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ALG-II-Empfänger bekommen immer weniger Weiterbildung

Seit Jahren bewilligen die Arbeitsagenturen immer weniger Weiterbildung für Hartz-IV-Empfänger. Die Frankfurter Rundschau (FR) beleuchtet in ihrer Onlineausgabe vom 22. Mai 2013 die Folgen dieser Sparpolitik.

Die Neueintritte in geförderte Qualifizierungsmaßnahmen lagen im April bei nur noch 22.900 Fällen - gegenüber April 2010 ein deutlicher Rückgang von 9.700. Ein Trend, der sich seit langem fortsetzt: noch im Monat zuvor waren es 14.450 Personen, denen eine berufliche Weiterbildung bewilligt wurde.
 
In dem FR-Artikel wird herausgestellt, dass in dem gleichen Zeitraum zwar auch die Arbeitslosenzahl insgesamt rückläufig war, die der erwerbslosen Hartz-IV-Bezieher jedoch erheblich wenig sank. Dieses Ungleichgewicht ist auch für Arbeitsmarktforscher, wie dem IAQ-Direktor Gerhard Bosch, »völlig unverständlich«. Wie er gegenüber der FR betonte, ist jede berufliche Qualifizierung, die zu einem Berufsabschluss führe, dazu geeignet, Arbeitsmarktchancen zu erhöhen. Vor allem für Menschen ohne Berufsausbildung könnte eine Nachqualifizierung ein wichtiger Schritt gegen den Fachkräftemangel sein.
 
Auch andere Wissenschaftler nehmen in dem FR-Artikel deutlich Stellung gegen die Kürzungen im Bereich der Weiterbildungsförderung. So könne man zwar kurzfristig Geld sparen, meinte der IMK-Direktor Gustav Horn, doch würden sich Investitionen in die Bildung langfristig lohnen.
(22.05.2013, prh)

Zum vollständigen FR-Artikel

 

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