Fit für den Wandel: IAB-Expertin über die Bedeutung von Weiterbildung
Qualifizierung als Schlüssel zum Erfolg im wirtschaftlichen Wandel
Die fortlaufende Weiterbildung stellt heute die wichtigste Voraussetzung dar, um im Berufsleben erfolgreich zu bleiben.
In einem Gespräch mit dem SWR erläuterte Ute Leber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) die aktuelle Lage.
Da sich die Wirtschaft durch künstliche Intelligenz und neue Umweltvorgaben schnell verändere, veralte vorhandenes Wissen in kurzer Zeit. Ohne eine gezielte Anpassung der eigenen Fähigkeiten drohten Arbeitslosigkeit und ein Mangel an Fachkräften, was die gesamte wirtschaftliche Entwicklung gefährden könne.
Neue Anforderungen in der Arbeitswelt
Der moderne Arbeitsmarkt verlagere sich weg von einfachen Tätigkeiten hin zu komplexen, digitalen Aufgaben. Leber wies darauf hin, dass Unternehmen verstärkt Personal suchten, das bereit sei, ständig dazuzulernen. Qualifizierung helfe dabei, den Wechsel von alten Industrien in zukunftssichere Bereiche zu meistern. Besonders wichtig sei hierbei, dass theoretisches Wissen aus Kursen direkt im Arbeitsalltag angewendet werden könne.
Hilfe bei der beruflichen Anpassung
Um die Weiterbildung zu erleichtern, stünden verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung. Das »Qualifizierungschancengesetz« helfe beispielsweise dabei, Kosten für Kurse und Löhne zu übernehmen, wenn ein Arbeitsplatz durch den technologischen Wandel gefährdet sei. Neben der eigenen Initiative spiele auch die Beratung durch die Agentur für Arbeit eine große Rolle. Ziel sei es, die IT-Kenntnisse und das Verständnis für moderne Abläufe bei allen Beschäftigten zu verbessern.
Sicherheit durch Bildung
Investitionen in Bildung schützten vor sozialem Abstieg und sicherten die Innovationskraft der Betriebe. Wenn Beschäftigte ihre Kompetenzen erweiterten, verlören sie nicht den Anschluss an die moderne Technik. So werde die Veränderung der Wirtschaft nicht als Gefahr, sondern als Chance für den beruflichen Aufstieg gesehen, sofern die notwendigen Ressourcen genutzt würden.
(23.02.2026, prh)
