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Neuigkeiten & Termine

Strategie »Digitales Lernen«

bundestagDie Digitalisierung weitet sich immer stärker aus und bestimmt unser alltägliches Leben. Das Internet und die damit verbundenen Programme und digitalen Endgeräte seien für die Mehrheit der Bürger zu selbstverständlichen Begleitern geworden. Auch die Digitalisierung der Wirtschaft stellt, wegen des steigenden Bedarfs an Fachkräften der Informations- und Kommunikationstechnologie, aber auch aufgrund der notwendigen Weitentwicklung der klassischen sowie der Etablierung neuer Berufsfelder, große Herausforderungen an Bildung und Ausbildung, schreiben die Koalitionsfraktionen in ihrem Antrag.
 
Die fortschreitende Entwicklung zu einer digitalen Gesellschaft berge aber auch Risiken, gerade was den Datenschutz und die Datensicherheit angehe. Vor allem junge Menschen, die mit digitalen Medien aufwachsen, könnten mit diesen zwar anwendungsspezifisch sehr gut umgehen, ihnen mangele es allerdings nicht selten an einem kritischen, distanzierten Beurteilungsvermögen dieser digitalen Technologien und Medien.

Deshalb fordert die Große Koalition die Bundesregierung auf, sich bei der gemeinsamen Entwicklung und Umsetzung der Strategie »Digitales Lernen« bei den Bundesländern und der Kultusministerkonferenz dafür einzusetzen, dass diese untereinander mehrere Maßnahmen verbindlich vereinbaren. Es soll unter anderem die technische Infrastruktur in den frühkindlichen, schulischen sowie aus- und weiterbildenden Bildungseinrichtungen geschaffen werden. Ferner fordern die Fraktionen die Aufnahme beziehungsweise den Ausbau eines pädagogisch sinnvollen, fächerübergreifenden Einsatzes digitaler Medien in den Lernprozess. Auch soll digitale Medienkompetenz in den Studiengangs- und Ausbildungscurricula sowie Prüfungsordnungen von Lehrkräften ausreichend vermittelt werden. Zudem sollen bereits ausgebildete Lehrkräfte weiter gebildet werden. Außerdem soll die Vermittlung von digitaler Medienkompetenz sowie digitalen Bildungsinhalten fächerübergreifend in die Bildungspläne und in die länderspezifischen Qualitätsrahmen zur Schulentwicklung verankert werden.

(27.03.2015, prh)

Koalitionsantrag »Durch Stärkung der Digitalen Bildung Medienkompetenz fördern und digitale Spaltung überwinden« (PDF, 5 Seiten)

 

Wer online nach Weiterbildungen sucht hat meistens Abitur

Aktuelle Umfrage-Ergebnisse des InfoWeb Weiterbildung veröffentlicht

Das InfoWeb Weiterbildung (IWWB) hat die Ergebnisse seiner aktuellen Online-Umfrage zur Nutzung von Weiterbildungsdatenbanken veröffentlicht. Demnach handelt es sich bei den Nutzerinnen und Nutzern mit 71 Prozent überwiegend um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Deren Anteil wird größer: 2013 machten sie nur 67 Prozent aus. Gleichzeitig gehen mit 12 Prozent immer weniger Selbständige in den Online-Datenbanken auf die Suche nach Weiterbildungen. Vor zwei Jahren waren es noch 14 Prozent. Ein weiteres Ergebnis: Die Mehrheit der Suchenden hat Abitur – und auch dieser Anteil ist größer geworden. 2013 lag er bei 63 Prozent, im Jahr 2015 bereits bei 66 Prozent. Außerdem werden die Nutzerinnen und Nutzer immer älter– zuletzt lag das Durchschnittsalter bei 43,3 Jahren – und sie sind in der Mehrzahl Frauen (64 Prozent). Klar wird in der Umfrage auch, dass mit 17 Prozent ein vergleichsweise hoher Anteil derjenigen, die auf den Portalen nach einer Weiterbildung suchen, anschließend auch an einem entsprechenden Angebot teilnimmt.
Das IWWB ist ein Angebot des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) im Rahmen des Deutschen Bildungsservers und ermöglicht die Suche nach Weiterbildungsangeboten in fast 100 kooperierenden Datenbanken. Der Deutsche Bildungsserver ist der zentrale Wegweiser zu Bildungsinformationen im Internet und wird als Gemeinschaftsservice von Bund und Ländern im DIPF koordiniert. Die Anfang 2015 durchgeführte Umfrage war auf den Websites von 28 Datenbanken platziert und hatte rund 1.400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Viele weitere Ergebnisse der Umfrage geben Hinweise zum Nutzungsverhalten und zu den Datenbanken selbst. Anhand der Bewertungen einzelner Aspekte der Angebote lässt sich etwa festmachen, dass sie vor allem in den Bereichen „Vollständigkeit“, „zusätzliche Informationen“ und „Kommentarfunktion“ noch Nachholbedarf haben. Im Durchschnitt werden die Datenbanken aber mit der Schulnote 2,4 wie in den Jahren zuvor gut bewertet. Die Nutzerinnen und Nutzer stoßen vorwiegend über Online-Quellen wie Suchmaschinen und andere Websites auf die Datenbanken. Stark zugenommen hat die Nutzung der Datenbanken über mobile Endgeräte – seit Juli 2013 um knapp zwei Drittel auf jetzt 19,5 Prozent. Viele der Anbieter haben sich auf diesen Trend bereits eingestellt. Das IWWB listet auf einer Übersichtsseite 45 für Smartphones und Tablets optimierte Portale. Das erleichtert auch Einsteigerinnen und Einsteigern die Bedienung, denn über die Hälfte der Befragten hat noch keine Erfahrung in der Nutzung von Weiterbildungsdatenbanken.
Die Ergebnisse der aktuellen und auch aller weiterer Umfragen im Detail und grafisch aufbereitet: www.iwwb.de/weiterbildung.html?seite=38

Kontakt IWWB: Wolfgang Plum, Tel. +49 (0)40 854038-70, E-Mail: info@iwwb.de
Presse: Philip Stirm Tel. +49 (0)69 24708-123, E-Mail: stirm@dipf.de, (26.03.2015, WP)

Quelle: DIPF Frankfurt, Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung

Zur vollständigen Pressemitteilung

 

Erasmus-Mobilität erreicht neuen Höchststand

bmbfMehr als 40.000 Deutsche mit Erasmus im Ausland. 

Rund 40.500 Studierende und Hochschulangehörige aus Deutschland haben im letzten Hochschuljahr 2013/2014 eine Erasmus-Förderung erhalten. Das geht aus den Angaben der Nationalen Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) hervor.

Mit rund 36.000 ging ein Großteil der Erasmus-Zuschüsse an Studierende, was eine Zunahme von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Hinzu kamen fast 4.500 deutsche Hochschulangehörige, die mit einem Erasmus-Stipendium an einer ausländischen Hochschule unterrichten oder an einer Weiterbildungsmaßnahme im Ausland teilnehmen – das sind rund 8 Prozent mehr als im Vorjahr.

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka begrüßte den Zuwachs: »Erasmus steht für den Traum von grenzüberschreitender Begegnung und gemeinsamem Lernen - europaweit. Dass in Deutschland Jahr für Jahr mehr Studierende eine Zeitlang im Ausland lernen und leben wollen, zeigt mir: Unsere junge Generation lebt diesen Traum bereits. Sie ist neugierig, wissensdurstig und weltgewandt. Für mich noch immer das beste Mittel, um anti-europäischen Tendenzen vorzubeugen und das Verständnis in Europa füreinander zu stärken«.

»Durch Austausch wächst Europa weiter zusammen und der Zusammenhalt zwischen den Nationen wird gestärkt. Erasmus ist dafür ein hervorragendes Instrument. Internationale Erfahrungen eröffnen der jungen Generation neue Perspektiven und bessere Karrieremöglichkeiten auf dem europäischen Arbeitsmarkt«, sagte DAAD-Präsidentin Margret Wintermantel. Die Internationalisierung der Hochschulen sei deshalb ein zentrales Anliegen der deutschen wie auch der europäischen Bildungspolitik.

Erasmus+ ist nicht nur das weltweit bekannteste Mobilitätsprogramm, sondern auch eine gute Möglichkeit für die über 350 deutschen und über 4.500 europäischen Hochschulen, ihr Profil internationaler auszurichten.

Die aktivsten Hochschulen im Erasmus-Programm in Deutschland waren im Hochschuljahr 2013/2014 die Technische Universität München (1.071 Geförderte), die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (955) und die Ludwig-Maximilians-Universität München (912).

Die beliebtesten Gastländer der deutschen Erasmus-Studierenden für ein Auslandsstudium waren im vergangenen Jahr Spanien (5.339 Geförderte), Frankreich (4.877) und Großbritannien (3.140). Im Durchschnitt verbringen Studierende 5,5 Monate im Ausland, bei Praktikanten sind es 4,4 Monate und bei Hochschulpersonal etwa 7 Tage.

Mit dem Programm »Europa macht Schule« wirbt das BMBF zusätzlich für Erasmus, indem es ausländischen Erasmus-Studierenden ermöglicht, ihr Heimatland an deutschen Schulen vorzustellen. Seit der Programmgründung 2006 haben so rund 1.100 europäische Gaststudierende ihre Heimat in einer deutschen Klasse präsentiert und mehr als 25.700 SchülerInnen aus allen Schulformen für Erasmus begeistert.

Seit 1987 wurden mit Erasmus rund 3,3 Millionen Studierende europaweit gefördert, darunter über 480.000 deutsche Studierende. Die aktuelle Programmgeneration Erasmus+ (2014-2020) wird mit einem deutlich gesteigerten europäischen Budget nicht nur die Lernmobilität im Hochschulbereich sondern auch im Schul-, Berufs- und Erwachsenenbildungsbereich fördern und Jugendbegegnungen und Freiwilligendienste unterstützen.

Der DAAD nimmt in Deutschland seit 1987 für das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Aufgaben einer Nationalen Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit wahr. Das BMBF finanziert die Nationale Agentur im DAAD zusammen mit der EU-Kommission.

(25.03.2015, prh)

Weitere Informationen zu Erasmus+

 

Qualität von Weiterbildung steht und fällt mit der Kompetenz des Personals

SVEB

SVEB stellt Bildungsstudie 2014/2015 vor - Fokus: Personal in der Weiterbildung.  

Am 24. März 2015 wird im Zürcher Hauptbahnhof die Bildungsstudie 2014/2015 vorgestellt, welche jeweils anlässlich der Zürcher Bildungsmesse herausgegeben wird. Im Fokus der diesjährigen Studie steht das Personal in der Weiterbildung. Die Publikation gibt einen repräsentativen Einblick in die Beschäftigungssituation von Weiterbildungspersonal sowie Informationen zu Kennzahlen und Strukturen der Anbieter. Durchgeführt wurde die Studie vom Schweizerischen Verband für Weiterbildung (SVEB) in Kooperation mit der apv communications ltd.

Die Bildungsstudie Schweiz erscheint in diesem Jahr bereits zum siebten Mal. Herausgegeben wird sie jeweils von der apv communications ltd im Vorfeld der Züricher Bildungsmesse. Die Studie wurde bisher von der FH St. Gallen in Kooperation mit dem Schweizerischen Verband für Weiterbildung durchgeführt. Der SVEB übernahm erstmals die gesamte Umsetzung der Publikation und führte die Bildungsstudie mit der SVEB-Anbieterbefragung zu einer Publikation zusammen.

Im Rahmen der diesjährigen Bildungsstudie wurden rund 370 Anbieter und 1.000 in der Weiterbildung tätige Personen befragt. Der thematische Schwerpunkt der Publikation liegt beim Personal, welches eine Schlüsselrolle in der Weiterbildung einnimmt, wird doch die Qualität der Kurse von den Teilnehmenden meist an den Kursleitenden gemessen. Die Autorin Irena Sgier ermöglicht mit der Studie einen repräsentativen Einblick in die Beschäftigungssituation, die erforderten Kompetenzen und die Arbeitszufriedenheit des Weiterbildungspersonals. Die Bildungsstudie wird am 24. März 2015 im Hauptbahnhof Zürich präsentiert und anschliessend an einem Podium mit Personal- und Weiterbildungsexperten diskutiert.

Hohe Arbeitszufriedenheit bei AusbilderInnen

Zwei Drittel der Befragten sind als KursleiterInnen tätig. Daneben brauchen Weiterbildungsinstitutionen auch Personen, die Angebote konzipieren, Lehrmittel entwickeln, Managementfunktionen wahrnehmen oder beraten. Um sich für die androgogische, also erwachsenenbildnerische Arbeit zu rüsten, qualifizieren sie sich beispielsweise mit dem eidgenössischen Fachausweis AusbilderIn. Für Anbieter sind bei der Personalrekrutierung Fachkompetenzen und didaktische Kompetenzen fast gleich wichtig. Die Anbieter sehen in den nächsten fünf Jahren einen steigenden Personalbedarf, insbesondere bei den Kursleitenden.

76 Prozent der AusbilderInnen weisen trotz schwieriger Bedingungen eine hohe Arbeitszufriedenheit aus, nur gerade drei Prozent sind mit ihrer Arbeitssituation unglücklich. Die Befragung zeigt zudem, dass FachausweisabsolventInnen, die in der Weiterbildung tätig sind, insgesamt zufriedener sind als jene, die in anderen Bereichen beschäftig sind.

(24.03.2015, prh)

Weitere Informationen

 

Baden-Württemberg: Kostenlose und wohnortnahe Weiterbildungsberatung

»Mit dem Landesnetzwerk sorgen wir für Durchblick auf dem Bildungsmarkt. Durch professionelle und persönliche Beratung möchten wir noch mehr junge Menschen und Erwachsene erreichen und sie auf ihrem beruflichen Weg unterstützen«, sagt Staatssekretärin Marion von Wartenberg. »Eine bessere Antwort als Baden-Württemberg mit dem Landesnetzwerk gibt derzeit kein Bundesland«, begrüßt Dr. Hermann Huba, Verbandsdirektor des Volkshochschulverbandes Baden-Württemberg, den Zusammenschluss der verschiedenen Bildungs- und Beratungseinrichtungen im Land. »Kostenfrei, wohnortnah und ausgerichtet auf die je individuellen Bedürfnisse der Ratsuchenden, das ist beispielgebend«.
 
Das vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport finanziell geförderte und vom Volkshochschulverband koordinierte Landesnetzwerk ist mit seinem engmaschigen Beratungsangebot einmalig in ganz Deutschland. An die 100 Einrichtungen haben sich dem Landesnetzwerk Weiterbildungsberatung (LN WBB) bisher angeschlossen und beraten und informieren kostenlos über allgemeine und berufliche Weiterbildungsmöglichkeiten. Seit Jahresbeginn steht der Service allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern in Baden-Württemberg offen.

Ratsuchende können sich online oder bei der Koordinationsstelle des Netzwerkes unter Telefon 0711. 759 00- 64 (jeweils dienstags und mittwochs von 10 bis 12 Uhr) darüber informieren, wo in ihrer Nähe die Weiterbildungsberatung von Mitgliedern des Landesnetzwerks angeboten wird.

Lebensbegleitendes Lernen wird immer wichtiger. Doch das Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten ist groß und undurchschaubar. Daher fällt es oft schwer, die richtige Auswahl zu treffen und den individuell passenden Kurs zu finden. Deshalb soll allen Bevölkerungsgruppen unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten eine trägerneutrale Beratung für die persönliche Weiterbildung eröffnet werden.

Junge Menschen und Erwachsene erhalten Hilfestellung bei allen Fragen rund um das Thema Weiterbildung. Egal, ob es um Entwicklungsmöglichkeiten für den Beruf, um Weiterbildungsangebote für die Familie oder um persönliche Interessen geht, in individuellen Beratungsgesprächen bekommen die Weiterbildungsinteressierten Informationen sowie Orientierungs- und Entscheidungshilfen. Dies kann von der Suche nach einem passenden Angebot, um Gesundheit und Lebensfreude zu stärken, über die Frage des sinnvollen und effektiven Lernens einer Fremdsprache bis hin zu Möglichkeiten der Finanzierung einer langfristigen beruflichen Weiterbildung reichen oder eine ganze Berufswegplanung umfassen.

Hintergrund
Träger der Koordinationsstelle, also des zentralen Knotens des Landesnetzwerks Weiterbildungsberatung, ist der Volkshochschulverband Baden-Württemberg. Die Idee, ein Landesnetzwerk für Weiterbildungsberatung aufzubauen, geht auf eine Empfehlung der Enquête-Kommission des Landtags »Fit für das Leben in der Wissensgesellschaft - Berufliche Schulen, Aus- und Weiterbildung« zurück, die dann im Rahmen des Bündnisses für Lebenslanges Lernen umgesetzt wurde.

(23.03.2015, prh)

Landesnetzwerk Weiterbildungsberatung

Bundesweite Infos zu Beratungsstellen auch beim InfoWeb Weiterbildung

 

Vernetzt denken, vernetzt lernen: Weiterbildung im Umbruch

incoreVernetzte Weiterbildung rückt auf die Agenda deutscher Konzerne - Ergebnis einer repräsentativen Befragung von Vorständen und Geschäftsführern 2014.

Das Institute of Corporate Education e.V. (incore) hat eine neue Studie zur Zukunft der vernetzten Weiterbildung in Deutschland veröffentlicht. In der gemeinsam mit dem Institut für Demoskopie Allensbach (IfD Allensbach) durchgeführten repräsentativen Untersuchung »Vernetzt denken, vernetzt lernen – Weiterbildung im Umbruch« werden der Status Quo und die Perspektiven einer vernetzten Weiterbildung in Konzernen beleuchtet. Befragt wurden branchenübergreifend 225 Vorstandsvorsitzende und Mitglieder der ersten Führungsebene von Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern.

Vernetzte Weiterbildung versteht sich als sowohl abteilungs‐ wie auch unternehmens‐ und schließlich branchenübergreifende betriebliche Weiterbildung. Diese Definition beschreibt zugleich einen dreistufigen Entwicklungsprozess: Je weiter ein Unternehmen seine betriebliche Weiterbildung vom reinen Angebot fachspezifischer Seminarprogramme über die Einrichtung abteilungsübergreifender Trainings und die Institutionalisierung einer unternehmensübergreifenden Supply Chain Academy bis hin zur branchenübergreifenden Corporate Academy entwickelt, desto stärker nutzt es die Potenziale der Vernetzung in einer vernetzten Welt.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

  • Vernetztes Denken ist für 84% der befragten Vorstände und Geschäftsführer bereits heute ein Thema, über das im Unternehmen gesprochen und nachgedacht wird. Weitere 10% wollen es in den kommenden Jahren auf die Agenda des Unternehmens bringen.

  • Langfristiger Unternehmenserfolg hängt für neun von zehn Top‐Managern auch vom vernetzten Denken ab. Jeder zweite von ihnen ist sogar überzeugt, dass es zu den Schlüsselfaktoren des Erfolgs gezählt werden muss.

  • Hoffnung und Skepsis: Neue Wege der Zukunftssicherung zu finden, erfordert vernetztes Denken: 64% der Unternehmen haben deshalb bereits konkrete Maßnahmen initiiert, um es zu fördern. Gleichzeitig sind lediglich 13% überzeugt, dass das vernetzte Denken mit diesen Maßnahmen ausreichend gefördert wird.

  • Steigender Investitionsbedarf in Weiterbildungsprogramme zur Schulung unternehmens- und branchenübergreifenden Denkens wird von knapp 90% der Vorstände und Geschäftsführer für die nächsten Jahre erwartet. 98% der befragten Manager geben an, großen oder sehr großen Wert auf die Fortbildung ihrer Mitarbeiter zu legen.

  • Konzeptionelle und strategische Defizite: In jedem dritten Großunternehmen mit weniger als 500 Millionen Euro Umsatz und in jedem sechsten Großunternehmen insgesamt existieren keine institutionalisierten Weiterbildungsprogramme und keine klare Weiterbildungsagenda. In jedem dritten Unternehmen wird auf die Messung des Weiterbildungserfolgs verzichtet.

  • Schnittstellenkompetenz spielt im Rahmen der Weiterbildung eine zentrale Rolle: So gelten die Offenheit für Neues, Teamfähigkeit und gute Kommunikationsfähigkeit mit jeweils mehr als 75% der Nennungen als ganz besonders wichtig bei abteilungs‐ und unternehmensübergreifenden Projekten.

  • Impulse für Denken jenseits gewohnter Grenzen erwartet die Mehrheit der Manager von Qualifizierungsprogrammen der Zukunft: 67% bzw. 55% der befragten Entscheider halten Weiterbildungsprogramme, die die abteilungs‐ und unternehmensübergreifende Zusammenarbeit voranbringen, für besonders lohnend. Damit wird die Weiterbildungsrendite (Return on Education: RoE) für die gezielte Förderung vernetzten Denkens deutlich besser beurteilt als für die herkömmliche fachliche Weiterbildung von Führungskräften.

  • Abteilungsübergreifende Trainings führen bereits 85% der Unternehmen durch, drei Viertel erwarten, dass diese künftig noch wichtiger für den Unternehmenserfolg werden. Auch unternehmensübergreifende Qualifizierungsprogramme haben die Unternehmen auf der zukünftigen Agenda: 70% der Top‐Manager sind überzeugt, dass diese für den Erfolg in Zukunft deutlich wichtiger werden.

  • Umsetzungshürden und Reibungsverluste prägen jedoch die praktische Planung und Durchführung: Jeder dritte Befragte gibt an, dass es bei der Zusammenarbeit zwischen einzelnen Bereichen immer wieder zu Problemen kommt. Bei unternehmensübergreifenden Weiterbildungsmaßnahmen halten sogar 45% das eigene Unternehmen für weniger gut oder gar nicht gut aufgestellt.

»Vernetztes Denken und vernetzte Weiterbildung beginnen bei abteilungsübergreifenden Ansätzen, die in Unternehmen bereits heute weitgehend gelebt werden. Unternehmensübergreifende Modelle, die die gesamte Wertschöpfungskette eines Unternehmens integrieren sind dagegen deutlich seltener implementiert«, kommentiert Nicole Gaiziunas‐Jahns, Geschäftsführerin von incore. »Besonderer Handlungsbedarf besteht jedoch im Hinblick auf die branchenübergreifende Weiterbildung – während die Konvergenz von Industrien zu den wichtigsten strategischen Themen auf den Agenden der Vorstände zählt, sind Weiterbildungsansätze, die diesen Trend reflektieren, de facto noch gar nicht vorhanden«.

Dr. Heiko von der Gracht von incore und Koautor der Studie sieht deshalb fünf zentrale Ansatzpunkte, um vernetztes Denken und Weiterbildung Realität werden zu lassen:

Gemeinsamkeit will gelernt sein

In Zukunft werden jene Unternehmen erfolgreich sein, bei denen Manager und Mitarbeiter in der gesamten Wertschöpfungskette und darüber hinaus nicht nur zusammen arbeiten, sondern auch zusammen trainieren.

Transformation durch Training

Nur mit dem aus diesem vernetzten Training erwachsenden gemeinsamen Verständnis, Sprachgebrauch und den daraus resultierenden Synergien lassen sich sowohl die Markt‐ und Strukturbrüche als auch die umwälzenden Veränderungen der Zukunft zeitnah und reibungsarm erfolgreich bewältigen.

Durch Sparen wird man nicht reich

Grenzüberschreitende vernetzte Weiterbildung gibt es nicht zum Nulltarif. Dafür sind Investitionen in neue Bildungsprogramme und übergreifende Strukturen, etwa in Form von Supply Chain Academies, nötig sowie neue Kompetenzen in Personalentwicklung und Personalabteilung.

Es lebe die »Grenzüberschreitung«

Vor allem Manager, die branchenbezogen »Grenzen überschreiten«, haben in Zukunft Erfolg in komplexen Supply Chains.

Querdenker gesucht

Künftig verwandelt sich unkonventionelles, bestehende Regeln und Gewissheiten hinterfragendes, Denken vom Störfaktor zum Schlüsselfaktor des Erfolgs. »Unsere Ausbildungssysteme, die Art, wie wir an große Projekte herangehen, Menschen führen, Märkte erschließen, oder über Innovationen nachdenken, sind in ihrer Mehrheit nicht vernetzt oder auch nur netzwerkfähig«, so von der Gracht. »Es besteht deshalb ein großer Transformationsbedarf, wenn wir die Potenziale der strategischen Weiterbildungsmaßnahmen ausschöpfen und den Return on Education sichern wollen«.

 

(23.03.2015, prh)

Kurzzusammenfassung der Studienergebnisse (PDF, 2 Seiten)

Komplette Studie anfordern

 

Inklusion in der Lehrerbildung

KMKEmpfehlung von KMK und HRK zu Lehrkräften für eine Schule der Vielfalt. 

Kultusministerkonferenz (KMK) und Hochschulrektorenkonferenz (HRK) haben eine gemeinsame Empfehlung Lehrerbildung für eine Schule der Vielfalt zum Thema Inklusion beschlossen. Die Lehramtsstudiengänge sollen so weiterentwickelt werden, dass die angehenden Lehrkräfte besser auf die Herausforderungen durch eine vielfältige Schülerschaft vorbereitet werden.

»Die Anforderungen an die Lehrkräfte von heute haben sich verändert. Wir müssen achtsam mit den Unterschieden von Kindern und Jugendlichen umgehen. Damit die Lehrerinnen und Lehrer das Potenzial des gemeinsamen Lernens im Schulunterricht vollständig ausschöpfen können, brauchen Schulen Lehrkräfte, die in ihrer Ausbildung auch auf den Umgang mit Vielfalt vorbereitet wurden«, sagte die KMK-Präsidentin und sächsische Kultusministerin Brunhild Kurth.

Inklusion, also der gemeinsame Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Lern- und Leistungsvoraussetzungen in Regelschulen, ist eine Querschnittsaufgabe in der Lehrerbildung. Ihr müssen sich die Bildungswissenschaften, Fachdidaktiken und Fachwissenschaften im Studium für alle Lehramtstypen gemeinsam und aufeinander abgestimmt widmen, so die KMK-HRK-Empfehlung.

»Wir wissen, dass der gewinnbringende Umgang mit der Vielfalt der Schülerinnen und Schüler hohe Ansprüche an die Lehrerinnen und Lehrer stellt. Die Hochschulen sehen sich in der Verantwortung, angehende Lehrkräfte darauf vorzubereiten. So tragen sie dazu bei, dass das gesamtgesellschaftliche ,Projekt Inklusion' gelingt«, so HRK-Präsident Prof. Dr. Horst Hippler.

KMK und HRK empfehlen eine inklusive Gesamtkonzeption der lehrerbildenden Studiengänge. Übergreifende Konzepte für bildungswissenschaftliche, fachdidaktische und fachwissenschaftliche Module und Lehrveranstaltungen sollten die Module der Basisqualifizierung ergänzen. Damit werden inklusionsspezifische Themen in die Curricula integriert. Besonders wichtig sind die curriculare Abstimmung und Vernetzung zwischen den beteiligten Bildungswissenschaften, Fachdidaktiken, Fachwissenschaften und schulpraktischen Studien. Sie ermöglichen es den Studierenden, Spezialwissen in den Bildungswissenschaften und Fachwissenschaften zu erwerben, in der jeweiligen Fachdidaktik auf spezifische Fragestellungen zu übertragen und in der Praxis anzuwenden.

Weiter wird empfohlen, in allen lehrerbildenden Hochschulen Formate für kompetenzorientierte und kooperative Prüfungen während und zum Abschluss der Lehrerbildung zu entwickeln.

Damit diese Kompetenzorientierung an den Hochschulen umgesetzt werden kann, bedarf es neben ausreichender Zeit und Ressourcen zur Gestaltung von Lehre und Prüfungen auch der Weiterbildung und des Erfahrungsaustauschs unter den Lehrenden. Den im Beruf befindlichen Lehrkräften und Schulleitungen sollten verstärkt Fortbildungen zum Thema Inklusion zur Verfügung gestellt werden.

HRK und KMK sind sich bewusst, dass die Umsetzung dieser Empfehlungen grundsätzliche Veränderungen in der Lehrerbildung mit sich bringen wird. Sie empfehlen, die erforderlichen Veränderungen im Dialog zwischen Schulen, Lehrerbildungsinstitutionen, Hochschulen und Ministerien zu gestalten, um die vorhandenen Handlungsspielräume voll ausschöpfen zu können, unterstrichen Staatministerin Kurth und HRK-Präsident Hippler.

(20.03.2015, prh)

Empfehlung »Lehrerbildung für eine Schule der Vielfalt« (PDF, 5 Seiten)

 

Kompetenzorientierung aus Sicht frühpädagogischer WeiterbildnerInnen

wiffWiFF veröffentlicht Ergebnisse einer Interviewstudie. 

Der Kompetenzbegriff etabliert sich zunehmend als pädagogische und bildungspolitische Leitorientierung. Auch die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) setzt sich für kompetenzorientierte Weiterbildung ein und wollte erfahren: Was verstehen WeiterbildnerInnen in der Frühpädagogik unter Kompetenzorientierung? Wie setzen sie das Konzept in ihren Veranstaltungen um? Wie schätzen sie das bildungspolitische Ziel der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung ein?

Die WiFF-Referentinnen Jelena Kovacevic und Dr. Carola Nürnberg haben in einer explorativen Studie 13 Interviews mit Weiterbildnerinnen und Weiterbildnern hinsichtlich dieser Fragen analysiert. Die Ergebnisse wurden nun in der WiFF-Studie »Kompetenzorientierung als ein didaktischer Ansatz frühpädagogischer Weiterbildungen« veröffentlicht.

Subjektive Annäherung an ein komplexes Konzept

Die Befragten haben sich durch Lektüre und den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen einen eigenen Zugang zum Konzept der Kompetenzorientierung geschaffen. Für sie zeichnet sich ein kompetenzorientiertes Format dadurch aus, dass die Teilnehmenden den Lernprozess weitgehend selbst verantworten und gestalten. Bei den Kita-Fachkräften möchten sie in erster Linie die Selbstkompetenz fördern. Darunter verstehen sie insbesondere die Fähigkeit zur Reflexion biografischer und beruflicher Erfahrungen. Das Kind als Adressat bzw. Ko-Konstrukteur der pädagogischen Arbeit bildet für sie den Ausgangspunkt, um Angebote inhaltlich und methodisch zu planen: Im Sinne einer »doppelten Didaktik« sehen sie ihre Interaktion mit den Teilenehmenden in der Weiterbildung als Vorbild für deren Interaktion mit den Kindern in den Einrichtungen. Als Hürden für die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung machen sie sprachliche Differenzen und das Konkurrenzdenken in multiprofessionellen Teams aus. Diese ließen sich durch Kompetenzorientierung allein nicht überwinden.

Hohe Zustimmung zur Kompetenzorientierung

Die interviewten Weiterbilderinnen und Weiterbildner sind gegenüber der Kompetenzorientierung positiv eingestellt. Ihrer Meinung nach profitieren in den Kitas sowohl das Team, als auch die Kinder und deren Eltern von einer kompetenzorientierten Weiterbildung der Fachkräfte. »Bemerkenswert ist die Aufgeschlossenheit, mit der die Interviewten proaktiv an das Konzept herangehen«, stellen die Autorinnen fest. Zugleich hinterfragen sie den starken Fokus der Weiterbildnerinnen und Weiterbilder auf die Reflexionsfähigkeit. Nach dem Kompetenzverständnis von WiFF sollten je nach Stand der Teilnehmenden alle Kompetenzdimensionen (Wissen, Fertigkeiten, Sozialkompetenz und Selbstkompetenz) angesprochen und gefördert werden.

Die Publikation kann kostenfrei bestellt oder als PDF heruntergeladen werden:
Kovacevic, Jelena/Nürnberg, Carola (2014): Kompetenzorientierung als ein didaktischer Ansatz frühpädagogischer Weiterbildungen. Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte, WiFF Studien, Band 23. München

(17.03.2015, prh)

Zum Download (PDF, 34 Seiten)

 

Baden-Württemberg: Landtag beschließt Bildungszeitgesetz

Land Baden-Wuerttemberg

Ab Juli 2015 haben Beschäftigte in Baden-Württemberg einen Anspruch auf Bildungszeit: Der Landtag hat am 11. März 2015 das Bildungszeitgesetz beschlossen. Es ermöglicht Beschäftigten eine Freistellung für berufliche und politische Weiterbildungen sowie Qualifizierungsmaßnahmen im Ehrenamt. Das Gesetz tritt am 1. Juli in Kraft.

Mit dem Bildungszeitgesetz sei ein wichtiger Baustein für die Weiterqualifizierung im Land gesetzt worden, so Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid. »Damit sorgen wir dafür, dass die Menschen dem Ziel des lebenslangen Lernens nachkommen können. Und wir tragen dazu bei, dass unser Standort stark und attraktiv bleibt«.

Schmid betonte, dass die Anstrengungen der Arbeitgeber und der Bündnispartner im »Bündnis Bildungszeit für Baden-Württemberg« um die Weiterbildung der Beschäftigten in Baden-Württemberg groß und anerkennenswert seien. Die bestehenden Möglichkeiten würden mit dem Gesetz nun sinnvoll ergänzt. Denn ein Mehr an Weiterbildung sei nicht nur ein Gewinn für jeden Einzelnen, sondern für die gesamte Gesellschaft, insbesondere für die Unternehmen. »Das Gesetz steht für eine faire und gute Balance zwischen den Weiterbildungsinteressen der Beschäftigten und dem Interesse der Arbeitgeber an einem reibungslosen Ablauf«, so der Minister.

»Mit dem Gesetz wollen wir die Weiterbildungsbereitschaft der Beschäftigten in Baden-Württemberg erhöhen und fördern«, erläuterte Schmid. »Die Bedeutung von lebenslangem Lernen in unserer Wissensgesellschaft ist unbestritten. Es eröffnet den Menschen neue Perspektiven. Daran knüpfen wir mit unserem Gesetz an«.

Durch das Bildungszeitgesetz soll Beschäftigten eine Freistellung von bis zu fünf Tagen pro Jahr für berufliche und politische Weiterbildungen sowie für Qualifizierungsmaßnahmen im Ehrenamt ermöglicht werden.

(12.03.2015, prh)

Im Wortlaut: Bildungszeitgesetz Baden-Württemberg (PDF, 21 Seiten)

IWWB-Übersicht zum Bildungsurlaub in Deutschland

 

Umfrage: Was bringt Weiterbildung?

Weiterbildung zahlt sich aus: Es geht neben höherem Gehalt oder neuen Aufgaben auch um die Sicherung der Konkurrenzfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt.

Welchen Anteil haben Weiterbildungen an einer erfolgreichen Karriere? Was bringt das Lernen neben dem Beruf? Antworten auf diese – und weitere – Fragen liefert die neueste ILS-/forsa-Umfrage. Die repräsentative Bevölkerungsumfrage unter 20- bis 40-Jährigen zeichnet damit bereits zum zehnten Mal ein aktuelles Stimmungsbild rund um nebenberufliche Weiterbildung.

45 Prozent der Befragten mit Weiterbildungserfahrung konnten unmittelbar in eine höhere Position aufsteigen oder erhielten mehr Verantwortung. Jeder Dritte freute sich zudem über finanzielle Vorteile wie eine Gehaltserhöhung. »Viele unserer Teilnehmer wollen aber auch einfach nur ihren Job noch besser ausfüllen, Wissenslücken schließen oder sich persönlich weiterentwickeln«, weiß Ingo Karsten, ILS-Geschäftsführer.

Das scheint zu funktionieren: Acht von zehn Befragten stellen fest, dass ihnen die Fortbildung mehr Kompetenz und Sicherheit im Beruf gebracht hat. 60 Prozent bezeichnen sich als insgesamt zufriedener und ebenso viele treten mit ihrem erweiterten Know-how selbstbewusster auf. Auch darin liegt ein Schlüssel zum Erfolg, denn nur wer an sich selbst glaubt, kann andere von seinem Potenzial überzeugen. Die Zufriedenheit passt wiederum zur höheren Anerkennung durch Arbeitgeber und Kollegen, die über die Hälfte der 20- bis 40-Jährigen erlebt.

Die Konkurrenz schläft nicht: Weiterentwicklung ist ein Muss

So viel Gutes spricht sich rum: In der Altersgruppe der 36- bis 40-Jährigen hat mit drei Vierteln die überwiegende Mehrheit bereits eine oder mehrere Weiterbildungen absolviert. Wer da mithalten will, muss sich selbst weiterentwickeln und mit seinem Fachwissen ständig up to date bleiben. Bei den Befragten zwischen 20 und 40 Jahren steigt die Quote mit zunehmendem Alter stetig an, durchschnittlich bestätigen 56 Prozent eine vorhandene Weiterbildungserfahrung. Jens Greefe vom ILS erklärt: »Nach geglücktem Berufseinstieg wächst mit der Joberfahrung auch der Wunsch nach beruflicher Weiterentwicklung. Nebenberufliche Fortbildungen ermöglichen dann, sich gezielt neue Perspektiven zu erarbeiten und gleichzeitig von Mitbewerbern abzuheben«.

Hintergrund
Die repräsentative Umfrage zu nebenberuflicher Weiterbildung & Fernlernen führte das Marktforschungsinstitut forsa im Februar 2015 bereits zum zehnten Mal durch. Im Auftrag des ILS wurden 1.002 Personen zwischen 20 und 40 Jahren aus deutschsprachigen Privathaushalten interviewt.

(06.03.2015, prh/ILS)

Zur vollständigen Meldung

 

Thüringen: Gesetzentwurf zur Bildungsfreistellung vorgelegt

Land Thueringen»Gute Entscheidung für das Bildungsland und den Wirtschaftsstandort Thüringen«.  

Das thüringer Landeskabinett hat am 3. März 2015 den Gesetzentwurf zur Bildungsfreistellung beschlossen. Arbeitnehmer in Thüringen erhalten damit die Möglichkeit, sich beruflich weiterzubilden, gesellschaftspolitisch zu informieren sowie Kenntnisse für ihre ehrenamtliche Tätigkeit zu erwerben und dafür von ihrem Arbeitgeber bis zu fünf Tage pro Jahr freigestellt zu werden.

Der Gesetzentwurf sieht einen Anspruch auf bezahlte Bildungsfreistellung auf bis zu fünf Tage pro Kalenderjahr vor. Die Regelungen gelten für Beschäftigte in Betrieben ab fünf Beschäftigte. Der Anspruch auf Freistellung erstreckt sich auf die Bereiche der arbeitsweltbezogenen, der gesellschaftspolitischen und der ehrenamtsbezogenen Bildung. Die Regelungen gelten für Arbeitnehmer und arbeitnehmerähnliche Personen, für Auszubildende und Beschäftigte in Heimarbeit, die mindestens sechs Monate beschäftigt sind und deren Arbeitsstätte in Thüringen liegt oder deren Arbeitgeber seinen Firmensitz in Thüringen hat. Entsprechende Regelungen gelten für Landesbeamte und Richter. Von dem Anspruch auf Bildungsfreistellung darf nur zugunsten des Beschäftigten abgewichen werden, zum Beispiel wenn Tarifverträge weitergehende Regelungen beinhalten. Betriebliche Weiterbildung kann angerechnet werden.

Bildungsministerin Birgit Klaubert unterstreicht den Gewinn für den Bildungsstandort Thüringen: »Alle sechs bis sieben Jahre verdoppelt sich heute das verfügbare Wissen. Technologische und organisatorische Veränderungen schaffen ständig neue Fakten. Lernen endet deshalb nicht mehr nach der Schule oder der Ausbildung, sondern Lernen ist eine lebenslange Herausforderung. Mit dem Bildungsfreistellungsgesetz schafft Thüringen eine wichtige Voraussetzung für den notwendigen Wissenserwerb. Es ist ein Baustein, damit wir als Bildungsland auch zukünftig weiter in der ersten Liga der deutschen Bundesländer mitspielen«.

Für Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee gelingt mit dem Gesetz ein fairer Ausgleich zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberinteressen: »Die Vorstellungen von Gewerkschaften und Unternehmen lagen beim Thema Bildungsfreistellung weit auseinander. Der Landesregierung ist mit dem Gesetz in einem nicht ganz einfachen Abwägungsprozess dennoch ein guter Kompromiss gelungen, der den berechtigten Ansprüchen der Beschäftigten ebenso Rechnung trägt wie den durchaus verständlichen Bedenken der Unternehmen«. Dazu habe es in den Werkstattgesprächen eine enge Abstimmung mit allen Beteiligten – Kammern, Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften – gegeben. Thüringen werde als eines der letzten Bundesländer in Deutschland nunmehr ein Bildungsfreistellungsgesetz bekommen.

(04.03.2015, prh)

Quelle: Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

 

Vorgesetzte können Mitarbeiter bei Weiterbildung unterstützen

Berufliche Veränderungen setzen Angestellte unter Druck.  

Bei zwei von drei Angestellten sind die Anforderungen, dazuzulernen und sich weiterzubilden, in den letzten Jahren gestiegen (62 Prozent). Fast jeder Fünfte fühlt sich davon unter Druck gesetzt (17 Prozent). Das zeigt die repräsentative forsa-Umfrage »Stressfaktor Veränderung« im Auftrag der Haufe Akademie unter 1.001 Angestellten in Deutschland.

»In vielen Berufen verändern sich die Arbeitsabläufe heute sehr schnell. Angestellte müssen ihre Kenntnisse und Kompetenzen ständig weiterentwickeln«, sagt Hansjörg Fetzer von Haufe. »Bei vielen Menschen lösen berufliche Veränderungen Stress aus, der sich beispielsweise in gesundheitlichen Problemen oder Konzentrationsschwierigkeiten äußern kann«.

Die meisten derjenigen Befragten, die über eine zunehmende Belastung klagen, leiden unter der schieren Menge an neuen Inhalten und Kompetenzen, die es zu bewältigen gilt (45 Prozent). An zweiter Stelle steht das Tempo, in dem Neues gelernt werden muss (37 Prozent). Vor allem jüngere Angestellte fragen sich, wie sie sich durch Weiterbildung für Veränderungen in ihrem Beruf wappnen können: Für die 18- bis 29-Jährigen besteht die größte Herausforderungen darin, die richtige Weiterbildung zu finden (49 Prozent).

Angestellte wollen ausprobieren und sich weiterbilden

Die wichtigste Bewältigungsstrategie der Befragten ist »Learning by Doing« (84 Prozent), dicht gefolgt von zielgerichteter Weiterbildung (80 Prozent) und Hilfestellung durch Kollegen (76 Prozent). Allerdings können nur 64 Prozent tatsächlich die Weiterbildung machen, die ihnen helfen würde. Stattdessen setzen viele auf Recherchen in Fachliteratur und Internet (69 Prozent).

Vorgesetzte unterstützen Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter

Überraschenderweise glauben nur 56 Prozent der Befragten, dass Vorgesetzte bei der Bewältigung von Herausforderungen helfen können. Noch weniger – die Hälfte der Befragten – können in ihrem Berufsalltag tatsächlich auf die Hilfe ihres Vorgesetzten zurückgreifen.

Konkret nach ihrem eigenen Vorgesetzten befragt, fiel das Urteil milder aus: Mehr als zwei Drittel der Befragten gaben an, dass ihr Vorgesetzter sie bei der beruflichen Weiterentwicklung unterstützt, und zwar auf zwei Wegen: Zum einen seien Vorgesetzte hilfreich, wenn sie geeignete Weiterbildungen bewilligen (81 Prozent). Zum anderen würden sie helfen, Veränderungen zu bewältigen, indem sie konstruktiv mit Fehlern umgehen (77 Prozent). (04.03.2015, )

 

DUW-Monitor Karriere: Viele Arbeitnehmer sind »planlos«

DUW

Bundesweite Umfrage zeigt: Nicht einmal die Hälfte der Erwerbstätigen plant ihre berufliche Karriere. Business-Plattformen werden fürs berufliche Weiterkommen bislang kaum genutzt  

Nur 43 Prozent der deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer planen konkret, wie sie im Job weiter kommen. Ihnen gegenüber stehen »planlose« 56 Prozent. Dies zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage unter 1.009 Erwerbstätigen im Auftrag der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW)*. Gefragt nach ihren Gründen sagen 24 Prozent der »Nicht-Planer«, dass sie keine Karriereambitionen haben. Weitere 24 Prozent glauben nicht an die Planbarkeit von Karriere. Fast die Hälfte (46 Prozent) sagt, dass sie ihre persönlichen Karriereziele bereits erreicht habe. Fehlende Unterstützung vom Arbeitgeber beklagen immerhin noch 14 Prozent derjenigen, die ihre Karriere nicht konkret vorantreiben.

»Der Karrierebegriff wandelt sich: Es geht dabei längst nicht mehr nur um den beruflichen Aufstieg, um Status und Macht. Arbeitnehmer sehen Karriere zunehmend ganzheitlich, und damit steigen auch die Ansprüche: Der Job muss zum Leben passen«, sagt Prof. Dr. Ada Pellert, Präsidentin der DUW. »Gerade deshalb wird es immer wichtiger, das eigene Berufsleben zu planen und eine Vorstellung davon zu haben, wohin man sich entwickeln möchte. Doch viele Potenziale der Karriereplanung bleiben noch ungenutzt«.

Karriere pushen über Xing und Co.: Vor allem für Jüngere kein Thema

Trotz steigender Userzahlen bei digitalen Plattformen wie Xing und LinkedIn nutzen nur 25 Prozent der Erwerbstätigen diese Form sozialer Netzwerke für ihre Karriereplanung. Die meisten Befragten nennen hier eher Gespräche mit der Familie, dem Partner oder Freunden (79 Prozent), Weiterbildungsangebote (66 Prozent), Personalgespräche mit dem Vorgesetzten (59 Prozent) oder sie sprechen mit Kollegen darüber (58 Prozent). Überraschend: Je jünger die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, desto seltener nutzen sie Soziale Netzwerke für die Karriereplanung. Nur 17 Prozent der 18- bis 29-Jährigen treiben ihre Karriere über berufliche Web-Plattformen voran. Bei den 30- bis 39-Jähigen sind es 28 Prozent, und 30 Prozent der Erwerbstätigen zwischen 40 und 50 Jahren nutzen diese Möglichkeit zur Karriereplanung.

»Business-Plattformen wie Xing bieten Arbeitnehmern spannende Möglichkeiten: vom Einstellen des eigenen Jobprofils über das Diskutieren und Posten in Fachgruppen bis zum Netzwerken bei Offline-Events«, sagt Ada Pellert. »Vor allem die jüngeren Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen - die ja mit Social Media oft besonders vertraut sind - sollten ihre Scheu gegenüber den Online-Berufsplattformen überwinden. Netzwerken gehört zu den wichtigsten beruflichen Kompetenzen, und auf den Plattformen können sie genau das täglich üben«.

Starke Sehnsucht nach Work-Life-Balance und Sinn

Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach wie vor ein großes Thema: Genau die Hälfte der Befragten strebt in den nächsten zwei Jahren eine bessere Work-Life-Balance an - von den Männern sagen dies sogar 51 Prozent. Trotz aller Debatten scheitern viele Erwerbstätige also nach wie vor bei dem Versuch, Berufliches und Privates miteinander zu vereinbaren. Außerdem wünschen sich 40 Prozent der Befragten »mehr sinnvolle Arbeitsinhalte als Herausforderung«.

Ergebnisse des DUW-Monitors Karriere im Überblick

Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben keinen Karriereplan

  • Während 43 Prozent konkret planen, wie sie im Job weiter kommen, sind 56 Prozent »planlos«.

Soziale Businessplattformen selten für die Karriereplanung genutzt

  • 25 Prozent der Erwerbstätigen nutzen soziale Netzwerke wie Xing und LinkedIn für ihre Karriereplanung.

  • Je jünger, desto weniger Nutzung: Nur 17 Prozent der 18- bis 29-Jährigen treiben ihre Karriere auch über berufliche Web-Plattformen voran (30- bis 39-Jährige: 28 Prozent, 40- bis 50-Jährige: 30 Prozent).

Gewünscht: Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben und sinnvolle Arbeit

  • 50 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer streben in den kommenden zwei Jahren eine bessere Vereinbarkeit von Privat- und Arbeitsleben an.

  • 40 Prozent der Befragten wollen mehr sinnvolle Arbeitsinhalte.

Auch »planlose« Arbeitnehmer haben Ziele

  • Immerhin noch 60 Prozent der Befragten, die ihre Karriere nicht planen, streben eine Gehaltserhöhung an, und 27 Prozent von ihnen wollen in den kommenden 24 Monaten beruflich aufsteigen.

Drei von vier Karriereplanern haben keine Etappenziele

  • Von den Befragten, die ihre Karriere planen, setzen sich nur 24 Prozent konkrete Etappenziele.

Weiterbildung als Karrieremotor

  • 66 Prozent der Befragten nutzen Weiterbildungen gezielt, um ihre Karriere voranzutreiben. Im Westen (67 Prozent) öfter als im Osten (57 Prozent) der Bundesrepublik, Frauen (71 Prozent) mehr als ihre männlichen Kollegen (63 Prozent), Erwerbstätige im mittleren Alter (73 Prozent) stärker als ihre jüngeren (59 Prozent) und älteren (64 Prozent) Kolleginnen und Kollegen.

  • Fast die Hälfte der deutschen Erwerbstätigen (45 Prozent) will in den nächsten zwei Jahren mehr Weiterbildungsmaßnahmen wahrnehmen.

Keine Jobwechselstimmung bei den Arbeitnehmern

  • Ein Jobwechsel steht bei den wenigsten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auf der Wunschliste: Nur 18 Prozent sagen, dass sie in den nächsten zwei Jahren eine höhere Position bei einem neuen Arbeitgeber anstreben.

Wichtiges Karriereziel: Gehalt

  • Danach gefragt, was sie in zwei Jahren erreichen möchten, nennen die meisten Erwerbstätigen ein höheres Gehalt (67 Prozent). Männer sagen dies mit 70 Prozent noch öfter als Frauen (64 Prozent).


* Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte im Januar und Februar 2015 im Auftrag der DUW 1.009 Erwerbstätige im Alter von 18 bis 50 Jahren. (02.03.2015, prh)

Karriereplanung: Diese Fragen sollten Sie sich stellen. Tipps für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

 

Modellprojekt »Karriereplanung inklusive«

Karriereplanung InklusiveBerufsbegleitende Bildung für Menschen mit Behinderung   

KARRIEREPLANUNG INKLUSIVE ist ein bundesweites Projekt, das sich dafür engagiert, berufsbezogene Fortbildungsangebote möglichst barrierearm zu gestalten. Insbesondere für Personen mit Lernschwierigkeiten gibt es bislang kaum Angebote, die an ihre Lernvoraussetzungen und Bildungsbedarfe angepasst sind.

Fortbildung und berufsbegleitende Weiterbildung sind in der Regel eine Selbstverständlichkeit für ArbeitnehmerInnen. Etwas anders sieht die Realität jedoch noch bei Personen mit Behinderung aus, insbesondere bei ArbeitnehmerInnen mit Lernschwierigkeiten. Diese sind bislang weitgehend aus den gängigen Fortbildungsangeboten ausgeschlossen, weil diese nur sehr unzureichend an ihre Lernvoraussetzungen und Bildungsbedarfe angepasst sind und für sie dementsprechend nicht ausreichend barrierefrei.

Bei KARRIEREPLANUNG INKLUSIVE handelt es sich um ein bundesweites Projekt, das diese Herausforderung aufnimmt und einen Beitrag dazu leistet, berufsbezogene Fortbildungsangebote inklusiv - d.h. hier: möglichst barrierearm - zu gestalten. Im Rahmen dieses Projekts werden an 3 Projektstandorten:

  • ArbeitnehmerInnen mit Lernschwierigkeiten dazu ermutigt, im Sinne einer beruflichen Weiterentwicklung das Instrument Fortbildung in Anspruch zu nehmen;

  • Arbeitgeber dafür sensibilisiert, auch MitarbeiterInnen mit Behinderung in ihre Fortbildungsplanung aufzunehmen;

  • bestehende Fort- und Weiterbildungsträger dahingehend unterstützt, ihre Angebote so zu gestalten, dass sie auch für Menschen mit Lernschwierigkeiten barrierefrei zugänglich sind;

  • das Tätigkeitsbild eines Bildungscoaches für die personelle Unterstützung der FortbildungsteilnehmerInnen mit Behinderung entwickelt und ein entsprechendes Qualifizierungsangebot geschaffen;

  • ein Beratungsangebot für interessierte ArbeitnehmerInnen entwickelt, das Elemente des peer-supports (Menschen mit Behinderung beraten/unterstützen Menschen mit Behinderung) aufnimmt.

Das Projekt läuft in dem Zeitraum September 2014 bis März 2018 und wird aus Mitteln des Bundesausgleichsfonds beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales finanziert.

(02.03.2015, prh)

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Niedersachsen: Weiterbildung für KiTa-Mitarbeiter mit 1 Million Euro unterstützt

Land NiedersachsenMehr Qualität in Niedersachsens Krippen: Land beteiligt sich mit 1 Million Euro an der Ausbildung von Assistenzkräften zu Sozialassistentinnen und Sozialassistenten. 

Mit bis zu 1 Million Euro unterstützt das Land Niedersachsen Kräfte in Kindertageseinrichtungen bei der berufsbegleitenden Ausbildung zur Sozialassistentin oder zum Sozialassistenten mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik. Kräften in Kindertagesstätten, die bisher die Qualifikationsanforderungen als Fachkräfte nach dem niedersächsischen Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder nicht erfüllen, aber die Zugangsvoraussetzungen für den Quereinstieg mitbringen, soll mit der Maßnahme eine berufliche Perspektive in der frühkindlichen Bildung gegeben werden.

Hintergrund ist die Finanzierung der »dritten Kraft« in Krippengruppen: Seit dem 01. Januar 2015 gewährt das Land für eine regelmäßig in einer Krippengruppe tätige dritte Kraft Finanzhilfe zu den Personalkosten. Durch die Gewährung der Finanzhilfe wird der Personalschlüssel in Krippengruppen verbessert und die Qualifikation von dritten Kräften auf dem Niveau von staatlich geprüften Sozialassistentinnen und Sozialassistenten mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik gesichert. Damit leistet das Land einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der Qualität im frühkindlichen Bereich. Um bestehende Arbeitsverhältnisse von dritten Kräften nicht zu gefährden, wurde ein Bestandsschutz zur verbindlichen Einführung der dritten Kraft ab dem 1. August 2020 zugesichert.

»Dieses Personal kann sich jetzt weiterqualifizieren, und dabei unterstützen wir gerne«, betont die niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt. »Das ist eine große persönliche Chance für die Beschäftigten und eine qualitätsfördernde Maßnahme für die Einrichtungen. Damit gehen wir einen weiteren Schritt auf dem Weg zur bestmöglichen frühkindlichen Bildung und Betreuung unserer Kleinsten in Niedersachsen«.

Die tätigkeitsbegleitende Ausbildung mit dem Einstieg in die Klasse 2 zur Sozialassistenz dauert 18 Monate und soll zum 03.September 2015 und zum 01. Februar 2016 beginnen und insgesamt bis zu 220 Ausbildungsplätze in Teilzeit ermöglichen. Teilnehmerinnen oder Teilnehmer erhalten einen monatlichen Ausbildungszuschuss in Höhe von 150 Euro und die Erstattung des Schulgeldes, soweit dies an einer staatlich anerkannten Schule in freier Trägerschaft erhoben wird.

Die zur Verfügung stehenden Mittel für diese Qualifikationsmaßnahme in Höhe von 1 Million Euro in dem laufenden Haushaltsjahr sind dem Kultusministerium auf Initiative der Regierungsfraktionen von SPD und Bündnis 90 / Die Grünen vom Gesetzgeber zur Verfügung gestellt worden. (27.02.2015, prh)

 

Deutscher Weiterbildungspreis 2014 vergeben

Deutscher WeiterbildungspreisDr. Petra Kersten-Frisch für ihr Fremdsprachenkonzept mit Deutschem Weiterbildungspreis 2014 ausgezeichnet.

Dr. Petra Kersten-Frisch ist die Trägerin des mit 10.000 Euro dotierten Deutschen Weiterbildungspreises 2014. Kersten-Frisch aus Mannheim gewann die Auszeichnung mit ihrer Dissertation »Wie lernen lernungewohnte Erwachsene Englisch im innerbetrieblichen Kontext?«. Im Rahmen der feierlichen Siegerehrung verlieh das Haus der Technik Frau Kersten-Frisch den Preis am gestrigen Abend in Essen.

Uwe Tigges, Mitglied des Vorstandes der RWE AG und DWP-Juryvorsitzender, hielt die Laudatio auf die Preisträgerin und unterstrich die Bedeutung der prämierten Dissertation: Neuigkeitsgrad, die wirtschaftliche Relevanz, Wirkungspotenzial und Praktikabilität, wobei er die branchenübergreifende Bedeutung besonders betonte.

Als Zweitplatzierte wurde Diplom-Psychologin Mara Bald mit dem »Programm für nachhaltige Entwicklung von Menschen in Organisationen: Das Führungskulturentwicklungsprogramm: FEP« geehrt.

Die Redner des Abends machten in ihren Ansprachen immer wieder auf den Stellenwert der Weiterbildung aufmerksam. Auch die Gewinnerin des Vorjahres, Frau Professor Brigitte Caster, von der Fachhochschule Köln, zog für das letzte Jahr noch einmal Bilanz: »Was für ein Jahr! Der Deutsche Weiterbildungspreis hat aufgrund seiner hohen Reputation Türen geöffnet. Zur Politik, zu Vorstandsetagen, zu Organisationen und Initiativen. Vorträge, Podien, Einladungen, Anfragen häuften sich. Alles Gelegenheiten, unsere »Strategien zur Inklusion«, für die wir diesen wichtigen Preis erhalten haben, weiter bekannt zu machen und Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu gewinnen. Die Dotierung ist natürlich in voller Höhe in das Programm geflossen. Wir konnten davon unsere Ausstattung verbessern und Stipendien vergeben«.  Brigitte Caster ist Professorin an der Fakultät für Architektur der Fachhochschule Köln und lehrt besonders Themen der Planungs- und Bauökonomie.

 

(27.02.2015, prh)

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Chancen von MOOCs mutiger nutzen

Stifterverband

Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) fordert eine mutigere Nutzung und Unterstützung von MOOCs (Massive Open Online Courses) an deutschen Hochschulen. Die Investitionen in MOOCs sollen aber nicht zulasten der regulären Lehrbudgets gehen.

In Deutschland wird seit 2013 eine lebhafte Diskussion um die Risiken, selten jedoch um die Chancen von MOOCs geführt. Dabei spielen MOOCs an deutschen Hochschulen bisher nur eine untergeordnete Rolle. Gerade einmal ein Sechstel der deutschen Hochschulen hat bereits MOOCs angeboten und nur ein weiteres Sechstel beabsichtigt, dies zukünftig zu tun, heißt es im aktuellen EFI-Jahresgutachten.

Nach Ansicht der Expertenkommission sollten MOOCs stärker als Chance für den Bildungsstandort Deutschland wahrgenommen werden, weil sie eine »wichtige und sinnvolle Ergänzung des Lehr- und Forschungsinstrumentariums der Hochschulen« darstellen. MOOCs können die Hochschulen von der Vermittlung von Standardwissen entlasten und damit Freiräume für mehr forschungsnahe Lehre schaffen: So können sich gerade Universitäten dem Humboldtschen Ideal wieder stärker annähern.

Für kleinere Hochschulen eröffnet die Nutzung externer MOOCs Chancen zur Verbesserung des Studienangebotes. Hervorragend gemachte MOOCs entfalten außerdem positive Reputationswirkungen für die anbietenden Hochschulen genauso wie für den gesamten Bildungs- und Forschungsstandort Deutschland. MOOCs können Studierenden die Organisation des Studiums erleichtern. Zudem können MOOCs Schüler und bereits im Arbeitsleben stehende Zielgruppen besser erreichen und damit lebenslanges Lernen unterstützen.

Die schon heute festzustellenden vielfältigen Motive der unterschiedlichen Teilnehmer von MOOCs relativieren auch die meist sehr kritisch geführte Diskussion um geringe MOOC-Abschlussquoten. Oft geht es MOOC-Teilnehmern von Anfang an nicht um den Erwerb eines Kurszertifikats, sondern z.B. um eine Orientierung für die Studienfachwahl oder um das Erlernen der deutschen Fachsprache. Für solche Teilnehmer stellt eine vorzeitige Beendigung eines MOOC-Kurses keinen Misserfolg dar.

Nicht für jede Hochschule wird es nach Ansicht der Expertenkommission sinnvoll sein, eigene MOOCs zu erstellen. Allerdings sollten sich alle Hochschulen intensiv mit neuen Kombinationen von Lern- und Unterrichtsformen wie MOOCs, Blended Learning oder Flipped Classroom auseinandersetzen. Damit das weltweit schnell wachsende MOOC-Angebot für eine systematische Verbesserung des Studienangebots genutzt werden kann, sollten Fragen der Anrechenbarkeit von MOOCs für reguläre Studienabschlüsse geklärt werden.

Die Politik sollte den Ausbau der MOOCs positiv begleiten und dort finanziell fördern, wo Qualitätsverbesserungen die höheren Ausgaben rechtfertigen. Kostspielige Duplizierungen von MOOC-Plattformen sollten vermieden, Open Source-Infrastrukturen bevorzugt und Inhalte möglichst frei verfügbar gemacht werden. Die für die Hochschulfinanzierung zuständigen Ministerien sollten den Einsatz von MOOCs nicht als Rechtfertigung dafür heranziehen, Hochschulen finanzielle Mittel für die Lehre zu entziehen. »Möglicherweise entstehende finanzielle Freiräume müssen den Hochschulen für die längst überfällige Verbesserung der Lehre belassen werden«, schreiben die Experten.

Hintergrund
Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) leistet wissenschaftliche Politikberatung für die Bundesregierung und legt regelmäßig Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands vor. Wesentliche Aufgabe der EFI ist es dabei, die Stärken und Schwächen des deutschen Innovationssystems im internationalen und zeitlichen Vergleich zu analysieren und die Perspektiven des Forschungs- und Innovationsstandorts Deutschland zu bewerten. Auf dieser Basis entwickelt die EFI Vorschläge für die nationale Forschungs- und Innovationspolitik.


(25.02.2015, prh)

EFI-Jahresgutachten 2015 (PDF, x Seiten)

 

Metall- und Elektroindustrie: Weiterbildung wird finanziell gefördert

IG Metall BaWue

Die Tarifvertragsparteien in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie haben sich in der Nacht zum 24. Februar in der vierten Verhandlung auf einen Tarifabschluss geeinigt. Demnach steigen die Entgelte für die rund 800.000 Beschäftigten in der Branche vom 1. April 2015 um 3,4 Prozent, zudem wurde eine Einmalzahlung von insgesamt 150 Euro vereinbart. Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. März 2016.

Beschäftigte, die sich während ihres Arbeitslebens persönlich weiterbilden wollen, haben künftig nicht nur einen Anspruch auf Freistellung für Bildung, sondern in Absprache der Betriebsparteien auch auf finanzielle Förderung der Qualifizierungsmaßnahme analog zur Altersteilzeit.

In einer Mitteilung der IG Metall heißt zu den Vereinbarungen zur Weiterbildung:

  • Der Tarifvertrag zur Qualifizierung (TV Quali) wird zum 1. März 2015 von einer Neufassung abgelöst, die zwischen Weiterbildungsmodellen für verschiedene Beschäftigtengruppen unterscheidet. Der neue Tarifvertrag kann erstmals zum 31.12.2019 gekündigt werden.

  • An- und Ungelernte
    Die Tarifvertragsparteien haben sich darauf verständigt, dass die Beschäftigungsfähigkeit von An- und Ungelernten besonderer Berücksichtigung bedarf. Arbeitgeber und Betriebsrat haben über den Bedarf zu beraten und auf dieser Basis spezielle Programme für An- und Ungelernte anzubieten. Die bestehende Sozialpartnervereinbarung »Vom Einstieg zum Aufstieg« aus dem Jahr 2012 zur Förderung der Beruflichkeit von nicht-ausbildungsreifen Jugendlichen wird entsprechend ergänzt. Die Programme orientieren sich an der Herstellung von berufsqualifizierenden Abschlüssen.

  • Persönliche Weiterbildung
    Beschäftigte haben wie bisher Anspruch auf Freistellung für Weiterbildung, im verblockten Teilzeitmodell gilt dies künftig bis zu sieben Jahre lang. Eine einmalige Ausscheidungsvereinbarung mit gleichzeitiger Wiedereinstellungszusage nach der Qualifizierung ist auf fünf Jahre begrenzt. Die Ankündigungsfristen für die Qualifizierungen wurden verkürzt.

  • Förderung für persönliche Weiterbildung
    Vereinbaren die Betriebsparteien, dass ein Teil des ATZ-Volumens für Bildungsteilzeit verwendet wird, werden persönliche Weiterbildungsmaßnahmen analog zum ATZ-Modell mit den entsprechenden monatlichen Aufstockungsbeträgen gefördert. Beschäftigte können so in Weiterbildungen während der Dauer der Bildungsteilzeit zwischen 75 und 79 Prozent ihres Nettoeinkommens erhalten. Die Betriebsparteien können davon abweichende Modelle vereinbaren.

  • Der Arbeitgeber kann Anträge auf geförderte Bildungsteilzeit nur aus besonderem Grund ablehnen, zum Beispiel wenn er glaubhaft darlegen kann, dass auch mittelfristig die erworbene Qualifikation des Beschäftigten betrieblich nicht benötigt wird. In Streitfällen entscheidet eine paritätische Kommission.

  (24.02.2015, prh)

vergleiche: GESAMTMETALL: Tarifabschluss in der M+E-Industrie erzielt

 

Nationale Bildungskonferenz Elektromobilität zeigt neue Trends in Ausbildung

 

bmbf

Fit für die Mobilität von morgen. 

Deutschland hat die Chance, Leitanbieter in der Elektromobilität zu werden. Ein ganz wesentlicher Faktor für diese elektromobile Zukunft sind hervorragend ausgebildete Fachkräfte. Um diesen Prozess voranzubringen, veranstaltet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) heute und morgen gemeinsam mit der Nationalen Plattform Elektromobilität die »Nationale Bildungskonferenz Elektromobilität« an der Technischen Universität in Berlin. Im Mittelpunkt stehen dabei die duale und akademische Ausbildung und Weiterqualifikation von Fachkräften.

»Erfolgreiche Elektromobilität braucht qualifizierte Fachkräfte. Mit den neuen Anforderungen in Produktion und Service verändert sich auch die berufliche Aus- und Weiterbildung. Darauf zu reagieren und unser Bildungssystem fit für die Zukunft zu machen, sichert die Arbeitsplätze von morgen«, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. Auf der Konferenz werden Vertreterinnen und Vertreter der akademischen und beruflichen Aus- und Weiterbildung gemeinsam mit Auszubildenden, Studierenden und berufstätigen Fachkräften darüber diskutieren, wie das Studium der Ingenieurinnen und Ingenieure aktuell gestaltet und die duale Berufsausbildung auf Basis neuester Schlüsseltechnologien fortzuentwickeln ist.

Das BMBF fördert und unterstützt zukunftsweisende Veränderungen im Bildungsbereich: Mehr als 18 Millionen Euro wurden allein in den 14 Schaufensterprojekten zu Bildungsthemen investiert. Knapp 30 Studiengänge mit Bezug zur Elektromobilität sind an bislang 14 Hochschulen und Universitäten entstanden. Deutschlandweit werden über 100 Maßnahmen zur Weiterbildung im Umfeld der Elektromobilität angeboten. Zusätzlich hat das BMBF mit fünf Millionen Euro die berufliche Qualifizierung in der Elektromobilität im Handwerk gefördert, bundesweit in 47 überbetrieblichen Bildungszentren.

Mit dem »Netzwerk Qualifizierung Elektromobilität«, getragen vom Bundesinstitut für Berufsbildung, der RWTH Aachen und der Hochschule Ingolstadt, hat das BMBF ein begleitendes Instrument eingerichtet, mit dem die elektromobilitätsbezogenen Ausbildungskonzepte und Qualifizierungen sowohl im akademischen wie im berufsbildenden Bereich kontinuierlich analysiert werden. Das Netzwerk erhebt die derzeit bestehenden Qualifizierungsangebote in Deutschland, identifiziert »Best-Practice-Beispiele« und bietet den Bildungsakteuren eine Plattform zur branchenübergreifenden Vernetzung und zum Austausch an.

»Jetzt kommt es darauf an, die guten Erfahrungen möglichst flächendeckend zur Anwendung zu bringen. Industrie, das Handwerk aber auch die Hochschulen und die Weiterbildungslandschaft sind gefordert, die Qualifizierungsbausteine und Lehrgänge sowie die erfolgreich erprobten Weiterbildungen aktiv zu nutzen«, so Wanka.



(23.02.2015, prh)

Weitere Informationen

 

PISA ist mehr

dipf

Internationale Vergleichsstudien wie PISA ermitteln nicht nur Leistungen von Schulkindern: Das zeigen mehrere Beiträge des DIPF-Angebots auf der didacta.  

In der öffentlichen Diskussion ist mitunter zu hören, dass PISA Bildung nur noch auf Leistungen und Zahlen reduziere. Auf der Bildungsmesse didacta 2015 zeigen verschiedene Beiträge des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), dass die Studie weit mehr Facetten von Bildung aufgreift und zur Weiterentwicklung von Schule und Unterricht insgesamt beiträgt.

So legt etwa Dr. Susanne Kuger in ihrem Vortrag (25. Februar, 14 bis 14.45 Uhr, Congress Centrum, Saal 112) dar, dass PISA als internationale Vergleichsstudie detaillierte Informationen zu kulturellen Unterschieden der Bildungssysteme liefert. Sie skizziert, was man daraus zum Beispiel für die Gestaltung des Mathematikunterrichts lernen kann. Professor Dr. Eckhard Klieme geht in seinem Vortrag (28. Februar, 16 bis 16.45 Uhr, Congress Centrum, Saal 108/109/110) darauf ein, wie PISA soziale und emotionale Aspekte des Lernens untersucht, die zeigen, dass schwache Schulkinder nicht nur kognitive Förderung, sondern auch soziale Einbindung brauchen. Zudem stellt sich Professor Klieme einer Podiumsdiskussion (28. Februar, 13.45 bis 15 Uhr im Rahmen des »Forum Bildung«), die hinterfragt, inwieweit viele Vergleichsarbeiten die Schulautonomie einengen. Zum Hintergrund: Das DIPF ist ein Zentrum der empirischen Bildungsforschung in Deutschland und unter anderem für die Konzeption und Auswertung aller weltweit bei PISA 2015 eingesetzten Fragebogen verantwortlich.

Neben PISA thematisiert das DIPF während der didacta weitere bildungsrelevante Fragen. So stellt Ingo Blees vom DIPF in seinem gemeinsam mit Gianna Scharnberg von der Universität Duisburg-Essen gehaltenen Vortrag (24. Februar, 14 bis 14.45 Uhr, Congress Centrum, Saal 103) die Angebote öffentlicher Bildungsportale im Bereich freier Bildungsmedien (Open Educational Resources = OER) vor. Von OER wird erwartet, dass sie Innovationen bei der Digitalisierung von Bildung eröffnen. Über die verschiedenen Forschungsarbeiten und Online-Portale des DIPF, wie den Deutschen Bildungsserver oder das Fachportal Pädagogik, kann man sich auch am Stand des Instituts (Halle 14, H51) informieren – inklusive Rechercheservice in den umfangreichen Informationsangeboten.

Zudem stehen am Stand jeden Tag Expertinnen und Experten bereit, um Interessierte zu spezifischen Bildungsthemen zu beraten:

  • Dienstag, 24. Februar: PISA IOpen Educational Recourses
  • Mittwoch, 25. Februar: Inklusion international I Digitale Medien in der Hochschulbildung (MOOCs)
  • Donnerstag, 26. Februar: Inklusion I Qualitätssicherung in der Berufsbildung
  • Freitag, 27. Februar: Qualität in der Elementarbildung
  • Samstag, 28. Februar: DIPF = Bildungsforschung + Bildungsinformation

  (23.02.2015, prh/dipf)

DIPF-Website

 

In Neuigkeiten & Terminen

6. Arabisch-Deutsches Bildungsforum (Berlin)

vom 14.04.2015 bis zum 15.04.2015

Das 6. Arabisch-Deutsche Bildungsforum hat sich zur wichtigsten Informations- und Netzwerkplattform für Universitäten, Colleges, Aus- und Weiterbildungsunternehmen sowie Regierungsorganisationen aus den arabischen Ländern und Deutschland entwickelt.

Das Forum wird gemeinsam von der Ghorfa Arab-German Chamber of Commerce and Industry und iMOVE organisiert. Es steht unter der Schirmherrschaft von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka, die die Konferenz auch eröffnen wird.

Mehr als 250 Expertinnen und Experten aus Industrie, Wissenschaft und Politik werden zum Bildungsforum erwartet, um dort über die aktuellen Trends, Projekte und Kooperationsmöglichkeiten in der Berufs- und der höheren Bildung zu diskutieren.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

 

Petersberger Trainertage 2015 (Königswinter bei Bonn)

vom 17.04.2015 bis zum 18.04.2015

Der Weiterbildungskongress.

Weitere Informationen und Anmeldung: http://www.managerseminare.de/Petersberger_Trainertage/Besucherinformationen?urlID=232965&kat=13773

 

Jahrestagung des Deutschen Verbandes Bildungs- und Berufsberatung: Beratung braucht Werte (Bonn)

vom 08.05.2015 bis zum 10.05.2015

Bildungs- und Berufsberatung zwischen Tradition und beschleunigter Moderne

 

ONLINE EDUCA (Berlin)

vom 02.12.2015 bis zum 04.12.2015

Mit dem Themenspektrum: E-Learning, technologisch gestützte Ausbildung und Weiterbildung, Management und Organisation von E-Learning-Systemen, zukünftige Tools und Technologien, Web 2.0 und Social Networking, Generation Y, Millenials, Lehrkonzepte

 

 

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