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Studie: Frühpädagogische Fachkräfte qualifizieren sich weiter

Weiterbildungen sind weit verbreitet aber kurz
 
Weiterbildung steht bei Frühpädagogischen Fachkräften hoch im Kurs: 96 Prozent von rund 4.600 Befragten in Kindertageseinrichtungen haben eigenen Angaben nach in den letzten zwölf Monaten eine Fortbildung besucht. Die meisten davon dauerten jedoch höchstens drei Tage. Nur ein Viertel nahm an längeren Weiterbildungen teil.
 
Einer der Gründe dafür ist die dünne Personaldecke: Mehr als die Hälfte der Befragten beklagt, dass Ausfälle durch Weiterbildungen kaum ausgeglichen werden können. Dies geht aus einer im Jahr 2009/10 bundesweit durchgeführten Befragung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) unter Leitungen und Fachkräften in Kindertageseinrichtungen hervor.

Mehr Qualität, Familienfreundlichkeit und Eingehen auf Kitas gefordert

Während die Zufriedenheit mit Inhalten, Methodik und Organisation der Weiterbildung groß ist, fordert rund die Hälfte der Befragten mehr Qualität, mehr Familienfreundlichkeit sowie eine stärkere Berücksichtigung der Bedarfe von Kindertageseinrichtungen. Das sind zum Beispiel die Themen »Integration von Kindern mit geistigen, körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen«, »Zusammenarbeit mit Eltern« und »die Wahrnehmung von Kindeswohlgefährdungen«.

Was fehlt, sind Aufstiegschancen und höherer Verdienst

Kritisch sieht ein Großteil der Frühpädagogischen Fachkräfte insbesondere den persönlichen Nutzen von Weiterbildungen: 84 Prozent der Befragten fordern, die Anerkennung erworbener Zusatzqualifikationen durch Aufstiegschancen, die Anrechnung auf ein Studium oder durch höheren Verdienst zu verbessern.

Die bundesweite Befragung in Kindertageseinrichtungen ist ein wichtiger Bestandteil des Forschungsprogramms der WiFF zur Vermessung der Frühpädagogischen Weiterbildungslandschaft. Zentrale Ergebnisse wurden in der WiFF-Studie »Qualifikationen und Weiterbildungen frühpädagogischer Fachkräfte« von Karin Beher und Michael Walter veröffentlicht.
(06.06.2012, prh)

 

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