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Umfrage: Personalmanager setzen auf (Weiter-)Bildung

Lebenslanges Lernen und ein hochwertiges, durchlässiges und möglichst frühzeitig einsetzendes Bildungssystem sind die zur langfristigen Fachkräftesicherung am besten geeigneten Maßnahmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Kurzumfrage der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e.V. (DGFP). An der Online-Befragung unter DGFP Mitgliedsunternehmen haben im August dieses Jahres 91 Personalmanager teilgenommen.

Mit Blick auf die Fachkräftesicherung Erfolg versprechend ist nach Einschätzung der befragten Personalmanager außerdem eine stärkere Erwerbsbeteiligung von Frauen und von älteren Arbeitnehmern. Bei der qualifizierten Zuwanderung unterscheiden die Befragten zwischen Fachkräften aus der EU und Fachkräften aus Drittstaaten: Während 67 Prozent die Meinung vertreten, dass die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte aus der EU gut geeignet ist, langfristig ein ausreichendes Angebot an Fachkräften zu sichern, halten nur 32 Prozent die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten für eine zur Fachkräftesicherung gut geeignete Maßnahme.

Obwohl – oder gerade weil? - die qualifizierte Zuwanderung aus Nicht-EU-Staaten in der Liste der Lösungsansätze auf dem letzten Platz liegt, erhoffen sich die befragten Personalmanager hier Erleichterungen: 69 Prozent wünschen sich, dass ausländische Absolventen deutscher Hochschulen ein unbefristetes Bleiberecht erhalten, sobald sie einen Arbeitsplatz haben. 65 Prozent sind der Ansicht, dass das Mindesteinkommen, das einwanderungswillige Fachkräfte nachweisen müssen, herabgesetzt werden soll. Ebenso viele Personalmanager fordern, die Bewertung und Anerkennung im Ausland erworbener Qualifikationen zu vereinfachen. Und 60 Prozent wünschen sich ein Punktesystem für qualifizierte Zuwanderung nach dem Vorbild Australiens und Kanadas.

Die Mehrheit der befragten Personalmanager ist sich der eigenen Verantwortung für das Gelingen qualifizierter Zuwanderung bewusst: 81 Prozent können sich vorstellen, zugewanderten Fachkräften einen Paten bzw. Mentor zur Seite zu stellen. 73 Prozent würden Unterstützung bei der Wohnungssuche anbieten. Für 70 Prozent sind Sprachkurse und für 66 Prozent sind interkulturelle Trainings für die Zuwanderer denkbar. Insgesamt erwägen 56 Prozent die gezielte Rekrutierung von Fachkräften aus dem Ausland.

Zum Hintergrund der Befragung

- Zu der Online-Befragung waren 1061 Personalmanager aus DGFP Mitgliedsunternehmen eingeladen worden. 91 Personalmanager nahmen an der Umfrage teil (9 Prozent).

- Die Befragung wurde im Zeitraum vom 27. Juli bis zum 5. August 2011 durchgeführt.

- An der Umfrage haben Personalmanager aus Unternehmen aller Größenklassen teilgenommen (12 Prozent unter 500 Mitarbeiter; 13 Prozent 500 bis 999 Mitarbeiter; 38 Prozent 1.000 bis 2999 Mitarbeiter; 24 Prozent 3.000 bis 9999 Mitarbeiter; 13 Prozent 10.000 und mehr Mitarbeiter). Auch alle Branchen sind in der realisierten Stichprobe repräsentiert (Produktion: 51 Prozent; Dienstleistung: 31 Prozent; Handel: 7 Prozent; Öffentliche Verwaltung: 1 Prozent und Sonstige: 10 Prozent).

Quelle: Nach einer DGFP-Pressemeldung (06.10.2011, prh)

Zur vollständigen Meldung

Ergebnisdarstellung der Umfrage

 

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