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Hermann-Schmidt-Preis 2010: »Berufliche Bildung für Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung«
Mit dem Hermann-Schmidt-Preis 2010 sollen Initiativen von Betrieben und Einrichtungen der beruflichen Bildung (z.B. berufliche Schulen, Berufsbildungsträger, Kammern) prämiert werden, die in der beruflichen Aus- und Weiterbildung attraktive Qualifizierungskonzepte und -angebote zum Umweltschutz und für eine nachhaltige Entwicklung erfolgreich umsetzen.
Diese Initiativen sollen möglichst viele Teilnehmer und Akteure erreichen, sich durch einen hohen Innovationsgehalt, eine rege Beteiligung von Betrieben sowie eine überzeugende Perspektive für eine Verstetigung und Weiterentwicklung ihrer Konzepte und Angebote auszeichnen.
Prämiert werden sollen beispielsweise Initiativen,
- die sich am Bedarf von Betrieben oder Branchen orientieren;
- die branchenspezifisch und/oder regional ausgerichtet sind und umgesetzt werden;
- die eine gewerkeübergreifende Zusammenarbeit unter Einbeziehung nachhaltigkeits- bzw. umweltschutzrelevanter Qualifikationen zum Inhalt haben;
- die lernortübergreifende Kooperation und Vernetzung sowie unterschiedliche Partner einbeziehen;
- die sich an unterschiedliche Zielgruppen wenden;
- die Kompetenzentwicklung für Management und Bildungspersonal betreiben.
Vergeben werden Preisgelder in Höhe von 3.000 €, 2.000 € und 1.000 € und evtl. Sonderpreise.
Die Preisverleihung findet anlässlich einer Fachtagung des W. Bertelsmann Verlages am 27. Oktober 2010 in Bielefeld statt.
Die Bewerbungsfrist endet am 23. Juli 2010.
Die Bewerbungsunterlagen können angefordert werden bei:
Geschäftsstelle »Innovative Berufsbildung e.V.«
c/o Bundesinstitut für Berufsbildung BIBB
Kerstin Schneider Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
Telefon: 0228/ 107- 28 23
Fax: 0228/ 107- 29 81
E-Mail: schneider@bibb.de (09.03.2010, prh)
Fernlernen für Anfänger
Wer sich per Fernstudiengang oder Fernlehrgang weiterbilden möchte, muss viele Entscheidungen treffen. Markus Jung von Fernstudium-Infos.de gibt Tipps.
Seit 2003 ist die Zahl der Fernlerner um ein Drittel gestiegen. Laut aktueller Fernunterrichtsstatistik bilden sich heute mehr als 340.000 Menschen jährlich aus der Ferne weiter, darunter rund 80.000 per akademischem Fernstudium. »Fernlerner vereinbaren flexibel Beruf und Weiterbildung, um den nächsten Schritt auf der Karriereleiter zu machen oder sich beruflich neu zu orientieren. Andere bringen so Studium und Familie unter einen Hut«, sagt Markus Jung, der selbst zwei Studiengänge per Fernstudium absolviert hat. Auf seinem Portal Fernstudium-Infos.de informieren sich Interessierte über Anbieter und tauschen sich mit erfahrenen Fernlernern aus.
Phase 1: Wie funktioniert Fernlernen – und ist das etwas für mich?
Anders als beim Präsenzstudium oder im Seminar bilden sich Fernlerner zu Hause weiter – allein und vorwiegend aus Studienbriefen. »Man sollte aus schriftlichen Unterlagen lernen, sich selbst organisieren und motivieren können“, sagt Jung. Für Fachfragen stehen Kursbetreuer zur Verfügung. Den Kontakt zu anderen Studierenden ermöglichen Online-Studienzentren. Je nach Anbieter gibt es freiwillige oder verpflichtende Präsenzphasen. Die Fernlerner schicken regelmäßig Aufgaben an ihren Tutor, Klausuren legen sie in so genannten Prüfungszentren ab. Jung: »Alle Anbieter ermöglichen ein Probe-Studium. So kann man das Fernlernen erst einmal testen.«
Phase 2: Wie finde ich den richtigen Anbieter?
»Zunächst muss man sich für einen akademischen oder nicht-akademischen Abschluss entscheiden«, erklärt Jung. Ein Hochschulzertifikat, einen Bachelor oder Master kann man nur an einer staatlichen oder privaten Fachhochschule oder Universität erwerben. Rund 340 Institute bieten außerdem über 2.230 allgemein- oder berufsbildende Lehrgänge an. Die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) prüft sie vor der Zulassung. Ergänzend bietet die Übereinkunft »PAS 1037« Orientierung bei der Qualität eines Anbieters. »Wichtig ist, dass die Materialien aktuell und berufsrelevant sind und die Tutoren die Betreuung ernst nehmen«, sagt Jung.
Phase 3: Wie finanziere ich mein Fernstudium?
Weiterbildende Fernkurse beginnen bei monatlich unter hundert Euro. Die Kosten für ein akademisches Fernstudium liegen bei mehreren hundert Euro pro Monat. Teilweise kommen weitere Kosten für Lehrmaterialien und Fachbücher hinzu. Aber: Wer Vollzeit studiert, kann für sein Fernstudium Bafög beantragen. Arbeitslose können sich mit einem Bildungsgutschein fördern lassen. Weitere Finanzierungsmöglichkeiten sind Studienkredite und Stipendien. »Einige Arbeitgeber gewähren einen Zuschuss«, sagt Jung. »Außerdem lassen viele Anbieter mit sich über Rabatte verhandeln.«
Phase 4: Wie vereinbare ich das Fernlernen mit Arbeit oder Familie?
»Bei Kindern können Sie Verständnis schaffen, indem Sie sich beispielsweise zum gemeinsamen ‚Hausaufgaben machen’ verabreden«, empfiehlt Jung. »Arbeitgeber gewähren übrigens auch mal Sonderurlaub für Klausuren und Präsenzen – eher noch als finanzielle Zuschüsse.« Etwa 15 bis 20 Stunden muss man in der Woche für ein Fernstudium investieren. Jung: »Fernlerner sollten wöchentlich drei bis vier Einheiten einplanen, um am Ball zu bleiben, und Lerntermine fest in den Kalender eintragen.« Fernlehrgänge dauern von wenigen Monaten bis hin zu etwa zwei Jahren. Die Regelstudienzeit für ein Fernstudium entspricht meist der eines Präsenzstudiums.
Phase 5: Wie setze ich meinen Abschluss am besten ein?
Im Bewerbungsgespräch kann man mit einem akademischen Fernstudium, einer staatlichen Prüfung oder der IHK-Prüfung gut punkten. Bei Abschlüssen an Fernschulen mit rein internen Prüfungen ist es schwieriger. »In der Bewerbung sollte man unbedingt die konkreten Inhalte angeben«, sagt Jung. »Laut Studien schätzen Personaler neben dem fachlichen Wissenszuwachs die hohe Eigenständigkeit, Belastbarkeit, Motivation und Organisationsfähigkeit von Fernstudenten.« (05.03.2010, prh)
Zentralstelle für Fernunterricht
AQUA: Arbeitslose AkademikerInnen für den Arbeitsmarkt qualifizieren
Seit 2006 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung das zertifizierte Programm AQUA »Akademikerinnen und Akademiker qualifizieren sich für den Arbeitsmarkt« der Otto Benecke Stiftung e.V., um arbeitslosen Fachkräften die Integration in den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Das Programm besteht aus einem Angebot von rund 25 Qualifizierungsmaßnahmen, die bundesweit stattfinden und fachlich vor allem auf die Ingenieur-, Natur- und Geisteswissenschaften und die Ökonomie ausgerichtet sind. Die Mehrzahl der Angebote wird als so genannte »Studienergänzungen« an Hochschulen durchgeführt und dauert in der Regel sieben bis dreizehn Monate.
Eine Besonderheit der Qualifizierungen ist die Verbindung von Theorie und Praxis, fachlichen und überfachlichen Qualifikationen und die multikulturelle Zusammensetzung der einzelnen Kurse durch die Teilnahme von zugewanderten und in Deutschland geborenen Hochschulabsolventinnen und -absolventen.
Das Programm richtet sich an arbeitslose Akademikerinnen und Akademiker, unabhängig vom Alter, Herkunftsland, jetzigen Wohnort oder der Dauer der Arbeitslosigkeit. Bei erfolgreicher Teilnahme erhalten die Teilnehmer/innen ein Zertifikat der Hochschule. Die Finanzierung erfolgt zurzeit über Bildungsgutscheine der Agenturen und ARGEn (bzw. Jobcenter und Optionskommunen) und mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
Bislang haben rund 850 Arbeitslose mit Hochschulabschluss erfolgreich an den Weiterqualifizierungsmaßnahmen teilgenommen und mehrheitlich bereits direkt im Anschluss daran eine adäquate Berufstätigkeit aufgenommen. Nachdem bereits im Herbst/Winter 2009/2010 einige Maßnahmen, beispielsweise Außenhandel, Informatik, Mikrosystemtechnik, Public Relations und Molekularbiologie, erneut erfolgreich begonnen haben, werden für weitere in 2010 startende Studienergänzungen noch Plätze vergeben. Geplant sind hier z.B. folgende Qualifizierungen: Betriebliches Sicherheitsmanagement, Medizintechnik, Optische Technologien, Suchtberatung und Umwelttechnik und Recycling.
Weil in einem mehrstufigen Auswahlverfahren über die Vergabe der maximal 25 Plätze pro Studienergänzung entschieden wird, sollten sich Interessentinnen und Interessenten möglichst schnell bei der Otto Benecke Stiftung e.V. bewerben.
Nähere Auskünfte:
Otto-Benecke-Stiftung e.V.
Hotline: 0228 8163-600
E-Mail: Aqua@obs-ev.de (05.03.2010, prh)
siehe auch: BMBF fördert Weiterbildung für arbeitslose AkademikerInnen
DAAD vergibt Europäisches Sprachensiegel 2010
Ob Europäische Union oder weltweit – aus der globalisierten Welt sind Fremdsprachenkenntnisse im Berufsleben nicht wegzudenken. Sei es Englisch als wichtige Kommunikations- und Verhandlungssprache in Bildung und Wissenschaft, Spanisch als eine der meistgesprochenen Sprachen der Welt, oder Französisch zur Kommunikation mit Deutschlands Nachbar- und Exportland Nr. 1 sowie zahlreichen Ländern Afrikas. Ohne Fremdsprachen im Beruf geht es nicht. Dieser Tatsache geschuldet sucht der Wettbewerb »Europäisches Sprachensiegel« der Europäischen Kommission – im Jahr 2010 in Deutschland erstmalig unter Federführung der Nationalen Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) – herausragende Projekte zur Vermittlung von Fremdsprachen im Berufsleben.
Beim diesjährigen Wettbewerb, der zusammen mit der Europäischen Kommission und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) durchgeführt wird, steht der Themenschwerpunkt »Innovative Projekte zum Lehren und Lernen von Sprachen zur Berufsvorbereitung« im Fokus. Denn fremdsprachliches Können und interkulturelle Kompetenz steigern die Chancen auf einen besseren Arbeitsplatz und eröffnen neue Arbeitsmärkte über nationale Grenzen hinweg.
Auf der Suche nach innovativen Projekten sind Institutionen aus allen Bildungsbereichen angesprochen – sowohl aus Schul- und Hochschulbildung als auch aus Berufs- und Erwachsenenbildung – die in Deutschland Fremdsprachenkenntnisse auf eine berufsorientierte Art und Weise vermitteln. Das kann aufgrund einer Kooperation mit Abnehmern aus der Wirtschaft, der Verwendung moderner Kommunikationstechnologien und sprachdidaktischer Innovationen oder der intensiven Förderung interkultureller Kompetenzen sein.
Koordinator des Wettbewerbs ist die Europäische Kommission, die auch die thematische Fragestellung sowie einen festen Kriterienkatalog als Bewertungsgrundlage vorgibt. Den teilnehmenden Ländern steht es jedoch frei, diesen Themenschwerpunkt um einen nationalen zu ergänzen.
Die ausgezeichneten Projekte erhalten unter anderem das Zertifikat »Europäisches Sprachensiegel 2010«, unterzeichnet von dem zuständigen EU-Kommissar für Mehrsprachigkeit sowie von der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan, das Recht, das »Europäische Sprachensiegel 2010« als Logo zu führen und damit zu werben sowie einen Eintrag in die Sprachensiegel-Datenbank der Europäischen Kommission. Zudem wird das Projekt und seine Erfolge durch die EU-Kommission und die Nationale Agentur beim DAAD europaweit verbreitet. Pro Projekt wir ein Preisgeld in Höhe von 500 € ausgelobt.
Die Preisverleihung der »Europäischen Sprachensiegel 2010« findet am 20. November 2010 im Rahmen der ExpoLingua in Berlin statt.
Seit 1997 will die Europäische Kommission durch die Vergabe des Sprachensiegels innovative Projekte auf lokaler und nationaler Ebene unterstützen und dadurch die Qualität des Sprachunterrichts europaweit verbessern. Das Siegel wird jährlich an herausragende Projekte und Initiativen aus dem Bereich des Lehrens und Lernens von Fremdsprachen von den jeweiligen nationalen Auswahlgremien in Europa vergeben.
Bewerbungsschluss für das »Europäische Sprachensiegel 2010« ist der 17. Mai 2010. Bis dahin können ab sofort Anträge beim DAAD eingereicht werden .
Kontakt:
Dr. Bettina Morhard Nationale Agentur für EU-Hochschulprogramme im DAAD, Referat 602/ERASMUS: Tel. 0228 / 882-556 und Nora Neuwinger Tel. 0228 / 882-8684, E-Mail: sprachensiegel@daad.de (02.03.2010, prh)
Weitere Informationen zum Wettbewerb bei der EU-Kommission
Deutscher Weiterbildungspreis: Der Gewinner ist gekürt
Der Deutsche Weiterbildungspreis – dotiert mit 10.000 Euro und ausgeschrieben vom traditionsreichen Haus der Technik in Essen, wurde am 25. Februar 2010 in Essen verliehen.
Armin Hopp, Vorstandsmitglied und Mitbegründer der »digital publishing AG« mit Sitz in München, hat sich im Finale um den Preis gegen seine vier Mitstreiter mit dem zukunftsweisenden Weiterbildungskonzept »CLT Intensiv Plug&Learn« durchgesetzt. Das eingereichte Konzept hat die hochkarätig besetzte Jury vor allem dadurch überzeugt, dass es auf die Anforderungen der modernen Arbeitswelt ausgerichtet ist und dem Anwender ermöglicht, sich flexibel, mobil und ohne großen Aufwand weiter zu bilden. Durch die Integration des Internets in die Weiterbildungsmaßnahme ist es praktisch jederzeit und an jedem Ort möglich, den Online-Sprachkurs für die Hosentasche zu nutzen. Bereits jetzt ist das Konzept auf sehr gute Resonanz in vielen Großkonzernen gestoßen. (02.03.2010, prh)
Andrea Hoffmeier neues Vorstandsmitglied des Rates der Weiterbildung
Andrea Hoffmeier (Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung) ist einstimmig als stellvertretende Vorsitzende in den Vorstand des Rates der Weiterbildung – KAW gewählt worden. Sie bildet nun zusammen mit Prof. Dr. Rudolf Tippelt von der Ludwig-Maximilias-Universität München und Julia Schier vom Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) den dreiköpfigen Vorstand. Sie folgt damit Markus Tolksdorf, der im Herbst aus beruflichen Gründen aus dem Vorstand zurücktrat.
Hoffmeier ist Geschäftsführerin der Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (KBE). Die studierte Sozialpädagogin und Pädagogin betont bei ihrer Wahl die Wichtigkeit des Rates der Weiterbildung: »Die Bedeutung des lebenslangen Lernens wird in Reden oft hervorgehoben, aber die notwendigen Rahmenbedingungen werden nicht ausreichend zur Verfügung gestellt. Der Rat der Weiterbildung kann und will in diesen Fragen die Politik kritisch begleiten und beraten.« Hoffmeier möchte den Rat der Weiterbildung in seiner Funktion als Politikberatung stärken. »Die Bundesregierung ist gut beraten, das Wissen von Experten und Expertinnen in ihre Programmentwicklungen aufzunehmen«, so Hoffmeier weiter.
Der Vorstand des Rates der Weiterbildung wird sich in diesem Jahr insbesondere der Umsetzung des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) annehmen. Von Seiten der Weiterbildung gibt es Kritik an der Konzentration des DQR auf die ausschließlich in Berufsbildung, Schule und Hochschule erworbenen Kompetenzen sowie an der Orientierung auf den ökonomischen Nutzen und der beruflichen Verwertbarkeit von Bildung.
Damit werde ein umfassender Bildungsansatz und damit die Leistungen der Weiterbildung nicht hinreichend erfasst. »Die Weiterbildung ist mit rund 22 Millionen Teilnehmenden im Jahr der größte Bildungsbereich. Deshalb muss dieser im DQR angemessen berücksichtigt werden«, erklärt Prof. Dr. Rudolf Tippelt, Vorsitzender des Rates der Weiterbildung. (01.03.2010, prh)
Deutsche Versicherungswirtschaft schreibt InnoWard 2010 aus
Vorbildliche Konzepte der Aus- und Weiterbildung in der Versicherungswirtschaft werden mit dem InnoWard ausgezeichnet. Der Bildungspreis, der in der Branche und darüber hinaus eine hohe Reputation hat, ist attraktiv dotiert: neben der Vorstellung aller nominierten Projekte, erhalten die Preisträger eine Trophäe des Künstlers Joerg Maxzin, ein Preisgeld und als Kategoriesieger ein maßgeschneidertes Teamevent.
Erstmals haben Berufsschulen der Versicherungswirtschaft die Möglichkeit, sich am Wettbewerb zu beteiligen und werden aufgerufen, der Jury Projekte vorzustellen, wie Berufsschulunterricht innovativ gestaltet werden kann.
Zum sechsten Mal lobt das Bildungsnetzwerk Versicherungswirtschaft den Preis aus. Eine Bewerbung ist bis zum 31.05.2010 in den Kategorien »Berufliche Erstausbildung« oder »Personalentwicklung / Qualifizierung« möglich. (01.03.2010, prh)
Innoward-Website mit weiteren Informationen zur Ausschreibung
Weiterbildung eröffnet 2010 Karrierechancen
Mit Lernerfolgen in der berufsbegleitenden Weiterbildung kann man in diesem Jahr wertvolle Pluspunkte in Bewerbungs- und Personalgesprächen sammeln: Dies zeigt die aktuelle, im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) durchgeführte TNS Infratest-Studie »Weiterbildungstrends in Deutschland 2010«, bei der 300 Personalentscheider aus deutschen Unternehmen befragt wurden. So spielt es für 78 Prozent der Personalverantwortlichen bei der Einstellung neuer Mitarbeiter eine wichtige oder sogar äußerst wichtige Rolle, ob Eigeninitiative beim Wissenserwerb - zum Beispiel durch ein Fernstudium - erkennbar ist. Geht es darum, Mitarbeitern Karrierechancen zu eröffnen, denken das sogar 80 Prozent.
Neben dem Ein- und Aufstieg im Unternehmen hängt 2010 auch der Erhalt des Arbeitsplatzes von Weiterbildungsaktivitäten ab: Die Mehrheit der HR-Manager (82 Prozent) achtet auf das eigenständige Weiterbildungsengagement eines Mitarbeiters, wenn es um Arbeitsplatzerhalt und Jobsicherung geht. Dieser Auffassung sind zudem deutlich mehr Befragte als bei der Vorjahresstudie »Bedeutung der Weiterbildung in Zeiten der Finanzkrise«. Auf hohem Niveau verbleibt zudem der Anteil der Personalverantwortlichen, denen eine berufsbegleitende Weiterbildung ihrer Mitarbeiter generell wichtig bis äußerst wichtig ist (89 Prozent). (01.03.2010, prh)
Mit empirischer Forschung den Veränderungen in der Weiterbildung auf der Spur
Mit der Forderung nach »Lebenslangem Lernen« stellt sich gleichzeitig die Frage nach der Organisation von Weiterbildung: Wie können Lernmöglichkeiten für Erwachsene zielgerichtet und dabei qualitätsorientiert, marktbewusst und wirtschaftlich effizient entwickelt werden? Schließlich werden strukturelle und organisatorische Veränderungen in der Weiterbildung unsere Bildungsentwicklung entscheidend mitbestimmen.
Dieses zukunftsweisende Forschungsfeld werden nun Nachwuchswissenschaftler aus den Erziehungswissenschaften, der Organisationssoziologie und Betriebswirtschaft im Schnittpunkt von weiterbildungsbezogener Grundlagenforschung und angewandter Forschung erarbeiten. Zum kommenden Wintersemester startet die Leibniz Graduate School für empirische Weiterbildungsforschung (LGS): Über gut dotierte Stipendien sowie ein strukturiertes Promotionsprogramm bieten die Marburger Erziehungswissenschaften zukünftig noch bessere Promotionsmöglichkeiten.
Im Fokus der neuen LGS, die über Mittel der Leibniz-Gesellschaft finanziert wird, werden strukturelle und organisatorische Veränderungen in der Weiterbildung stehen. Dabei handelt es sich einerseits um den Abbau von institutionellen und organisatorischen Barrieren der Weiterbildungsteilnahme zugunsten der Entwicklung von offenen und vernetzten Lernmöglichkeiten, um das selbst organisierte lebensbegleitende Lernen zu unterstützen. Andererseits geht es um die Ausweitung eines staatlich wenig regulierten Weiterbildungsmarktes, innerhalb dessen das Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten im Wesentlichen durch Bedarf und Nachfrage, Preis und Qualität gesteuert wird. (24.02.2010, prh)
Sprachreisen im Test: Kaum »guter« Englischunterricht
Englischkenntnisse sind im Berufsleben gefragt. Wer sein Business-Englisch verbessern will, kann eine Sprachreise ins Ausland machen. Das Angebot ist groß, doch die Qualität durchwachsen. Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift Finanztest in ihrer aktuellen Ausgabe.
Die beste Reise im Test bot Dr. Steinfels Sprachreisen. Als einziger Anbieter konnte er im wichtigsten Prüfpunkt, dem Sprachunterricht, mit einem »guten« Ergebnis überzeugen. Eine zweiwöchige Reise nach London kostet bei ihm 2.395 Euro. Neben dem Sprachkurs wird die Unterbringung in einer Gastfamilie mit Halbpension vermittelt, die Kosten für An- und Abreise kommen noch hinzu. Allerdings hätte keiner der Tester je bei Dr. Steinfels gebucht, weil sie vorab am Telefon »mangelhaft« beraten wurden.
Die restlichen sieben Veranstalter bekamen Punktabzüge für die Qualität ihrer Sprachkurse. Finanztest vergab drei Mal die Note »Befriedigend«, vier Mal das Qualitätsurteil »Ausreichend«. Der Grund: In den Business-Englisch-Kursen spielte Berufliches oft nur eine Nebenrolle. Teilweise fielen Themen aus Wirtschaft und Arbeitswelt ganz und gar flach. Überraschend positiv bewerteten die Tester dagegen die Qualität der Privatunterkünfte. Nur mit Veranstalter Elsta machten sie schlechte Erfahrungen.
Neben Großbritannien, Irland und Nordamerika hat die Stiftung Warentest verdeckte Tester nach Malta geschickt. Trotz günstiger Preise ist die Mittelmeerinsel für fortgeschrittene Englischschüler nicht zu empfehlen. Denn Englisch ist dort nur Amtssprache, im Alltag wird Maltesisch gesprochen.
Der ausführliche Test Sprachreisen findet sich in der März-Ausgabe von Finanztest oder im Internet. (22.02.2010, prh)
Zu den Online-Informationen des Sprachreisen-Tests
Verband: Die berufliche Weiterbildung muss jetzt gestärkt werden
Die Folgen der Wirtschaftskrise werden auch in diesem Jahr die deutsche Wirtschat und damit den Arbeitsmarkt belasten. So erwarten Experten in den kommenden Monaten einen deutlichen Anstieg der Firmeninsolvenzen. Vor diesem Hintergrund drängt der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) auf mehr Investitionen in die Weiterbildung von Arbeitnehmern und Arbeitssuchenden.
Studien der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigen, dass die Erhöhung der Qualifikation von Arbeitnehmern Wachstumseffekte für die Wirtschaft nach sich ziehen. Zudem sinkt das Arbeitslosigkeitsrisiko mit steigender Qualifikation. »Wir müssen jetzt durch berufliche Weiterbildung die Qualifikation sowohl von Menschen, die in Arbeit sind als auch von solchen, die Arbeit suchen, erhöhen. Denn insbesondere qualifizierte Menschen setzen Impulse für Innovationen, die die Wirtschaft und Gesellschaft stärken«, erklärt Julia Schier, VDP-Bundesgeschäftsführerin. »Darüber hinaus wirkt die Integration von Erwerbslosen und Benachteiligten in den Arbeitsmarkt durch Qualifizierung dem zunehmenden Fachkräftemangel entgegen«, so Schier weiter.
Für die Integration von Erwerbslosen muss nach Ansicht des VDP sichergestellt werden, dass Arbeitslose gezielte und von ihrer Dauer her angemessene Weiterbildungsmaßnahmen erhalten. »Bei Langzeitarbeitslosen ist eine erfolgreiche Vermittlung in den Arbeitsmarkt häufig nur durch längerfristige berufliche Weiterbildungsmaßnahmen möglich. Zwar liegen hier die Kosten über denen der Kurzzeitmaßnahmen. Aber die nachweisbar höheren Vermittlungserfolge zeigen, dass sich die Investitionen auf lange Sicht rechnen«, so Schier weiter.
Die Untersuchungen des IAB belegen nicht nur, dass Investitionen in eine gute Qualifikation vor Arbeitslosigkeit schützen. Sie hilft darüber hinaus, das Arbeitsvermögen bis zum Rentenalter aufrecht zu halten. So liegt die Arbeitslosenquote bei den 55- bis 64-järigen Geringqualifizierten etwa doppelt so hoch, wie bei gleichaltrigen Arbeitnehmern mit einer beruflichen Qualifikation. (19.02.2010, prh)
siehe auch: Investitionen in Bildung lohnen sich – und zwar noch deutlich mehr als bisher angenommen
Betriebsräte bilden sich weiter
Mitglieder von Betriebsräten bilden sich intensiv weiter. So nahmen allein im Jahr 2008 mehr als 80.000 Mitglieder von Betriebsräten und über 1.600 Arbeitnehmervertreter in Aufsichtsräten an Seminaren für ihre Funktion teil. Gut jedes fünfte Betriebsratsmitglied in Deutschland nutzte damit 2008 ein entsprechendes Bildungsangebot, ergibt eine Untersuchung von Dr. Gertrud Hovestadt im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.
Die Bildungsforscherin befragte gut 50 Anbieter von Seminarangeboten für Arbeitnehmervertreter. Die Studie ist nicht repräsentativ, erlaubt aus Sicht der Forscherin aber Trendaussagen über das Bildungsverhalten von Betriebsräten.
»Die Daten zeigen, dass Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter ein hohes Interesse daran haben, sich für ihre Vertretungstätigkeit zu qualifizieren. Das kommt einer professionellen Arbeit zu Gute«, sagt Dr. Winfried Heidemann, Bildungsexperte der Hans-Böckler-Stiftung. »Kontinuierliche Fortbildung ist für Arbeitnehmervertreter heute aber auch wichtiger denn je, weil die Anforderungen ständig steigen.« Das reflektieren auch die Einschätzungen der befragten Seminaranbieter darüber, welche Themen von Betriesratsmitgliedern künftig stärker nachgefragt werden: Am häufigsten genannt wird »Personalentwicklung«, oft in Verbindung mit »Gesundheit« und »demografischem Wandel im Betrieb«. (19.02.2010, prh)
»Bildung weltweit«: Tor zur Bildungsinformation aus aller Welt
Das Informationsportal »Bildung weltweit« verfügt jetzt über aktuellere und umfassendere Inhalte sowie eine flexiblere und komfortablere Nutzerführung. Grundlage für diesen Schritt nach vorn war die Integration des Portals – ein Angebot des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) – in den Portalverbund des Deutschen Bildungsservers sowie ein technischer und gestalterischer Relaunch.
»Das Portal bietet strukturiert und auf einen Blick ausführliche Fachinformationen zur internationalen Bildungsentwicklung für Forschung und Praxis«, erläutert Gertrude Cseh, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am DIPF und für »Bildung weltweit« zuständig.
Als eine inhaltliche Neuerung trägt »Bildung weltweit« nun unter dem Stichwort »Themen« ausgewählte internationale Informationen zu sieben Bereichen zusammen: Übergreifende Informationen, Elementarbildung, Schule, Berufsbildung, Hochschule, Erwachsenenbildung und Wissenschaft/Forschung. Darüber hinaus haben die Nutzerinnen und Nutzer Zugriff auf zahlreiche Datenbankangebote, darunter BildungsSysteme International, die renommierte FIS Bildung Literaturdatenbank und die Zeitungsdokumentation Bildungswesen. Über diese Datenbanken werden verschiedenste Informationsquellen – Printmedien wie Online-Ressourcen – in einem Angebot zusammengeführt. Dossiers vertiefen Themen und runden das Informationsangebot ab.
Die Seite ist übersichtlich in drei Spalten strukturiert. In der linken Spalte finden sich die Zugänge zu den Themenseiten, den Datenbanken und den Dossiers. In der mittleren Spalte präsentiert das Portal auf der Startseite aktuelle Informationen. Auf den restlichen Seiten befinden sich dort die jeweiligen Inhalte. In der rechten Spalte verlinkt »Bildung weltweit« auf zahlreiche externe Angebote. Die Suche ist jetzt über das gesamte Informationsangebot des Portals möglich. Natürlich lässt sich die Suche aber auch weiterhin auf einzelne Datenbanken, Themen und Bildungsbereiche begrenzen. Die Nutzerführung und Hilfetexte sind auf Deutsch, Englisch und Französisch verfügbar. (18.02.2010, prh)
Österreich: Trotz Wirtschaftskrise kaum Einschnitte bei Weiterbildung
Anlässlich des Tages der Weiterbildung wurden auch in diesem Jahr wieder 500 Personalverantwortliche (Geschäftsführer, HR-Manager, Führungskräfte mit Personalverantwortung) zum Thema Weiterbildung befragt. Die repräsentative Studie, die von Makam Market Research im Januar 2010 im Auftrag der Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung (PbEB) durchgeführt wurde, brachte die nachfolgenden Ergebnisse:
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Trotz Wirtschaftskrise wird auch in diesem Jahr nicht bei der Bildung gespart, 68 % der Unternehmen halten die Weiterbildungsbudgets konstant (2009: 76 %), 8 % reduzieren sie (2009: 5 %) und 13 % geben in diesem Jahr sogar mehr für Weiterbildung aus (2009: 10 %). »Die Wirtschaftskrise macht sich in einigen Bereich auch im Weiterbildungssektor bemerkbar. Allerdings gilt weiterhin: Bei der Fortbildung der Mitarbeiter wird ungern gespart, weil es sich um einen wesentlichen Wettbewerbsfaktor handelt«, interpretiert Dr. Michael P. Walter, Sprecher der Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung, das Ergebnis.
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Gerade in Krisenzeiten nimmt die Bedeutung von Fachqualifikationen zu. Insgesamt 45 % der HR- und Personalverantwortlichen denken, dass berufsbezogene Angebote immer wichtig werden. Im Vergleich dazu messen 17 % der Befragten der Persönlichkeitsbildung steigende Bedeutung bei.
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Dieses Ergebnis deckt sich auch mit der Einschätzung der Unternehmen, welche Schwerpunkte in der Weiterbildung den Unternehmen den größten Konkurrenzvorsprung verschaffen: Während die Bedeutung von Fortbildung in den Bereichen Technik, Produktion, Verkauf und Marketing steigt, sinkt sie in den Bereichen Persönlichkeitsentwicklung, Management und Sprachen. »Wir beobachten, dass in wirtschaftlich schwierigen Phasen die ‚hard facts‘ Vorrang vor ‚soft skills‘ haben«, so PbEB-Sprecher Walter.
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Auch das Thema Förderungen wurde im Rahmen der Studie angesprochen. 60 % der Unternehmen würden demnach mehr Weiterbildung für ihre MitarbeiterInnen anbieten, wenn es höhere Förderungen gäbe. Besonderen Nachholbedarf sieht ein Viertel aller Unternehmen beim Förderangebot für ältere ArbeitnehmerInnen. Vor allem Beschäftige in Klein- und Mittelbetrieben würden von einer Ausweitung der Fördermaßnahmen profitieren. »Die Bemühungen des Einzelnen um Höherqualifizierung müssen durch einen staatlichen Zuschuss unterstützt werden. Bildungskonten sollen bei Banken und Versicherungen eingerichtet werden können. Die dort eingezahlten Mittel sollen mit einer Bildungs-Prämie unterstützt werden, die mindestens so hoch angesetzt ist wie die Höhe des staatlichen Zuschusses zur privaten Pensionsvorsorge«, beschreibt Sprecher Dr. Michael P. Walter die Forderung der Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung.
Österreich: Tag der Weiterbildung am 26.02.2010
Unternehmen setzen weiterhin auf Mitarbeiterqualifizierung, nur wenige Arbeitgeber planen Kürzungen
Trotz anhaltender Wirtschaftskrise kennen Arbeitgeber den Wert von betrieblichen Qualifizierungsmaßnahmen für den Unternehmenserfolg: 2010 wollen daher 48 Prozent der Betriebe in Deutschland mit mehr als 150 Mitarbeitern ihren Weiterbildungsetat unverändert zum Vorjahr beibehalten - 15 Prozent planen sogar, ihr Budget für Fortbildungen weiter auszubauen. Dies ist das Ergebnis der repräsentativen forsa-Studie unter Personalverantwortlichen im Auftrag des ILS Institut für Lernsysteme und der Europäischen Fernhochschule Hamburg (Euro-FH), deren Ergebnisse den beiden Instituten seit heute vorliegen.
Demnach geben lediglich 8 Prozent der Befragten an, für 2010 Kürzungen im Weiterbildungsetat vorzunehmen - zwei Prozentpunkte weniger als 2009. In 27 Prozent der befragten Unternehmen gibt es keinen festen Etat für Weiterbildungen.
Trotz klar erkennbarer großer Wertschätzung von betrieblicher Fortbildung ist an diesen Zahlen auch die aktuelle wirtschaftliche Situation ablesbar: 2009 gaben 20 Prozent der Personalverantwortlichen an, keinen festen Etat für Weiterbildungen zu haben. In diesem Jahr sind es 7 Prozentpunkte mehr. Gerade kleinere Betriebe mit bis zu 300 Mitarbeitern (2010: 34 Prozent ; 2009: 23 Prozent) planen verstärkt, ihr Weiterbildungsbudget flexibel zu halten. »Dieses Ergebnis deckt sich mit unseren Erfahrungen«, so Rainer Paetsch, Senior Projektmanager ILS Professional. »Arbeitgeber wissen, dass die Investition in die Mitarbeiter über die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens entscheidet, doch der Einsatz von Qualifizierungsmaßnahmen wird individueller geplant, ebenso steigen die Ansprüche an die Effizienz einer Fortbildung.« Fernlernen als zeit- und kosteneffiziente Fortbildungsmethode gewinnt daher immer stärker an Relevanz: Hier entfallen Zeitaufwand und Kosten für Anreisen, zudem können fernunterrichtsbasierte Weiterbildungen flexibel in den Arbeitsalltag der Unternehmen integriert werden.
Die repräsentative Umfrage unter Arbeitgebern zu verschiedenen Aspekten der berufsbegleitenden Weiterbildung führen ILS und Euro-FH bereits zum fünften Mal in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut forsa durch. Befragt werden jährlich 300 Personalverantwortliche in Unternehmen mit mehr als 150 Mitarbeitern. In diesem Jahr wurden unter anderem die Bedeutung des Abiturs für den beruflichen Aufstieg, die Ansprüche an Personalentwicklungsmaßnahmen sowie die Bewertung der neuen Studienabschlüsse Bachelor und Master abgefragt. (09.02.2010, prh)
Saarland: Arbeitskammer sieht Bildungsfreistellung in Gefahr
Die Arbeitskammer des Saarlandes (AK) sieht im Gesetzentwurf der Landesregierung zum Bildungsfreistellungsgesetz einen weiteren Schritt zur Aushöhlung der bestehenden Regelung. »Sollte das Gesetz so den Landtag passieren, wird das Angebot an Weiterbildung noch weiter zurückgehen«, sagt der AK-Vorstandsvorsitzende Hans Peter Kurtz.
Der erneuten Änderung des Bildungsfreistellungsgesetzes liegt ein 2006 eingeleitetes Vertragsverletzungsverfahren der EU gegen die Landesregierung zugrunde. Es geht darum, dass im Saarländischen Weiterbildungs- und Bildungsfreistellungsgesetz bisher ausschließlich von Bildungsanbietern aus dem Saarland die Rede war.
Die im nun angelaufenen Novellierungsverfahren vorgesehene Einführung eines zertifizierten Qualitätsmanagementsystems stelle viele Weiterbildungsanbieter vor enorme organisatorische, vor allem aber finanzielle Probleme. Zudem bilde eine Zertifizierung lediglich Prozesse ab, sage aber nichts über die inhaltliche Qualität des Bildungsangebotes aus, stellt Hans Peter Kurtz fest.
Aus diesem Grund fordert der AK-Vorstandsvorsitzende die Landesregierung auf, die im Anhörungsverfahren des Wirtschaftsausschusses von nahezu allen Sachverständigen geäußerte Kritik ernst zu nehmen und das Zertifizierungsverfahren zu streichen. (09.02.2010, prh)
Vergleiche: Saarland: Änderungen des Weiterbildungsrechts heftig umstritten
Weiterbildungsmarkt stabilisiert sich, Qualitätsansprüche steigen aber während der Krise
Unternehmen möchten trotz wirtschaftlicher Turbulenzen ihre Mitarbeiter weiterbilden. Sie nutzen freie Kapazitäten, die durch geringe Auslastungen entstehen, für die Qualifizierung der Belegschaft. Doch die Ansprüche der Firmen an die Qualität und Effizienz von Trainings wachsen.
Aktuelle Studien belegen: Neben Führung und Kommunikation halten Unternehmen die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter für das wichtigste Handlungsfeld in der Krise. Dennoch leiden viele Trainer und Weiterbildungsanbieter unter den Folgen der Rezession. Zum einen decken Unternehmen ihren Qualifizierungsbedarf intern ab. Zum anderen stellen sie höhere Ansprüche an Weiterbildungen.
»Von Oktober 2008 bis Juli oder August 2009 war die Krise im Weiterbildungsbereich deutlich spürbar«, erläutert Gianni Liscia vom Deutschen Verband für Coaching und Training e.V. (dvct) und verweist auf Auftragsrückgänge bei vielen Weiterbildungsanbietern.
Nicht nur bei der Auswahl, sondern auch beim Nutzen der Weiterbildung nehmen es die Betriebe heute genauer. Die Betriebe wollten wissen, ob sich Weiterbildung rechnet und was sie unterm Strich tatsächlich bringt, so Gianni Liscia. Dennoch zeichne sich derzeit ein Streif am Horizont ab: »Insgesamt wird sich der Markt für Weiterbildung in diesem Jahr sicher weiter stabilisieren, auch wenn es wohl noch eine Weile dauern wird, bis wir den Stand von 2007/2008 wieder erreicht haben«, prognostiziert der dvct-Verbandsvertreter.
Nach einer Pressemeldung der Personal 2010 (08.02.2010, prh)
Saarland: Änderungen des Weiterbildungsrechts heftig umstritten
Die SPD-Landtagsfraktion hat die Landesregierung aufgefordert, den Gesetzentwurf zum Bildungsfreistellungsgesetz zu verändern. Dies meldet der Saarländische Rundfunk und verweist dabei auf die Abgeordnete Isolde Ries, nach deren Angaben sich in der gestrigen Anhörung des Wirtschaftsausschusses die meisten Verbände gegen eine Zertifizierung von Bildungseinrichtungen ausgesprochen haben.
Die Verbandsvertreter hätten argumentiert, dass die inhaltliche Arbeit wichtiger als eine Prozessbeschreibung sei. Wörtlich heißt es in der Meldung, »seit 2003 (fände) im Saarland kaum noch Weiterbildung statt«, so die Verbände.
Auch die Linke im Saarländischen Landtag tritt für Änderungen im Weiterbildungs- und Bildungsfreistellungsgesetz ein. »Mit dem jetzigen Gesetzgebungsverfahren ist eine weitere Schwächung der Bildungsfreistellung und Weiterbildung eingetreten«, heißt es in einer Erklärung. Darin seien sich überraschend fast alle Experten von Kammern und Verbänden einig. Insbesondere der paritätisch besetzte Landesausschuss für Weiterbildung mit seinen bewährten Kompetenzen, den die Landesregierung für »entbehrlich« halte, müsse dringend beibehalten werden.
Der Gesetzentwurf soll am Mittwoch im Landtag verabschiedet werden. (05.02.2010, prh)
Saarland: Weiterbildungsgesetz wird nach EU-Kritik ergänzt
Meldung des Saarländischen Rundfunks vom 04.02.2010
Schweiz: Arbeitende Frauen finanzieren ihre Weiterbildung zu 60 Prozent selbst
Mit dem ersten nationalen Bildungsbericht verfügt die Schweiz über eine neue Grundlage für die Bildungspolitik. Die Autoren des heute vorgestellten Berichts geben keine direkten Handlungsanweisungen für die Bildungspolitik. Sie kommen aber zu verschiedenen Befunden, die nun Bund und Kantone in Zusammenarbeit mit weiteren Bildungskreisen auswerten sollen.
Eines dieser Ergebnisse bezieht sich auf geschlechtsspezifische Unterschiede in der Weiterbildungsförderung. Dabei kommt der Bericht zu dem Ergebnis, dass erwerbstätige Frauen ihre Weiterbildung zu 60 Prozent selbst finanzieren, während die Männer nur für ein Drittel selbst aufkommen müssen. Diese Ungleichbehandlung der Geschlechter könne nicht wirklich mit objektiven Tatbeständen erklärt werden, heisst es, weshalb davon ausgegangen werde, dass es sich hier um Diskriminierung und eine Verletzung der Chancengleichheit handele.
(04.02.2010, prh)
siehe auch: Bildungsmonitoring Schweiz: Erster schweizerischer Bildungsbericht vorgelegt
Bildungsbericht bestellen (gebührenpflichtig: 60 Schweizer Franken)
Bildungsprämie: SPD fordert Evaluierung
Mit dem Ziel, die Weiterbildungsbeteiligung von ca. 43 Prozent auf 50 Prozent bis 2015 zu steigern und den drohenden Fachkräftemangel abzumildern, hat die Bundesregierung in ihrer Qualifizierungsinitiative »Aufstieg durch Bildung« im Januar 2008 zur Förderung der individuellen beruflichen Weiterbildung das Instrument der »Bildungsprämie«, mit seinen drei Komponenten Weiterbildungsprämie, Weiterbildungssparen und Weiterbildungsdarlehen, auf den Weg gebracht.
Auf eine Evaluierung dieses Instruments der Bildungsprämie dringt die SPD-Fraktion. Ihre Bestandteile seien als »kleine Maßnahme zur Steigerung der Weiterbildungsbeteiligung« eingeführt worden, doch habe es »berechtigte Zweifel« an ihrer Wirksamkeit gegeben, schreibt die Fraktion in einer Kleinen Anfrage.
Die Abgeordneten erkundigen sich darin unter anderem nach der Anzahl der bislang ausgestellten Prämiengutscheine, nach den in die Bildungsprämie geflossenen Mitteln und nach der inhaltlichen Ausrichtung der Weiterbildungsmaßnahmen. Darüber hinaus interessiert sich die Fraktion auch dafür, wie die Bundesregierung die Bildungsprämie insgesamt bewertet und wie diese in Zukunft weitergeführt werden soll. (04.02.2010, prh)
Kleine Anfrage (PDF, 4 Seiten)
Vergleiche: Bildungsprämie wirkt: Interesse an Weiterbildung nimmt deutlich zu

