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Umfrage in deutschen Unternehmen: Mehrheit schätzt Weiterbildung in der Praxis

Knapp 600 Teilnehmer haben an der im April gestarteten Umfrage »Weiterbildung in deutschen Unternehmen« teilgenommen. Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, der Arbeitgeberverband HESSENMETALL und die IGS Organisationsberatung hatten zusammen mit den Medienpartnern Frankfurter Rundschau und Wirtschaftszeitung AKTIV dazu aufgerufen. Die Ergebnisse sind zwar nicht repräsentativ, werfen aber interessante Schlaglichter auf die gängige Weiterbildungspraxis.

»Da auf Dauer jeder Arbeitnehmer bis 67 an Bord bleiben soll, wird die laufende Weiterbildung noch viel entscheidender werden, sich aber auch deutlich verbessern müssen«, sind sich die Initiatoren der Umfrage Rouven Schellenberger (Frankfurter Rundschau), Markus Schmitz (igs), Charlotte Venema (VhU) und Ulrich von Lampe (AKTIV) einig:

Noch ein steiniger Weg zur Rente mit 67: Knapp die Hälfte der Arbeitnehmer erwartet, zwischen 60 und 63 Jahren in den Ruhestand zu gehen. Diese Lebensplanung entspricht nicht dem heraufgesetzten Renteneintrittsalter, der demografischen Entwicklung und der längeren Lebensarbeitszeit. Es hat folglich noch kein Umdenken in diesem Punkt stattgefunden.

Weiterbildung ist dennoch der Schlüssel zur Fachkräftesicherung: Über 80 Prozent der Arbeitnehmer glauben, dass Weiterbildung dazu beitragen kann, den Fachkräftebedarf zu decken. Außerdem wurde die Ebene der Sacharbeiter bzw. Arbeiter sowie die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zwischen 30 und 50 Jahren als bisherige Hauptzielgruppen von Weiterbildung identifiziert.

Mehrheit hält aktuelle Weiterbildungsangebote der Arbeitgeber für irrelevant: 55 Prozent der Arbeitnehmer fühlen sich von den Weiterbildungsangeboten ihrer Arbeitgeber nicht angesprochen. Dabei wurden vor allem die Inhalte als nicht relevant eingestuft.

Informelle Weiterbildung in der Praxis vorgezogen: Über 70 Prozent der Arbeitnehmer haben in den letzten fünf Jahren neue berufliche Fähigkeiten, Kompetenzen oder Fertigkeiten erworben. Dabei ist der wichtigste Lernort der Arbeitprozess selbst. Weiterbildung in Seminaren steht für den Erwerb neuen Wissens erst an zweiter Stelle. So ist eine verstärkte Entwicklung von informellen Lernprozessen in Unternehmen zu verzeichnen.

QUELLE: Pressemitteilung der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände

Redaktionelle Anmerkung:
Bei den Ergebnissen sticht ein Faktor besonders ins Auge: dass sich nämlich fast 55 Prozent der Befragten durch die betrieblichen Weiterbildungsangebote nicht angesprochen fühlen, weil sie diese beispielsweise entweder für die eigene Tätigkeit für irrelevant halten (43,1 %) oder den Eindruck haben, sie zielten auf eine andere Altersgruppe ab (29,3 %). Folgerichtig treten auch 75 von 240 Antwortenden für eine »passende (systematische, individuelle, bedarfs-/tätigkeits-/berufsspezifische) Weiterbildung (dabei Mitsprache der AN, Realitätsbezug)« ein.

  (05.10.2011, prh)

Gesamtergebnis einer Online-Befragung unter Mitarbeitern deutscher Unternehmen (PDF, 9 Seiten)

 

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