Digitalkompetenzen: Schule, Politik und lebenslanges Lernen gefordert
Studie: Digitalkompetenz fehlt quer durch alle Generationen
Das neue Smartphone will eingerichtet, der Online-Ausweis aktiviert sein – was für viele selbstverständlich klingt, überfordert viele Menschen regelmäßig. Eine aktuelle Bitkom-Erhebung macht das Ausmaß sichtbar.
Ein Drittel kommt nicht mit
Laut einer repräsentativen Bitkom-Befragung von 1.005 Personen ab 16 Jahren fühlt sich ein Drittel der Deutschen häufig von digitalen Technologien überfordert. Besonders stark betroffen sind ältere Menschen: In der Gruppe ab 75 Jahren berichten 60 Prozent davon.
Doch auch unter den 16- bis 49-Jährigen ist das Problem spürbar: Jede vierte Person kommt regelmäßig nicht zurecht. Zwischen Männern (32 Prozent) und Frauen (35 Prozent) sind die Unterschiede vergleichsweise gering – digitale Überforderung ist kein reines Generationenproblem.
Schule soll digitale Grundlagen legen
86 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, Digitalkompetenzen verbindlich bereits im Schulunterricht zu verankern. Fast die Hälfte (48 Prozent) sieht die Politik in der Pflicht, den Kompetenzerwerb gesamtgesellschaftlich stärker zu fördern.
Lebenslanges Lernen und eine neue Bundeszentrale
47 Prozent wünschen sich mehr öffentliche Angebote für digitales Lernen im Erwachsenenalter. 39 Prozent befürworten eine »Bundeszentrale für digitale Bildung«.
Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst betont, Digitalkompetenzen müssten in alle Lehrpläne einfließen – und für Menschen außerhalb des Schulsystems brauche es eine Stelle, die Angebote bündele und alle Altersgruppen begleite. (15.06.2026, prh)
Suchen in Neuigkeiten & Terminen
Weiterbilden statt suchen: Wie kleine Betriebe Zukunft lernen
Wenn KI-Wissen nicht reicht: Die Relevanz von Future Skills
Digitaler Campus für Future Skills: Weiterbildung für die Welt von morgen
Erfahrung versus Algorithmus: Der Einfluss von KI auf den Arbeitsmarkt
Zukunftsfähigkeit im Beruf: Niedersachsen setzt auf vertiefte KI-Qualifizierung
Wandel statt Wegfall: Warum der Berufseinstieg mit KI mehr Weiterbildung verlangt
