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Europäischen Unternehmen fällt die Auswahl von Weiterbildungen für Führungskräfte schwer

FinancialTimes

Die meisten Unternehmen in Europa investieren eher in die Weiterentwicklung der eigenen Führungskräfte als in Neueinstellungen. Ziel ist es, durch Corporate Learning Veränderungen herbeizuführen, Innovationen voranzutreiben und die wirtschaftliche Perspektive zu verbessern.

Das ist das Ergebnis einer unabhängigen Studie der IE Corporate Learning Alliance unter 600 führenden Wirtschaftsunternehmen in Europa, darunter 100 in Deutschland. Befragt wurden Personalchefs und HR-Verantwortliche aus Unternehmen, die in den vergangenen fünf Jahren Weiterbildungsmaßnahmen für Führungskräfte durchgeführt haben.

Mehr als die Hälfte der Unternehmen setzt auf die berufliche Fortbildung seiner Führungskräfte: 57 % der Befragten erachten dies als die beste Investition, um Betriebsergebnisse zu verbessern. Als positive Folgen wurden Mitarbeiterzufriedenheit und Betriebstreue (74 %) sowie Mitarbeiterengagement (73 %) hervorgehoben, danach folgen Kundenzufriedenheit (69 %) und die Verbesserung der Erträge beziehungsweise des Gewinns (64 %). Bei den Inhalten setzen die Unternehmen auf Fortbildung in den Bereichen Kundenbindung (58 %), Strategie und Planung (58 %), Erfolgreiche Innovation (55 %), Führungsfähigkeiten (55 %) und Strategieumsetzung (54 %).

Die Ergebnisse im Ländervergleich zeigen: Vor allem die deutschen Unternehmen räumen ihren Fortbildungsprogrammen eine besonders hohe Bedeutung ein. Die Führungskräfte haben das große Potenzial, das in der Mitarbeiterfortbildung für die Unternehmen steckt, erkannt. 34 %Prozent der deutschen Führungskräfte sehen die berufliche Weiterbildung als Priorität an, das sind deutlich mehr als im Länderschnitt der Befragen, der bei nur 24 % Prozent liegt. Weiterhin gaben die Befragten an, in den nächsten drei Jahren noch größeren Wert auf die Auswahl der optimalen Weiterbildungsangebote zu legen.

Dennoch bemängelt knapp die Hälfte aller Befragten, dass ein konkreter Mehrwehrt aus der Investition in Weiterbildungsmaßnahmen für das Unternehmen nicht messbar sei. Zudem konnten nur 43 % Prozent feststellen, sie würden nach Fortbildungsmaßnahmen effektiver arbeiten. Die Ergebnisse zeigen die Kluft zwischen dem Wunsch nach beruflicher Weiterbildung und den letztendlich angebotenen Fortbildungsprogrammen. Silveira VanDyck von der FT | IE Corporate Learning Alliance ist überrascht: »Mehr als die Hälfte der befragten Geschäftsleute erkennen zwar die Bedeutung einer Weiterbildung der Führungskräfte für ihr Geschäft, doch nur weniger als die Hälfte der Befragten sind mit ihren Lernprogrammen vollauf zufrieden«.

Dies ist auch auf die falsche Wahl der Weiterbildungsanbieter zurückzuführen. Nur jede vierte Führungskraft gab an, diese danach auszuwählen, inwieweit sie die Auswirkungen des Corporate Learnings für das Unternehmen messbar machen können. Das wichtigste Kriterium sei vielmehr, ob man bereits in der Vergangenheit mit dem Weiterbildungsanbieter zusammengearbeitet habe. Für die obersten Führungskräfte sind außerdem der Ruf der Anbieter und deren Rangwertung entscheidend.

Große Unternehmen haben höchste Erwartungen an ihre Führungskräfte. Auch wenn sie die enorme Wichtigkeit der Weiterentwicklung ihrer Führungskräfte erkannt haben, nutzen sie meist noch die falschen Fortbildungsangebote. Genau hier sind Experten gefragt, die die Auswirkungen von Weiterbildungsprogrammen auf den betrieblichen Erfolg messbar machen. Nur so können die Bildungsmaßnahmen optimiert und den Erwartungen der Unternehmen entsprechend angepasst werden.

(01.06.2016, prh)

 

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