerten die Befragten Weiterbildung als wichtigsten Faktor, um qualifizierte Mitarbeiter zu halten: 92,8 Prozent geben an, dass dies das Mittel der Wahl sei.
81,9 Prozent nutzen zudem Prämien, um Mitarbeiter an sich zu binden, ebenfalls 81,9 Prozent bieten flexible Arbeitszeitmodelle. 67,5 Prozent legen Wert auf die Unterstützung zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, 66,3 Prozent gewähren Zuschüsse zur Mitarbeiterversorgung.
Mit Weiterbildung dem demographischen Wandel begegnen
Bereits jetzt für die Qualifizierung von morgen zu sorgen, spielt auch unter dem Gesichtspunkt des demographischen Wandels eine entscheidende Rolle. Denn dieser wird sich nach Meinung der Geschäftsführer und Personalverantwortlichen in den kommenden zehn Jahren eindeutig negativ auswirken: 85,5 Prozent sehen zukünftig Probleme beim Recruiting von Nachwuchsingenieuren – gefolgt vom Verlust des Know-hows von Ingenieuren, die in Rente gehen (79,5 Prozent). Fast die Hälfte der Befragten (48,2 Prozent) sehen Probleme darin, Senior-Ingenieure halten zu können. Nur 21,7 Prozent erachten es als schwierig, die bereits eingestellten Ingenieure zu qualifizieren.
»Wenn Unternehmen Weiterbildungsmöglichkeiten als wichtigstes Mittel sehen, um gute Mitarbeiter zu halten und gleichzeitig befürchten, Probleme beim Recruiting und beim Verlust von Know-how zu bekommen, liegt es auf der Hand, dass sie schon heute für morgen qualifizieren sollten«, sagt Taubitz.
Hintergrund
VDI-educating ist die Weiterbildungsinitiative des VDI Wissensforums. Die Umfrage »VDI-educating II« wurde unter 500 Geschäftsführern und Personalverantwortlichen in sieben Ingenieursbranchen durchgeführt (Automobil, Maschinen- und Anlagenbau, Kunststoffindustrie, Prozessindustrie, Energie, Landtechnik und Bautechnik). 2010 wurde die erste Umfrage »VDI-educating« unter technischen Fach- und Führungskräften derselben Branchen durchgeführt.
(30.04.2012, prh )
Zu den Ergebnissen der Umfrage (PDF, 4 Seiten)
5. ProfilPASS-Beratertag zum Thema Online-Beratung
Am 24. April 2012 fand in Bonn der 5. ProfilPASS-Beratertag statt. 90 ProfilPASS-Beratende aus dem ganzen Bundesgebiet tauschten sich über die Einsatzmöglichkeiten dieses Instruments zur Kompetenzermittlung aus. Dabei stand insbesondere die Online-Beratung mit dem E-ProfilPASS im Vordergrund.
Eröffnet wurde der ProfilPASS Beratertag von Willi Kräuter vom Bildungsministerium des Saarlandes. Er lobte anlässlich der zehnjährigen Geschichte des ProfilPASS die Arbeit aller Beteiligten und verwies auf die beachtliche Entwicklungsgeschichte des ProfilPASSes. »Wir haben mit dem ProfilPASS ein Instrument geschaffen, das Menschen in Umbruchsituationen dazu verhilft, ihre Stärken in den Blick zu nehmen und ihr Leben mit mehr Selbstvertrauen zielgerichtet zu gestalten.« Außerdem dankte er dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, mit dessen Förderung das ProfilPASS-System erst entwickelt werden konnte, dem W. Bertelsmann Verlag als langjährigem Vertriebspartner sowie helliwood media & education, die den E-ProfilPASS geschaffen haben.
Das neue Instrument E-ProfilPASS, das seit Februar 2012 am Markt ist, erweitert die Möglichkeiten des bisherigen Instrumentes, Menschen auf dem Weg der eigenen Kompetenzbilanzierung professionell zu begleiten. »Die Möglichkeiten des neu entwickelten E-ProfilPASS werden insbesondere diejenigen ansprechen, denen die Flexibilität einer Online-Beratung entgegen kommt«, betonte Kräuter.
Ralf Kulessa vom ver.di.-Forum Nord e.V., selbst ProfilPASS-Berater und Vertreter eines Dialogzentrums für den ProfilPASS, erklärte zum Abschluss der Tagung: »Der Beratertag ist für mich jedes Jahr ein Ort der Inspiration und des kollegialen Austauschs. Hier bekomme ich immer sehr viele Anregungen für meine Praxis.«
Die Tagung wurde vom ProfilPASS-Konsortium aus dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE) und dem Institut für Entwicklungsplanung und Strukturforschung (ies) gemeinsam mit der Servicestelle ProfilPASS am DIE ausgerichtet. Sie wurde im Rahmen des Projektes unter dem Titel »ProfilPASS in der Wirtschaft« durchgeführt.
Hintergrund
Das ProfilPASS-System wird seit Mai 2006 bundesweit eingesetzt. Weiterbildungseinrichtungen bietet der ProfilPASS ein attraktives Angebot für viele verschiedene Interessengruppen. Das dazugehörige Schulungs- und Qualifizierungskonzept für Weiterbildner und Beratende stellt eine hohe Qualität des Beratungsprozesses sicher. Bis heute sind bundesweit über 3.400 Beraterinnen und Berater für die Arbeit mit dem ProfilPASS zertifiziert.
(27.04.2012, prh)
QUELLE: Deutsches Institut für Erwachsenenbildung
Förderprogramme des Bundesamtes für Güterverkehr gut angenommen
Mit den Förderprogrammen »Aus- und Weiterbildung« (AW) und »De-minimis« (DM) werden Unternehmen des Güterkraftverkehrs gefördert, um bestimmte Weiterbildungsmaßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit oder zum Schutz der Umwelt durchzuführen.
Der Anteil der Förderung des Förderprogramms »Aus- und Weiterbildung« ist nach Angaben des Bundesamtes für Güterverkehr kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) vorbehalten. Hierzu zählen Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro oder einer Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. Euro.
Die seit Januar 2009 bestehenden Förderprogramme werden nach Angaben der Bundesregierung inzwischen gut angenommen: so wurden von den Unternehmen insgesamt über 173.700 Förderanträge DM und AW gestellt. Während in 2011 noch rund 95 Prozent der Mittel abgerufen wurden, wird für 2012 mit einem vollständigen Mittelabfluss gerechnet.
Gefördert werden ausschließlich folgende Maßnahmen:
- betriebliche Ausbildungsverhältnisse zum Berufskraftfahrer / zur Berufskraftfahrerin,
- allgemeine Weiterbildungsmaßnahmen von Beschäftigten in Unternehmen des Güterkraftverkehrs mit schweren Nutzfahrzeugen in Form von Lehrgängen, Seminaren und Schulungen gemäß Anlage zu der genannten Förderrichtlinie.
Großunternehmen, d.h. Unternehmen die nicht zu den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zählen, müssen nachweisen, dass die Zuwendung einen Anreizeffekt hat. Es werden nur Vorhaben gefördert, für die keine Förderung aus anderen öffentlichen Mitteln erfolgt.
(27.04.2012, prh)
Quelle: Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen
Förderprogramme des Bundesamtes für Güterverkehr
Stiftung Warentest testete Englischzertifikate für Fortgeschrittene
Gutes Englisch lässt sich mit zahlreichen Zertifikaten belegen.
Die Stiftung Warentest erklärt, wie sich die Zertifikatsprüfungen der verschiedenen Anbieter voneinander unterscheiden und zeigt, was auf Prüflinge zukommt. Antworten gibt es auch auf die Frage, welche der Zertifikatsanbieter bei den Arbeitgebern bekannt sind.
Insgesamt kamen 32 Zertifikate auf den Prüfstand.
Der Abruf der Testergebnisse ist gebührenpflichtig (Euro 2,50).
(24.04.2012, prh)
Artikel der Stiftung Warentest
Weiterbildungsbeteiligung im Kontext des Alter(n)s
Forschungsprojekt zur Bedeutung von Alters-, Alterns- und Altenbildern als Regulative der Weiterbildungsbeteiligung
Vor dem Hintergrund der Diskussion um die Notwendigkeit von Weiterbildung in und für alternde(n) Gesellschaften soll in dem Projekt WAB an der Münchener Universität der Bundeswehr der der Frage nachgegangen werden, ob und wie gesellschaftlich konstruierte Alters-, Alterns- und Altenbilder handlungsleitende Orientierungen der 1954 bis 1964 Geborenen (den sogenannten »Babyboomern«) in Hinsicht auf die Weiterbildungsbereitschaft dieser Generationen beeinflussen.
Welche Altersbilder sind also im Sinne von »Regulativen der Weiterbildungsbeteiligung« dafür mitverantwortlich, dass Erwachsene in Erwägung ziehen, sich auf Weiterbildungsaktivitäten einzulassen oder nicht? Das Projekt will dabei der Frage nachgehen, ob und wie gesellschaftlich konstruierte Alters-, Alterns- und Altenbilder als ein mögliches wichtiges Regulativ der Weiterbildungsbeteiligung angesehen werden können und wie hiervon handlungsleitende Orientierungen in Hinsicht auf Prozesse lebenslangen Lernens / lebenslanger Bildung beeinflusst werden.
Aktuell hat WAB eine Umfrage gestartet, deren Beantwortung »gute 30 Minuten« dauern kann (siehe Link unten). Sie umfasst im Wesentlichen Fragen zu Ihren Bildungs- und Weiterbildungsaktivitäten, zum Alter und allgemeinen Einstellungen zum Leben.
WAB wird von der Volkswagenstiftung auf drei Jahre gefördert und ist an der Universität der Bundeswehr München angesiedelt. (24.04.2012, prh)
siehe auch: Studien-Teilnehmer gesucht: Lebenslang oder lebenslänglich lernen?
Wiedereingliederung nach Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung
Von den gut 600.000 Menschen, die im Jahr 2009 aus einer Maßnahme der beruflichen Weiterbildung ausgetreten sind, haben sich laut Bundesregierung sechs Monate danach 45 Prozent in einer sozialversicherten Beschäftigung befunden.
Lässt man bei der Berechnung die Teilnehmer außer Betracht, die vor und während der geförderten beruflichen Weiterbildung bereits sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren, beläuft sich der Anteil derer, die sich innerhalb von sechs Monaten nach Abschluss der Maßnahme in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung befanden, auf 39 Prozent, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervorgeht. Danach lag die »Eingliederungsquote der im Jahr 2010 aus Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung ausgetretenen Teilnehmer (ohne Teilnehmer des Sonderprogramms WeGebAU/Qualifizierungsförderung während des Bezugs von Kurzarbeitergeld)« bei 45,1 Prozent. (23.04.2012, prh)
Zur Antwort der Bundesregierung (PDF, 28 Seiten)
siehe auch: Weiterbildungsförderung von Arbeitslosen und Beschäftigten
Umfrage: Lebenslanges Lernen für den Großteil der Erwerbsfähigen unerlässlich
Nach einer Umfrage des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft ist berufliche Weiterbildung über alle Altersklassen hinweg fester Bestandteil der Karriereplanung.
Fast dreiviertel aller Erwerbsfähigen halten lebenslanges Lernen und berufliche Weiterbildung für unverzichtbar oder sehr wichtig. Dies ergab eine repräsentative Umfrage, die im Auftrag des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e.V. (bbw) von GMS, der Gesellschaft für Markt- und Sozialforschung, durchgeführt wurde. In computergestützten Telefoninterviews wurden dabei im Februar über 1.000 bayerische Wahlberechtigte zu ihrer Einstellung zu beruflicher Weiterbildung befragt.
Danach erachten insbesondere überdurchschnittlich viele Selbständige (78 %) sowie Beschäftigte in höheren Positionen (85 %) berufliche Weiterbildung für unerlässlich. Auch für viele ältere Beschäftigte ist eine kontinuierliche Weiterbildung unabdingbar notwendig. In der Altersgruppe der 45 bis 59-Jährigen halten 76 % lebenslanges Lernen und berufliche Weiterbildung für unverzichtbar bzw. sehr wichtig. Sogar bei den Befragten im Alter ab 60 Jahren sind noch 69 % dieser Meinung.
»Diese Ergebnisse zeigen deutlich, dass der demografische Wandel und eine damit verbundene längere Berufstätigkeit in der Gesellschaft angekommen ist«, äußerte Herbert Loebe, Hauptgeschäftsführer des bbw.
Hohe Weiterbildungsbeteiligung
Entsprechend der großen Bedeutung, die dem lebenslangen Lernen entgegengebracht wird, gehören berufliche Weiterbildungen inzwischen über alle Altersklassen hinweg fest zur Berufsweg- und Karriereplanung. 2011 haben 64 % der Erwerbsfähigen (ohne Auszubildende, Studierende und Schüler) an einer beruflichen Qualifizierung teilgenommen und dafür durchschnittlich 57,2 Stunden - also mehr als sieben Arbeitstage - aufgewendet.
Dabei haben Arbeitnehmer der Altersklasse 45-59 ebenso viele Stunden mit Weiterbildung verbracht wie ihre jüngeren Kollegen. Selbst bei den bayerischen Erwerbsfähigen im Alter 60plus nahmen noch 58 % an einer beruflichen Fortbildung teil. Erwartungsgemäß liegt der Anteil derer, die die Fortbildungsangebote wahrgenommen und die meiste Zeit (63,3 Stunden) dafür aufgewendet haben, bei den Selbständigen (70 %) und Beschäftigten in höheren Positionen (74 %). Ungeachtet dessen ist mit 69% die Weiterbildungsbeteiligung bei Beschäftigten in niedrigeren Positionen sehr hoch.
Deutlichen Nachholbedarf in puncto berufliche Weiterbildung haben Frauen. Obwohl beide Geschlechter berufliche Weiterbildungen als gleich wichtig betrachten, nehmen noch immer sehr viel mehr Männer als Frauen an Fortbildungen teil. 2011 nahmen rund 71 % Männer und nur 58% weibliche Erwerbsfähige in Bayern berufliche Qualifizierungsangebote wahr. Auch verwenden weibliche Erwerbstätige im Durchschnitt weniger Zeit auf ihre Weiterbildung als ihre männlichen Kollegen.
Oberste Priorität - Fachkompetenz und ein hoher Praxisbezug
Ganz oben in der Rangliste für eine berufliche Weiterbildung stehen fachliche Gründe (76 %) und die gezielte Erweiterung des Wissens für spezielle Anforderungen (42 %). Es geht vor allem darum, die Kenntnisse auf dem neuesten Stand zu halten und »aktuell zu bleiben«. Gewünscht sind vor allem Qualifizierungen mit einem hohen Praxisbezug. Mitunter erwartet man von der zusätzlich erworbenen Fachkompetenz eine bessere Bezahlung und Aufstiegsmöglichkeiten. Persönliche Gründe (26 %) spielen bei der Entscheidung für eine Fortbildung eine untergeordnete Rolle. Auch die Aspekte der Kostenübernahme durch Arbeitgeber oder Arbeitsagentur.
Die vollständigen Ergebnisse der Befragung können per E-Mail zachmann.christiane@zentrale.bfz.de angefordert werden.
(23.04.2012, prh)
Wer lernt was? - Weiterbildung im europäischen Vergleich
-
Frauen interessieren sich in allen Ländern weit mehr für Fortbildung als Männer
-
Briten lieben Ernährungsthemen, Deutsche wollen lernen, wie man Kinder und Kranke betreut
-
Deutschland liegt bei Kurspreisen im Mittelfeld, Belgier müssen am meisten zahlen
Weiterbildung liegt international im Trend. Auch in Deutschland steigt die Nachfrage kontinuierlich an, im beruflichen wie privaten Bereich. Das große Interesse an persönlicher und beruflicher Weiterentwicklung spiegelt sich auch in den steigenden Suchanfragen bei Springest, einem internationalen Online-Weiterbildungsportal, das gerade in Deutschland gestartet ist, wider. Im April 2012 stiegen die Suchanfragen zu Fortbildungskursen im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent, Tendenz weiter steigend.
Im Weiterbildungsvergleich der Ländern, in denen Springest aktiv ist, zeigen sich Unterschiede bei den Kursvorlieben. Bei anderen Aspekten herrscht großer Gleichklang. So sind es in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden sowie Belgien überwiegend Frauen, die sich für Weiterbildung interessieren. Zwei Drittel aller Informationsanfragen zu einzelnen Kursen stammen von Frauen.
In Deutschland steht die Betreuung der Kleinsten und Kranken hoch im Kurs. Ein anderes Bild zeichnet sich in Großbritannien ab: Die Briten verlangen nach Weiterbildung zu persönlichen Themen. Dort spielen Ernährungskurse eine zentrale Rolle, die allesamt die Top 3 belegen. Und in Belgien dreht sich alles ums Business, wie die Liste der beliebtesten Kurse bei Springest im europäischen Vergleich zeigt:
Deutschland
1. Fachkraft für Frühpädagogik
2. Vorbereitung auf Fachprüfung im Güterverkehr
3. Demenzbetreuung
4. Gebühren- und Kostenrecht für Rechtsanwaltsfachangestellte
5. Visuelles Marketing
Großbritannien
1. Ernährungswissenschaft
2. Nährstoffe-Kurs
3. Diätberatung
4. Fashion-Design und Schneidern
5. Tierpflege
Niederlande
1. Ernährungswissenschaft
2. Weiterbildung zum Ausbilder
3. Logistikmanagement
4. Effektiv kommunizieren
5. Gesundheit und Medizin
Belgien
1. Prozessmanagement
2. Schwarzer Gürtel in Qualitätsmanagement
3. Prozessoptimierung
4. Exzellent in Prozessoptimierung
5. Bildbearbeitung mit Adobe Photoshop CS4
In Hinblick auf die Form der Weiterbildung sind in fast allen genannten Ländern offene Kurse am gefragtesten, für die sich jeder anmelden kann. Die Briten ziehen ein Fernstudium vor. Inhouse- bzw. Incompany-Schulungen erfreuen sich hingegen nirgendwo größerer Beliebtheit als in Deutschland, jede dritte Kursanfrage zielt hierzulande darauf ab.
Bei den Kosten für Weiterbildungskurse liegt Deutschland im Mittelfeld: Einen eintägigen Kurs gibt es hier im Schnitt für 341 Euro. Etwas teurer ist es mit 381 Euro in Großbritannien, die Niederländer bieten preiswertere Weiterbildungen für durchschnittlich 270 Euro. Tief in die Tasche greifen muss man in Belgien, dort werden pro Tag satte 500 Euro fällig. Die billigsten Kurse finden Weiterbildungshungrige in allen genannten Ländern im Bereich Freizeit und Kreativität für durchschnittlich 90 Euro, gefolgt von Sprachen für 98 Euro. Hier lässt sich das mit Abstand größte Kursschnäppchen auf der Insel machen: In Großbritannien kostet ein eintägiger Sprachkurs im Schnitt nur 14 Euro, in Deutschland zahlt man dafür 60 Euro. Management-Kurse sind in allen Ländern mit Kosten von 356 bis 852 Euro am teuersten.
Eine aktuelle Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zur betrieblichen Weiterbildung untermauert ebenfalls das steigende Interesse an Weiterbildung und kommt zu dem Ergebnis: In nur drei Jahren erhöhte sich die Zeit für Weiterbildung in Deutschland um mehr als ein Drittel. Zwischen 2007 und 2010 stieg die Anzahl der Stunden, die jeder Angestellte an Seminaren und Informationsveranstaltungen teilnahm, von 22 auf 30 Stunden. 83 Prozent der befragten Firmen haben 2010 ihre Beschäftigten weitergebildet und so rund 28,6 Milliarden Euro in die Weiterbildung gesteckt.
QUELLE: Nach einer Meldung des Weiterbildungsportals Springest
(20.04.2012, prh)
siehe auch: Die 100 häufigsten Suchworte der letzten drei Monate auf dem InfoWeb Weiterbildung
siehe auch: Weiterbildungsdatenbanken wichtig für die Teilnahmeentscheidung
Weiterbildungsdatenbanken wichtig für die Teilnahmeentscheidung
Weiterbildungsdatenbanken spielen eine bedeutende Rolle bei der Entscheidung für ein Weiterbildungsangebot. Das ist eines der vielen Ergebnisse der Anfang 2012 zum zehnten Mal durchgeführten Online-Umfrage des InfoWeb Weiterbildung (IWWB). Demnach nehmen 18 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer von Weiterbildungsdatenbanken aufgrund der gefundenen Informationen anschließend an einem Kurs teil. Bei regionalen Datenbanken sind es sogar 20 Prozent. Damit sind Weiterbildungsdatenbanken auch aus der Sicht der Veranstalter ein wichtiges Marketinginstrument.
Das IWWB ist ein Angebot des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) im Rahmen des Deutschen Bildungsservers und ermöglicht die Suche nach Weiterbildungsangeboten in mehr als 70 kooperierenden Seminardatenbanken. Die Umfrage wurde von 44 Weiterbildungsdatenbanken unterstützt und hatte insgesamt 2.022 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Anhand der Ergebnisse soll das Angebot der Datenbanken optimiert werden.
Die Umfrage ergab weiterhin, dass 57 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer der Datenbanken in den letzten zwölf Monaten an einer Weiterbildung teilgenommen haben. Im Durchschnitt der erwachsenen Bevölkerung waren dies nur 42 Prozent. Zudem hat sich das Internet als wichtigstes Medium für die Suche nach Weiterbildungsveranstaltungen etabliert: Neben der Suche in den Datenbanken nutzen 85 Prozent der Befragten Suchmaschinen für die Kurssuche. 79 Prozent informieren sich unmittelbar auf den Webseiten der Weiterbildungsanbieter. Langfristig hat auch die Relevanz schriftlicher Informationen und Broschüren der Bildungsanbieter zugenommen: Während bei der ersten Umfrage im Jahr 2002 nur 25 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer angaben, diese Materialien zu lesen, waren es 2012 mit 55 Prozent mehr als doppelt so viele.
In Schulnoten wurden die Weiterbildungsdatenbanken bei zehn Bewertungskriterien im Schnitt wie in den Vorjahren mit der Note 2,4 bewertet. Die regionalen Datenbanken schnitten mit der Note 2,2 besser ab als die überregionalen Angebote (2,5). Mit 1,9 erhielt das Bildungsnetz Mecklenburg-Vorpommern wie in den Vorjahren die beste Note. Weitere Ergebnisse: Mit 62 Prozent nutzen mehr Frauen als Männer Weiterbildungsdatenbanken. Das Durchschnittsalter der Nutzerinnen und Nutzer liegt bei 41 Jahren und ist damit etwas höher als in den Vorjahren, 65 Prozent haben Hochschulreife, 68 Prozent sind Arbeitnehmer, 13 Prozent Selbstständige und 10 Prozent arbeitslos. (19.04.2012, )
Die Ergebnisse der aktuellen und aller bisherigen Umfragen im Überblick und grafisch aufbereitet
Quelle: Pressemitteilung des DIPF


