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»Weiterbildungsstatistik im Verbund« Ausgabe 2021 des DIE veröffentlicht

DIE

Die »Weiterbildungsstatistik im Verbund« ist eine jährliche Erhebung des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE).

Diese Erhebung, die seit 2007 durchgeführt wird, sammelt und analysiert Daten von Weiterbildungseinrichtungen, die den Verbänden Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben e.V. (BAK AL), Deutsche Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung e.V. (DEAE), Katholische Erwachsenenbildung Deutschland – Bundesarbeitsgemeinschaft e.V. (KEB) und dem Deutschen Volkshochschul-Verband e.V. (DVV) angehören.

Das Ziel der Statistik ist es, eine detaillierte und umfassende Darstellung der öffentlich verantworteten Weiterbildung in Deutschland zu bieten.

Zentrale Ergebnisse des Berichtsjahres 2021

1. Grundgesamtheit und Erfassungsquoten

  • Grundgesamtheit: Die Erhebung umfasste insgesamt 1.956 Weiterbildungseinrichtungen, die sich wie folgt auf die Verbände verteilen: BAK AL (134), DEAE (423), DVV (858) und KEB (541).
  • Erfassungsquote: Die Erfassungsquote betrug 83%, was 1.617 erfassten Einrichtungen entspricht. Diese Quoten variieren jedoch je nach Verband: BAK AL (79%), DEAE (70%), DVV (99%) und KEB (68%).

2. Institutionelle Daten

  • Rechtsformen:
    • 50% der erfassten Einrichtungen sind Körperschaften des öffentlichen Rechts.
    • 37% sind eingetragene Vereine.
    • 6% sind (gemeinnützige) GmbHs oder andere private Träger.
    • 2% sind nicht eingetragene Vereine und 3% haben andere Rechtsformen.
  • Qualitätsmanagementsysteme:
    • 79% der Einrichtungen nutzen mindestens ein Qualitätsmanagementsystem.
    • Die am häufigsten genutzten Systeme sind AZAV (20%) und LQW (13%).

3. Personal

  • Hauptberufliches Personal: Zum Stichtag 31.12.2021 meldeten die erfassten Einrichtungen insgesamt 13.129 Vollzeitäquivalente.
    • 42% des hauptberuflichen Personals waren pädagogische Fachkräfte.
    • 37% entfielen auf Verwaltungspersonal, 8% auf Leitungsaufgaben und 8% auf Wirtschaftspersonal.
    • Frauen stellten 76% des hauptberuflichen Personals, mit besonders hohen Anteilen im Verwaltungsbereich (84%) und bei den pädagogischen Fachkräften (76%).
  • Neben-/freiberuflich und ehrenamtlich Mitarbeitende:
    • 204.138 Personen arbeiteten 2021 neben- bzw. freiberuflich in den Einrichtungen, davon waren 66% Frauen.
    • 20.789 Personen engagierten sich ehrenamtlich, wobei der Frauenanteil bei 62% lag.

4. Finanzierung

  • Einnahmen:
    • Die Gesamteinnahmen der erfassten Einrichtungen betrugen etwa 1,517 Milliarden Euro.
    • Diese setzten sich überwiegend aus öffentlichen Mitteln (68%) und Teilnahmegebühren (17%) zusammen.
    • Weitere Einnahmenquellen waren Eigenmittel (3%), nicht-öffentliche veranstaltungsbezogene Mittel (1%) und sonstige Einnahmen (11%).
  • Ausgaben:
    • Die Gesamtausgaben beliefen sich ebenfalls auf etwa 1,517 Milliarden Euro.
    • 51% der Ausgaben entfielen auf Personalkosten für hauptberuflich Mitarbeitende, 22% auf frei- und nebenberufliches sowie ehrenamtliches Personal.
    • Betriebskosten machten 15% aus, veranstaltungsbezogene Sachkosten 4% und sonstige Ausgaben 8%.

5. Veranstaltungen

  • Veranstaltungen mit mehr als drei Stunden:
    • 2021 wurden 379.955 Veranstaltungen mit in der Regel mehr als drei Stunden Dauer durchgeführt.
    • Insgesamt wurden dabei 3.621.889 Teilnahmefälle registriert.
    • Das Gesamtvolumen der Veranstaltungsstunden betrug 11.047.298 Stunden.
  • Veranstaltungen mit bis zu drei Stunden:
    • Es fanden 95.024 Veranstaltungen mit bis zu drei Stunden Dauer statt.
    • Diese Veranstaltungen umfassten 212.357 Veranstaltungsstunden und 1.597.708 Teilnahmefälle.
  • Veranstaltungen für spezielle Adressatengruppen:
    • 97.175 der Veranstaltungen waren für spezielle Zielgruppen konzipiert, wie z.B. Senioren, Migranten oder Menschen mit Behinderungen.

6. Weitere Leistungen

  • Weiterbildungsberatung:
    • Die Einrichtungen bieten umfangreiche Weiterbildungsberatungen an, um den Teilnehmenden bei der Auswahl und Planung ihrer Weiterbildungsmöglichkeiten zu helfen. Diese Beratungsleistungen umfassen individuelle Beratungsgespräche, in denen die persönlichen und beruflichen Ziele der Teilnehmenden besprochen werden, sowie die Identifizierung geeigneter Weiterbildungskurse und -programme.
    • Darüber hinaus unterstützen die Beratungskräfte die Teilnehmenden bei der Beantragung von Fördermitteln und bei administrativen Fragen rund um die Weiterbildung. In einigen Einrichtungen werden auch spezielle Beratungsdienste für bestimmte Zielgruppen wie Arbeitslose, Migranten oder Menschen mit Behinderungen angeboten.
    • Die Beratung erfolgt oft in mehreren Phasen, beginnend mit einer Erstberatung, gefolgt von detaillierten Planungsgesprächen und abschließenden Feedbacksitzungen nach Abschluss der Weiterbildungsmaßnahmen.
  • Kompetenzfeststellungen:
    • Viele Weiterbildungseinrichtungen bieten Dienstleistungen zur Kompetenzfeststellung an. Diese Maßnahmen dienen dazu, die Fähigkeiten und Kenntnisse der Teilnehmenden systematisch zu evaluieren und zu dokumentieren.
    • Die Kompetenzfeststellungen umfassen eine Vielzahl von Methoden, darunter praktische Tests, theoretische Prüfungen und Portfolio-Analysen. Ziel ist es, ein umfassendes Bild der Kompetenzen der Teilnehmenden zu erstellen, das als Grundlage für weiterführende Bildungs- oder Berufswege dienen kann.
    • Besonders im Rahmen der beruflichen Weiterbildung sind Kompetenzfeststellungen wichtig, um Qualifikationslücken zu identifizieren und gezielte Weiterbildungsmaßnahmen zu planen. Diese Feststellungen sind oft auch Voraussetzung für den Zugang zu bestimmten Bildungsprogrammen oder beruflichen Zertifizierungen.
    • In einigen Fällen kooperieren die Weiterbildungseinrichtungen mit Unternehmen oder anderen Bildungsträgern, um maßgeschneiderte Kompetenzfeststellungsprogramme zu entwickeln, die den spezifischen Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht werden.

       
(27.05.2024, prh)

Publikation herunterladen (PDF, 209 Seiten)

siehe auch: »DIE Bonn legt Volkshochschulstatistik für das Berichtsjahr 2021 vor«

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