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Neuigkeiten & Termine

Volkshochschulen Baden-Württemberg: »Der Weiterbildungspakt ist abschlussreif«

VHS baWueDer Volkshochschulverband Baden-Württemberg und die Kirchliche Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung in Baden-Württemberg (KiLAG) sprechen sich für den Abschluss des Weiterbildungspakts noch in diesem Jahr aus. Der Pakt soll die Ziele und Maßnahmen des Bündnisses für Lebenslanges Lernen wie in einem Arbeitsprogramm konkretisieren und operationalisieren.
 
Das Bündnis für Lebenslanges Lernen wurde 2011 auf Empfehlung der Enquête-Kommission des Landtags »Fit fürs Leben in der Wissensgesellschaft« gegründet, um die Zusammenarbeit der verschiedenen Weiterbildungsträger im Land und mit dem Land zu stärken und ein neues Bewusstsein für die große Bedeutung der Weiterbildung zu schaffen.

Nach gründlicher Vorarbeit stehen die Vertreter der Allgemeinen Weiterbildung in den Startlöchern, den nächsten erforderlichen Schritt zu gehen und den Pakt zu unterzeichnen. Sie sehen den Abschluss des Weiterbildungspakts als unverzichtbar an, um die zukunftsweisende Arbeit des Bündnisses fruchtbringend fortzuführen.

Die Arbeitgeberverbände wollen sich an dem Pakt nicht beteiligen. Die Begründung dafür ist für den Volkshochschulverband und die KiLAG sachlich nicht nachvollziehbar. Die Kritik richtet sich nämlich ausschließlich gegen das vom Landtag beschlossene Bildungszeitgesetz, das am 1. Juli 2015 in Kraft getreten ist. Danach haben Beschäftigte im Land Anspruch auf eine Freistellung von bis zu fünf Tagen pro Jahr, um an beruflichen und politischen Weiterbildungen sowie an Qualifizierungen für ehrenamtliche Tätigkeiten teilzunehmen.
 
Die Arbeitgeberseite lehnt das Bildungszeitgesetz nach wie vor ab und forderte bereits öffentlich seine Abschaffung, sollte es zu einem Regierungswechsel kommen. Insofern sei die Verweigerung der Beteiligung am Weiterbildungspakt politisch motiviert, so der Direktor des Volkshochschulverbands Baden-Württemberg Dr. Hermann Huba: »Diese Instrumentalisierung des Weiterbildungspaktes, dessen notwendiger Inhalt doch weit über das Bildungszeitgesetz hinausgeht, müssen diejenigen verantworten, die diesen Weg wählen. Der Volkshochschulverband mit seinen 172 Volkshochschulen und die gesamte Kirchliche Erwachsenenbildung wünschen und erwarten im Interesse der Weiterbildung den Abschluss des Paktes noch in diesem Jahr«.

QUELLE: Nach einer Mitteilung des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg

(27.08.2015, vhsbw/prh)

 

Weiterbildung zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Orizon

Bildung ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg der deutschen Wirtschaft. Allerdings ist mit dem Abschluss der Lehre oder des Studiums der Bildungsprozess in vielen Erwerbskarrieren abgeschlossen. Die berufsbegleitende Weiterbildung spielt im Arbeitsleben bisher nur eine Nebenrolle. Dies ist ein Versäumnis, das sich Deutschland vor dem Hintergrund längerer Lebensarbeitszeiten und ständig steigender Arbeitsanforderungen kaum noch leisten kann. Die Orizon Arbeitsmarktstudie 2015 zeigt, dass ein Problembewusstsein zwar vorhanden ist, es jedoch an der letztendlichen Umsetzung hapert: 94 Prozent der Arbeitnehmer finden Weiterbildung wichtig oder sehr wichtig.

Das Weiterbildungsangebot der Unternehmen ist allerdings ausbaufähig - nur 48,8 Prozent der befragten Arbeitnehmer wurde in ihrem aktuellen oder vorherigen Job die Möglichkeit zur Weiterbildung gewährt. Gleichzeitig zeigen die Arbeitnehmer wenig Initiative, weitere Qualifikationen zu erwerben. Vielen ist ein betriebliches Bildungsangebot nicht bekannt.

Erfolgsfaktor Weiterbildung

»Jobprofile differenzieren sich immer stärker aus und wandeln sich schnell. In der Arbeitswelt der Zukunft muss fachliche Qualifizierung ständig und praxisnah erneuert werden«, gibt Dr. Dieter Traub von Orizon zu bedenken. »Ein funktionierendes Weiterbildungssystem wird für viele Unternehmen zum wichtigen Erfolgsfaktor werden«. Momentan bieten aber noch relativ wenige Arbeitgeber ihren Mitarbeitern Schulungen an. Laut der Orizon Arbeitsmarktstudie 2015 wurden lediglich 48,8 Prozent der Arbeitnehmer in ihrem aktuellen oder vorherigen Job Weiterbildungsangebote gemacht. Dabei überwiegen die positiven Effekte gegenüber den Kosten. »Bildungsangebote machen Mitarbeiter nicht nur fachlich besser. Durch die erfahrene Wertschätzung steigt auch die Motivation und die Loyalität gegenüber dem Unternehmen«, erklärt Traub.

Wollen heißt nicht tun

Die Verantwortung für Weiterbildung liegt aber nicht alleine bei den Arbeitgebern. Auch Arbeitnehmer sollten sich aktiv um Weiterbildung bemühen, um dauerhaft beschäftigungsfähig zu bleiben. Hier zeigt die Arbeitsmarktstudie, in der das Meinungsforschungsinstitut Lünendonk 2.123 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland repräsentativ befragte, allerdings eine Diskrepanz zwischen Einsicht und Konsequenz im Handeln. Obwohl 94 Prozent aller Befragten Weiterbildung als 'wichtig' oder 'sehr wichtig' erachten, gaben 13,1 Prozent der Befragten an, gar nicht zu wissen, ob es Qualifizierungsangebote in ihrer Firma gibt. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass es die Jüngeren (47,2 Prozent der 18 bis 19-Jährigen) und die Älteren, (54,6 Prozent der 60 bis 65-Jährigen) sind, die Weiterbildung als 'sehr wichtig' bewerten. Die einen, um in den Job zu kommen, die anderen, um drin zu bleiben. Für die mittleren Jahrgänge zwischen 30 und 50 Jahre, die sich im Arbeitsleben eingerichtet haben, kommt diesem Thema keine oberste Priorität zu. Deutlich weniger, nämlich nur 39,6 Prozent dieser Generation X, schätzen Weiterbildung als 'sehr wichtig' ein.

Wie wird weitergebildet?

Über die Hälfte der Weiterbildungen finden über externe Schulungen statt (54,8 Prozent). Erstaunlich hoch (29,7 Prozent) ist der Anteil derjenigen, die sich in Eigeninitiative fortbilden. Den größten Anteil der Weiterbildungsangebote machen mit 66,4 Prozent interne Schulungen aus. Nicht unerheblich ist auch der Erwerb von praktischem Wissen aus den täglichen Arbeitsprozessen im Unternehmen. 43,3 Prozent bilden sich durch Learning on the Job weiter. Durch Hospitation in mehreren Abteilungen und Aufgabenfeldern werden praxiserprobte Skills erworben, die Lernkurve wird steil gehalten. Die Arbeitnehmer erhalten einen Überblick über das Zusammenspiel im Unternehmen. »Ähnliche Möglichkeiten bieten wir auch in der Zeitarbeit. Wünscht der Zeitarbeitnehmer dies, kann er in mehreren, flexibel geplanten Einsätzen verschiedene Facetten eines Berufes unter unterschiedlichen Arbeitsbedingungen kennenlernen«, erklärt Traub. So verdichten diese Mitarbeiter ihre Erfahrungen und gewinnen in deutlich kürzerer Zeit eine höhere Expertise. Sie sind offener bei der Lösungsfindung und vielfältiger einsetzbar. »Das ist ein echter Mehrwert für ihre Beschäftigungsfähigkeit«, weiß Traub.

(21.08.2015, prh)

Kurzzusammenfassung der Studienergebnisse (PDF, 6 Seiten)

 

Freie Bildungsmaterialien in der Weiterbildung

Mapping OER

Die Situation von freien Bildungsmaterialien (OER) in Deutschland in den Bildungsbereichen Schule, Hochschule, berufliche Bildung und Weiterbildung im Juni 2015.

Dies ist der letzte Teil der MAPPING OER-Analyse zu freien Bildungsmaterialien in Deutschland. Sandra Schön, Martin Ebner und Martin Schön widmen sich in diesem Kapitel dem Bildungsbereich der Weiterbildung, den sie entlang von vier Schwerpunktthemen – Qualitätssicherung, Qualifizierungsmodelle für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Geschäftsmodelle sowie Lizenzierung und Rechtssicherheit – untersucht haben.

Im Kapitel »Freie Bildungsmaterialien in der Weiterbildung« der Ist-Analyse geht das Autorenteam auf drei ausgewählte Bereiche der Weiterbildung ein: die allgemeine Erwachsenenbildung in Weiterbildungseinrichtungen wie Volkshochschulen und Bildungseinrichtungen der Kirche, das selbstorganisierte Lernen Erwachsener im Sinne des informellen und lebenslangen Lernens sowie die berufliche Weiterbildung im Rahmen betrieblicher Lernangebote.

Trotz zunehmender Digitalisierung, die auch im Weiterbildungsbereich zu beobachten ist, spielen OER im Sinne nennenswerter OER-Initiativen, -Akteure oder -Angebote eine bislang eher untergeordnete Rolle. Gründe dafür sieht das Autorenteam zum einen in der prekären Lage, in der sich eine Vielzahl der in der allgemeinen Erwachsenenbildung tätigen Lehrenden befindet. Eigens erstellte Materialien zur freien Nutzung und Weiterverwendung für konkurrierende Weiterbildnerinnen und Weiterbilder zur Verfügung zu stellen, könnte den eigenen Wettbewerbsvorteil gefährden. Zum anderen spielen im Feld der beruflichen Weiterbildung z.B. wirtschaftliche Interessen der Weiterbildungsanbieter eine Rolle.

(20.08.2015, prh)

Zum Artikel (PDF, 29 Seiten)

Projektinformationen

 

GEW: »Jetzt Allianz für Aus- und Weiterbildung stärken«

gewGEW-Erklärung zur hohen Zahl junger Menschen ohne Erwerbstätigkeit.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat an Bund und Länder sowie an die Arbeitgeberseite appelliert, die Vereinbarungen der Allianz für Aus- und Weiterbildung zu stärken und sich für nachhaltige Berufsbildungsstrukturen einzusetzen. Zwar weise Deutschland die niedrigste Jugenderwerbslosigkeit in der EU auf.

Mit Blick auf die heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes sei dies aber kein Grund, sich zurückzulehnen, betonte Ansgar Klinger, für Berufliche Bildung und Weiterbildung zuständiges Vorstandsmitglied der GEW. »Der Anteil junger Menschen ohne Berufsausbildung verharrt in Deutschland seit Jahren mit gut 16 Prozent auf hohem Niveau. Er muss dringend verringert werden«, unterstrich Klinger. Es sei ein Skandal, dass sich die Politik in Deutschland im Lichte einer florierenden Wirtschaft zeigt, während gleichzeitig 230.000 junge Erwachsene im Alter von 15 bis 24 Jahren weder erwerbstätig sind noch an Bildungsmaßnahmen teilnehmen.

Klinger wies in diesem Zusammenhang auch auf die Ursachen der massiven Jugendarbeitslosigkeit in der Europäischen Union (EU) hin. Innerhalb der EU sind 4,7 Millionen Jugendliche arbeitslos, die meisten davon in Südeuropa. »Das ist eine Folge der verheerenden Wirtschaftssystemkrise der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrzehnts und der anschließenden Austeritätspolitik«, erklärte Klinger. Dass Deutschland als Staat gelte, der die Krise weitgehend überwunden hat, sei nicht zuletzt ein Verdienst der Sozialpartnerschaft mit den Gewerkschaften in der Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik, so das GEW-Vorstandsmitglied. Klinger forderte, die Politik solle sich stärker dafür einsetzen, nachhaltige Berufsbildungsstrukturen in der EU auch mit den notwendigen finanziellen Ressourcen zu fördern. Diese sollen eine echte Integration in den Arbeitsmarkt sowie eine glaubwürdige Teilhabe junger Menschen in der Gesellschaft ermöglichen.

Hintergrund
Mit einer Erwerbslosenquote von 7,7 Prozent junger Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren liegt Deutschland EU-weit an niedrigster Stelle, der EU-Schnitt beträgt 22,2 Prozent. Die höchsten Erwerbslosenquoten weisen Spanien (53,2 Prozent) und Griechenland (52,4 Prozent) auf.

(11.08.2015, prh)

vergleiche: Deutschland hat die niedrigste Jugenderwerbslosigkeit in der EU

 

Niedersachsen: Fachbeirat Kulturelle Bildung eingesetzt

Land Niedersachsen

Kulturelle Bildung ist ein wesentlicher Bestandteil des Kulturentwicklungskonzepts (KEK) für Niedersachsen. Mit dem Fachbeirat Kulturelle Bildung setzt das Land nun ein neues beratendes Gremium ein, um die kulturelle Bildung in Niedersachsen zu stärken und weiterzuentwickeln. Dadurch wird das Schwerpunktthema strukturell und finanziell mit zusätzlich 100.000 Euro unterstützt.

»Der Fachbeirat für Kulturelle Bildung fördert die Vernetzung und den fruchtbaren Austausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern von Kultur- und Bildungseinrichtungen. Mit seiner Expertise setzt der Fachbeirat wichtige Impulse für die kulturelle Bildung im Land«, sagt Kulturministerin Gabriele Heinen-Kljajić. »Durch kulturelle Bildung können Organisationen insbesondere junge Zielgruppen erreichen und diese in ihrer Persönlichkeitsentwicklung stärken. Mit ihrem integrativen Charakter befördert kulturelle Bildung Vielfalt und Teilhabe«.

Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) unterstützt Projekte kultureller Bildung in allen Sparten, spartenübergreifend sowie über die Landschaften und Landschaftsverbände. Das MWK fördert etwa das Musikalisierungsprogramm »Wir machen die Musik!«, initiiert das Strukturförderprogramm »Kunstschule 2020« und hat zu Beginn des Jahres in Kooperation mit dem Kultusministerium und der Stiftung Mercator das Projekt »SCHULE:KULTUR!« gestartet. Übergreifendes Ziel dieser und anderer Projekte kultureller Bildung ist es, Kinder und Jugendliche für kulturelle Aktivitäten und kreatives Schaffen zu begeistern. Der Fachbeirat berät das MWK künftig zum Themenkomplex kulturelle Bildung. Von 2016 an wird er mit einem Innovationsfonds in Höhe von 100.000 Euro pro Jahr zur Förderung der kulturellen Bildung in Niedersachsen ausgestattet.

Zentrale Aufgaben des Fachbeirats Kulturelle Bildung in Niedersachsen sind u.a.:

  • über ein niedersächsisches Gesamtkonzept zu beraten, innerhalb dessen die diversen Einzelprojekte einander befördern und konstruktiv ergänzen
  • Initiativen und Organisationen der kulturellen Bildung in Niedersachsen zu vernetzen
  • qualifizierte Praxis kultureller Bildung in Kulturarbeit und Schule zu sichten und zu sammeln
  • gelungene Kooperationsbeispiele zusammenzutragen
  • niedersächsische Projekte und Initiativen der kulturellen Bildung in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen sowie
  • modellhafte Projekte zu fördern

In einer ersten Bestandsaufnahme soll der Fachbeirat die Besonderheiten kultureller Bildung in Niedersachsen herausarbeiten. Wichtige Leitfragen lauten hierbei u.a.: Welche Akteure und Einrichtungen kultureller Bildung existieren in den Städten und auf dem Land? Was ist das Besondere an der Kulturellen Bildung in Niedersachsen? Was sind die Innovationen in diesem Bereich? Wo werden Handlungsnotwendigkeiten gesehen?


QUELLE: Nach einer Mitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (11.08.2015, prh)

 

Angestellte fühlen sich bei der Karriereplanung allein gelassen

DUWDUW-Monitor Karriereplanung: Nur jeder zweite Angestellte profitiert von Personal- und Entwicklungsgesprächen. 

Aus Fehlern lernen, sich weiterentwickeln und die Karriereleiter höher steigen - Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wollen im Job nicht auf der Stelle treten. Längst nicht alle können jedoch mit der Unterstützung des Arbeitgebers rechnen, wenn sie sich weiterentwickeln möchten: Lediglich 57 Prozent der Angestellten in Deutschland führen Personal- und Entwicklungsgespräche. Nur knapp die Hälfte trifft Zielvereinbarungen mit den Vorgesetzten (49 Prozent). Individuelle Begleitung von einer Mentorin oder einem Coach erhalten die wenigsten (15 Prozent). Wer seltener Fördermaßnahmen erhält, ist zudem unzufriedener. Das zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage unter 1.000 Erwerbstätigen im Auftrag der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW).

Arbeitgeber ermöglichen nur jedem zweiten Angestellten regelmäßig eine außerbetriebliche Weiterbildung (51 Prozent). Stattdessen konzentriert sich die berufliche Förderung auf interne Maßnahmen: 65 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten Gelegenheiten, Erfahrungen und Wissen mit Kollegen auszutauschen, 61 Prozent können regelmäßig an interner Weiterbildung teilnehmen. »Entwicklungsgespräche und klare Zielvereinbarungen sollten in modernen Unternehmen selbstverständlich sein - doch aktuell einigt sich nicht einmal die Hälfte der Angestellten mit den Vorgesetzten auf solche 'Meilensteine'«, sagt Dr. Julian Bomert, Kanzler der DUW. »Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden mit ihrer Karriereplanung zu oft allein gelassen. Bewährte Methoden wie das Mentoring und Coaching kommen viel zu selten zum Einsatz. Dabei spielen sie besonders bei der Förderung von Talenten, also künftigen Leistungsträgern und Führungskräften, eine bedeutende Rolle«.

Unzufrieden mit Vorgesetzten, die sich nicht kümmern

Den Angestellten ist klar: Ohne Fördermaßnahmen bleiben berufliche Erfolge aus. Fast jeder dritte Erwerbstätige (31 Prozent) ist der Meinung, dass Arbeitgeber die Karriere zu wenig unterstützen. »Die Forsa-Befragung hat zudem einen Zusammenhang zwischen Angeboten zur beruflichen Weiterentwicklung und Zufriedenheit im Job aufgedeckt: Wer von Vorgesetzten in Sachen Karriereplanung nicht ausreichend gefördert wird, ist unzufriedener als diejenigen, die Unterstützung erhalten«, sagt Bomert.

Florian Schramm, Professor für Personalwirtschaft an der Universität Hamburg, rät Angestellten daher, bei Vorgesetzten Unterstützung einzufordern: »Wer seine Karriere vorantreiben will, muss selbstbewusst auftreten und sich aktiv einbringen - nur dann wird sie oder er wahrgenommen«. Wer es nicht schaffe, seinen Arbeitgeber »aus der Reserve zu locken«, orientiere sich schnell um, so Michael Donat, Mitglied der Geschäftsleitung von Sopra Steria Consulting: »Heutige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer machen ihre Karriereplanung nicht mehr bedingungslos vom Unternehmen abhängig, sondern nehmen sie selbst in die Hand. Bietet ein anderer Arbeitgeber mehr, zögern sie nicht lange und wechseln«.

Akademische Weiterbildung - Karrieremotor für die Jüngeren

Vor allem die jüngeren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind zielorientiert, wenn es um ihre Karriere geht. Von den 18- bis 35-Jährigen würden 42 Prozent bei einem Jobwechsel den Arbeitgeber vorziehen, der ihnen eine akademische Weiterbildung ermöglicht. Während Jüngere viel Wert auf akademische Abschlüsse wie einen Master oder ein Hochschulzertifikat legen, ist das Weiterbildungsangebot für die Älteren weniger ausschlaggebend für einen Arbeitgeberwechsel. »Innovative Arbeitgeber gehen auch auf die Bedürfnisse jüngerer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Sie unterstützen sie auf ihrem Karriereweg, reagieren mit veränderten Arbeitsbedingungen und einer modernen Unternehmenskultur. Wer hier Chancen vergibt, verliert im 'War for Talents'«, sagt Matthias Zeuch, Leiter der internationalen Beratungsgesellschaft HRMnext.

Schlüssel zum Erfolg: Theorie mit Praxisbezug

Egal ob alt oder jung - wenn es um die Inhalte von Weiterbildungsangeboten geht, setzen Angestellte die gleichen Prioritäten: 65 Prozent plädieren dafür, dass eine akademische Weiterbildung vor allem konkretes Fachwissen für die berufliche Praxis vermitteln soll. Nur etwa jeder Zehnte erwartet theoretische Hintergründe. Gut jeder fünfte Erwerbstätige erkennt den besonderen Vorteil von Weiterbildung und antwortet spontan: Beide Aspekte sind wichtig. »Die Dualität von Praxis und Theorie ist der Königsweg«, betont auch Oliver Maassen, Geschäftsführer der Beratungsagentur Pawlik Consultants. »In der zukünftigen Arbeitswelt spielen vor allem schnell wechselnde Themen und Projekte eine Rolle. Die klassischen längerfristigen Jobs treten in den Hintergrund. Es wird also immer wichtiger, sich über Weiterbildungsangebote kurzfristig und gezielt Know-how für den Berufsalltag anzueignen«.

Hintergrund
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte im April und Mai 2015 im Auftrag der DUW 1.000 Erwerbstätige ab 18 Jahren.


(11.08.2015, prh)

Materialien zur DUW-Studie (PDF, 10 Seiten)

 

Aktuelle statistische Daten zur allgemeinen Weiterbildung 2013

DIE BonnVerbund Weiterbildungsstatistik legt Daten für 2013 vor. 

Zum zwölften Mal legt das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE) statistische Zahlen von vier großen Verbänden der Weiterbildung vor. Die zum »Verbund Weiterbildungsstatistik« zusammengeschlossenen Verbände veröffentlichen jährlich Daten und Fakten zu ihrer Bildungsarbeit. Das kommentierte Tabellenwerk enthält umfassende Informationen zu Rechtsformen, Personal, Finanzierung und Veranstaltungsprofilen der beteiligten Weiterbildungsorganisationen und steht im Internet kostenlos zur Verfügung.

Wichtige Ergebnisse aus der Verbundstatistik 2013 im Überblick

Vorbemerkung: Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten beteiligte sich im Berichtsjahr 2009 nicht an der Erhebung und nimmt seit dem Berichtsjahr 2013 nicht mehr teil. Bei der Interpretation und einem Vergleich der Daten mit Vorjahreszahlen ist dies zu berücksichtigen.

Die für die Verbände AL, DEAEKEB sowie den DVV zentralen statistischen Zahlen für das Berichtsjahr 2013 – hochgerechnet auf Basis verbandsspezifischer Erfassungsquoten (insgesamt 88%) – sind:

  • Die 2.092 Einrichtungen führten 1,1 Millionen Weiterbildungsveranstaltungen durch.

  • Das Zeitvolumen der durchgeführten Veranstaltungen betrug insgesamt 21,1 Millionen Unterrichtsstunden (2012: 21,3 Millionen; 2011: 21,6 Millionen; 2010: 22,1 Millionen; 2009: 21,3 Millionen; 2008: 22,3 Millionen).

  • Die Teilnahme umfasste 18,4 Millionen Fälle (2012: 19,0 Millionen; 2011: 19,1 Millionen; 2010: 19,4 Millionen; 2009: 18,6 Millionen; 2008: 19,5 Millionen).

  • Die eingesetzte Personalkapazität betrug bei den hauptberuflichen Mitarbeitenden 12,6 Tausend Personenjahre (2012: 14,4 Tausend; 2011: 14,1 Tausend; 2010: 14,4 Tausend; 2009: 13,0 Tausend; 2008: 13,5 Tausend).

  • Darüber hinaus waren bei den Einrichtungen 307 Tausend Menschen ehrenamtlich, neben- oder freiberuflich tätig (2012: 311 Tausend; 2011: 314 Tausend; 2010: 297 Tausend; 2009: 276 Tausend; 2008: 269 Tausend).

  • Das Finanzvolumen lag bei 1,5 Milliarden € (2012: 1,6 Milliarden €; 2011: 1,6 Milliarden €; 2010: 1,5 Milliarden €; 2009: 1,4 Milliarden €; 2008: 1,5 Milliarden €). Es wurde zu 27% von den Trägern der Einrichtungen aufgebracht (2012: 25%) und mit 27% durch öffentliche Mittel (2012: 29%) finanziert. Die Teilnehmenden trugen 37% (2012: 35%). Die Einrichtungen warben 10% Drittmittel ein (2012: 11%).

Mit der Verbundstatistik leistet das DIE einen wichtigen Beitrag zur Bildungsberichterstattung in Deutschland und sichert die Transparenz von Anbietern und Angeboten im Feld der öffentlich geförderten Erwachsenenbildung. Die Statistik ist Teil der Infrastrukturleistungen des DIE für Praxis, Forschung und Politik der Weiterbildung.

Mitglieder des Verbundes sind die Deutsche Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (DEAE), die Katholische Erwachsenenbildung Deutschland –Bundesarbeitsgemeinschaft (KEB), der Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben (BAK AL) und der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV). Für das Jahr 2013 wurden die Daten von rund 90 Prozent der in den Verbänden organisierten Bildungseinrichtungen ausgewertet – insgesamt 1.840. Rechnet man die Zahlen auf alle Einrichtungen der Verbundmitglieder hoch, wurden bundesweit 1,1 Millionen Veranstaltungen durchgeführt. Kurse, Seminare, Lehrgänge (799.000) sind die häufigste Veranstaltungsform und haben mit 20 Millionen Unterrichtsstunden und 10 Millionen Teilnahmen den größten Anteil.

Themen

Im Themenspektrum der Veranstaltungen zeigen sich charakteristische Unterschiede im Profil der beteiligten Verbände, die insgesamt Weiterbildungssuchenden ein breites Angebot machen. So finden ein Drittel aller Veranstaltungsstunden bei den kirchlichen Trägerverbänden im Themenfeld Familie-Gender-Generationen statt (DEAE 36%, KEB 31%). Der gewerkschaftlich ausgerichtete Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben hat dagegen die Schwerpunkte seiner Angebote in den Themengebieten Arbeit-Beruf sowie Politik-Gesellschaft (60 bzw. 16%). Volkshochschulen wiederum sind im Sprachenbereich (43%) sowie im Bereich Gesundheit (20%) besonders stark

Finanzen

Insgesamt betrug das Finanzvolumen der Verbundpartner im Jahr 2013 knapp 1,5 Milliarden Euro. Öffentliche Haushalte trugen zur Hälfte zu dieser Summe bei, z.B. durch Zuschüsse der kommunalen Träger von Volkshochschulen, als Mittel der Bundesländer oder des Bundes sowie als SGB- und EU-Mittel. Teilnahmegebühren haben einen Anteil von 38 Prozent am Finanzvolumen.

Personal

Hochgerechnet auf alle Mitgliedseinrichtungen stehen insgesamt 12.600 Stellen (Vollzeitäquivalente) zur Verfügung. Sie verteilen sich zu mehr als 40 Prozent auf pädagogisches Personal und zu rund 44 Prozent auf Verwaltungspersonal. Die Zahl der neben- und freiberuflich sowie ehrenamtlich eingesetzten Personen stieg leicht an auf jetzt rund 257.000 Beschäftigte.

Hintergrund
Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE) ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und die zentrale Einrichtung für Wissenschaft und Praxis der Weiterbildung in Deutschland. Seine Arbeit dient dem gesellschaftspolitischen Ziel, das Lernen und die Bildung Erwachsener auszuweiten und erfolgreicher zu machen. Damit will es die Voraussetzungen schaffen für die persönliche Entfaltung, die gesellschaftliche Teilhabe und die Beschäftigungsfähigkeit. Um diese Ziele zu erreichen betreibt das DIE eigene Forschung. Es unterstützt die Praxis durch den Transfer von Wissen und wissenschaftliche Serviceleistungen.

(07.08.2015, die/prh)

Weiterbildungsstatistik im Verbund 2013 (PDF, 75 Seiten)

Projektinformationen

 

WeGebAU: Unterstützung für Qualifizierung in den Betrieben

BA mit Text

Die Zahl der Betriebe, die auf die Weiterbildung ihrer Beschäftigten bauen, ist hoch wie nie. Auch die Bundesagentur für Arbeit (BA) unterstützt die Weiterbildung von Beschäftigten mit finanziellen Zuschüssen. Dafür hat sie im Jahr 2014 mehr als 150 Millionen Euro investiert.

Von der Qualifikation der Beschäftigten profitieren Betriebe und ihre Mitarbeiter. Unternehmen entwickeln ihre eigenen Fachkräfte, schaffen Perspektiven für ihr Personal, binden dieses an den Betrieb und stärken so ihre Wettbewerbsfähigkeit. Für die Arbeitnehmer bedeutet Qualifizierung bessere Chancen auf Beschäftigung, auf höhere Einkommen und letztlich mehr Schutz vor Arbeitslosigkeit. Alles das unterstützt die BA mit ihrem Programm »Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen« (WeGebAU).

Mit WeGebAU will die BA explizit kleine und mittlere Unternehmen unterstützen. »Wir können den kleinen Betrieben nur empfehlen, das Förderprogramm der BA in Anspruch zu nehmen und im Wettbewerb mit Großbetrieben um Fachkräfte besser bestehen zu können«, erklärt BA-Vorstand Raimund Becker.

Denn: Laut aktueller Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), ist die Zahl der Betriebe, die ihre Beschäftigten weiterbilden, zwar um mehr als 17 Prozentpunkte seit dem Jahr 2000 gestiegen. Allerdings zeigt die IAB-Untersuchung auch, dass insbesondere Kleinstbetriebe ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in vergleichsweise geringem Umfang Weiterbildung ermöglichen. Im Durchschnitt haben im ersten Halbjahr 2014 54 Prozent aller deutschen Betriebe Weiterbildungsmaßnahmen unterstützt, indem sie Weiterbildungskosten zumindest teilweise übernahmen und/oder die Beschäftigten zur Teilnahme freistellten.

Die Arbeitgeberservices der örtlichen Agenturen für Arbeit beraten über die Fördermöglichkeiten.

(06.08.2015, prh)

Weitere Informationen zum Programm »WeGebAU«

siehe auch: Betriebliche Weiterbildung auf neuem Höchststand

 

Sachsen-Anhalt: Förderprogramm »Weiterbildung direkt« startet in neue Runde

Land Sachsen-Anhalt

Beschäftigte in Sachsen-Anhalt können bei einer individuellen Qualifizierung auf finanzielle Unterstützung des Landes bauen. Bis zu 90 Prozent der Kosten für die berufliche Weiterbildung und Zusatzqualifikation können gefördert werden. Das sieht das Programm »WEITERBILDUNG direkt« vor, das jetzt in eine neue Runde gestartet ist. Neu ist, dass selbst noch in der Erstausbildung befindliche Erwachsene unterstützt werden können, wenn sie bereits neben der Lehre eine Zusatzqualifikation anstreben.

Landes-Arbeitsminister Norbert Bischoff erklärte: »Weiterbildung ist ein Gebot der Stunde. Eine einmal erlangte Ausbildung reicht längst nicht mehr für ein ganzes Arbeitsleben. Betriebe sind gefordert. Aber auch jeder und jede Einzelne hat es in der Hand, sich selbst zu kümmern und mit Qualifizierungen fit zu halten. Und dafür kann es nie zu früh sein. Das Programm »Weiterbildung direkt« ist eine Chance«.

»WEITERBILDUNG direkt« war Anfang 2014 erstmals an den Start gegangen. Nach Einschätzung von Arbeitsminister Bischoff ist das Programm mit rund 1.000 geförderten Qualifizierungen und einem Mitteleinsatz von fast 2,3 Millionen Euro ein Erfolg.

Die Erweiterung für in Ausbildung befindliche Erwachsene sieht vor, dass volljährige Auszubildende sowie Schülerinnen und Schüler in schulischen Berufsausbildungsgängen an Berufsfachschulen gefördert werden können, wenn sie Zusatzqualifikationen anstreben - etwa im Computer- oder Fremdsprachenbereich.

Das Programm richtet sich vor allem an Berufstätige sowie an Erwerbslose ohne Bezug von Sozialleistungen, die über Weiterbildung ihre berufsspezifischen Kompetenzen erweitern oder den Zugang zur Beschäftigung verbessern wollen.

Umgesetzt wird das neue Programm von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt. Dort sind auch die Anträge zu stellen. IB-Chef Manfred Maas betonte: »Lebenslanges Lernen ist ein unverzichtbarer Baustein in der persönlichen Entwicklung. Weiterbildung stärkt die beruflichen Kompetenzen, erweitert Fähigkeiten und vermehrt Wissen. Dadurch verbessern sich die Arbeitsmarkchancen und es eröffnen sich neue Perspektiven«.

Das Programm wird mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds finanziert. Wichtig ist, dass die verbindlichen Anmeldungen zu den Weiterbildungsmaßnahmen erst mit dem Zuwendungsbescheid erfolgen. Für den Zuschuss zur individuellen beruflichen Qualifizierung gibt es bis zu 25.000 Euro je Weiterbildungsvorhaben. Bei Zusatzqualifikationen ist eine Zuwendung bis zu 3.000 Euro je Vorhaben möglich.

Unterstützt werden Weiterbildungen mit Kosten ab 1.000 Euro. Bis zu 90 Prozent der Kosten übernimmt das Land, wenn die oder der Beschäftigte ein Bruttogehalt unter 1.500 Euro bezieht. Beträgt das monatliche Bruttogehalt maximal 2.500 Euro, so trägt das Land 80 Prozent der Weiterbildungskosten. Für Berufstätige mit höherem Einkommen bis zu 4.350 Euro brutto übernimmt das Land immerhin noch 60 Prozent der Kosten. Beschäftigte, die 45 Jahre und älter sind, bekommen 80 Prozent erstattet, wenn sie ein Bruttogehalt von bis zu 4.350 Euro haben. Auch für Teilzeit- und befristet Beschäftigte oder Alleinerziehende übernimmt das Land 80 Prozent.

Hinweis: Die Investitionsbank IB-Sachsen-Anhalt hat unter 0800 56 007 57 FREE eine kostenfreie Rufnummer geschaltet, unter der montags bis donnerstags von 08.00 bis 18.00 Uhr sowie freitags von 08.00 bis 15.00 Uhr eine Erstberatung erfolgen kann. (05.08.2015, prh)

Weitere Informationen

vergleiche. Sachsen-Anhalt startet Förderprogramm »Weiterbildung direkt«

vergleiche: Förderprogramm »Weiterbildung direkt« wird gut angenommen

 

Betriebliche Weiterbildung auf neuem Höchststand

IAB Nbg54 Prozent aller Betriebe in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2014 die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter unterstützt – so viele wie nie zuvor. Das zeigt eine Befragung von rund 16.000 Betrieben durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

»Das Weiterbildungsengagement deutscher Betriebe ist seit der Jahrtausendwende deutlich gestiegen. Das gilt vor allem für kleine und mittelgroße Betriebe, auch wenn diese ihre Weiterbildungsaktivitäten während der Finanzkrise vorübergehend reduziert hatten«, stellen die Arbeitsmarktforscher fest.

32 Prozent der Beschäftigten haben an betrieblichen Weiterbildungen teilgenommen. Die Teilnahmequoten unterscheiden sich dabei nur unwesentlich zwischen kleinen, mittleren und großen Betrieben. Bei kleinen Betrieben kommt es aufgrund der geringen Mitarbeiterzahl häufig vor, dass zwar nicht jedes Jahr eine vom Arbeitgeber unterstützte Weiterbildung stattfindet, bei einem längeren Betrachtungszeitraum wird aber deutlich, dass auch sie in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren.

Von den Beschäftigten mit Tätigkeiten, die einen Hochschulabschluss erfordern, nahmen 41 Prozent an Maßnahmen der betrieblichen Weiterbildung teil. Bei den Beschäftigten mit einfachen Tätigkeiten waren es 16 Prozent. »Diese Beschäftigten nehmen vergleichsweise selten an betrieblicher Weiterbildung teil. Mit einer stärkeren Beteiligung könnten sich ihre beruflichen Entwicklungs-, Einkommens- und Beschäftigungschancen verbessern«, so das IAB.

Betriebe in Deutschland sehen in der Weiterbildung von Mitarbeitern das bedeutsamste Instrument zur Sicherung ihres Qualifikationsbedarfs, zeigen die Befragungsergebnisse. 45 Prozent der Betriebe messen dieser Strategie eine hohe Bedeutung bei. Attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen und die eigene betriebliche Ausbildung zu forcieren landeten mit 42 bzw. 33 Prozent an zweiter und dritter Stelle.

(04.08.2015, prh)

Ergebnisse der Studie (PDF, 8 Seiten)

 

Stiftung Warentest aktualisiert Leitfaden zur Finanzierung von Weiterbildung

Stiftung Warentest

Für die berufliche Weiterbildung gibt es zahlreiche Unterstützungsangebote: vom Bund, vom Land, vom Arbeitgeber und vom Finanzamt als Steuerrückzahlung. Der Leitfaden der Stiftung Warentest »Weiterbildung finanzieren« zeigt, welche Zuschüsse Arbeitnehmer, Arbeitslose, Berufsrückkehrer und Selbstständige für Weiterbildungen bekommen können.

Weiterbildungen sind teuer. Schon für einen fünftägigen Englisch-Sprachkurs können schnell ein paar hundert Euro anfallen. Doch für Bildungshungrige gibt es Unterstützung. Die aktualisierte Version des Leitfadens erklärt, welche Fördertöpfe Bund und Länder bieten, wie Arbeitnehmer ihre Chefs von Finanzspritzen für Weiterbildungs-Trainings überzeugen können und welche Kreditarten sich zur Finanzierung einer Weiterbildung eignen. Außerdem erfahren Bildungshungrige, wie sie über die Steuererklärung Geld vom Finanzamt zurückbekommen können.

Der Leitfaden stellt diverse staatliche Förderprogramme vor. Vom Bund gibt es Stipendien, Gutscheine und Zuschüsse. Die Höhe der Finanzspritzen variiert. Mit dem Weiterbildungsstipendium der »Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung« zum Beispiel erhalten engagierte Fachkräfte unter 25 Jahren – verteilt auf drei Jahre – bis zu 6.000 Euro für beliebig viele förderfähige Weiterbildungen. Auch einzelne Bundesländer lassen Geld für Bildung springen. Aktuell spendieren acht Bundesländer Zuschüsse. Bildungswillige können sie erhalten, wenn sie im jeweiligen Bundesland wohnen oder arbeiten.

Der Leitfaden wurde optisch optimiert: Die vier Zielgruppen Arbeitnehmer, Arbeitslose, Berufsrückkehrer und Selbstständige sind durch eine farbliche Markierung den jeweiligen Förderprogrammen zugeordnet, die sie in Anspruch nehmen können. Dies erleichtert es, den für sich passenden Fördertopf schnell zu finden.

(03.08.2015, prh)

Zum Leitfaden »Weiterbildung finanzieren«

 

Baden-Württemberg: Licht im Dschungel der Weiterbildungsangebote

Land Baden-Wuerttemberg

In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und dem Arbeitgeberverband Südwestmetall hat die Servicestelle HOCHSCHULEWIRTSCHAFT den Online-Katalog über weiterbildende Bachelor- und Masterstudiengänge sowie über Kontaktstudien an Hochschulen im Land aktualisiert.

Der Online-Katalog bietet einen umfassenden Überblick zu den zahlreichen Angeboten der wissenschaftlichen Weiterbildung. Durch die Übersicht wird der Gesamtmarkt für nachfragende Unternehmen und Einzelpersonen erheblich transparenter und die Angebote vergleichbarer. Das nun verfügbare Update 2015 bietet ein erweitertes Angebot nahezu aller staatlichen Hochschulen in Baden-Württemberg. Zudem wurde die Übersichtlichkeit und Benutzerfreundlichkeit erhöht: über Verlinkungen gelangt man nun direkt zu den Weiterbildungseinrichtungen und den fünf Fachbereichen.

»Lebenslanges Lernen darf nicht einfach ein Schlagwort sein. Weiterbildungsangebote eröffnen die Möglichkeit, berufsbegleitend neue Qualifikationen und Kompetenzen zu erwerben. Unsere Hochschulen öffnen sich mit vielfältigen Angeboten für die Berufstätigen und garantieren hierfür hervorragende Qualität«, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

»Akademische Fort- und Weiterbildung ist wegen immer kürzer werdender Innovationszyklen immens wichtig, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Online-Katalog bietet eine herausragende Hilfe, passgenaue Angebote auf dem Weiterbildungsmarkt zu finden«, sagte Karl Schäuble, Vorstandsmitglied von Südwestmetall und Vorsitzender des Bildungswerks der Baden-Württembergischen Wirtschaft.

Hintergrund
Die Servicestelle HOCHSCHULEWIRTSCHAFT fördert die wissenschaftliche Weiterbildung und fungiert dabei als Schnittstelle zwischen Arbeitgebern und Hochschulen. Sie arbeitet dabei zusammen mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und dem Arbeitgeberverband Südwestmetall (Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg), der die Servicestelle finanziell trägt. Die operative Durchführung liegt beim Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft e.V.


(24.07.2015, prh)

Zum Katalog (PDF, 293 Seiten)

Datenbank Weiterbildung in Baden-Württemberg

 

Trotz Fachkräftemangel: Langzeitarbeitslose ohne Chancen

BBB

Bildungsverband: »Die Bundesagentur für Arbeit spart Milliarden, statt in Weiterbildung zu investieren«

Rund 316.000 Menschen haben 2014 an einer von der Bundesagentur für Arbeit (BA) und den Jobcentern geförderten beruflichen Weiterbildung teilgenommen, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke. Die Eintritte in diese Fördermaßnahmen liegen damit sehr hoch, so die Regierung, und sie betont den hohen Stellenwert, den die Weiterbildung nach wie vor hat. Die Arbeitslosigkeit lag bei rund 2,9 Millionen. Knapp die Hälfte aller Arbeitslosen (etwa 45 Prozent) hatte keine abgeschlossene Berufsausbildung, ca. 10 Prozent davon besuchten eine Weiterbildungsmaßnahme.

»Bei diesen Zahlen kann von einem hohen Stellenwert der Weiterbildung keine Rede sein«, sagte Thiemo Fojkar, Vorsitzender des BBB-Bildungsverbandes, in Berlin. »Bei dem enormen Fachkräftebedarf in Deutschland ist es nicht nachvollziehbar, dass die BA in den letzten zwölf Monaten einen Überschuss in Höhe von 2,62 Milliarden Euro erzielen konnte«.

Bei 1,3 Millionen Arbeitslosen ohne Berufsabschluss könnte und müsste mehr Geld in eine abschlussorientierte Weiterbildung investiert werden. Laut Statistik der BA konnten jedoch nur 49.000 Menschen (darunter 5.600 Langzeitarbeitslose) davon Gebrauch machen, ganze 3,8 Prozent.

»Das ist einfach beschämend«. Das werde auch den steigenden beruflichen Anforderungen im Rahmen einer zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt nicht gerecht, sagte der BBB-Vorsitzende.

Schon Anfang des Jahres forderte der Bildungsverband, dass »von der guten wirtschaftlichen Situation auch jene Menschen profitieren sollen, die schon lange arbeitslos sind, gerade auch die ohne Berufsabschluss«. Sie müssten die Chance bekommen, zu fairen Bedingungen am Erwerbsleben teilzuhaben.


(24.07.2015, )

vergleiche: Stellenwert der Förderung beruflicher Weiterbildung

 

Stellenwert der Förderung beruflicher Weiterbildung

bundestagIm Jahr 2014 haben rund 316.000 Menschen an einer von der Bundesagentur für Arbeit oder den Jobcentern geförderten beruflichen Weiterbildung teilgenommen. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke.
 
Insgesamt hätten sich die Eintritte in solche Maßnahmen seit 2009 von einem krisenbedingt sehr hohen Förderniveau fast halbiert, lägen aber immer noch deutlich höher als im Jahr 2006, so die Regierung. Damals seien 264.000 Weiterbildungen gefördert worden, bei allerdings 4,5 Millionen Arbeitslosen.
 
Im vergangenen Jahr habe die Arbeitslosenzahl bei 2,9 Millionen gelegen. Dieses Verhältnis von Arbeitslosenzahl zu den Förderungen zeige den hohen Stellenwert der beruflichen Weiterbildung in der Arbeitsmarktpolitik, heißt es in der Antwort. Aus ihr geht ferner hervor, dass 2014 insgesamt 1,3 Millionen und damit 45 Prozent aller Arbeitslosen ohne abgeschlossene Berufsausbildung waren.
 
Zur Bedeutung der Förderung beruflicher Weiterbildung heißt es wörtlich:
 
»Angesichts steigender und veränderter Qualifikationsanforderungen und Fachkräfteengpässen ist die Weiterbildungsförderung eine wichtige arbeitsmarktpolitische Förderleistung, insbesondere für arbeitslose und geringqualifizierte beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Der qualifikationsspezifische Strukturwandel wird dazu führen, dass die Zahl der Erwerbstätigen ohne Berufsausbildung an der Gesamtbevölkerung weiter zurückgeht. Die Arbeitsmarktpolitik unterstützt mit der Weiterbildungsförderung insbesondere das Nachholen eines Berufsabschlusses und trägt damit maßgeblich zur Verbesserung von Beschäftigungschancen und Fachkräftesicherung bei«.
 
(22.07.2015, prh)

Im Wortlaut: Antwort der Bundesregierung (PDF, 28 Seiten)

vergleiche: Trotz Fachkräftemangel: Langzeitarbeitslose ohne Chancen

 

Weiterbildung: Arbeitnehmer dürfen nicht immer gebunden werden

Deutscher Anwaltverein1

Nach einer Weiterbildung verpflichten Arbeitgeber häufig ihre Mitarbeiter, eine bestimmte Zeit lang nicht zu kündigen – oder andernfalls die Kosten der Weiterbildung zurückzuzahlen. Die Deutsche Anwaltauskunft weist darauf hin, dass die sogenannten Bindungsklauseln nicht immer zulässig sind. Zudem dürfen sie nicht zu lang sein.

Die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter kostet den Arbeitgeber Geld. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn Mitarbeiter kurz nach der Fortbildung das Unternehmen verlassen und ihr Wissen möglicherweise bei einem anderen Arbeitgeber nutzen. Viele Unternehmen sichern sich dagegen mit sogenannten Bindungsklauseln ab: Der Arbeitnehmer muss sich vor einer Qualifizierungsmaßnahme verpflichten, danach eine gewisse Zeit das Unternehmen nicht zu verlassen oder andernfalls die Ausbildungskosten zurückzuzahlen. Arbeitnehmer müssen solche Klauseln aber nicht immer akzeptieren.

»Bindungsklauseln sind nur zulässig, wenn der Arbeitnehmer selbst dadurch einen Vorteil hat – sich sein ‚Marktwert' also steigert«, sagt Rechtsanwalt Michael Eckert von der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV). Ein Staplerführerschein verschaffe dem Arbeitnehmer beispielsweise einen Vorteil auf dem Arbeitsmarkt. Bei einer Schulung über die speziellen Abläufe im Unternehmen sei das eher nicht der Fall – hier müssen Arbeitnehmer eine Bindungsklausel in der Regel nicht akzeptieren.

Arbeitnehmer sollten zudem darauf achten, dass die vereinbarte Frist nicht zu lang ist. »Klauseln, die länger als zwei oder drei Jahre dauern, sind nur in Ausnahmefällen gültig«, sagt Michael Eckert vom DAV.

QUELLE: Deutsche Anwaltauskunft (ein Service des Deutschen Anwaltvereins)

(20.07.2015, prh/DAV)

Weitere Informationen zum Thema

 

Wuppertaler Kreis legt Trendstudie 2015 vor

Wuppertaler Kreis

Der Umsatz der Weiterbildungseinrichtungen im Wuppertaler Kreis entwickelt sich überwiegend stabil. Im Vergleich der unterschiedlichen Angebotsformen sind es wieder vor allem die firmeninternen Seminare, die das positive Wachstum stützen, während sich die Erwartungen für offene Seminare eher im ausgewogenen Bereich bewegen. Der Umsatzanteil im Segment der offenen Seminare macht heute noch gut 30% des Gesamtumsatzes der Institute aus. Die Seminare und Lehrgänge der Mitglieder des Wuppertaler Kreises werden häufig von mittelständischen Unternehmen nachgefragt. Mehr als 60% der Teilnehmenden stammen aus kleineren und mittelständischen Unternehmen mit bis zu 500 Beschäftigten.

Für die Sicherung des Fachkräftebedarfs vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in Deutschland bietet die Migration viele Chancen. Um Zuwanderer erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu integrieren, können Weiterbildungsdienstleister wirksame Unterstützung leisten. Dabei geht es darum, die Qualifikationen der Zuwanderer anzupassen, damit sie sich erfolgreich und langfristig auf dem deutschen Arbeitsmarkt integrieren können.

Ein langfristiger Trend ist die zunehmende zeitliche Flexibilität der Weiterbildung. So wie Arbeitsprozesse heute weniger als früher an Arbeitszeiten und feste Einsatzorte gebunden sind, passt sich auch die Weiterbildung an die komplexer gewordene Zeitgestaltung in den Unternehmen an. Zeitlich ungebundene Weiterbildungsformate stehen »just in time« bereit, wo im Arbeitsprozess gerade ein Problem auftaucht. Dazu gehören zum Beispiel kleine Lerneinheiten auf mobilen Endgeräten und kurze Videos, die den selbstgesteuerten Lernprozess am Arbeitsplatz sinnvoll unterstützen und ergänzen.

Im Jahre 2014 haben knapp 1,4 Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, überwiegend Fach- und Führungskräfte der Wirtschaft, an einem der über 123.000 Seminare, Lehrgänge und Weiterbildungsveranstaltungen der Mitgliedsinstitute des Wuppertaler Kreises teilgenommen. Mit den Weiterbildungsdienstleistungen erzielten die Unternehmen im Wuppertaler Kreis im Jahr 2014 gemeinsam einen Jahresumsatz von 1,24 Milliarden Euro.

Hintergrund
Der Wuppertaler Kreis - Bundesverband betriebliche Weiterbildung ist nach eigener Aussage der Verband der führenden Weiterbildungseinrichtungen der Wirtschaft. Er ermittelt jährlich den Geschäftslage-Indikator Weiterbildung. Für 2015 signalisiert der Index mit 115 Punkten eine weiterhin positive Stimmung auf dem Weiterbildungsmarkt.

QUELLE: Nach einer Pressemeldung des Wuppertaler Kreises
(13.07.2015, prh)

Zu den Ergebnissen der Trendstudie (PDF, 26 Seiten)

 

Bildungsurlaub: Auch in Thüringen wird eine Bildungsfreistellung kommen

Land Thueringen»Breite Debatte zur Bildungsfreistellung hat sich gelohnt«.  

Arbeitnehmer in Thüringen erhalten künftig (voraussichtlich ab 1. Januar 2016) die Möglichkeit, sich beruflich weiterzubilden, gesellschaftspolitisch zu informieren sowie Kenntnisse für ihre ehrenamtliche Tätigkeit zu erwerben und dafür von ihrem Arbeitgeber bis zu fünf Tage pro Jahr freigestellt zu werden. Dafür machte der Thüringer Landtag mit Beschluss des Bildungsfreistellungsgesetzes gestern (08.07.2015) den Weg frei.

Thüringens Bildungsministerin Birgit Klaubert unterstreicht: »Die Bildungsfreistellung ist gut für Thüringen – für das Bildungsland Thüringen und für den Wirtschaftsstandort Thüringen. Denn Lernen endet längst nicht mehr nach der Schule oder der Ausbildung, sondern ist eine lebenslange Herausforderung. Mit dem Bildungsfreistellungsgesetz schafft Thüringen eine wichtige Voraussetzung für den notwendigen Wissenserwerb«.

Klaubert dankte allen Akteuren, die sich in den vergangenen Monaten in die Debatte zur Bildungsfreistellung eingebracht haben. Der Gesetzentwurf sei mit Vertretern der Kammern, der Arbeitgeber und der Wirtschaft, der kommunalen Spitzenverbände, mit Arbeitnehmervertretungen und Gewerkschaften sowie Bildungsträgern ausführlich diskutiert worden. Nach einer Anhörung und einer Informationsveranstaltung sowie zahlreichen Gesprächen mit Experten habe es im Frühjahr noch zwei Werkstattgespräche gegeben. »Diese breite Debatte hat uns geholfen, für das Thema zu werben und bei manchen vielleicht auch noch Vorurteile abzubauen. Allen, die sich engagiert beteiligt haben, meinen herzlichen Dank«.

Nicht zuletzt durch die Auswertung der mündlichen Anhörung und des online-Diskussionsforums zum Bildungsfreistellungsgesetz seien noch Änderungen am Gesetz aufgenommen worden. »Wir wollen, dass Bildungsmaßnahmen, die im Rahmen der Bildungsfreistellung wahrgenommen werden, einen hohen Qualitätsstandard erfüllen. Deswegen soll jede einzelne Bildungsmaßnahme vorher geprüft werden. Pauschalzusagen gibt es nicht. Damit senden wir auch ein klares Signal an die Bildungsträger«.

Qualität bleibe auch künftig ein wichtiges Kennzeichen des Gesetzes, so Klaubert. »Deswegen haben wir uns eine Selbstüberprüfung auferlegt. Das Gesetz geht jetzt in die Praxisphase. Nach drei Jahren Laufzeit werden wir eine Evaluation durchführen. Dann wird sich zeigen, was wir noch besser machen können«.

Die Dauer der Bildungsfreistellung beträgt jährlich 5 Arbeitstage bzw. den Zeitraum einer regelmäßigen Arbeitswoche. Für nachgewiesene Tage der Arbeitsunfähigkeit während der Bildungsfreistellung bleibt der Anspruch bestehen.
 
Der Freistellungsanspruch kann einmalig aus dem Jahr seiner Entstehung in das folgende Jahr übertragen werden.

 

Redaktioneller Nachtrag:
Das Gesetz soll zum 1. Januar 2016 in Kraft treten.

(09.07.2015, prh)

Weitere Informationen

Zum Gesetzestext (verabschiedeter Entwurf; PDF, 25 Seiten)

 

Meister-BAFöG 2014: 172.000 Geförderte in Deutschland

destatisDie Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von »Meister-BAföG« stieg im Jahr 2014 mit + 0,2 % nur geringfügig gegenüber dem Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, erhielten in Deutschland damit etwa 172.000 Personen »Meister-BAföG«-Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG).

Etwa zwei Drittel der Geförderten waren Männer. Ihre Zahl nahm gegenüber 2013 um 0,7 % auf 117.000 zu. Die Zahl der Frauen mit »Meister-BAföG« sank im gleichen Zeitraum um 0,7 % auf knapp 55.000.

Die gefragtesten Berufe mit einer Fortbildungsmaßnahme nach dem AFBG waren 2014 bei den Männern der geprüfte Industriemeister Metall, gefolgt vom staatlich geprüften Maschinenbautechniker und dem Kraftfahrzeugtechnikermeister. Bei den Frauen waren die häufigsten Berufe die staatlich geprüfte Erzieherin, gefolgt von der geprüften Wirtschaftsfachwirtin und der Friseurmeisterin.

Rund 75.000 (44 %) der Geförderten nahmen an einer Vollzeitfortbildung teil, 97.000 (56 %) bildeten sich in Teilzeit fort. Gegenüber 2013 stieg die Zahl der geförderten Personen in Vollzeit um 3,9 %, während die Zahl der Geförderten in Teilzeit um 2,4 % zurückging.

Mit dem »Meister-BAföG« werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung durch Beiträge zu den Kosten der Bildungsmaßnahme und zum Lebensunterhalt finanziell unterstützt. An Förderleistungen standen im Jahr 2014 insgesamt 587 Millionen Euro zur Verfügung. Das waren 2,0 % mehr als im Vorjahr.

Von den Förderleistungen entfielen rund 397 Millionen Euro auf Darlehen und 190 Millionen Euro auf Zuschüsse. Die Geförderten erhielten Zuschüsse zur Finanzierung der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren (81 Millionen Euro), für den Lebensunterhalt (100 Millionen Euro), für den Kindererhöhungsbetrag (8 Millionen Euro) und zur Kinderbetreuung (1 Million Euro).

Die Darlehen wurden für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren (184 Millionen Euro), für den Lebensunterhalt (202 Millionen Euro), für den Kindererhöhungsbetrag (8 Millionen Euro), für die Kosten während der Prüfungsvorbereitungsphase (2 Millionen Euro) und für die Anfertigung des »Meisterstücks« (1 Million Euro) bewilligt. Ob die Förderungsberechtigten die bewilligten Darlehen in Anspruch nehmen, können sie frei entscheiden. Insgesamt überwies die Kreditanstalt für Wiederaufbau an die Geförderten im Jahr 2014 Darlehen in Höhe von rund 309 Millionen Euro. Geförderten Personen werden auf Antrag nach erfolgreichem Abschluss ihrer Weiterbildungsmaßnahme 25 % ihres Restdarlehens zum Maßnahmebeitrag erlassen. Im Jahr 2014 erhielten rund 30.000 Personen einen Darlehenserlass im Wert von insgesamt 23 Millionen Euro.

(29.06.2015, prh)

Weitere Informationen zur Ausbildungsförderung

 

DGB kritisiert schlechte Chancen auf Weiterbildung bei Geringqualifizierten

dgbDer Anteil der Geringqualifizierten unter den Arbeitslosen steigt. Besonders im Hartz-IV-System ist der Anstieg sichtbar: Immer häufiger werden Geringqualifizierte von den Jobcentern und nicht von der Arbeitslosenversicherung betreut.

Das Problem: Die Jobcenter fördern diese Zielgruppe deutlich seltener mit geeigneten Weiterbildungsmaßnahmen als die Arbeitsagenturen – das zeigt eine aktuelle Auswertung des DGB.

Die Arbeitslosenquote von Ungelernten ist etwa viermal höher als bei Menschen mit abgeschlossener Ausbildung. Und der Anteil von Menschen ohne formalen Qualifikationsabschluss an allen Arbeitslosen steigt kontinuierlich an. Im Hartz-IV-System steigt der Anteil der Geringqualifizierten deutschlandweit sogar von 50,7 Prozent im Jahr 2009 auf 55,5 Prozent im Durchschnitt des Jahres 2014. »Es findet also eine messbare Verschiebung der Probleme von der Versicherung zu den Jobcentern statt«, heißt es in der DGB-Auswertung. Sprich: Statt von der Arbeitslosenversicherung, also den Agenturen für Arbeit, werden Geringqualifizierte mehr und mehr von den Jobcentern, also im Hartz-IV-System, betreut. »Ein Trend, der sich verstärkt«, stellt die DGB-Auswertung fest.

Trotz größerem Bedarf bei Geringqualifizierten: Weiterbildung weniger intensiv

Die »Förderintensität« durch Weiterbildung sei für Gerinqualifizierte »in den Jobcentern niedriger als im Versicherungssystem«, so die DGB-Auswertung. Obwohl Geringqualifizierte eigentlich einen höheren Bedarf an passenden Weiterbildungsmaßnahmen hätten, als andere Arbeitslosengruppen, haben sie oft das Nachsehen.

Nachträgliche Bildungsangebote ernster nehmen – auch ohne kurzfristige Vermittlungserfolge

»Wesentliche Ursachen hierfür sind die unzureichende Mittelausstattung der Jobcenter, aber auch eine häufige Ausrichtung auf einen eher kurzfristigen Integrationserfolg ohne Beachtung mittel- und langfristiger Perspektiven«, heißt es in der DGB-Auswertung. »Die Aufgabe, auch Menschen, die vielfach keine gute Bildung erhalten konnten, nun nachträglich noch zu derartigen Angeboten zu bewegen, muss noch viel ernster genommen werden, auch wenn hier nicht immer kurzfristige Erfolge möglich sind«.

(28.06.2015, )

arbeitsmarkt aktuell 06/2015: »Aussichtslos?!? - Zur Situation Geringqualifizierter auf dem Arbeitsmarkt« (PDF, 17 Seiten)

 

MINT-Gipfel: Berufliche Bildung muss attraktiver und innovativer werden

Berufliche Aus- und Weiterbildung sind unverzichtbar für Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung und Innovation – doch das deutsche Erfolgsmodell der dualen Ausbildung ist in Gefahr. Beim 3. Nationalen MINT-Gipfel diskutieren am 25. Juni in Berlin hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, wie sich die drohende Lücke bei beruflich qualifizierten Fachkräften abwenden lässt. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka betont dabei die Bedeutung von erweiterten Möglichkeiten zur Berufsorientierung, darunter geplante individuelle Potenzialanalysen für eine halbe Million Jugendliche.

Das Modell der beruflichen Bildung in Deutschland ist eine anerkannte Erfolgsgeschichte. Dennoch gerät es immer stärker unter Druck: Zum einen droht eine Marginalisierung aufgrund steigender Studierendenzahlen und der demografischen Entwicklung, zum anderen machen die fortschreitenden technologischen Herausforderungen einen Wandel der bisherigen Ausbildungsstrukturen und Inhalte erforderlich. Die Prognosen rechnen mit einer großen Lücke bei beruflich ausgebildeten MINT-Fachkräften. Wie wird die duale Berufsausbildung in den naturwissenschaftlich-technischen Berufen wieder attraktiv? Wie lassen sich dabei bisherige Stärken bewahren und ausbauen?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des 3. Nationalen MINT-Gipfels, den Bundesbildungsministerin Johanna Wanka am 25. Juni in Berlin eröffnet. Sie betont unter anderem erweiterte Möglichkeiten zur Berufsorientierung, darunter individuelle Potenzialanalysen für eine halbe Million Jugendliche, die vom BMBF unterstützt würden. Unter den Teilnehmern des anschließenden Podiums sind Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin des Bundeswirtschaftsministeriums, Vorstandsmitglied der Deutschen Bahn Heike Hanagarth, der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes Reiner Hoffmann und Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks.

Zentrale Forderungen zur Stärkung der beruflichen Bildung

Die Mitglieder des Nationalen MINT-Forums haben sich auf eine gemeinsame Strategie mit vier Eckpfeilern verständigt, um die berufliche MINT-Bildung zu stärken:

Erstens sollen Karrierewege für beruflich Qualifizierte attraktiver werden. Das bedeutet beispielsweise, Aufstiegsperspektiven über den »Techniker« oder »Meister« hinaus zu öffnen. »Solche Chancen müssen mehr als nur sichtbar sein, sie müssen in betrieblichen Karrieren und in der Vergütung konkret werden. Außerdem braucht berufliche Bildung mehr Wertschätzung, sowohl innerbetrieblich als auch gesellschaftlich«, fordert Thomas Sattelberger, einer der beiden Sprecher des Nationalen MINT-Forums. »Junge Menschen orientieren sich bei Berufsentscheidungen auch an Aufstiegschancen und möglichen Bildungsrenditen. Arbeitgeber müssen das berücksichtigen, um wieder mehr Nachwuchskräfte für die betriebliche MINT-Ausbildung zu gewinnen«.

Zweitens müssen berufliche und akademische Bildung besser verzahnt werden. Dabei geht es nicht nur um erweiterte Anrechnungs- und Zulassungs-bestimmungen: »Wir brauchen viel mehr echte Hybridmodelle wie das duale Studium. Sie stärken sowohl die wissenschaftlichen Anteile in der Ausbildung, als auch den Praxisbezug im Studium«, sagt Henning Kagermann, ebenfalls Sprecher des Nationalen MINT-Forums.

Drittens sollen neue Einstiegsmöglichkeiten in die berufliche MINT-Bildung eröffnet werden. Junge ungelernte Arbeitnehmer, Jugendliche in Übergangssystemen sowie Nachwuchskräfte mit sozial bedingten Startnachteilen müssen besser gefördert werden. Das gilt auch für Frauen in MINT-Berufen. Bei der Bewerberauswahl sind nicht allein Schulnoten, sondern viel stärker die Potenziale der Bewerberinnen und Bewerber zu betrachten. Auswahlverfahren müssen also durch potenzial- und kompetenzorientierte Komponenten ergänzt werden. Ausbildungsformen müssen individualisiert und gegebenenfalls modularisiert werden.

Viertens sind Berufs- und Studienorientierung neu zu konzipieren, mit einem Schwerpunkt auf praktischen Erfahrungen. Der Erwerb individueller beruflicher Erfahrungen sollte in schulischen Curricula mehr Gewicht haben, ebenso die Orientierung an Rollenvorbildern.

Bundesregierung fördert Potenzialanalysen und bessere Berufsorientierung

Ministerin Wanka begrüßt das Engagement des Nationalen MINT-Forums und sagt: »Deutschland ist auf qualifizierte MINT-Fachkräfte angewiesen – aus der akademischen wie aus der beruflichen Bildung gleichermaßen. Beide Bildungsbereiche bieten jungen Menschen attraktive, flexible und gleichwertige Karrierewege«. Die spätere Entscheidung für eine MINT-Karriere hänge oft eng mit den Erfahrungen in der Schule zusammen. »Ich bin überzeugt, dass ein breites Interesse für naturwissenschaftliche Fragestellungen nur entsteht, wenn wir Kinder frühzeitig und alltagsgerecht für diese Themen begeistern. In der Berufsorientierung brauchen Jugendliche an ihren Kompetenzen ausgerichtete Unterstützung, also individuelle Beratung und Potenzialanalysen. Hier setzen wir an und wollen noch mehr junge Menschen mit unseren Beratungsangeboten erreichen, auch an Gymnasien«, so Wanka. Die Bundesregierung erweitert die Möglichkeiten zur Berufsorientierung und will in den nächsten Jahren über 100.000 jungen Menschen eine Berufseinstiegsbegleitung anbieten; 500.000 Jugendliche sollen von einer individuellen Potenzialanalyse profitieren. »Das gab es in dieser Dimension noch nicht«, so Wanka.

Aktionsprogramm für eine kontinuierliche Stärkung der MINT-Bildung

Am Nachmittag des 25. Juni stellen die Arbeitsgruppen des Nationalen MINT-Forums ihre Empfehlungen zu folgenden bildungspolitischen Themen vor:

  •  MINT-Potenziale heben: Fördermaßnahmen von Kita bis Uni
  •  Internationalisierung des MINT-Studiums
  •  Unterstützung regionaler Netzwerke zur MINT-Bildung vor Ort
  •  Steigerung der Attraktivität von Ingenieurberufen
  •  Stärkung der MINT-Lehramtsausbildung
  •  Kontinuierliche und professionelle Unterstützung von MINT-Lehrkräften
  •  Qualitätssicherung von MINT-Initiativen und -projekten

Über das Nationale MINT-Forum
Im Nationalen MINT-Forum setzen sich über 30 große, überregional tätige Wissenschaftseinrichtungen, Stiftungen und Verbände gemeinsam für eine bessere Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) entlang der gesamten Bildungskette ein: von der frühkindlichen über die schulische, die berufliche und akademische Bildung bis hin zur Weiterbildung und zum lebenslangen Lernen. Im Nationalen MINT-Forum werden konkrete Forderungen der Wirtschaft und Forschung an Politik und andere gesellschaftliche Akteure formuliert.

(25.06.2015, prh)

Nationales MINT-Forum

 

In Neuigkeiten & Terminen

MOOCs and beyond (Berlin)

vom 08.09.2015 um 10:00 Uhr bis zum 08.09.2015 um 17:00 Uhr

MOOCs in Deutschland − Eindrücke und Ergebnisse eines Experimentes

Am 08. September findet der gemeinsame MOOC-Konferenztag der oncampus GmbH und des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft statt. Der Konferenztag beschäftigt sich mit dem offenen Lehrformat der Massive Open online Courses (MOOCs) und der besonderen Bedeutung von MOOCs für die Weiterentwicklung des deutschen Hochschulsystems. Einzelne Hochschullehrende sowie eine Reihe von Institutionen werden mit Berichten aus dem MOOC-Fellowship Programm und  Vorträgen zu institutionellen MOOC-Strategien ihre Erfahrungen und Ergebnisse mit dem Format der Massive Open Online Courses in Deutschland präsentieren.

Das vorgesehene Programm steht bereits online. Die Anmeldung für interessierte Teilnehmer ist noch bis zum 04. September 2015 möglich.

 

Bildungschancen eröffnen - benachteiligte Zielgruppen fördern (Teil I von II, Leipzig)

vom 14.09.2015 bis zum 14.09.2015

Die Förderung von benachteiligten Zielgruppen und die Verbesserung ihrer Bildungschancen ist ein wichtiges Ziel des EU-Programms Erasmus+ (2014 – 2020). Im Herbst 2015 führen die vier für die Umsetzung des Programms in Deutschland zuständigen Nationalen Agenturen gemeinsam zwei Impulstagungen zu diesem Thema durch.

Die erste Impulstagung findet am 14. September 2015 in Leipzig statt. Die Anmeldung erfolgt bis spätestens 9. August 2015 über die Nationale Agentur im Pädagogischen Austauschdienst. Mehr Informationen und das Anmeldeformular finden Sie auf der Webseite des PAD .

 

5. Potsdamer Weiterbildungstag (Potsdam)

vom 14.09.2015 um 10:00 Uhr bis zum 14.09.2015 um 20:00 Uhr

Der Potsdamer Weiterbildungstag findet am 14.09.2015 bereits zum fünften Mal in Folge statt. Mit dem Aktionstag soll auch in diesem Jahr wieder eine breite Öffentlichkeit auf die Bedeutung des Lebenslangen Lernens aufmerksam gemacht werden. Rund 40 regionale Bildungsanbieter werden im Stern-Center Potsdam zwischen 10 Uhr und 20 Uhr ihre aktuellen Angebote präsentieren.

Die Ausstellung wird wieder von einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm umrahmt: Neben umfangreichen Informationen zu Fachkräftebedarfen in wachstumsstarken Branchen, Fördermöglichkeiten und konkreten beruflichen Bildungsangeboten erwartet die Besucher ein Weiterbildungsquiz sowie bunte Unterhaltung.

Veranstalter sind Weiterbildung Brandenburg und der Regionale Weiterbildungsbeirat der Landeshauptstadt Potsdam.

 

Zukunft Personal (Köln)

vom 15.09.2015 bis zum 17.09.2015

»Bereits zum 16. Mal führt die Zukunft Personal Anbieter von HR-Produkten und -Dienstleistungen mit Personalverantwortlichen zusammen. Die Zukunft Personal ist DAS Messe-Ereignis des Jahres für die HR-Branche. Jährlich kommen rund 16.000 Fachbesucher in die Domstadt, um einen Überblick über das aktuelle Marktangebot zu gewinnen und sich über neue Entwicklungen im IT-Bereich, im Recruiting, in der Personalentwicklung oder anderen HR-Aufgabenfeldern zu informieren und miteinander auszutauschen.«.

 

Anerkennung ausländischer Schul-, Studien- und Berufsabschlüsse (Berlin)

vom 16.09.2015 bis zum 17.09.2015

Im Rahmen des Workshops werden vor dem Hintergrund des sich bereits abzeichnenden Fachkräftemangels sowie der stark zunehmenden Zahlen an Migranten und Flüchtlingen die unterschiedlichen Anerkennungsmöglichkeiten und -verfahren von ausländischen Schul-, Studien- sowie Berufsabschlüssen vorgestellt und praktische Herangehensweisen im Rahmen der Beratung und Unterstützung von o.g. Zielgruppen zur Anerkennung ihrer Qualifikationen erarbeitet, um eine passgenaue Vermittlung und Integration in den Arbeitsmarkt zu erreichen.

 

DGWF-Jahrestagung 2015 (Freiburg/B.)

vom 23.09.2015 bis zum 25.09.2015

Thema: »Lehr-/Lernarrangements in der wissenschaftlichen Weiterbildung - Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für eine wirksame Didaktik«

Teilnehmende der wissenschaftlichen Weiterbildung verfügen in der Regel über umfangreiche Lern-, Lebens- und Berufserfahrung, die sie in den Lehr-/Lernprozess einbringen. Im Vordergrund des Bildungsinteresses stehen – stärker als in der grundständigen Lehre – der Berufsbezug und die Anwendbarkeit des Wissens, die Vernetzung mit anderen Professionellen und der Erwerb einer Qualifikation, die für die weitere berufliche und/oder persönliche Entwicklung gewinnbringend eingesetzt werden kann. Entsprechende Erwartungen an alle Dimensionen von Qualität inklusive Service und Nutzen des Programms sowie an die sozial-interaktive Dimension der Weiterbildung werden für die Gestaltung erfolgreicher wissenschaftlicher Weiterbildung maßgebend.

Die DGWF-Jahrestagung 2015 rückt die Dimension des didaktischen Handelns in der wissenschaftlichen Weiterbildung in den Fokus. Wegleitend ist die Erkenntnis, dass Lehre nicht automatisch gleich Lernen bedeutet; sie erfordert ein Selbstverständnis, das unter anderem dem selbstgesteuerten Lernen Raum gibt und eine Lernprozessbegleitung im Sinne der Erwachsenenbildung gestaltet – in einem Spannungsfeld, das geprägt ist von dem Setting der Bildungsarbeit an Hochschulen einerseits und bildungs- bzw. gesellschaftspolitischen sowie wirtschaftlichen Anforderungen andererseits.

 

Akzeptanz und Umsetzbarkeit von Bildungsreformen (Berlin)

vom 01.10.2015 um 10:00 Uhr bis zum 01.10.2015 um 16:30 Uhr

Der Leibniz-Forschungsverbund Bildungspotenziale veranstaltet jährlich ein Bildungspolitisches Forum. Es dient der Diskussion aktueller Herausforderungen im Bildungswesen, zu deren Bewältigung die empirische Forschung durch Aufklärung und handlungsleitendes Wissen beitragen kann.

 

Digitalisierung und Industrie 4.0 – Wie verändert sich unsere Arbeitswelt? (Stuttgart)

vom 12.10.2015 um 09:30 Uhr bis zum 12.10.2015 um 17:00 Uhr

Die Veranstaltung »Digitalisierung und Industrie 4.0 – Wie verändert sich unsere Arbeitswelt?« verbindet Elemente einer politischen sowie einer wissenschaftlichen Konferenz und richtet sich damit sowohl an Studierende und Forschende als auch an Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Wirtschaft und Politik.

Die Vorträge der WissenschaftlerInnen aus aktuellen Forschungsprojekten sind in interdisziplinären Sessions zusammengestellt, so dass technische und wirtschaftswissenschaftliche Perspektiven zum Thema Industrie 4.0 in einen Austausch treten können.

Abgerundet wird die Fachkonferenz durch eine Podiumsdiskussion, unter anderem mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg, Dr. Nils Schmid, Präsentationen aus der Forschung sowie einer abschließenden Rede des Managers und ehemaligen Vorstandsmitglieds der Deutschen Telekom, Thomas Sattelberger.

Anmeldeschluss ist der 18. September 2015

 

Bildungschancen eröffnen - benachteiligte Zielgruppen fördern (Teil II von II, Köln)

vom 27.10.2015 bis zum 27.10.2015

Die Förderung von benachteiligten Zielgruppen und die Verbesserung ihrer Bildungschancen ist ein wichtiges Ziel des EU-Programms Erasmus+ (2014 – 2020). Im Herbst 2015 führen die vier für die Umsetzung des Programms in Deutschland zuständigen Nationalen Agenturen gemeinsam zwei Impulstagungen zu diesem Thema durch.

Die zweite Impulstagung findet am 27. Oktober 2015 in Köln statt. Die Anmeldung erfolgt über die Nationale Agentur JUGEND für Europa. Weitere Informationen und Anmeldung finden Sie auf der Webseite von JUGEND für Europa.

 

Fachtagung »Bildungswege gestalten« (Nürnberg)

vom 12.11.2015 bis zum 13.11.2015

Vom 12. bis 13. November 2015 wird Nürnberg zum Treffpunkt für kommunale Entscheidungsträgerinnen und -träger sowie Expertinnen und Experten der Weiterbildung und des Bibliothekswesens aus dem deutschsprachigen Raum. Auf der Fachtagung »Bildungswege gestalten« werden neue Wege der Vernetzung in der kommunalen Bildungslandschaft vorgestellt und diskutiert. Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zu der zweitägigen Veranstaltung erwartet, die vom Bildungscampus der Stadt Nürnberg in Kooperation mit der Hochschule der Medien, Stuttgart, und dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung, Bonn, ausgerichtet wird.

 

ONLINE EDUCA (Berlin)

vom 02.12.2015 bis zum 04.12.2015

Mit dem Themenspektrum: E-Learning, technologisch gestützte Ausbildung und Weiterbildung, Management und Organisation von E-Learning-Systemen, zukünftige Tools und Technologien, Web 2.0 und Social Networking, Generation Y, Millenials, Lehrkonzepte

 

18. DIE-Forum Weiterbildung: Informelles Lernen - Validierung und Erträge (Bonn)

vom 07.12.2015 bis zum 08.12.2015

Wie können Ergebnisse von informellen Lernprozessen sichtbar gemacht werden? Dieser Frage wird das DIE-Forum 2015 nachgehen, das am 7. und 8. Dezember in Bonn stattfindet. Damit werden aktuelle Entwicklungen der nationalen und der europäischen Bildungsdiskussion aufgegriffen: Lernergebnisorientierung und die Sichtbarmachung von Lernergebnissen.

 

Ganz im Sinne der jährlich stattfindenden Tagung – als ein Forum für den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis – wird sie mit einem Streitgespräch zwischen Vertretern von Wissenschaft und Praxis eröffnet: Prof. Ekkehard Nuissl (ehemaliger Direktor des DIE) und Jörg Engelmann (IHK München und Oberbayern) betrachten die aktuellen Erträge der Validierungs-Diskussion. Anschließend werden Stakeholder aus Bildungsverwaltung, -praxis und Wissenschaft darüber diskutieren, ob der Deutsche Qualifikationsrahmen bei der Anerkennung informell erworbener Kompetenzen eher Katalysator oder Bremser ist.

Wie können Institutionen der Erwachsenenbildung Verfahren zur Validierung informell erworbener Kompetenzen etablieren? Unter dieser Fragestellung wird Prof. Sandra Bohlinger (TU Dresden) in den zweiten Tag einführen. In vier Arbeitsgruppen sollen anschließend konkrete Praxisfragen bearbeitet werden: Themen sind Validierungspraxen, die berufliche Bildung und Bildungsberatung. Außerdem werden in einer englischsprachigen AG mit dem Titel »Potentials of qualification frameworks to validate informal competences« die Möglichkeiten der Abbildung von informell und non-formal erworbenen Kompetenzen auf Basis von (nationalen) Qualifikationsrahmen im Mittelpunkt stehen.

Weitere Informationen können beim Veranstalter (DIE Bonn) erfragt werden

 

didacta 2016 (Köln)

vom 16.02.2016 bis zum 20.02.2016

»In Köln treffen sich die wichtigsten Entscheidungsträger aus allen Bildungsbereichen. Über 870 Anbieter präsentieren einem großen Publikum neue Lösungen für die unterschiedlichsten Bildungsbereiche. In zahlreichen Foren, Vorträgen, Kongressen, Workshops und Diskussionsrunden greift das anspruchsvolle Rahmenprogramm aktuelle bildungspolitische und pädagogische Entwicklungen auf«

 

 

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