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Neues Konzept der Schulleiter*innenfortbildung im Saarland

Klassenzimmer

Der erste Durchgang der Werkstatt »Schule leiten« wurde im Saarland mit überwältigend positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden abgeschlossen. Dies belegt eine wissenschaftliche Evaluation der Universität Potsdam, die gestern vom saarländischen Bildungsminister Ulrich Commerçon und der Staatssekretärin Christine Streichert-Clivot vorgestellt wurde.

Das Saarland war das erste Bundesland, das gemeinsam mit der Deutschen Schulakademie diesen neuen Weg bei der Schulleiterfortbildung eingeschlagen hat. Die Werkstatt ergänzt die Anstrengungen des Bildungsministeriums für eine nachhaltige Schul- und Unterrichtsentwicklung. Derzeit laufen die zweite und dritte Runde.

Ulrich Commerçon: »Mit den Ergebnissen der Evaluation bin ich hochzufrieden, sie beweisen, dass wir mit der Werkstatt ‚Schule leiten‘ unsere Schulleiterinnen und Schulleiter weiter qualifizieren und fit für Führungsaufgaben machen. Angesichts der großen Herausforderungen, vor denen unsere Schulen stehen, brauchen wir mehr denn je hervorragend qualifizierte Lehr- und Führungskräfte. Die Werkstattreihe ist zugleich eine gelungene Kooperation mit der Deutschen Schulakademie«.

Christine Streichert-Clivot: »Im ersten Durchgang haben sich 17 Schulen mit dem Schulleiter und einem weiteren Schulleitungsmitglied aus allen allgemeinbildenden Schulformen an der zweijährigen Fortbildung beteiligt und ein Reformvorhaben an ihren Schulen entwickelt und umgesetzt. Das zeigt das große Interesse für das Projekt, und zeigt auch, wie hochengagiert und professionell unsere Führungskräfte ihre Arbeit in ihren Schulen anpacken. Diese Form der schulformübergreifenden Zusammenarbeit wird von den Teilnehmenden als sehr wichtig eingeschätzt«.

Ein Team um Prof. Dr. Dirk Richter, Erziehungswissenschaftler von der Universität Potsdam, evaluierte den ersten Durchgang der Werkstatt »Schule leiten« im Saarland. Das Ergebnis der Untersuchung: Die Rückmeldungen der Teilnehmer*innen sind überwältigend positiv. Die Werkstatt wird als qualitativ hochwertig und gewinnbringend bewertet. Durch die Fortbildung konnten die eigenen Führungskompetenzen weiterentwickelt und die Schule positiv verändert werden.

Die wissenschaftliche Begleitung durch das Team um Prof. Dr. Richter umfasst auch die beiden derzeit laufenden Durchgänge der Werkstatt »Schule leiten« und soll weitere Erkenntnisse zur Wirksamkeit der Fortbildung liefern.

»Die Deutsche Schulakademie bietet mit der Werkstatt ‚Schule leiten‘ ein innovatives Fortbildungsformat an, in dem konkrete Reformprojekte der teilnehmenden Schulleitungen im Mittelpunkt stehen«, sagte dazu Dr. Roman Rösch, Geschäftsführer der Deutschen Schulakademie. »Die guten Ergebnisse der Evaluation zeigen, dass unser Ansatz, gute Praxis in die Breite zu tragen, erfolgreich ist«.

Die Untersuchung der Universität Potsdam zeigt, dass die teilnehmenden Schulleitungen durch die Arbeit an konkreten Reformvorhaben neu Gelerntes sofort in ihren Schulalltag integrieren können. Umgekehrt fließen Erwartungen und Entwicklungsbedarfe aus der jeweiligen Schulpraxis direkt in die Arbeit der Werkstatt ein. Positiv werden von den Teilnehmenden die Expertise der Trainer*innen und der professionelle Methodenmix bei den Fortbildungen bewertet. Hervorgehoben werden auch die vielen Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch untereinander wie auch die Beteiligung von Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises mit ihren Erfahrungen guter Praxis: Voneinander und miteinander lernen, wie es noch besser geht – das bietet die Werkstatt »Schule leiten« den Schulleitungen.

Neues Konzept der Schulleiter*innenfortbildung im Saarland
Commerçon: »Kaum ein Berufsbild hat in den letzten Jahren einen derartigen Wandel erfahren, wie das der Schulleitung. ‚Schule leiten‘ ist zu einem eigenständigen, anspruchsvollen Beruf geworden, mit dem zahlreiche neue Aufgaben und Herausforderungen verbunden sind. Schulleitung heute bedeutet Führung und Management in den Bereichen Personal, Unterricht und Erziehung sowie Organisation und Qualitätsentwicklung«. Um den enorm gestiegenen Anforderungen an die Leitungskompetenz von Schulleiter*innen Rechnung zu tragen, hat das Landesinstitut für Pädagogik und Medien ein erweitertes Qualifizierungskonzept erstellt. Dieses umfasst sowohl eine Vorbereitung von Lehrkräften bereits im Vorfeld der Übernahme einer schulischen Führungsposition als auch eine Begleitung derer, die neu die Leitung einer Schule übernommen haben. Daran schließt sich eine professionelle Berufsbegleitung für Schulleiterinnen und Schulleiter an, die vor allem durch die Werkstatt »Schule leiten« in Kooperation mit der Deutschen Schulakademie gestaltet wird. Auf der Grundlage der neuesten Erkenntnisse der Schulwirksamkeitsforschung soll das neue Qualifizierungskonzept die Schulleitungen dazu befähigen, ihre Schule professionell zu leiten, aber auch im Sinne einer »lernenden Organisation« pädagogisch weiterzuentwickeln.

Hintergrund
Die Deutsche Schulakademie gGmbH, eine Einrichtung von Robert Bosch Stiftung und Heidehof Stiftung, ist eine bundesweit aktive und unabhängige Institution für Schulentwicklung und Lehrerfortbildung mit Sitz in Berlin. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Modelle ausgezeichneter Praxis aus mehr als zehn Jahren Deutscher Schulpreis mit Hilfe von Wissenschaftler*innen aufzubereiten und in die Breite zu tragen. Dabei wendet sie sich mit ihren Angeboten an alle Schulen in Deutschland. Die Deutsche Schulakademie organisiert innovative Fortbildungen und gestaltet umfangreiche Schulentwicklungsprogramme, stellt Materialien über gute Schulpraxis zur Verfügung und berät zu Fragen der Schul- und Unterrichtsentwicklung.

  (02.04.2019, prh)

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