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Neuigkeiten & Termine

Bündnis für Lebenslanges Lernen stellt seine Arbeit vor

Land BaWueDas baden-württembergische »Bündnis für Lebenslanges Lernen« hat am 18. Juli 2014 zum ersten Mal seine Arbeit und erfolgreichsten Projekte einem größeren Fachpublikum vorgestellt. Über 400 Akteure aus den unterschiedlichsten Bereichen der Weiterbildung kamen zu einem Fachkongress ins Haus der Wirtschaft Stuttgart, um auf die bisherige Zusammenarbeit zu blicken und über gemeinsame Ziele für die Zukunft zu diskutieren.

»Lebenslanges Lernen ist heute unverzichtbar. Nicht nur für Gesellschaft und Wirtschaft, sondern für die persönliche Entwicklung des Einzelnen. Weiterbildung ist deshalb ein zentrales Thema unserer Bildungspolitik«, betonte Staatssekretärin Marion v. Wartenberg und seitens der Landesregierung Schirmherrin des Bündnisses in ihrer Rede. Baden-Württemberg sei das einzige Bundesland, das über ein solches Bündnis verfüge. Der Ministerialdirektor im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, Guido Rebstock, ergänzte in seinem Grußwort: »Aus diesem Grund hat sich das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft im Rahmen seiner Zuständigkeit für die berufliche Weiterbildung schon bisher aktiv in das Bündnis eingebracht und wird dies auch künftig so handhaben«.

Lebenslanges Lernen betrifft alle!

Das Bündnis wurde Ende 2011 mit dem Ziel gegründet, die Zusammenarbeit der verschiedenen Weiterbildungsträger in Baden-Württemberg zu stärken und ein neues Bewusstsein für die große Bedeutung der Weiterbildung zu schaffen. Rund 40 Dachverbände, Organisationen und Einzeleinrichtungen aus der allgemeinen, beruflichen und wissenschaftlichen Weiterbildung sowie verschiedene Fachministerien wie das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft oder das Ministerium für Wissenschaft und Kunst gehören dem Bündnis an. Federführendes Ressort für das Bündnis ist das Kultusministerium. Die Bündnispartner arbeiten in mehreren Arbeits- und Fachgruppen zusammen um die Weiterbildungsbeteiligung benachteiligter erwachsener Menschen zu fördern, ein landesweites Netzwerk für Weiterbildungsberatung aufzubauen sowie neue, multimediale Instrumente für die Erwachsenenbildung zu etablieren.

Das Kultusministerium hat während seiner bisherigen Bündnisarbeit zahlreiche innovative Konzepte aus den Bereichen Grundbildung/Alphabetisierung, Integration/Inklusion, Elternbildung, Ein- und Wiedereinstieg in den Beruf, Weiterbildung für Ältere, Neue Medien und Mobiles Lernen sowie Weiterbildungsberatung gefördert. Ziel war und ist, die erfolgreichsten Projekte als Best-Practice-Modelle flächendeckend auf ganz das Land zu übertragen und wichtige Erkenntnisse für die Erwachsenenbildung und die immer größer werdende Bedeutung des Lebenslangen Lernens zu gewinnen.

»Unser Ziel ist, junge Menschen und Erwachsene besser zu erreichen«

Eine der derzeit wichtigsten Aufgaben des Bündnisses ist, ein landesweites Netzwerk für Weiterbildungsberatung aufzubauen. Die Gesamtkonzeption dafür wird federführend vom Volkshochschulverband Baden-Württemberg unter Mitwirkung einer Fachgruppe (bestehend aus Bündnispartnern und externen Fachleuten) erarbeitet. Begleitet wurde die Konzeptionsphase durch die Universität Heidelberg, die eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme zum bereits vorhandenen Beratungsangebot in Baden-Württemberg durchgeführt hat. Nach Abschluss der Konzeptionsphase wird das «Landesnetzwerk Weiterbildungsberatung« ab 2015 seine Arbeit aufnehmen. »Unser Ziel ist, junge Menschen und Erwachsene besser zu erreichen und für Durchblick auf dem Bildungsmarkt zu sorgen. Eine effektive Bildungsberatung ist deshalb ein Kernanliegen unserer Bündnisarbeit«, betont Marion v. Wartenberg. Mit dem Netzwerk setzt das Kultusministerium eine der wichtigsten Handlungsempfehlungen der Enquetekommission »Fit fürs Leben in der Wissensgesellschaft - Berufliche Schulen, Aus- und Weiterbildung« um.

Ein bisheriger Meilenstein des Bündnisses ist der »Digitale Weiterbildungscampus«. Dieser bietet eine innovative Infrastruktur für online-basierte Weiterbildungsangebote. Mit seiner hohen Verfügbarkeit trägt der Campus zur Akzeptanz von Weiterbildungsmaßnahmen bei .Der »Digitale Weiterbildungscampus« wird allen Weiterbildungsträgern durch das Land Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt. »Lebenslanges Lernen bedeutet vor allem die persönliche Bereitschaft, sich veränderten Bedingungen in allen Lebensbereichen zu stellen und neugierig zu bleiben. Lebenslanges Lernen lohnt sich!«, sagt die Staatssekretärin.

Landesregierung erhöht Grundförderung der allgemeinen Weiterbildung

Aktuell haben die Regierungsfraktionen angekündigt, die Grundförderung der allgemeinen Weiterbildung im Zuständigkeitsbereich des Kultusministeriums um weitere 3,9 Millionen Euro (2015) und 8,6 Millionen Euro(2016) zu erhöhen. Nachdem in den 1990-er Jahren bis 2009 die Grundförderung um rund 60 Prozent zurückgefahren wurde, hat die grün-rote Landesregierung die Grundförderung seit 2011 bereits um 4,3 Millionen Euro angehoben und damit eine Trendwende eingeleitet, die mit der jüngsten Zusage einer Erhöhung konsequent weitergeführt wird. »Die Landesregierung stellt damit das Lebenslange Lernen auf ein stabiles finanzielles Fundament. Das ist ein großer Erfolg für die Weiterbildung«, betont Staatssekretärin v. Wartenberg. Mit der Anhebung der Grundförderung sollen insbesondere die Volkshochschulen auch zukünftig die Möglichkeit haben, Angebote im Bereich der Grundbildung, der Integration und der politischen Bildung anbieten zu können, die allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen.

Auf dem Programm des Fachkongresses steht vormittags unter anderem eine Diskussionsrunde, die den Blick auf die Zukunft der Weiterbildung richtet. Es diskutieren Staatssekretärin Marion v. Wartenberg, Prof. Dr. Bernhard Schmidt-Hertha (Direktor, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Tübingen), Dr. Herrmann Huba (Direktor, VHS-Verband), Dr. Michael Krämer (Vorsitzender, Kirchliche Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung in Baden-Württemberg), Stefan Küpper (Geschäftsführer, Arbeitgeber Baden-Württemberg) und Wolfram Leibe (Geschäftsführer, Arbeitsagentur Regionaldirektion Stuttgart). Nachmittags haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Wahl zwischen verschiedenen Workshops und Gesprächsrunden zu Themen wie Neue Medien und Mobiles Lernen, Weiterbildungsberatung, allgemeine Weiterbildung sowie berufliche und wissenschaftliche Weiterbildung. Zahlreiche Bündnispartner stellen sich und ihre Arbeit an Ständen vor. (21.07.2014, prh)

Weitere Informationen

vergleiche: »Bündnis für Lebenslanges Lernen« soll Stellenwert der Weiterbildung ausbauen

 

Innovative Weiterbildungspartnerschaften zwischen Hochschule und Wirtschaft gesucht

DGFP

Bewerbungsverfahren für den DGFP-Preis für erfolgreiche Weiterbildungspartnerschaften eröffnet.  

Zum zweiten Mal vergibt die Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGFP) gemeinsam mit der SWOP Medien und Konferenzen GmbH ihren DGFP-Preis für erfolgreiche Weiterbildungspartnerschaften zwischen Hochschulen und Unternehmen. Sie zeichnet damit besonders zukunftsweisende Weiterbildungsangebote aus, die von Hochschulen und Unternehmen gemeinsam entwickelt und nachhaltig umgesetzt wurden.

»Berufsbegleitende Weiterbildung gewinnt in Zeiten des demografischen Wandels und des lebenslangen Lernens an Bedeutung. Hochschulen als Kooperationspartner können hier eine noch stärkere Rolle spielen«, sagt Katharina Heuer, Vorsitzende der DGFP-Geschäftsführung. »Unser Preis würdigt Projekte, die vorbildlich zeigen, wie Unternehmen und Hochschulen innovative und attraktive berufsbegleitende Weiterbildungsprogramme gemeinsam entwickeln«.

Für den Preis bewerben können sich staatlich anerkannte öffentliche und private Hochschulen und Business Schools in Deutschland sowie Unternehmen jeglicher Größe mit Sitz in Deutschland. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 7. September 2014. Das Bewerbungsformular steht auf der DGFP-Webseite zum Download bereit.

Eine achtköpfige Jury mit Experten aus Hochschule, Medien und DGFP wird die besten Einreichungen nominieren:

  • Prof. Dr. Heike Bruch, Direktorin, Institut für Führung und Personalmanagement, Universität St. Gallen

  • Prof. Dr. Ada Pellert, Präsidentin, Deutsche Universität für Weiterbildung

  • Prof. Dr. Stefan Kayser, Leiter, Fachhochschule der Wirtschaft, Bergisch Gladbach, Wirtschaft

  • Markus Lecke, Programm-Manager, Group Performance Development, Deutsche Telekom AG

  • Michael Donat, Director, Human Resources, BearingPoint

  • Christof Beutgen, Grundsätze Mitarbeiterentwicklung, Deutsche Bahn AG

  • Axel Gloger, Wirtschaftsjournalist, Chefredakteur TrendScanner

  • Dr. Sascha Armutat, Leiter Strategie, Forschung und Politik, Deutsche Gesellschaft für Personalführung

Diese Auswahl an innovativen Weiterbildungsprojekten wird am 26. November 2014 auf dem QUARTERA Kongress in Berlin vorgestellt. Im Anschluss wird der DGFP-Preis 2014 verliehen.  (18.07.2014, prh)

Weitere Informationen und Anmeldung

 

Aktuelle statistische Daten zur allgemeinen Weiterbildung 2012

DIE BonnVerbund Weiterbildungsstatistik legt Daten für 2012 vor. 

Zum elften Mal veröffentlicht das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE Bonn) die »Weiterbildungsstatistik im Verbund«. Im aktuellen Berichtsjahr 2012 fasst sie Daten aus fünf großen Organisationen allgemeiner und politischer Weiterbildung zusammen. Das kommentierte Tabellenwerk enthält umfassende Informationen zu Rechtsformen, Personal, Finanzierung und Veranstaltungsprofilen der beteiligten Weiterbildungsorganisationen und steht im Internet kostenlos zur Verfügung.

Wichtige Ergebnisse aus der Verbundstatistik 2012 im Überblick:

  • Im Verbund wurden rund 1,2 Millionen Weiterbildungsveranstaltungen durchgeführt.

  • Das Zeitvolumen der durchgeführten Veranstaltungen betrug insgesamt 21 Millionen Unterrichtsstunden.

  • 2012 wurden 19,0 Millionen Teilnahmen an Veranstaltungen der beteiligten Organisation gezählt.

  • Im Verbund beträgt die Personalkapazität bei den hauptberuflich Mitarbeitenden 14.400 Personenjahre. 311.000 Menschen waren im Verbund ehrenamtlich, neben- oder freiberuflich tätig.

  • Die Teilnehmenden trugen 35 Prozent der Kosten für Weiterbildung durch Gebühren und Entgelte. 25 Prozent wurden von den Trägern der Einrichtungen aufgebracht (inklusive kommunale Träger bei Volkshochschulen), 29 Prozent stammten aus verschiedenen öffentlichen Haushalten. Die Einrichtungen warben 11 Prozent sonstige Mittel ein. Das gesamte Finanzvolumen lag bei 1,6 Milliarden Euro.

Für die Weiterbildungsstatik 2012 wurden Daten von 1.875 Einzeleinrichtungen ausgewertet. Diese Angaben wurden auf die insgesamt 2.198 Weiterbildungseinrichtungen im Verbund hochgerechnet.

Am »Verbund Weiterbildungsstatistik« sind der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB), der Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben e.V. (BAK AL), die Deutsche Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung e.V. (DEAE) und die Katholische Erwachsenenbildung Deutschland-Bundesarbeitsgemeinschaft e.V. (KEB) beteiligt. Hinzu kommt als assoziierter Partner der Deutsche Volkshochschul-Verband e.V. (DVV).

Neben der Auswertung von Daten und der Erstellung von Standardpublikationen bietet das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung auch individuell zugeschnittene statistische Auswertungen für die Verbundpartner sowie für Wissenschaft, Politik und Praxis.

Hintergrund
Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE) ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und die zentrale Einrichtung für Wissenschaft und Praxis der Weiterbildung in Deutschland. Seine Arbeit dient dem gesellschaftspolitischen Ziel, das Lernen und die Bildung Erwachsener auszuweiten und erfolgreicher zu machen. Damit will es die Voraussetzungen schaffen für die persönliche Entfaltung, die gesellschaftliche Teilhabe und die Beschäftigungsfähigkeit. Um diese Ziele zu erreichen betreibt das DIE eigene Forschung. Es unterstützt die Praxis durch den Transfer von Wissen und wissenschaftliche Serviceleistungen.


(18.07.2014, prh)

Weiterbildungsstatistik im Verbund 2012 (PDF, 75 Seiten)

Weitere Informationen zum Thema

vergleiche: Aktuelle statistische Daten zur allgemeinen Weiterbildung 2011

 

Sieben von zehn Deutschen wollen sich weiterbilden

Manpower

Fortbildungen in Fremdsprachen, IT und Betriebswirtschaft besonders gefragt.  

Mehr als zwei Drittel der Deutschen brauchen nach eigener Einschätzung zusätzliche Kenntnisse, um beruflich voranzukommen: 71 Prozent sagen, dass ihnen bestimmte Fähigkeiten und Erfahrungen fehlen, um ihre Karriereziele zu erreichen. Ganz oben auf der Liste: Fast jeder Dritte möchte Fremdsprachen neu lernen oder verbessern. Je einem Viertel fehlt es an IT-Wissen oder betriebswirtschaftlichen Kenntnissen, etwa im Finanzwesen oder Controlling.

Zu diesen Ergebnissen kommt die repräsentative Manpower-Studie »Jobzufriedenheit 2014«, für die im Frühjahr 2014 insgesamt 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt wurden.

23 Prozent der Befragten bedauern, noch über keine oder zu wenig Auslandserfahrung beziehungsweise interkulturelle Kompetenz zu verfügen. Im Ranking der begehrtesten Zusatzqualifikationen ist dies der vierte Platz. »In unserer global vernetzten Arbeitswelt ist Auslandserfahrung ein großer Pluspunkt«, sagt Herwarth Brune von ManpowerGroup Deutschland. »International aufgestellte Unternehmen sollten ihren Mitarbeitern Aufenthalte an ausländischen Standorten ermöglichen«.

Auf Rang fünf folgen Fachkompetenzen, zu denen Präsentationstechnik, Qualitäts- und Projektmanagement zählen. 21 Prozent der Deutschen denken, dass sie in einem solchen Bereich Nachholbedarf haben. 19 Prozent möchten Personalverantwortung übernehmen, doch fehlt es ihnen nach eigener Einschätzung an der nötigen Führungskompetenz. In technischen Bereichen, etwa der Maschinenführung, sehen sich 17 Prozent noch nicht gut genug ausgebildet.

Gefragte Zusatzqualifikationen sind auch ein Führerschein für Autos oder speziellere Fahrzeuge (genannt von 12 Prozent) und Kommunikationskompetenzen wie Gesprächsführungstechniken (ebenfalls 12 Prozent). 7 Prozent mangelt es nach eigenen Angaben an sozialen Kompetenzen wie Team- und Konfliktfähigkeit. »Die Studie zeigt: Wer Fachkräfte binden will, kommt um das Thema Weiterbildung nicht herum«, sagt Herwarth Brune. »Chefs sollten in Mitarbeitergesprächen den Bedarf daher immer wieder thematisieren«.

Hintergrund
Die Studie »Jobzufriedenheit 2014« basiert auf einer Online-Befragung unter 1.000 Deutschen ab 18 Jahren. Sie wurde im Auftrag der ManpowerGroup Deutschland im Frühjahr 2014 vom Marktforschungsinstitut Toluna durchgeführt. Die Ergebnisse sind bevölkerungsrepräsentativ hochgerechnet. Nach ihrem Weiterbildungsbedarf wurden alle Studienteilnehmer befragt, unabhängig davon, ob sie berufstätig sind oder nicht.


(16.07.2014, prh)

Weitere Ergebnisse der Studie (PDF, 8 Seiten)

 

Weiterbildungstag: »Vorbilder der Weiterbildung 2014«

WBT2014
Die Würfel sind gefallen, die »Vorbilder der Weiterbildung 2014« stehen fest. Aus insgesamt 52 Einsendungen nominierte die Jury zunächst 12 KandidatInnen für die Endrunde zum Deutschen Weiterbildungstag. Danach berieten die Juroren erneut und trafen eine schwere, aber letztlich einhellige Entscheidung. 

Ziel des Deutschen Weiterbildungstages ist es, die öffentliche Wahrnehmung dafür zu schärfen, was berufliche, politische, kulturelle und allgemeine Erwachsenen- und Weiterbildung in Deutschland Land leistet, etwa:

  • wenn sie Teilhabe am öffentlichen Leben stärkt,
  • die eigenen Kompetenzen erweitert,
  • neue Optionen in der Erwerbstätigkeit ermöglicht,
  • zu mehr Toleranz beiträgt oder
  • gesundheitsförderliches Verhalten stärkt.

Weiterbildung braucht Investitionen durch Staat, Wirtschaft, Gesellschaft und Einzelne. Dafür steht der Deutsche Weiterbildungstag!

Um diese Aufgaben exemplarisch zu verdeutlichen, wählt die Jury des Weiterbildungstages herausragende Personen und/oder Initiativen aus und stellt sie der Öffentlichkeit vor.

In diesem Jahr sind dies:

  • Sigrun Stahr, eine engagierte Dozentin aus Lage, die sich auf besondere Weise und mit besonderen Methoden für Analphabet/innen engagiert

  • Ante Caljkusic aus Dortmund, ein 54-Jähriger, der viele Jahre brauchte, um den von seiner Familie vorgegebenen Weg als Gastwirt zu verlassen und zu sich selbst und einer Arbeit für Menschen zu finden

  • Chaiyan Phetmanee aus Stuttgart, ein mittlerweile 30-jähriger Mann mit thailändischen Wurzeln, der nach tiefen Abstürzen, Drogen und Knast seine 2. Chance genutzt und den Weg in ein »normales Leben« gefunden hat

  • ein EU-Projekt der Fachschule für Bautechnik München, bei dem junge Handwerker in ihrer Urlaubszeit nach Rumänien fahren, um dort Kirchen und andere historisch wertvolle Gebäude zu sanieren

Für die Endrunde nominiert wurden darüber hinaus: Dozent Hubertus Weitekamp (Vorschlag Kolping-Bildungswerk Paderborn), Geschichtenerzähler Ilhan Emirli (Vorschlag Universität der Künste Berlin), David F. (Vorschlag BNVHS Hannover/Kategorie 2. Chance), Meryem Sahin (Vorschlag Grone-Schulen/Kategorie 2. Chance), Jennifer Fritzges (Kategorie 2. Chance), Projekt »Supermoms« aus Leipzig, Projekt »Italiener nach Schwaben« (Vorschlag IB - Internationaler Bund), ein Ausbildungsprojekt für Schausteller-Kinder.

Herzliche Glückwünsche an alle GewinnerInnen und die Nominierten. Die »Vorbilder der Weiterbildung« werden zum Auftakt des Deutschen Weiterbildungstages in der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin geehrt.



(16.07.2014, prh)

Portal des Deutschen Weiterbildungstages

 

Wuppertaler Kreis: Weiterbildung auch weiterhin auf Erfolgskurs

Wuppertaler Kreis

Seit 2009 ermittelt der Wuppertaler Kreis e.V. im Rahmen seiner jährlichen Verbandsumfrage den Geschäftslage-Indikator Weiterbildung. Kern dieses Indikators sind die Markterfolge im vergangenen und laufenden Jahr sowie die Erwartungen für das kommende Jahr. Für 2014 hat der Wuppertaler Kreis einen Index-Wert von 117 Punkten ermittelt.

Wenn die Institute erwarten, dass sich die Geschäftslage verbessert, zeigt sich das in einem Indikator von über 100, Rückgänge zeigen sich in einem Indikator unter 100. Ergebnisse des vergangenen und des laufenden Jahres sowie die Erwartungen für das kommende Jahr fließen gemittelt in den Index ein.

WK GKI 2009-2014

Die Einrichtungen im Wuppertaler Kreis schätzen die wirtschaftliche Situation der Branche bereits das fünfte Jahr in Folge ausgesprochen zufriedenstellend ein und erwarten überwiegend ein weiteres Wachstum der Nachfrage. Aufgrund der positiven wirtschaftlichen Lage vieler Unternehmen und des in einigen Bereichen bereits bestehenden Fachkräftemangels hat Weiterbildung weiterhin eine gute Konjunktur.

Die Mehrheit der Mitglieder rechnet für das laufende Jahr mit einer anhaltend positiven Entwicklung mit stabilen oder leicht steigenden Umsätzen. Im Mittelpunkt stehen weiterhin offene Seminare zu Fach- und Führungsthemen, die häufig von mittelständischen Unternehmen nachgefragt werden. Aufgrund der positiven wirtschaftlichen Lage vieler Unternehmen und des in einigen Bereichen bereits bestehenden Fachkräftemangels hat Weiterbildung weiterhin eine gute Konjunktur.

Die Weiterbildungsunternehmen richten ihre Dienstleistungen so aus, dass sie unmittelbar in die Personalentwicklungsprozesse der Unternehmen integriert werden können. Weiterbildung hat sich so zu einer umfassenden Dienstleistung entwickelt bis hin zur Übernahme ganzer Teilprozesse der Personalentwicklung. Beispiele hierfür sind die Bereitstellung von Online-Lernplattformen sowie die Unterstützung bei der Personalgewinnung.

Mit dem demografischen Wandel und der Verlängerung der Lebens-arbeitszeit verändert sich auch die Altersstruktur in den Unternehmen. Die Weiterbildungsinstitute reagieren auf diese Veränderung und stellen passende Angebote zur Personalentwicklung bereit. Qualifizierung und Weiterbildung sind damit die Schlüsselfaktoren der Fachkräftesicherung.

 

(15.07.2014, prh)

Wuppertaler Kreis: Trends in der Weiterbildung (PDF, 20 Seiten)

 

Das Lernen leichter lernen

LewelUp

Wer hat sich nicht schon damit gequält, neue Dinge zu lernen? Dabei wird »Lernen können« immer wichtiger. Wer es nicht beherrscht, hat heute in Alltag und Beruf schlechte Karten. Mit anderen Worten: Lernen ist eine so genannte Schlüsselkompetenz. Doch wie kann man »Lernen« lernen? Und wie kann man anderen beibringen, »richtig« zu lernen?

Das Projekt »LeWel Up« hat hierfür einen Werkzeugkasten für Kursleiter, Trainer und Dozenten in der Erwachsenenbildung entwickelt. Die Werkzeuge, das sind Aktivitäten und Methoden, mit denen die Erwachsenenbildner in ihren Kursen die Lernfähigkeit ihrer Teilnehmer fördern können. Und da nicht jeder Kurs und jeder Teilnehmer gleich ist, lassen sich die »Werkzeuge« beliebig zusammenstellen.

Der Werkzeugkasten »Lernen lernen in der Erwachsenenbildung« wurde vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) in Bonn gemeinsam mit fünf internationalen Partnern im Rahmen eines EU-Projektes entwickelt. Zweieinhalb Jahre lang tüftelten die Bildungsexperten an den Instrumenten, damit »Lernen« endlich leichter fällt!

Das »Toolkit LeWel Up« ist kostenlos über das DIE zu beziehen (franzen@die-bonn.de) oder kann im Internet als PDF-Datei heruntergeladen werden. (14.07.2014, prh)

Toolkit herunterladen (PDF, 138 Seiten)

Weitere Informationen zum Projekt

 

Fortschrittsreport »Altersgerechte Arbeitswelt«

bmas

Das Bundesarbeitsministerium hat am 10. Juli 2014 den vierten Fortschrittsreport »Altersgerechte Arbeitswelt« vorgelegt. Der Report fasst den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung sowie Praxisbeispiele aus der Wirtschaft zum Thema »Lebenslanges Lernen und betriebliche Weiterbildung« zusammen.

Weiterbildung der Beschäftigten hilft den Unternehmen bei der Fachkräftesicherung und stärkt sie im internationalen Wettbewerb. Zunehmend spielen dabei auch ältere Beschäftigte eine Rolle, denn die Belegschaften altern und es kommen nicht ausreichend junge Menschen nach. Wer fachlich auf dem neusten Stand ist, hat bessere Karrierechancen, mehr Möglichkeiten bei einem Arbeitsplatz- oder Tätigkeitswechsel und größere Arbeitsplatzsicherheit. Zudem bedeutet Weiterbildung für ältere Beschäftigte nicht nur ein Mehr an Qualifikation, sondern auch Anerkennung und Wertschätzung.

Die Ergebnisse des vierten Fortschrittsreports in Kürze:

  • Erfreulich ist: Die Unternehmen haben ihre Weiterbildungsanstrengungen in den letzten Jahren verstärkt. Mehr als jeder zweite Betrieb in Deutschland bietet Weiterbildungsmaßnahmen für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an, darunter fast jeder Großbetrieb ab 250 Beschäftigten.

  • Bei der Qualifikation im Betrieb hat mittlerweile ein Umdenken eingesetzt: Lange Zeit dachten die Betriebe dabei meist nur an die Jüngeren. Inzwischen bemüht sich jeder zweite Großbetrieb um die Einbeziehung Älterer in die Weiterbildung.

  • Doch es besteht noch erhebliches Potenzial - insbesondere bei den Betrieben kleiner und mittlerer Größe gibt es größere Defizite, wenn es um Weiterbildungsmaßnahmen geht, die speziell auf Ältere zugeschnitten sind.

  • Bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zeigt sich: Von der langfristig gestiegenen Weiterbildungsbeteiligung haben insbesondere Ältere profitiert. Seit 1979 hat sich die allgemeine Weiterbildungsbeteiligung der 50- bis 64-Jährigen nahezu vervierfacht.

  • In der betrieblichen Weiterbildung sind ältere Beschäftigte jedoch immer noch unterrepräsentiert. So nehmen 47 % der 35- bis 49-Jährigen an entsprechenden Weiterbildungsmaßnahmen teil, aber nur 42 % der 50- bis 64-Jährigen.

Die Chancen für mehr Weiterbildung Älterer in Deutschland stehen insgesamt gut: Die älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind heute besser ausgebildet als je zuvor. Hierauf kann aufgebaut werden. Vor allem die Unternehmen sind gefordert, aktiv zu werden und Weiterbildungsangebote zu unterbreiten. Denn Qualifizierung und Weiterbildung zahlen sich nicht nur für den einzelnen Mitarbeiter aus, sondern vor allem auch für den Betrieb. Er gewinnt an Fachwissen, Produktivität und Innovationskraft. Aber auch die Bereitschaft der Arbeitnehmer ist gefragt. Durch zielgerichtete Qualifizierung können sich Betriebe und Belegschaft frühzeitig auf den demografisch bedingten Strukturwandel einstellen. (11.07.2014, prh)

Fortschrittsreport Altersgerechte Arbeitswelt (PDF, 57 Seiten)

 

Weiterbildung und Interessenorientierung schaffen Zufriedenheit am Arbeitsplatz

Umfrage zeigt: Mitarbeiter würden bei beruflichem Neustart mehr Wert auf eigene Neigungen und Spaß bei der Arbeit legen / Großes Potential für Neuorientierung / Akademiker mit eigenem Werdegang besonders zufrieden.  

Schlechte Tage im Job hat jeder. Manchmal wünscht man sich sogar, man könnte noch einmal von vorne anfangen. Fragt man deutsche Arbeitnehmer, was sie bei einem beruflichen Neustart heute anders machen würden, geben 28 Prozent an, dass sie eine andere Ausbildung wählen würden, die mehr ihren persönlichen Neigungen und Interessen entspricht.

Das ergab Talents & Trends, eine repräsentative Umfrage unter 800 Berufstätigen im Auftrag der Beratungsfirma von Rundstedt. Ein Drittel (34 Prozent) antwortet, dass sie sich stärker weiterbilden würden. Und: 27 Prozent sagen, dass sie sich bei einem Neustart weniger Druck machen und dem Spaßfaktor bei der Arbeit mehr Gewicht geben würden.

Zufriedenheit von Akademikern ist am höchsten

Lediglich 14 Prozent der Befragten geben an, dass sie mit ihrem beruflichen Werdegang vollkommen zufrieden sind und bei einem Neustart im Job nichts ändern würden. Die höchste Zufriedenheit weisen dabei Akademiker (20 Prozent gegenüber 11 Prozent mit höherem Schulabschluss ohne Abitur) auf. Auch zwischen den Geschlechtern zeigen sich Unterschiede. Während nur 11 Prozent der Männer bei einem beruflichen Neustart nichts ändern würden, geben dies 17 Prozent der Frauen an.

Talents und Trends2

Neustart als Chance begreifen

»Die Ergebnisse offenbaren ein erhebliches Neuorientierungspotenzial unter deutschen Arbeitnehmern«, sagt Sophia von Rundstedt. »Einmal getroffene Enscheidungen müssen nicht ewig gültig sein. Es dreht sich heute mehr denn je darum, eigene Talente regelmäßig neu zu überprüfen und gegebenenfalls neue Wege zu gehen«. Berufliche Karrieren verlaufen heute nicht mehr so stringent wie in der Vergangenheit. Die moderne Arbeitswelt bedingt es, dass sich Fach-, Führungs- und Projekteinsätze häufiger abwechseln. Das bedeutet für den Einzelnen mehr Verantwortung, aber auch die Möglichkeit, berufliche Weichen immer wieder neu zu justieren, sei es durch weitere Aus-/Fortbildungen oder Projekterfahrungen. »Ständige Selbstreflexion und regelmäßige Standortbestimmung zu Kompetenzen und Zielen sind dafür unerlässlich. Berufstätige sollten diese Chance erkennen, ihren beruflichen Werdegang hinterfragen und die eigenen Ziele neu definieren«, so von Rundstedt weiter.

Die Ergebnisse im Detail

Frage: »Stellen Sie sich vor, Sie könnten heute beruflich noch einmal komplett neu starten. Was würden Sie anders machen?«

  • 34 Prozent der Arbeitnehmer geben an, sie würden sich stärker weiterbilden.

  • 28 Prozent würden ein anderes Studium oder eine andere Ausbildung wählen, das den Neigungen und persönlichen Interessen der Berufstätigen stärker entspricht.

  • 27 Prozent der Deutschen würden größeren Wert auf Spaß bei der Arbeit legen. Sie würden sich selbst weniger Druck machen24 Prozent würden ein anderes Studium / Ausbildung wählen, das ihr berufliches Vorankommen / ihre Karriere besser unterstützt.

  • Wenn sie beruflich noch einmal komplett neu anfangen könnten, würden 24 Prozent der berufstätigen Deutschen auf eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf achten

  • 23 Prozent würden auf selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Arbeiten wertlegen.

  • 20 Prozent würden die eigene Karriere stärker vorantreiben.

  • 14 Prozent würden stärkeren Wert auf Abwechslung legen und unterschiedliche Jobs/Tätigkeiten ausüben wollen.

  • Für nur 6 Prozent wäre Erfolg im Beruf zweitranging und geben an, sie würden nicht mehr so erfolgsgetrieben sein.

  • Rund 14 Prozent der befragten Arbeitnehmer würden nichts ändern und sind mit ihrem beruflichen Werdegang vollständig zufrieden.

n= 799 (Berufstätige in Voll- und Teilzeit)


Hintergrund

Talents & Trends ist eine regelmäßig stattfindende, repräsentative Erhebung zu den Themen »Talent« und »Karriere«. von Rundstedt befragt hierzu gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG rund 1.000 Männer und Frauen. Die Stichprobe entspricht nach Alter, Geschlecht und Region der repräsentativen Verteilung der deutschen Bevölkerung. Die unabhängige Online-Erhebung fand im Juni 2014 statt.


(11.07.2014, prh)

 

Deutscher Weiterbildungspreis zum sechsten Mal ausgeschrieben

Deutscher WeiterbildungspreisBewerbungsfrist für den Deutschen Weiterbildungspreis beginnt: Sonderpreis richtet sich speziell an KMUs.

Nach der feierlichen Preisverleihung im Februar diesen Jahres, ruft das Haus der Technik in Essen erneut zur Bewerbung um den Deutschen Weiterbildungspreis auf. Zur Teilnahme aufgerufen ist jeder, der ein innovatives Konzept, Projekt, eine Untersuchung oder Analyse mit wissenschaftlichem Anspruch aus dem Bereich der überbetrieblichen Weiterbildung entwickelt hat. Wichtig: Der Bewerber muss im Besitz des Urheberrechts sein.

Das Preisgeld beläuft sich auch in diesem Jahr auf 10.000 Euro. Bewerbungen werden ab sofort entgegengenommen - die Einreichungsfrist endet am 30. September 2014.

Die eingereichten Arbeiten sollen nicht älter als zwei Jahre sein und entweder bereits umgesetzt oder in der Umsetzungsphase begriffen sein. Eine hochkarätige Jury aus Wirtschaft und Forschung bewertet die eingereichten Arbeiten nach den Kriterien, Innovationsgrad, wirtschaftliche Relevanz, Wirkungspotenzial, Praktikabilität sowie branchenübergreifende Bedeutung.

Auch wird im Jahr 2014 erneut der Sonderpreis für Firmen ausgeschrieben. Er richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) und soll ihnen einen weiteren Anreiz geben, sich für die überbetriebliche Weiterbildung zu engagieren.

Die aktuelle Preisträgerin 2013 ist Frau Professorin Dipl.-Ing. Brigitte Caster. Sie gewann die Auszeichnung mit ihrem Konzept »Strategien zur Inklusion«. Im Rahmen einer feierlichen Siegerehrung verlieh Schul- und Weiterbildungsministerin Sylvia Löhrmann Caster den Preis Ende Februar.

Gewinner des Sonderpreises 2013 ist die Firma edutrainment company GmbH mit ihrem Konzept der »skillboxx«. Stellvertretend für die gesamte Firma freute sich Arne Berg über den mit 3.000 Euro dotierten Preis.

Teilnahmeunterlagen sowie ausführliche Informationen zum Deutschen Weiterbildungspreis finden sich unter dem Link unten. (10.07.2014, prh)

Deutscher Weiterbildungspreis

 

IG Metall für Bildungsteilzeit

igmetall

Der Vorstand der IG Metall hat den regionalen Tarifkommissionen für die Tarifrunde 2015 in der Metall- und Elektroindustrie qualitative Forderungen zur Diskussion empfohlen.

»Wir streben zur Fortentwicklung der Arbeitszeitpolitik Regelungen zur Bildungs- und Altersteilzeit an. Diese qualitativen Forderungen ergeben sich aus der IG Metall-Beschäftigtenbefragung, an der sich über 500.000 Beschäftigte beteiligt haben«, sagte Detlef Wetzel, Erster Vorsitzender der IG Metall, am Dienstag in Brüssel. Der Wunsch nach mehr Zeitsouveränität sei ein zentrales Thema für die Beschäftigten, da die betrieblichen Anforderungen nach höherer Arbeitszeitflexibilisierung in den letzten Jahren spürbar gestiegen seien. »Flexibilität darf keine Einbahnstraße sein. Die Beschäftigten erwarten als Gegenleistung und Wertschätzung für ihre Arbeitsleistung und Flexibilität gleichermaßen individuelle Gestaltungsspielräume. Nur so können sie Arbeit und Leben miteinander vereinbaren«, sagte Wetzel. Die IG Metall habe den Anspruch, mit ihrer Tarifpolitik die Arbeitswelt von morgen im Interesse der Beschäftigten zu gestalten.

Jörg Hofmann, Zweiter Vorsitzender der IG Metall, betonte den tariflichen Regelungsbedarf in Form von Bildungsbausteinen bei der beruflichen Entwicklung. »Mit einer Bildungsteilzeit wollen wir die Aufstiegschancen für alle eröffnen. Die Beschäftigten brauchen sowohl eine finanziell als auch eine zeitlich gesicherte Möglichkeit zur qualifizierten beruflichen Weiterbildung«, forderte Hofmann. Ein Schwerpunkt müsse dabei die Verbesserung von beruflichen Entwicklungschancen für an- und ungelernte Beschäftigte sein. Auch für Beschäftigte mit dualer Ausbildung brauche es belastbare Wege für berufliche Entwicklung durch Bildungsanstrengung. »Fehlende Zeit und fehlendes Geld für berufliche Entwicklung sind dabei die größte Hemmnisse«, sagte der Gewerkschafter.

  (09.07.2014, prh)

vergleiche: Österreich führt Bildungsteilzeit ein

 

Meister-BAFöG 2013: 171.000 Geförderte in Deutschland

Die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von »Meister-BAföG« stieg im Jahr 2013 um 1,8 % gegenüber dem Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, erhielten in Deutschland im vergangenen Jahr etwa 171.000 Personen »Meister-BAföG«-Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG). Damit stiegen im sechsten Jahr in Folge die Empfängerzahlen.

Etwa zwei Drittel der Geförderten waren Männer. Ihre Zahl nahm gegenüber 2012 um 2,4 % auf 116.000 zu. Die Zahl der Frauen mit »Meister-BAföG« stieg im gleichen Zeitraum um 0,7 % auf 55.000.

Rund 72.000 (42 %) der Geförderten nahmen an einer Vollzeitfortbildung teil, 99.000 (58 %) bildeten sich in Teilzeit fort. Gegenüber 2012 stieg die Zahl der geförderten Personen in Vollzeit um 4,9 %, während die Zahl der Geförderten in Teilzeit geringfügig um 0,3 % zurückging.

Mit dem »Meister-BAföG« werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung durch Beiträge zu den Kosten der Bildungsmaßnahme und zum Lebensunterhalt finanziell unterstützt. An Förderleistungen standen im Jahr 2013 insgesamt 576 Millionen Euro zur Verfügung. Das waren 5,5 % mehr als im Vorjahr.

Von den Förderleistungen entfielen rund 390 Millionen Euro auf Darlehen und 186 Millionen Euro auf Zuschüsse. Die Geförderten erhielten Zuschüsse zur Finanzierung der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren (81 Millionen Euro), für den Lebensunterhalt (96 Millionen Euro), für den Kindererhöhungsbetrag (7 Millionen Euro) und zur Kinderbetreuung (knapp 1 Million Euro).

Die Darlehen wurden für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren (186 Millionen Euro), für den Lebensunterhalt (194 Millionen Euro), für den Kindererhöhungsbetrag (7 Millionen Euro), für die Kosten während der Prüfungsvorbereitungsphase (rund 2 Millionen Euro) und für die Anfertigung des »Meisterstücks« (knapp 1 Million Euro) bewilligt. Ob die Förderungsberechtigten die bewilligten Darlehen in Anspruch nehmen, können sie frei entscheiden. Insgesamt überwies die Kreditanstalt für Wiederaufbau an die Geförderten im Jahr 2013 Darlehen in Höhe von rund 310 Millionen Euro. Geförderten Personen werden auf Antrag nach erfolgreichem Abschluss ihrer Weiterbildungsmaßnahme 25 % ihres Restdarlehens zum Maßnahmebeitrag erlassen. Im Jahr 2013 erhielten rund 28.000 Personen einen Darlehenserlass im Wert von insgesamt knapp 21 Millionen Euro. (07.07.2014, prh)

Weitere Informationen zum Meister-BaFöG

 

Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung durch Kooperationen stärken

ankom

Abschlusskonferenz der Pilotinitiative ANKOM in Berlin.  

Kooperationen zwischen Hochschulen und Einrichtungen der beruflichen Bildung tragen dazu bei, die Durchlässigkeit zwischen der beruflichen und hochschulischen Bildung zu erhöhen. Gemeinsam entwickelte Informations- und Beratungsangebote bieten beruflich Qualifizierten wertvolle Unterstützung im Übergang von der beruflichen in die hochschulische Bildung. Besonders vielversprechend sind abgestimmte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, bei denen eine Fortsetzung des Bildungsweges an der Hochschule auch über den Lehrplan vorbereitet wird. Dies sind Ergebnisse der Pilotinitiative »ANKOM - Übergänge von der beruflichen in die hochschulische Bildung«, die am 24. und 25. Juni auf der Abschlusskonferenz in Berlin vorgestellt werden.

»Die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung zu verbessern, ist eine der zentralen bildungspolitischen Aufgaben der kommenden Jahre«, betont BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser. Sie könne erfolgreich gestaltet werden, wenn berufliche und hochschulische Bildung miteinander kooperieren. »Die gegenseitige Anrechnung von Lernleistungen fördert darüber hinaus eine Kultur der gegenseitigen Wertschätzung zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung«.

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Initiative ANKOM hat das Ziel, den Zugang von beruflich Qualifizierten an die Hochschulen zu fördern. Denn obwohl die einzelnen Hochschulgesetze deutlich erleichterte Zugänge von beruflich Qualifizierten an die Hochschulen erlauben, sind die vielfältigen Möglichkeiten, von der beruflichen Bildung in die Hochschule einzumünden, noch zu unbekannt und werden wenig genutzt. Zwar hat sich der Anteil der beruflich Qualifizierten ohne Hochschulzugangsberechtigung an allen Studienanfängern in den letzten zehn Jahren nach Berechnungen des CHE auf Grundlage der Daten des Statistischen Bundesamts 2012 fast verdoppelt, er liegt aber lediglich bei etwa 2,5 % - der Anteil von Studierenden ohne Abitur beträgt rund 1,6 %. Notwendig sind daher zusätzliche förderliche Rahmenbedingungen, die den besonderen Voraussetzungen sowie Lebens- und Arbeitsbedingungen beruflich Qualifizierter entsprechen und ihnen ein erfolgreiches Studieren ermöglichen.

Hintergrund
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat im Jahr 2005 die Initiative ANKOM (»Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge«) gestartet, um die Übergänge zwischen Beruf und Hochschule zu fördern. In der ersten Förderphase bis zum Jahr 2008 ging es vor allem darum, Modelle zu entwickeln, mit denen berufliche Qualifikationen für das Studium - pauschal oder individuell - anerkannt werden. Diese Anrechnungsverfahren sind mittlerweile an einigen Hochschulen eingeführt. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat die Projektträgerschaft auch für die neue Phase von ANKOM übernommen. Schwerpunktthemen sind insbesondere die verbesserte Information und Beratung von interessierten Berufstätigen, die Ermittlung von Möglichkeiten der Verzahnung von beruflichen und hochschulischen Bildungsmaßnahmen sowie die auf die Berufspraxis zugeschnittene Gestaltung dualer Studienangebote.


(07.07.2014, prh)

Projekt-Website

Weitere Informationen (BIBB)

 

Juni 2014: Förderung beruflicher Qualifizierung erlebt Einbruch

BBB

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juni weniger stark gesunken als üblich. Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) sind derzeit rund 2,8 Millionen Menschen als Jobsuchende registriert. Dies sind zwar 49.000 weniger als im Mai - in den vergangenen Jahren hatte es von Mai auf Juni aber im Schnitt einen Rückgang von rund 62.000 gegeben. Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankung stieg die Arbeitslosigkeit im Juni sogar um 9.000.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften befindet sich nach BA-Angaben weiter auf einem guten Niveau. Im Juni waren 462.000 Arbeitsstellen gemeldet - 25.000 mehr als vor einem Jahr. Besonders gesucht seien derzeit Arbeitskräfte etwa in den Berufsfeldern Verkauf, Mechatronik, Gesundheit, Hotel und Gastronomie sowie Verkehr und Logistik.

Eklatanter Rückgang der Zugänge zur beruflichen Weiterbildung

Festzustellen ist allerdings, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Vorjahresvergleich erneut gestiegen ist. Die Bundesregierung muss jetzt ihren Worten möglichst umgehend Taten folgen lassen. Der BBB fordert mehr Mittel für Qualifizierungen und Umschulungen vor allem für Langzeitarbeitslose. Das Gegenteil ist aber aktuell der Fall! Die Neueintritte in berufliche Qualifizierungsmaßnahmen der Arbeitsagenturen und Jobcenter sanken im Juni gegenüber dem Vormonat um fast 22 %.

FbW Juni 2014

»Diese Entwicklung widerspricht allen Aussagen der neuen Bundesregierung, was die Schwerpunktsetzung in der Arbeitsmarktpolitik betrifft«, kommentierte der BBB-Vorsitzende Thiemo Fojkar. »Ein solcher Einbruch widerspricht auch dem, was aus sozialpolitischer wie aus wirtschaftspolitischer Sicht sinnvoll und angezeigt wäre!«

Hintergrund
Der Bundesverband der Träger beruflicher Bildung, kurz Bildungsverband, ist ein Zusammenschluss maßgeblicher Anbieter von Bildungsprogrammen in Deutschland. Der Bildungsverband versteht sich als ein »Qualitätsverbund« der beruflichen Weiterbildung und hat sich und seine Mitgliedsunternehmen auf Qualitätsgrundsätze festgelegt.

QUELLE: Bildungsverband (07.07.2014, prh)

Website des Bildungsverbandes BBB

 

Mitmachen: Online-Umfrage zu »Weiterbildung in digitalen Lernumwelten« bei Weiterbildungsanbietern

Die Bertelsmann Stiftung führt zusammen mit dem Forschungsinstitut Ecorys eine von der Generaldirektion Bildung und Kultur der Europäischen Kommission beauftragte Studie zum Thema »Weiterbildung in digitalen Lernumwelten« durch.

Anhand der Umfrage soll ein Einblick in die Nutzung von digital-gestütztem Lernen und OER bei Anbietern von Erwachsenen- und Weiterbildung - in verschiedenen europäischen Ländern - gewonnen werden. Die Ergebnisse der Umfrage sollen in die politischen Debatten über die effektive Gestaltung der Weiterbildungspolitik und Weiterbildungspraxis auf europäischer Ebene einfließen. (04.07.2014, WP)

Quelle: Deutscher Bildungsserver

Zur Umfrage für Weiterbildungsanbieter

 

Bildungsprämie - 3. Förderphase am 1. Juli 2014 gestartet

Die 3. Förderphase des Bundesprogramms Bildungsprämie startet am 1. Juli 2014. In der neuen Förderphase werden für Personen, die einen Prämiengutschein nutzen möchten, veränderte Förderkonditionen gelten.

Die wesentlichen Änderungen sind:

  • Die weiterbildungsinteressierte Person muss das 25. Lebensjahr vollendet haben und
  • die angestrebte Weiterbildungsmaßnahme darf nicht mehr als 1.000 Euro kosten (Maßstab ist die auf der Rechnung angegebene Veranstaltungsgebühr).

Unverändert wird als Voraussetzung gelten, dass die Personen:

  • mindestens 15 Stunden pro Woche erwerbstätig sind und
  • über ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von maximal 20.000 Euro (bei gemeinsam Veranlagten 40.000 Euro) verfügen.
(30.06.2014, WP)

Informationsseite zur Bildungsprämie

Richtlinie zur Förderung von Prämiengutscheinen und Beratungsleistungen im Rahmen des Bundesprogramms "Bildungsprämie" vom 9. Mai 2014

Beratungsstellen Übersicht

 

Dossier zum Bildungsbericht erschienen

Am 13.06.2014 erschien der fünfte nationale Bildungsbericht: „Bildung in Deutschland 2014“. Das Dossier von „Bildung + Innovation“ enthält die Dokumente zum #Bildungsbericht, Stellungnahmen und Pressemitteilungen, Veröffentlichungen in der Presse sowie Fernseh- und Rundfunkbeiträge.

  • Dokumente
  • Pressemitteilungen und Stellungnahmen
  • Länder
  • Bundestagsfraktionen
  • Pressebeiträge
  • Rundfunk- und Fernsehbeiträge
(23.06.2014, WP)

Dossier „Bildung in Deutschland 2014“ des Deutschen Bildungsservers

Homepage des Innovationsportals des Deutschen Bildungsservers

 

Interview zum aktuellen Bericht "Bildung in Deutschland"

Am 13. Juni 2014 ist in Berlin der fünfte nationale Bildungsbericht erschienen. Der von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bei namhaften Wissenschaftlern in Auftrag gegebene Bericht legt eine umfassende Darstellung der gegenwärtigen Lage des deutschen Bildungswesens vor und stellt das Thema „Menschen mit Behinderungen“ in den Fokus. Die Online-Redaktion von „Bildung + Innovation“ sprach mit Prof. Dr. Marcus Hasselhorn, Geschäftsführender Direktor des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), der gemeinsam mit seinem Team für die Leitung und Koordinierung des nationalen Bildungsberichts verantwortlich war.

Bild

Prof. Dr. Marcus Hasselhorn
 
(16.06.2014, WP)

Zum Interview in „Bildung + Innovation“

 

Bericht »Bildung in Deutschland 2014«

dipf

Bildungswesen zwischen Bewegung und Stillstand: Autorengruppe unter Federführung des DIPF legt umfassende Bestandsaufnahme des deutschen Bildungswesens 2014 vor. 

Mit dem Bildungsbericht 2014 legt eine unabhängige Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter Federführung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) zum fünften Mal die umfassende empirische Bestandsaufnahme des deutschen Bildungswesens vor.

Bildung in Deutschland 2014Die empirische Bestandsaufnahme des gesamten deutschen Bildungswesens dient als Informations- und Beratungsgrundlage für alle mit Bildung befassten Professionen und die interessierte Öffentlichkeit. 2014 stellt der alle zwei Jahre herausgegebene Bildungsbericht erstmals die Veränderungsdynamik der Informationen zum Bildungswesen im Zeitverlauf der bisherigen Ausgaben dar. Gleichzeitig beleuchtet der Bericht in einem Schwerpunktkapitel die Situation von »Menschen mit Behinderungen im Bildungssystem«.

Die Mitglieder der Autorengruppe vertreten folgende Einrichtungen: Das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), das Deutsche Jugendinstitut (DJI), das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), das Soziologische Forschungsinstitut an der Universität Göttingen (SOFI) sowie Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Die Erarbeitung des Berichts wird von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

»Der Bericht zeigt ein Bildungswesen zwischen Bewegung und Stillstand«, erläutert Professor Dr. Marcus Hasselhorn vom DIPF, der Sprecher der Autorengruppe. »So lässt sich ein erfreulicher Wandel des Bildungsverhaltens festhalten – ein Trend zu mehr Bildung«, so Hasselhorn: Unter 3-Jährige nehmen viel häufiger Angebote der Kindertagesbetreuung in Anspruch. Immer mehr Schulabsolventinnen und -absolventen erwerben eine Hochschulzugangsberechtigung, zuletzt 57 Prozent. Und die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger ist in den letzten 13 Jahren um zirka 200.000 auf mehr als 500.000 Personen angestiegen. Der Sprecher der Autorengruppe betont jedoch: »Nicht alle gesellschaftlichen Gruppen sind Teil dieser Dynamik, Unterschiede in der Beteiligung bleiben bestehen«.

Einige Beispiele: Trotz eines sinkenden Anteils wächst nach wie vor fast jedes dritte Kind in Deutschland in mindestens einer Risikolage für schlechtere Bildungschancen auf – also in einem erwerbslosen, armutsgefährdeten oder bildungsfernen Elternhaus. Kinder von Eltern mit niedrigem Schulabschluss nehmen seltener an zusätzlichen Bildungsangeboten wie Musikkursen teil. Ausländische Jugendliche landen beim Zugang zur Berufsausbildung fast zur Hälfte im Übergangssystem, von den deutschen Jugendlichen ist es dagegen nur jeder Vierte. Und unter den 30- bis unter 35-Jährigen haben Personen mit Migrationshintergrund fünf Mal so häufig keinen allgemeinbildenden bzw. drei Mal so häufig keinen beruflichen Bildungsabschluss.

Insgesamt macht die Autorengruppe fünf zentrale Handlungsfelder im Bildungswesen aus:

  • Frühkindliche Betreuungsangebote: Hier lag der Schwerpunkt in den letzten Jahren auf dem quantitativen Ausbau. Jetzt gilt es, sich verstärkt der Angebotsqualität, aber auch regionalen und kommunalen Unterschieden beim Ausgestalten und Bereitstellen der Angebote zu widmen.

  • Ganztagsschule: Angesichts der gestiegenen Nachfrage erscheint ein klares pädagogisches Konzept für die Gestaltung der Ganztagsbeschulung erforderlich. Es sollte übergreifende Standards verbindlich machen und zugleich auf die Spezifika der Schulen eingehen.

  • Übergangssystem: Immer noch mündet über eine Viertelmillion Jugendliche nach dem Schulabschluss zunächst ins Übergangssystem ein. Daher bleibt die Herausforderung der Organisation des Übergangs in die Berufsausbildung – vor allem die inhaltliche Systematisierung und politische Koordinierung des Systems.

  • Berufs- und Hochschulausbildung: Soll es nicht zu einer Konkurrenz um demografisch bedingt zurückgehende Schulabsolventenzahlen zwischen den beiden großen Ausbildungsbereichen kommen, bedarf es trotz institutioneller Differenzen einer neuen, gemeinsamen Strategie.

  • Als fünftes zentrales Handlungsfeld nennt der Bildungsbericht die Inklusion von Menschen mit Behinderungen auf allen Stufen und in allen Bereichen des Bildungssystems.

Hasselhorn betont: »Die Umsetzung der Inklusion stellt Bildungspolitik und Bildungspraxis vor grundlegende Herausforderungen, insbesondere vor dem Hintergrund bestehender Strukturen und gewachsener Selbstverständnisse«.

Im Schwerpunktkapitel werden die Dimensionen dieses Handlungsfelds thematisiert:

  • Bildungsteilhabe und Bildungsangebote: Das Bildungssystem trägt dem Grundsatz optimaler Förderung von Menschen mit Behinderungen bislang vor allem mit spezialisierten institutionellen Angeboten Rechnung. Insbesondere im Schulbereich ist zu klären, wo welche Schülerinnen und Schüler inkludiert und wo Sondereinrichtungen zumindest in Teilen beibehalten werden sollten.

  • Ressourcen: In den einzelnen Institutionen des Bildungssystems besteht ein unterschiedliches Verständnis von Bildung und Lernen und dementsprechend Inklusion. Das Sozialsystem ist wiederum auf Individualansprüche ausgerichtet. Trotz unterschiedlicher Rechtsgrundlagen gilt es, diese Ansätze zu verbinden.

  • Diagnostik: Zentrale Bedeutung für die Inklusion kommt der Diagnostik zu. Sie muss unter Beibehaltung professioneller Standards weiterentwickelt werden, um vermehrt zur Unterstützung von Bildungsprozessen genutzt werden zu können. In vielen Bereichen des Bildungssystems wird dies nicht ohne die Entwicklung neuer diagnostischer Werkzeuge möglich sein.

  • Personal und Qualifikation: Es ist von hoher Bedeutung, das pädagogische Fachpersonal gemäß den Anforderungen eines inklusiven Bildungssystems zu qualifizieren. Das Augenmerk sollte sich darüber hinaus auf den richtigen Einsatz der unterschiedlichen pädagogischen Spezialisierungen und auf die Finanzierung des Personals richten.
(13.06.2014, prh)

Bericht »Bildung in Deutschland 2014« herunterladen (PDF, 359 Seiten)

 

Stiftung Warentest prüfte vhsApp der Volkshochschulen

Stiftung Warentest

App der Volks­hoch­schulen: Sprache lernen und Kurs buchen per Smartphone

Die kürzlich erschienene App der Volkshochschulen zu deren Kursangeboten hat die Stiftung Warentest unter die Lupe genommen. Fazit: Gute Idee, auch gut zu bedienen, aber schlecht umgesetzt.

Im Einzelnen werden Unstimmigkeiten bei der Suche und Datenschutzprobleme bemängelt. Bemerkenswert auch, dass zum Testzeitpunkt nur rund 20 Prozent der Volkshochschulen mit ihrem Angebot in der App vertreten waren.

Die in die App integrierten Sprachtests seien nicht dafür geeignet, das Sprachniveau richtig einzustufen, schreiben die Tester. Auch die Sprachübungen für Spanisch, Polnisch und Türkisch seien nicht zu empfehlen.

Die vollständigen Testergebnisse sind über den nachstehenden Link abrufbar. (13.06.2014, prh)

Test der vhsApp auf test.de

 

In Neuigkeiten & Terminen

11. Fernausbildungskongress 2014 der Bundeswehr (Hamburg)

vom 02.09.2014 bis zum 04.09.2014

Der »1. (Aus)Bildungskongress der Bundeswehr – 11. Fernausbildungskongress 2014« wird vom 2. bis 4. September 2014 an der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr in Hamburg stattfinden. 

Unter dem Motto »(Aus)Bildung – Forschung – Technik« stehen die folgenden Themenschwerpunkte im Mittelpunkt:

  • Trends der (Aus)Bildung in den Streitkräften
  • Kompetenzorientierte (Aus)Bildung: Umsetzung in der Praxis
  • Fachkräftemangel: Chimäre oder Herausforderung für einen attraktiven Arbeitgeber?

 

 

7. Berufsbildungskongress des Bundesinstituts für Berufsbildung (Bonn)

vom 18.09.2014 bis zum 19.09.2014

Wie kann die Attraktivität der beruflichen Bildung gesteigert werden? Wie können die Bildungsbereiche durchlässiger gestaltet werden, und wie ist es um die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung bestellt? Diese und andere Leitfragen stehen im Mittelpunkt des 7. Berufsbildungskongresses des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).  Ihre Positionen zur Diskussion stellen werden Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Sylvia Löhrmann, Prof. Dr. Dietmar Harhoff, Direktor des Max-Planck-Instituts für Innovation und Wettbewerb, der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Dr. Horst Hippler, sowie weitere hochrangige Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Praxis. Der BIBB-Kongress findet am 18. und 19. September unter dem Motto "Berufsbildung attraktiver gestalten - mehr Durchlässigkeit ermöglichen" im Berliner Congress Centrum (bcc) statt. Erwartet werden rund 1.000 Berufsbildungsexpertinnen und -experten aus dem In- und Ausland. Die Anmeldung ist online möglich. Der Frühbucherpreis endet am 18. Juni.

Dazu stehen folgende Themenschwerpunkte im Mittelpunkt des BIBB-Kongresses:
Forum I beschäftigt sich mit den Übergängen von der Schule in die Ausbildung sowie von der Ausbildung in die Erwerbstätigkeit. Forum II widmet sich den Fragen, wie die Durchlässigkeit zwischen der beruflichen und der hochschulischen Bildung erhöht werden kann. Die Steigerung der Attraktivität der beruflichen Bildung stellt den Kern des Forums III dar, und das Forum IV befasst sich mit den Themen Nachqualifizierung und grenzüberschreitende Fachkräftesicherung. Die berufliche Weiterbildung im Forum V rundet das Angebot ab. Zwei Sonderforen zur Berufsbildungsforschung sowie zur Internationalisierung der beruflichen Bildung komplettieren das Programm.

Der BIBB-Kongress bietet für alle Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Berufsbildungspraxis aus dem In- und Ausland eine einzigartige Plattform zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch.


 

Deutscher #Weiterbildungstag 2014 (bundesweit)

vom 19.09.2014 bis zum 19.09.2014

Motto: »europa BILDEN«

Bundesweite Informationsveranstaltungen zur Weiterbildung.

 

Bildungspolitisches Forum des Forschungsverbunds Bildungspotentiale (Bonn)

vom 07.10.2014 bis zum 07.10.2014

Am 7. Oktober 2014 findet in Bonn das zweite bildungspolitische Forum des Forschungsverbunds Bildungspotentiale der Leibniz-Gemeinschaft statt, das in diesem Jahr vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung organisiert wird. Thema des Forums ist das Verhältnis von Bildungsinvestitionen und Bildungserträgen im Lebenslauf. Die Ausgestaltung von Bildungsangeboten und die Leistungsfähigkeit des Bildungswesens sind für die wirtschaftliche Entwicklung, den kulturellen Reichtum und den sozialen Zusammenhalt in modernen Gesellschaften unverzichtbar. Für jeden Einzelnen ist Bildung der Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe und zu einem eigenbestimmten Leben. Die Bildungssysteme und die einzelnen Bildungsbereiche weisen dabei unterschiedliche Stärken und Schwächen auf, die z.B. durch die großen Assessment-Studien von der Grundschule bis zur Weiterbildung in das öffentliche Bewusstsein gerückt wurden.

Der Forschungsverbund setzt hier an und versucht Antworten auf die von Bildungspolitik und ­verwaltung sowie von anderen gesellschaftlichen Akteuren gestellten Fragen zu geben. Auf individueller, institutioneller und gesellschaftlicher Ebene werden Ansatzpunkte für tragfähige Konzepte und erfolgversprechende Reformen gesucht, um Potenziale von und für Bildung weiter nutzbar machen zu können. Der Verbund ist - wie sein Name bereits sagt - nicht auf die Outcomes von Bildungsprozessen und Bildungssystemen beschränkt, sondern rückt - wie der Bildungsbegriff selbst - die (ungenutzten) Möglichkeiten individueller und gesellschaftlicher Entwicklung in den Mittelpunkt.

Die Tagung wird durch die Ministerin für Schule und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen und derzeitige Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Frau Ministerin Sylvia Löhrmann, eröffnet. In einem Hauptvortrag wird Prof. Dr. Heinz-Elmar Tenorth von der Humboldt-Universität Berlin die historischen Erfahrungen und aktuellen Herausforderungen im Verhältnis von Bildungsforschung, Bildungspolitik und Bildungspraxis beleuchten. In Arbeitsgruppen werden sodann aktuelle bildungspolitische Reformen auf ihre Motive und Erträge hin analysiert und mit Vertretern aus Bildungspolitik und Bildungsadministration diskutiert. Die Arbeitsgruppen widmen sich der Frühpädagogik, der Schulbildung, der Arbeitsmarktintegration, der Weiterbildung sowie der Fortbildung des pädagogischen Personals.

Das bildungspolitische Forum richtet sich an interessierte Fachkolleginnen und -kollegen, an Repräsentanten aus Bildungspolitik, Bildungsadministration, Sozialpartner, Stiftungen, Berufs- und Trägerverbänden sowie an die bildungspolitisch interessierte Öffentlichkeit.

Zur Anmeldung: http://www.die-bonn.de/weiterbildung/veranstaltungskalender/veranstaltungen_anmeldung.aspx?ID=548

 

Zukunft Personal 2014 (Köln)

vom 14.10.2014 bis zum 16.10.2014

15. Fachmesse für Personalwesen

 

Betriebliche Weiterbildung mitgestalten. Sozialpartnerinitiative zur Fachkräftesicherung (Berlin)

vom 16.10.2014 um 11:00 Uhr bis zum 16.10.2014 um 17:00 Uhr

Über 200 Projekte haben im Rahmen der Initiative »weiter bilden« in den vergangenen fünf Jahren sehr erfolgreich mit innovativen Konzepten die Weiterbildung von Beschäftigten und Unternehmen voran gebracht.

Auf der Fachtagung sollen nun zusammen mit Vertretern aus Politik und Praxis Bilanz gezogen und mit Blick auf die neue ESF-Förderperiode erfolgreiche Ansätze für sozialpartnerschaftliches Handeln vorstgestellt werden.

 

Perspektive Didaktik - Bildung in erweiterten Lernwelten (Bielefeld)

vom 29.10.2014 bis zum 30.10.2014

10. wbv-Fachtagung mit BarCamp

 

 

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