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Weiterbildung und Digitales Lernen heute und in drei Jahren

»Mobile Learning« entwickelt sich in deutschen Unternehmen zur tragenden Säule des digitalen Lernens – neben »Blended Learning«, dem auch künftig die größte Bedeutung für die betriebliche Weiterbildung attestiert wird. Das ist eines der Ergebnisse der jährlichen Expertenbefragung »MMB Learning Delphi«, die vom MMB-Institut im Frühjahr 2011 bereits zum sechsten Mal durchgeführt wurde.

In diesem Jahr haben sich 76 Expertinnen und Experten an der Online-Befragung beteiligt – ein neuer Teilnehmerrekord. Zu den Befragten gehören E-Learning-Dienstleister und -Anwender, Forscher und Berater ebenso wie Vertreter von öffentlichen Einrichtungen und Medien. Zum mittlerweile sechsten Mal schätzen die Teilnehmer ein, wie der Stand der betrieblichen Weiterbildung und des digitalen Lernens heute ist – und wie die Entwicklung in drei Jahren aussehen wird. Die große Beteiligung ermöglicht es in diesem Jahr erstmals, die Gruppe der E-Learning-Dienstleister gesondert zu betrachten.

Ein zentrales Ergebnis der Experteneinschätzung: Unternehmen werden auch künftig auf die Mischung von traditioneller Weiterbildung und E-Learning setzen. »Blended Learning« führt wie in den Vorjahren die Liste der erfolgversprechenden Lernformen an. Dahinter konnte sich auf Anhieb die 2011 neu aufgenommene Kategorie »Mobile / Apps« auf dem zweiten Rang platzieren. Mobile Lernformen gelten drei Viertel der befragten Experten als Erfolg versprechende Lerntechnologien.

Auch bei der Frage nach den kommerziell besonders Erfolg versprechenden Szenarien nehmen »Blended Learning« und »Mobile Learning« wieder die Spitzenplätze ein. Dagegen schneiden Micro-Blogging-Dienste gerade in wirtschaftlicher Hinsicht wie in den Vorjahren sehr schlecht ab. Insgesamt wird Web 2.0 Anwendungen auch im Jahr 2011 nur geringes wirtschaftliches Potenzial attestiert.

Die Experten wurden auch wieder gebeten, spontan E-Learning-Trends ohne Vorgabe zu nennen. Der mit Abstand wichtigste Zukunftstrend ist danach »Mobile Learning«. Ebenfalls eine große Zukunft wird »Social Media« beigemessen, gefolgt von »Game Based Learning / Serious Games« (Platz 3 der Trendliste).

Bei der Bewertung von Szenarien für die Weiterbildung im Jahr 2014 setzen die Befragten besonders große Erwartungen in »Cloud-basierte Lerndienstleistungen«. Auch der Trend zu »Open-Source-Lösungen« für das betriebliche Lernen hat sich gegenüber den Vorjahren deutlich verstärkt.

Mittlerweile zum festen Fragenkatalog gehört die Frage nach den Zielgruppen für das digitale Lernen. Auf Platz 1 der Top-Zielgruppen für die E-Learning-Wirtschaft liegen nach wie vor Großunternehmen. Allerdings können KMU (kleine und mittlere Unternehmen) den zweiten Platz unter den wichtigsten Zielgruppen auch in diesem Jahr wieder bestätigen. »B2C-Strategien«, also der Gewinnung von individuellen Kunden, werden nach wie vor kaum Erfolgsaussichten attestiert. So landet die Zielgruppe der Selbständigen und Freiberufler 2011 noch hinter dem Handwerk auf dem letzten Platz.

  (29.06.2011, prh)

Ergebnisse der Trendstudie (PDF, 30 Seiten)

 

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