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Neuigkeiten & Termine

Meister-BAFöG 2014: 172.000 Geförderte in Deutschland

destatisDie Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von »Meister-BAföG« stieg im Jahr 2014 mit + 0,2 % nur geringfügig gegenüber dem Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, erhielten in Deutschland damit etwa 172.000 Personen »Meister-BAföG«-Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG).

Etwa zwei Drittel der Geförderten waren Männer. Ihre Zahl nahm gegenüber 2013 um 0,7 % auf 117.000 zu. Die Zahl der Frauen mit »Meister-BAföG« sank im gleichen Zeitraum um 0,7 % auf knapp 55.000.

Die gefragtesten Berufe mit einer Fortbildungsmaßnahme nach dem AFBG waren 2014 bei den Männern der geprüfte Industriemeister Metall, gefolgt vom staatlich geprüften Maschinenbautechniker und dem Kraftfahrzeugtechnikermeister. Bei den Frauen waren die häufigsten Berufe die staatlich geprüfte Erzieherin, gefolgt von der geprüften Wirtschaftsfachwirtin und der Friseurmeisterin.

Rund 75.000 (44 %) der Geförderten nahmen an einer Vollzeitfortbildung teil, 97.000 (56 %) bildeten sich in Teilzeit fort. Gegenüber 2013 stieg die Zahl der geförderten Personen in Vollzeit um 3,9 %, während die Zahl der Geförderten in Teilzeit um 2,4 % zurückging.

Mit dem »Meister-BAföG« werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung durch Beiträge zu den Kosten der Bildungsmaßnahme und zum Lebensunterhalt finanziell unterstützt. An Förderleistungen standen im Jahr 2014 insgesamt 587 Millionen Euro zur Verfügung. Das waren 2,0 % mehr als im Vorjahr.

Von den Förderleistungen entfielen rund 397 Millionen Euro auf Darlehen und 190 Millionen Euro auf Zuschüsse. Die Geförderten erhielten Zuschüsse zur Finanzierung der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren (81 Millionen Euro), für den Lebensunterhalt (100 Millionen Euro), für den Kindererhöhungsbetrag (8 Millionen Euro) und zur Kinderbetreuung (1 Million Euro).

Die Darlehen wurden für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren (184 Millionen Euro), für den Lebensunterhalt (202 Millionen Euro), für den Kindererhöhungsbetrag (8 Millionen Euro), für die Kosten während der Prüfungsvorbereitungsphase (2 Millionen Euro) und für die Anfertigung des »Meisterstücks« (1 Million Euro) bewilligt. Ob die Förderungsberechtigten die bewilligten Darlehen in Anspruch nehmen, können sie frei entscheiden. Insgesamt überwies die Kreditanstalt für Wiederaufbau an die Geförderten im Jahr 2014 Darlehen in Höhe von rund 309 Millionen Euro. Geförderten Personen werden auf Antrag nach erfolgreichem Abschluss ihrer Weiterbildungsmaßnahme 25 % ihres Restdarlehens zum Maßnahmebeitrag erlassen. Im Jahr 2014 erhielten rund 30.000 Personen einen Darlehenserlass im Wert von insgesamt 23 Millionen Euro.

(29.06.2015, prh)

Weitere Informationen zur Ausbildungsförderung

 

DGB kritisiert schlechte Chancen auf Weiterbildung bei Geringqualifizierten

dgbDer Anteil der Geringqualifizierten unter den Arbeitslosen steigt. Besonders im Hartz-IV-System ist der Anstieg sichtbar: Immer häufiger werden Geringqualifizierte von den Jobcentern und nicht von der Arbeitslosenversicherung betreut.

Das Problem: Die Jobcenter fördern diese Zielgruppe deutlich seltener mit geeigneten Weiterbildungsmaßnahmen als die Arbeitsagenturen – das zeigt eine aktuelle Auswertung des DGB.

Die Arbeitslosenquote von Ungelernten ist etwa viermal höher als bei Menschen mit abgeschlossener Ausbildung. Und der Anteil von Menschen ohne formalen Qualifikationsabschluss an allen Arbeitslosen steigt kontinuierlich an. Im Hartz-IV-System steigt der Anteil der Geringqualifizierten deutschlandweit sogar von 50,7 Prozent im Jahr 2009 auf 55,5 Prozent im Durchschnitt des Jahres 2014. »Es findet also eine messbare Verschiebung der Probleme von der Versicherung zu den Jobcentern statt«, heißt es in der DGB-Auswertung. Sprich: Statt von der Arbeitslosenversicherung, also den Agenturen für Arbeit, werden Geringqualifizierte mehr und mehr von den Jobcentern, also im Hartz-IV-System, betreut. »Ein Trend, der sich verstärkt«, stellt die DGB-Auswertung fest.

Trotz größerem Bedarf bei Geringqualifizierten: Weiterbildung weniger intensiv

Die »Förderintensität« durch Weiterbildung sei für Gerinqualifizierte »in den Jobcentern niedriger als im Versicherungssystem«, so die DGB-Auswertung. Obwohl Geringqualifizierte eigentlich einen höheren Bedarf an passenden Weiterbildungsmaßnahmen hätten, als andere Arbeitslosengruppen, haben sie oft das Nachsehen.

Nachträgliche Bildungsangebote ernster nehmen – auch ohne kurzfristige Vermittlungserfolge

»Wesentliche Ursachen hierfür sind die unzureichende Mittelausstattung der Jobcenter, aber auch eine häufige Ausrichtung auf einen eher kurzfristigen Integrationserfolg ohne Beachtung mittel- und langfristiger Perspektiven«, heißt es in der DGB-Auswertung. »Die Aufgabe, auch Menschen, die vielfach keine gute Bildung erhalten konnten, nun nachträglich noch zu derartigen Angeboten zu bewegen, muss noch viel ernster genommen werden, auch wenn hier nicht immer kurzfristige Erfolge möglich sind«.

(28.06.2015, )

arbeitsmarkt aktuell 06/2015: »Aussichtslos?!? - Zur Situation Geringqualifizierter auf dem Arbeitsmarkt« (PDF, 17 Seiten)

 

MINT-Gipfel: Berufliche Bildung muss attraktiver und innovativer werden

Berufliche Aus- und Weiterbildung sind unverzichtbar für Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung und Innovation – doch das deutsche Erfolgsmodell der dualen Ausbildung ist in Gefahr. Beim 3. Nationalen MINT-Gipfel diskutieren am 25. Juni in Berlin hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, wie sich die drohende Lücke bei beruflich qualifizierten Fachkräften abwenden lässt. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka betont dabei die Bedeutung von erweiterten Möglichkeiten zur Berufsorientierung, darunter geplante individuelle Potenzialanalysen für eine halbe Million Jugendliche.

Das Modell der beruflichen Bildung in Deutschland ist eine anerkannte Erfolgsgeschichte. Dennoch gerät es immer stärker unter Druck: Zum einen droht eine Marginalisierung aufgrund steigender Studierendenzahlen und der demografischen Entwicklung, zum anderen machen die fortschreitenden technologischen Herausforderungen einen Wandel der bisherigen Ausbildungsstrukturen und Inhalte erforderlich. Die Prognosen rechnen mit einer großen Lücke bei beruflich ausgebildeten MINT-Fachkräften. Wie wird die duale Berufsausbildung in den naturwissenschaftlich-technischen Berufen wieder attraktiv? Wie lassen sich dabei bisherige Stärken bewahren und ausbauen?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des 3. Nationalen MINT-Gipfels, den Bundesbildungsministerin Johanna Wanka am 25. Juni in Berlin eröffnet. Sie betont unter anderem erweiterte Möglichkeiten zur Berufsorientierung, darunter individuelle Potenzialanalysen für eine halbe Million Jugendliche, die vom BMBF unterstützt würden. Unter den Teilnehmern des anschließenden Podiums sind Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin des Bundeswirtschaftsministeriums, Vorstandsmitglied der Deutschen Bahn Heike Hanagarth, der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes Reiner Hoffmann und Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks.

Zentrale Forderungen zur Stärkung der beruflichen Bildung

Die Mitglieder des Nationalen MINT-Forums haben sich auf eine gemeinsame Strategie mit vier Eckpfeilern verständigt, um die berufliche MINT-Bildung zu stärken:

Erstens sollen Karrierewege für beruflich Qualifizierte attraktiver werden. Das bedeutet beispielsweise, Aufstiegsperspektiven über den »Techniker« oder »Meister« hinaus zu öffnen. »Solche Chancen müssen mehr als nur sichtbar sein, sie müssen in betrieblichen Karrieren und in der Vergütung konkret werden. Außerdem braucht berufliche Bildung mehr Wertschätzung, sowohl innerbetrieblich als auch gesellschaftlich«, fordert Thomas Sattelberger, einer der beiden Sprecher des Nationalen MINT-Forums. »Junge Menschen orientieren sich bei Berufsentscheidungen auch an Aufstiegschancen und möglichen Bildungsrenditen. Arbeitgeber müssen das berücksichtigen, um wieder mehr Nachwuchskräfte für die betriebliche MINT-Ausbildung zu gewinnen«.

Zweitens müssen berufliche und akademische Bildung besser verzahnt werden. Dabei geht es nicht nur um erweiterte Anrechnungs- und Zulassungs-bestimmungen: »Wir brauchen viel mehr echte Hybridmodelle wie das duale Studium. Sie stärken sowohl die wissenschaftlichen Anteile in der Ausbildung, als auch den Praxisbezug im Studium«, sagt Henning Kagermann, ebenfalls Sprecher des Nationalen MINT-Forums.

Drittens sollen neue Einstiegsmöglichkeiten in die berufliche MINT-Bildung eröffnet werden. Junge ungelernte Arbeitnehmer, Jugendliche in Übergangssystemen sowie Nachwuchskräfte mit sozial bedingten Startnachteilen müssen besser gefördert werden. Das gilt auch für Frauen in MINT-Berufen. Bei der Bewerberauswahl sind nicht allein Schulnoten, sondern viel stärker die Potenziale der Bewerberinnen und Bewerber zu betrachten. Auswahlverfahren müssen also durch potenzial- und kompetenzorientierte Komponenten ergänzt werden. Ausbildungsformen müssen individualisiert und gegebenenfalls modularisiert werden.

Viertens sind Berufs- und Studienorientierung neu zu konzipieren, mit einem Schwerpunkt auf praktischen Erfahrungen. Der Erwerb individueller beruflicher Erfahrungen sollte in schulischen Curricula mehr Gewicht haben, ebenso die Orientierung an Rollenvorbildern.

Bundesregierung fördert Potenzialanalysen und bessere Berufsorientierung

Ministerin Wanka begrüßt das Engagement des Nationalen MINT-Forums und sagt: »Deutschland ist auf qualifizierte MINT-Fachkräfte angewiesen – aus der akademischen wie aus der beruflichen Bildung gleichermaßen. Beide Bildungsbereiche bieten jungen Menschen attraktive, flexible und gleichwertige Karrierewege«. Die spätere Entscheidung für eine MINT-Karriere hänge oft eng mit den Erfahrungen in der Schule zusammen. »Ich bin überzeugt, dass ein breites Interesse für naturwissenschaftliche Fragestellungen nur entsteht, wenn wir Kinder frühzeitig und alltagsgerecht für diese Themen begeistern. In der Berufsorientierung brauchen Jugendliche an ihren Kompetenzen ausgerichtete Unterstützung, also individuelle Beratung und Potenzialanalysen. Hier setzen wir an und wollen noch mehr junge Menschen mit unseren Beratungsangeboten erreichen, auch an Gymnasien«, so Wanka. Die Bundesregierung erweitert die Möglichkeiten zur Berufsorientierung und will in den nächsten Jahren über 100.000 jungen Menschen eine Berufseinstiegsbegleitung anbieten; 500.000 Jugendliche sollen von einer individuellen Potenzialanalyse profitieren. »Das gab es in dieser Dimension noch nicht«, so Wanka.

Aktionsprogramm für eine kontinuierliche Stärkung der MINT-Bildung

Am Nachmittag des 25. Juni stellen die Arbeitsgruppen des Nationalen MINT-Forums ihre Empfehlungen zu folgenden bildungspolitischen Themen vor:

  •  MINT-Potenziale heben: Fördermaßnahmen von Kita bis Uni
  •  Internationalisierung des MINT-Studiums
  •  Unterstützung regionaler Netzwerke zur MINT-Bildung vor Ort
  •  Steigerung der Attraktivität von Ingenieurberufen
  •  Stärkung der MINT-Lehramtsausbildung
  •  Kontinuierliche und professionelle Unterstützung von MINT-Lehrkräften
  •  Qualitätssicherung von MINT-Initiativen und -projekten

Über das Nationale MINT-Forum
Im Nationalen MINT-Forum setzen sich über 30 große, überregional tätige Wissenschaftseinrichtungen, Stiftungen und Verbände gemeinsam für eine bessere Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) entlang der gesamten Bildungskette ein: von der frühkindlichen über die schulische, die berufliche und akademische Bildung bis hin zur Weiterbildung und zum lebenslangen Lernen. Im Nationalen MINT-Forum werden konkrete Forderungen der Wirtschaft und Forschung an Politik und andere gesellschaftliche Akteure formuliert.

(25.06.2015, prh)

Nationales MINT-Forum

 

ichMOOC: »Mein Digitales Ich« – der größte Volkshochschulkurs aller Zeiten

Mein Digitales Ich H160Das Institut für Lerndienstleistungen der Fachhochschule Lübeck und die Volkshochschulen in Hamburg und Bremen kooperieren bei der Vermittlung von Basiswissen durch Massiv Open Online Courses, sogenannte MOOCs. Das Ziel dieser Kooperation ist es, einen Pilotkurs mit dem Namen »Mein digitales Ich« zur Erkennung der digitalen Identität zu entwickeln. Jetzt ist der Kurs mit großem Zulauf gestartet.

Seit Ende des letzten Jahres kooperieren das Institut für Lerndienstleistungen der Fachhochschule Lübeck und die Volkshochschulen in Hamburg und Bremen im Rahmen von Massiv Open Online Courses, sogenannte MOOCs. Das Ergebnis dieser Kooperation soll es sein, einen Pilotkurs mit dem Namen »Mein digitales Ich« zu entwickeln und auf die Reise zu schicken. In dem MOOC dreht es sich um die Erkennung der digitalen Identität. Dieser Massive Open Online Course betitelt als ichMOOC, ging im Frühjahr 2015 mit durchschlagendem Erfolg an den Start und ist ein flächendeckendes Bildungsangebot zur Qualifizierung durch digitales Lernen.

»Wieso bekomme ich bei der Zahl 1.000 eine Gänsehaut? Weil es die 1.000 Anmeldung ist«, erklärte Joachim Sucker, E-Learning-Begeisterter und Lernweltengestalter von der Volkshochschule Hamburg Ende Mai 2015. Mittlerweile sind es bereits über 1.500 Teilnehmende. Nie zuvor erreichten Volkshochschulkurse solche Dimensionen. »Dieser Kurs im neuen Bildungsformat ist der bisher größte Kurs aller Zeiten in der Geschichte der Volkshochschule«, so Sucker weiter.

Die Teilnehmenden kommen überwiegend aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien. Aber auch Interessierte aus anderen europäischen Staaten, aus Algerien, Brasilien, Südafrika oder Japan sind dabei.

Das Besondere an dem Kurs sind die MOOCbars. In den Bars werden Begleitangebote für Lernen in Präsenz angeboten, die an 50 Standorten in Deutschland sowie in Österreich, der Schweiz und Italien, verstreut sind. Hier treffen sich MOOC-Teilnehmende und diskutieren zu Live-Expertenvorträgen und über einzelne Inhalte des Kurses.

Die aktuelle Woche des ichMOOC startet unter dem Titel »Stress durch Soziale Netzwerke«. Es geht dabei um Mobbing und Shitstorm. Ein provokanter Post in einem Forum, ein rasch hingeworfener Kommentar – und schon gibt es Streit im Netz. Warum kommt es im Digitalen eigentlich so leicht zu Missverständnissen?

Mit diesem Thema beschäftigt sich die Expertin, Diplompsychologin und Fachjournalistin für IT, Maria-Christina Nimmerfroh seit vielen Jahren. Sie erläutert die Grundregeln des digitalen Dialogs und gibt Tipps, wie man möglichst stressfrei durchs Netz kommt, Fettnäpfchen meidet und souverän mit Fehlern und Angriffen umgeht. »Fast jeder hat heute eine digitale Identität. Da, wo wir selbst aktiv sind, können wir diese nach unseren Wünschen formen. Dazu benötigen wir Handwerkszeug«, betont Joachim Sucker. Mit dem kostenlosen ichMOOC wird das Handwerkszeug vermittelt, mit dem die eigene digitale Identität gesteuert werden kann.

Der Kurs beleuchtet die Chancen und zeigt mögliche Stolpersteine zu einer Wunsch-Identität im Netz. Digitale Identitäten sind heute selbstverständlich. Wer will ich im Web sein? Wer kann welche Informationen über mich sehen? Wie trenne ich Berufliches von Privatem. Diese und andere Fragen werden in dem ichMOOC beantwortet. Die Online-Identität hinterlässt gewollt und ungewollt Spuren mit Fotos oder Namen in Profilen der sozialen Netzwerke. Die verschiedenen Facetten von beruflichem und privatem Auftreten bilden die digitale Persönlichkeit.

Die »digitale Identität« wird zukünftig Bestandteil einer jeden Biografie sein. Wie lässt sich eine Identität im Netz bilden, lenken und kommunizieren? Eine spannende Frage, die die Hamburger Volkshochschule, die Bremer Volkshochschule und die Fachhochschule Lübeck im ichMOOC beantworten.

(17.06.2015, prh)

MOOC »Mein digitales Ich«

 

wb-web: Umfrage für Lehrkräfte der Erwachsenenbildung

wb-webInhalte möglichst praxisnah und an den Bedürfnissen der Lehrkräfte der Erwachsenenbildung ausrichten – das ist das Ziel von wb-web. Das Portal lädt deshalb alle interessierten Lehrkräfte ein, an einer neuen Umfrage teilzunehmen.

Aus einer ersten Umfrage im vergangenen Jahr haben wurden viele Anregungen aufgenommen, die direkt in die Konzeption von wb-web.de mit eingeflossen sind.

Mit einer zweiten Umfrage soll in Erfahrung gebracht werden, was Sie sich konkret von bestimmten, für das Online-Portal vorgesehenen Themen und Inhalten erwarten. Ergänzend interessiert die Portalbetreiber Ihre Meinung zu den weiteren Funktionen auf wb-web - insbesondere der geplanten Community.

Mit Ihrer Teilnahme helfen Sie, das Portal optimal auf die Bedürfnisse derjenigen zuzuschneiden, auf die es in der Weiterbildung besonders ankommt: Sie, die im direkten Kontakt zu den Teilnehmenden stehen und Lernangebote für Erwachsene gestalten.

Die Umfrage ist bis zum 29.06.2015 zu erreichen.

Die Bearbeitung wird etwa 30 Minuten in Anspruch nehmen. Die Befragung erfolgt selbstverständlich freiwillig und anonym. Die Befragungsdaten werden nur zu wissenschaftlichen Zwecken im Kontext des Vorhabens verwendet und nicht an Dritte weitergegeben.

Als Dankeschön verlost die Bertelsmann Stiftung folgende Preise:

1 iPad Air 16 GB
1 Sony Xperia Z1 Compact
6 Buchgutscheine bei Fairbuch.de im Wert von je 50 Euro

Bei Interesse an einer Teilnahme an der Verlosung besteht am Ende des Fragebogens die Möglichkeit, eine E-Mail-Adresse anzugeben. Diese wird getrennt von den Antworten im Fragebogen – ausschließlich zum Zwecke der Gewinnübermittlung – gespeichert und nach Abschluss der Verlosung gelöscht.

Berechtigt zur Teilnahme sind alle Befragten ab 18 Jahren, deren ausgefüllte Umfrage bis zum Abschluss des Befragungszeitraums beim wb-web-Portal eingeht. Über den Gewinn entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter der Bertelsmann Stiftung, des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung und der Universität Tübingen werden bei der Verlosung nicht berücksichtigt.

(15.06.2015, prh)

Zur Umfrage

Zum Portal

 

Studie: Qualifiziertes Personal ist wichtigstes Aushängeschild für Pflegeeinrichtungen

DGQ

Nachwuchsförderung, Weiterbildung und gutes Qualitätsmanagement sichern Standards. 

Mehr als die Hälfte der Deutschen (55 Prozent) nennt qualifiziertes Pflegepersonal als besonders wichtiges Kriterium bei der Auswahl einer Pflegeeinrichtung – damit ist dieser Aspekt wichtiger als anfallende Kosten (42 Prozent). Je älter die Befragten, desto stärker werden Ausgaben berücksichtigt.

Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) unter rund 1.000 Verbrauchern.

Drittwichtigstes Kriterium ist der Zugang zu ärztlicher Versorgung. 36 Prozent beziehen diesen Aspekt in ihre Entscheidungsfindung verstärkt mit ein. Einen ähnlich hohen Stellenwert hat für die Befragten der Sympathiefaktor des Pflegepersonals (34 Prozent). Qualitätssiegel oder ein etabliertes Qualitätsmanagement nennen lediglich 26 Prozent.

Weichen stellen für die Zukunft

Die Studie zeigt, dass der Fokus bei der Auswahl einer Pflegeeinrichtung stark auf dem Personal liegt. In Zeiten des Fachkräftemangels stehen Politik und Bildungseinrichtungen vor einer doppelten Herausforderung: sie müssen den Beruf ausreichend attraktiv für Arbeitnehmer machen und gleichzeitig sicherstellen, dass Fachkräfte ausreichend qualifiziert sind. Die Nachwuchsförderung spielt dabei eine wichtige Rolle. »Die DGQ unterstützt daher die Förderung junger Pflegefachkräfte aktiv. Als einer der Schirmherren der Bundesinitiative 'Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege´ haben wir uns auch in diesem Jahr sehr über die zahlreichen Bewerbungen motivierter und hochqualifizierter Talente gefreut«, sagt DGQ-Präsident Udo Hansen.

Gefragt ist die Politik auch bei der Anerkennung bereits vorhandener Qualifikationen. Ausländische Fachkräfte werden angesichts des Fachkräftemangels zunehmend relevant für den deutschen Arbeitsmarkt – auch für die Pflegebranche. »Die Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen wird zunehmend wichtig, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Viele Pflegeeinrichtungen scheitern bei der Einstellung ausländischer Pflegeexperten momentan an bürokratischen Hürden. Das muss sich ändern«, fordert Hansen.

Qualitätsmanagement wichtiges Thema für die Aus- und Weiterbildung

Qualitätssiegel oder ein etabliertes Qualitätsmanagement stehen bei der Wahl einer Pflegeeinrichtung nur an fünfter Stelle. Jedoch kommen Einrichtungen ohne professionelles Qualitätsmanagement nur für 15 Prozent der Befragten uneingeschränkt in Betracht. 55 Prozent würden eine solche Einrichtung ablehnen.

Die DGQ sieht bei der Frage, was ein Qualitätsmanagement leisten kann, Aufklärungs- und Weiterbildungsbedarf auf Seiten der Pflegeeinrichtungen und beim Fachpersonal. »Ein gutes Qualitätsmanagement ist weit mehr als bloße Dokumentation«, so Hansen weiter. »Es trägt beispielsweise dazu bei, den Personalbedarf zu bestimmen und Ressourcen optimal zu steuern – und das kommt direkt beim Pflegebedürftigen an. Ein gut aufgestelltes Team ermöglicht ein Arbeitsumfeld, in dem Fachkräfte ihre Expertise voll zum Ersatz bringen können – ohne Abstriche etwa aufgrund von Unterbesetzung machen zu müssen. Idealerweise werden Pflegeexperten bereits während ihrer Ausbildung für das Thema Qualitätsmanagement sensibilisiert, aber auch voll ausgebildete Mitarbeiter sollten sich in diesem Bereich fortbilden«.

Hintergrund
Für die repräsentative Studie hat die Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ) gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Innofact AG 1.032 Personen zwischen 18 und 69 Jahren befragt. Die Stichprobe entspricht nach Alter, Geschlecht und Region der repräsentativen Verteilung der deutschen Bevölkerung. Die unabhängige Online-Erhebung fand im April 2015 statt.

(15.06.2015, prh)

DGQ-Website

 

Bekämpfung des Analphabetismus

bundestag7,5 Millionen Menschen in Deutschland können nicht richtig lesen oder schreiben und gelten als sogenannte funktionale Analphabeten. Das zeigt die Studie »leo. - Level-One« im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, die als erste Studie in Deutschland die Größenordnung des funktionalen Analphabetismus unter der erwerbsfähigen Bevölkerung zwischen 18 und 64 Jahren ermittelt hat.
 
Die Fraktionen der CDU/CSU und SPD fordern in einem Antrag die Bundesregierung auf, eine »Nationale Dekade für Alphabetisierung«auszurufen und das bisherige Bündnis zur Grundbildung mit weiteren gesellschaftlichen Akteuren als Allianz für Alphabetisierung und Grundbildung auszubauen.

Zudem sollen bisher gewonnene Forschungsergebnisse, Konzepte und Materialien in die Praxis überführt werden und die bewährten Instrumente des Förderprogramms zur arbeitsplatzorientierten Grundbildung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen der Alphabetisierungs-Dekade weiter umgesetzt werden. Ferner soll die Alphabetisierung und Grundbildung im Bereich der beruflichen Bildung und Jugendbildung weiterentwickelt werden. Dazu gehört nach Ansicht der Fraktionen auch die Förderung von notwendigen Grundkompetenzen in den Bereichen Lesen, Schreiben, Mathematik sowie Informations- und Kommunikationstechnologien durch die Bundesagentur für Arbeit als eine Voraussetzung der dauerhaften Integration von Arbeitnehmern in den Arbeitsmarkt, die noch nicht über einen Berufsabschluss verfügen.

Wenn die Kompetenzen in Schrift und Sprache von Erwachsenen niedriger sind als die jeweiligen beruflichen und gesellschaftlichen Anforderungen, spricht man von funktionalem Analphabetismus. Die Betroffenen können zwar einzelne Wörter oder Sätze lesen und schreiben, nicht jedoch zusammenhängende Texte wie zum Beispiel Arbeitsanweisungen, Behördenbriefe, Zeitungen oder Bücher. In Deutschland betrifft dies 14 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung. Die »leo«.-Studie zeigt, dass Menschen ohne Schulabschluss, in prekärer Beschäftigung und mit einem Alter von mehr als 50 Jahren zu den besonders gefährdeten Risikogruppen gehören. Insgesamt sind rund 57 Prozent der funktionalen Analphabeten berufstätig, häufig als un- oder angelernte Arbeitskräfte. Deutsch ist bei 58 Prozent der Betroffenen die Muttersprache und mehr als 80 Prozent haben einen Schulabschluss. Wie die Zahlen deutlich zeigen, durchdringt der funktionale Analphabetismus die gesamte Gesellschaft.

Analphabetismus im engeren Sinne betrifft mehr als vier Prozent, das sind circa 2,3 Millionen Menschen der erwerbsfähigen Bevölkerung in Deutschland. Personen können zwar einzelne Wörter lesen, verstehen und schreiben, nicht jedoch ganze Sätze. Gebräuchliche Wörter müssen Buchstabe für Buchstabe zusammengesetzt werden. 300.000 Menschen können nicht einmal ihren Namen richtig schreiben.

Weitere 25 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung schreiben fehlerhaft. Das bedeutet, dass die Kompetenzen im Bereich Lesen und Schreiben, die bis zum Ende der Grundschule unterrichtet werden, von circa 13 Millionen Menschen nicht richtig beherrscht werden.

(12.06.2015, prh)

Im Wortlaut: Antrag der Koalitionsfraktionen (PDF, 7 Seiten)

Informationen zur .leo-Studie mit Downloadmöglichkeit

siehe auch: Nationale Strategie für Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener

 

Brandenburg: Neues Förderprogramm für berufliche Weiterbildung

land BrandenburgDas brandenburgische Arbeitsministerium hat die Förderung der beruflichen Weiterbildung im Land neu geregelt. Zukünftig werden beispielsweise auch Weiterbildungen im Rahmen eines ehrenamtlichen Engagements in Vereinen sowie berufliche Weiterbildungen in der Kinder- und Jugendhilfe gefördert. Auch können nun Menschen, die keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sondern zum Beispiel einen Minijob ausüben, von der Förderung profitieren.
 
Fortgeführt wird der Bildungsscheck Brandenburg für Beschäftigte und die Förderung der betrieblichen Weiterbildung. Für die neue Weiterbildungsrichtlinie, die jetzt in Kraft getreten ist, stehen bis zum Jahr 2020 insgesamt knapp 30 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung. Förderanträge können ab sofort auf dem Online-Portal der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) gestellt werden.

Arbeitsministerin Diana Golze: »Die berufliche Weiterbildung gewinnt angesichts des steigenden Fachkräftebedarfs an Bedeutung. Sie ist ein wichtiges Instrument, um die Wirtschaft weiter zu stärken und die individuelle Beschäftigungsfähigkeit zu erhöhen. Die neue Weiterbildungsrichtlinie ist noch breiter als bisher aufgestellt. Besonders wichtig ist, dass jetzt auch geringfügig Beschäftigte bei der individuellen Weiterbildung unterstützt werden. Auch Vereine und Träger der Kinder- und Jugendhilfe werden jetzt mit der Weiterbildungsrichtlinie zusätzlich gestärkt. Damit wird die Arbeitsmarktpolitik des Landes Brandenburg noch sozialer ausgerichtet«.

Tillmann Stenger, Vorsitzender des Vorstandes der Brandenburger Förderbank ILB: »Die Wirtschaft ist auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen. Vor allem kleine und mittlere Betriebe müssen sich im Wettbewerb um Fachkräfte besonders behaupten. Hierbei spielt die Weiterbildung der eigenen Beschäftigten eine entscheidende Rolle. Das Förderprogramm unterstützt kleine und mittlere Unternehmen dabei besonders. Die Investitionsbank des Landes Brandenburg steht den Betrieben bei der Förderung zur Seite und berät über die Angebote. Ziel ist nicht nur der Erhalt und die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern perspektivisch auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze«.

Den Bildungsscheck können in Brandenburg Beschäftigte für Weiterbildungskurse individuell und unabhängig von ihrem aktuellen Arbeitsplatz beantragen. Bis zu 70 Prozent der Kosten werden gefördert, der Eigenanteil beträgt mindestens 30 Prozent. Eine Förderung muss mindestens sechs Wochen vor dem Kursbeginn beantragt werden und ist zweimal in einem Jahr möglich. Seit Mitte 2009 wurden fast 5.300 Bildungsschecks ausgestellt. Kurse können zum Beispiel in der Weiterbildungsdatenbank unter www.wdb-suchportal.de ausgewählt werden.

Golze: »Der Brandenburger Bildungsscheck hat sich bewährt. Mit ihm können sich Brandenburgerinnen und Brandenburger ganz nach ihren persönlichen Interessen und unabhängig von ihrem Arbeitsplatz selbst Weiterbildungskurse aussuchen und ihr Wissen erweitern. Zum Beispiel mit einem Sprachkurs oder Seminar zur Stärkung sozialer Kompetenzen. Die berufliche Bildung darf nicht nach der Ausbildung aufhören. Das kontinuierliche Lernen gehört zum gesamten Erwerbsleben dazu. Angesichts der ständigen Veränderungen und Neuerungen in der Arbeitswelt tragen Weiterbildungen wesentlich dazu bei, berufliche und soziale Kompetenzen zu stärken. Und zusätzliche Qualifizierungen sind nicht nur ein guter Schutz vor Arbeitslosigkeit, sondern helfen auch beim beruflichen Aufstieg«.

Die Weiterbildung in Unternehmen und Vereinen sowie bei Trägern der Kinder- und Jugendhilfe wird mit bis zu 3.000 Euro pro Beschäftigtem oder Ehrenamtlichem bis zu zweimal pro Kalenderjahr gefördert. Abhängig von der Betriebs- und Vereinsgröße werden 50 bis maximal 70 Prozent der Kosten übernommen. Vereine ohne wirtschaftliche Tätigkeiten erhalten Zuschüsse in Höhe von 90 Prozent der Kurskosten. Bei Ehrenamtlichen ist Voraussetzung, dass mit der Weiterbildung erwerbsbezogene fachliche oder soziale Kompetenzen erhöht werden. Zum Beispiel können ehrenamtliche Trainer von Sportvereinen Schulungen zur Konfliktlösung oder Sprachkurse belegen, die gefördert werden.

(09.06.2015, prh)

Informationen und Antragsformulare zum Förderprogramm

Suchportal Berlin-Brandenburg

 

Deutscher Bildungspreis 2016 ausgeschrieben

Deutscher BildungspreisBewerbungsphase für Deutschen Bildungspreis 2016 startet.  

Die TÜV SÜD Akademie und EuPD Research Sustainable Management suchen zum vierten Mal Unternehmen, Organisationen, Institutionen und Behörden, die ihre Mitarbeiter strategisch fördern und bei der Weiterentwicklung unterstützen. Die Initiative »Deutscher Bildungspreis« hilft Teilnehmern durch wissenschaftliches Know-how und Best Practice-Ansätze, ihr Bildungs- und Talentmanagement effizient und nachhaltig zu verbessern. Ab sofort können sich Unternehmen und Organisationen bewerben. Teilnahmeschluss ist der 31.Oktober 2015.

Mit einem nachhaltigen Bildungs- und Talentmanagement können Unternehmen ihre Mitarbeiter optimal fördern und sich gleichzeitig als attraktiver Arbeitgeber positionieren. Der Deutsche Bildungspreis, den die TÜV SÜD Akademie und EuPD Research Sustainable Management 2012 ins Leben gerufen haben, ehrt vorbildliche sowie innovative Ansätze solcher Systeme und gibt Neulingen auf diesem Gebiet gezielte Anregungen für die Implementierung. Seit dem Start der Initiative vor drei Jahren haben sich über 460 Unternehmen beworben. Die Teilnahme lohnt sich für große, genauso wie für kleine und mittelständische Betriebe und Organisationen. Jeder Bewerber erhält einen kostenlosen, individuellen Benchmark des eigenen Bildungs- und Talentmanagements im Vergleich mit den anderen Bewerbern sowie eine Stärken-Schwächen-Analyse, die Experten im Anschluss an die Auswertung im Rahmen eines telefonischen Analysegesprächs auf Wunsch durchführen.

Qualitätsstandards in der Weiterbildung

Mit dem Deutschen Bildungspreis wollen die Initiatoren wissenschaftlich fundierte und praxisnahe Qualitätsstandards im Bildungs- und Talentmanagement etablieren. Die besten Bewerber konkurrieren jährlich um die Auszeichnung in den Bereichen Dienstleistung und Gewerbe/Produktion. Dabei werden jeweils kleine und mittelständische sowie Großunternehmen ausgezeichnet. Zudem hebt der Innovationspreis als fünfte Kategorie besonders kreative Ansätze hervor. Bewertungsgrundlage ist das erste expertengestützte und praxisgeprüfte Qualitätsmodell für betriebliches Bildungs- und Talentmanagement in Deutschland.

Alle Unternehmen und Organisationen können sich mit einem Fragebogen für den Deutschen Bildungspreis qualifizieren. Nach der Beantwortung dieses Qualifizierungsbogens, begutachtet und bewertet ein Expertenbeirat alle eingehenden Bewerbungen und wählt in den fünf Preiskategorien jeweils die Top drei für die Finalrunde aus.

Der Expertenbeirat setzt sich zusammen aus:

  • Dr. Sascha Armutat, Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V.
  • Sünne Eichler, Leiterin der Learntec
  • Prof. Dr. Michael Gessler, Universität Bremen
  • Barbara Hemkes, Bundesinstitut für Berufsbildung
  • Wilfried Horn, ehemaliger Director HR bei McDonald's Deutschland Inc.
  • Prof. Dr. Ulrich Müller, Institut für Bildungsmanagement, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
  • Dr. Astrid Nelke, Deutscher Mittelstands-Bund
  • Kirsten Rudolph, Paritätischer Gesamtverband
  • André Schleiter, Wissenschaftlicher Beirat im DDN (Das Demographie Netzwerk)
  • Prof. Dr. Marc Solga, Universität Bochum
  • Dr. Mathias Winde, Stifterverband der Deutschen Wissenschaft
(02.06.2015, prh)

Weitere Informationen, Bewerbungsunterlagen und Kontakt

 

Enge Verknüpfung von Bildung und Arbeitsmarkt erleichtert Berufseinstieg in Deutschland

OECD3Der Anteil hochgebildeter 15- bis 29-Jähriger, die weder in Beschäftigung noch in Bildung oder Ausbildung sind (NEET), ist in Deutschland mit 5,7 Prozent so gering wie in kaum einem anderen OECD-Land. Auch unter den jungen Menschen mit mittlerer oder niedriger formaler Bildung ist der NEET-Anteil in Deutschland wesentlich kleiner als im OECD-Schnitt. Insgesamt liegt er bei etwa zehn Prozent. Wie aus dem jüngsten »Skills Outlook 2015« der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervorgeht, vollzieht sich der Übergang von der Schule in die Arbeitswelt in Deutschland vergleichsweise reibungslos.
 
Dagegen sind im OECD-Raum heute mehr als 35 Millionen junge Leute weder in Beschäftigung noch in Bildung oder Ausbildung – noch immer mehr als vor der Krise. Das Risiko jüngerer Menschen, in die Arbeitslosigkeit abzugleiten, ist doppelt so hoch wie das von erfahrenen Arbeitnehmern jenseits der Dreißig. Regierungen müssen laut Bericht mehr dafür tun, den jungen Menschen in ihrem Land einen guten Start ins Arbeitsleben zu ermöglichen.
 
»Es ist nicht nur moralisch, sondern auch wirtschaftlich geboten, das Problem der NEETs anzugehen«, sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurría bei der Vorstellung des Berichts in Berlin. »Zu viele junge Menschen verlassen das Bildungssystem ohne passende Kompetenzen für den Arbeitsmarkt. Und selbst wenn sie geeignete Fähigkeiten haben, werden sie davon abgehalten, diese vollauf zu nutzen. In Deutschland hat die berufliche Bildung eine starke Tradition und hilft dabei, junge Menschen in Arbeit zu bringen und ihre Karrieren zu fördern. Ein guter Grund, unseren neusten Skills Outlook hier zu präsentieren«.
 
Der Bericht baut auf der Internationalen Vergleichsstudie über die Kompetenzen Erwachsener (PIAAC) auf und analysiert, wie junge Menschen Kompetenzen erwerben, wie sie ihre Fähigkeiten einsetzen und welchen Hindernissen sie bei Berufseinstieg und Karriere begegnen. Ein Problem besteht laut Bericht darin, dass viele Bildungssysteme in der OECD die Menschen ohne praktische Erfahrungen in die Arbeitswelt entlassen. Kaum die Hälfte der akademisch oder beruflich Ausgebildeten in den 22 Ländern des Berichts wurde demnach am Arbeitsplatz geschult.
 
Deutschland sticht aus der Masse hervor: Hier machen knapp drei Viertel der Absolventen im Sekundar-II-Niveau eine Lehre, und auch weiterführende Berufsausbildungen (etwa zu Kaufleuten oder Meistern) gehen fast vollständig mit berufsspezifischen Praxiseinheiten einher. »Wir können von Ländern wie Deutschland eine Menge lernen«, sagte Generalsekretär Gurría. »Die Ausbildung am Arbeitsplatz – sei es in einer Lehre oder anderweitig – ist hier weit verbreitet. Das ist gut für die Auszubildenden, die sich mit den Anforderungen ihres Berufsfeldes vertraut machen können. Und es ist gut für Arbeitgeber, die so oft schon das Potenzial jener prüfen können, die sie später vielleicht einmal einstellen«.
 
Positiv hebt der Bericht auch hervor, dass der Universitätszugang für Absolventen verschiedener Berufsbildungsprogramme erleichtert wurde. Diese Möglichkeit werde allerdings noch nicht besonders stark genutzt. Gleichzeitig brechen in Deutschland etwa ein Drittel der Studierenden an Universitäten und Fachhochschulen ihr Studium ab, das ist etwas mehr als im OECD-Durchschnitt. Bessere Berufsberatung, die nicht nur über die Berufsaussichten, sondern auch über geeignete Karrierewege Auskunft gibt, könnte hier Abhilfe schaffen und dafür sorgen, dass junge Menschen ihr Potenzial voll entfalten.
 
Überall in der OECD erhalten Berufsanfänger weit häufiger befristete Arbeitsverträge als erfahrene Angestellte. In Deutschland ist der Graben zwischen den 15- bis 24-Jährigen und den 25- bis 54-Jährigen so groß wie in kaum einem anderen Land außer der Schweiz. Während in der älteren Gruppe nur jeder Zehnte einen befristeten Vertrag hat, ist es bei den Jüngeren gut jeder Zweite. Befristete Anstellungen können gerade bei Berufsanfängern als Sprungbrett dienen. Oft haben sie aber mindestens ebenso viele Nachteile wie Vorteile: So nutzen Arbeitgeber die Kompetenzen befristet Beschäftigter häufig nicht voll aus. Im OECD-Schnitt sind zwölf Prozent der jungen Erwerbstätigen für ihre Tätigkeit überqualifiziert. Auf der anderen Seite erhalten Arbeitnehmer in befristeten Anstellungen weniger Weiterbildungsmöglichkeiten. In Kombination kann das dazu führen, dass ihre Fähigkeiten langfristig gesehen verkümmern. Die Regierungen sollten also sicherstellen, dass unterschiedlich strenge Regelungen zum Beschäftigungsschutz, hohe Mindestlöhne oder Sozialabgaben es für Arbeitgeber nicht unattraktiv machen, junge Menschen einzustellen.
 
In vielen OECD-Ländern haben Kinder aus benachteiligten Familien schwächere Leistungen und am Ende Ihres Bildungsweges auch geringere Kompetenzen als Kinder mit günstigem familiären Hintergrund. In Deutschland ist dieser Zusammenhang nach wie vor stärker ausgeprägt als im OECD-Mittel. OECD-Arbeiten belegen, dass Kinder, die im Vorschulalter eine Betreuungs- oder Bildungseinrichtung besucht haben, später besser lesen und rechnen als Kinder ohne solche Erfahrungen. Besonders groß ist dieser Effekt bei sozial benachteiligten Familien. Gerade ihnen sollte durch qualitativ hochwertige Angebote der Vorschulbildung ein guter Start in die Bildungslaufbahn ermöglicht werden. Wichtig sind laut Bericht außerdem Sonderprogramme für leistungsschwache Schüler. Werden Kinder mit vergrößertem Förderungsbedarf frühzeitig ausfindig gemacht, können diese Programme durch individuelle Förderung verhindern, dass sie die Schule ohne Abschluss verlassen.




  (27.05.2015, prh)

Skills Outlook 2015

 

Baden-Württemberg: Portal zum Bildungszeitgesetz online

Land Baden-Wuerttemberg

Am 1. Juli 2015 tritt das Bildungszeitgesetz Baden-Württemberg in Kraft. Danach haben Beschäftigte im Land Anspruch auf eine Freistellung von bis zu fünf Tagen pro Jahr, um an beruflichen und politischen Weiterbildungen teilzunehmen. Das Bildungszeitgesetz sieht auch eine Freistellung für Qualifizierungen im Ehrenamt vor, deren Inhalte noch im Rahmen einer Rechtsverordnung festgelegt werden müssen.

Eine Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Bildungszeit ist, dass die Maßnahme von einer anerkannten Bildungseinrichtung durchgeführt wird. Das Verfahren zur Anerkennung der Bildungseinrichtungen ist nun gestartet.

Ziel des Bildungszeitgesetzes ist es, die Beteiligung der Beschäftigten an Weiterbildungen zu erhöhen und dem lebenslangen Lernen neue Impulse zu geben. Nach Inkrafttreten des Gesetzes in Baden-Württemberg und der bevorstehenden Verabschiedung eines vergleichbaren Gesetzes in Thüringen gibt es lediglich in zwei Bundesländern keine Möglichkeit einer gesetzlichen Bildungsfreistellung.

Mit der Anerkennung als Bildungseinrichtung übernimmt die jeweilige Einrichtung die Verantwortung dafür, dass die Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahme den Anforderungen des Bildungszeitgesetzes genügt. Bedingung für eine Anerkennung ist, dass eine Bildungseinrichtung seit mindestens zwei Jahren besteht und systematisch Lehrveranstaltungen plant, organisiert und durchführt. Zudem muss sie ein Gütesiegel nachweisen, das vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft anerkannt und veröffentlicht ist.

Zuständig für das Anerkennungsverfahren ist das Regierungspräsidium Karlsruhe, das auch die weitere Umsetzung des Bildungszeitgesetzes verantwortet. Als zentrale Informations- und Kommunikationsplattform wurde inzwischen eine Homepage freigeschaltet. Dort stehen unter anderem Merkblätter für Beschäftigte, Betriebe und Bildungseinrichtungen bereit. Auch die Antragsformulare für an einer Anerkennung interessierte Bildungseinrichtungen stehen dort zur Verfügung. Zudem ist die Liste der aktuell anerkannten Gütesiegel eingestellt.

Anträge und die erforderlichen Nachweise müssen beim Regierungspräsidium Karlsruhe eingereicht werden, wo sie bearbeitet und beschieden werden. Für die Anerkennung wird eine Gebühr in Höhe von 150 Euro erhoben. Die anerkannten Bildungseinrichtungen werden auf der Homepage öffentlich gemacht.

(27.05.2015, prh)

Portal zum Bildungszeitgesetz

Liste der nach Bildungszeitgesetz Baden-Württemberg anerkannten Gütesiegel (PDF, 2 Seiten)

 

Entwurf der UNESCO-Empfehlungen zur (Weiter)Bildung veröffentlicht

UNESCO LLL

Der UNESCO-Entwurf bezieht sich auf das Lebenslange Lernen und unterstreicht die übergeordneten Ziele der Erwachsenenbildung und Ausbildung.

Die Überarbeitung der Empfehlung von 1976 zur Förderung der Erwachsenenbildung durch den Aktionsplan »Belém Framework for Action« ist in der letzten Phase. Der Abschlussbericht zum Revisonsprozess wurde kürzlich zusammen mit einem Entwurf der überarbeiteten Empfehlungen an die Mitgliedstaaten versendet. Der Entwurf bezieht sich auf das Konzept des Lebenslangen Lernens und unterstreicht die übergeordneten Ziele der Erwachsenenbildung und Ausbildung, die sicherstellen, dass alle Erwachsenen an Bildung und in der Arbeitswelt partizipieren können.

Im Entwurf sind die wichtigsten Bereiche der Erwachsenenbildung und Bildung berücksichtigt:

  • Alphabetisierung und Grundkenntnisse
  • Weiterbildung und berufliche Entwicklung
  • Bildung und Lernmöglichkeiten für aktive Bürgerschaft
  • Kenntnisse der Funktion von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)

Der Entwurf wird im Herbst 2015 an der 38. UNESCO-Generalkonferenz verabschiedet werden. Das Dokument kann auf der Website des UNESCO-Instituts in Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch, Arabisch und Chinesisch heruntergeladen werden.

(27.05.2015, prh)

Zum Entwurf (in englischer Sprache)

 

Deutsche Unternehmen haben großen Nachholbedarf beim Thema E-Learning

ADP

Mehrheit der Unternehmen bietet E-Learning für Mitarbeiterschulungen an • Personalverantwortliche wissen oft nicht, ob Online-Fortbildungen angenommen werden 

Obwohl rund zwei Drittel der deutschen Unternehmen moderne E-Learning-Formate anbieten, werden sie von den Mitarbeitern nur wenig genutzt. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle ADP-Umfrage »Nutzung von E-Learning im HR-Bereich«. Für diesen hat das Beratungsunternehmen Cisar im März und April 2015 rund 75 Personalverantwortliche von kleinen, mittleren und großen Unternehmen in Deutschland befragt.

Zielsetzung der Befragung war es, herauszufinden, wie Unternehmen E-Learning nutzen und inwieweit sie mit den aktuellen Lösungen zufrieden sind. Das Fazit: Bei HR-Verantwortlichen deutscher Unternehmen aller Größen besteht in puncto E-Learning deutlicher Handlungsbedarf.

Mit 65 Prozent setzen bereits zwei Drittel aller befragten Unternehmen E-Learning ein. Hierbei werden die multimedialen Lehrmethoden am häufigsten für IT-Schulungen und für die Einarbeitung in neue Technologien genutzt, gefolgt von HR-Fachausbildungen und allgemeinen Fortbildungen. In weiteren 8 Prozent der Unternehmen ist die Einführung von E-Learning in Arbeit oder geplant. Für 27 Prozent ist diese Fortbildungsmethode allerdings noch kein Thema.

»Das multimediale Lernen hat sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt und unterscheidet sich heute deutlich von den Multiple Choice-Formaten der Vergangenheit. Die Integration von Text, Audio und Video ermöglicht didaktisch wertvolle und inhaltlich attraktive Lernsequenzen«, sagt ADP-Geschäftsführer Prof. Andreas Kiefer. Nach Kiefers Worten boomen derzeit nicht nur Fernstudiengänge. Auch immer mehr Beschäftigte tendieren dazu, sich über E-Learning-Angebote aus- und weiterzubilden. »In einer von Zeitdruck, Informationsflut und High-Tech geprägten Zeit, erreichen Unternehmen ihre Stakeholder – extern wie intern – am besten online. Wissen kann an jedem Ort, zu jeder Zeit und in individuellem Tempo vermittelt werden«.

Diesem Trend entsprechend, steht das Thema »E-Learning« bei vielen Personalverantwortlichen auch künftig auf der Agenda: So geben sich 15 Prozent der Unternehmen mit ihren vorhandenen E-Learning-Angeboten hoch zufrieden, 60 Prozent sind zufrieden, nur 4 Prozent sind unzufrieden. Von den Unternehmen, die bereits E-Learning einsetzen, gaben 42 Prozent an, auch in den kommenden zwölf Monaten weiter in multimediale Lehrmethoden zu investieren und ihre Online-Angebote stärker nutzen zu wollen. 55 Prozent der Befragten sind mit ihrer bestehenden Situation in puncto Aus- und Weiterbildung zufrieden und planen daher, E-Learning auch künftig im bisherigen Rahmen zu nutzen.

Inwieweit die E-Learning-Angebote allerdings tatsächlich genutzt werden, erheben nicht alle Unternehmen systematisch. So wissen 40 Prozent der Befragten laut eigenen Angaben nicht genau, in welchem Umfang ihre Mitarbeiter E-Learning-Seminare anwenden. 37 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass weniger als 10 Prozent ihrer Mitarbeiter die verfügbaren E-Learning-Angebote nutzen. In weiteren 12 Prozent der Unternehmen liegt diese Quote zwischen 10 und 50 Prozent. Nur in 11 Prozent der Unternehmen nimmt mehr als die Hälfte der Mitarbeiter an E-Learning-Seminaren teil. Für die Akzeptanz und die Nutzung der E-Learning-Angebote besteht somit noch viel Handlungsbedarf.

Dennoch schätzt die Mehrheit der befragten Personaler am computergestützten Lernen insbesondere die Stärken zeitliche Flexibilität (73 Nennungen), Standortunabhängigkeit (64), gleiche Inhalte für alle (62) und Multimedia (60). Hingegen wurden fehlende Dialogmöglichkeiten am häufigsten als Schwäche genannt (59 Nennungen). Diese Bedenken sind laut ADP jedoch unbegründet, wenn die in modernen E-Learning-Konzepten integrierten Austauschmöglichkeiten in Form von Gruppenchats oder verfügbaren Tutoren berücksichtigt werden.

Als weitere Schwächen hingegen gelten bei Personalern didaktische Mängel (42) und die Notwendigkeit von spezifischem Know-how (32). Prof. Dr. Walter Gora, Cisar-Geschäftsführer: »Obwohl gerade didaktische Mängel als eine große Schwäche von E-Learning genannt werden, entwickeln 60 Prozent der von uns befragten Unternehmen ihre Schulungsangebote selbst. Hier wird künftig mehr Professionalität bei der Erstellung von Lerninhalten gefragt sein«.

(21.05.2015, prh)

 

Weiterbildung: Unternehmen investieren, um sich für Wirtschaftsaufschwung zu rüsten

Tag der Weiterbildung

Am 10. Juni 2015 findet in Österreich der 5. »Tag der Weiterbildung« statt. Der Veranstalter, die »Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung« (PbEB), präsentiert aus diesem Anlass die Studie »Weiterbildung 2015«, für die Führungskräfte und Personalverantwortliche von 500 heimischen Unternehmen mit über 20 Beschäftigten befragt wurden.

Die Ergebnisse der Studie im Detail:

Weiterbildung fördert Konkurrenzfähigkeit und Motivation

Österreichs Unternehmen sind offenbar nicht ganz sicher, wie 2015 verlaufen wird: 37% der Unternehmen blicken heuer auf ein schwierigeres Geschäftsjahr, 34% erwarten ein gleichbleibendes Geschäftsjahr und 27% erwarten eine im Vergleich zum Vorjahr positivere Entwicklung.

»Sicher ist aber: Wem die Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens wichtig ist, der investiert in Weiterbildung«, sagt Alice Fleischer, die neue PbEB-Sprecherin. Denn Weiterbildung werde laut 74% der befragten Führungskräfte primär eingesetzt, um Unternehmen zu stärken und wettbewerbsfähig zu machen. Die weiteren Beweggründe waren Motivation erhöhen und Beschäftigte an den Betrieb binden. Sie lagen mit 16% bzw. 9% an zweiter und dritter Stelle.

Weiterbildungsbudgets bleiben konstant

Positiv ist auch, dass die Weiterbildungsbudgets konstant bleiben: Für das laufende Geschäftsjahr planen 70% gleichbleibende Budgets. Weitere 9% der Unternehmen haben weniger Budget, im Vorjahr waren es noch 13%. Im Vergleich dazu haben 15% der Unternehmen heuer höhere Ausgaben für Weiterbildung eingeplant, das entspricht etwa dem Vorjahresniveau. Der überwiegende Teil budgetiert heuer gleich viel für die Weiterbildung.

»Wir sehen die Entwicklung der Weiterbildungsbudgets positiv. Dass weniger Unternehmen heuer ihre Budgets reduzieren, ist zumindest ein klares Signal, dass den Firmen die Bedeutung von Weiterbildung nach Jahren des Sparens wieder bewusst wird«, kommentiert Fleischer.

Verkaufstrainings als Top-Priorität, EDV und Recht werden wichtiger

Wie im Vorjahr wurden die Unternehmen im Rahmen der Studie »Weiterbildung 2015« auch gefragt, welche Bedeutung sie einzelnen Weiterbildungsmaßnahmen zuordnen. Den größten Konkurrenzvorsprung erwarten sich die Unternehmen durch Marketing- und Verkaufstrainings, die schon seit dem Vorjahr immer wichtiger werden (heuer 52%). »Der Kampf um Marktanteile wird immer härter. Aus Sicht der Unternehmen tragen Marketing- und Verkaufstrainings stark zum Konkurrenzvorsprung bei, deshalb zählen sie zu den wichtigsten Weiterbildungsbereichen«, begründet Alice Fleischer.

Nicht zu vergessen sind auch die deutlichen und statistisch signifikanten Steigerungen in den Bereichen Informatik und EDV-Anwendung, Rechnungswesen und Recht. »Big Data und Datenanalyse ist in aller Munde und kommt langsam auch bei den Unternehmen an. Dazu kommt, dass Abläufe immer effizienter gestaltet werden müssen, und Informatik spielt dabei eine Schlüsselrolle«, erklärt Alice Fleischer.

Auch Sicherheit und Gesundheit zählen zu Top-Themen

»Dass rechtliche Rahmenbedingungen gerade in der Weiterbildung eine wichtige Lenkungsfunktion haben, zeigt sich auch beim Wunsch der Unternehmen nach mehr Förderungen«, so Fleischer: Mehr als zwei Drittel jener Firmen, die heuer gleich viel für Weiterbildung ausgeben, würden ihre Budgets erhöhen, wenn es mehr Förderungen gäbe, zeigt die PbEB-Studie. Fleischer: »Damit könnte man nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen stärken, sondern auch in die Höherqualifizierung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern investieren«.

Insgesamt ortet die PbEB-Sprecherin Entwicklungspotenzial beim Bildungscontrolling, wenngleich bereits mehr als 70% der Unternehmen ihre Weiterbildungsmaßnahmen messen. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen haben häufig nicht die Strukturen, um eigene Instrumente für ein umfassendes Bildungscontrolling zu schaffen. Gerade hier können Bildungsträger unterstützen. »Auch einfache Methoden der Erfolgsmessung können Auskunft darüber geben, wie Maßnahmen wirken und wo es weiteren Qualifizierungsbedarf gibt«, so Fleischer.

In diesem Zusammenhang appelliert die PbEB-Sprecherin an die Politik, hier unterstützend zu wirken. »Die LLL-Strategie sollte den Fokus auch auf Anreize zur Entwicklung entsprechender Instrumente für ein Bildungscontrolling legen, damit Unternehmen Potenziale und Kompetenzen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirksam fördern können«, so Fleischer abschließend.

Hintergrund: Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung

Die Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung wurde im Jahr 2007 gegründet und ist eine freiwillige und unabhängige Vereinigung führender Anbieter berufs- und wirtschaftsbezogener Aus- und Weiterbildungsaktivitäten. (19.05.2015, prh)

Weitere Informationen

 

Baden-Württemberg: Landesweiterbildungspreis 2015 ausgeschrieben

Landesweiterbildungspreis BaWueInnovative Weiterbildungskonzepte gesucht! 
 
Für den 3. Weiterbildungspreis 2015 des Landes Baden-Württemberg werden neue innovative und interessante Lehr- und Lernformen mit und ohne den Einsatz digitaler Medien gesucht. Sie sollten sich durch eine neue methodisch-didaktische Gestaltung auszeichnen oder durch den Einsatz besonders geeigneter Medien hervorheben.
 
Teilnahmebedingungen

Teilnahmeberechtigt sind alle Organisationen, die durch gezielte Angebote, neue Angebotsformen und Inhalte im Bereich der ausgeschriebenen Thematik Maßnahmen anbieten bzw. durchführen.

Ausgezeichnet werden Maßnahmen, die

  • praxisnah, besonders zielgruppenorientiert und nachhaltig sind,
  • im Land Baden-Württemberg durchgeführt werden/wurden,
  • sich bereits in der Durchführungsphase befinden (Planungskonzepte und Projektideen dürfen nicht eingereicht werden),
  • nicht länger als ein Jahr lang abgeschlossen sind.

Die Preise

Die Preisträger erhalten die Weiterbildungspreis-Skulptur 2015 und Preisgeld.

1. Preis: 3.000,– €
2. Preis: 1.500,– €
3. Preis:    500,– €

Die ausgezeichneten Organisationen sind berechtigt, den Titel »1. (2. /3.) Preisträger des Landes-Weiterbildungspreises 2015« zu führen.

Die Bewerbung ist ausschließlich online bis zum 05.10.2015 möglich. 

Die Preisverleihung findet am 18.12.2015 in der IHK Stuttgart, im Rahmen des Fachtages »Neue Medien und mobiles Lernen« des Bündnisses für Lebenslanges Lernen statt.

 

(19.05.2015, prh)

Weitere Informationen mit Bewerbungsmöglichkeit

 

Arbeitsmarktexperte fordert bessere Qualifizierungsmöglichkeiten für Langzeitarbeitslose

IAQ

Die Arbeitsmarktpolitik muss stärker zur Qualifizierung von Arbeitslosen beitragen, fordert Prof. Dr. Gerhard Bosch vom Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE): »Einfache Tätigkeiten sind kaum noch gefragt und Arbeitslose ohne Berufsausbildung haben kaum Integrationschancen«. Bislang werden jedoch vorrangig arbeitsmarktnahe und weiterbildungsgeeignete An- und Ungelernte vermittelt.

Anlässlich der heutigen (18. Mai) Anhörung des Ausschusses für Arbeit und Soziales im Deutschen Bundestag kritisiert Bosch, dass durch die Fokussierung auf eine schnelle Vermittlung die Zahl der Weiterbildungsmaßnahmen bis 2007/08 auf ein historisch tiefes Niveau zurückgefahren wurde. Besonders hoch waren die Einbrüche bei den Weiterbildungen mit Abschlusszertifikat. Bosch: »Es stellt sich die Frage, ob das starke Reduzieren von beruflicher Fort- und Weiterbildung vor allem in Westdeutschland nicht ein Fehler war. Die gleiche Frage stellt sich heute übrigens auch für den Osten der Bundesrepublik«.

Zwar verringerte sich die Langzeitarbeitslosenzahl im Wirtschaftsaufschwung 2005 bis 2008 deutlich. Seitdem stagniert sie jedoch – trotz Beschäftigungszunahme – auf hohem Niveau knapp über der Millionengrenze. Rund 500.000 Personen sind mehr als zwei Jahre arbeitslos. 52 Prozent der Langzeitarbeitslosen hatten 2013 keinen beruflichen Abschluss. Je länger die Arbeitslosigkeit dauert, desto mehr werden Qualifikationen entwertet. Die Berufsabschlüsse der oft älteren Langzeitarbeitslosen liegen lange zurück und müssten deshalb eigentlich aufgefrischt werden, damit sie dem Stand der zwischenzeitlich mehrfach modernisierten Berufsbilder entsprechen.

(18.05.2015, prh)

Zur vollständigen Meldung

 

BIBB schreibt Hermann-Schmidt-Preis 2015 aus

BIBB

Förderung sozialer Kompetenzen in der Aus- und Weiterbildung – Innovative betriebliche Modelle gesucht. 

»Grüßen statt Mathe« – so lautete unlängst eine Schlagzeile in der »Süddeutschen Zeitung«. Betriebe, so der Tenor des Artikels, achteten bei der Auswahl ihrer Bewerberinnen und Bewerber verstärkt auf Aussagen und Noten zum Arbeits- und Sozialverhalten in den Zeugnissen. Die Bedeutung der »Soft Skills« in der beruflichen Bildung wächst.

Begriffe wie Kommunikations-, Kooperations- und Teamfähigkeit fehlen in fast keiner Stellenausschreibung mehr. Über die Fachkompetenz hinaus ist soziale Kompetenz ein entscheidender Faktor für den beruflichen Erfolg. Laut dem Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) ergeben soziale Kompetenz und Selbstkompetenz in Ergänzung die personalen Kompetenzen eines Individuums.

Gerade in Nichtroutine-Situationen wird das »zwischenmenschliche Können« in der betrieblichen Praxis immer bedeutender. Hier zeigt sich, ob Teams wirklich funktionieren und wie sie gemeinsam auftretende Probleme lösen beziehungsweise Unvorhergesehenes regeln. Es stellt sich daher die Frage, was Betriebe selbst dafür tun, um die sozialen Kompetenzen ihrer Auszubildenden und Beschäftigten zu fördern?

Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs um den »Hermann-Schmidt-Preis« lautet deshalb »Innovative Modelle zur Förderung sozialer Kompetenzen in der Praxis der betrieblichen Aus- und Weiterbildung«. Bewerbungsfrist ist der 3. Juli 2015. Mit dem Preis des Vereins »Innovative Berufsbildung e.V.« sollen gezielt Projekte und Initiativen prämiert werden, die innovative, beispielhafte und bewährte Modelle zur Förderung sozialer Kompetenzen in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung entwickelt haben. Der Verein wird getragen vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und dem W. Bertelsmann Verlag (wbv).

Antragsberechtigt sind Betriebe oder Verbünde von Betrieben, die soziale Kompetenzen in der Praxis der beruflichen Bildung – zum Beispiel auch in Kooperation mit anderen Bildungseinrichtungen – innovativ fördern.

Der Hermann-Schmidt-Preis 2015 wird durch eine unabhängige Fachjury vergeben. Er ist mit einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro dotiert. Darüber hinaus kann die Jury bis zu drei weitere Wettbewerbsbeiträge mit einem Sonderpreis auszeichnen, der jeweils mit 1.000 Euro dotiert ist. Einer dieser Sonderpreise wird wie in den vergangenen Jahren vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ausgelobt.

Die Preisverleihung findet anlässlich einer Konferenz des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) am 2. November in Berlin statt.

Der Verein »Innovative Berufsbildung« lädt hiermit zur Teilnahme am Wettbewerb ein.

Die Bewerbungsunterlagen können angefordert werden bei:

Geschäftsstelle »Innovative Berufsbildung«
c/o Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Leitungsbüro
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
Telefon: 0228. 107- 28 33
Fax: 0228. 107- 29 81
E-Mail: leitungsbuero@bibb.de



(13.05.2015, prh)

Weitere Informationen

 

Abschlussbericht zur nationalen Zusatzerhebung zur vierten europäischen Weiterbildungserhebung erschienen

Abschlussbericht zur nationalen Zusatzerhebung zur vierten europäischen Weiterbildungserhebung in Unternehmen (CVTS4-Zusatzerhebung) erschienen

In der vierten nationalen Zusatzerhebung zur europäischen Weiterbildungserhebung in Unternehmen (CVTS4) werden die in der Haupterhebung ermittelten Kerndaten der betrieblichen Weiterbildung mit zusätzlichen Angaben zu qualitativen Aspekten der betrieblichen Bildung in Unternehmen ergänzt.

Drei zentrale Forschungsthemen wurden behandelt: das Rekrutierungsverhalten der Unternehmen, die Qualitätssicherung der betrieblichen Weiterbildung sowie die betriebliche und überbetriebliche Weiterbildungskooperation. Dabei zeigen sich einige Charakteristika der betrieblichen Weiterbildung in Deutschland: Der Institutionalisierungsgrad der Weiterbildung ist niedrig, Qualitätssicherungsmaßnahmen sind relativ wenig verbreitet und die externe Beschäftigungsfähigkeit der Beschäftigten wird nur wenig gefördert. Gibt es in Unternehmen betriebliche Weiterbildungskooperationen (z.B. in der Form von Betriebsvereinbarungen, Weiterbildungskommissionen oder der Einbin-dung der Personalvertretung in die betriebliche Weiterbildungsplanung), können positive Auswirkungen mit Blick auf eine höhere Professionalisierung der betrieblichen Weiterbildung festgestellt werden. Überbetriebliche Kooperationsformen (z.B. durch eine tarifliche Weiterbildungspolitik) kommen in Deutschland jedoch kaum vor. (12.05.2015, WP)

Infos zur CVTS 4

Download des Abschlussberichts (PDF, 61 Seiten)

 

Kompetenzorientiertes Lernen für Beschäftigte in Aus- und Weiterbildung

EU-INFOTHEK

Als TrainerIn in der Aus-und Weiterbildung werden ständig Qualitätsmaßstäbe an das eigene Tun – die Art und Weise des Lehrens - angesetzt. Knappe Ressourcen im beruflichen Umfeld haben zur Folge, dass die berufliche Weiterentwicklung immer stärker auf individueller Ebene und aus Eigenmotivation stattfindet.

Auch auf europäischer Ebene hat die Qualifikation von TrainerInnen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung hohe Priorität. Dennoch ist oft nicht ganz klar, welche Kompetenzen für eine Tätigkeit als Trainerin von besonderer Bedeutung sind, es gibt nach wie vor keine einheitlichen Qualitätsrahmen.

Das europäische Projekt PROVIDE (Promoting the Validation and the Development of Key Competences in Vocational Education) setzt sich mit verschiedenen Methoden auseinander, wie TrainerInnen ihre berufliche Kompetenzen verbessern können – durch Selbstreflexion und den Einsatz eines speziellen Verfahrens zur Validierung ihrer pädagogischen Kompetenzen.

Die Ziele von PROVIDE

Im Projekt PROVIDE geht es dabei vor allem darum, jene Kompetenzen zu entwickeln, die für die Planung, Gestaltung und Durchführung innovativer Lernaktivitäten sowie für die Validierung von Lernergebnissen, von Bedeutung sind.

PROVIDE hat zum Ziel, ein Lernangebot für Lehrkräfte und Beschäftige im Aus- und Weiterbildungssektor zu entwickeln und zu erproben, das dazu beitragen soll, jene Schlüsselkompetenzen fördern und zu validieren. Dies basiert auf der Erkenntnis, dass berufliche Schlüsselkompetenzen vor allem auch am Arbeitsplatz erworben und weiter entwickelt werden. Daran arbeiten im Projekt VertreterInnen aus sieben erfahrenen europäischen Organisationen, darunter auch das Aus- und Weiterbildungsunternehmen die Berater® und Personaldienstleiter Catro Bulgarien.

Die Methodik

Die methodische Vorgehensweise im PROVIDE-Projekt basiert einerseits auf dem Kompetenzrahmen für Fachpersonal der Erwachsenenbildung, der in einer europaweiten Studie 2010 mit Unterstützung der EU entwickelt wurde. Die zweite Säule bildet das LEVEL5 Validierungssystem, das im Rahmen von sechs europäischen Projekten zwischen 2004 bis 2012 entwickelt und erprobt wurde.

PROVIDE entwickelt diese beiden Ansätze weiter, um ein kompetenzbasiertes Fortbildungsangebot für pädagogische Fachkräfte zu konzipieren, das die Erfassung und Validierung von Schlüsselkompetenzen in verschiedenen Lernumgebungen – sei es in der beruflichen Weiterbildung pädagogischer Fachkräfte oder an ihrem Arbeitsplatz – ermöglicht. Dabei richtet sich PROVIDE primär an LehrerInnen, TrainerInnen, EntwicklerInnen von Bildungsprogrammen sowie ManagerInnen in Bildungseinrichtungen.

Start in die Pilotierung

Nach einem Jahr methodischer Entwicklungsarbeit startete im Februar 2015 die praxisorientierte Phase des PROVIDE-Projektes. Zum Auftakt fand ein europäischer Trainingskurs im belgischen Alden Biesen statt. 40 TeilnehmerInnen aus der Welt der Erwachsenenbildung bzw. der beruflichen Aus- und Weiterbildung trafen hier zusammen, um mehr über den PROVIDE-Ansatz des kompetenzorientierten Lernens zu erfahren. In Kleingruppenarbeit entwickelten die TeilnehmerInnen eigene Lernprojekte, um diese in den kommenden Monaten in ihrem beruflichen Umfeld zu erproben. Während der Testphase bietet das PROVIDE-Projektteam online laufendes Feedback und Unterstützung. In einem zweiten Trainingskurs Ende Juni haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, ihre Erfahrungen mit der Anwendung des PROVIDE-Ansatzes zu reflektieren und zu diskutieren.

Das Projekt PROVIDE wird vom Europäischen Programm für Lebenslanges Lernen gefördert.

QUELLE: Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung der Redaktion von EU-INFOTHEK

(11.05.2015, prh)

Weitere Informationen

 

Weiterbildungspreis Baden-Württemberg verliehen

Land Baden-WuerttembergDer Metallarbeitgeberverband Südwestmetall und das Wissenschaftsministerium haben erfolgreiche Modelle wissenschaftlicher Weiterbildung erstmals mit dem »Weiterbildungspreis Baden-Württemberg HOCHSCHULEWIRTSCHAFT« ausgezeichnet.

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und Karl Schäuble, Vorsitzender des Bildungswerks der Baden-Württembergischen Wirtschaft und Mitglied des Engeren Vorstandes von Südwestmetall, prämierten am 8. Mai 2015 in Stuttgart im Rahmen des Regionalforums HOCHSCHULEWIRTSCHAFT vier Hochschulen und zwei Unternehmen in insgesamt drei Kategorien.

Aus rund 30 Bewerbungen wählte eine unabhängige Jury die jeweils erst- und zweitplatzierten Konzepte in den Kategorien Kontakt- und Modulstudien, Weiterbildende Bachelor- und Masterstudienangebote sowie Integration von wissenschaftlicher Weiterbildung in innerbetriebliche Personalentwicklungsstrategie. Zum Ausbau ihrer Weiterbildungsangebote erhalten die jeweils erstplatzierten Hochschulen ein Preisgeld in Höhe von jeweils 15.000 Euro. Die Preise für die Unternehmen sind undotiert.

»Für viele Menschen ist lebenslanges Lernen selbstverständlich geworden. Schul-, Berufs- oder Studienabschluss stellen heute nicht mehr die Weichen für das gesamte Berufsleben, sondern sind nur der Beginn einer lebenslangen Kompetenzerweiterung. Hierbei ist die wissenschaftliche Weiterbildung ein wichtiger Baustein«, so Ministerin Bauer. Der Weiterbildungspreis solle genauso wie der Landesforschungspreis und der Landeslehrpreis hervorragende Leistungen auszeichnen. »Dass Südwestmetall und das Wissenschaftsministerium ihn gemeinsam finanzieren, ist ein sichtbares Zeichen der engen Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen und der Wirtschaft, für das ich dankbar bin«.

Für Südwestmetall betonte Karl Schäuble, dass eine Kultur des lebenslangen Lernens auch eine Kultur der Durchlässigkeit von Bildungswegen erfordere. Dazu gehöre, sich hochschulseitig mit den Kompetenzprofilen des Praktikers und seinen Anforderungen an Inhalte und Formate der Weiterbildung auseinanderzusetzen und gezielt für beruflich Qualifizierte Angebote der wissenschaftlichen Weiterbildung zu entwickeln. »Die berufsbezogene Orientierung«, so Schäuble, »ist für Hochschulen in Baden-Württemberg kein Neuland mehr. Politik, Wirtschaft und Hochschulen sind hier schon ein gutes Stück vorangekommen«. Deutschland sei bereits heute eine Wissensgesellschaft und werde es in Zukunft noch mehr sein. Umso bizarrer mute die Debatte um den vermeintlichen »Akademikerwahn« an, als ob es zwei fein säuberlich zu trennende Schubladen zwischen Hochschul- und Berufsausbildung gäbe.

Hintergrund
Nach bisher vier Regionalforen in Freiburg, Ulm, Mannheim und Überlingen bildete das Stuttgarter Regionalforum den Abschluss der Veranstaltungsreihe, die durch die Servicestelle HOCHSCHULEWIRTSCHAFT durchgeführt wurde. Getragen durch das Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft und das Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg wurde in den vorangegangenen Foren Wirtschaft und Wissenschaft vor Ort zusammengebracht, um sich in regionalen Round Tables über die Bedeutung und Nutzung wissenschaftlicher Weiterbildung sowie über gute und innovative Beispiele der Zusammenarbeit auszutauschen.

(11.05.2015, prh)

 

In Neuigkeiten & Terminen

@usBILDUNGSzeit - (Aus)Bildungskongress der Bundeswehr (Hamburg)

vom 01.09.2015 bis zum 03.09.2015

Unter der Überschrift @usBILDUNGSZeit findet vom 1. September bis 3. September 2015 an der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr (HSU/UniBw H) der 2. (Aus)Bildungskongress der Bundeswehr statt. Er vereint mit der TagungsZeit als wissenschaftliche sowie praxisorientierte Tagung und der Fachmesse MesseZeit zwei Veranstaltungen unter einem Dach.

Die @usBILDUNGSzeit ist eine Weiterentwicklung des seit 2004 jährlich an der HSU/UniBw H durchgeführten Fernausbildungskongresses der Bundeswehr.

 

Zukunft Personal (Köln)

vom 15.09.2015 bis zum 17.09.2015

»Bereits zum 16. Mal führt die Zukunft Personal Anbieter von HR-Produkten und -Dienstleistungen mit Personalverantwortlichen zusammen. Die Zukunft Personal ist DAS Messe-Ereignis des Jahres für die HR-Branche. Jährlich kommen rund 16.000 Fachbesucher in die Domstadt, um einen Überblick über das aktuelle Marktangebot zu gewinnen und sich über neue Entwicklungen im IT-Bereich, im Recruiting, in der Personalentwicklung oder anderen HR-Aufgabenfeldern zu informieren und miteinander auszutauschen.«.

 

Akzeptanz und Umsetzbarkeit von Bildungsreformen (Berlin)

vom 01.10.2015 um 10:00 Uhr bis zum 01.10.2015 um 16:30 Uhr

Der Leibniz-Forschungsverbund Bildungspotenziale veranstaltet jährlich ein Bildungspolitisches Forum. Es dient der Diskussion aktueller Herausforderungen im Bildungswesen, zu deren Bewältigung die empirische Forschung durch Aufklärung und handlungsleitendes Wissen beitragen kann.

 

Fachtagung »Bildungswege gestalten« (Nürnberg)

vom 12.11.2015 bis zum 13.11.2015

Vom 12. bis 13. November 2015 wird Nürnberg zum Treffpunkt für kommunale Entscheidungsträgerinnen und -träger sowie Expertinnen und Experten der Weiterbildung und des Bibliothekswesens aus dem deutschsprachigen Raum. Auf der Fachtagung »Bildungswege gestalten« werden neue Wege der Vernetzung in der kommunalen Bildungslandschaft vorgestellt und diskutiert. Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zu der zweitägigen Veranstaltung erwartet, die vom Bildungscampus der Stadt Nürnberg in Kooperation mit der Hochschule der Medien, Stuttgart, und dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung, Bonn, ausgerichtet wird.

 

ONLINE EDUCA (Berlin)

vom 02.12.2015 bis zum 04.12.2015

Mit dem Themenspektrum: E-Learning, technologisch gestützte Ausbildung und Weiterbildung, Management und Organisation von E-Learning-Systemen, zukünftige Tools und Technologien, Web 2.0 und Social Networking, Generation Y, Millenials, Lehrkonzepte

 

18. DIE-Forum Weiterbildung: Informelles Lernen - Validierung und Erträge (Bonn)

vom 07.12.2015 bis zum 08.12.2015

Weitere Informationen können beim Veranstalter (DIE Bonn) erfragt werden

 

didacta 2016 (Köln)

vom 16.02.2016 bis zum 20.02.2016

»In Köln treffen sich die wichtigsten Entscheidungsträger aus allen Bildungsbereichen. Über 870 Anbieter präsentieren einem großen Publikum neue Lösungen für die unterschiedlichsten Bildungsbereiche. In zahlreichen Foren, Vorträgen, Kongressen, Workshops und Diskussionsrunden greift das anspruchsvolle Rahmenprogramm aktuelle bildungspolitische und pädagogische Entwicklungen auf«

 

 

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