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EU fördert Digital- und Schlüsselkompetenzen

EU KOMMISSION5

Neue Maßnahmen zur Förderung von Schlüssel- und Digitalkompetenzen sowie der europäischen Dimension im Bildungswesen 

Als Folgemaßnahme des EU-Gipfels von Göteborg hat die Europäische Kommission gestern neue Initiativen zur Verbesserung der Schlüssel- und Digitalkompetenzen der EU-Bürgerinnen und -Bürger sowie zur Förderung gemeinsamer Werte und zur Sensibilisierung von Schülerinnen und Schülern für die Arbeitsweise der Europäischen Union beschlossen. Es ist erst zwei Monate her, seit dem die europäischen Staats- und Regierungschefs im November 2017 auf ihrem Gipfeltreffen in Göteborg über die Themen allgemeine und berufliche Bildung Themen sowie Kultur diskutiert haben. Die neuen Vorschläge sollen die sozioökonomischen Ungleichheiten verringern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit fördern, um so ein geeinteres, stärkeres und demokratischeres Europa zu schaffen.

Die Kommission schlägt die folgenden drei Initiativen vor:

1. Empfehlung des Rates zu Schlüsselkompetenzen für lebensbegleitendes Lernen: Auf der Grundlage der 2006 beschlossenen Empfehlung zu Schlüsselkompetenzen für lebensbegleitendes Lernen enthält dieser Vorschlag wichtige neue Ideen für die Anpassung an die rasche Entwicklung in den Bereichen Unterricht und Lernen. Er zielt darauf ab, den lebenslangen Ausbau der Schlüsselkompetenzen von Menschen aller Altersgruppen zu verbessern und den Mitgliedstaaten Leitlinien an die Hand zu geben, damit sie dieses Ziel erreichen können. Einen besonderen Stellenwert besitzt die Förderung des Unternehmergeists und einer innovationsorientierten Einstellung, damit alle ihr persönliches Potenzial und ihre Kreativität entfalten Eigeninitiative entwickeln können. Darüber hinaus empfiehlt die Kommission Schritte zur Förderung von Kompetenzen in den Bereichen Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik, damit mehr junge Menschen motiviert werden können, einen entsprechenden Beruf zu ergreifen. Die heute vorgelegten Vorschläge sind auch als Beitrag zur dringend benötigten Verbesserung der europäischen Bildungssysteme und damit zur Lösung der vielen Probleme gedacht, die in der letzten PISA-Studie zutage getreten sind. Generell werden die Maßnahmen den Mitgliedstaaten dabei helfen, Lernende besser auf die sich wandelnden Arbeitsmärkte und für ein aktives bürgerschaftliches Engagement in einer von Diversität geprägten, mobilen, digitalen und globalisierten Gesellschaft vorzubereiten.

2. Im Aktionsplan für digitale Bildung wird dargelegt, wie die EU den Bürgerinnen und Bürgern Europas sowie den Bildungseinrichtungen und -systemen dabei helfen kann, mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen unseres durch den raschen digitalen Wandel geprägten Gesellschaft zurechtzukommen, nämlich durch

  • bessere Nutzung digitaler Unterrichts- und Lerntechnologien;
  • Entwicklung der digitalen Kompetenzen und Fertigkeiten, die für das Leben und Arbeiten in einem Zeitalter des digitalen Wandels benötigt werden und
  • Verbesserung der allgemeinen und beruflichen Bildung durch bessere Datenanalyse und -antizipierung.

U.a. sehen die Initiativen vor, Schulen bei der Ausstattung mit Hochgeschwindigkeits-Breitbanddiensten zu unterstützen, ein neues Tool für Schulen zur Selbstbewertung in Bezug auf den Einsatz von Unterrichts- und Lerntechnologien (SELFIE) fortzuentwickeln und eine Kampagne zur Sensibilisierung für Online-Sicherheit, Medienkompetenz und Cyberhygiene durchzuführen.

3. Empfehlung des Rates über gemeinsame Werte, inklusive Bildung und die europäische Dimension von Unterricht und Lehre: Diese Initiative enthält Vorschläge für Möglichkeiten der Unterstützung junger Menschen, damit sie Bedeutung der in Artikel 2 des Vertrages über die Europäische Union verankerten gemeinsamen Werte besser verstehen und sich für sie engagieren. Sie zielt darauf ab, den sozialen Zusammenhalt zu stärken und einen Beitrag zur Bekämpfung von Populismus, Fremdenfeindlichkeit, spalterischem Nationalismus und die Zunahme von Fake News zu leisten. Der Vorschlag stärkt auch die inklusive Bildung, um so eine gute Bildung für alle Schülerinnen und Schüler sowie die europäische Dimension im Unterricht zu fördern, damit Kinder sich auch Wissen über das gemeinsame Erbe Europas und Diversität aneignen und über die Arbeitsweise der EU Bescheid wissen. Um diese Ziele zu erreichen, wird die Kommission Maßnahmen ergreifen, damit mehr virtuelle Austausche zwischen Schulen stattfinden können, insbesondere mithilfe des erfolgreichen e-Twinning-Netzwerks; auch Mobilitätsprojekte im Schulbereich sollen aus dem Erasmus+-Programm gefördert werden.



(18.01.2018, prh)

siehe auch: »Initiativen im Bereich Bildung« (PDF, 4 Seiten)

 

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