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Qualifizierung mit Rückenwind: Die IHK-Fortbildungszahlen 2025

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Gesundheit, Metall, IT: Wo die berufliche Weiterbildung 2025 zunahm

Wer nach der Ausbildung nicht stehen bleiben möchte, legt in der Regel früher oder später eine IHK-Fortbildungsprüfung ab. Der eine schuftet sich zum Industriemeister Metall hoch, die andere büffelt für den Fachwirt im Gesundheitswesen – abends nach der Schicht, oft über Monate hinweg. Dass das trotzdem Tausende tun, lässt sich in der IHK-Fortbildungsstatistik nachlesen. Und die Zahlen erzählen mehr, als man zunächst denkt.


Wieder mehr Prüflinge als im Vorjahr

2024 war insgesamt ein schwaches Jahr, die Teilnehmerzahlen sanken. 2025 hat sich das gedreht. Insgesamt haben 55.553 Menschen bundesweit eine IHK-Fortbildungsprüfung abgelegt, rund 1.100 mehr als im Jahr zuvor. Das ist zwar noch nicht ganz das Niveau von 2023 (55.879), aber die Richtung stimmt wieder. 38.323 von ihnen haben bestanden, was einer Bestehensquote von knapp 69 Prozent entspricht.

Besonders auffällig ist der Zuwachs bei den Industriemeistern. 15.709 Teilnehmende haben die Prüfung abgelegt, so viele wie nie zuvor. Allein der Industriemeister Metall verzeichnet 7.966 Prüflinge, der Industriemeister Elektrotechnik 4.050.

Dahinter steckt kein Zufall: In vielen Betrieben gehen aktuell die erfahrenen Führungskräfte in Rente und der Nachwuchs muss nachrücken. Wer einen Meistertitel hat, ist dabei klar im Vorteil.

Fachwirte dominieren, aber nicht überall

Die mit Abstand größte Gruppe sind nach wie vor die Fachwirte mit insgesamt 22.882 Teilnehmenden. An der Spitze liegt der Wirtschaftsfachwirt mit 8.103 Prüflingen, dicht gefolgt vom Handelsfachwirt mit 3.262 Prüflingen. Letzterer verzeichnet jedoch seit 2023 (damals noch 4.449 Prüflinge) einen kontinuierlichen Rückgang. Offenbar suchen sich Interessierte im kaufmännischen Bereich zunehmend andere Wege.

Wachstum gibt es dagegen beim Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen: 2 257 Teilnehmende, Tendenz steigend. Pflege und Sozialarbeit professionalisieren sich und die Branche braucht Fachkräfte, die nicht nur im Alltag funktionieren, sondern auch Führungsaufgaben übernehmen können.

Neue Namen, altes Wissen

Bei genauerer Betrachtung der Statistik fallen ungewohnte Bezeichnungen ins Auge: »Bachelor Professional in Logistiksystemen«, »Master Professional in Business Management«. Dies ist keine Erfindung der IHKs, sondern die Folge der BBiG-Reform, die die Fortbildungsabschlüsse international anschlussfähiger machen soll.

Inhaltlich hat sich wenig verändert, lediglich die Bezeichnungen sind neu. In der Statistik werden alte und neue Bezeichnungen noch nebeneinander verwendet, was den Überblick erschwert.


In aller Kürze
55.553 IHK-Fortbildungsprüfungen 2025, 38.323 Abschlüsse (69 %). Industriemeister auf Mehrjahreshoch, Fachwirte stärkstes Segment. BBiG-Reform schreibt Qualifikationstitel um.


 

(02.07.2026, prh)

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