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LLL-Strategie 2040: Was Österreich in der Erwachsenenbildung vorhat

Bis zu 1,7 Millionen Erwachsene in Österreich tun sich schwer mit dem Lesen. Jetzt soll ein großer Plan das Lernen nach der Schule neu sortieren – doch bis er im Alltag ankommt, vergehen noch einige Jahre.

Ein Plan für alle Lebensphasen

Lernen endet nicht mit dem Schulabschluss. Damit Kurse, Fortbildungen und Bildungsangebote für Erwachsene künftig besser ineinandergreifen, hat die österreichische Regierung im Oktober 2026 die LLL-Strategie 2040 beschlossen. Die drei Buchstaben stehen für lebensbegleitendes Lernen.

Eingebracht haben das Vorhaben vier Regierungsmitglieder, darunter Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner, Bildungsminister Christoph Wiederkehr und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer. Die Fäden laufen im Wissenschaftsministerium zusammen.

Erwachsenenbildung soll mehr zählen

Der Kern: Weiterbildung für Erwachsene soll ebenso viel Gewicht bekommen wie Schule oder Hochschule – ganz gleich, ob ein Kurs öffentlich, privat oder von einem gemeinnützigen Träger angeboten wird.

Geplant sind günstige, leicht erreichbare und barrierefreie Angebote mit Mindeststandards in jeder Region.

Wer außerhalb von Schule und Hochschule etwas gelernt hat, soll das leichter anerkannt bekommen. Zudem soll die Förderung übersichtlicher werden. Für Unternehmen sind keine zusätzlichen Lasten vorgesehen.

Erste Schritte ab 2028

Ab November beraten fünf Arbeitsgruppen. Ein Zwischenbericht ist für Juni 2027 angekündigt, das fertige Papier für Ende 2027. Erste Maßnahmen sollen 2028 folgen.

Die Arbeiterkammer begrüßt den Plan, verlangt aber ein Recht auf Weiterbildung während der bezahlten Arbeitszeit. Die Wirtschaftskammer wiederum möchte die Angebote stärker daran ausrichten, was Betriebe brauchen.


In aller Kürze
Österreich ordnet die Weiterbildung neu: Die LLL-Strategie 2040 soll Erwachsenenbildung aufwerten, Angebote günstiger und leichter erreichbar machen. Erste Maßnahmen sind ab 2028 geplant.

  (04.11.2026, prh)

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