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Neuigkeiten & Termine

Bildungseinrichtungen fordern gemeinsamen »Bildungsraum Europa«

WBT2014Anlässlich des 5. Deutschen Weiterbildungstages unter dem Motto »europa BILDEN« fordern namhafte Verbände, Organisationen und Unternehmen aus dem Bildungsbereich: »Bildungsraum Europa muss ausgebaut werden«

»Europa steht vor großen Herausforderungen: Schulden- und Eurokrise, demografischer Wandel, Migrationsbewegungen, ungleiche Bildungssysteme, unterschiedliche Wirtschaftsentwicklungen und vieles mehr. Europas Zukunft hängt davon ab, ob es gelingt, die Probleme gemeinsam zu lösen. Deshalb fordern wir, dass der gemeinsame Bildungsraum Europa ausgebaut und die strategische Zusammenarbeit von Bildungsakteuren in Europa gestärkt wird!«

Mit diesem Appell wandten sich rund 20 Verbände, Institutionen und Unternehmen aus dem Bildungsbereich heute in Berlin an die Öffentlichkeit. »Wir fordern, Standards öffentlicher Weiterbildungsförderung in allen Staaten Europas zu etablieren«, so die Veranstalter des Deutschen Weiterbildungstages in der politischen Plattform weiter. »Die wechselseitige Anerkennung von Qualifikationen und Kompetenzen muss intensiviert werden«. Anlass der Forderungen ist der 5. Deutsche Weiterbildungstag.

Der »Deutsche Weiterbildungstag« findet am 19. September 2014 zum fünften Mal deutschlandweit statt. Unter dem Motto »europa BILDEN« setzt er angesichts wachsender Herausforderungen Zeichen, damit Weiterbildung mehr öffentliche Anerkennung und Aufmerksamkeit erhält. Ziel ist es, für Lebenslanges Lernen zu werben und »die öffentliche Wahrnehmung davon zu schärfen, was berufliche, politische und kulturelle Weiterbildung leistet«. Mehr als 500 Aktionen und rund 100.000 Besucher beteiligen sich. Das EU-Parlament hat die Schirmherrschaft übernommen.

Hintergrund
Veranstaltet und finanziert wird der Deutsche Weiterbildungstag von 20 Verbänden, Institutionen und Unternehmen der Bildungsbranche. Dazu gehören der Bundesverband der Träger beruflicher Bildung (BBB), der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) und der Verband Deutscher Privatschulverbände (VDP). BBB und DVV haben den Weiterbildungstag initiiert.


(19.09.2014, prh/DWT)

Website des Deutschen Weiterbildungstages

 

Stiftung Warentest: Umfrage zur Weiterbildung

Anläss­lich des Deutschen Weiterbildungs­tages startet die Stiftung Warentest ab dem 16. September 2014 eine Online-Umfrage.

Im Vorderund stehen diese Fragen: Wo informieren Sie sich über Weiterbildungs­möglich­keiten, welche Infos sind Ihnen besonders wichtig, und mit welchen Schwierig­keiten haben Sie bei der Kursaus­wahl zu kämpfen? Unter allen Teilnehmer verlost die Stiftung drei Gutscheine im Wert von bis zu 500 Euro für die Teil­nahme an einer Weiterbildung ihrer Wahl.

Die Stiftung Warentest möchte Ihnen bei der Suche nach dem richtigen Weiterbildungs­angebot helfen. Um einschätzen zu können, welche Informationen Sie dafür benötigen, werden Sie gebeten, ein paar Fragen zu beant­worten.

Drei Mal bis zu 500 Euro zu gewinnen

Nach Abschluss der Umfrage können Sie an dem Gewinn­spiel teilnehmen. Die Stiftung Warentest verlost unter allen Teilnehmern an Umfrage und Gewinn­spiel 3 x bis zu 500 Euro Kostenbe­teiligung an einer Weiterbildung Ihrer Wahl. Wichtiger Hinweis: Die Weiterbildung darf noch nicht begonnen haben! (19.09.2014, prh)

Zur Umfrage

 

Ehrenpreise des Deutschen Weiterbildungstages verliehen

KMK-Präsidentin Sylvia Löhrmann ehrt Engagement gegen Analphabetismus. 

Zum Auftakt des »Deutschen Weiterbildungstages« wurden heute in Berlin die »Vorbilder der Weiterbildung 2014« geehrt. Die Preisträgerinnen und Preisträger nahmen die undotierten Ehrenpreise im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung mit rund 200 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Weiterbildungsbranche im Europäischen Haus in Berlin entgegen. 

Laudatoren waren unter anderem Sylvia Löhrmann, die amtierende Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Schauspieler Walter Sittler und das Präsidiumsmitglied des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Lena Strothmann.

In ihrer Laudatio für die Dozentin Sigrun Stahr aus Lage unterstrich KMK-Präsidentin Sylvia Löhrmann, wie wichtig engagierte Akteure in der Weiterbildung sind: »Grundbildung und lebensbegleitendes Lernen sind wichtige Bausteine, um unserer Gesellschaft eine Perspektive zu geben. Sigrun Stahr setzt sich in herausragender Weise für die Bildung erwachsener Analphabetinnen und Analphabeten ein: Als Dozentin in der Weiterbildung stärkt sie Betroffene unterschiedlicher Herkunft und ermutigt sie, neue Wege zu gehen und die eigenen Potenziale zu heben. Gemeinsam mit den anderen Preisträgerinnen und Preisträgern trägt sie auf diese Weise zu mehr Bildungschancen und Gerechtigkeit bei und eröffnet Wege zu umfassender gesellschaftlicher Teilhabe«.

Die Preisträger des Deutschen Weiterbildungstages 2014 sind:

1. Sigrun Stahr aus Lage in der Kategorie »Dozentin aus Leidenschaft«

2. Ante Caljkusic aus Dortmund, der 13 Jahre brauchte, um vom Gastwirt zu sich selbst und der Arbeit mit Menschen zu finden (Kategorie »Aufstieg durch Bildung«)

3. Chaiyan Phetmanee aus Stuttgart, ein 30-Jähriger mit thailändischen Wurzeln, der nach Drogen, Hartz IV und Knast dank einer Ausbildung in ein »normales Leben« gefunden hat (Kategorie »Zweite Chance«)

4. ein Projekt der Fachschule für Bautechnik München, bei dem deutsche Handwerker in Rumänien gemeinsam mit Einheimischen Kirchen saniert und ihr Wissen weitergegeben haben (Kategorie »Europäisches Projekt«)


Hintergrund

Der »Deutsche Weiterbildungstag« wird am 19. September 2014 als bundesweiter Aktionstag begangen. Mehr als 500 Veranstaltungen in ganz Deutschland sollen angesichts der Herausforderungen, vor denen unsere Gesellschaft steht, die öffentliche Wahrnehmung dafür schärfen, was berufliche, politische, kulturelle und allgemeine Erwachsenen- und Weiterbildung leistet und Lust auf Lebenslanges Lernen wecken. Der Deutsche Weiterbildungstag 2014 steht unter dem Motto »europa BILDEN«. Das Europäische Parlament ist Schirmherr.


(18.09.2014, prh)

Portal des Deutschen Weiterbildungstages

Informationen und Filme zu den Preisträgern

 

Lehrerbildung: Lernziel nachhaltige Entwicklung

Lehrerbildung soll sich neu orientieren.  

Ein 2013 an der Leuphana Universität Lüneburg gegründetes Netzwerk von Universitäten, Hochschulen und anderen lehrerbildenden Institutionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz setzt sich dafür ein, die Lehrerbildung mit Blick auf die Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung zu reformieren.

Mit einem jetzt veröffentlichten Memorandum wenden sich die Mitglieder unter anderem an die zuständigen Ministerien in ihren Ländern. Sie fordern eine Neuorientierung der Lehrerbildung, wie sie in der Schweiz bereits auf den Weg gebracht wurde: Künftige Lehrerinnen und Lehrer sollen in die Lage versetzt werden, Kindern und Jugendlichen Kompetenzen und Wissen zur Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft zu vermitteln.

Dem Netzwerk gehören 24 Hochschulen und vier übergreifend in der Lehrerbildung tätige öffentliche Einrichtungen an. Mit ihrem Memorandum stellen die Unterzeichner dar, was sie unter »Bildung für eine nachhaltige Entwicklung« in der Lehrerbildung verstehen und benennen nächste Schritte zur Verwirklichung ihres Anliegens. »Lehrerinnen und Lehrern kommt eine Schlüsselrolle zu, wenn es darum geht, den Gedanken einer nachhaltigen Entwicklung in Bildungsprozessen wirksam werden zu lassen«, ist Professor Dr. Ute Stoltenberg überzeugt. Die Leuphana-Wissenschaftlerin koordiniert das Netzwerk. Bildung für eine nachhaltige Entwicklung müsse, so die Nachhaltigkeitsforscherin, in der Struktur des Bildungssystems verankert werden.

Das Memorandum wurde jetzt an rund 300 Einrichtungen, Ministerien und Organisationen übersandt. Es wird außerdem Ende September im Rahmen eines Workshops auf der nationalen Konferenz zum Abschluss der UN-Dekade »Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014« in Bonn vorgestellt.


(18.09.2014, prh)

Das Memorandum im Wortlaut (PDF, 6 Seiten)

 

GEW fordert 600 Millionen Euro zusätzlich für die Weiterbildung

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) schlägt Alarm: Die Weiterbildung geht am Stock. »600 Millionen Euro müssen zusätzlich für die von den Bundesländern öffentlich verantwortete Weiterbildung ausgegeben werden, um den dringendsten Bedarf zu decken. Kein Land investiert auch nur ein Prozent seiner Bildungsausgaben in die Erwachsenenbildung. Der Schnitt liegt bei 0,34 Prozent«, stellte Ansgar Klinger, im GEW-Vorstand für Weiterbildung verantwortlich, heute in Frankfurt a.M. mit Blick auf den »Deutschen Weiterbildungstag« 2014 am Freitag fest.
 
Er bezog sich auf Daten eines Gutachtens, das die GEW bei dem Bildungsforscher Roman Jaich in Auftrag gegeben hatte. »Die krasse Unterfinanzierung ist ein deutliches Signal, dass Politik die allgemeine, politische und kulturelle Weiterbildung zu wenig Wert schätzt. Dies steht im Gegensatz zu der in Sonntagsreden gerne beschworenen Bedeutung der Weiterbildung als ‚vierter Säule des Bildungswesens' in Deutschland und des ‚lebensbegleitenden Lernen'«.
 
In einer sich rasant entwickelnden Gesellschaft müsse das »lebensbegleitende Lernen« zu einer Selbstverständlichkeit werden, sagte Klinger. Es eröffne den Menschen die Möglichkeit, selbstbestimmt zu leben, an der Gesellschaft teilzuhaben und Mitbestimmungsrechte einzulösen. Zudem trage das »lebensbegleitende Lernen« dazu bei, persönliche und berufliche Kompetenzen weiter zu entwickeln.
 
»Wir brauchen mehr pädagogisches Personal, um das Bildungsangebot auszuweiten und zu verbessern, gleichzeitig wollen wir die Arbeitsbedingungen der Lehrenden stabilisieren«, betonte der Weiterbildungsexperte. Deshalb sollten mit den zusätzlichen Geldern Teilnehmergebühren gesenkt bzw. abgeschafft, die Grundbildung ausgebaut und prekäre Beschäftigung gestoppt werden. Klinger machte deutlich, dass die steigende »Teilnehmermaut« ein wichtiger Grund für die sinkende Bildungsbeteiligung sei. »Die Höhe der Gebühren schreckt viele Menschen von Weiterbildung ab. In der Vergangenheit galt folgender Daumenwert: Ein Drittel der Kosten tragen die Länder, ein Drittel übernehmen die Träger, ein Drittel die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In diese Richtung müssen wir wieder kommen«, unterstrich der GEW-Sprecher.
 
Hintergrund
In ihrem Bildungsfinanzkonzept schlägt die GEW deutlich höhere Ausgaben für alle Bildungsbereiche vor - von der Kita über die Schule, Berufs- und Hochschule bis hin zur Weiterbildung. Dies sei dringend notwendig, solle das Bildungswesen den gesellschaftlichen Anforderungen gerecht werden. Anknüpfend an die Empfehlungen der Expertenkommission »Finanzierung Lebenslangen Lernens« aus dem Jahr 2004 fordert die GEW die Länder auf, ihre Haushaltsansätze für das allgemeine, politische und kulturelle Lernen nennenswert zu steigern. Entsprechend der Forderung des »Bochumer Memorandum« 2005 sollen die Anstrengungen für Weiterbildung auf ein Prozent des Bildungsbudgets der Länder in mittlerer Frist wachsen, über alle Länder hinweg bedeutet dies eine Erhöhung um gut 600 Millionen Euro.


(17.09.2014, prh)

Bildungsfinanzkonzept der GEW (PDF, 24 Seiten)

 

Stiftung Warentest legt »Leitfaden Weiterbildung« neu auf

Stiftung Warentest

Die passende Weiterbildung zu finden ist nicht immer einfach, weil das Angebot häufig sehr groß und ziemlich unüberschaubar ist.

Um die zur Zeit Deutsch­land deutlich mehr als eine halbe Million 600.000 Kurse besser einordnen zu können, hat die Stiftung Warentest ihren kostenlosen Leitfaden »Kurse finden« aktualisiert. Darin wird eine Hilfestellung beim »Weg durch die bunte Vielfalt« geboten.

Weitere Check­- und Adresslisten runden das Angebot ab.


(17.09.2014, prh)

Zum Leitfaden Weiterbildung

 

Digitale Medien etablieren sich im Fernstudium

IUBH

Trendstudie Fernstudium 2014: Modernes Lernen auf Hochschulniveau.  

Die Neuen Medien verändern das Hochschulstudium, insbesondere an Fernhochschulen. Fand die Weiterbildung aus der Ferne bis vor einigen Jahren überwiegend mit gedruckten Studienunterlagen statt, eignen sich die Menschen akademisches Wissen heute über digitale Medien an.

Das zeigt die Online-Umfrage »Trendstudie Fernstudium 2014« der Internationalen Hochschule Bad Honnef • Bonn (IUBH) unter 1.047 aktuellen und ehemaligen Fernstudierenden sowie Fernstudieninteressierten. 95 Prozent der Umfrageteilnehmer, die einen Tablet-PC besitzen, würden in Zukunft wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich mit diesem Gerät für ihr Fernstudium lernen. Fast die Hälfte der Smartphone-Besitzer kann sich vorstellen, das Smartphone fürs Studium zu nutzen (46 Prozent).

»Das Fernstudium ist zum Online-Studium geworden«, so Prof. Dr. Holger Sommerfeldt, Prorektor IUBH Fernstudium. »Außerdem haben sich alternative Lernformate etabliert, die akademisches Wissen über mobile Endgeräte vermitteln«. Wer sich auf Hochschulniveau weiterbilden möchte, muss nicht mehr zwangsläufig ein ganzes Studium absolvieren. Die neuen Lernformen ermöglichen eine flexible, bedarfsorientierte Weiterbildung, die manchmal sogar kostenfrei ist.

Anforderungen an Weiterbildung verändern sich

Der Arbeitsalltag der Deutschen hat sich verändert: Die Halbwertszeit von Wissen verringert sich, und Fachkenntnisse müssen regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht werden. Auch die Mobilität nimmt zu: Es gibt in Deutschland zehn Millionen Geschäftsreisende, 35 Prozent der Deutschen pendeln zur Arbeit. Mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer macht regelmäßig Überstunden und kann daher feste Abendtermine zur Weiterbildung nur schwer einhalten. »Flexibilität ist das A und O«, so Sommerfeldt. »Vor allem junge Menschen erwarten, dass sich berufsbegleitende Weiterbildungen an ihre individuelle Arbeits- und Lebenssituation anpassen«.

Moderne Lernformen

Neue Lernformen und -technologien ermöglichen es den Nutzern, Weiterbildung ganz nach ihren individuellen Bedürfnissen zu gestalten. Viele Lerninhalte können spontan in dem Moment abgerufen werden, in dem sie benötigt werden.

  • Ein Online-Studium dauert mehrere Semester und schließt mit einem akademischen Grad ab. Der Studierende lernt überwiegend räumlich und zeitlich unabhängig von der Fernhochschule. Die Wissensvermittlung findet über digitale Medien statt, zum Beispiel in Form von Videovorlesungen oder Gruppenarbeiten in einem virtuellen Klassenzimmer.
    Online-Studienangebote müssen in Deutschland von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassen werden, die die Qualität der Inhalte sicherstellt und die Verträge nach dem Fernunterrichtsschutzgesetz überprüft.

  • Mobile Learning bezeichnet das Lernen mit mobilen Endgeräten wie zum Beispiel Smartphones und Tablet-PCs. Diese Lernmethode funktioniert als Bestandteil von umfassenderen Weiterbildungen oder als eigenständiges Angebot, zum Beispiel in Form von Apps. Einige dieser Apps für mobile Geräte sind kostenfrei, beispielsweise Vokabeltrainer. Beim Mobile Learning binden die Nutzer ihre Lerneinheiten flexibel in ihren Tagesablauf ein. Sie bilden sich ortsunabhängig und häufig spontan weiter, zum Beispiel an der Bushaltestelle oder im Wartezimmer.

  • Beim Micro Learning werden kleine Lerneinheiten bereitgestellt, sogenannte »Learning Nuggets«. Sie sind so gestaltet, dass sie sich gut zwischendurch nutzen lassen, zum Beispiel beim Mobile Learning. Daher müssen die Lerneinheiten speziellen Anforderungen gerecht werden: Sie sollten maximal zehn Minuten lang sein, Unterbrechungen ermöglichen und Ablenkungen sowie Umgebungsgeräusche berücksichtigen.

  • Social Learning bezeichnet das gemeinsame Lernen mit Hilfe von Social Media-Technologien. In der betrieblichen Weiterbildung werden beispielsweise Wikis eingesetzt, um gemeinsam Wissen zu sammeln. Im Online-Studium bewerten Studierende in sogenannten »Peer-to-Peer-Reviews« gegenseitig ihre Hausarbeiten oder erstellen zusammen Online-Karteikarten. Sie nutzen außerdem soziale Netzwerke, Blogs und Foren, um Fragen zum Studium zu diskutieren und gemeinsam Dokumente zur Klausurvorbereitung zu erarbeiten.

  • Massive Open Online Courses (MOOCs) werden meist von Hochschulen initiiert und vermitteln akademisches Wissen in Form von Videovorlesungen, digitalen Skripten und Online-Tests. Die Kurse haben keine Zugangsbeschränkungen und sind oftmals kostenfrei. Der Austausch der Teilnehmer findet in sozialen Netzwerken, Blogs und Wikis statt.

  (12.09.2014, prh)

Infografik »Flexible Lernformate – Welche Lernform passt zu mir?«

 

OECD legt »Bildung auf einen Blick 2014« vor

OECD

In Deutschland erwerben so viele junge Leute wie noch nie einen tertiären Abschluss, etwa an einer Hoch-, einer Fachschule oder als Meister. Gleichzeitig wächst der Anteil an Hochgebildeten OECD-weit in kaum einem anderen Land so langsam wie hier. Das geht aus der jüngsten Ausgabe des OECD-Berichts »Bildung auf einen Blick« hervor, der heute in Brüssel und in Berlin vorgestellt wurde. Danach verfügen in Deutschland 28 Prozent der 25- bis 64-Jährigen über einen Tertiärabschluss, im Durchschnitt der OECD sind es 33 Prozent.

Schaut man auf den Unterschied zwischen den Generationen fällt auf, dass in fast allen betrachteten Ländern die 25- bis 34-Jährigen einen weit höheren Anteil an formal hochgebildeten Menschen haben als die 55- bis 64-Jährigen. Im OECD-Schnitt liegen zwischen Jüngeren und Älteren 15 Prozentpunkte. Deutschland ist neben Israel und den Vereinigten Staaten eines von nur drei Ländern, bei denen im Laufe einer Generation kein wesentlicher Zuwachs zu erkennen ist.

Dies ist vor allem deshalb bedenklich, weil sich die soziale Kluft zwischen gut und weniger gut ausgebildeten Menschen in den vergangenen Jahren erheblich vertieft hat: So ist die Arbeitslosigkeit im OECD-Raum seit der Jahrtausendwende bei Geringqualifizierten mit einer Ausbildung unterhalb des Sekundarbereichs II (weder Abi noch Berufsausbildung) bedeutend stärker gewachsen als bei Mittel- oder Hochqualifizierten. In Deutschland gingen die Erwerbslosenquoten im gleichen Zeitraum zwar für alle Bildungsstufen zurück, mit 12,8 Prozent sind aber noch immer weit mehr Menschen mit geringer Ausbildung ohne Job als in höheren Bildungsstufen (Sekundar II: 5,3%; Tertiär: 2,4%).

Mindestens ebenso stark ins Gewicht fällt der Unterschied zwischen den Einkommen der verschiedenen Bildungsstufen. Im OECD-Durchschnitt hat sich der Einkommensvorteil, den tertiär gebildete Berufstätige gegenüber Menschen ohne entsprechenden Abschluss haben, von 51 Prozent im Jahr 2000 auf 59 Prozent erhöht. In Deutschland ist die Lücke noch ausgeprägter: 2012 verdienten Hochqualifizierte 74 Prozent mehr als Erwerbstätige, die nach der Realschule oder dem Gymnasium weder zur Uni noch zur Fach(hoch)schule oder in einen Meisterkurs gegangen waren. Im Jahr 2000 hatte dieser Vorsprung erst bei 45 Prozent gelegen.

Brisant ist die Einkommensentwicklung vor allem in der unteren Hälfte des Lohnspektrums. Setzt man das durchschnittliche Einkommen von 25- bis 64-Jährigen mit Abitur oder Berufsschulabschluss (Sekundarbereich II) auf einem Index gleich 100, so lag das Einkommen von Erwachsenen ohne einen solchen Abschluss im Jahr 2000 im OECD-Durchschnitt bei 80 und ging bis 2012 auf 76 zurück. In Deutschland verringerte sich der Abstand zwischen Einkommen der mittleren und der untersten Bildungsstufe im gleichen Zeitraum zwar etwas, allerdings eher, weil sich die Lage der mittelgut Qualifizierten und Verdienenden jener mit niedrigem Verdienst und niedriger Qualifikation annäherte. Der Bericht sieht hier die Gefahr einer »Aushöhlung der Mitte«.

»Deutschland erzielt bei vielen Indikatoren des diesjährigen Bildungsberichts gute Ergebnisse. Bei genauerem Studium der Daten stellt sich allerdings heraus, dass die schönen Durchschnittswerte nur die halbe Wahrheit erzählen«, sagte Heino von Meyer, Leiter des OECD Berlin Centres, bei der Vorstellung des Berichts in Berlin. »Gerade für Schüler aus sozial schwachen Familien bleibt das Versprechen ‚Aufstieg durch Bildung' häufig in weiter Ferne. Dabei kann kaum etwas Menschen besser aus Arbeitslosigkeit, Armut und Ausgrenzung herausführen als Bildung. Für eine Gesellschaft ist das vielleicht die größte Herausforderung: Durch Bildung soziale Mobilität zu fördern«.

Insgesamt ist die Bildungsmobilität in Deutschland so gering wie in kaum einem anderen OECD-Land: 58 Prozent aller Erwachsenen zwischen 25 und 64 Jahren haben den gleichen formalen Bildungsstand wie ihre Eltern, 24 Prozent sind besser ausgebildet und 18 Prozent bleiben hinter den Qualifikationen ihrer Eltern zurück. Unter den jungen Erwachsenen bis 34 Jahre ist der Trend jedoch umgekehrt: Hier sind nur 19 Prozent höher gebildet als ihre Eltern, 24 Prozent haben einen niedrigeren Abschluss.

Noch immer hängt die Wahrscheinlichkeit einer hohen Qualifikation stark vom familiären Hintergrund ab. Im OECD-Durchschnitt haben in der Altersgruppe 35 bis 44 zwei Drittel der Erwachsenen mit hochgebildeten Eltern auch einen Tertiärabschluss, aber nur ein Viertel derer, bei denen die Eltern niedrig (unterhalb Sekundarstufe II) gebildet waren. An dieser Verteilung ändert sich auch in der jüngeren Altersgruppe zwischen 25 und 34 kaum etwas. In Deutschland gehen Kinder von hochqualifizierten Eltern mit einer mehr als doppelt so großen Wahrscheinlichkeit an die Uni, Fachhochschule oder in Meisterklassen wie Kinder von Mittel- und Niedriggebildeten.

Wo soziale Mobilität durch Bildung wenig verbreitet ist, sind aber nicht nur die Chancen für ein erfülltes Leben des Einzelnen geringer. Der Bericht zeigt auch, dass Länder, in denen die Kompetenzen zwischen den Menschen gleichmäßig verteilt sind, wirtschaftliche und gesellschaftliche Vorteile haben. In ihnen ist das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf höher und die Einkommensungleichheit niedriger als in Ländern, deren Bevölkerung im Mittel zwar ähnlich qualifiziert ist, in denen die Kompetenzen aber ungleicher verteilt sind.

»Eine offene Gesellschaft benötigt ein Bildungssystem, das das Lernen aller fördert«, sagte OECD-Vertreter Heino von Meyer. »In Deutschland hat der Bildungsaufschwung bisher nur bedingt zu einer besseren sozialen und ökonomischen Teilhabe bildungsferner Schichten beigetragen. Die Politik darf sich nicht auf dem Erreichten ausruhen. Gerade der internationale Vergleich macht klar, dass es anderen Ländern besser gelingt, das Bildungsniveau ihrer Bevölkerung über alle Gruppen hinweg zu heben«.

Hintergrund
Bildung auf einen Blick 2014 bietet Daten zu den Strukturen, der Finanzierung und der Leistungsfähigkeit von Bildungssystemen aus 34 OECD-Ländern sowie einer Reihe von Partnerländern. Mit mehr als 150 international vergleichbaren Indikatoren ist der Bericht das umfangreichste Kompendium zur Bildung weltweit.


(09.09.2014, prh )

siehe auch: Ländernotizen Deutschland (PDF, 13 Seiten)

Zum Gesamtbericht (PDF, 729 Seiten)

BMBF-Artikel »Deutschland bildet sich«

 

nfb: Standards für »gute Beratung« beschlossen

nfb

Das Nationale Forum Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung (nfb) hat in Berlin Qualitätsstandards für die Bildungs- und Beschäftigungsberatung sowie ein Kompetenzprofil für Berater und Beraterinnen verabschiedet.

Die Anforderungen an eine »gute Beratung« wurden in einem mehrjährigen Offenen Koordinierungsprozess mit zahlreichen ExpertenInnen und Akteuren aus diesem Handlungsfeld erarbeitet. Die Federführung für dieses Projekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wurde, lag beim nfb und der Forschungsgruppe Beratungsqualität am Institut für Bildungswissenschaft an der Universität Heidelberg (IBW).

Erprobt wurden die Qualitätsstandards im Rahmen eines strukturierten und vom IBW begleiteten Qualitätsentwicklungsprozesses auf der Basis eines hierfür konzipierten Qualitätsentwicklungsrahmens (QER) mit einer Reihe von Unterstützungsinstrumenten zur praktischen Durchführung (Workshops, internetbasierte Qualitätsplattform, Checklisten, Tipps und Tools).

Die im nfb vertreten Organisationen und Einzelmitglieder werden sich dafür einsetzen, dass die »Standards des nfb« verbreitet werden und Anerkennung im gesamten Feld der Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung finden.

»Erstmals in Deutschland besteht ein breiter Konsens von Wissenschaft, Praxis, Politik und Fachverbänden über das Beratungsverständnis in Bildung, Beruf und Beschäftigung sowie über die Anforderungen an qualitätsvolle Beratung«, sagte Karen Schober, nfb-Vorsitzende bei der Vorstellung der Standards. Damit sei man dem Ziel, Qualität und Professionalität in der Bildungs- und Beschäftigungsberatung zu verbessern sowie mehr Transparenz über die Qualität von Beratungsangeboten herzustellen, einen großen Schritt näher gekommen. »Dies trägt«, so Schober, »auch zu einem besseren Verbraucherschutz für die Nutzerinnen und Nutzer von Beratungsangeboten bei«.

Hintergrund
Das Nationale Forum Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung e.V. ist ein gemeinnütziger, konfessionell und parteipolitisch unabhängiger Verein, der sich als Netzwerk aller Akteure in den Bereichen der Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung versteht. Sein Ziel ist die Förderung der fachgerechten Beratung in Deutschland zur Unterstützung des lebenslangen Lernens.


(09.09.2014, prh)

nfb-Qualitätsstandards für die Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung (PDF, 36 Seiten)

Weitere Informationen

 

Offene Hochschulen für alle

Bund und Länder wollen in den nächsten Jahren gemeinsam die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung stärken.

Dadurch soll auch die Weiterbildung in den Hochschulen unterstützt werden, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke.
 
Zudem sollen die Möglichkeiten für lebenslanges Lernen und das Angebot an praxisnahen sowie berufsbegleitenden aber auch dualen Studienangeboten an Hochschulen ausgeweitet werden und die Integration von Berufstätigen und beruflich Qualifizierten in der Hochschulbildung verbessert werden. Dafür stelle das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den Jahren 2011 bis 2020 insgesamt 250 Millionen Euro zur Verfügung.

Bund und Länder hätten im Jahr 2008 vereinbart, den Wettbewerb »Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen« ins Leben zu rufen. Neben der Durchlässigkeit sollen die Hochschulen zur Profilbildung im wissenschaftlichen Lernen und beim berufsbegleitenden Studium ermuntert werden. Das BMBF habe im Jahr 2011 die erste Wettbewerbsrunde des Förderprogramms eröffnet, die zweite Wettbewerbsrunde sei im August 2014 gestartet. Der Bund-Länder-Wettbewerb »Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen« sei Teil der Qualifizierungsinitiative Aufstieg durch Bildung aus dem Jahr 2008. Ziel sei es, Bildungschancen zu steigern.

Der im Titel des Wettbewerbs verwendete Begriff »offene Hochschule« verdeutlicht laut Bundesregierung das Ziel der Öffnung von Hochschulen für neue Zielgruppen. Neue didaktische Modelle würden die flexible Gestaltung der Lehr-Lern-Prozesse entsprechend der speziellen Anforderungen der Studenten erlauben, die nicht ins klassische Raster fallen. Die Zielgruppen umfassen laut Antwort Berufstätige, Menschen mit Kindern oder pflegebedürftigen Eltern, Berufsrückkehrer, Studienabbrecher, arbeitslose Akademiker und beruflich Qualifizierte auch ohne formale Hochschulzugangsberechtigung sowie Bachelor-Absolventen, die nach beruflicher Erfahrung unter anderem auch berufsbegleitend studieren wollen.

Die übergeordneten Ziele des Wettbewerbs sind laut Bundesregierung die dauerhafte Sicherung des Fachkräfteangebots, die Verbesserung der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung, die schnellere Integration von neuem Wissen in die Praxis und die Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschaftssystems durch nachhaltige Profilbildung im lebenslangen wissenschaftlichen Lernen und beim berufsbegleitenden Studium. Derzeit noch vielerorts herrschende Barrieren an den Hochschulen sollen abgebaut werden. Dazu gehören mangelnde Berücksichtigung der spezifischen Bedürfnisse der genannten Zielgruppen in der organisatorisch-didaktischen Gestaltung der wissenschaftlichen Weiterbildungsangebote und methodische Unsicherheiten und mangelnde Akzeptanz im Bereich der Anrechnung beruflich erworbener Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge, schreibt die Bundesregierung.

Grundsätzlich gehe eine zukunftsorientierte Hochschulbildungspolitik einher mit der Flexibilisierung der Zugangsmöglichkeiten zu den Hochschulen. Die Förderung der Diversifizierung der Studien- und Weiterbildungsmöglichkeiten trage hierzu bei. Das Förderprogramm sorge nicht nur für die Vernetzung individueller Bildungsbedürfnisse mit akademischer Angebotsvielfalt sondern auch für eine bessere Anbindung an lokale Wirtschaftsstrukturen. Damit trage es zur Sicherung des Fachkräfteangebots bei und fördere an den Hochschulen Interdisziplinarität, stärke Bildungsbeteiligung durch adressatengerechte Studienformate und wirke entscheidend auf den Ausbau der Infrastruktur für die Inanspruchnahme des sogenannten Dritten Bildungsweges hin.


(05.09.2014, prh)

Im Wortlaut: Antwort der Bundesregierung (PDF, 20 Seiten)

 

Zahl der Meister- und Technikerabschlüsse nimmt wieder zu

BIBBBIBB-Analysen zum Anteil Erwerbstätiger mit Fortbildungsabschluss: Trendwende zum Positiven bei Aufstiegsfortbildungen. 

Der Anteil der Erwerbstätigen mit Meister- oder Technikerabschluss steigt nach einem starken Rückgang im letzten Jahrzehnt wieder an. Rund jeder zwölfte westdeutsche erwerbstätige Mann zwischen 15 und 65 Jahren (8,4 Prozent) verfügte 2012 über einen dieser beiden Abschlüsse. 1992 waren es noch 12,1 Prozent, 2006 nur noch 7,0 Prozent. Dies zeigen Analysen der letzten sechs Erwerbstätigenbefragungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Auch auf der Grundlage des Mikrozensus zeigt sich zwischen 1999 und 2011 eine Kehrtwende für Personen mit einem Abschluss einer Aufstiegsfortbildung: hier steigt der Anteil erwerbstätiger Männer mit einem Fortbildungsabschluss seit dem Tiefpunkt im Jahr 2007 ebenfalls wieder langsam, aber stetig an. Eine positive Entwicklung zeigt sich auch bei den Fortbildungsprüfungen, die jährlich vom Statistischen Bundesamt gemeldet werden: auch hier sind nach einem starken Rückgang in den 90er-Jahren wieder steigende Zahlen zu beobachten.

Betrachtet man alle Fortbildungsabschlüsse - also zusätzlich zum/zur Meister/-in und Techniker/-in auch die zum/zur Betriebswirt/-in, Fachwirt/-in oder Fachkaufmann/-frau - so verfügten im Jahr 2012 laut BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 10,1 Prozent der erwerbstätigen Männer und 4,4 Prozent der erwerbstätigen Frauen über einen entsprechenden Abschluss (insgesamt: 7,6 Prozent).

»Aufstiegsfortbildungen eröffnen sowohl breitere Beschäftigungsperspektiven als auch attraktive Karrieremöglichkeiten. Sie machen die berufliche Bildung für alle interessant - insbesondere auch für schulisch höher Qualifizierte, so wie es auch der Deutsche Qualifikationsrahmen dokumentiert«, betont BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser. »Die sich abzeichnende positive Entwicklung ist daher sehr zu begrüßen. Sie sollte weiter verstärkt werden, zum Beispiel durch eine noch bessere Verzahnung von Ausbildung und Aufstiegsfortbildung«.

Bei seinen Analysen unterschiedlicher statistischer Quellen ging das BIBB von der Frage aus, wie sich der Anteil der Personen mit Fortbildungsabschluss unter allen Erwerbstätigen entwickelt hat. Aus statistischen Gründen beschränken sich die BIBB-Analysen im Zeitverlauf auf Daten für Männer. Die Entwicklung der gesamten Fortbildungsquote wurde aufgrund von Analysen verschiedener Mikrozensuserhebungen nachgezeichnet. Die Analysen der Erwerbstätigenbefragungen wurden nach Meister- und Technikerabschlüssen differenziert.

Die BIBB-Analysen sind in der aktuellen Ausgabe 4/2014 der BIBB-Fachzeitschrift »Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis« (BWP) mit dem Thema »Aufstiegsfortbildung« erschienen. Der Beitrag steht kostenlos zum Download zur Verfügung.

Hintergrund:
Der Mikrozensus ist die amtliche Repräsentativstatistik des Statistischen Bundesamtes über die Bevölkerung und den Arbeitsmarkt, an der jährlich ein Prozent aller Haushalte in Deutschland beteiligt ist. Dabei werden jährlich etwa 830.000 Personen aus rund 370.000 Privathaushalten zu unterschiedlichen Themenfeldern befragt, unter anderem zu Erwerbstätigkeit, Beruf und Ausbildung.

Die BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragungen 2006 und 2012 sind telefonische, computerunterstützte Repräsentativbefragungen von jeweils 20.000 Erwerbstätigen in Deutschland, die gemeinsam vom BIBB und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) durchgeführt wurden. Grundgesamtheit sind Erwerbstätige ab 15 Jahren (ohne Auszubildende) mit einer Tätigkeit von regelmäßig mindestens zehn Stunden pro Woche. Diese Befragungen schließen an die gemeinsamen Erhebungen des BIBB und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) an, die in den Jahren 1979, 1986, 1992 und 1999 durchgeführt wurden.


(05.09.2014, prh)

BIBB-Analysen »Aufstiegsfortbildung«

 

Kursportal Schleswig-Holstein wird weiter gefördert

Weiterbildung in Schleswig-Holstein

Kursportal Schleswig-Holstein erhält Förderung über 388.000 Euro.  

Landes-Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat am 3. September einen Förderbescheid über 388.000 Euro an die Volkshochschule Pinneberg übergeben, die damit bis 2016 die Online-Plattform Kursportal Schleswig-Holstein weiterbetreiben kann.

Im Kursportal Schleswig-Holstein sind tagesaktuell über 21.475 Weiterbildungsangebote (Stand 05.09.2014) eingepflegt, wobei großer Wert auf die Qualitätssicherung und Verbraucherschutzaspekte gelegt wird – und das kommt gut an: Die Besucherzahlen sind von 174.000 im Jahr 2008 kontinuierlich auf 371.000 (2013) gestiegen. Das Kursportal ist auch für mobile Endgeräte als auch als kostenlose App verfügbar.

»Weiterbildung ist unsere erste Antwort auf den Fachkräftemangel, und mit dem kostenlosen Kursportal bieten wir Weiterbildungsinteressierten einen sehr einfachen Weg, um ein passendes Angebot in der Region zu finden«, so Meyer. »Lebenslanges Lernen braucht Informationen, und die holt man sich heutzutage mehr denn je übers Netz«. Das Kursportal sei somit als zentraler Informationsträger zusammen mit der Förderung der Weiterbildungsteilnahme über den Weiterbildungsbonus, die Weiterbildungsberatung und die Förderung der Berufsbildungsstätten eine wichtige Säule in der Weiterbildungsinfrastruktur des Landes, so Meyer.

Mit der Förderung ist der Auftrag an die VHS Pinneberg verbunden, das Kursportal technologisch und konzeptionell weiterzuentwickeln sowie spezifische Angebote für Schwerpunktbranchen in Schleswig-Holstein zu entwickeln. Dabei wird das Kursportal eng mit dem geplanten Kompetenznetzwerk Fachkräftesicherung und Weiterbildung kooperieren. Technologische Basis für das Kursportal bietet das WISY-System aus Hamburg, das auch in Rheinland-Pfalz und Hessen eingesetzt wird.

QUELLE: Nach einer Meldung des Wirtschaftsministeriums, Kiel


(05.09.2014, prh)

Kursportal Schleswig-Holstein

 

DGB Sachsen: Weiterbildung für Arbeitslose besser unterstützen!

dgb

Zur Bekämpfung der Erwerbslosigkeit fordert der DGB Leipzig-Nordsachsen eine bessere finanzielle Unterstützung bei Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen. 

»Da die Qualifikation der Erwerbslosen und die betrieblichen Anforderungen häufig nicht zusammenpassen, sind Weiterbildungen ein entscheidendes Instrument der Arbeitsmarktpolitik«, sagt Bernd Günther, Geschäftsführer der DGB-Region Leipzig-Nordsachsen, angesichts des hohen Niveau der Arbeitslosenzahlen in Leipzig.

Für den August meldete zwar die Leipziger Agentur für Arbeit einen leichten Rückgang der Arbeitslosenzahlen insgesamt, aber weiterhin mit einer hohen Quote von 10,1 Prozent. Nötig seien sinnvolle Qualifizierungsangebote, die nicht nur die Mitwirkungsbereitschaft der Erwerbslosen prüfen. Vor allen Dingen seien bessere finanzielle Rahmenbedingungen für die fortbildungswilligen Erwerbslosen angezeigt.

Günther verweist auf eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Dort nennen Erwerbslose am häufigsten finanzielle Aspekte, wenn sie nach Gründen gefragt werden, die gegen eine Teilnahme an einer längeren Weiterbildung sprechen. Die Arbeitsmarktexperten hatten untersucht, welche Schwierigkeiten mögliche Teilnehmer und Teilnehmerinnen an einer von der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter geförderten Weiterbildung mit einer Dauer von mindestens einem Jahr sehen. 44 Prozent geben beispielsweise an, sie könnten es sich nicht leisten, über den Zeitraum von einem Jahr (oder länger) auf alternative Erwerbseinkommen zu verzichten. Auch ein als relativ sicher angesehener Job mit einem Einkommen etwas oberhalb des Transferbezugs werde häufig als attraktiver angesehen als die unsichere Aussicht auf ein späteres höheres Einkommen infolge der Weiterbildung.

29 Prozent antworteten darüber hinaus, dass sie das Lernen nicht mehr gewohnt seien. 21 Prozent sehen die Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen als Hinderungsgrund. So sollten insbesondere im Hartz-IV-System Maßnahmen gefördert werden, die zu einem Berufsabschluss führen. Arbeitsuchende ohne Berufsabschluss tragen ein hohes Risiko länger erwerbslos zu bleiben. Ihr Anteil an der Gesamtarbeitslosigkeit in Leipzig ist mit rund 32 Prozent sehr hoch, bei Jugendlichen bis 28 Jahren liegt der Anteil sogar bei rund 46 Prozent.

Der Leipziger DGB-Chef forderte hierzu finanzielle Anreize für Erwerbslose. »Bei einer Teilnahme an einer soliden Qualifizierungsmaßnahme könnten neben dem Arbeitslosengeld eine pauschale Aufwandsentschädigung oder eine Erhöhung der Arbeitslosenunterstützung von mindestens zehn Prozent und mindestens 100 Euro gezahlt werden. Auch eine Abschlussprämie nach dem Erwerb des Berufsabschlusses könne ein guter Anreiz sein«, so Günther.

Der DGB Leipzig-Nordsachsen setzt sich dafür ein, dass die Ausgaben für aktive Arbeitsmarktpolitik nicht weiter sinken, sondern wieder steigen. »Wir brauchen keine Maßnahmen, bei denen Erwerbslose kurze Zeit aus der Statistik verschwinden und in Arbeitsgelegenheiten gesteckt werden, die weder gute Arbeitsbedingungen noch eine nachhaltige Perspektive bieten«, so der Gewerkschafter. (02.09.2014, prh)

vergleiche: Weiterbildung bei Arbeitslosen: Finanzielle Aspekte sind nicht zu unterschätzen

 

Berufliche Weiterbildung mit MOOCs statt in verstaubten Klassenräumen

IZAGesprochen wird es »MUUK« (englisch: MOOC), gemeint sind über das Internet abrufbare Kursangebote für hunderttausende von Studenten. MOOCs sind »Massive Open Online Courses«: Massive, weil weltweit viele Studenten auf das Kursangebot zugreifen können; open, weil diese Kurse kostenlos oder sehr günstig sind; online, weil sie über das Netz auf Smartphone, Tablet oder Notebook Tag und Nacht abrufbar sind; courses, weil Lerninhalte strukturiert präsentiert werden und über Prüfungsaufgaben abgefragt werden.

MOOCs werden derzeit als Chance oder Bedrohung für die Universitätslandschaft diskutiert – in Deutschland (FAZ: Harvard für jedermann) und international (The Economist: The future of universities: The digital degree). Weniger diskutiert wird die Bedeutung von MOOCs für die berufliche Weiterbildung.

Berufliche Weiterbildung wird heute häufig assoziiert mit dunklen Klassenräumen, Frontalunterricht durch mehr oder weniger didaktisch begabte Dozenten, Kaffee- und Raucherpausen. Wer sich die Weiterbildungsaktivitäten international agierender deutscher Unternehmen ansieht, bekommt ein Gefühl, wie attraktiv, spannend und relevant Weiterbildung sein kann. Schweißen, Löten, CNC-Drehen und Fräsen – wer bereits eine Ausbildung als Facharbeiter in diesen Bereichen durchlaufen hat, muss sich ständig fortbilden, um mit dem rasanten technischen Fortschritt mithalten zu können.

Doch Fortbildung kann auch Laune machen: Wird bei Schulungen die Werkshalle zum Klassenraum, ist das ein Erlebnis – geschult wird selbstverständlich nicht an ausrangierten Museumsstücken, sondern am neuesten Modell. Statt der Vermittlung von zum Teil veralteten oder irrelevanten, weil arbeitsmarktfernen Lerninhalten wird auf Learning on Demand gesetzt. So werden zum Beispiel bei Reparaturen an Maschinen Videos mit allen Detailarbeitsschritten über das Tablet eingespielt – jede Schraube, jede Handbewegung wird visuell dargestellt. Hier lugt der Fachkräftemangel um die Ecke – häufig ist der Engpass das Fachpersonal, das die modernen Maschinen bedienen kann. Berufliche Weiterbildung mit hoher Arbeitsmarktrelevanz ist deshalb gefragter denn je.

MOOCs haben das Potenzial, die berufliche Weiterbildung in den etwa fünf Jahrzehnten nach dem Studien- oder Berufsabschluss weiter zu modernisieren. Die Kombination aus Top-Vorlesungen von den Superstars der jeweiligen Fächer und Tutorials in den jeweiligen Unternehmen klingt nach Zukunftsmusik. Der Weg dahin ist jedoch bereits beschritten. Was fehlt, ist die Verbindung von beruflicher Weiterbildung und einem Credit Point System für das lebenslange Lernen.

Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des Autors, Alexander Spermann. (01.09.2014, as, prh)

QUELLE: IZA

 

Förderung beruflicher Weiterbildung erreicht Jahrestiefstwert

BBB

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im August 30.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als im Juli, so dass mit 2,902 Millionen die Arbeitslosenquote auf 6,7 Prozent kletterte.

Beunruhigend hoch ist auch die Quote, um die die Bestandszahlen der geförderten beruflichen Weiterbildung im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen ist. Diese sank um 5,7 Prozentpunkte auf nunmehr 142.471 Teilnehmer und hat damit einen Jahrestiefstwert erreicht. Auch die Zugänge ließen deutlich nach und sanken um gut 13 Prozent auf insgesamt 20.977.

Nach Berechnungen des Bildungsverbandes ergibt sich dabei folgendes Bild:

FbW August 2014

 

»Im August waren bei der BA bundesweit insgesamt 515.000 freie Arbeitsstellen gemeldet – besonders in den Bereichen Metall-, Maschinen- und Fahrzeugtechnik, aber auch Mechatronik, Energie, Elektro und Verkauf. Alles Berufsfelder, in denen mit überschaubarem Aufwand arbeitslose Menschen für den Arbeitsmarkt nachqualifiziert werden könnten. Daher sollten zukünftig die Anstrengungen im Bereich FbW gerade in den traditionell beschäftigungsärmeren Sommermonaten verdoppelt werden«, kommentierte der Vorsitzende des Bildungsverbandes, Thiemo Fojkar, die am 28.08.2014 veröffentlichten Zahlen.

Hintergrund
Der Bundesverband der Träger beruflicher Bildung, kurz Bildungsverband, ist ein Zusammenschluss maßgeblicher Anbieter von Bildungsprogrammen in Deutschland. Der Bildungsverband versteht sich als ein »Qualitätsverbund« der beruflichen Weiterbildung und hat sich und seine Mitgliedsunternehmen auf Qualitätsgrundsätze festgelegt.

QUELLE: Bildungsverband



(29.08.2014, prh/BBB)

Website des Bildungsverbandes (BBB)

 

Rheinland-Pfalz unterstützt Weiterbildung mit Millionen-Zuschüssen

rheinland-pfalz

Mit rund 8,7 Millionen Euro fördert das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz in diesem Jahr die Arbeit der anerkannten Weiterbildungsorganisationen im Land. Den Großteil der Landesmittel erhalten die Weiterbildungseinrichtungen im Rahmen der Regelförderung nach dem Weiterbildungsgesetz.

»Die Regelförderung der Volkshochschulen und der anerkannten Landesorganisationen der Weiterbildung trägt wesentlich zur Vielfalt und Qualität des Weiterbildungsangebotes in unserem Lande bei«, unterstrich Weiterbildungsministerin Doris Ahnen. Zudem habe das Land einen Fördertopf von über 700.000 Euro für die Unterstützung spezieller Maßnahmen.

Die Volkshochschulen, zumeist in Trägerschaft der Kreise und kreisfreien Städte, werden mit rund 4,7 Millionen Euro finanziell unterstützt. Daneben erhalten die Katholische Erwachsenenbildung Rheinland-Pfalz im laufenden Jahr rund 778.000 Euro und die Evangelische Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung in Rheinland-Pfalz rund 603.000 Euro. Das Bildungswerk des Landessportbundes Rheinland-Pfalz wird mit rund 662.000 Euro und die Landesarbeitsgemeinschaft Anderes Lernen mit rund 425.000 Euro unterstützt. »Arbeit und Leben« erhält rund 273.000 Euro und die Landesvereinigung für ländliche Erwachsenenbildung in Rheinland-Pfalz rund 369.000 Euro.

Die Förderung erfolgt entsprechend den Regelungen des rheinland-pfälzischen Weiterbildungsgesetzes auf der Grundlage des im Jahr 2012 geleisteten Weiterbildungsangebotes der einzelnen Organisationen. Danach besuchten rund 673.000 Frauen und Männer insgesamt mehr als 717.100 Unterrichtsstunden.

Für Kurse zur Vorbereitung auf den Erwerb von Schulabschlüssen, die Initiative Alphabetisierung und Grundbildung sowie für innovative Modellprojekte und die regionalen Beiräte im Bereich der Weiterbildung stellt das Land zusätzlich 753.000 Euro zur Verfügung. »Besondere Bedeutung kommt in der rheinland-pfälzischen Weiterbildungspolitik der Gewährleistung einer ‚zweiten und dritten Chance' zur Verbesserung der eigenen Bildungsbiografie zu. Angebote zur Verbesserung der Lese- und Schreibkompetenz Erwachsener und die nachholende Qualifizierung durch den Erwerb von Schulabschlüssen sind wichtige Voraussetzungen für Chancengleichheit und das Gelingen von gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Integration«, sagte Doris Ahnen.

Es ist zudem erklärtes Ziel der Landesregierung, die berufsbezogene und die betriebliche Weiterbildung zu einem festen Bestandteil der Unternehmenskultur aller rheinland-pfälzischen Unternehmen zu machen. Auf dem Weg dorthin werden kleine und mittlere Unternehmen mit weiteren 150.000 Euro zur Bildungsfreistellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterstützt. »Neben der Stärkung der individuellen Bildungs- und Lebenschancen der Beschäftigten unterstützt dies die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen im Land«, so die Weiterbildungsministerin.

QUELLE: Landesregierung Rheinland-Pfalz


(28.08.2014, prh)

 

DIHK-Umfrage: Weiterbildung 2014

dihk

Ergebnisse einer IHK-Online-Unternehmensbefragung.  

Die Unternehmen investieren in die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter. Das zeigen die Ergebnisse der DIHK-Umfrage »Weiterbildung 2014«.  

Der Erhebung liegen nahezu 13.000 Antworten zugrunde. Ihnen zufolge plant fast ein Drittel der Betriebe, ihr Engagement in der Weiterbildung auszubauen. Knapp 70 Prozent möchten das Angebot auf einem gleichbleibenden Niveau halten. Nur 1 Prozent der Befragten gibt an, künftig weniger in die Weiterbildung investieren zu wollen.

Der DIHK sieht darin vor allem eine Reaktion der Betriebe auf die gute wirtschaftliche Entwicklung und den immer deutlicher spürbaren Fachkräftemangel: Unternehmen engagieren sich, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Und mehr Kraftanstrengungen bei der betrieblichen Weiterbildung sind nach wie vor die häufigste Reaktion der Betriebe auf das altersbedingte Ausscheiden von Mitarbeitern.

Die Untersuchung verdeutlicht aber auch weitere Trends bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels: In vielen Unternehmen wächst das Bewusstsein für das Erfordernis, neue Fachkräfte zu rekrutieren und dabei auch bisher weniger genutzte Potenziale zu erschließen. Immerhin 6 Prozent der Befragten geben an, in Zukunft verstärkt auf die Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland setzen zu wollen.

Eine weitaus größere Rolle aber spielt die Förderung Geringqualifizierter und älterer Arbeitnehmer. Mehr als ein Drittel der Befragten plant, künftig mehr in die Förderung und Qualifizierung dieser Mitarbeiter zu investieren.

Woran es aus Sicht der Betriebe häufig mangelt, sind betriebsspezifische und damit auch aus Sicht der Unternehmen lohnenswerte Weiterbildungsangebote. Hier sind die Bildungsträger gefordert, noch stärker auf die Bedürfnisse der Wirtschaft einzugehen.

QUELLE: DIHK


(25.08.2014, prh)

Zusammenfassung der Ergebnisse (PDF, 7 Seiten)

 

Stiftung Warentest: Aktuelle Broschüre zur Weiterbildungsfinanzierung

Stiftung Warentest

Leitfaden zeigt wertvolle Zuschüsse.  

Der Staat unterstützt berufliche Weiterbildung mit zahlreichen Zuschüssen. Neben der Bildungsprämie des Bundes stehen für Bildungsinteressierte noch vielfältige weitere Fördermöglichkeiten zur Verfügung.

In insgesamt sechs Bundesländern existieren zusätzlich eigene Programme zur Weiterbildungsförderung mit jeweils separatem Konzept. Antrags­verfahren und Ansprech­partner.

Darauf weist die Stiftung Warentest in ihrem aktualisierten kostenlosen Online-Special »Weiterbildung finanzieren« hin, das über den untenstehenden Link direkt abgerufen werden kann.

Weitere Tipps finden Sie in einem Artikel auf der Website test.de.


(21.08.2014, prh)

Stiftung Warentest: Weiterbildung finanzieren

Zum Online-Special

 

Bundeskabinett beschließt BaFöG-Novelle

BMBF

Die Bundesregierung hat bei ihrer heutigen Kabinettssitzung den Entwurf für das 25. BAföG-Änderungsgesetz verabschiedet. Das Reformpaket besteht aus zwei wesentlichen Teilen: Der dauerhaften Übernahme der gesamten Finanzierung des BAföG durch den Bund sowie substanziellen und strukturellen Verbesserungen der BAföG-Leistungen für Schülerinnen, Schüler und Studierende.

Bereits vom kommenden Jahr an wird der Bund demnach die volle Finanzierung der Geldleistungen nach dem BAföG übernehmen. Dadurch werden die Länder künftig jährlich um rund 1,2 Milliarden Euro entlastet. Laut Gesetzesentwurf soll der den Ländern so zusätzlich entstehende finanzielle Spielraum dem Bildungsbereich, insbesondere den Hochschulen, zugute kommen, wie es bereits am 26. Mai in der politischen Verständigung zwischen Bund und Ländern verabredet worden war.

Mit den substanziellen und strukturellen Verbesserungen wird das BAföG ab Sommer 2016 bzw. Wintersemester 2016/17 an die Lebens- und Ausbildungswirklichkeit derer angepasst, die auf die Leistungen angewiesen sind. So soll etwa die geplante Anhebung der Bedarfssätze und Einkommensfreibeträge um sieben Prozent die Förderungsbeträge steigen lassen und den Kreis der BAföG-Empfänger um rund 110.000 vergrößern. Die Kinderbetreuungszuschläge werden auf einheitlich 130 Euro pro Kind und der Wohnzuschlag auf 250 Euro überproportional angehoben. Für Studierende, die nicht bei ihren Eltern wohnen, steigt damit der monatliche Förderungshöchstsatz um rund 9,7 Prozent von derzeit 670 Euro auf künftig 735 Euro. Die Freibeträge für eigenes Vermögen von Auszubildenden werden ebenfalls erhöht - von bisher 5200 auf 7500 Euro. Bisher bestehende Förderungslücken beim Übergang zwischen einem Bachelor- zu einem Masterstudium werden geschlossen.

Zudem werden mit dem 25. BAföG-Änderungsgesetz Ausbildungsaufenthalte im Ausland ebenso erleichtert wie der Zugang zu einer Förderung für nichtdeutsche Auszubildende. Unter anderem haben künftig Drittstaatsangehörige mit Aufenthaltstiteln aus humanitären oder familiären Gründen oder einer Duldung bereits nach 15 Monaten statt bisher vier Jahren Aufenthalt in Deutschland die Möglichkeit, BAföG zu beantragen.

Für die bessere Unterstützung von BAföG-Empfängern und mehr Bildungs- und Chancengerechtigkeit investiert der Bund jährlich zusätzlich rund 500 Millionen Euro. Zusammen mit den zusätzlich durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bereitzustellenden Mittel in Höhe von 325 Millionen Euro für Darlehensanteile am Studierenden-BAföG werden mit dem gesamten Reformpaket 825 Millionen Euro zusätzlich für das BAföG zur Verfügung gestellt.

QUELLE: Nach einer BMBF-Meldung

(20.08.2014, prh)

Weitere Informationen

 

Baden-Württemberg: Bildungszeitgesetz in der Diskussion

VHS-Verband zum Bildungszeitgesetz: Berufliche und allgemeine Weiterbildung lassen sich nicht abstrakt unterscheiden

Der Volkshochschulverband Baden-Württemberg kritisiert die aktuelle Diskussion um das geplante Bildungszeitgesetz, in der zwischen allgemeiner und beruflicher Weiterbildung abstrakt unterschieden wird. »Ohne Bezug auf eine konkrete berufliche Funktion kann beruflicher Nutzen nicht festgestellt werden«, sagt Verbandsdirektor Dr. Hermann Huba, »denn die Person ist unteilbar. Also muss das Bildungsverständnis ganzheitlich sein«.

»Allgemeinbildung für alle: Zukunftsfrage und Menschenrecht« lautet die Überschrift der kürzlich veröffentlichten Stuttgarter Erklärung des VHS-Verbandes. Darin wird das Bildungsverständnis der Volkshochschulen als Vermittlung umfassender Fähigkeiten und Fertigkeiten beschrieben, die der individuellen Entfaltung ebenso dienen wie der beruflichen Entwicklung und der gesellschaftlichen Mitwirkung. »Es sollte sich herumgesprochen haben, dass es keine Schublade gibt, die berufliche Weiterbildung enthält und eine andere mit allgemeiner Weiterbildung«, sagt Dr. Hermann Huba, Direktor des Volks­hochschulverbandes Baden-Württemberg, zur aktuellen Diskussion in den Medien. »Die abstrakte Möglichkeit, beruflichen Nutzen unabhängig von einer konkreten beruflichen Aufgabe festzustellen, die in der Politik und von den Arbeitgebern in der gegenwärtigen Diskussion vorausgesetzt wird, existiert nicht. Ohne Bezug auf eine konkrete berufliche Funktion ist diese Feststellung nicht möglich, denn die Person ist unteilbar. Also muss das Bildungsverständnis ganzheitlich sein«.

Der Volkshochschulverband spricht sich deshalb dafür aus, dass prinzipiell alle anerkannten Kurse der sogenannten allgemeinen und beruflichen Weiterbildung im Gesetz zugelassen werden. »Für den beruflichen Nutzen entscheidend ist nicht eine abstrakte Kategorisierung, sondern die konkrete berufliche Aufgabe, die erfüllt wird. Wer will bestreiten, dass in besonders nervenaufreibenden beruflichen Funktionen ein Entspannungskurs auch von beruflichem Nutzen ist?«, betont Huba.

Für den Beruf umsetzbare und gleichzeitig für die Entwicklung der Persönlichkeit geeignete Weiterbildung findet sich in vielen VHS-Kursen, zum Beispiel im VHS-Studium generale, in Kursen zu interkultureller Kompetenz, Stimmbildung, Präsentationstechniken, EDV, Gesund­heitsbildung, Stressbewältigung, gesunder Ernährung sowie in Sprachkursen, einschließlich zertifizierter Prüfungen in unterschiedlichen Bereichen.

Die aktuelle Statistik zeigt, dass im Jahr 2013 rund 143.000 VHS-Veranstaltungen von 2,16 Millio­nen Interessierten besucht wurden, gut 80.000 Personen mehr als im Jahr zuvor. Zum Volkshoch­schulverband Baden-Württemberg gehören 173 Volkshochschulen mit über 730 Außenstellen. Die Einrichtungen vor Ort bieten ein flächendeckendes Netz an vielfältigen Angeboten zur Allgemein­bildung, Gesundheitsbildung, in den Sprachen und zur beruflichen Qualifizierung sowie in der Alphabetisierung und Grundbildung.  (18.08.2014, prh)

Zur »Stuttgarter Erklärung« (PDF, 2 Seiten)

 

In Neuigkeiten & Terminen

Bildungspolitisches Forum des Forschungsverbunds Bildungspotentiale (Bonn)

vom 07.10.2014 bis zum 07.10.2014

Am 7. Oktober 2014 findet in Bonn das zweite bildungspolitische Forum des Forschungsverbunds Bildungspotentiale der Leibniz-Gemeinschaft statt, das in diesem Jahr vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung organisiert wird. Thema des Forums ist das Verhältnis von Bildungsinvestitionen und Bildungserträgen im Lebenslauf. Die Ausgestaltung von Bildungsangeboten und die Leistungsfähigkeit des Bildungswesens sind für die wirtschaftliche Entwicklung, den kulturellen Reichtum und den sozialen Zusammenhalt in modernen Gesellschaften unverzichtbar. Für jeden Einzelnen ist Bildung der Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe und zu einem eigenbestimmten Leben. Die Bildungssysteme und die einzelnen Bildungsbereiche weisen dabei unterschiedliche Stärken und Schwächen auf, die z.B. durch die großen Assessment-Studien von der Grundschule bis zur Weiterbildung in das öffentliche Bewusstsein gerückt wurden.

Der Forschungsverbund setzt hier an und versucht Antworten auf die von Bildungspolitik und ­verwaltung sowie von anderen gesellschaftlichen Akteuren gestellten Fragen zu geben. Auf individueller, institutioneller und gesellschaftlicher Ebene werden Ansatzpunkte für tragfähige Konzepte und erfolgversprechende Reformen gesucht, um Potenziale von und für Bildung weiter nutzbar machen zu können. Der Verbund ist - wie sein Name bereits sagt - nicht auf die Outcomes von Bildungsprozessen und Bildungssystemen beschränkt, sondern rückt - wie der Bildungsbegriff selbst - die (ungenutzten) Möglichkeiten individueller und gesellschaftlicher Entwicklung in den Mittelpunkt.

Die Tagung wird durch die Ministerin für Schule und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen und derzeitige Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Frau Ministerin Sylvia Löhrmann, eröffnet. In einem Hauptvortrag wird Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth von der Humboldt-Universität Berlin die historischen Erfahrungen und aktuellen Herausforderungen im Verhältnis von Bildungsforschung, Bildungspolitik und Bildungspraxis beleuchten. In Arbeitsgruppen werden sodann aktuelle bildungspolitische Reformen auf ihre Motive und Erträge hin analysiert und mit Vertretern aus Bildungspolitik und Bildungsadministration diskutiert. Die Arbeitsgruppen widmen sich der Frühpädagogik, der Schulbildung, der Arbeitsmarktintegration, der Weiterbildung sowie der Fortbildung des pädagogischen Personals.

Das bildungspolitische Forum richtet sich an interessierte Fachkolleginnen und -kollegen, an Repräsentanten aus Bildungspolitik, Bildungsadministration, Sozialpartner, Stiftungen, Berufs- und Trägerverbänden sowie an die bildungspolitisch interessierte Öffentlichkeit.

Zur Anmeldung: http://www.die-bonn.de/weiterbildung/veranstaltungskalender/veranstaltungen_anmeldung.aspx?ID=548

 

Zukunft Personal 2014 (Köln)

vom 14.10.2014 bis zum 16.10.2014

15. Fachmesse für Personalwesen

 

Betriebliche Weiterbildung mitgestalten. Sozialpartnerinitiative zur Fachkräftesicherung (Berlin)

vom 16.10.2014 um 11:00 Uhr bis zum 16.10.2014 um 17:00 Uhr

Über 200 Projekte haben im Rahmen der Initiative »weiter bilden« in den vergangenen fünf Jahren sehr erfolgreich mit innovativen Konzepten die Weiterbildung von Beschäftigten und Unternehmen voran gebracht.

Auf der Fachtagung sollen nun zusammen mit Vertretern aus Politik und Praxis Bilanz gezogen und mit Blick auf die neue ESF-Förderperiode erfolgreiche Ansätze für sozialpartnerschaftliches Handeln vorstgestellt werden.

 

Perspektive Didaktik - Bildung in erweiterten Lernwelten (Bielefeld)

vom 29.10.2014 bis zum 30.10.2014

10. wbv-Fachtagung mit BarCamp

 

17. DIE-Forum Weiterbildung: Kulturelle Bildung (Bonn)

vom 01.12.2014 bis zum 02.12.2014

Die kulturelle Bildung gehört zum Programm und Markenkern öffentlicher Weiterbildung. Das breite Angebot an Seminaren, Kursen und Projekten von Weiterbildungseinrichtungen wird lokal ergänzt durch vielfältige Lerngelegenheiten und -orte dritter Anbieter. Das derzeitige bildungspolitische und gesellschaftliche Interesse am kulturellen, künstlerischen und ästhetischen Lernen und den damit verbundenen Kompetenzen stellt zugleich eine interessante öffentliche Neuakzentuierung des Bereichs dar.

Das Forum soll all diejenigen zusammenbringen, die das Feld der kulturellen Erwachsenenbildung bestellen. Es gibt Gelegenheit zur Bestandsaufnahme und Diskussion neuer Akzente, pädagogischer und anthropologischer Grundlagen sowie aktueller Konzepte kultureller Erwachsenenbildung. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Fachdiskussion zu verschiedenen Themenbereichen kultureller Erwachsenenbildung vor dem Hintergrund ihrer erwachsenendidaktischen Spezifika.

Im Rahmen des Forums wird der »Preis für Innovation in der Erwachsenenbildung 2014« an drei Projekte der kulturellen Bildung verliehen.

 

Der Vielfalt gerecht werden!? Berufliche Beratung in der Migrationsgesellschaft (Berlin)

vom 02.12.2014 um 10:30 Uhr bis zum 02.12.2014 um 17:00 Uhr

Gemeinsam mit VertreterInnen aus der Beratungspraxis, aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft wollen die Veranstalter die gegenwärtigen Herausforderungen der migrationsspezifischen beschäftigungsorientierten Beratung beleuchten und den zukünftigen Trends auf den Grund gehen.

 

ONLINE EDUCA BERLIN 2014 (Berlin)

vom 03.12.2014 bis zum 05.12.2014

20. Internationale Konferenz für technologisch gestützte Aus- und Weiterbildung.

Die ONLINE EDUCA BERLIN ist die weltweit größte internationale E-Learning-Konferenz für Unternehmen, den Bildungsbereich und öffentlichen Sektor. Die jährlich stattfindende Veranstaltung zu technologisch gestützter Aus- und Weiterbildung bietet Experten, bereits erfahrenen Anwendern und E-Learning-Einsteigern aus aller Welt ein Forum, um sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Über 2000 Konferenzteilnehmer aus mehr als 100 Ländern machen die ONLINE EDUCA BERLIN zum vielseitigsten Treffpunkt der Branche. Teilnehmer der Konferenz sind hochkarätige Entscheidungsträger aus den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Verwaltung. Die Konferenzsprache ist Englisch. Ein vielfältiger Ausstellungs- und Präsentationsbereich gibt führenden internationalen Anbietern die Möglichkeit, ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen vorzustellen.

 

Petersberger Trainertage 2015 (Königswinter bei Bonn)

vom 17.04.2015 bis zum 18.04.2015

Der Weiterbildungskongress

 

 

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